Ein Titel für Kanadas Seele?

Blick über den Teich, NHL

 

Edmonton Oilers – Florida Panthers

 

Stanley-Cup-Finale 2024 reloaded. Mit dem Unterschied, dass dieses Mal die ersten beiden Spiele in Edmonton stattfinden und gegebenenfalls auch ein entscheidendes Siebtes. Die Kanadier leckten lange ihre Wunden nach dem bitteren Aus im 7. Spiel, nachem sie zuvor einen 0:3-Rückstand aufgeholt hatten.

Jetzt also die Finals 2025. Die beiden Teams hatten wahrlich keine spektakuläre reguläre Saison, konnten sich aber letzt,ich souverän als 5. (Panthers Ost) und 6. (Oilers West) für die Play-offs qualifizieren, und allein darauf kommt es an. Nach dem veritablen Fehlstart in die 1. Runde bei den LA Kings (11 Gegentore in den zwei Niederlagen), kam es zum in dieser Form nicht zu erwarteten Turnaround. 4 Siege hintereinander gegen die Kalifornier, die Serie höher gesetzten Las Vegas Knights und Dallas Stars souverän mit jeweils 4:1. Die Panthers hatten in der 2. Runde gegen die Toronto Maple Leafs erhebliche Müne, setzten sich erst im 7. Spiel (in Toronto!) durch. Die Hürden Tampa Bay und Carolina nahmen sie relativ souverän.

Jetzt also der repeat, hoffentlich nicht im Ergebnis, wie die Kanadier hoffen. Ob das auf alle Kanadier zutrifft, sei allerdings angesichts der enormen Rivalität der Oilers etwa zu den Calgary Flames oder auch Montreal Canadiens dahingestellt. Aber ich denke schon, dass der gemeine kanadische Eishockey-Fan den Daumen zumindest verschämt die Daumen drückt, einfach, damit das Gerede dieser unseligen Serie (seit 1993 kein titel fürs Mutterland) ein Ende hat.

Es sind im Großen und Ganzen die gleichen Teams, die sich ab heute Nacht mindestens 4 und höchstens 7 Spiel beharken. Wichtigster Neuzugang der Oilers ist der erfahrene Stürmer Victor Arvidsson, zumal mit dem verletzten UZack Hyman ein ganz wichtiger Mann ausfällt.

 

Die Stars

Herausragend bei den Oilers sind die beiden Stürmer Conor McDavid und Leon Draisaitl. Zuletzt meist in getrennten Linien, allerdings im Überzahlspiel vereint. Die beiden führen die Scorerwertung in den Play-offs mit 26 und 25 Punkten an, geniale Ideen inklusive. McDavid ist mit Abstand der beste Schlittschuhläufer der Liga, Draisaitl emsiger Arbeiter und mit einem unnachahmlichen Abschluss von rechts außen. Und beide zuweilen absolut genialisch
Nicht so glamourös sieht es bei den Panthers aus. Kapitän Alexander Barkov (17 Punkte) wurde gerade zum besten defensiven Stürmer gewählt. Carter Verhaeghe darf die Oilers-Verteidigung keine Sekunde aus den Augen lassen. Ansonsten bleibt es dabei: 3 sehr ausgeglichene Linien, glänzend unterstützt von den Verteidigern.

 

Die Goalies

Scottie Skinner konnte die Play-offs eigentich abhaken, als ihn Coach nach den beiden Klatschen und 11 Gegentoren aus dem Tor nahm und durch Calvin Pickard ersetzte. Mit dem lief es bedeutend besser, aber durch Pickards Verletzung rückte Skinner wieder ins Tor. Und siehe da: Er war fast nicht wiederzueerkennen (einen schrecklichen Fehler gegen Vegas lasse ich mal außen vor). Plötzlich hielt er, was zu halten war (und manches Mal auch bedeutend mehr). Drei Shutouts gelangen ihm, also Spiele ohne Gegentreffer, für jeden Goalie das Nonplusultra.
Sergej Bobrowski war 2024 letztlich der entscheidende Mann, und in diesen Play-offs knüpft er nahtlos an die starken Leistungen an. Für mich ist er zurzeit in ganz wichtigen Spielen der beste Torwart der Welt, ein extrem sicherer Rückhalt, der auch manch „Unhaltbaren“ aus dem Winkel fischt. Wie beruhigend für die Vorderleute.

