von Münchner Löwe | Sep. 1, 2025 | basketball, EM, Fußball, Tennis, Wochenvorschau
Basketball-EM, US Open und das Eingreifen der deutscen Fuzßballer in die WM-Qualifikation – das dürften die Höhepunkte werden. Und der Blick über den Teich lohnt sich: In der Nacht zu Freitag beginnt die NFL-Saison, die hier in einem gesonderten Teil ihre Beachtung finden wird
Deutsche Riesen auf gutem Weg
Die deutschen Basketballer haben souverän das Achtelfinale der EM erreicht. 4 Spiele, vier klare Siege mit jeweils mehr als 100 Punkten auf der Habenseite. Morgen noch die fünfte und letzte Vorrundenpartie gegen Mitgastgeber Finnland, insofern von Belang, dass der Gruppensieger dem klaren Turnierfavoriten Serbien bis zum Finale aus dem Weg geht.
Die K.o.-Runde findet ab Donnerstag in Riga statt, das deutsche Team ist nach den insgesamt gezeigten Leistungen aller Mannschaften klarer Medaillen-Anwärter. Doch K.o.Spiele haben ihre ganz eigenen gEsetzte …
Entscheidung in New York
Ab morgen die Viertelfinale – in den Einzeln nach der klaren Niederlage von Jan-Lennard Struff gegen Novak Djokovic ohne deutsche Beteiligung. Meine Tipp-Favoriten sind Iga Swiatek (das herz hofft auf Marketa Vonrousova) und Carlos Alcáraz (koan echter Herzensfavorit, vielleicht De Minaur).
Dazu noch Doppel und Junioren.
Nagelsmanns Pflichtübungen
Wie immer Anfang September der erste Schwung von Pflicht-Länderspielen, diesmal in der WM-Qualifikation. Weltweit geht es um die Plätze fürs Mammut-Turnier in Nordamerika mit 48 Teams, großer Seufzer.
Jetzt greft auch das deutsche Team endlich ein. Am Donnerstag (20:45/ARD) trifft die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann in der Slowakei an, schon der vermeintlich stärkste Gegner um den Gruppensieg, der das direkte Ticket für Amerika bedeutet. Schon am Sonntag (20.45/RTL) folgt der erste Heimauftritt in Köln gegen Nordirland.
In Afrika stehen in 9 Gruppen der 7. und 8. Spiletag (von 10) an, erste Entscheidungen dürften also fallen.
Die Riesengruppe in Südamerika (10 Teams) kommt schon zum Abschluss mit den Spieltagen 17 und 18. Nach Argentinien, Brasilien und Ecuador düften Uruguay, Kolumbien und Paraguay die Quali direkt schaffen. Um den 7., der dann interkontinentale Ausscheidungsspiele bestreiten muss, streiten Venezuela und Bolivien.
Und sonst?
- Volleyball-WM der Frauen in Thailand. Das Viertelfinale ist für Donnerstag terminiert. Deutschlasnd nach der klaren Niederlage gegen die Turnierfavoritinnen aus Italien im Achtelfinale ausgeschieden.
- Formel 1: Das Ferrari-Heimspiel in Monza. Die McLaren um Oscar Piastri scheinen unbezwingbar.
- Motorrad: WM-Läufe in Barcelona. Das Heimspiel der spanischen Armada um MotoGP-Dominator Marc Marquez
- Handball: Schlager der HBL zwischen Meister Füchse Berlin und Champiuons-League-Sieger SC Magdeburg.
- Eishockey: Der Vollständigkeit halber, Champions League mit den Eisbären Berlin, Fischtown Bremerhaven und dem EHC Ingolstadt.
von Münchner Löwe | Aug. 25, 2025 | basketball, Formel 1, Handball, Tennis, Wochenvorschau
Vorbemerkung: Teil III und IV der Bundesliga-Vorschau sind noch in der Mache. Spätstens Mittwoch ist sie fertig. Aber die Wochenvorschau erscheint mir angesichts der anstehenden US Open und der Basketball-Europameisterschaft wichtiger.
Sabalenka und Sinner die Gejagten bei den US Open
Das letzte Grand-Slam-Turnier ist seit Sonntag im Gange: Titelverteidiger sind Aryna Sabalenka und Jannik Sinner, und sowohl die Weißrussin als auch der Italiener sind wieder (mit) zu favorisieren.
Bei den Männern scheint die Sache ohnehin klar: Alles andere als ein erneutes Grand-Slamfinale zwischen Sinner und dem Spanier Carlos Alcáraz wäre eine faustdicke Überraschung. Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Fitnesszustand von Sinner, der das Finale vor 10 Tagen in Cinicnnati aufgeben musste und seine Teilnahme am Mixed-Turnier vergangene Woche absagte. Doch offenbar ist wieder alles in Ordnung, und auf Hartplatz ist er noch stäker einzuschätzen als auf ´Rasen und Sand.
Gibt es überhaupt Kandidaten, die für das Top-Duo zum Stoöperstein werden können? Ich denke da in erste Linie an Ben Shelton, dem Masters-Sieger von Toronto. Sehr gut gefallen hat mit zuletzt auch Karim Khachanow, seit Wimbledon (Halbfinale) in Topform. Stark verbessert zeigte sich auch Alexander Zverev, gerade zuletzt in Toronto. Auch bei ihm allerdings steht ein kleines gesundheitliches Fragezeichen, obwohl er sich vor dem Turnier äußerst optimistisch zeigte.
