Ein neuer Titelträger in der NBA

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Ganz stimmt die Überschrift nicht, denn die New York Knicks waren schon einmal NBA-Champion, allerdings im Jahr 1972, weit vor meiner Zeit. Streng genommen werden auch die Seattle SuperSonics als Titelträger geführt, der Vorgänger der Oklahoma City Thunder. Das war 1979, also auch vor meine Zeit.

Zweimal gab es am Sonntag ein siebtes Spiel, je eines in NBA, beide wurden zu einer ganz klaren Sache und nicht nur ich stellte mir die Frage, warum es die Oklahoma Thunder gegen die Denver Nuggets und die Florida Panthers bei den Toronto Mapla Leafs so spannend gemacht haben. Die Antwort, my friends, kent nur der Wind …

 

NBA

 

OKLAHOMA CITY THUNDER – Denver Nuggets 125:93 (4:3)

 

Ein Viertel konnten die Nuggets um Nikola Jokic sehr gut mithalten, erarbeiteten sich sogar einen 111-Punkte-Vorsprung gegen in der Abwehr nicht existenten Gegner, der zudem die Dreier nicht traf. Doch schon am Ende des ersten Durchgangs begann die Aufholjagd, weil jetzt die Defense erwachte und extrem zupacktede Vorsprung war so schnell dahin wie der Schnee in der Sonne. Ab dem 2. Viertel gab es kein Halten mehr, und ein 18:6-Run zu Ende der Halbzeit beseitigte(fast) alle Zweifel.
Die noch Zweifelnden (oder gar Hoffenden) begruben diese Zweifel/Hoffnungen im 3. Viertel, als die angeschlagenen Nuggets gegen die jetzt unfassbar abwehrstarken Thunder kein Mittel mehr fanden. So konnen die Gastgeber am Ende ihre besten Kräfte schonen.

Angeschlagene Nuggets, sagte ich: Wäre es nicht ein Spiel 7 in den Play-offs gewesen, hätten Michael Porter jr (Schulter und Aaron Gordon (Oberschenkelzerrung) mit Sicherheit gar nicht gespielt und der erkältete Jamal Murray höchstwahrscheinlich nicht. Aufgrund des kargen Kaders von Denver mussten sie mitmachen, doch jeder sah, dass das Trio nicht auf der Höhe der Schaffenskraft war

Bester Spieler der Sieger

Shai Gilgeous-Alexander: Nach verhaltenem Beginn (nur 4 Punkte im 1. Viertel) schwang sich de Kanadier zm Primus inter pares auf. Am Ende hatte er 35 Punkte zu stehen, klarer Höchstwert der Partie.

 

Stark trotz der Niederlage

Nikola Jokic (20 Punkte, 9 Rebounds, 7 Assists) und Christian Braun (19 Punkte): Die letzten Gesunden der Starting Five. Doch selbst sie leiferten bestenfalls Durchschnittliches, zumal Braun früh in Foulprobleme geriet. und dementsprechend zurückhaltend agieren musste.

 

X-Faktor

Alex Caruso: Als er nach knapp 6 Minuten ins Spiel kam, war das auch ein Zeichen. Denn plötzlich verwandelte sich die bis dato so lethargische Verteidigung in die vo allen Gegnern so gefürchtete hetzende Masse, die den Gegner zu unzähligen Ballverlusten treibt (bei den Nuggets waren es am Ende satte 22). Zudem hate Thunder-Coach Mark Daigneault  den großartigen Einfall und stellte den schnellen Caruso dem zwar 15 Zentimeter größeren, aber längst nicht so wendigen Nikola Jokic auf die Füße. Diese Rolle führte Caruso geradezu brillant aus, Jokic kam längst nicht so zur Geltung wie in den Spielen davor.
Dazu war Caruso auch in der Offensive ein steter Unruheherd mit sehr schlauen Entscheidungen. Keinen einzigen Ballverlust leistete sich der Routinier, erzielte gerade am Anfang auch wichtige Punkte.

 

🇩🇪 👓

Isaiah Hartenstein war der „Leidtragende“ von der Umstellung und hatte längst nicht so viele Einsatzminuten wie gewohnt. Am Ende stand er nur 17 Minuten auf dem Parket und legte dabei 19 Punkte und 7 Rebounds auf, davon starke 4 in der Offensive.

