von Münchner Löwe | März 25, 2024 | basketball, Formel 1, ski alpin, Sonstiges, Tennis, Wintersport, Wochenrückschau
Zum Auftritt der deutschen Fußballler habe ich mich ja schon gestern sehr lobend geäußert.
https://blickueberdenteich.deDamit soll es hier zum gut sein.
Der Tag des Carlos Sainz
Erstaunliches geschah beim Großen Preis von Australien in der Formel 1 in Melbourne. Max Verstappen schied aus, bereits nach 3 Runden war Schluss für den Holländer. Zuletzt war ihm das vor 2 Jahren passiert. Und so schlug die Stunde von Carlos Sainz, der bisher auf ein, vorsichtig ausgedrückt, unglückliches Jahr zurückschau. Im Januar erfuhr er, dass Ferrari ab der kommenden Saison nicht mehr plant, sondern lieber mit Lewis Hamilton. Kurz vorm zweiten Rennen in Saudi-Arabien musste er mit einer akuten Blinddarm-Operation ins Krankenhaus statt auf die Piste. Jetzt der letztlich souveräne Sieg, obwohl er offenbar noch an den Nachwirkungen litt, wen wundert es. Auf jeden Fall ein starkes Zeichen, und dieses wird auch nicht geringer, weil Charles LeClerc im zweiten Ferrari auf Weisung der Scuderia keine Angriffe fuhr, sondern sich mit Platz 2 begnügte.
Die allgemeine Ehrerbietung ist dem Spanier, Sohn des zweifachen Rallye-Weltmeisters Carlos Sainz sr, gewiss. Bei Ferrari werden sie sich frgen, ob es nicht vorschnell war, Sainz nicht weiter zu vertrauen, denn
– zum einen mag Leclerc der schnellere Fahrer sien, baut aber mehr Fehler in seine Qualifyings und Rennen
– zum anderen mehren sich die Zweifel, ob Nachfolger Hamilton sich wirklich noch mal aufraffen kann zu einstigen Spitzenleistungen. Zurzeit kurvt er reichlich unambitioniert in seinem Mercedes herum. Anderererseits ist die Rote Göttin noch mal ein echter Motivationsschub.
Sainz selber hat sich eindrücklich für ein Cockpit eines Spitzenteams empfohlen. Mercedes, Red Bull und auch das kommende Audi-Team sind Kandidaten
Zumindest den Zahlen nach ist jetzt die Formel 1 wieder spannend. Die ersten 4 Verstappen (51), Leclerc (47), Perez ((46) und Sainz (40) trennen gerade mal 11 Punkte.
Quai im Windschatten fuhr Nico Hülkenberg auf Platz 9 und schon zum zweiten Mal in die Punkte.
Zwei weitere Kugeln für Odermatt
Gut, besser Odermatt. Der Schweizer Skiprofi holte zum Saisonabschluss in Saalbach-Hinterglemm zwei kleine Kristallkugeln in der Abfahrt und Super-G. Am Freitag genügte hm ein 5. Platz, um sich die Wertung zu sichern. Luc Meillard führte dabei einen Schweizer Dreifach-Erfolg an. Und wie es zu dieser Saison mit Wetterkapriolen bestens passt, fiel am sonntag die Abfahrt, also das letzte Rennen, aus. Somit hatte der Franzose Cyprien Sarrazin keine Chance mehr, den Schweizer abzufangen
https://www.bluewin.ch/de/sport/ski/von-kleinen-etwas-groesseren-und-grossen-kristallkugeln-2136575.html
Dass im letzten Rennen sich noch was dreht, musste tags zuvor Odermatts Landsfrau Lara Gut-Behrami erfahren. Auf der technisch wenig anspruchsvollen Piste kam die Schweizerin als 17. nicht einmal in die Punkteränge der besten 15. Und Conni Hütter nutzte mit einer verwegenen Fahrt die Gunst der Stunde und fing die Schweizerin mit ihrem Sieg noch ab.
Lara Gut-Behrami wird es verschmerzen, denn am Freitag gewann sie mit dem 7. Platz die Super-G-Wertung. Allerdings wurde es auch hier spannender als erwartet, denn bei einem Sieg von Federica Brignone hätte sie sie nicht mehr viele Plätze verlieren können.
