Dreier – wer braucht die denn?

Blick über den Teich, NBA

 

Die Rockets bleiben nach dem Heimsieg gegen die Warriors im Titelrennen, die Lakers haben sich dagegen verabschiedet nach einer insgesamt enttäuschenden Serie gegen die Timberwolves

 

(2) Houston Rockets – (7) Golden State Warriors 131:116 (2:3)

 

Schon im ersten Vietel überrannten die Rockets die zeitweise desaströsen Warriors (5 Ballverluste) und legten 40 Punkte auf, in Play-offs ein irrsinniger Wert. Dies begünstigte natürlich die überdurchschnittliche Trefferquote von 64,7 Prozent der erfolgreichen Würfe. Bei en Warriors lief es erst etwas besser, als Steve Kerr der zweiten Garde eine Chance gab.
Ähnliches Bild im 2. Viertel: Die Rockets trafen nach Belieben, die Warriors suchten nach ihrer Form. So betrug der Vorsprung zur Pause satte 25 Zähler, und den sollten die Rockets im 2. Durchgang sicher verwalten. Den Warriors bleibt die Genugtuung, dass sie das letzte Viertel mit satten 12 Punkten Vorsprung für sich entschieden.

 

Bester Mann

 

Aus dem starken Kollektiv der Rockets (alle Startspieler punkteten zweistellig) ragte Fred van Vleet heraus. 26 Punkte standen für ihn zu Buche, erneut war er von der Dreierlinie stark (4/6).

 

Stark in der Niederlage

Am ehesten noch Moses Moody mit seinen 25 Punkten von der Bank kommend. Es stellt sich halt die Frage, ob er auch in engen Partien so zum Zug kommt.

 

Ausblick

Die Warriors brauchen eine erhebliche Steigerung ihrer Starspieler Stephen Curry und Jimmy Butler, die beide einen eher furchtbaren Tag hatten. Gerade bei Curry ist das sehr wahrscheinlich.

 

(3) Los Angeles Lakers – (6) MINNESOTA TIMERWOLVES 96:103 (Endstand: 1:4)

 

Der erste Upset der diesjährigen Play-offs, also ein Weiterkommen des schechter gesetzten Teams. Dass die Timberwolves in der LA-Halle gewannen, ist eigentlich in diesen Basketball-Zeiten absurd. Denn ihre Dreierquote war eine absolute Katastrophe. Gleich 47-mal versuchten sie es aus der Ferne, ganze 7-mal waren die Spieler dabei erfolgreich. 14,7 Prozent Quote – da wäre mancher Oberligist ins Grübeln kommen. Beispielhaft Anthony Edwards. Der wagte (anders kann ich das gar nicht mehr nennen) es 11-mal, und traf nicht einmal in den Korb.
Und doch siegten sie am Ende fast komfortabel, weil die Lakers ihr hausgemachtes Problem absolut nicht in den Griff bekamen. Und dieses Problem heißt nach dem Trade von Anthony Davis: Länge unter dem Korb, vor allem auch unter dem eigenen Korb. 54:37 lautete am Ende das Rebound-Verhältnis, und der lange Rudy Gobert auf Wolves-Seite bedankte sich für die Lufthohein mit einem Dunk nach dem anderen. Lakers-Coach JJ Reddick wird sich schon fragen lassen müssen, warum er seinen Center Jaxson Hayes nicht eine Minute lang spielen ließ. Der hätte vielleicht wenigstens foulen können und den eher freiwurfschwachen Franzosen an die Linie schicken können …
Und so retteten sich die Wolves trotz des venagelten Korbs zum Sieg, obwohl die Lakers im 3. Viertel, ohnehin ihre Spezialität, kurz sogar in Führung gingen.

 

Bester Mann

Rudy Gobert: Der Franzose muss sich ja viel Kritik anhören. Nicht mehr zeitgemäß sei sein Spiel, nur auf tumbes Zerstören unterm eigenen Korb ausgelegt. Nun denn: Der „rückständige“ Gobert legte 27 Punkte auf (viele praktisch ungestört unterm Korb) und schnappte sich 24 Rebounds, davon 9 am offensiven Brett. Beides Top-Werte des Teams, wo sich im 4. Viertel noch Julius Randle mjit schwierigen Treffern letztlic h zum Matchwinner aufschwang.

 

Stark in der Niederlage

Rui Hachimura: Der Japaner zeigte eine exzellente Vorstellung, zum einen in der Verteidigung (gemeinsam mit Austin Reaves gegen Edwards), aber vor allem auch in der Offensive, wo er 23 Punkte sammelte, dabei 5 von 8 Dreier verwandelte.

 

🇩🇪👓

Maxi Kleber durfte zum ersten Mal für die Lakers ran. In 5 Minuten verwandelte er 2 Freiwürfe, scheiterte aber mit einem wichtigen Dreier.

 

Ausblick des Siegers

Die Timberwolves warten auf den Sieger der Serie Rockets/Warriors. Gegen beide Teams sehe ich beste Chancen, zumal sich ein derartiges Dreier-Desasgter nicht wiederhoen dürfte. Kommen die Warriors weiter, hätten sie zudem sogar Heimvorteil

 

Und die Verlierer?

Es wird nicht ohne Umbruch gehen, zumal LeBron James nicht älter wird. Unglaublich genug, welch großartige Leistungen er immer noch zeigt, aber auch er kann das Alern nicht besiegen. Klar ist, dass sich die Lakers auf dem Markt nach einem sehr guten Big Man umsehen werden (müssen!). Luka Doncic wird der Spieler sein, um den das Team aufgebaut wird. Die Lakers sind immer noch eine sehr feine Adresse, und der Pazifik nicht das Schlechteste zum Wohnen.

 

Irres Finale in Indiana

Blick über den Teich, NBA

 

Zwei weitere Play-off-Serien sind mit dem Weiterkommen des Favoriten beendet, aber die Detroit Pistons erhielten sich mit einem Erfolg in New York die Chance.

 

EASTERN CONFERENCE

 

(2) BOSTON CELTICS – Orlando Magic 120:89 (Endstand: 4:1)

 

Bei diesem klaren Endergebnis kaum zu glauben, aber zur Pause führten die Magic mit 49:47 und durften sich Hoffnungen machen, die Serie noch mal nach Florida zu bringen. Gegen vogelwilde Celtics (insgesamt 11 Ballverluste und 0/6 Dreier) vergaben sie sogar eine noch höhere Führung, weil auch sie von der Dreierlinie unterirdisch trafen (4/18). Franz Wagner überzeugte mit 17 Punkten (das Dreierwerfen ließ er schlauerweise bleiben).
Doch der Celtics-trainer scheint in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nach dem Wechsel gab es nichts mehr zu erben für die Gäste. Jetzt fielen die Dreier in die Reuse der Magic, wie man es von den Celtics gewohnt ist; 13 von 18 iost sogar für Bostoner TD-Garden-Verhältnisse außergewöhnlich gut. Orlando fand kein Mittel und lag schon nach dem 3. Viertel aussischtslos zurück.