 

Die Verteidiger

Natürlich lag es auch an ihnen, dass die Oilers plötzlich so wenige Gegentreffer kassierten. Stupide Fehler blieben fast aus, dafür viel Offensivpower. Stellvertretend sei Evan Boucard genannt, der in 16 Partien 17 Punkte sammelte.
Ein echtes Tier ist Aaron Ekblad, der seine Verletzung von vor einem Monat voll auskuriert hat

 

Meine 🇫🇮

Kasperi Kapanen kam bei den Oilers erst zum Ende de 2. Runde in die Line Up, hat seitdem aber alle 7 Spiele bestritten. In denen der Rechtsaußen immerhin 3 Tore erzielte.
Gleich mit einem finnischen Quartett warten die Panthers auf, wie 2024. Barkov ist der Kapitän und auch Leader des Teams aus Florida, Eero Luostarinen steuerte wichtige Punkte bei, war zuletzt aber angeschlagen. Niko Mikkola hat sich im Vergleich zu 2024 erheblich gesteigert, und Anton Lundell hat mit +12 den besten +/- Wert des gesamten Kaders.

 

Ansetzungen (MESZ)

1. Spiel: Do., 02:00: Oilers – Panthers
2. Spiel: Sa., 02:00: Oilers – Panthers
3. Spiel: Di., 02:00: Panthers – Oilers
4. Spiel: Fr., 02:00: Panthers – Oilers
5. Spiel: So., 02:00: Oilers – Panthers *
6. Spiel: Mi., 02:00: Panthers – Oilers *
7. Spiel: Sa., 02:00: Oilers – Panthers *

* falls erforderlich

 

🧠 Oilers

Extrem schwer zu tippen. Also setze ich auf die Stars McDavid/Draisaitl und auch den Heimvorteil. Außerdem wissen sie jetzt, wie Stanley-Cup-Finale geht.

❤️ Oilers

1. wg Kanada. Endlich!
2. wg. Draisaitl und McDavid, damit diese tollen Spieler auch mal den Pokal stemmen (das Ding ist wirklich schwer) dürfen.
3. Wiederholungssiege langweilen doch (außer bei Mikaela Shiffrin)

 

Wölfe im Thunder-Sturm chancenlos

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Je ein Finalist in den beiden Ligen steht schon fest. Während die Thunder mit den Minnesota Timberwolves kurzen Prozess machten, benötigten die Florida Panthers bei den Carolina Hurricanes viel Stehvermögen.

 

OKLAHOMA CITY THUNDER – Minnesota Timberwolves (Endstand: 4:1)

 

Keine Spannung, nirgends. Bereits nach einem Viertel war eine Vorentscheidung für OKC (26:9) gefallen, und zur Pause waren alle Messen gesungen (75:32). In der praktisch bedeutungslosen 2. Hälfte gelang es den Timberwolves wenigstens, das Ergegnis in halbwegs erträglichen Grenzen zu halten.
Offensiv ein Offenbarungseid war die Leistung der Gäste im ersten Abschnitt. Gespenstische Zahlen: 9 Punkte, 3/20 Würfe, davon 1/9 Dreier und nur ein einziger Assist. Nur die Abwehr hielt einigermaßen dagegen, die brach dann im 2. Viertel auseinander. Das bis dato so gute Mannschaftsspiel existierte quasi nicht, und die Einzelaktionen führten selten zum Erfolg, dafür zu insgesamt 14 Ballverlusten allein in den ersten 24 Minuten.
Das lag natürlich auch an der vortrefflichen Defensive der Thunder, die offenbar ihre Lehren aus dem äußerst knapp gewonnenen vierten Spiel gezogen und auch umgesetzt haben. Und vorne hatten sie halt den Ausnahmekönner Shai Gilgeous-Alwxander. Da konnten es die Fans verkraften, dass auch bei OKC die Dreier keine Offenbarung waren (5/17).
Wie gesagt: Zur Pause war alles entschieden, große Erkenntnisse aus dem 2. Durchgang habe ich deshalb nicht gewonnen. Immerhin zeigten die Wolves Moral und „gewannen“ sogar mit 62:59.

 

Best3er Mann der Sieger

Shai Gilgeous-Alwxander: Am Ende waren es 34 Punkte, 8 Assists und gleich 4 Steals, die der Kanadier auflegte, obwohl er im Schlussabschnitt nur noch 3 Minuten auf dem Parkett stand.

 

Stark beim Verlierer

Niemand, zumindest nicht in der ersten Hälfte: Im 2. Durchgang deutete Julian Randle an, zu welchen Taten er eigentlich fährig ist (16 Punkte).

 

Zahlereien

0 Punkte hatte Nickell Alexander-Walker auf dem Konto bei immerhin acht Wurfversuchen.
Überhaupt enttäuschten die in Spiel 4 so starken Rollenspieler der Wolves: Jalen McDaniels 5, Donte DiVicenco 6. Ein Lichtblickk war noch Rookie Terrence Shannon mit 11 Zählern.