Einen tollen Job machten die Veranstalter, die trotz Warmwetters eine gute Piste hinzauberten, die allerdings gerade zu Mittagszeit unter der Wärme litt. Dass dann ausgerechnet Schneefall und Wind das letzte Rennen unmöglich machten, ist ungerecht. Aber die WM 2025 dort kann kommen.
Ein Sieg-Flug zum Abschied
Der Slowene Peter Prevc hat schon vor einiger Zeit sein Karriere-Ende angekündigt, und seitdem fliegt er wie beflügelt. Dieses Wochenende standen in Planicka also seine letzten Wettkämpfe an, also zu Hause vor seinen Fans. Und Prevc verabschiedete sich stzandesgemäß am Freitag mit seinem insgesamt 24. Weltcupsieg. Gut er sprang am Sonntag noch mal, und wurde 6. aber ich will das mal nicht so eng sehen. Prevc gewann einmal Olympa-Gold im Mixed, im Einzel Silber und Bronze in Sotschi. Dreimal wurde er Skiflugweltmeister, einmal gewann er den Gesamtweltcup und einmal die 4-Schanzentournee. Der Name Prevc bleibt der Skiwelt erhalten. Sein jüngerer Bruder Domen (wurde am Sonntag Zweiter hinter dem überragenden Daniel Huber) und die Schwester Nika, die sich mit 18 schon den Gesamtweltcup holte, halten die Familienfahne offen.
Die Deutschen, so glänzend in die Saison gestartet, werden froh sein, dass es jetzt vorbei ist.
Deutsche zeigen in Miami auf
Zumindest die Tennis-Männer. Dominik Köpfer steht beim zweiten Masters der Saison im Achtelfinale, wo er morgen auf Daniil Medwedew trifft. Sascha Zverev, Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff sind auch noch im Rennen. Die deutschen frauen sind alle schon draußen – genau wie Holger Rune, der gegen Fabian Marozsan 1:6, 1:6 unterging.
… und in Montreal
Dort gewann das Eiskunstlaufpaar Minerva Fabienne (was für ein schöner Vorname) Hase/Nikita Wolodin Bronze hinter den Lokalmatadoren Stellato-Dukek/Deschamps und Miura/Kihara aus Japan. Die übrigen Weltmeister: Ilia Malinin (USA) mit 6 Vierfachsprüngen, Kamaro Sakomoto (ohne Vierfachsprung, aber sehr ausdrucksstark) sowie das Tanzpaar Madison Chock und Evan Bates (USA).
Hier Malinins Kür
https://www.ardmediathek.de/video/sportschau-wintersport/die-rekordkuer-von-ilia-malinin-in-voller-laenge/das-erste/Y3JpZDovL3Nwb3J0c2NoYXUuZGUvOTlhYTBiM2EtOWFiNS00NTM2LTg5YzItY2I0NDM2YmNlZmY0
und die von Sakomoto
https://www.sportschau.de/wintersport/eiskunstlauf/kuer-damen-wm-montreal-sakamoto-gold-100.html
Und sonst
– Die DEL-Play-offs sind voll im Gange. Fischtown Bremerhaven und RB München stehen nach 4:0-Sweeps gegen Ingolstadt und Wolsburg bereits im Viertelfinale. Die Eisbären Berlin führen 3:1 gegen die Adler Mannheim, und zwischen den Straubing Tigers und den Schwenninger Wild Wings steht es 2:2.
– chancenlose Bayern: die Basketballer zumindest in der Euroleague, wo sie die Partien in Valencia knapp (68:70 mit der Chance des letzten Wurfs vergeben) und gegen TelAviv klar (74:89) verloren. Die Chance aufs Play-In ist damit noch noch theoretischer Art. Wenigstens in der BBL hielte sich die Münchner schadlos und gewannen bei den Hamburg Towers vor mehr als 11 000 Zuschauern mit 81:80 nach Verlängerung. Damit sind sie jetzt alleiniger Tabellenführer einen Sieg vor Chemnitz und Alba Berlin.