 

Ausblick der Sieger

Die Reifeprüfung gegen die erfahrenen Nuggets haben die Thunder bewältigt, jetzt geht es ab der Nacht zu Mittwoch gegen die Minnesota Timberwolves. Dabei genießen sie erst mal Heimrecht, anderseits haben die Wolves den Vorteil der weitaus längeren Pause. Für mich ein Irrwitz, dass die NBA nicht Eastern und Western Conference getauscht hat, um den Thunder einen Tag mehr Ruhe zu vergönnen. Insgesamt sehe ich aber die Thunder als recht klare Favoriten

 

Und die Verlierer?

Es hat sich gezeigt, dass ein Nikola Jokic nicht einmal in seiner Ausnahmeform den ganz hohen Play-off-Ansprüchen genügt. Es fehlt der zweite Topstar (wie es Murray war  beim NBA-Triumph 2023), vor allem aber fehlt eine verlässliche und breiter aufgestellte Bank. So war Julian Strawther, der die 6. Partie „rettete“, diesmal fast ein Totalausfall, ähnlich erging es Peyton Watson und auch Russell Westbrook. Hier ist das Management gefordert, vor allem aber auch beim Lösen der Frage, ob Interims-Coach Adelman auf Dauer verpflichtet wird.

 

Ansetzungen

Mi., 02:30: Oklahoma City Thunder – Minnesota Timberwolves (0:0)
Do., 02:30: New York Knicks – Inciana Pacers (0:0)
Fr., 02:30: OKC – Wolves
Sa., 02:30: Knicks – Pacers

Eine ausführliche Vorschau mit allen Terminen gibt es morgen.

 

NHL

 

Toronto Maple Leafs – FLORIDA PANTHERS 1:6 (3:4)

 

Einen 1:3-Serienrückstand aufzuholen, ist das Eine, die Serie dann auch für sich zu entscheiden das Andere. Diese schon oft elebte Erkenntnis machten jetzt auch die Maple Leafs, die mit 2 tollen Siegen erst die 7. Partie gegen die Panthers ermöglichten. In dieser gingen sie allerdings gegen den Titelverteidiger unter, und das in eigener Halle.
Nach noch torlosem und zeimlich ausgeglichenem 1. Drittel brach es über die Leafs herein. 3 Tore in 6 Minuten brachten die Panthers auf die Siegesstraße. Von der sie auch nicht der Anschluss zu Beginn des Schlussabschnitts abbringen sollte – im Gegenteil. Nicht mal 47 Sekunden stellte Eero Luustarainen den 3-Tore-Abstand wieder her. Zwei weiteree Treffer amchten dann die Niederlage zum Debakel

 

Meine 🇫🇮

Punkteten fleißig. Luusturainen verbuchte neben seinem Treffer 2 Assists, Anton Lundell traf einmal (zum 2:0), Kapitän Alexander Barkov assistierte zum 1:0 und 5:1.

 

Ausblick

Die Panthers treffen im Ost-Finale auf die Carolina Hurricanes, wobei die Hurricanes in den ersten 2 Spielen (Nacht zu Mittwoch und Freitag) Heimvorteil haben. Im 2-Tages-Rhythmus geht es dann weiter bis zum möglichen Showdon Spiel 7 am 2. Juni.
Im Westfinale treffen wie im Vorjahr die Dallas Stars und die Edmonton Oilers mit Leon Draisaitl aufeinander. Die erste Partie in der Nacht zu Donnerstag in der American Airlines Arena zu Dallas.

 

Ansetzungen

Mi., 02:00: Carolina Hurricanes – Florida Panters (0:0)
Do., 02:00: Dallas  Stars – Edmonton Oilers (0:0)
Fr., 02:00: Hurricanes – Panthers
Sa., 02:00 Stars – Oilers

 

 

 

Denver Nuggets erzwingen Spiel 7

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

High noon in Oklahoma City, bedröppelte Mienen in Washinton, Hoffnung in Winnipeg. Die Conference Semifinals in NBA und NHL biegen in die Zielfgeradeein oder sind schon beendet

 

Denver Nuggets – Oklahoma City Thunder 119:107 (3:3)

 

Als die Thunder knapp 3 Minuten vor Ende der 1. Hälfte auf 12 Punkte davongezogen waren, hätte ich diese Wendung nicht mehr für möglich gehalten, trotz der unglaublichen Aufholjagden, die es in diesen NBA-Play-offs schon gegeben hat. Was folgte, war ein 12:0-Lauf der NUggets gegen zunehmend kopflose Thunder, und nicht mal ein irrer Buzzerbeater von Lu Dort vor der Pausensirene beruhige die OKC-Seele. Sie gestalteten zwar das 3. Viertel weitgehend ausgeglichen, doch ein weiterer Einbruch zum Viertelende brachte die Entscheidung für die Nuggets, die den zweistelligen Vorsprung souverän bis zur Schlusssirene verwalteten.