 

Ausblick der Sieger

OKC als bestes Team der Vorrunde steht standesgemäß im Finale. Egal, ob gegen die Knicks oder Pacers – sie sind dort der klare Favorit und haben auch noch das Heimrecht. Gleichemaßen stark in Abwehr und Angriff, mit vielen Möglichkeiten hier wie dort.

 

Und die Verlierer?

Das Erreichen des Conference Finals ist ein Erfolg de insgesamt jungen Truppe. Allerdings hat Anthony Edwards nicht den entscheidenden Schritt nach vorn gemacht im Vergleich zur vergangenen Saison. Insgesamt hat das Team Potenzial und bedarf höchstens punktueller Vestärkungen. So stellt sich die Frage, ob man mit einem doch limitierten Rudy Gobert (bei all seine Defensivstärke) wirklich titelreif ist. Auf jeden Fall arbeiten muss Cheftrainer Chris Finch an den bedenkenswerten Ballverlusten (ein Zeichen mangelnder Konzentration?), die sich die gesamten Play-offs durchgezogen haben.

 

Ansetzung

Fr., 02:00: Indiana Pacers – New York Knicks (3:1)

 

Carolina Hurricanes – FLORIDA PANTHERS 3:5 (1:4)

 

Es begann so gut für die Hurricanes und endete in großer Enttäuschung. Sebastian Aho brachte die Gastgeber mit zwei Treffern in Führung, doch der Titelverteidiger ließ sich nicht beirren. 3 Tore im 2. Durchgang drehten die Partie. Carollina glich zwar noch einmal aus, doch Seth Jarvis nach brillanter Vorarbeit von Alexander Barkov

https://www.nhl.com/gamecenter/car-vs-fla/2025/05/28/2024030315

stellt die Weichen auf Sieg für die Panther, den Sam Bennet mit Schuss ins leere Tor besiegelte.

 

Meine 🇫🇮

Sebastian Aho erzielte 2 Treffer, stand insgesamt fast 24 Minuten auf dem Eis, enorm viel für einen Stürmer. Alexander Barkov gab für die Panthers die Assists zu den letzten beiden Treffern. Anton Lundell erzielte das Tor zum 3:2 für Florida. Nur 3:37 Minuten Einsatzzeit hatte Eero Luostarinen, er musste nach einem Crosscheck noch im 1. Drittel in die Kabine. und kam nicht wieder.

 

Ausblick der Sieger

Zum dritten Mal in Folge stehen die Panthers im Finale, das hatten zuletzt die Nachbarn Tampa Bay Lightning geschafft (2020 bis 2022) und insgesamt erst 9 Teams. Jetzt geht es gegen die Edmonton Oilers mit Leon Draisaitl (eine Wiederhlung des Finals 2024) oder gegen die Dallas Stars. In beiden Fällen müssten sie zunächst auswärts antreten, das würde auch für ein Spiel 7 gelten.

 

Und die Verlierer

Zum 7. Mal in Folge erreichten die Hurricanes die Play-offs. Nie schieden sie in der 1. Runde aus, nie erreichten sie das Stanley-Cup-Finale. Irgend etwas fehlt immer. Während die Stürmer (Aho, Jarvis, Stankoven) noch einige gute Spielzeiten vor sich haben, sind die wichtigsten Verteidger langsam in die Jahre gekommen.

 

Ansetzung

Fr., 02:00: Dallas Stars – Edmonton Oilers
Die Oilers müssen auf verletzungsbedingt auf den bisher so starken Zack Hyman (wahrscheinlich Saisonende) und auch Conor Brown (zumindest Spiel 5) verzichten

Matchbälle für Indiana und Edmonton

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Zweimal Spiel 4, und zweimal konnte das führende Team zu Hause auf 3:1 stellen. Dementsprechend gut steht es für die Indiana Pacers (vs New York Knicks) und die Edmonton Oilers (Dallas Stars)

 

Indiana Pacers – New Yorlk Knicks 130:121 (3:1)

 