 

Bester Mann

Einmal mehr Jayson Tatum: Er allein hielt die Celtics in der 1. Halbzeit im Spiel. Am Ende verbuchte er 35 Punkte, 8 Rebounds und 10 Assists.

 

Stark in der Niederlage

Auch wenn es im 2. Durchgang nicht mehr so gut klappte, auch weil er in Foulnöte geriet: Franz Wagner stemmte sichmit 25 Punkten, je 4 Assists und Rebounds sowie sehr guten Verteidiungsaktionen lange gegen die Niederlage.

 

Ausblick des Siegers

Die Celtics treffen in der 2. Runde auf die New York Knicks oder Detroit Pistons und sind auf jeden Fall Favorit. Zumindest wenn sie den SAchwung der 2. halbzeit der 4. Magic-Partie mitnehmen. Denn davor war doch einiges sehr rostig beim Titelverteidiger.

Und die Verlierer?

Orlando Magic kann auf ein besseres Jahr hoffen. Voraussetzung, Jalen Suggs und Moe Wagner finden nach ihren schweren Vereltzungen zu alter Form zurück. Vor allem müssen sie sich aber nach einem wirklich guten Distanzschützen umschauen (vielleicht lent es ja der Franz Wagner auch noch). Der könnte das Duo Wagner/Banchero entlasten. Ob sie dann vom Titel träumen dürfen, wie SZ-Reporter Jürgen Schmieder schreibt, sei dann mal dahingestellt.

 

(3) New York Knicks – (6) Detroit Pistons 103:106 (3:2)

 

Angesichts der bisher so engen Partien kommt der 2. Sieg der Pistons im  Madison Square Garden gar nicht so überraschend daher. Wieder war es eine extrem enge, von durchgehend harter Defensive geprägte  Partie, in der sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte. 18-mal wechselte die Führung, und wieder entschied erst der letzte Angriff die Partie, als die Knicks allerdings ziemlich konfus scheiterten.

 

Bester Mann

Die Pistons zeigten Team-Basketball, aber kein Akteur überragte. Cade Cunningham war zwar mit 28 Punkten, 8 Assists und Rebounds am erfolgreichsten, doch seine Trefferquote aus dem Feld 6/17 war ausbaufähig. Wenigstens war er von der Freiwurflinie treffsicher (11/12) im Gegensatz zum Team, das insgesamt eine Quote von nur 72 Prozent (26/36) bei der vermeintlich einfachsten Übung des Basketballs schaffte.

 

Stark in der Niederlage

Alle Starter der Knicks punkteten zweistellig. Das Problem: Von der Bank kommt praktisch keine Unterstützung.

 

🇩🇪 👓

Dennis Schröder hatte vor allem in der 1. Halbzeit einen wichtigen Part, als er in 13 Minuten immerhin 9 Punkte und 2 Assists beisteuerte.

 

Ausblick

 

Jetzt geht es wieder nach Detroit, wo in der Nacht zu Freitag Spiel 6 stattfindet. Die Pistons wollen in MotorCity den ersten Play-off-Heimsieg seit 2008 klarmachen. 9 Partien haben sie seitdem in eigener Halle verloren.

 

(4) INDIANA PACERS – (5) Milwuakee Bucks 119:118 OT (Endstand: 4:1)

 

Es sind wohl diese Spiele, die Trainer an den Rand des Wahnsinns treiben und die Fans am Sinn ihres Fanlebens zweifeln lassen. Hauptdarsteller und ein tatsächlich tragischer Held: Gary Trent von den Milwaukee Bucks. Der Guard, de nur wegen der schweren Verletzung von Damian Lillard in die Starting Five gerückt war, lieferte die Partie seines Lebens ab. Gerade in der Overtime war er überhaupt nicht mehr zu stoppen und versenkte und versenkte 4 von 5 Dreier.
Das führte dazu, dass die Bucks 118:117 führten, bei noch 17 Sekunden zu spielen und eigenem Ballbesitz. Was konnte da passieren?. Es passierte: ein einfacher Pass auf Trent, klar, dem besten Spieler der Verlängerung. Und der ließ den Ball wie ein Anfänger, der zudem noch Angst vorm Ball hat, durch die Hände ins Aus rutschen. Also doch noch mal die Chance fü+r die Pacers, und Tyrese Haliburton ließ sich gegen reichlich konsternierte Bucks nicht bitten und vollendete per Korbleger. Sieg Indiana, 2. Runde erreicht, Kräfte gespart. Zurück blieb das fassungslose Bucks-Team, das den scheinbar sicheren Sieg im wahrsten Sinn des Wortes weggeworfen hatte.

 

Bester Mann

Tyrese Haliburton schaffte nicht nur den Game Winning Basket. Er sorgte auch kurz vor Ende der regulären Spielzeit mit seinem Dunk für den Ausgleich und die Verlängerung. Am Ende hatte er 26 Punkte, 9 Assists, 5 Rebounds und je 3 Blocks und Steals – bei nur einem Ballverlust. Erst mal vergessen ist seine eher durchschnittliche Saison, und wenn er jetzt noch den Dreier trifft …(2/10).

 

Stark in der Niederlage

Trotz allem natürlich Gary Trent, der sehr starke 33 Punkte auflegte, dazu gleich fünfmal den Ball stibitzte. Daneben wie immer bei den Bucks Giannis Antetokuonpo, der vor allem in der 2. Halbzeit aufdreht und dort 20 seiner 30 Punkte erzielte. Außedem 20 Rebounds und 13 Assists, das ist Allstar-würdig.

 

Ausblick des Siegers

Die Pacers treffen jetzt auf die Cleveland Cavaliers, die ih+n ihrer ersten Runde die Miami Heat demontierten. Eine schwierige, ja fast unlösbare Aufgabe.

 

Und die Verlierer?

Auf die Bucks kommen schwere Zeiten vor. Damian Lillard wird wegen seines Achillessehnenerisses villeicht bis Ende des Jahres fehlen, belastet aber das Gehaltskonto extrem. Das Team wirkt alt. Die große Frage: Was macht Giannis, der bestimmt nicht auf Dauer in einem mittelmäßigen und überalterten Team spielen will in den zwei, drei wirklich guten Jahren, die er noch hat. Eine Option der Bucks: Für den Griechen das Maximale herausholen und einen Neuanfang wagen.

 

WESTERN CONFERENCE

 

Denver Nuggets – Los Angeles Clippers 131:115 (3:2)

 

Groß waren meine Erwartungen nach den bisherigen Thrillern der beiden Teams. Doch wie es so ist: Das Ganze wurde zu eine klaren Angelegenheit der Nuggets in eigener Halle. Bereits nach dem 1. Viertel deuteten alle Weichen auf Sieg, weil diesmal die Clippers in der Höhe von Denver überhaupt nicht zurechtkamen.
Konnte das Team aus LA die Partie bis zur Halbzeit wenigstens einigermaßen unentschieden gestalten, brachen sie danach zusammen und die Nuggets zogen auf und davon.

