Das wird die Woche, die wird

Die zeit „Zwischen den Jahren“, wie es so schön heißt. Im Blickpunkt stehen hauptsächlich die Vierschanzentournee (seit ich denken kann) und seit Neuerem Darts-WM. Dazu viel Liga-Betrieb und Wintersport.

 

Domen, der Dominator

 

Heute in Oberstdorf das erste Springen der Tournee, und es für die Gesamtwertung als auch fürs huetige Springen  einen klaren Favoriten. Domen Prevc, nicht nur klarer Weltcup-Führender, sondern auch souveräner Sieger der gestrigen Qualifikation. Der Slowene scheint sich nur selbst schlagen zu können, sogar mit dem sogenannten Grand Slam (Erfolge auf allen 4 Schanzen) spekuleieren einige Experten. Allerdings war die Tournee für Weltcup-Führende zuletzt nicht imme eine gute Veranstaltung.
Wenn Prevc gewinnt, wäre das etwas Neues. Sein älterer Bruder Peter Prevc steht schon in den Sieger-Annalen der Tournee.
Dort immer zu beachten: Ryoyo Kobayashi, der über die Jahre regelmäßig sehr gut springt und schon dreimal gewonnen hat. Natürlich auch die Ösgerreicher um Titelverteidiger Daniel Tschofenig, Weltcupsieger Stefan Kraft und Jan Hörl. Die deutschen Hoffnungen trägt vor allem Philipp Raimund, gestern zweiter in der Quali (mit gehörigem Abstand zu Prevc).

 

Achtelfinale im Ally Pally ohne Deutsche

 

4 Starter aus good old Germany haben bei der Darts-WM die 3. Runde erreicht, alle 4 verloren ihre Matches. Manche desaströs wie Martin Schindler und Ricardo Pietreczko. Neuling Arno Merk schlug sich beim 1:4 gegen Ex-Weltmeister Michael van Gerwen sehr achtbar, und Gabriel Clemens hatte bei hochklassigem Match gegen Luke Humphries schlicht das Pech, dass de Brite ein ganz kleines bisschen mehr Können und Glück hatte. Quervergleiche sind schwierig, aber ich würde mal behaupten, dass Clemens 75 Prozent der anderen Drittrundenteilnehmer geschlagen hätte.
Ganz klarer Titelfavorit ist neben Humphries Luke Littler. Der Weltmeister spaziert geradezu durch seine Matches, zeigt enorme Qualitäten bei allen Kriterien, die ein Dartsspieler so braucht (Durchschnitt weit über hundert, gute Checkquote). Natürlich kann auch de Titelverteidiger mal einen schlechten Tag haben, abe der Weg zur WM führt einige und allein über den 18-jährigen Engländer.

 

Hält Shiffrins Slalom-Serie

 

Gestern am Semmering brillierte die Amerikanerin im 2. Durchgang, als sie von Platz 4 mit überragender Laufbestzeit noch auf den ersten Platz vorfuhr und sich den fünften Sieg im fünften Rennen sicherte. Nächsten Sonntag steht in Kranjska Gora schon der 6. Slalom an, und selbstverständlich ist die Shiffrin wieder Top-Favoritin. Camille Rast aus der Schweiz ist ihr allerdings relativ nahe auf die Pelle gerückt; die Schweizerin ist reif für den ersten Saisonsieg. Vielleicht schon im Riesenslalom einen Tag zuvor auf gleiche Piste, wo das Favoritinnenfeld mit der dreifachen Saisonsiegerin Julia Scheib und Alice Robinson aus Neuseeland sowie der unverwüstlichen Schweidn Sara Hector größer ist.
Die Deutschinnen? Haben nach em Slalom-Desaster vom Semmering (Aicher raus, Dürr nur nur 17.) einiges gutzumachen.

 

Teamspirit im Tennis

 

United Cup nennt sich die Veranstaltung in 2 australischen Städten (Sydney, Perth), in dem in dem ab Freitag insgesamt 18 Mixed Teams in sechs Gruppen à 3 Mannschaften aufeinandertreffen und bis zum Sonntag in einer Woche einen Sieger küren. Der neueste Schrei der Vorbereitung auf die Australian Open ab 11. Januar, das schöne Sydney-Turnier für Frauen und Männer ist Geschichte.

Das deutsche Team mit Eva Lys und Alexander Zverev trifft in Sydney auf Holland und Polen. Es gibt ein Männer- und ein Frauen-Einzel sowie ein Mixed-Doppel, das die beiden Einzelspiele bilden.
Die Besetzung ist gut, aber nicht überragend. Bei den Frauen führen die Polin Iga Swiatek und Coco Gauff aus den USA das Feld an (keine Sabalenka), bei den Männern sind neben Zverev Taylor Fritz (USA) und Felix Auger-Alliasime wohl die prominentesten Namen (Sinner und Alcáraz fehlen dagegen). Insgesamt werden knapp 10 Millionen Dollar ausgeschüttet, dazu gibt es Weltranglistenpunkte (bei den Männern nach Wertigkeit der Gegner und der Runde).
Die Gruppensieger und je ein Gruppenzweiter pro Stadt erreichen das Viertelfinale. Großer Vorteil für die „Sydneys“: Dort finden Halbfinale und Finale statt, woe die „Perthies“ nach ihrenViertelfinali erst mal stundenlang hinfliegen müssen.
Favoriten? USA (Gauff, Fritz), Italien (Paolini, Cobolli) und Polen (Swiatek, Hurkacz). Eva Lys müsste schon über sich hinauswachsen, vielleicht wäre die ebenfalls gemeldete Laura Siegemund als Doppelspezialistin die bessere Option.