Eine zeitweise wilde Partie, die lange Spitz auf Knopf stand. Im ersten Viertel waren beide Teams unfassbar treffsicher. 42 Punkte schaffte in einem ausgeglichenen Play-off-Spiel, Team-Rekord und überaus untypisch für die als verteidigungslastige Eastern Conference. Aber wenn halt 6/8 Dreier der Pacers fallen, davon alle drei Versuche von Tyrese Haliburton.Die Knicks ihrerseits ließen sich nicht lumpen und hielten glänzend dagegen. Auch deren Dreierquote war mit 50 Prozent (5 von 10) klar überdurchschnittlich.
Im 2. und 3. Abschnitt kühlten beide Teams ab, gerade die Dreierquote sank rapide. Der Vorsprung der Pacers schwankte zwischen 5 und 10 Punkten, eine Parallele zuim gestrigen Match Wolves gegen Thunder. Mitchell Robinson hatte im 3. Viertel einige starke Offensiv-Rebounds (alle 5 in diesem Abschnitt), aber auch seine üblichen Foul-Probleme, weswegen er im Schlussviertel nicht mehr eingesetzt wurde.
Im 4. Viertel setzten sich die Pacers auf bis zu 15 Punkte ab; die Knicks trafen jetzt zwar wieder ihre Dreier, aber das war letztlich zu wenig.

Letztlich entschieden Kleinigkeiten die Partie. So hatte die grundsätzlich sehr solide Knicks-Abwehr wiederholt unerklärliche Aussetzer in der Zulordning, die den Pacers einige leichte Körbe gestattete

 

Bester Mann der Pacers

Tyrese Haliburton: eine all-star-würdige Leistung des Spielmachers. 32 Punkte, 15 Assists und 12 Rebounds lieferte er ab, und er leistete sich keinen einzigen Ballverlust, produzierte aber deren 4 bei New York. Begann perfekt bei den Dreiern (3/3), dieses Level konnte er dann doch nicht halten (2/9), aber das war auch der einzige Makel eines tollen Auftritts.
Glänzend unterstütz wurde er von Pacal Siakam, ein dankbarer Abnehmer seiner Anspiele. 30 Punkt sammelte der Kameruner.

 

Stark trotz der Niederlage

Jalen Brunson: Der Guard rieb sich auf gegen die Pacers-Abwehr, die ihn sehr früh attackerte, manchmal sogar in der eigenen Hälfte. Fand trotzdem immer wieder einen Weg zum Korb und kam letztlich auf 31 Punkte. Allerdings übertrieb er manches Mal das Einzelspiel. Es fehlte den Knicks an einer Alternative für den Ballvortrag.

 

X-Faktoren

Bennedict Mathurin: Bisher in der Serie (und in den gesamten Play-offs!) absolut kein Faktor, schwang er sich zu ungeahnten Taten auf. Am Ende hatte er 20 Punkte auf dem Scoreboard stehen, weil er auch von der Freiwurflinie sehr stark war (10/11). Diese Bank-Alternativen haben die Knicks nicht, die in der Offensive praktisch mit 6 Spielern auskommen mussten.

 

Ausblick

Die Statistik spricht eindeutig für die Pacers. Mehr als 95 Prozent der Teams schafften nach einem 3:1 den Einzug in die nächste Runde (den Titel). Nur 13-mal schaffte der Gegner ein Comeback, zuletzt die Denver Nuggets 2020 in der Bubble von Florida.
Doch die Knicks sollte niemand abschreiben, sie sind ein Meister der Comeback-Siege. Sehr hilfreich wäre es natürlich, wenn die 2. Garde (Miles McBride, Landry Shamet) mal in die Gänge käme wie gerade Mathurin.

 

Ansetzungen

Do., 02:30: Oklahoma City Thunder – Minnesota Timberwolves (3:1)
Fr., 02:00: New York Knicks – Indiana Pacers (1:3)

 

Edmonton Oilers – Dallas Stars 4:1 (2:1)

 

Es bleibt dabei: Das Tor der Oilers ist nach dem Treffer-Gewitter im dritten Drittel der ersten Partie wie vernagelt. Wieder kassierte der glänzende Goalie Scottie Skinner nur ein Tor. Jason Roertson bezwang in im 2. Drittel zum 1:1 in Übverzahl und egalisierte die Führung der Oilers.
Diese hatte Leon Draisaitl ebenfalls im Powerplay erzielt und zwar aus seiner Lieblings-Position rechts außen aus vermeintlich spitzem Winkel. Noch im 2. Drittel nutzte Corey Perry ein weiteres Überzahl nach sehenswerter Kombination zur erneuten Oilers-Führung.

Im Schlussabschnitt hatten die Stars im Schlussabschnitt nichts mehr zuzusetzen. Nur noch 4 Schüsse fabrizierten sie. Am Ende sorgten Kasperi Kapanen und Adam Henrique mit zwei Schüssen ins leere Tor für ein letztlich zu hohes Ergebnis für die Kanadier.