Top-Favoritin bei den Frauen ist Wimbledonsiegerin Iga Swiatek, die auch ihre Generalprobe in Cincinnati mit einem Turniererfolg absolvierte und einen starken Hartplatz-Eindruck hinterließ. Sabalenka darf man natürlich nie unterschätzen, doch dieses Jahr läuft es bei den Grand-Slam-Turnieren wahrlich nicht nach Plan für die Nummer 1 der Weltrangliste.
Unter Druck stehen die US-amerikanischen Lokalmatadorinnen Coco Gauff (Siegerin 23), Jessica Pegula (Finalistin 24) und Mdison Keys (AO-Siegerin 25), die alle eine eher enttäuschende Hartplatzsaison erleben. Mein (recht) darkes Horse ist Lena Rybakina, wenn, ja wenn die Kasachin ihr Spiel zusmmenbekommt.
Kampf um Europas Krone
Die Basketballer suchen Europas Beste. Wie so oft bei vergangenen Turnieren zunächst in 4 Austragunsländen (Finnland, Lettland, Polen, Zypern) für 4 Gruppe à 6 Teams. Die K.o-Runde findet dann in Lettland statt.
Deutschland spielt in der „finnischen“ Gruppe, in der herrlichen Eishockey-Halle zu Tampere. Die Mannschaft um die NBA-Stars Franz Wagner und Dennis Schröder gehört zu den Favoriten, zumindest auf eine Medaille. In den Testspielen zeigten die Spieler schon gutklassigen Basketball, mit der Luft nach oben. Gruppengegner sind ab Mittwoch Montenegro, Schwede, Litauen, Großbritannien und Gastgeber Finnland. Die besten 4 jeder Gruppe erreichen das Achtelfinale.
Klarer Titel-Favorit ist allerdings Serbien. Sie haben mit Nikola Jokic nicht nur den besten Basketballer der Welt im Team, sondern auch ansonsten eine enorm eingespielte truppe mit gfast allen NBA-Stars. So ist Nkola Topic zum beispiel sehr zu beachten. Im Kampf um die Medaillen sehe ich die Deutschen mindestens auf Augenhöhe mit Frankreich, der Türkei. Griechenland (trotz Giannis Antetokuonpo) und Slowenie (Luka Donic) scheint mir in der Tiefe zu schwach, doch die genannten Superstars können jede Partie auch fast alleine gewinnen.
Verstappens Heimspiel
Nach der Sommerpause geht es wieder rund in der Formel 1. Auf dem Dünenkurs in Zandvoort wird sich alles um den niederländischen Lokalmatadoren Max Verstappen drehen. Allerdings ist der vierfache Weltmeister bestenfalls Außenseiter um den Rennsieg (den WM-Titel hat er eh schon abgeschrieben. Ganz vorn sind höchstwahrscheinlich wieder die beiden McLarens von Lando Norris und Oscar Piastri, wobei völlig offen ist, wer von den beiden in Holland und am Ene in der WM ganz vorne sein wird. Wie immer nach einer längeren Pause bleibt die spannende Frage, wer (ohne Tests) vielleicht etwas gefunden hat an Fahrzeig und Abstimmung. Spannend könnte noch der 2 in der Teamwertung hinter McLaren werden im letzten Saisondrittel.
Auf zur Füchsejagd
Als zweite große Ballsportart eröffnet die HBL am Donnerstag ihre Saison. Drei mehr oder weniger klare Titelfavoriten haben sich herauskristallisiert. Meister Füchse Berlin, Champions-League-Sieger SC Magdeburg und (eher aus Gewohnheit?) der THW Kiel. Ich sehe den SCM ganz leicht vorn, der tiefere Kader könnte den Ausschlag geben. Voraussetzung natürlich, die Bördestädter leisten sich nicht wieder so überflüssige Punktverluste wie im Herbst 24, als sie sich den (zu) großen Rückstand einhandelten. Bei den Füchsen wird es vor allem wieder Welthandballer Mathias Gidsel richten müssen. Dass der Däne dazu in der Lage ist, hat er in der Meister-Saison eindrucksvoll bewiesen.
Der THW dürfte nur ins Titelrennen eingreifen, wenn die Top 2 in Probleme geraten (was angesichts des extrem dichten Programms/Champions League) in der besten und auch ausgeglichensten nationalen Liga der Welt nicht ausgeschlossen ist. Allerdings ist Abwehrriese Pascal Wiencek (Karriere-Ende) nicht mehr dabei. Ansonsten dürften auch die MT Melsungen und die SG Flensburg-Hadewitt sehr zu beachten sein.
Und sonst
- Bundesliga: FC Augsburg – FC Bayern. Das Topsiel am Samstagabend ist tatsächlich eines zwischen 2 beeindruckenden Siegern zum Auftakt. Die Münchner taten sich beim nächsten Bundesliga-Nachbarn fast immer schwer. Und der FCA ist unter Neu-Trainer Sandro Wagner bundesweit vielleicht so sehr im Gespräch wie noch nie.