Die Wochenvorschau folgt
von Münchner Löwe | März 19, 2024 | basketball, NBA, NHL
Die regular season geht sowohl in de NBA und der NHL in die Schlussphase. In knapp einem Monat beginnen die Play-offs. Wie schauts aus?
NBA
Die Warriors müssen zittern (Western Conference)
Immer noch sind praktisch keine (Vor)-Entscheidungen gefallen, egal was den Number-One-Seed, die Play-offs und sogar die Play-Ins betrifft. Die Houston Rockets haben da noch nicht aufgegeben, ihre Form zurückgefunden und holen auf. 3 Siege sind es noch auf Platz 10 und die Warriors, da ist noch viel möglich. Aleredings auch ein Run der Warriors nach vorne und in den Play-offs gibt es ganzn frische Karten.
Ein veritablen Dreikampf gibt es um Platz1. Oklahoma City Thuner führt mit je einem halben Spiel vor den Minnesota Timerwolves und den Denver Nuggets. Die T-Wolves plagt allerdings Verletzungspech, denn sie müssen noch länger auf Karl-Anthony Towns verzichten. Dahinter zwischen Platz 4 bis 9 gerade mal 3,5 Siege. Hier ist alles drin nach oben bis nach unten, Play-offs oder Play-Ins.. Ohne Chancen sind nur Utah Jazz, Memphis Grizzlies, Portland TB und San Antonio Spurs.Vorhersagen wage ich keine, aber die Nuggets muss man erst mal rauskegeln.
Achtung auf die NY Knicks (Western)
Hier ist zumindest Platz 1 für die Celtics praktisch sicher. Dahinter auch ein wildes Rennen. Mein gar nicht mehr so darkes Horse sind die Knicks, gerade auf Westtour und mit zwei beeindruckenden Siegen in Sacramento und bei den Warriors. Und das ohne Julian Randle. Sehr stark dabei Isaac Hartenstein, ein Fels in der Brandung. In der Form muss er bei allem Bonus für die Weltmeister einen Platz im deutschen Olympiateam finden. Er ist für mich gerade der zweitbeste Deutsche in der NBA hinter Franz Wagner, gleichauf vielleicht mit Moritz Wagner. Die beiden Brüder sind mit den Orlando Magic klar auf direkten Play-off-Kurs und stehen vor der besten Saison seit mehr als einem Jahrzehnt. Einfach nicht wirklich in die Gänge kommen die Miami Heat. Die Atlanta Hawks werden sich wohl auch ohne Trae Young in die Play-Ins retten, dort aber wohl ziemlich chancenlos sein.
NHL
Auch hier führt im Osten das Team aus Boston, die Bruins, allerdings nur hauchzart vor den Florida Panthers und den NY Rangers. Sicher in den Play-offs sind auch die Carolina Hurricanes und Toronto Maple Leafs. Auf dem absteigenden Ast sind die Detroit Red Wings mit Moritz Seider, die aus den Play-off-Plätzen zurzeit raus sind und unbedingt einen Turnaround brauchen. Nur noch theoretische Chancen haben die Buffalo Sabres mit JJ Peterka. Der Münchner kann sich immerhin auf ein Heimspiel freuen, denn die Sabres werden im September Gegner von Red Bull München bei der Eröffnung des SAP Gardenim Olympiapark sein.
Im Westen stehen 6 Plätze mehr oder weniger fest. Vorne ein Quartett um Platz 1 zwischen Vancouver, Winnipeg, Colorado und Dallas. Dahinter Edmonton und Nashville, allerdings mit Respektabstand, so dass beide Teams wohl keinen Heimvorteil in der 1. Runde haben. LA Kings und Las Vegas mit den besten Chancen auf die Play-offs.Schlechtestes Team sind weiter die San Jose Sharks.