 

Bester Mann

Lest und staunt! NICHT Nikola Jokic, wie sonst immer bei den Nuggets, sondern Jamal Murray. Ein Spezialist für 5. Spiele in Play-offs, wie ich im Vorfeld vernahm. Und als wollte der Kanadier nach seiner höchst mediokren Saison diesen Ruf bestätigen, legte er grandiose 43 Punkte auf, dazu 7 Assists, 5 Rebounds und 3 Steals. Das war der Murray 2023, als er mit Jokic den Nuggets zu ihrem bisher einzigen Titel verhalf. Jokic selbst begnügte sich mit 13 Punkten, schnappte sich 10 Rebounds und gab 12 Assists. Für ihn unterdurchschnittliche Werte …

 

Stark in der Niederlage

Ivica Zubac: Machte in der Verteidigung seine Sache gegen Jokic hervorragend und schaffte zudem 27 Punkte. Allerdings für ihn nur 5 Rebounds.

 

Ausblick

Jetzt geht es wieder nach  LA, in die neue Clippers-Halle. Dort werden die Karten wieder neu aufgelegt. Sollte aber Jamal Murray dem suprigen Spiel 5 ein ähnlich starkes Spiel 6 folgen lassen, wird es sehr schwer für LA.

 

 

 

Statement der Cavaliers

Blick über den Teich, NBA

 

Mein (extrem windiger, aber wunderbarer) Lanzarote-Urlaub ist vorbei. Höchste Zeit, dass ich mich hier wieder melde. Wie es sich für mich gehört, schaue ich erst mal zu den Play-offs der NBA.

Jeweils 4 Spiele sind in den Serien absolviert. Zwei sind bereits entschieden (Cleveland vs Miami und OKC vs Memphis), Fünfmal steht es 3:1, wobei die Timberwolves  (vs die LA Lakers) und die GS Warriors (Houton) als schlechter gesetzte Teams führen. Am spannendsten geht es zwischen den Denver Nuggets und den LA Clippers zu. Nicht nur, dass beide Teams je zweimal gewonnen haben, die Begegnungen waren auch extrem eng.
Anmerkung: Die jeweils ersten 3 Partien habe ich nur in Zusammenfassungen gesehen.

Die Serien im Einzelnen

 

EASTERN CONFERENCE

 

(1) CLEVELAND CAVALIERS – (8) Miami Heat (Endstand: 4:0)

Ich hatte a ganz leichte Zweifel, wie es um die Cavs bestellt ist in der Post Season. Diese Zweifel haben sie mit einem beeindruckenden sweep gegen die Miami Heat weggefegt. Das 138:83 in Spiel 4 war dann der Statement Sieg, den die Konkurrenz vor allem aus Boston registriert haben dürfte. Allenfalls in Spiel 2 hatten die Cavaliers ganz leichte Probleme, aber am Einzug ins Viertelfinale gab es nie einen vernünftigen Zweifel.
Miami seinerzeit konnte nie  ihre „Heat Culture“ zeigen, also die besondere Stärke in den Play-offs, auch weil die Anführer Tyler Herro und Bam Adebayo unter den Erwartungen blieben.

Bester Mann

Jemanden bei den Cavs herauszuheben, wäre angesichts der Ausgeglichenheit und Tiefe des Teams unfair. Aber Donovan Mitchell würde ich als Coach in jeder heiklen Situation gerne den Ball in die Hand geben.

 

(2) Boston Celtics – (7) Orlando Magic (Stand: 3:1)

 

Die klaren Favoriten aus Boston führen zwar, aber bisher finde ich das nicht wirklich überzeugend, was sie da zeigen. Fernvergleiche gerade im Basketball sind zwar widersinnig, aber Celveland fand ich sehr viel stärker.. Für die Serie gegen die Orlando Magic dürfte es reichen (wahrscheinlich schon mit einem Heimsieg heute Nacht im TD Garden), aber eine klare Steigerung muss her.
Die Magic gefallen zwar wie gehabt mit einer starken Defense, aber offensiv ist das manchmal schwer anzuschauen. Wenig Team-Basketball, oft nur Einzelleistungen und die bekannte Schwäche von der Dreierlinie; das Fehlen von Jalen Suggs und auch Moe Wagner wirkt sich extrem aus.

Bester Mann

Jayson Tatum ist der klare Führungsspieler der Celtics. Ohne ihn in Spiel 2 hat der Titelverteidiger extrem gewankt und sich nur dank der Routine gerettet. Erstaunlich für mich, dass auch die Celtics von der Dreierlinie für ihre Verhältnisse schwächeln.

🇩🇪 👓

Franz Wagner spielt ordentliche bis sehr gute Play-offs. In Spiel 3 war er mit 32 Punkten Matchwinner. Doch leider klappt das Zusammenspiel mit Co-Star Paulo Banchero weiter nicht optimal. Hier wird man sich für die nächsten Jahre etwas einfallen lassen müssen

Ausblick

Alles andere als ein Weiterkommen der Celtics wäre eine Sensation: Aber sie werden sich danach gehörig steigern müssen für ihr Un ternehmen Titelverteidigung.

 

(3) New York Knicks – (6) Detroit Pistons (3:1)

Mit ein bisschen mehr Glück in der Schlussphase in ihren beiden Heimpartien  könnten auch die Pistons mit 3:1 Spielen führen. Ein Mix aus fehlender Erfahrung und Zauberwürfen der Knicks (Brunson, Towns) und eine zumindest strittige Schiri-Entscheidung verhinderten zumindest einen Heimerfolg in Detroit.
So kann New York ebenfalls heute Nacht im Garden die Serie beenden, die zum Teil besten Eastern-Conference-Playoff-Basketball zeigt mit harter Defense.

Bester Spieler

It´s Play-off-time und damit auch Zeit für Jalen Brunson. Der knüpft fast nahtlos an die tollen Partien des vergangenen Jahres an. 33 Punkte hat er im Schnitt aufgelegt.
Bei den Pistons, wo fast alle Spieler Play-off-Neulinge sind, gefällt Cade Cunningham am meisten. Allerdings leistet er sich schlicht zu viele Ballverluste (6/Spiel). In so engen Partien kann das ausschlaggebend sein.

🇩🇪 👓

Dennis Schröder gehört zu den erfahrensten Pistons. Er kann sehr gut auf den Ball aufpassen. Allerdings blieb er gerade in Spiel 4 arg zurückhaltend, verweigerte einige Würfe aus aussichtsreicher Position.

Ausblick

3 Matchbälle für die Knicks, da sollte sich einer ausgehen. Abschreiben würde ich die Pistons allerdings keineswegs. Ihnen gehört auf jeden Fall die Zukunft.

 

(4) Indiana Pacers – (5) Milwaukee Bucks

Auf dem Papier war das die offenste Serie im Osten. Doch jetzt spricht alles für die Pacers nach dem klaren Auswärtssieg in Milwaukee in Spiel 4. Zumal die Bucks jetzt auf Damian Lillard verzichten müssen, der sich früh in Spiel 4 die Achillessehne riss – vielleicht sogar sein Karriere-Ende. Somit fehlt der Co-Star von Giannis Antetukuonpo, der ihn mit seinen Dreiern und Zug zum Korb entlastet.