 

Draisaitls Watch

Der Sturmführer der 2. Linie besserte sein Play-off-Konto um ein Tor und einen Assist (zum 3:1) auf. Wieder stand der Kölner mehr als 20 Minuten auf dem Eis und leistete wertvolle Defensivarbeit.

 

Meine Finnen

Ausgerechnet Kasperi Kapanen erzielte den einzigen Suomi-Treffer. Ausgerechnet weil er der einzige Finne im Oilers-Dress ist, während gleich 5 Landsleute bei den Stars spielen (Roope Hintz war auch wieder dabei). Bei denen hatte einzig Mikael Granlund einen Assist.

 

Ausblick

In der NHL sind Comebacks nach 1:3 nicht ganz so selten. Doch die offensiv so mauen Vorstellungen der Stars machen den Texanern wenig Hoffnung auf eine Wende. Gut möglich, dass Endmonton schon in der 5. Partie in Dallas den Sack zumacht.

 

Ansetzungen

Do., 02:00: Carolina Hurricanes – Florida Panthers (1:3)
Fr., 02:00: Dallas Stars – Edmonton Oilers (1:3)

 

 

 

Thunder machen Riesenschritte Richtung Finale

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Was für ein grandioses Basketballspiel haben die Timberwolves und Thunder gestern Nacht abfgeliefert. Am Ende hatten die Thunder das bessere Ende für sich. Und die Carolina Hurricanes  holen die NHL-Serie gegen die Florida Panthers noch mal nach Raleigh.

 

Minnesota Timberwolves – Oklahoma City Thunder 126:128 (1:3)

 

Ein echter Nailbiter, eine Partie Spitz auf Knopf. Und irgendwie ein Spiel zwischen dem Hasen (Wolves/schräges Bild) und den Thunder. Denn fast die gesamte Partie lagen die Gäste knapp vorn, aber eben immer vorn. Sie konnten sich ihrerseits zwar nicht absetzen, gerieten aber nicht ein einziges Mal in Rückstand. So blöd es klingt: Trotz der hohen Punktezahl machten beide Verteidigungen einen großartigen Job. Erwähnt sei hier stellvertretend Lou Dort von OKC, der wie eine Wand stand, bis er in Foulprobleme geriet.

So viele Geschichten

– Zum einen der Vergleich der jeweiligen Top 2: Hier das OKC-Duo infernale Gilgeous-Alexander/Jalen Williams, das 40 respektive 34 Punkte auflegte. Dort die sehr blassen Edwards/vor allem: Randle mit 16/5 (!)Zählern.
– Dafür glänzte die überragende Wolves-Bank, die satte 64 Punkte sammelte, also mehr als die Starting Five.
– Oder die unglaublich anmutende Zahl von Offensiv-Rebounds: Beide Teams hatten am Ende 19-mal am offensiven Brett den Ball erobert. OCK schaffte gar das seltene Kunststück und sammelte mehr Offensiv- als Defensiv-Rebounds.

Am Ende siegten wie im Märchen die Igel. Mit einer wie so oft in der Schlussphase unbefriedigenden Freiwurf-Show (die einen foulen, um die Uhr anzuhalten, die anderen foulen, um Dreier zu verhindern. dass es dann noch etwas Streit um noch zu spielende Zeit gegeben hat, hat dieses fulminante Spiel nicht verdient.

 

Beste Spieler der Sieger

Shai Gilgeous-Alexander: Wahrscheinlich das beste Play-off-Spiel in der noch jungen Karriere des Kanadiers, auf jeden Fall das beste in einer engen Partie. 40 Punkte sammelte er und gab 10 Assists und 9 Rebounds. Er behielt in der Schlussphase an der Freiwurflinie die Nerven, versenkte 7 von 8 Versuchen (der eine Fehlversuch hätte sich allerdings fast gerächt).
Nicht viel schlechter Jalen Williams 34 Punkte. Gerade im Schlussabschnitt raubte er den Wolves-Spielern und -Fans mit unglaublichen Treffern  trotz Bedrängnis den letzten Nerv.

 

Stark beim Verlierer

Dass Bank-Duo Nickell Alexander Walker (23 Punkte), Donte DiVicenzo (21). Die beiden waren vor allem mit ihren Distanzwürfen sehr effizient (jeweils 5 von 8). Bester der Starting Five war übrigens Jaden McDaniels 22 Punkten und aufoperungsvoller  Abwehrarbeit.