Einen Rekord der besonderen Art schaffte Alex Owetschkin. Er knackte in seiner 19. Saison die 20-Tore-Marke. Ein außergewöhnlicher Spieler.
von Münchner Löwe | März 13, 2024 | basketball, Fußball, NBA, ski alpin, Tagesrückschau
Vertane Chance, deprimierende Saison
Das letzte Pokalviertelfinale konnte tatsächlich gespielt werden. konnte tatsächlich gespielt werden im Saarbrücker Ludwigspark trotz des vielen Regens. der herunterfiel, aber eben nicht am Tag vor der Partie des 1. FC Saarbrücken und Borussia Mönchengladbach.. Während der Partie: Dauerregen und Gladbacher Fohlen, die damit und dem immer schlechter werdenden Geläuf überhaupt nicht zurechtkamen. So siegten die Saarbrücker letztlich verdient gegen einen maßlos enttäuschenden Kontrahendten, der jetzt vor den Scherben einer deprimierenden Saison steht.
Aber was für eine Chance war das im Pokal. Viertelfinale bei einem Drittligisten un d bei einem Sieg wäre der 1. FC Kaiserslautern auf em gar nicht mehr so uneinnehmbaren Betzenberg auch eine machbare Hürde gewesen. Das Pokalv´finale wäre ein dickes Trostpflaster gewesen – perdu. Gut in Saarbrücken haben zuvor auch die Bayern und Eintracht Frankfurt verloren, aberje weiter dieser Wettbewerb fortschreitet, desto mehr konzentrieren sich die Clubs, die Fahrt nach Berlin wird ja immer konkreter.
Was bleibt, ist tiefer Frust. Der einzige Trost ist, dass mit Köln, darmstadt und Mainz dieses Jahr drei Teams so unterirdisch mies punkten, dass wenigstens der Abstieg kein Thema mehr ist. Jetzt haben die Spieler neun Partien Zeit, sich zu präsentieren. Die Gladbacher verantwortlichen werden sich aber auch ernsthaft fragen müsen, ob sie mit Trainer Gerard Seoane wirklich ds große Los gezogen haben. Seine Hilflosigkeit gestern gab dazu wenig Gründe.
Und Saarbrücken: Schwebt weiter auf der Pokalwolke, die ja auch extrem einträglich ist. Gute 3.3 Millionen Euro sind sicher, und im Halbfinale wartet mit Kaiserslautern auch ein machbarer Gegner. Das andere Halbfinale bestreiten Bayer Leverkusen und Fortuna Düsseldorf – in der BayArena. Wer wetten will …
Geteiltes Saisonfinale der Alpinen
Erst heute ist mir ein Irrtum meinerseits bewusst geworden. Das Saisonfinale der alpinen Skifahrer wird dieses Jahr an zwei Wochenenden ausgetragen und nicht wie bisher von Mittwoch bis Sonntag. Das bedeutet im Klartext, dass amSamstag und Sonntag, jeweils die Riesenslaloms und Slaloms stattfinden und nachste Woche am Freitag die Super-Gs und am Samstag die Frauenabfahrt und am Sonntag die Männer-Abfahrt. Der Teamwettbewerb wurde gestrichen. Den Vorteil dieser Änderung erkenne ich nicht – im Gegenteil. Es war ja der Charme dieser Veranstaltung, dass in geballter Form sich an viert Tagen en sute die jeweils besten 25 (+ einige mit anderer Qualifikation wie 500 Punkte, Europacupgewinner, Juniorenweltmeister) Läuferinnen und Läufer in den einzelnen Disziplinen maßen und dazwischen der doch immer wieder unterhaltsame Teamwettbewerb ausgetragen wurde. Da stürzte sich schon ein Abfahrer in den Stangenwald und umgekehrt. Jetzt die strikte Trennung Speed und Technik. Für die reinen Techniker ist die Saison spätestens am Sonntag beendet, während die reinen Speedfahrer dann zwei Wochen zum Nichtstun verurteilt sind und für sie eben die Saison noch eine Woche später endet. Und richtig peinlich, weil so evident geldgierig ist die Idee, Frauen und Männer die Abfahrten an gesonderten Tagen bestreiten zu lassen, bei einem Starterfeld von jeweils etwa 30 FahrerInnen.
Verrücktes NBA-Spiel
In LA empfingen die Clippers die Minnesota Timberwolves, und am Ende gewannen die Gäste klar und eindeutig. 118:100. Und was ist daran verrückt? Na ja, der Spielverlauf: Die Clippers führten nämlich schon mit 22 Punkten vorsprung, ehe sie in der 2. Halbzeit völlig einbrachen und insgesamt nur 37 Punkte zusammenkratzten. Zeitweise lagen sie gar mit 22 Punkten vorn – ein Swing von 44 Punkten.