Bester Mann

Tyrese Haliburton hat mir ausnehmend gut gefallen in dem sehr ausgeglichenen Pacers-Team (gleich 6 Spieler punkten zweistellig im Schnitt). 12,5 Assist stehen nur 2,5 Ballverlusten gegenüber, ein herausragender Wert. In der Verteidigung auffallend: Miles Turner mit 2,8 Bocks/Spiel.
Giannis allein auf weiter Flur mit Monsterstats (33,8 Punkten, 14 Rebounds). Leider zu wenig.

Ausblick

Die Pacers werden es klar richten. Wichtig für sie wäre es allerdings, alles schon in Spiel 5 klarzumachen, umd Kräfte zu sparen für das Unterfangenen Cleveland.

 

WESTERN CONFERENCE

 

(1) OKLAHOMA CITY THUNDER – (8) Memphis Grizzlies (Endstand: 4:0)

 

Letztlich eine klare Sache für die Thunder, dem klar besten Team der Hauptrunde. Nur in Spiel 3 bei den Grizzlies leisteten sie sich eine sehr schwache erst3 Hälfte, lagen mit 26 Punkten zurück. Doch es gelang das Comeback, dem größten der Play-off-Geschichte. Der Rest war letztlich Formsache, obwohl auch das zweite Spiel in Memphis umkämpft war. So konnten die Thunder Kräfte sparen für die nächsten Runden, doch diesbezüglich mache ich mir angesichts des ausgeglichenen Kaders keine Sorgen.

Bester Mann

Shai Gilgeous-Alexander sammelte wie erwaretet die meisten Punkte. Doch er hielt sich mit 27,8/Spiel sogar noch zurück. Co-Star Jaylen Williams war klar zweite Option.

🇩🇪👓

Isaiah Hartenstein war in seiner ersten Play-off-Serie für die Thunder gleich der beste Rebounder. Vor allem die 3,3 am offensiven Brett sind ein starker Wert. Wurftechnisch hielt er sich zurück.

 

(2) Houston Rockets – (7) Golden State Warriors (1:3)

 

Schreibe nie die Warriors ab in den Play-offs. Gleich das erste Spiel in Houston klauten sie, und in zwei aufreibenden Partien zu Hause in San Francisco verteidigten sie den Heimvorteil. Gerade Spiel 4 gestern Nacht war ein echter Genickschlag für die Rockets, die teilweise schon mit 10 Punkten führten. Mann des Abends war Brandon Podziemski mit 26 Punkten, davon 6/11 Dreier.
Letztlich waren die Rockets bisher zu unbeständig, es gibt Phasen, da geht gar nichts beim jungen Team, und das ist auch völlig normal. Nur leider desaströs gegen die  abgezockte Truppe der Warriors um Steph Curry, Draymond Green und Play-off-Jimmy Butler.

Bester Mann

Steph Curry, obwohl er in Spiel 4 nicht den besten Tag hatte. aber der Mann trifft immer noch brillant von der Dreierlinie und bindet immer einen Verteidiger.

Ausblick

Es wird extrem schwer für die Rockets, aber auch hier: Es ist nicht unmöglich. Vor allem wenn Big Men der Texaner noch besser dem Spiel ihren Stempel aufdrücken können, weil die Warriors größenmäßig unterlegen sind. Aber dreimal in Folge – puh.

 

(3) Los Angeles Lakers – (6) Minnesota Timberwolves (1:3)

4 kribbelnde Spiele. Perfekt natürlich für die Wolves, dass sie gleich die erste Partie in LA gewannen. Dass sie den Heimvorteil mit 2 knappen Siegen im Target Center transportieren würden, war nicht unbedingt zu erwarten.
Hauptproblem der Lakers: die schwache Bank, der Traine JJ Reddick auch überhaupt nicht mehr vertraut. So ließ er in Spiel 4 die Starting Five die komplette 2. Halbzeit durchspielen mit der Folge, dass Luka Doncic und Co am Ende die Kräfte ausgingen und nichts mehr trafen.

Bester Mann

Anthony Edwards: Er steigert sich von Partie zu Partie, was Punkte und Trefferquote betrifft. Die 43 Zähler in Spiel 4 waren ein Statement. Er wird aber auch bestens assistiert von Julius Randle und den starken Bankspielern Naz Reed und Donte DeVincenzo.
Bei den Lakers legt Luka Doncic grandiose Zahlen auf und ist schon der Teamleader. Doch wie LeBron James hat auch der Slowene nur endliche Kräfte, auch wenn ich mir da beim 40-jöhrigen James gar nicht so sicher bin, so stark spielt er immer noch.

Ausblick

Alles spricht für die Wolves, vor allem natürlich der 3:1-Vorsprung. Wenn die Lakers nicht irgendwen von der Bank finden oder einen Jungbrunnen, wird es verdammt schwer, zumal 3 Spiele in nur 5 Tagen angesetzt sind. Aber ich mach bestimmt nicht den Fehler, die Lakers abzuschreiben.

 

(4) Denver Nuggets – (5) Los Angeles Clippers (2:2)

Die am meisten elektrisierende Serie. 3 der 4 Partien wurden praktisch mit der Schlussekunde entschieden. Der Buzzerbeater-Dunk von Aaron Gordon nach pass von Nikola Jokic zum Sieg in Spiel 4 war der erste dieser Art in der Play-off-Geschichte. Genauso Thilling waren die anderen Partien zweier absolut ebenbürtiger Teams.

Bester Mann

Nikola Jokic: Wer sonst als der Superstar der Nuggets. Seine Monsterstats der 4 Partien im Schnitt lauten 28,5 Punkte, 13,5 Rebounds und 10,5 Assists. Praktisch jeder Angriff von Denver läuft über ihn.
Die Clippers haben dem sehr guten Team-Basketball entgegenzusetzen. Kawhi Leonard wirkt fit wie noch nie seit dem Triumph mit den Raptors 2019. Sie haben wenig bis nichts falsch gemacht (außer diesen Jokic zu vergiften oder so …).

Ausblick

Für mich ist nicht vorherzusagen, wer weiterkommt. Für Denver spricht der Heimvorteil und Nikola Jokic. Gegen Denver spricht die totale Abhängigkeit von Nikola Jokic. Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber sogar der Serbe kann ja mal einen schwächeren Tag erwischen. Ohne ihn läuft absolut nichts, da würden die Nuggets wahrscheinlich nicht mal gegen ein BBL-Team gewinnen.
Die Clippers haben mir insgesamt ein bisschen besser gefallen (und auch den einzigen klaren Sieg der Serie gelandet). Wenn ich wetten müsste, würde ich die Nuggets nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3 heiße Titelanwärter

Blick über den Teich, NBA

 

Die Play-offs in NBA und NHL beginnen am Wochenende, und was macht der Münchner Löwe? Fährt in den Urlaub, genauer gesagt auf die wunderschöne Insel Lanzarote. Mal sehen was das Unwetter dort am Sonntag übriggelassen hat, aber ich bin guter Dinge.