 

X-Faktoren

Positiv: Chet Holmgren war die ideale Ergänzung zu SGA/J. Williams. Nicht nur wegen seiner 21 Zähler, sondern vor allem auch wegen seiner Defense (3 Blocks, 1 Steal).
Negativ: Julian Randle: ein fast unwürdiger Auftritt: Nur 5 Punkte (1/7 Trefferquote), dafür gleich 5 Ballverluste. Nicht viel besser war Anthony Edwards, der nur einen seiner 7 Dreier versenkte. „What if“, werden sie in Minnesota denken.

 

Zahlereien

21 Ballverluste leisteten sich die Wolves, „nur“ . Oft rannte ein Spieler blind in die OKC-Abwehr und fand dann keinen Weg mehr heraus.
Weniger als 80 Prozent der Freiwürfe landeten im Ziel, auf beiden Seiten: ein unterdurchschnittlicher Wert.

 

🇩🇪 👓

Isaiah Hartenstein spielte nur eine untergeordnete Rolle, kam in der Crunchtime gar nicht mehr zum Einsatz. Immerhin 7 Rebounds schnappte er, davon 4 am offensiven Brett.

 

Ausblick

Jetzt spricht fast alles für OKC. Den Wolves bleibt nur die Hoffnung, dass sich Edwards und Randall erheblich steigern (und die Bank ihre Top-Form behält). Aber normalerweise ist es unmöglich, diese starken Thunder dreimal hintereinander zu bezwingen und das auch noch zweimal in deren Halle.

 

Ansetzungen

Mi., 02:00: Indiana Pacers – New York Knicks (2:1)
Do., 02:30: Oklahoma City Thunder – Minnesota Timberwolves (3:1)

 

Florida Panthers – Carolina Hurricanes 0:3 (3:1)

 

Das letztlich klare Ergebnis täuscht. 58 Minuten lang war es eine ausgeglichene Partie, ehe zwei Treffer ins leere Panthers-Tor zu Gunsten der Gäste entschieden. Die Hurricanes hatten sich einiges vorgenommen, wollten nicht ohne Sieg aus der Serie ausscheiden. Nur 20 Schüsse ließ die extrem konzentrierte und disziplinierte Defense in den 60 Minuten zu, ein sehr niedriger Wert gegen so starke Sturmreihen, wie sie die Pantehers haben. Und was aufs Tor kam, wurde zur Beute von Frederik Andersen, der damit einen Shutout verbuchte.

Auf der anderen Seite bezwang Logan Stankoven im 2. Drittel mit einem fulminanten Schuss ins Kreuzeck den wieder formidablen Sergej Bobrowski. Der Finne Sebastian Aho und Jordan Staal legte in der Schlussphase nach, als der Russe das Tor zu Gunsten eines 6. Spielers verlassen hatte.

 

Ausblick

Noch haben die Panthers 3 Matchbälle. Doch der 4. Sieg ist in einer NHL-Serie oft der schwierigste. Andererseits wurde halt erst einmal ein 0:3-Rückstand komplett gedreht, und das war 1942, wer erinnert sich daran nicht in Deutschland …

 

Ansetzungen

Mi., 02:00: Edmonton Oilers – Dallas Stars (2:1)
Do., 02:00: Carolina Hurricanes – Florida Panters (3:1)

 

Die Knicks leben! Und wie!

Blick über den Teich NBA und NHL

 

Abermals ein fast unglaublicher Comebacksieg der New York Knicks, und eine weitere Demosntratkion der Stärke der Oilers, das waren die Conference-Finals-Spiele von Sonntagnacht.

 

Indiana Pacers – New York Knicks 100:106 (2:1)

 

Wahrscheinlich sind viele Zuschauer in Europa kurz vor der Pause  um etwa halb vier Uhr morgens doch ins Bett gegangen. Denn was sollte noch passieren angesichts des großen Vorsprungs der Pacers, der bis zu 20 Punkte betrug. Zumal so wenig klappte bei den Knicks, und sich die beiden  Schlüsselspieler wie Karl-Anthony Towns und Jalen Brunson obendrein noch in Foulproblemen befanden. Wer dann heute morgen nur noch das  Ergebnis kontrollierte, dürfte ein trauriges Erwachen gehabt haben.
Denn die Knicks machten mal wieder Knicks-Things. Wie in den beiden Auftaktspielen bei den Boston Celtics kamen sie im dritten Viertel langsam ran, egalisierten die Partie im Schlussabschnitt und zeigten sich in der Schlussphase nervenstark. So feierten sie in Indiana erneut einen spektakulären Comeback-Sieg und ließen sich auch in der Serie am Leben.
Eine sehr aggressive Abwehr und ein am Ende unglaublicher Towns ebneten die Wege zum nicht mehr erwarteten Erfolg. Wichtige Hilfe erhielt er von Jalen Brunson, sonst der Mann der letzten Minuten.