Und sonst
– Der fC Arsenal im Elfmeterschießen gegen Porto und der FC Barcelona mit einem 3:1 gegen Napoli haben das Viertelfinale der Champions League erreicht. Arsenal war überlegen, aber Porto hatte durchaus auch seine Chancen. Die Londoner zum ersten Mal seit 2006 unter den besten Acht.
– Zverev weiter, Kerber raus. Im Duell der Mamas und Freundinnen verlor Kerber klar gegen Caroline Wozniacki. Sascha Zverev brauchte drei Sätze gegen den in dieser Saison so starken Australier Alex de Minaur. Jetzt trifft er auf Carlos Alcaraz, auch nicht ganz einfach …
von Münchner Löwe | März 8, 2024 | basketball, Fernsehen, Fußball, NBA
Freiburg liefert
Das Achtelfinale der Europa League brachte für die deutschen Clubs alte Bekannte, denn Quarabach Agdam und West Ham United waren schon in der Gruppenphase die Gegner von Bayer Leverkusen und dem SC Freiburg. Bayer tat sich in Aserbaidschan lange sehr schwer. erst als Granit Xhaka und lForian Wirtz eingewechselt wurden, wurde es wirklich zwingend, und so konnten Wirtz und der ebenfalls eingewechselte Patrik Schick noch aus dem 0:2 ein 2:2 machen, das beste Chancen fürs Rückspiel offen lässt.
Ebenfalls eine gute Ausgangsposition schufen sich die Freiburger mit dem 1:0 gegen West Ham. Erneut Michael Gregoritsch erzielte das Goldtor. Ganz am Ende wurde es noch mal aufregend, als der Schiri und der VAR ein vermeintliches Freiburger Handspiel auf Elfmeter überprüften. Sie kamen zum für mich richtigen Schluss koan Elfer.
Damit schaut es für die deutschen Clubs gut aus. Die Bayern stehen bereits im Viertelfinale der CL. Der BVB kann nächste Woche nach dem 1:1 gegen die PSV Eindhoven nachziehen. All das bedeutet auch wichtige Punkte in der Länderwertung. Die besten beiden Länder dieser Saison erhalten einen zusätzlichen Champions-League-Platz, damit würde auch der 5. Rang in der Bundesliga reichen. wäre allerdings schade für das spannende Duell zwischen dem BVB und Leipzig um den 4. Platz. Zurzeit liegen die deutschen Clubs auf eben jenem zweiten Platz hinter Italien und vor England und Spanien, allerdings sind noch eine Menge Punkte zu vergeben.
Spitzenspiel in der NBA
Viele Partien im Grunddurchgang der NBA sind wenig inspirierend. wenig Abwehr, viele Kantersiege. Ganz anders gestern das Spiel zwischen den Denver Nuggets und den Boston Celtics. es ging richtig zur Sache wie in einem Play-off-Spiel, und am Ende hatten die Nuggets das bessere Ende für sich. Mich würde es keineswegs wundern, wenn genau diese beiden Teams auch die Finalserie betreiten würden. Doch bis dahin kann natürlich noch enorm viel passieren. Morgen gibt es dann eine Übersicht nach gut drei viertel in der regulären Saison in der NBA und NHL.
Ein Mann für die Frauen am Weltfrauentag.
Jetzt steht es fest. Christian Wück wird nach Olympia Cheftrainer der deutschen fußball-Nationalmannschaft der frauen. er ist der erste Mann auf diesen Posten seit Gero Bisanz, noch im letzten Jahrhundert, wenn ich die Interims-Zeiten des sehr erfolgreichen Horst Hrubesch nicht zähle. ausgerechnet am Weltfrauentag gab der DFB diese Entscheiung bekannt, vielleicht nicht wirklich glücklich gewählt, aber für mangelndes gespür ist der vVerband bekannt, ich denke an den vergangenen September, als der DFB genau in der Crunchtime des Basketball-Finals Deutschland vs Serbien die Entlassung von Bundestrainer Hansi Flick bekannt gab. Wück hat Meriten: Er war Trainer der U-17-Mannschaft, die vor einem halben Jahr Weltmeister wurde. er kann also mit jungen Leuten.