Das bedeutet allerdings, dass ich den Beginn der Play-offs nicht so intensiv verfolgen werde wie noch im vergangenen Jahr. Und dementsprechend mich auch hier weniger bis kaum dazu äußern werde: auf keinen Fall in der epischen Breite wie 2024. Ich hoffe trotzdem auf vernünftiges WLAN. Spätestens Mitte Mai bin ich dann wieder vollständig n München. Dann werde ich mich auch um die NHL kümmern. .

Die reguläre Saison endete mit einem echten Thriller. Die Golden State Warriors und LA Clippers brauchten eine Overtime, um einen direkten Play-off-Platz auszuspielen. Den sicherten sich die Clippers, während die Warriors den Umweg über PlayIns nehmen mussten. Hier setzten sie sich gestern Nacht gegen die Memphis Grizzlies durch. Diese haben ihrerseits noch die Chance, mit einem Heimsieg gegen die Sacramento Kings oder Dallas Mavericks den letzten Play-off-Platz zu schnappen, der ihnen eine Serie gegen die Oklahoma City Thunder bescheren würde. Diese schnappten sich den letzten Play-off-Platz.

 

Die (klaren) Favoriten

 

Ich sehe 3 außergewöhnliche Mannschaften (und bin mit dieser Meinung wahrlich nicht allein): die Thunder im Westen (mit Abstand die beste Bilanz) sowie die Ost-Teams Cleveland Cavaliers und Boston Celtics. Es würde mich schon sehr wundern, wenn der nächste Meister nicht eines dieser Teams wäre (möglicherweise verheerendes Verletzungspech lasse ich mal außen vor).
Ein kleines Fragezeichen bleibt bei den Thunder und Cavs, die beide noch sehr jung sind mit wenig Play-off-Erfahrung. Play-off-Basketball ist doch ein ganz anderer Schnack: zum einen, weil die Schiris mehr durchgehen lassen, vor allem abe, weil es eben lange Serien gibt, man also auf Stärken und Schwächen des Gegners reagieren kann.
Das wäre ein kleiner Bonus des Titelverteidigers aus Boston, die all das im vergangenen jahr schon durchlebt haben bis zum glücklichen Ende. Das relativ junge Team ist seitdem wahrlich nicht schlechter geworden, aber eben noch erfahrener.

 

Gefährliche Außenseiter

 

2 Teams im Westen traue ich fast alles zu: den Los Angeles Lakers und eben den Warriors. Warum? Weil beide vielleicht nicht den ausgeglichensten Kader haben, dafür aber absloute Ausnahmekönner. Luka Doncic bei den Lakers hat die ohnehin schon hohen Erwartungen nach dem Wechsel im Januar von den Mavericks übererfüllt. Er wirkt fit, ist ofensiv kaum zu halten, über die Defensive breite ich den Mantel des Schweigens. Im Verbund mit dem offenbar alterslosen LeBron James und dem Aufsteiger des Jahres Austin Reaves, kann er jedes Team vor unlösbare Aufgaben stellen. Das ist allerdings kein Garant für Erfolg, denn die Defensivschwäche, auch bedingt durch das Fehlen eines wirklich guten Centers/Big Man, ist doch bedenklich
Bei den Warriors gibt es halt den Curry-Faktor. Wenn der beste Dreierschütze heiß läuft, gibt es kein Halten mehr. Dazu noch ein Jimmy Butler, der bei den Miami Heat seine außergewöhlichen Play-off-Qualitäten hinreichend bewiesen hat und wieder voller Spielfreude ist. Auch hier gibt es allerdings Unwägbarkeiten: Kann Steph Curry wirklich in jedem Spiel Außergewöhnliches leisten? Und wie bei den Lakers stellt sich die Frage nach der Defensive undob die Kräfte reichen für bestenfalls zwei brutale Play-off-Monate.
Im Osten habe ich die Indiana Pacers auf dem Zettel. Nach dem verhhunzten Sasionstart, bedingt auch durch viele Verletzungen sind sie immer besser in Form gekommen, vor allem Spielmacher Tyrese Haliburton, der durch Pascal Siakam bestens ergänzt wird.

 

West

 

Oklahoma City Thunder (1) – Memphis Grizzlies/Sacramento Kings/Dallas Mavericks (8)

Egal, wer sich aus dem Trio letztlich durchsetzt, in der 1. Runde ist OKC auf jeden Fall eine Nummer zu groß (wenn es nur einigermaßen nach Plan läuft). Die Thunder haben die beste Verteidigung und mit Shai Gilgeous Alexander einen der beiden Ausnahmespieler (der andere ist Nikola Jokic von den Denver Nuggets) der Saison. Oklahoma war schon im vergangenm Jahr das beste Team der Hauptrunde. Mit dem deutschen Centerriesen Isaiah Hartenstein haben sie offenbar das fehlende Puzzlestück gefunden. Die einzig offene Frage lautet: Gelingt den Thunder der Sweep (also keine Niederlage)?

🧠 Thunder ❤️ Thunder

 

Houston Rockets (2) – Golden State Warriors (7)

 

Oder auch: jung gegen alt. Die Rockets sind ein extrem aufregendes Team, dem auch die Zukunft gehört. Amen Thompson einer der kommenden Stars, dazu ein Scharfschütze wie Dillon Brooks. Doch ich habe Zweifel, ob das allein gegen die abgezockten Veteranen (Curry, Draymond Green) reicht, dessen Kader sehr breit aufgestellt wirkt. Dem haben die Rockts allerdings einen Fred van Vleet entgegenzusetzen, der 2019 mit den Toronto Raptors den Titel holte.

🧠 Warriors  ❤️Rockets

 

LA Lakers (3) – MInnesota Timberwolves (6)

Laut Experten konnte den Lakers im Wilden Westen kein besserer Gegner in der 1. Runde zufallen als die Wolves. Weil diese nicht so schnell spiele würde, damit die LA-Verteidigung in Verlegenheit gerät. Und die Defense kein Mittel gegen Doncic findet wie im vegangenen Jahr, als Luka noch für die Mavs spielte. Schwierig genug wird es allemal. Die große Frage: Wie weit dreht Anthony Edwards von Minnesota auf? Die Wolves haben schon einige Waffen, gerade auch Naz Reed und Donte DiVincenco, wenn diese von der Bank kommen

🧠 Lakers   ❤️ Timberwolves

 

Denver Nuggets (4.) – Los Angeles Clippers (5)

Für mich sind die Nuggets kaum einzuschätzen. Jokic allein kann sie zu fast jeden Triumph helfen, aber ganz ohne Hilfe wird es nicht gehen, und da fangen die Probleme an. Und da ist noch der immer noch unfassbare Trainerwecsel so kurz vor Schluss, als Meistercoach Mike Maloney gefeuert und durch den Assistenten Adelman ersetzt wurde. Vielleicht findet der ja einige Stellschrauben, und vielleicht kommt Jamal Murray top aus seiner Verletzung heraus. Allein, mir fehlt der Glaube.
Die Clippers dagegen sind für mich die ganz große Überraschung. Kawhi Leonard spielt hervorragend, seitdem er wieder fit ist (allerdings bleibt diesbezüglich ein Fragezeichen), James Harden hat wieder richtig Bock, und Center Ivica Zubac eine großartige Saison hinter sich.
Vieles spricht also für die Clippers: Und doch könnte alles zur Makulatur werden, weil die Nuggets eben diesen überragenden Nikola Jokic in ihren Reihen haben. Und doch:

🧠 Clippers      ❤️ Clippers

 

Eastern Conference

Alles andere als ein Conference Finale zwischen den Cleveland Cavaliers und den Boston Celtics wäre eine faustdicke Überraschung: Doch gerade auf die Cavs warten unangenehme Stolpersteine

 

Cleveland Cavaliers (1) – Atlanta Hawks/Chicago Bulls/Miami Heat

Die Heat haben sich als Nummer 10 in zwei Auswärtsspielen. Dann wäre das für die Cleveland Cavaliers ein tückisch die Serie gegen die Cavs verdient. Heat Culture auch ohne Jimmy Butler. Miami hat schon Waffen wie Andrew Wiggins Tyler Herro und Bam Adebayo. Ein Dark horse ist Davion Mitchell, nicht verwandt mit Cavs Superstar Donovan Mitchell, aber ebenso mit der Nummer 45.
Doch insgesamt müsste sich die höhere Klasse der Cavaliers drchsetzen, mit dem tollen Dreigestirn Donovan Mitchel, Evan Mobley und Darius Garland. Die bestens assistiert werden von einem großartig zusammengefügten Team. Mannschafts-Basketball at its Best.

🧠 Cavaliers          ❤️ Cavaliers

 

Boston Celtics (2) – Orlando Magic (7)

Schön für die Magic um Franz Wagner, dass sie es in die Play-offs geschafft haben. Mehr dürfte nach Lage der Dinge nicht drin sein. Wegen der eigenen Offensiv-Schwäche vor allem von der Dreierlinie, vor allem aber wegen der bärenstarken Celtics. Der Titelverteidiger leistete sich zwar manch überraschende Niederlage, doch wen es ernst wird, zeigte er immer seine Klasse. Jeder Spieler der Starting Five (und auch fast alle von der Bank, Pritchard!) kann jederzeit von der Dreierlinie treffen. Unterschiedsspieler wie Jayson Tatum und Jaylen Brown übernehmen Verantwortung, wenn es kritisch wird. Die Magic können froh sein, wenn sie einen Sieg landen. Vielleicht hilft Orlando ja ein Dishney-Wunder unweit de heimischen Spielstätte.

🧠 Celtics         ❤️ Magic (ohne große Hoffnung)

 

New York Knicks (3) – Detroit Pistons (6)

 

Eine große Frage: Wie halten bei den Knicks die Kräfte der Starting Five: Denn Coach Tim Thibedeau hat die Hart, Brunson und Co. schon in der regulären Saison länger auf dem Parkett gelassen als irgendein anderer Trainer seine Stars. Für die Knicks spricht die Play-off-erfahrung, die sie im vergangenen Jahr esammelt haben (damals allerdings noch mit den ganz starken, Isaiah Hartenstein und Donte DiVicenco. Dafür haben sie jetzt Karl-Anthony Towns in ihren Reihen.

Die Detroit Pistons sind für mich die größte Überraschung der Saison. Dass sie sich gegenüber dem Horrorjahr zuvor steigern würden, war klar. Aber gleich 30 Siege mehr – das ist schon ein Statment. Praktisch jeder Spieler hat sich erheblich gesteigert. Jetzt haben Cade Cunningham und Co. null Druck. Und der erfahrene deutsche Nationalmannschafts-Kapitän Dennis Schröder kann von der Bank kommend sicher viel helfen. Dennoch:

 

🧠 Knicks         ❤️ Pistons (allerdings nicht wg. Dennis)

 

Indiana Pacers (4) – Milwaukee Bucks (5)

 

Pberspitzt gesagt: Teambasketball (Indiana) gegen Giannis Antetokuonpo (Milwaukee). Der Grieche hat ein tolles Jahr hinter sich, ihn plagen diesmal keine Veletzungen (soweit möglich nach so einer Saison). Allein kann er Spiele entscheiden. Aber für eine vielleichr lange Serie gegen die sich zuletzt sehr verbesserten Pacers wird es nicht reichen, da braucht er Verstärkung. Die ihm leider aus Bucks-Sicht Scharfschütze Damian Lillard (verletzt) nicht geben kann. Villeicht aber Kyle Kuzma oder der erfahrene Center Brook Lopez.
Da haben die Pacers mehr aufzubieten neben dem Starduo RTTyrese haliburton und Pascal Siakam Andrew Nemhard zum Beispiel und der junge Bennedict Mathurin in seinem zweiten Profijahr.

 

🧠 Pacers          ❤️ Pacers

 

 

 

 

Cleveland Cavaliers – Krise oder nur Durchschnaufen?

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

In nicht einmal einem Monat beginnen jeweils die Play-offs. Viele Positionen sind weitgehend bezogen, der Kampf um die Plätze mutet mir dieses Jahr seltsam unengagiert an, viele Partien määndern so vor sich hin, wobei ich das in der NHL nicht so sklavisch verfolge wie in der NBA.
Anmerkung: Wenn ich „sicher“ schreibe, so heißt das nicht unbedingt mathematisch fix, sondern eher relativ bis sehr wahrscheinlich.

 

NBA

 

Etwa 70 Spiele sind absolviert, 12 stehen noch an. Im Osten stehen die 6 Teams, die es direkt in die Play-offs schaffen mehr oder weniger fest, im Westen gibt es um die Qualifikation noch ein Hauen und Stechen mit für mich völlig unvorhersehbarem Ausgang

 

Eastern Conference

 

Vielleicht gerade zur rechten Zeit nehmen sich die Cleveland Cavaliers eine Ergebniskrise. Zuletzt verlor das beste Team im Osten vier Partien hintereinander, darunter nicht gerade gegen Spitzenmannschaften wie die Orlando Magic und Sacramento Kings. Trotzdem dürfte ihnen der Nummer-1-Platz und damit das Heimrecht im Osten nicht mehr zu nehmen sein. Die Boston Celtics blasen zwar zur Aufholjagd, doch der Rückstand von 5 Siegen dürfte zu groß sein. Oder steckt hinter den Niederlagen der Cavs mehr dahinter als eine kleine Formdelle?

Überhaupt scheinen im Osten viele Plätze schon bezogen.
1. Cavs
2. Celtics
3. Knicks
4./5./6. Bucks, Pacers, Pistons: Dieser Dreikampf geht um das wichtige (?) Heimrecht in der 1. PO-Runde, die diese Mannschaften sicher  erreichen dürften.

Dahinter machen 4 Teams die Plätze 7 bis 10 unter sich aus, weil das Quintett dahinter keinerlei Ambitionen mehr hat, vorne anzugreifen, sondern viel lieber möglichst vielk verlieren will, um einen Top-Draft-Pick zu erlangen, das regelmäßige Tanking-Ärgernis. Sehr formstark scheinen mir gerade die Atlanta Hawks und Chicago Bulls, während die Orlando Magic und Miami Heat eher schwächeln.