 

Bester Mann

Karl-Anthony Towns: Zumindest der Karl-Anthony Towns des 4. Viertels, nachdem es offensiv zuvor überhaupt nicht für ihn gelaufen war (4 Punkte). Doch jetzt explodierte er im besten Sinne, übernahm Veranwortung. 20 Punkte schaffte er im Schlussabschnitt, versenkte 3 von 4 Dreiern und insgesamt 6/9 Würfe. Dazu schnappte er sich auch noch 8 Rebounds, unfassbare Zahlen für 11:24 Minuten Einsatzzeit.

 

Stark trotz der Nederlage

Myles Turner: Legte 19 Punkte auf und zeigte erneut seine Stärke beim Block (2).

 

X-Faktor

Nervenstärke: 16-mal traten Knicks-Profis im Schlussviertel an die Freiwurflinie, 15-mal verwandelten sie. Überhaupt waren sie mit 27/30 Versuchen sehr stark an der Linie.

 

Zahlereien:

5 von 25 Dreier trafen die Pacers, ein unterirdischer Wert. Dabei war das Shooting bisher die große Stärke von Indiana in der Serie (mehr als 40 Prozent).
9 Spieler setzte Knicks-Trainer Tom Thibedeau mehr als 10 Minuten ein, ganz gegen seine Gewohnheit. So hatte etwa Josh Hart, sonst absoluter Viel-Spieler am Ende noch viel Kraft.

 

Ausblick

Die Pacers haben ein déjà-vu. Auch in der letzten Play-off-Runde gegen die Cleveland Cavaliers verloren sie das erste Heimspiel nach 2 Auswärtssiegen. Sie ließen sich dadurch nicht beeindrucken und gewannen die folgenden beiden Partien.
Auf der anderen Seite haben die Knicks schon des Öfteren ihre Nervenstärke gezeigt, auch in der unglaublichen Erstrundenserie gegen die Detroit Pistons.
Letztlich sehe ich kleine Vorteile für die Pacers.

 

Ansetzungen

Di., 02:20: Minnesota Timberwolves – Oklahoma City Thunder (1:2)
Mi., 02:00: Indiana Pacers – New York Knicks (2:1)

 

Edmonton Oilers – Dallas Stars 6:1 (2:1)

 

Was für ein Statement-Sieg der Kanadier.  Angeführt vom überragenden Conor McDavid ließen die Oilers Dallas keine Chance und siegten letztlich ungefährdet. Neben McDavid traf auch  Zach Hyman doppelt, Zudem entwickelt sich die Abwehr zur fast uneinnehmbaren Festung, und was aufs Tor kam wurde zur Beute von Goalie Scottie Skinner (22 Paraden).
Anmerkung am Rande: Die NHL hatte die Partie zur selben Zeit wie das WM-Finale USA gegen Schweiz (1:0 OT) angesetzt, ein deutliches Zeichen, wie wenig Wert sie diesem Turnier beimisst, obwohl so viele NHL-Profis gerade auch im Finale mitmachten.

 

Leon, der Profi

Statistisch war Leon Draisaitl nur am letzten Tor per Assist beteiligt, aber ein unermüdlicher Kämpfer un d sich auch für Defensiv-Arbeit nie zu schade.

 

Meine Finnen

Die Stars-Suomis waren alle unproduktiv, Mikko Rantanen gab wenigstens einen Assist zum 1:2. Roope Hintz musste nach dem heftigen Stockschlag von Nurge (nur 2 Minuten, absurd!) in Spiel 2 aussetzen.

 

Ausblick

Alles spricht jetzt für die Oilers, aber sie Stars habe in den Serien zuvor gezeigt, dass sie sich von Rückschlägen erholen können. Allerdings müsste die Offensive wieder auf Toren kommen, und da wäre eine Rückkehr von Roope Hintz hilfreich.