Absurder Sportsamstag der ARD
Nicht nur plant der angebliche Vollprogramm-sender den obligatorische Wintersport von früh bis Nachmittag und die Sportschau mit den Fußball-Ligen. Jetzt gibt es auch zur Prime Time Biathlon, nämlich aus Soldier Hollow/USA. Biathlon ist damit eine der wenigen Sportarten, die es außerhalb des Fußballs und absoluten Großereignissen regelmäßig auch ins Hauptabendprogramm schafft. Man ist ja vieles gewöhnt, aber Sport von 9.25 bis 0.30 Uhr, nur unterbrochen von Tagesschau, Tagesthemen und (natürlich!) dem Wort zum Sonntag und die Ziehung der Lottozahlen, ist dem Guten bei Weitem zu viel und durch nichts zu gerechtfertigen, zumal ja Eurosport vieles auch überträgt.
von Münchner Löwe | März 4, 2024 | basketball, Fußball, Handball, Leichtathletik, Tennis, Wintersport, WM, Wochenrückschau, Wochenvorschau
Wirklich die Entscheidung?
Jetzt sind es 10 Punkte zwischen Bayer und Bayern. DA fehlt mir die Fantasie, wie das die Münchner noch aufholen wollen. Viel spannender ist da die Frage, ob Thomas Tuchel wirklich bis zum Saisonende Trainer bleibt respektive überhaupt bleiben will. Denn wie er gerade von einigen Medien zu Hauptschuldigen der mauen Auftritte gemacht hat, stellt sich mir die Frage: Warum soll er sich das eigentlich antun? Und dass so viele vermeintliche Interna nach außen dringen, spricht auf für sich. Natürlich hat Tuchel seine Fehler gemacht, aber mittlerweile gibt es eine klare Hexenjagd von Springer, genau wie gegen Joshua Kimmich.
Ansonsten haben sich die Trends weiter festgezurrt. Der VfB Stuttgart nähert sich der Champions-League-Qualifikation mit Riesenschritten. da bleibt also nur der Zweikampf zwischen dem BVB und RBL um den 4. Platz. Die internationale Hochrechnerei, ob vielleicht sogar Platz 5 reicht, erspare ich mir noch. Und hinten bleibt es beim Dreikampf Köln, Mainz und Darmstadt um den Relegationsplatz.
Und wer folgt Tuchel?
der erklärte Liebling der Bayern ist Xabi Alonso. Mich persönlich würde es extrem wundern, wenn Alonso dem Ruf folgen würde. Ich könnte mir vorstellen, dass er seine Mission in Leverkusen auch mit dem Meistertitel als nicht beendet ansieht und es mit dieser truppe auch in der Champions League versuchen will.. Und danach wird er bei Real Madrid anheuern.
Schweizer Dominanz
5 Rennen, 4 Siege, drei 2. Plätze. Das ist die beinahe makellose Bilanz der Schweizer Alpinen bei den Rennen am Wochenende. Bei den Männern gewann Marco Odermatt beide Riesenslaloms in Aspen (er verlängerte seine Siegesserie auf 12) behrami jeweils vor Luc Meillard, der dafür den Slalom entschied. Einen großartigen zweiten Platz belegte der Skilöwe Linus Strasser. Er hat zwar noch theoretische Chancen auf den Slalom-Weltcup, aber den dürfte sich Manuel Feller nicht mehr nehmen lassen.
Die Frauen-Abfahrt in Kvitfjell wurde durch einen Super-G ersetzt, den Lara Gut-Behrami für sich entschied. Im 2. super-G musste sich die Schweizerin nur der Italienerin Federica Brignone geschlagen geben. Das Rennen war irregulär, wurde mehrere Male wg Nebels unterbrochen und dauerte insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden.
Gut-Behrami hat damit beste chancen auf den Gesamtweltcup und auf die kleinen Kristallkugeln in der Abfahrt, im Super-G und im Riesenslalom. sie profitiert dabei natürlich auch vom längerfristigen Ausfall von Mikaela Shiffrin, sofia goggia und Petra Vlhova.