Ansonsten sticht tatsächlich eine Partie in Sinsheim hervor, wenn mit der heimischen TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt 2 weitere Sieger des 1. Spieltags aufeinandertreffen.
- Internationaler Fußball: Alle nennenswerten Ligen haben die Saison mittlerweile aufgenommen. In England kommt es jetzt schon zum Spitzenspiel zwischen Meister Liverpool und Vizemeister FC Arsenal (So., 17:30/Sky).
In Frankreich empfängt Olympique Lyon das Team von Olympique Marseille (So., 20:45)/DAZN), vor gut einem Jahrzehnt das Hitzigste, was es im französischen Fußball gab.
- Europäische Wettbewerbe: Jeweils die Rückspiele in der letzten Quailifikationsrunde. Einziger deutscher Vertreter ist FSV Mainz, das am Donnerstag im heimischen Stadion ein 1:2 bei Rosenborg Trondheim aufholen muss.
Die computergestützte Auslosung der Gegner in den jeweiligen 36er-Gruppen erfolgt am Donnerstag (Champions League) und Freitag (Europa League, Conference League).
- Leichtathletik: Abschluss de Diamond League in Zürich an gleich 2 Veranstaltungstagen (Mittwoch, Donnerstag). Dlie letzte ganz große Generalprobe vor der WM Mitte September in Tokio. Vor allem auch Zahltag für die Gesamtsieger in den Disziplinen (einen diesbezüglichen Überblick erspare ich mir und Euch).
- Motorsport: Die Rallye-WM macht in Paraguay Station. Zum ersten Mal firmiert diese Rallye als WRC-WMN-Lauf. gefahren wird vornehmlich auf toren Schotterstraßen in der Region Itapuá entlang des Flusses Paraná. Der Kampf um den WM-Tiel verspricht Hochspannung:4 Fahrer (Elfyn, Revenperä, Ogier und Tanak) sind innerhalb von 13 Punkten.
von Münchner Löwe | Aug. 19, 2025 | basketball, Fußball, Leichtathletik, Tennis, Wochenrückschau
Eher mauer Pokal
Schon am Freitag erwischte es den ersten Erstligisten, weil Werder Bremen beim letztjährigen Finalisten Arminia Bielefeld mit 0:1 verlor und die Niederlage aus dem Viertelfinale im März wiederholte. Doch das war es schon mit den ganz großen Überraschungen, die echte Fußballfans nach dem glänzenden Saisonstart der Arminia in die 2. Bundesliga (Tabellenführer nach 2 Spieltagen) nicht wirklicu überraschte. Die anderen 15 Bundesligisten, die am Wochenende im Einsatz waren (Stuttgart und Bayern hatten ihr SuperFranz-Beckenbauer-Cup-Finale/2:1 für die Bayern) entledigten sich ihrr Aufgaben mehr oder weniger souverän. Der 1. FC Köln machte es besonders spannend, als er erst in der Nachspielzeit das 0:1 bei Jahn Regensburg in ein 2:1 umwandelte.
Erwähnenswert halte ich noch das Weiterkommen von Energie Cottbus gegen Hannover 96 und die Pleite des 1. FC Nürnberg beim Regionalligisten Illertissen. Ansonsten meist Business as usual.
Swiatek und Alcaraz sind die Cincinnati-Kids
Wimbledon-Siegerin Iga Swiatek zeigte sich gut erhölolt vom Ausscheiden in Montreal und sicherte sich souverän den Masterstitel im heißen Cincinnati. Im Finale wurde sie zwar von Yasmine Paolini sehr gefordert, hatte aber in den entscheidenden Momenten einiges zuzusetzen. In dieser Form ist sie klare Favoritin für die US Open ab Montag.
Bei den Männern holte sich Carlos Alcáraz den Titel. Enttäuschend natürlich das Finale, das sein Gegner Jannik Sinner wegen deutlichen Unwohlseins schon nach 23 Minuten beim Stand von 0:5 aus seiner Sicht aufgeben musste. Auch im Semifinale profitierte er davon, dass Alexander Zverev spätestens im 2. Satz nicht mehrbei Kräften war (und eigentlich auch hätte aufgeben müssen). Die schwülheißen Temperaturen hatten ihren Tribut gefordert.
Abzuwarten bleibt jatzt, wie sich Sinner erholt. das Mixed-Doppel an der Seite von Katerina Siniakova hat er sicherheitshalber abgesagt. Schon heute wären die ersten Begegnungen gewesen. Zverev dagegen will gemeinsamt mit Belinda Bencic antreten, er scheint also gut erholt zu sein.
Ein deutsches Achtungszeichen gab Ella Seidel, die die weit höher eingeschätzten Emma Navarro und McCartney Kessler eliminierte.
Und sonst
- Fußball: Auftaktsiege der Favoriten in England und Spanien. Der FC Liverpool siegte gegen Bornemouth mit 4:2, ManCity gar mit 4:0 in Wolverhampton.
In der Primera Division ließ Meister FC Barcelona beim 3:0 auf Mallorca nichst anbrennen. Real empfängt heute Osasuna.
- Motorrad: Marc Marquez weiter ungefährdet. Der spanische MotoGP-Fahrer siegte auch in Spielberg in Sprint und Hauptrennen, das 6. Doppel hintereinander.