 

Western Conference

 

Vorne allein die Oklahoma City Thunder, dahinter ein wüstes Durcheinander mit Aufs und Abs aller involvierten Teams. Ich könnte zurzeit seriös tippen oder auch würfeln, und meine Erfolgswahrscheinlichkeit, wer wo landet, wäre mehr oder weniger dieselbe. Sehr geprägt sind die Kurven gerade hier von den Verletzungen/Nichtverletzungen der Stars; nicht nur ob ein Steph Curry (Warriors) und LeBron James/ Luka Doncic (LA Lakers) überhaupt spielen können, sondern auch in welchem Zustand. Kaum glaube ich, dass sich die Warriors gefangen haben nach der Verpflichtung von Jimmy Butler, fällt Curry aus. Kaum scheinen die Lakers richtig stark zu sein, sind James und Doncic angeschlagen und erleiden ein Heimdesaster gegen die Chicago Bulls.
Und wie soll ich die aufstrebenden Houston Rockets und Memphis Grizzlies bewerten, wie die mich am meisten überraschenden Los Angeles Clippers? Fragen über Fragen, nur seriöse Antworten vermag ich kaum zu geben.

Für mich den besten Eindruck hinter den Thunder machen also gerade die Rockets, die nach einem Zwischen-Tief zuletzt 9 Siege hintereinander eingefahren haben, vielleicht nicht gegen Kontrahenten der allerersten Güte, aber immerhin etwa bei den Florida-Teams aus Miami und Orlando.

Warum denn nicht die Denver Nuggets? Weil es 2 unterschiedliche Nuggets gibt. Die mit einem Nikola Jokic in Top-Form, die sogar den Thunder gefährlich werden können, und die ohne Jokic, die vielleicht nicht einmal die Play-offs erreichen würden. Nicht nur statistsch sind die unterschiedlichen Zahlen unfassbar, das ganze Denver-Spiel ist derart auf Jokic ausgelegt, dass es ohne ihn ein echter Krampf ist. Mein Tipp: Die Nuggets kommen direkt in die Play-offs, dann wird sich Jokic in der 1. Runde aufreiben, um dann in der 2. relativ kraftlos die Segel streichen lassen. Ich werd doch mal spekulieren dürfen …

Letztlich ist die endgültige Klassifizierung fast egal, weil der Heimvorteil in langen Play-off-Serien gerade im Basketball vielleicht nicht die entscheidende Rolle spielt (außer natürlich im Spiel 7).

Zuletzt blicke ich noch auf den Dreikampf um die Plätze 9 und 10, der noch fürs Play-In-Turnier berechtigt. Den tragen die Sacramento Kings, Phoenix Suns und Dallas Mavericks untereinander aus. Wer es dann letztlich schafft und sich dann tatsächlich für die Play-offs qualifiziert, den erwartet dann als zweifelhafte Belohnung die übermächtig scheinenden Thunder und das praktisch sichere Aus. Angesichts dieses traurigen Ausblicks: Wäre es nicht fast schlauer, die Play-Ins Play-Ins sein zu lassen, und als 11. der Conference auf einen tollen Draft-Pick eines vielversprechenden 25er-Jahrgangs zu hoffen? Ich könnte mir vorstellen, dass gerade in Dallas derlei Gedanken kursieren angesichts der Verletztenwelle (unter anderem: Saisonaus Irving, langer Ausfall Davis etc.).

 

NHL

 

Die von mir eher vernachlässigte Liga, zumindest vor den Play-offs. Auch hier ist die Spannung im Kampf um die Plätze eher eine Scheinspannung. Heimvorteil ist zwar gut und schön, aber deshalb alle Kräfte zu verpulvern, das macht kein Team. So schonen zurzeit die Edmonton Oilers den angeschlagenen deutschen Top-Scorer Leon Draisaitl, damit er in den Play-offs wieder topfit ist.
Ich halte ja immer zu einem kanadischen Team (welches, ist mir fast egal), ein Titel nach 1993 (!) wäre gerade in dieser politisch heiklen Phase ein echtes Zeichen. Also: Go, Canada, go!

 

Eastern Conference

 

Die Washington Capitals haben Platz 1 sicher.
Dahinter gibt es einen Vierkampf um Ränge 2 bis 5 (Carolina, Titelverteidiger Florida, Toronto, Tampa). Fast sicher in den Play-offs sind New Jersey und die mich sehr überraschenen Ottawa Senators mit Tim Stützle. Um den letzten freien Platz 8 rittern die Montreal Canadiens sowie die beiden Teams aus New York (Rangers und Islanders). 2 Teams dahinter t (Columbus und Detroit/Moritz Seider) müssen auf Aussetzer hoffen, der Rest darf für die nächste Saison planen..
Im Gegensatz zur NBA würde ich dem Achten gegen den Ersten Washington durchaus Play-off-Chancen einräumen, das gilt auch für den Westen.

 

Western Conference

 

Ein ähnliches Bild: Vorne auf Platz 1 souverän die Winnipeg Jets, dahinter ein wüstes Gerangel umd die Plätze, in dem gerade die Dallas Stars die besten Chancen auf Rang 2 haben.
Sicher in den Play-offs dabei sind dahinter (in der jetzigen Reihenfolge, die sich noch sehr ändern kann) die Las Vegas Knights, Colorado Avalanche, Edmonton Oilers, LA Kings und Minnesota Twins.
Auch hier gibt es noch ein Hauen und Stechen um Platz 8, in den die St. Louis Blues, Calgary Flames, Vancouver Canucks und sogar Utah Hockey Club verwickelt sind. Go, Calgary oder Vancouver

 

Owetschkins Torejagd, die Statistikler ist Nathas McKinnon von den Colorado Avalanche (10

 

Mindestens so spannend wie das Play-off-Rennen ist die Frage, ob Alexander Owetschkin von den Washington Capitals schon diese Saison den Allzeit-Torrekord von Wayne Gretzky (894) einstellen oder gar überbieten kann. Derzeit hält der Russe bei 888 Treffern: Er hat noch 12 Partien, um die 6 respektive 7 Tore zu erzielen. Statistich haut das zurzeit gerade so hin, denn Owetschkin war zuletzt in jedem zweiten Spiel erfolgreich.
Ich persönlich brauche das jetzt übrigens nicht unbedingt, dass der Putin-Freund Owetschkin den Rekord knackt, so sehr ich die unfassbare sportliche Leistung anerkenne. Spätestens in der neuen Saison wird es allerdings so oder so der Fall sein.

Weil wir schon bei den Stats sind: Leon Draisaitl führt mit 49 Treffern klar die Rangliste an. Ihm dürfte die Trophäe als bester Torjäger bei 11 Toren Vorsprung auf den Zweiten Nylander kaum noch zu nehmen sein. Und mit 101 Scorerpunkten hat er erneut einen dreistelligen Wert. Er kann jetzt also beruhigt seine Verletzung auskurieren und sich auf die Play-offs konzentrieren.
Bester Punktesammler ist Nathan McKinnon von den Colorado Avalanche, der auch mit Abstand die meisten Assists gab (77).