 

Ansetzungen

Di., 02:00: Florida Panthers – Carolina Hurricanes (3:0)
Mi., 02:00: Edmonton Oilers – Dallas Stars (2:1)

Debakel statt Vorentscheidung

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Was für eine Wölfe-Schau in Minneapolis. Die Minnesota Timberwolves überrannten Oklahoma City Thunder und stellten im Conference Final auf 1:2 Siege. Dagegen stehen. die Florida Panters nach dem nie gefährdeten 6:2 vor ihrem dritten Einzug ins Stnley-Cup-Finale

 

NBA

 

Minnesota Timberwolves – Oklahoma City Thunder 143:101 (1:2

 

Nicht wiederzuerkennen waren die Wolves nach den beiden letztlich enttäuschenden Auftritten in Oklahoma. Extrem aggressiv (sogar der lange und unbewegliche Rudy Gobert verzeichnete zwei frühe Steals) in der Abwehr und zielsicher im Abschluss lagen sie von Beginn an in Führung. Anthony Edwards war kaum zu bremsen und legte allein im 1. Viertel 16 Punkte auf.
OKC hatte dem wenig entgegenzusetzen. Shai Gilgeous-Alexander (vom Publkum böse ausgepfiffen) hatte einen gebrauchten Tag wie allerdings das gesamte Team. So stand es nach dem 1. Viertel 34:14, nach dem 2. Viertel gar 72:41.
Ein winziger Hoffnungsschimmer kam auf, als die Thunder zu Beginn des 3. Abschnittes schnell 6 Punkte gutmachten, doch ein Dreier von Lou Dort prallte nur ean den Ring. Von da an gab es kein Halten mehr, und im Schlussabschnitt durfte auf beiden Seiten vor allem die 2. Garde ran.

 

Bester Mann des Siegers

Anthony Edwards: Brillierte 3 Viertel, bevor er die wohlverdiente Pause bekam. 30 Punkte, 9 Rebounds und 6 Assists legte er auf. Er traf von draußen (5/8 Dreier) aber auch nach sehr schönen Moves zum Korb.
Doch praktisch jeder der Gastgeber konnte sich erheblich steigern.

 

Stark beim Verlierer

Fällt aus: Man ergab sich willenlos ins Schicksal

 

X-Faktoren

Die endlich aggressive Verteidigung der Wolves entschied die Partie.
Rookie Terrence Shannon (Wolves) gab eine tolle Talentprobe (Viertels) zum Ende des 1. Viertels, als er in nur 4 Minuten 9 Punkte sammelte.
Überhaupt die Bank: Starke Verbesserung zeigte vor allem  Naz Reed, der auch endlich einen Dreier versenkte, nachdem er n den ersten beiden Partien gleich 12 Versuche verballerte.

 

Zahlereien

13 Ballverluste leistete sich OKC in der 1. Hälfte, davon SGA allein 4.
143 Punkte sind Play-off-Rekord der Minnesota Timberwolves

 

Hartenstein Watch

Der OKC-Center ging mit unter. 6 Punkte, 4 Rebounds sind für ihn unterdurchschnittliche Werte.

 

Ausblick

Trot des Debakels sind die Thunder noch in der Vorderhand. Allerdings bedarf es einer gewaltigen Leistungssteigerung, wenn sie Dienstagnacht das 2. Spiel im Target Center gewinnen wollen. Die Wolves ihrerseits sind in der Serie angekommen. Jetzt wissen sie, wie es geht.

 

Ansetzungen

Mo., 02:00: Indiana Pacers – New York Knicks (2:1)
Di., 02:30: Minnesota Timberwolves – Oklahoma City Thunder (1:2)

 

NHL

 

Florida Panthers – Carolina Hurricanes 6:2 (3:0)

 

Mit einer vor allem in 3. Drittel famosen Leistung haben die Panthers zu ihrem dritten Stanley-Cup-Finale weit aufgestoßen. In allen Belangen waren sie besser;  vor allem der wieder sehr starke Torwart Sergej Dobrowski und der gleichsam effektive wie effiziente Sturm.
War die Partie in den ersten beiden Dritteln noch  ausgeglichen (1:1), brach es zu Beginn des Schlussabschnitts über die Gäste herein, als Florida. Hier zeigte sich die ganze Klasse des Titelverteidigers vorne und hinten

 

Meine 🇫🇮

Hatten großen Anteil am Sieg der Panthers. Niko Mikkola eröffnete den Torreigen und ließ noch das 3:1 folgen. Kapitän Alexander Barkov erzielte das 4:1 und 5:1 und gab einen Assist. Je eine Vorlage verbuchten auch Anton Lundell (Panthers) sowie Jesperi Kotkaniemi und Sebastien Aho (beide Hurricanes).

 

Ausblick

Mir fehlt die Fantasie, wie die Canes das noch drehen wollen. Zu übelegen erscheinen die Panthers, die jetzt in ihrem Play-off-Modus angelangt sind. Sie werden auch versuchen, die Serie früh zu beenden, um Kräfte fürs Finale zu sparen.

 

Ansetzungen

So. 21:00: Edmonton Oilers – Dallas Stars (1:1)
Di., 02:00: Florida Panthers – Carolina Hurricanes (3:0)