- Basketball: Das deutsche Team belegte beim Supercup in München den zweiten Platz. Nach einem harterkämpften Sieg gegen die Türkei war im Finale der EM-Titelfavorit Serbien um Nikola Jokic eine Klasse zu stark. Die EM in gleich 4 Austragungsländern (Finnland, Lettland, Polen, Zypern) beginnt nächste Woche.
- Leichtathletik: Beim Diamond-League-Meeting in Chorzow schaffte Karsten Warholm die beste Leistung. Der Norweger brillierte über 400 m Hürden in 46,28 Sekunden, die drittbeste Zeit über diese Strecke und die beste in diesem Jahr. Femke Bol siegte über die gleiche Distanz in ebenfalls herausragenden 51,91 Sekunden. Stabhochspringer Armand Duplantis, der 2 Tage zuvor in Budapest noch mit 6,28 Metern einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte, musste sich diesmal mit 6,10 Metern begnügen. Für den Sieg reichte es natürlich trotzdem.
von Münchner Löwe | Aug. 12, 2025 | basketball, Fußball, Golf, Tennis, Wochenrückschau
Die 2. Liga – das unbekannte (und für mich untippbare) Wesen
Dass das Unterhaus des deutschen Fußballs schwer zum Vorhersagen werden würde, war mir schon klar. Und doch: Dass „meine“ beiden Aufstiegs-Favoriten, die ich mir schwer erkoren hatte, so einen Fehlstart hinlegen würden, kam dann doch überraschend. Fortuna Düsseldorf legte nach dem 1:5 zum Aufakt gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld souverän nach, verlor zu Hause gegen Hannover 96 mit 0:2 und ziert das Tabellenende. Nicht viel besser ergeht es dem Haupstadtclub: Die hochgewetteten Berliner entäuschten im heimischen Olympiastadion mit einem trüben 0:0 gegen den KSC – mit einem Pünktchen auf Rang 14.
Sehr viel besser startete die Arminia, die im August genau da weitermacht, wo sie im Mai aufgehört hat. Ein überzeugendes 2:0 bei Hostein Kiel und damit die Tabellenführung; vor Kurzem hatte die beiden Teams noch 2 Klassen getrennt. ebenso ohne Punktverust sind nach dem 2. Spieltag Darmstadt 98, Hannover 96 und Eintracht Braunschweig.
Weil es für mich untippbar ist, habe ich den 2. Spieltag bei kicktipp vorsichtshalber ausgelassen, großer Seufzer.
Eine Klasse darunter landeten „meine“ Löwen einen sehr überzeugenden 3:1-Erfolg gegen den VfL Osnabrück. Die beiden mit Vorschusslorbeer überhäuften Angriffs-Neuzugänge Florian Niederlechner und Kevin Volland trafen je einmal. Die Euphorie rund um Gising kennt kaum noch Grenzen, auch eher zurückhaltende Freunde von mir (wie ich so viel Sechzig-Kummer gewöhnt) reden unverblümt vom Aufstieg. Als ob wir nicht alle wüssten, dass Murphys Law zu Sechzig gehört wie der Löwe im Vereinswappen.
Sternstundenturnier der Victoria Mboko
Die Kandadierin in Montreal machte ihrem Vornamen alle Ehre und pflügte beim Masters-Turnier in ihrem Heimatland geradezu durchs Feld. Am Ende durfte die 18-Jährige nach dem Finalerfolg gegen Naomi Osaka tatsächlich die Siegestrophäe in die Luft stemen. Zu Jahresbeginn war sie nicht mal unbter den Top 300, jetzt schreitet sie mit Riesenschritten in Richtung Spitze und ist schon auf Rang 24 zu finden – und damit schon gesetzt für die US Open. Insgesamt schaltete Mboko 4 Grand-Slam-Gewinnerinnen aus (Kenin, Gauff, Rybakina und eben Osaka). Sie tat dies mit einer Selbstverständlichkeit, die mich sprachlos machte. Für sie war der Heimvorteil tatsächlich belebend, de sie auchn über schwierigere Phasen hinwegtrug. Eine große Hoffnung fürs Frauentennis hat den eersten ganz großen Abdruck hinterlassen.
Der Turniersieg sprach sich auch in Windeseile nach Toronto herum, wo gleichzeitig Ben Shelton und Karim Khachanov ihr Masters-Finale bestritten. Viele Zuschauer waren allerdings mit dem Handy oder iPad in Montreal, und nach Mbokos vewandelten Matchball brach auch in Toronto lautstarker Jubel aus, der zu einer unvorhergesehenen (kurzen) Pause führte. Shelton hatte dann das bessere Ende für sich und sicherte sich seinen ersten Masters-Erfolg (allerdings in Abwesenheit der beiden Branchengrößen Sinner und Alcáraz). Auch der unterlegene Russe wird mit dem Turnier höchstzufrieden sein. Sein Jahr verlief am Anfang ja äußerst schleppend, schon in Wimbledon zeigte er mit dem Halbfinaleinzug auf, jetzt bezwang er auf dem Weg ins Endpiel unter anderem die Top-10-Spieler Christian Ruud und Alexander Zverev. Der Hamburger wiederum zeigte sich gut erholt vom Wimbledon-Desaster samt Seelen-Offenbarung. Wie gut es tatsächlich um seine psychische Verfassung ist, bleibt abzuwarten. Doch die Trainingswoche bei Toni Nadal auf Mallorca hat ihm auf jeden Fall gutgetan und den Kopf befreit. Seinen Vater Alexander sr. mit griesgrämigsten Gesicht zu ertragen, dafür braucht es wohl eine besondere Mentalität des Wegschauens. Ich fand ihn gruselig.