 

Bester Mann der Sieger

Ein Trio stach heraus: Jamal Murray brillierte vor allem im 1. Viertel, als er gleich 11 seiner 25 Zähler auflegteNikola Jokic hatte mal wieder die besten Stats (29 Punkte, 14 Rebounds), und Christian Braun hatte mit 23 Punkten einen herausragenden Abend, vor allem auch in der Defensive.

 

Stark beim Verlierer

Shai Gilgeous Alexander: Allerdings mit Einschränkung. Zwar gelangen dem Kanadier 32 Punkte (Bestwert der Partie), handelte sich aber bereits in der 1. Halbzeit 4 Fouls ein, wodurch er in de Verteidigung doch sehr eingeschränkt war und auch länger als gewollt pausieren musste.

 

X-Faktor

Julian Strawther: Genau für solche Vorstellungen habe ich diese Rubrik eingeführt. Ende des 3. Viertels schlug seine Zeit, als er binnen 90 Sekunden 2 Dreier und einen Zweier versenkte und wesentlichen Anteil daran hatte, dass sich die Nuggets entscheidend absetzten. Im Schlussabschnitt gelangen dem bisher in den Play-offs kaum in Erscheinung getretenen Spielmacher 7 weitere Zähler; den hatte offenbar niemand bei OKC auf dem Zettel (höchstwahrscheinlich auch nicht das eigene Team, wenn es ehrlich ist).

 

Zahlereien

28 Fouls leisteten sich die Thunder-Spieler, un nicht nur SGA, sondern auch Isaiah Hartenstein und Alex Caruso mussten sehr vorsichtig sein, denn bei 6 personal fouls ist man draußen aus der Partie.. Zum Vergleich: Die Nuggets kamen mit 16 aus.

 

🇩🇪 👓

Isaiah Hartenstein war diesmal nicht so auffällig. Im Rahmen seiner Möglichkeiten hielt er Jokic gut in Schach. 8 Punkte bei keinem Fehlversuch verbuchte er und 6 Rebounds

 

Ausblick

Spiel 7 in OKC, und die Spielplanmacher (wahrscheinlich eher das Fernsehen) gewähren einen Tag Extrapause und uns Europäern einen Leckerbissen zu bester Sendezeit (Sonntag, 21:30). Einen Tipp wage ich nicht bei diesen Unwägbarkeiten, doch viel spricht für die Nuggets (allerdings halt nicht der Heimvorteil): Sie haben Erfahrung, sie haben die 7. Partie gegen die Clippers in der 1. Runde gewonnen, das Team funktioniert, vor allem auch der Co-Star Jamal Murray trotz einiger merkwürdigen  Entscheidungen. Und Superstar Jokic gefällt mir in der Serie erheblich besser als Thunder Superstar Gilgeous-Alexander.
Und die Thunder? Die müssen hoffen, dass ihr Co-Star Jalen Williams aufwacht, dass sich Shai (und auch Hartenstein) dumme Fouls) verkneifen. Sie haben ja auch nicht umsonst mit Abstand die beste Bilanz, sammelten in der regulären Saison gleich 18 Siege mehr als der Gegner.

 

Ansetzungen

Sa., 02:00: New York Knicks – Boston Celtics (3:2)
So., 21:30: Oklahoma City Thunder -Denver Nuggets (3:3)

 

Washington Capitals – CAROLINA HURRICANE 1:3 (Endstand: 1:4)

 

Das beste Team im Osten der regulären Saison darf in den Urlaub fahren. Dort werden sie wahrscheinlich eher ihre Wunden lecken denn ausgelassen feiern, denn mit einem Ausscheiden gegen Carolina haben sie bei allem Respekt nicht gerechnet. Andrej Schewnikow erzielte 1:59 Minuten vor Schluss den vorentscheidnen Treffer zum 2:1, dem Seth Jarvis einen Schuss ins leere Tor folgen ließ.
Nichts wird es also mit dem 2. Stanley Cup für Alex Owetschkin, dem Tor-Rekordhalter der NHL.

Die Hurricanes warten jetzt auf den Finalgegner. Gegen die Florida Panthers hätten sie Heimvorteil, gegen die Toronto Maple Leafs müssten sie zunächst auswärts antreten (ebenso in einem notwendigen 7. Spiel). Dass sie auswärts bestehen können, haben sie gegen den Conference Primus eindrucksvoll bestätigt.