Femke Bol ganz toll
Die Holländerin setzte mit ihrem Weltrekord über 400 Meter das Glanzlicht der Hallen-WM in Glasgow. Sie brauchte für die 2 Runden 49,17. Sie ist damit klare Favoritin für Olympia, und nur der Zeitplan verhindert ein Doppel 400 m flach und 400 m Hürden. Und wenn die Holländerinnen den Staffelstab ohne Unfall ins Ziel bringen, ist Gold auch über 4×400 Meter ziemlich realistisch.
Und sonst?
- Pokalsiege für die Berlin Volleys und die Frauen des MTV Stuttgart. Eine gelungene Doppel-Veranstaltung in Mannheim, zu der am Sonntag 10000 Zuschauer kamen. Leider recht klare Angelegenheiten in den Finals gegen Herrsching und Potsdam
- Füchse ohne Blöße. Die berliner gewannen in der Handball-Bundesliga gegen erlangen und führen weiter mit einem Punkt Vorsprung auf den SC Magdeburg.
- Bayern marschiert. „Nur“ im Basketball, aber immerhin. In der BBL führen sie, und in der Euroleague rücken die Play-Ins in Reichweite.
- Zweite Plätze für deutsche Langläuferinnen in Lahti. Christina Rydzek musste sich im Freistilsprint nur der Norwegerin Kristine Stavas Skistad beugen. Victoria Carl wurde Zweite über 20 km klassisch im einzelstart hinter der Finnin Lristina Parmäkoski.
- ein schöner zweiter Platz für Benedict Doll bei seinem Abschied vom Holmenkollen im Massenstart hinter sture Laegreid. In der Mixed-staffel und in der Single-Mixed-Staffel blieben die Deutschen ohne Podestplatz. es siegten Frankreich und Norwegen.
- Turniersiege im tennis für Alex de Minaur in Acapulco, Ugo Humbert in Dubai und Sebastien Baez in Santiago sowie Yuan Yi in Austin und Katie Boulter in San Diego.
Das wird die Woche, die wird
Rückspiele in der Champions League, Teil 1
Am Dienstag wird es für die Bayern ernst. Sie müssen im Rückspiel gegen Lazio ein 0:1 aufholen. Machbar angesichts der Mittelmäßigkeit des Gegners. Falls es schiefgeht, war es das wohl mit TT. Für RB Leipzig wird es ungleich schwerer. sie müssen auswärts ein 0:1 aufholen, noch dazu gegen Real Madrid. Die Königlichen sind aber zu knacken. Allerdings: bernabeu und Champions League, das ist schon eine Festung. Ansonsten spielen Manchester City gegen Kopenhagen (2:1) und Real Sociedad – PSG (0:2). Nachste Woche dann Teil 2 der Rückspiele.
Diese und nächste Woche kommt es zum Achtelfinale in der Europa League und Conference League. Bayer Leverkusen muss bei Quarabag Agdam antreten, die Reise nach Aserbaidschan dürfte das Beschwerlichste sein. SC Freiburg spielt zu Hause gegen West Ham United.
Abschluss der DEL-Runde
Der 52. und letzte Spieltag des Grunddurchgangs steht in der DEL an. Der Zweite Eisbären Berlin empfängt dabei den Ersten Fischtown Bremerhaven. Nur wenn die Eisbären ohne Verlängerung gewinnen, schaffen sie noch den ersten Platz. Als Letzter stehen die Augsburger Panther fest. Ob sie tatsächlich absteigen müssen, hängt davon ab, ob der Zweitliga-Meister auch aufsteigen darf und will.
Und sonst?
– Das erste Masters-Turnier im Tennis in Indian Wells.Erst aber die Quali u. a. mit Maxi Marterer. Laura Siegemund ist schon raus, hat auch keine Chance auf einen Lucky-Loser-Platz.