Testsiege ohne großen Wert
Die deutschen Basketballer haben 2 Spiele gegen Slowenien gewonnen, zwei Partien, die sich jetzt nicht ins kollektive Gedächtnis eingraben werden. Eher gruselig: Im eersten Spiel meinten die Schiedsrichter, dass sie ihren Stempel mit unzähligen Pfiffen, auch viele technische Fouls aufdrückten. Letztlich unanschaubar, und auch das „Rückspiel“ in Mannheim war nicht erhellend. Immerhin – die beiden Erfolge (nur bei der ersten Partie wirkte Slowweniens Topstar Luka Doncic mit) sind verbucht, Franz wagner und auch Dennis Schröder zeigen sich in ansprechender Form. Jetzt wartet mit dem Super Cup in München ein echter Prüfstein mit Partien gegen die Türkei und am Songtag gegen Serbien (mit Nicola Jokic) oder Tschechien.
Und sonst?
- Golf: Justin Rose sicherte sich das erste von 3 Finalturnieren im Fedex Cup. Im Stechen seetzte sich der Brite dank eine dreieinhalb-Meter-Putts am 3. Loch gegen JJ Spaun durch. Mit 4 Bieies auf den letzten 5 Löchern hatte er dieses Stechen erst möglich gemacht. 3,6 Millionen Dollar (das sind 94 Milliarden vietnamesische Dollar) kassierte Rose. In der Fedex-Wertung ist er nun auf Rang 4 vor dem Österreicher Sepp Straka. In Führung liegt Masters-Sieger Scottie Scheffler vor Rory McIlroy und Spaun.
- Fußball: Crystal Palace hat den ersten Titel der neuen Saison in England gewonnen. Im Supercup (Communioty Shield) bezwang der Pokalsieger aus London den Meister FC Liverpool nach Elfmeterschießen
- Ehrungen: Es gibt gleich 2 Fußballerinnen des Jahres. Torhüterin Ann-Katrin Berger und die bei der EM verletzt fehlende Kapitänin Giulia Gwinn kamen bei der Wahl auf die gleiche Stimmenanzahl (hätte ich mal die Einlaadung vom Kicker angenommen, seufz). Bei den Männer wurde wie erwartet Florian Wirtz ausgezeichnet, Trainer des Jahres ist Julian Schuster vom SC Freiburg.
von Münchner Löwe | Juli 8, 2025 | basketball, Formel 1, Fußball, Radsport
Tennis in Wimbledon, Musiala-Verletzung und Frauen-EM (Gwinn-Verletzung) sowie den schrecklichen Unfalltod von Liverpool-Stürmer Diogo Jota und dessen jüngeren Bruder Andre Silva habe ich schon aufgearbeitet
https://blickueberdenteich.de/schneckle-auf-grosser-erfolgstour/ und
Furchtbarer Unfall reißt Diogo Jota aus dem Leben
Ein paar Aktualisierungen der von mir verlinkten Texte:
Musiala hat sich wie befürchtet einen Wadenbeinbruch und Bänderverletzungen zugezogen und wird mindestens bis Jahresende fehlen.
Giulia Gwinn hatte noch Glück im Unglück und zog sich nur eine schwere Bänderdehnung zu. Die deutsche Kapitänin kommt zwar während de EM nicht mehr zum Einsatz, wird aber zum Saisonbeginn im August wieder spielfähig sein.
Auf der Trauerfeier für tödlich verunglückten Diogo Jota und dessen Bruder André Silva war fast das komplette Liverpool-Team versammelt. Luis Diaz fehlte allerdings, er feierte lieber auf einer Influencer-Paty in seiner kolumbianischen Heimat. Was bei Fans zu einem Shitstorm erster Güte führte. Der FC Bayern ist angeblich an einer Verpflichtung interessiert, große Steine werden sie ihm in Liverpool wohl nicht in den Weg legen, wenn denn der Preis auch nur annähernd stimmt.
Apropos Jota und Silva: Einige Volldeppen (ich kann sie nicht anders bezeichnen) stürmten geradezu das Familiengrab und grinsten dann dümmlich grinsend in Selfie-Kameras. Was mag im Hirn von solchen Menschen nur vorgehen. Zeitweise musste far die Grabstätte abgeriegelt werden.
Unruhiger Tour-Auftakt
Von wegen lockeres Einfahren auf den ersten eher flachen Etappen. Schon im 1. Teilstück riss eine Windkante einen 49-Sekunden-Vorsprung zwischen der Spitzengruppe und einem prominent besetzten Verfolgerfeld auf. Während die Tour-Favoriten Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard ganz vorne dabei waren, veloren aussichtsreiche Kandidaten wie Remco Evenepoel, Primoz Roglich, Felix Gall und auch die deutsche Hoffnung Florian Lipowitz besagte 49 Sekunden.