 

Winnipeg Jets – Dallas Stars 4:0 (2:3)

 

Im Gegensatz zu den Capitals konnte der West-Primus das Play-off-aus erst mal abwenden. Das am Ende so klare 4:0 spielgelt allerdings nicht wider, wie verbissen die Partie über weite Strecken war. Die Jets waren zwar übelegen, scheiterten aber wiederholt am grandiosen Torwart Jake Oettinger, der 31 von 34 Schüssen entschärfte.
Erst im 3. Drittel fiel die Entscheidung zu Gunsten der GastgeberNicolaj Ehlers Oettinger zum 2:0 überwand, im 2. Drittel hatte Mark Scheiffele getroffen. Namenstnikow und erneut Ehlers (ins leere Tor) erhöhten danach.
In der Offensive blieben die Stars weitgehend harmlos, und was aufs Jets-Tor kam wurde zur sicheren Beute des diesmal sehr sicheren Keepers Connor Hellebuyck (22 Paraden).

Die Dallas stars setzen jetzt auf den Heimvorteil in Spiel 6 in der American Arena (auch die Heimstätte der Mavericks). Dann hoffe ich, dass „meine Finnen“ nicht so blass agieren wie diese Nacht.

 

Ansetzungen

Sa., 02:00: Florida Panthers – Toronto Maple Leafs (3:)
So., 02:00: Dallas Stars – Winnipeg Jets (3:2)

 

 

Ein Murmeltor bringt die Oilers weiter

Blick über den Teich, NHL

 

Kanada jubelt, Kanada erst mal am Boden. Für die Edmonton Oilers und Toronto Maple Leafs verlief Spiel 5 der 2. Play-off-runde höxht unterschiedlich

 

Toronto Maple Leafs – Florida Panthers 1:6 (2:3)

 

Letztlich ein absurdes Ergebnis, denn um fünf Tore schlechter waren die Leafs nie und nimmer. Das belegt auch die ausgeglichene Schussbilanz von 35:35. Aber den Titelverteidiger aus Florida zeichnet eine fast beängstigende Effizient aus, die ihnen schon vergangenes Jahr den Stanley Cup bescherte. Erheblichen Anteil hatte auch Goalie Sergej Dobrowski mit ein paar Glanzparaden. Der Ehrentreffer gut eine Minute vor Schluss sollte den Russen nicht über die Maßen ärgern.

 

Meine 🇫🇮

Das vierte Tor war eine finnische Angelegenheit. Verteidiger Mikkola traf auf Assistss von Ludell und Lustorainen.

 

Las Vegas Knights – EDMONTON OILERS 0:1 (Endstand: 1:4)

Wen hatten noch mal viele Experten (und auch meine Wenigkeit) eher als Schwachstelle der Oilers ausgemacht? Richtig, Torhüter Scottie Skinner. Und jetzt sicherte er mit dem zweiten Shutout in Folge den hauchdünnen Erfolg der Oilers, der sie bereits ins Conference Finale brachte, wo der Sieger der Partie Winnipeg vs Dallas wartet. Natürlich war es nicht Skinner allein, sondern der starke Defensiv-verbund des gesamten Teams. Aber insgesamt wehrte der Goalie 24 Schüsse mit zum Teil spektakulären Paraden, sein Gegenüber Adin Hill kam sogar auf 32 Saves.
Ein grausiges Murmeltor nach unwürdigem Gestocher vor dem Knights-Kasten brachte letztlich die Entscheidung. Letztlich war es der Finne Kasperi Kapanen, der die Scheibe über die Linie bugsierte, und irgendwie hatte auch Leon Draisaitl seinen Schläge im Spiel, so dass ihm ein Assist gugeschrieben wurde. Letztlich verdient, denn in der Overtime waren die Gäste aus Kanada das klar dominierende Team.

 

🇩🇪 🧠

Wie gesagt, Leon Draisaitl verbuchte 1 Assist. Vor allem aber bestach er in der Verteidigung, wo er die Kreise des bis dato großartigen Knights-Stürmer Jack Eichel empfindlich störte und diesen nicht zur entfaltung kommen ließ. 22:58 Minuten stand er auf dem Eis, gab dabei 5 Schüsse ab, wobei er einmal ganz frei vor Hill scheiterte.