– Wintersport satt. Ski alpin in Kransga Gora (Männer, Sl, RS) und Are (Riesenslalom, Slalom)
biathlon in Soldier Hollow/USA. Holmenkollen mit Skispringen, Skilanglauf und Nordische Kombination
Handball national und international
Basketball naitonal und international
Rugby: 6 Nations, 4. Spieltag
Formel 1 in Saudi Arabien. Zu Horny Horner vielleicht morgen ein paar Zeilen.
von Münchner Löwe | März 3, 2024 | basketball, bundesliga, Fußball, NBA
Nix für die Heimteams
Schon die Ansetzungen ließen es erwarten, dass es für die Heimteams in der Fußball-Bundesliga schwer weren würde, denn sie bekamen es mit den ersten 6 der Tabelle zuz tun. Die Bilanz vor den Sonntagsspielen liest sich entsprechend: 5 Auswärtssiege, 2 Unentschieden, davon eines ausgerechnet die Bayern. Bemerkenswert ist der indiskutable Auftritt der Darmstädter gegen den FC Augsburg, wo es nach einer halben Stunde 5:0 für die Gäste stand nach zum Teil indiskutablen ABwehrfehlern, die ich ein einer solchen Häufigkeit noch selten gesehen habe. Am Ende stand es „nur“ 0:6. Ein Einpeitscher kletterte in den Innenraum und redete lautstark mit wahrscheinlich nicht sehr freundlichen Worten auf die versammtelten Profis ein, die den Anstand hatten (oder zu feige waren?) sich nicht einfach vom Acker zu machen.
Der merkwürdige Pfiff
Es war ein stimmungsvoller und auch ergreifender Abend im Mestalla-Stadion zu Valenciaq. Zuerst gedachten alle der Opfer des furchtbaren Wohnungsbrandes, dem 11 Menschen zum Opfer fielen. geehrt wurden Feuerwehrleute, Sanitäterinnen, die durch beherztes Eingreifen noch Schlimmeres verhinderten. Das Mestalla mit seinen steilen Tribünen ist immer wieder toll anzusehen, die Stimmung einzigartig.
Das Spiel hatte es in sich. 2:0-Führung der Gastgeber, dann traf Vinicius jr zweimal, seine sportliche „Rache“, nachdem er vor Jahresfrist ekelerregend rassistisch beleidigt wurde. Und dann schwang sich Schiedsrichter Senor J. Manzano zum Hauptdarsteller der dramatischen Schlussphase auf: Jude Bellingham hatte per Kopf den vermeintlichen Siegtreffer der Madrilenen erzielt, doch während (!) der Flanke dorthin ertönte der Schlusspfiff. Heftige Proteste, zu heftig für Manzano, der Bellingham Rot zeigte. Schiris haben es unbestritten schwer, aber warum machen sie sich das Leben mit so obskuren völlig überflüssigen Pfiffen das Leben doppelt und dreifach schwer? werde ich nicht mehr verstehen.
Insgesamt fand ich Real nicht unverwundbar. RB Leipzig muss am Mittwoch im CL-Rückspiel nur mutig sein, dann ist man nicht völlig chancenlos.
Apropos Endphase: Mit einem Tor buchstäblich in letzter Sekunde durch DArwin Nunez gewann der FC Liverpool bei Nottingham Forest und bleibt Tabellenführer in der Premier League.
40 000 Punkte
Als ob es ein Drehbuchautor geschrieben hätte: Dass LeBron James diese Saison die 40000 Punkte-Marke schaffen würde, war klar. Einen würdigeren Rahmen hätte es kaum geben können. Samstagabend in der heimischen Arena der LA Lakers gegen den Titelverteidiger Denver Nuggets. Zehn Punkte brauchte er vor dem Tip off: Zum letzten Mal, dass er weniger als 10 Punkte in einer NBA-Partie erzielte, war 2007 (!) und vor mehr als 1300 Spielen. Im zweiten Viertel schaffte er es dann nach einem schönen Spin-Move. Was ich danach schön fand: Das Spiel ging einfach weiter, keine Konfettis, keine Ansprache. Das war noch anders, als er vor einem Jahr den Punkterekord von Karim abdul-Jabbar geknackt hatte. Und dann hatte der drehbuchautor noch die makabre Idee und ließ die Lakers nach 46 Minute ausgeglichener Partie am Ende völlig zusammenbrechen, sodass die Nuggets mit 124:114 klar gewannen.
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