Auf der 2. Etappe sprintete Tour-Verteidiger Tadej Pogacar sogar um den Tagessieg, musste sich aber dem starken Hllender Matthew van de Poel geschlagen geben, der auch das Gelbe Trikot übernahm. Gestern tatsächlich eine reine Sprintankunft. Vielleicht zurzeit der Beste in dieser Disziplin war allerdings nicht mehr dabei. Er stürzte bei einem Zwischensprint schwer und musste das Rennen aufgeben.
Schon jetzt scheint klar: Pogacar und Vingegaard sind in sehr starker Form, cih glaube nicht, dass ein Dritter (Evenepoel?, Lipowitz??), Roglic???) in diesen Zweikampf eingreifen kann.
Nächster Erfolg des deutschen Basketballs
Dass der U-19-Jahrgang der Männer außergewöhnlich gut ist, wussten die Experten, wurden die jungen Kerle vergangenes Jahr U-18-Europameister. Jetzt, bei der WM in Lausanne, stürmten sie mit teilweise beeindruckenden Siegen ins Finale, wo sie dann allerdings gegen die USA nach einem Einbruch im 3. Viertl ohne jede Chance haben. Denoch werden sich einige von ihnen nachhaltig bei Spitzencubs in Europa und auch in der NBA empfohlen haben: allen voran Hannes Steinbach. Der hat schon für die Würzburg Baskets in der BBL gespielt, jetzt wechselt er zur University of Washington, und es wäre sehr verwunderlich, würde ihn nicht ein NBA-Team nächstes oder übernächstes Jahr an niedriger Stelle draften
Jahrelang fristeten die Basketballer ein recht erfolgloses Schattendasein, trotz eines Dirk Nowitzki. Jetzt sind gehen sie selbstbewusst in jedes Turnier und kämpfen tatsächlich jedes Mal um Medaillen. Macht mir, eher dem Baskketball als dem Handball zugeneigt, höllischen Spaß. Dass über eine Nachwuchs-WM berichtet wird auch in Nicht-Fachzeitschriften, tut sein Übiges.
Hülkenbergs späte Krönung
Nein, zum Sieg beim Formel-1-Rennen in Silverstone hat es nicht gereicht, dafür waren die McLarens von Lando Norris und Oscar Piastri zu stark, die dem Papaya-Rennstall den nächsten Doppelerfolg bescherten und dem Engländer Norris den heiß ersehnten Heimsieg. Aber gleich dahinter tatsächlich Nico Hülkenberg im vermeintlich so unterlegenem Sauber, der in seinem 239. Rennen erstmals aufs Podest fuhr. Nicht aufgrund glücklichster Umstände und zig Ausfällen, sondern weil er schlicht ein brillantes und fehlerloses und bestens gemanagtes Rennen fuhr. Und das von Platz 19! Sicher half der Regen und die damit verbundenen Unwägbarkeiten, aber wie Hülkenberg sich durch kluge Taktik und tolles Fahren nach vorne arbeitete und in der letzten Phase auf Platz 3 liegend die vermeintlich viel stärkere Konkurrenz der Ferraris und Mercedesse und Red Bulls souverän auf Distanz hielt, war schlicht ein Meisterstück des 37-Jährigen.
Und niemand im Fahrerlager missgönnte Hülkenberg diesen Erfolg. Da Sauber keinen Champagner dabei hatte, um diesen standesgemäß zu feiern, spendierten erst Austin Martin, später McLaren ein paar Flaschen. Sogar der Teamkamerad, normalerweise der ärgste „Feind“, spendete ganz ehrlich größte Anerkennung: „„Nico, hier ist Gabi. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie happy ich für Dich bin. Du bist eine Legende!“, funkte Gabriel Bortolotto auf Hülkenbergs Auslaufrunde, der selbst in der 4. Runde ausschied, auf Hülkenbergs Auslaufrunde.
Für Sauber könnte dieser Podestplatz nicht günstiger kommen. Nächstes Jahr wird Audi diesen übernehmen und in die Formel 1 einsteigen. bessere Werbung und mehr Motivation könnte es nicht geben.
Und sonst?
- WNBA: Indiana Fever hat den Commisioner Cup gewonnen. Im Finale besiegte das Team die favorisierten Minnesota Lynx. Und das, obwohl die Caitlin Clark, die so gehypte Spielerin im 2. WNBA-Jahr, wegen einer Verletzung passen musste.
- Leichtathletik: Zwei Weltrekorde durch kenianische Läuferinnen beim Diamond-League-Meeting in Eugene. Zunächst blieb Beatrice Chebet über 5000 Meter als erste Frau unter der 14-Minuten-Marke (13:58,06), zum Abschluss der Veranstaltung im US-Staat Oregon an der Westküste) verbesserte Faith Kigkegon über 1500 Meter ihren eigenen Weltrekord auf 3:48,68 Minuten. Aus deuter Sicht erfreulich: Tokio-Olympiasiegerin Malaika Mihambo übertraf mit 7,01 Metern erstmals in diesem Jahr die 7-Meter-Marke. Da spielte es keine Rolle, dass Paris-Olympiasiegerin Tara Davis-Woodhall die Deutsche im letzten Durchgang mit 7,07 noch überflügelte.