 

Ansetzungen heute

Fr., 01:00: Washington Capitals – Carolina Hurricanes (1:3)
Fr., 03:30: Winnipeg Jets – Dallas Stars (1:3)

 

Ansetzung morgen

Sa., 02:00: Florida Panthers – Toronto Maple Leafs (3:2)

Ohne Curry, (fast) ohne Chance

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Minnesota Timberwolves – Golden State Warriors 117:93 (1:0)

 

Überspitzt gesagt war die Partie nach 3 Minuten des 1. Viertels entschieden, als es schon 13:0 für die Timberwolves stand. Den Warriors ohne den oberschenkel-verletzten Steph Curry gelang der erste Korb erst nach 5 Minuten durch Jimmy Butlers Dreier zum 3:13. Diese zweistellige Führung hielt in den Zehnern hielt bis Mitte des 3. Drittels, als die Warriors noch mal eine Aufholjagd starteten und bis auf 7 Punkte herankamen. Doch mit einem 20:5-Run in diesem Abschnitt beseitigten die Gastgeber im Target Center  alle Zweifel am Sieg (soweit sich das in diesen irren Play-offs sagen lässt).

 

Bester Mann der Gewinner

Julius Randle: Er stellte mit starken 16 Punkten im 1. Durchgang die Weichen auf Sieg, insgesamt war er dann mit 24 Zählern Topscorer der Partie, dazu gab er 11 Assists und 7 Rebounds.

 

Stark trotz der Niederlage

Jonathan Kuminga: Von der Bank kommend stabilisierte er die anfangs so furchtbare Warriors-Offensive. 18 Punkte gelangen ihm.

 

X-Faktor

Nikkel Alexander-Walker: Mit seinen wichtigen 6-Punkten war er maßgeblich beteiligt am letztlich entscheidenden Run der Wolves am Ende des 3. Viertels. Mit 20 Punkten und gleich 4/6 Dreiern wertvolle Ergänzung von der Bank.

 

Zahlereien

3:18 Minuten: So lange stand Startspieler Mike Post von den Warriors auf dem Parkett ohne eine statistisch relevante Aktion (nicht mal ein Foul) oder Ballverlust. Dann nahm ihn Coach Steve Kerr vom Feld, und er ward nicht mehr gesehen.

 

Ausblick

Es stehen jetzt 2 Heimspiele für die Warriors an. Eines davon müssen sie auch ohne ihren Superstar Curry gewinnen, wollen sie ihre Chance erhalten. Wie das gegen das ausgeglichene und devensivstarke T-Wolves-Team gelingen soll, wird die große Frage sein (mir fehlt fast dfie Fantasie dafür). Klar wenn Play-off-Jimmy Butler und Buddy Hield ihre Dreier übernatürlich versenken, ist viel drin, aber viel spricht für die Timberwolves.

 

Ansetzungen heute

 

01:30: Indiana Pacers – Cleveland Cavaliers (2:0)
04:00: Denver Nuggets – Oklahoma City Thunder (1:1)

 

Ansetzungen morgen

21:30: New York Knicks – Boston Celtics (2:0)
02:30: Golden State Warriors – Minnesota Timberwolves (1:1)

 

NHL

Die Edmonton Oilers haben den 6. Sieg in Folge in den Play-offs eingefahren und auch das 2. Spiel in Las Vegas bei den Knights für sich entschieden. Leon Draisaitl war in der Overtime zur Stelle und besiegelte nach herrlichem Zuspiel von Conor McDavid nach 15:20 Minuten den Sieg.
Mitentscheidend war die 4. Reihe der Oilers: Normalerweise ist das die Aufräumer-Truppe, jetzt erzielten sie gleich 2 Tore.Kurios: Erneut drehten die Oilers einen Rückstand.
Mit zwei Heimsiegen in Edmonton könnten die Kanadier die Serie bereits gewinnen, aber so einfach ist es in NHL-Play-offs äupßerst selten.

Im Osten egalisierten die Washington Capitals mit einem 3:1 gegen die Carolina Hurricanes die Serie auf 1:1.

Übles Déjà vu der Celtics

Blick über den Teich, NBA

 

Weiter absolut nicht nach Plan und Expertenmeinung läuft die 2. Play-off-runde, zumindest im Osten. Dort erlitten die Boston Celtics die zweite Heimniederlage im TD Garden gegen die New York Knicks. Im Westen dagegen schafften die Thunder gegen die Nuggets den ersten Sieg zu Hause, den ersten Heimsieg  in der 2. Runde überhaupt (im 7. Spiel).