Die Detroit Pistons überraschen sich wahrscheinlich selbst

Blick über den Teich, NBA

 

Nach dem Westen befasse ich mich heute mit der Eastern Conference. Wieder werde ich die Teams in Stärke-Gruppen einteilen, wo ich nicht nur die reinen Zahlen, sondern auch die allgemeine Performance (auf mich persönlich einfließen) lasse. Wobei ich natürlich nicht jedes Team gleich intensiv verfolgt habe, den Osten generell etwas weniger.

 

Eastern Conference

Die Top Teams

 

Cleveland Cavaliers und Boston Celtics: Auch wenn die Cavs zurzeit mit 6,5 Siegen besser dastehen als die Celtics, würde ich beide Teams auf die gleiche Stufe stellen. Mir gefällt Cleveland subjektiv besser, sie spielen einen wunderbar mannschaftlichen Basketball mit den schönsten Kombinationen, aber die Celtics haben schon unfassbare Qualität um Tatum, Brown und Porzinigs herum und haben das Dreier-Spiel perfektioniert (Pritchard, Hauser). Als einziges Team überhaupt haben die Cavaliers bereits 24 Partien vor Schluss auch rechnerisch die Post Season erreicht. Die heruasragenden Spieler sind Donovan Mitchell und Evan Mobley, der sich enorm gesteigert hat. Mit DeAndre Hunter haben sie einen sehr guten Profi dazubekommen, der Größe und Dreier mitbringt, letztlich noch besser als der abgebenene LeVert. Da allen Beteiligten bekannte Schicksal eines hochbezahlten NBA-Profis (deswegen auch kein allzu großes Mitleid): Ohne eigenes Dazutun wird er von einem absoluten Meisterschafts-Aspirenten zu einem Loser-Team (Brooklyn Nets) abgeschoben.

 

Die Aussichtsreichen

 

Schon vor dem letzten Saisonviertel zeichnen sich die Top6 ab, nicht njur iin derTabelle, sondern auch in der Form: NY Knicks, Indiana Pacers, Milwaukee Bucks und die Detroit Pistons dürften die Ränge 3 bis 6 unter sich ausmachen, die ja auch in der 1. Play-off-Runde aufeinandertreffen. Nur die Reihenfolge ist für mich völlig unklar, wobei die Knicks einen kleinen Vorsprung haben.
Das Überraschungsteam der gesamten Liga sind zweifellos die Detroit Piston. In der vergangenen Spielzeit noch eine Lachnummer mit der mit dem Rekord-Pleiten 29 am Stück. Jetzt steigern sie sich von Monat zu Monat. Gegenwärtig haben sie mit 8 Erfolgen die längste Siegesserie der gesamten Liga, beeindruckten gerade mit einem letztlich ungefährdeten Erfolg über die Celtics. Cade Cunningham erfüllt endlich die Ansprüche, die der Hochbegabte schon vorher in Aussicht gestellt hat. Der deutsche Nationalmannschafts-Kapitän Dennis Schröder ist ja nach seiner Irrfahrt quer durch die USA (allein in dieser Saison: New York – San Francisco – Utah – Detroit) bei den Pistons gelandet und kann dem jungen Team mit seiner Erfahrung und vor allem Ballfertigkeit/Ideenreichtum enorm helfen.
Die Knicks sind sicher besser besetzt (Jalen Brunson, Carl-Anthony Towns), aber ihre Grenzen zeigen sich in den desaströsen Niederlagen gegen absolute Spitzenteams. Ich traue ihnen nicht ohne Restzweifel über den Weg. Ähnlich sieht es mit den Pacers aus. Auch die sind zu Großtaten fähig mit den AllStars Tyrese aaliburton und Pascal Siakam, aber die zeigen wie das gesamte Team viel Unbeständigkeit.
Bleibt Milwaukee, das darkest horse überhaupt. Giannis Antetokuonpo, einer der 3 prägensten Spieer der Liga. Zumindest in der Theorie bestens assistiert von Damian Lillard und Marc Lopez, aber auch hier: zu unbeständig und vielleicht ein zu wenig tiefer Kader.

 

Die Sicheren

 

Das Trio Orlando Magic, Miami Heat und Atlanta Hawks kann sich jetzt schon auf die Play-Ins einstellen (also auf die Plätze 7 bis 10). Für die beiden, die das überstehen, ist dann in der 1. Play-off-Runde gegen Cavs oder Celtics Schluss). Sie werden nämlich, wenn nicht Außergewöhnliches passiert (immer möglich), weder nach oben angreifen oder nach unten abrutschen können. Orlando ist natürlich aus deutscher Sicht vor allem wegen Franz Wagner, aber auch Rookie Tristan da Silva  interessant. Wagner spielt eine formidable Saison und auch seine Verletzungspause hat er gut überwunden (wie auch Co-Star Paulo Banchero). Lassen wir mal seinen furchtbaren Dreier außen vor (nicht mal jeder dritte Versuch rauscht durch die Reuse).
Die Miami Heat werden aufatmen, dass das Vereinsgift Jimmy Butler (bei all seiner Klasse) in Richtung San Francisco abgedampft ist, wo er jetzt seine geforderten Fanstastilliarden (tatsächlich: 55 Mo per annum) erhält. Die Atlanta Hawks haben mit Trae Young einen unglaublich aufregenden Spielmacher (leider ohne Defensive) und insgesamt einen spannenden Kander (der Schweizer Clint Capella sei genannt).

 

Die Verlierer

 

Eigentlich müsste ich schreiben: die, die verlieren wollen. 6 Teams haben kaum mehr Ambitionen nach vorne, und de Witz ist, dass eines von diesem Sextett tatsächlich auf Platz 10 landet: Das bedeutet Play Ins und vor allem: raus aus der Verlosung um die Top-Picks. Jede Niederlage ist also günstig, wobei die Spieler selbst natürlich trotzdem gewinnen wollen.
Eine Zwitterstellung haben dabei die Philadelphia 76ers inne: Das Team hatte Großes vor mit einem Top-Trio Joel Embiid, Paul George und Tyrese Maxey: Doch gerade Embiid fehlte lange verletzt, und jetzt droht wegen seines einfach nicht besser werdenden Knies das Saisonende (und schlimmstenfalls sogar eine gut einjährige Pause).
Die Chicago Bulls habe einen ihrer beiden Top-Spieler Zach Levine (geblieben ist Vujevic) von der Gehaltsliste gebracht ohne annähernde Kompensation. Wenn ich tippen müsste, würde ich sie als das traurige Team Nummer 10 tippen. Denn was der Rest zeigt (Brooklyn Nets und vor allem Charlotte Hornets und Washington Wizards), ist zu trostlos. Ich wage mal die nicht zu beweisende Behauptung, dass diese beiden Teams auch in der Euroleague große Schweirigkeiten hätten, an der Spitze mitzuhalten