- MLB: Ein Glanzstück lieferte Pitcher Zach Wheeler von den Philadelphia Phillies ab. Am Sonntag gelang dem Werfer bei den Cincinnati Redsein sogenanntes Complete Game über 9 Innings, in denen er nur einen einzigen Hit und keinen Walk zuließ. 27 der 28 gegnerischen Schlagmänner machte er also aus, 12 von denen per Strikeout. Dieser eine Hit führte zwar gleich zu einem Homerun, dennoch siegten die Phillies, das Team von Max Kepler, mit 3:1. Mehr über die MLB wahrscheinlich morgen.
von Münchner Löwe | Juli 1, 2025 | basketball, Fußball, Wintersport, Wochenrückschau
Tolles Turnier ohne Happy end
Während die Club-WM so vor sich hinmäandert, haben die Nachwuchsfußballer richtig Spaß gemacht bei der EM in der Slowakei. Nicht nur, aber vor allem auch das deutsche U-21-Team mit 5 teilweise rauschhaften Siegen (vor allem das 3:0 im Halbfinale gegen Frankreich). Doch die Jungs um Nick Woltemade müssen ohne Pokal heimfahren, weil sie im Endspiel zu Bratislava sich dem Titelverteidiger England mit 2:3 nach Verlängerung beugen mussten. Ein frühes 0:2 glich die Truppe von Trainer Antonio di Salvo zwar durch Treffer der Mainzer Nelson Weiper und Paul Nebel, doch in der Verlängerung konnten sie ein erneut sehr frühes Gegentor nicht mehr antworten.
Natürlich waren die jungen Männer enttäuscht, allesamt schon bei hochklassigen Proficlubs angestellt. Doch so mancher gab eine tolle Talentprobe des großen Könnens, ich stelle mal Torwart Noah Atubolu (SC Freiburg), Mittelfeldmann Rocko Reitz (Gladbach) und Stürmer Nick Woltemade (Stuttgart) heraus. Aber keiner fiel ab, und jeder kann eine sehr gute Karriere vor sich haben.
Im Mittelpunkt stand Nick Woltemade. Nicht nur wegen seiner herausragenden Vorstellungen und der sechs Treffer, die ihn zum Torschützenkönig des Turniers machten. Nach dem Halbfinale sickerte durch, dass der Shooting Star sich einig sei über einen sofortigen Wechsel zum FC Bayern. Verhandlungen hat es offenbar zunächst ohne das Wissen des VfB gegeben, ein Unding! Jetzt streiten die beiden Clubs noch über die Ablösesumme des wechslewilligen Angreifers. Alle Trümpfe liegen dabei beim vfB, denn Woltemade hat noch einen Vertrag bis 2028 – offenbar ohne Ausstiegsklausel. Zu diesem Thema und den unschönen Begleiterscheinungen plane ich einen gesonderten Text für Dienstag oder Mittwoch.
Der Dopingfall Victoria Carl
Die Nachricht hat mich getroffen: In einem Dopingtest der Langläuferin wurde das verbotene Mittel Clenbuterol gefunden, das vor mehr als 30 Jahren der deutschen Sprintweltmeisterin Katrin Krabbe zum Verhängnis wurde. Vor allem die Umstände, wie sie gerade vom Verband kommuniziert werden, lassen mich tatsächlich glauben, dass sie eher Opfer extrem unglücklicher Umstände und eigener Nachlässigkeit geworden ist. Getestet wurde sie bei der Militär-WM, die Ende März und damit nach der Weltcup-Saison stattfand. Dort hatte sie wie so oft in ihrer Karriere schweren Husten, der zuständige Militärarzt verabreichte ihr einen Hustensaft zur Linderung. Blöderweise nicht den ohne Clenbuterol (den gibt es), sondern eine ganz ähnliche, aber offenbar stärkere Version des gleichen Herstellers, in der allerdings das verbotene Mittel enthalten ist. Wohlgemerkt, es war nicht die gewohnte medizinische Begleitung, sondern ein dem Leistungssport eher fremder Arzt.
So lautet zumindest die offizielle Version, die der deutsche Skiverband, die Militärärzte und auch die Sportlerin bekannt machten. Die man jetzt glauben mag oder nicht: Ich bin zwar weit davon entfernt, dass ich per se alle deutschen AthletInnen bewusstes Doping nicht zutraue, aber neige in diesem Fall, dass ich diesen Sachverhalt glaube. Warum soll sie sich für eine Militär-WM bewusst dopen, bliebe die erste ungeklärte Frage.