 

(2) Boston Celtics – (3) New York Knicks 90:91 (0:2)

 

Zweites Spiel, zweiter sehr knapper Erfolg der Knicks, erneut nach einem 20-Punkte-Rückstand noch im 3. Viertel. Doc h im 4. Viertel brachen die Celtics regelrecht ein, trafen auch die einfachsten Würfe nicht mehr (und die Dreier ebenso wenig). Mit einem 21:2-Lauf verwandelten die Knicks ein 68:84 in ein 89:86. Jayson Tatum mit 4 Punkten ließ die Celtics zwar noch einmal kurz hoffen, doch Jalen Brunson stellte 10 Sekunden vor Schluss mit 2 verwandelten Freiwürfen die Weichen auf Sieg: Der letzte Angriff von Boston verpuffte, und die Knicks verlängerten eine eindrucksvolle Serie: Bei den letzten 5 Siegen (3 vs Pistons, 2 vs Celtics) hatten sie nie mehr als 3 Punkte Vorsprung. Und all diese Siege feierten sie auswärts.

Bester Mann

Karl-Anthony Towns: Viele wichtige Punkte (insgesamt 21) und sehr stark an beiden Brettern (13 Rebounds). Der Neuzugang von den T-wolves zeigt seine ganze Klasse.

 

Stark in der Niederlage

Derrick White: Vor allem in der 1. Halbzeit sehr stark und mit sehr frühen 8 Punkten. Wie bei allen Celtics: der unglaubliche Einbruch im Schlussabschnitt.

 

X-Faktor

Mitchell Robinson: Eine erstaunliche +/- Bilanz von +19 hatte der Ersatzcenter in dieser knappen Partie. Gnädigerweise musste er nur einmal an die Freiwurflinie – und scheiterte erwartungsgemäß.

 

Zahlereien

0 von 13: So lautete die erschütternde Bilanz der Celtics im 4. Viertel zwischen 8:40 und 0:58 Minuten auf der Uhr, als die Knicks die Partie drehten. 7 Dreier und 6 Zweier verfehlten dabei das Ziel, hübsch verteilt auf insgesamt 5 Spieler.

 

Ausblick

Die Serie wandert jetzt nach New York. Im lautstarken Madison Square Garden stehen die Celtics mit dem Rücken zu Wand. Ich würde sie zwar nochn nicht abschreiben, aber sie müssen letztlich beide Spiele gewinnen. Ein gesunder Kristaps Porzingis würde diese Aufgabe erheblich vereinfachen.

 

(1) Oklahoma City Thunder – (4) Denver Nuggets 149:106 (1:1)

 

Ein Wunder ist geschehen, nämlich ein Heimsieg. Und am Erfolg der Thunder gab es nie den geringsten Zweifel. Schon nach dem ersten Viertel stand es 45:21 für OKC, und diesen Vorsprung bauten sie im 2. Durchgang auf 87:87:56 aus. Der Rest war Schaulaufen gegen ein auch noch dezimiertes Team, weil sich Denver-Superstar Nikola Jokic früh mit dem 6. Foul verabschiedete (wahrscheinlich hatte er von dem Elend genug). Wenigstens konnt der Serbe so Kräfte sammeln für die nächsten Spiele.

 

Bester Mann der Sieger

Shai Gilgeous-Alexander: In einem sehr homogenen Team ragte der Kanadier heraus. 34 Punkte sammelte er und hatte grandiose +51, wenn er auf dem Parkett stand.

 

Stark in der Niederlage

🇩🇪👓

Isiah Hartenstein hatte einen mehr als soliden Auftritt: 14 Punkte, 8 Rebounds und 5 Assists standen für den Center zu Buche. Vor allem aber ist der 2,16-Riese auch in den Play-offs genau das fehlende Puzzlestück.

 

Zahlereien

87 Punkte: So viele hat noch nie ein Team in einer 1. Halbzeit in Play-offs erzielt. Die Milwaukee Bucks schafften das gleiche Kunststück in der 2. Halbzeit 1978 in einer Partie gegen die Denver Nuggets.

 

Ausblick

Das Schöne und Spannende bei Play-offs: Auch nacextrem herben Niederlagen kann ein Team zjurückschlagen. Allerdings halte ich es  doch für ziemlich unwahrscheinlich, dass die Nuggets jetzt gleich zwei Heimspiele gegen diese thunder für sich entscheiden.

 

Ansetzung heute

Fr., 02:30: Minnesota Timberwolves – Golden State Warriors
Golden State Warriors ohne Steph Curry, der wegen einer Oberschenkelzerrung mindestens eine Woche pausiweren muss

Ansetzungen morgen

Sa., 01:30: Indiana Pacers – Cleveland Cavaliers (2:0)
Sa., 04:00: Denver Nuggets – Oklahoma City Thunder (1:1)
Sa., 21:30: New York Knicks – Boston Celtics (2:0)

 

NHL

Hier ist ebenfalls die 2. Runde schon voll im Gange. Mikko Rantanen, einer „meiner Finnen“ gelang ein besonderes Kunststück. Im zweiten Spiel hintereinander erzielte er in einem Drittel 3 Tore, das hat es noch nie gegeben.

 

 

Das war die Woche, die war

Eine Sportwoche voller Höhepunkte, auch voller Drama und 2 unerwartete Weltrekord

 

Bayern kriecht zum Titel

 

Immer noch haben die Münchne 6 Punkte Vorsprung auf Bayer Leverkusen. So gesehen stellt sogar ein Heim-2:2 gegen den BVB Clubführung und sportliche Spitze zufreden, zumal angesichts der personellen Misere um 7 verletzte Stammspieler. Bayer Leverkusen nämlich verlängert seine formidable Formkrise und kam gegen den 1. FC Union nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus. Da stimmt einiges nicht mehr, spätestens nach dem Pokalaus bei Arminia Bielefeld haben die Werkskicker die Saison wohl innerlich abgehakt.
Jetzt beschäftigt am Rhein fast nur noch die Frage, ob Trainer Xabi Alonso und Starspieler Florian Wirtz am Rhein bleiben oder abwandern in Richtung Real Madrid (Alonso, Wirtz?) oder München (Wirtz) Gerade die Real-Frage dürfte mit einem Ausscheiden der Königlichen diese Woche gegen Arsenal an Fahrt aufnehmen

Jetzt ist es fast schon offiziell: Die drei Abstiegsplätze machen drei Vereine unter sich aus, von denen dann einer Relegatjion spielen darf gegen den Drittligazweiten. Heidenheim hat mit 2 Punkten Vorsprung auf den VfL Bochum und gar 4 die besten Chancen dafür.

Ein Kuriosum hat es am 29. Spieltag gegeben. Viermal gewann ein Auswärtsteam 2:12, viermal erzielte es den Siegtreffer in de 90. Minute oder gar Nachspielzeit. Ich wüsste nicht, ob es so etwas schon mal gegeben hat. Insgesamt wieder kein Tag der Heimteams. Einzig Eintracht Frankfurt konnte gegen Heidenheim vor eigener Kulisse gewinnen.

 

Die unglaublichen 2 auf dem Fahrrad

 

Was Matthew van der Poel und Tadej Pogacar derzeit bei den Monumenten des Radsports abliefern, ist outstanding. Drei gab es bisher in diesem Jahr, und dreimal standen der Holländer und der Slowene auf dem Treppchen. Auch den Sieg bei Paris-Roubaix, vielleicht der bedeutsamste Eintages-Klassiker, machten die beiden Ausnahmefahrer unter sich aus. Ein simpler Fahrwehrer von Pogacar entschied das Duell etwa 40 Kilometer vor Schluss, als er zu schnell in eine Kurve furh und im Graben landete. Die 20 Sekunden, die er dabei verlor, reichten van der Poel. Etwa 10 Kilometer lieferten sie sich in einem atemberaubenden Verfolgungsrennen ein Sekundenduell, doch letztlich erwies sich van der Poel als der Stärkere.
Er gewann damit zum dritten Mal in Folge den Klassiker auf den fürchterlichen Kopfsteinpflastern, das schaffte bisher nur der große Italiener Francesco Moser. Pogacar, der Sieger der Flandern-Rundfahrt vor einer Woche, hat in 14 Tagen bei Lüttich-Gastogne-Lüttich die nächste Chance (wahrscheinlich im nächsten Superduell).

 

Die Haie fordern die Eisbären

 

Es geht natürlich nicht um ein tierisches Drama in der Arktis, sondern um die Finalserie der DEL. Nach den Eisbären Berlin, die sich souverän in nurn 4 Spielengegen die Adler Mannheim durchsetzten, lösten auch die Kölner Haie das Endspiele-Ticket. Durchaus überraschend in 6 Partien gegen den Ligaprimus EHC Ingolstadt. Die Oberbayern waren zwar insgesamt die überlegene Mannschaft, sofern ich das im Eishockey überhaupt zu beurteilen vermag, aber im Abschluss schlicht zu ineffizient. Das lag an den eigenen Schüssen, vor allem aber am überragenden Kölner Goalie Julius Hudacek. Der Slowake trieb die Ingolstädeter Angreifer schier zu Verzweiflung und wehrte allein bei den 4 Siegen 156 von 151 Versuchen ab.
Die Entscheidung fiel am Montagabend in der Overtime. Nach einer abermaligen Glanzparade von Hudacek beförderte Grenier die Scheibe gedankenschnell nach vorne zum enteilten Schütz, der frei vorm Ingolstädeter Kasten die Nerven behielt. Ausgerechnet Schütz, der bis dato in den gesamten Play-offs ohne Scorerpunkt geblieben war.
Jetzt akso Eisbären gegen Haie. Die Berliner sind klare Favoriten. Allein ihre erste Sturmreihe mit Tiffels, Pföderl und Ronning, die bisher alles kurz und klein geschossen hat. Schon Gründonnerstag gehte es in der Beliner Halle am Ostbahnhof los.