So weit so ungut, und kein Zweifel. Eine wirklich aufmerksame Victoria Carl hätte das Mittel genauer inspiziert. Aber offenbar ging es ihr wirklich dreckig, sodass sie keine klaren Gedanken fassen konnte (und ein wenig Vertrauen in eine medizinische Begleitung muss auch einem Leistungssportler erlaubt sein). Die Frage ist jetzt die Sanktion, und so leid es mir für Victoria Carl, der Olympiasiegerin im Teamsprint 2022 mit Katharina Hennig. Um eine Sperre dürfte sie kaum herumkommen, die sie dann höchstwahrscheinlich die Olympia-Teilnahme 2026 kosten wird. Eine Ausnahme wäre schon sehr fragwürdig. Andererseits haben zuletzt die Verbände den absurdesten Ausreden geglaubt (kontaminiertes Essen für gleich 19 chinesische Schwimmer, die berühmt-berüchtigte Salbe des Masseurs von Tennis-Profi Jannik Sinner). Da habe ich mich auch in diesem Blog extrem aufgeregt, dass der Italiener mit einer lächerlichen Sperre davonkam. Konsequenterweise müsste ich mich auch über einen Freispruch von Carl aufregen. Wenn es dazu käme, würde ich mich dennoch für Victoria Carl freuen, so weit zu meiner komplizierten Gefühlslage.
Die dicke Frau hatte noch nicht gesungen
„It aint over, till the fat lady sing.“ Sprich: Es ist im Sportwettkampf erst mit dem Schlusspfiff, der -Sirene, dem -Gong, dem Matchball vorbei. Wieder und wieder höre ich diese Durchhalteparole, wieder und wieder staune ich über die unglaublichen Comebacks, die es im Sport so gibt. Wie jetzt bei der Basketball-EM der Frauen im Finale zwischen Titelverteidiger Belgien und Spanien.
España führte kurz vor Schluss mit 65:53, als dem Team völlig die Nerven versagten. Nichts ging mehr, schreckliche Ballverluste und fürchterliche Fehlwürfe. Belgien kam Punkt für Punkt voran, und doch schienen die Spanier den Sieg über die Zeit zu retten. Sie führten mit einem Punkt und hatten Ballbesitz. Da kann nicht mehr viel passieren, außer in eine in Basketball-Schlussphasen oft üblichen Freiwurf-Orgien die Nerven zu verlieren. Selten gesehen habe ich dagegen, dass eine Spielerin ohne Gegenwehr den Ball verliert. Eine Belgierin stibitzte den Ball und traf ihrerseits zur Führung. Noch eine Chance für Spanien, doch ein Schrittfehler (und weiterer Ballverlust) beendete alle Hoffnungen. „Maximale Grausamkeit“, titelte „As“ über das unfassbare Ende, das bei den Spanierinnen lange hängen bleiben dürfte.
Die starke Antwort von Lando Norris
Vor zwei Wochen kübelte aller Spott über den Briten, als er in Montreal seinem McLaren-Teamgefährten Oscar Piastri ins Heck fuhr und ausscheiden musste. Unreif sei er, es müsse sofort eine Teamorder her. Lando Norris antwortete in Spielberg auf seine Weise. Mit einer unfassbaren Qualifikationsrunde und einer halben Sekunde Vorsprung auf Piastri holte er de Pole Position. Im Rennen wehrte er alle Angriffe des Australiers souverän ab. Der Rest hatte ohnehin nichts zu melden, die Ferarris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton landeten auf Platz 3 und 4.
Schon in der 1. Kurve zu Ende war das Rennen für Max Verstappen, zum Entsetzen seiner holländischen Landsleute, die wie in den Jahren zuvor zu tausenden die Tribünen säumten. Er wurde vom übereifrigen Kimi Antonelli abgeschossen, wie man so unschön schreibt. Der zerknirschte Entschuldigung nutzt dem vierfachen Weltmeister herzlich wenig, einen erneuten Titel muss er wohl langsam abschreiben. Folgerichtig ranken sich Transfergerüchte (zu Mercedes, also anstatt oder mit Antonelli?). Dabei hat die sogenannte silly season, die Zeit im Spätsommer/Herbst,, noch gar nicht begonnen, wo es tagtäglich die heißesten Gerüchte rund um die Königsklasse gibt.
Und sonst?
- Club-WM: Die Bayern haben sich mit einem 4:2 gegen Botafogo fürs Viertelfinale qualifiziert und treffen dort auf Cl-Sieger Paris Saint Germain. Der sportliche Wert ist überschaumbar, aber 50 Millionen sind den Bayern sicher. Geld für Woltemade?
Sensaationell raus ist Manchester City, das in einer wilden Partie nach Verlängerung mit 3:4 sich dem saudischen Club Al Hilal beugen musste. Was für ein Triumph auch für Neutraine Simone Inzaghi.
Borussia Dortmund spielt heute Nacht gegen Monterrey. Zuvor treffen noch Juventus und Real aufeinander.
- Leichtathletik: Bei der Team-EM wurde die deutsche Mannschaft Dritter hinter Italien und Polen. Die ganz tollen Einzelleistungen blieben aus.
Eine solche schaffte die Österreicherin Victoria Hudson in der B-Gruppe. Die Europameisterin schleuderte den Speer auf die Weltjahresbestenweite von 67,76, gleichzeitig auch nationaler Rekord.
- Motorrad: Matc Marquez bleibt in der MotoGP unschlagbar. In Assen gewann er sowohl Sprint als auch das Hauptrennen am Sonntag. In diesem stürzte sein jüngerer Burder Alexis in de 5. Runde und blieb ohne WM-Punkte. Mittlerweile hat Marc Marquez 78 Zähler Vorsprung auf Alexis und gleich 126 auf Francisco Bagnaia.
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