 

Märtens und Alekna mit unfassbarem Saisonauftakt

 

Der 400-Meter-Freistil-Weltrekord von Paul Bidermann galt schon als fast uneinnehmbar. Noch im danach verbotenen Ganzkörperanzug schaffte er bei der WM 2009 in Rom 3:40,07 Minuten. Danach, in konventionellen Schwimmhosen, scheiterten die besten der besten an dieser Marke. Ausgerechnet bei einem ansonsten fast unbeachteten Meeting in Stockholm verbesserte Lukas Märtens die zeit auf 3:40,96. Der Olympiasieger über diese Strecke ist natürlich kein unbeschriebenes Blatt; aber er kam direkt aus dem Training in einem Höhenlager, und der eigentliche Saisohöhepunkt, die WM in Singapur Anfang August,  ist noch fern. „Ich fühlte mich zwar gut in Form, aber mit dieser Zeit habe ich nicht gerechnet“, bekannte der Magdeburger. Für Biedermann bleibt allerdings sein Weltrekord über 200 Meter, ebenfalls aufgestellt 2009 in Rom, ebenso vermeintlich unknackbar. Schaun mer mal.

Bei näherer Betrachtung vielleicht nicht ganz so überraschend kam der erneute Weltrekord von Diskuswerfer Mykolas Alekna. Denn die Anlage in Ramona/Alabama gilt als sogenannte Segelwiese, wo eben ein leichter ohne Behinderung von Tribünen Wind die 2-Kilo-Scheibe wie ein Tragkissen auf unglaubliche Weiten trägt. Und doch: Die 75,56 Meter hätten die wenigsten erwartet. Zum ersten Mal beförderte ein Mann den Diskus über die 75er-Marke. Damit übertraf Alekna seinen eigenen Weltrekord, aufgestellt vor fast genau einem Jahr ebenfalls in Ramona, um satte 1,21 Meter.
Gleich 6 Werfer blieben über den 70 Metern, so etwas wie die Trennung zwischen gut und sehr gut bei den Diskusriesen. So steigerte sich der Australier Matt Denney auf 74,78. Der Deutsche clemens Prüfer kam auf 71,01 Meter.
Und doch: Den weitesten (gemessenen Diskuswurf!) aller Zeiten hat immer noch eine Frau geschafft. Gabriele Reinsch schleuderte das Gerät auf 76,80 Meter, einer dieser Weltrekorde aus unseligen Anabolia-Zeiten. Wer jetzt aufmerkt, den darf ich beruhigen. Der Diskus bei den Frauen wiegt nur 1 Kilo.

 

Und sonst?

  • Formel 1: Der Australier Oscar di piastri schaffte im Mc Laren den 2. Saisonsieg und übernahm die Führung in der Fahrer-WM. „Oscar-Reif“ finde ich einen wunderbaren, weil auch vieldeutigen Titel.
  • Tennis: Carlos Alcáraz hat das Masters-Turnier in Monte Carlo gewonnen, das erste auf Sand in diesem Jahr. Es war eine merkwürdige Woche in Monte, nicht nur wegen ungewöhnlich kühlen Temperaturen. Die Mitfavoriten (Titelverteidiger Tsitsipas, Djokovic, Zverev, naja) scheiterten früh. Eine tolle Woche hatte der Italiener Lorenzo Musetti, der gleich 4 Spiele gewann, obwohl er den ersten Satz verloren hatte. Im Finale holte er sich dann den ersten Durchgang, ehe er gegen Alcáraz völlig chancenlos blieb. Die Kräfte waren ihm ausgegangen …
  • Handball: Der THW Kiel holt sich den Pokal: Selbst habe ich kaum etwas gesehen, aber sowohl im Halbfinale (gegen die Rhein-Neckar Löwen) als auch Finale (gegen Melsungen) war Torwart Andi Wolff der Matchwinner. Für den THW gibt es damit doch noch einen nationalen Titel, nachdem der Meisterschaftszug längst abgedampft ist.