 

Und sonst?

 

  • Internationaler Fußball, England: gleich 2 Spieltage (Dienstag/Donnerstg und Samstag/Sonntag). Der Schalger Arsenal vs Aston Villa sticht heraus (Di., 21:15), wenn der Tabellenführer auf den Dritten trifft, der die letzten 8 Ligaspiele allesamt gewonnen hat (Vereinsrekord). Am Neujahrstag muss Verfolger Manchester City zum Überraschungsneuling FC Sunderland, während Meister Liverpool gegen Leeds United den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen bestätigen will.
    Spanien: Das Barcelona-Stadtderby zwischen Espanyol und Barca (Sa., 21:00) hat längst nicht die Brisanz von einem in Madrid oder Mailand. Barca zuletzt unschlagbar, der Vorsprung auf Real Madrid ((Sonntag vs FC Sevilla) beträgt schon 4 Punkte.
    Italien: Dreikampf an der Spitze zwischen den Mailände Clubs Inter und Miland sowie der SSC Napoli. Die Neapolitaner haben bei Lazio Rom (So., 12:30!) die schwierigste Aufgabe. Inter zu Hause vs Bologna und Milan (schon mit Niclas Füllkrug?) bei Cagliari eher mit Pflichtaufgaben.
  • Wintersport: Die mittlerweile rein italienische Tour de Ski hat schon begonnen, und bei den Männern führt erwartungsgemäß Johannes Klaebo. Bei den Frauen überraschte am Sonntag die Deutsche Coleta Radzek als Sprintzweite hinter der Norwegerin Skystad. Höhepunkt am Sonntag der Anstieg zur Alpe Ciermis, immer wieder für spekatkuläre Bilder gut.
  • Basketball: In der BB muss Tabellenführer FC Bayern am Mittwoch in Rostock antreten. Am Freitag folgt in der Euroleague die Heimpartie gegen Maccabi Tel Aviv. Damits den Münchnern nicht langweilig wird, steht am Sonntag noch die Partie in Braunschweig auf dem Programm.

Hochspannung im Westen

Blick über den Teich, NFL

 

Das letzte Viertel der regulären Saison bricht an. 4 kompletteSpieltage stehen noch an, vorbei ist also auch die Zeit der Bye Weeks, die eine spielfreie Woche für jede Mannschaft (und damit die krummen Tabellen). Höchste Zeit für mich, dass ich einen Blick auf die Konstellation werfe. Mein Lieblingsteam, die Cincinnati Bengals sind allerdings raus aus der Verlosung (vor allem wegen der langen Verletzung vonQuarterback Joe Burrow).
Das Play-off-Format im K.o.Modus (ein Spiel: wer verliert ist raus) bedeutet wie jedes Jahr: Irgendwie in die Post Season kommen, dann werden die Karten neu gemischt. Nur deshalb können die beiden Super-Bowl-Teilnehmer vom Januar, die Philadelphia Eagles und die Kansas City Chiefs, überhaupt noch mit einem ereuten Einzug ins größte Einzel-Sportereingis der Welt träumen, das in dieser Saison in Santa Clara nahe San Franzosco stattfindet.
Der Modus ist dabei der Gleiche geblieben. Jede Conference ermittelt einen Super-Bowl-Teilnehmer. In jeder Conference gibt es 4 Divisionen à 4 Teams. Die Divisisionssieger sind sicher in den Play-offs, dazu noch die 3 besten Mannschaften jeder Conference als Wildcard-Teilnhehmer. Das beste Team jeder Conference genießt Freilos in der 1. Play-off-Runde.
Anmerkung: In dieser leider besonders verletzungsintensiven Sportart kann sich jede Prognose, jede Formkurve   mit dem Saison-Aus etwa des Quarterbacks vollkommen ändern.

 

National Football League NFC

 

Zwar sind die Philadelphia Eagles in ein veritables Formloch gefallen (3 Niederlagen in Folge), trotzdem dürfte dem Titelverteidiger der Divisionssieg nicht mehr zu nehmen sein. Wegen der bis dato prima Vorstellung von Quarterback Hurts und vor allem auch der Verteidigung, aber auch wegen der schwachen Konkurrenz. Einzig die Dallas Cowboys sind überhaupt noch in Schlagdistanz, aber eben schon 1,5 Siege zurück (die Cowboys haben als einhiges Team Remis gespielt vs die Green Bay Packers). Absurd der Absturz der Washington Commanders, von den New York Giants war nicht mehr zu erwarten als die bisher kümmerlichen 3 Siege.

🧠 Eagles

 

North

 

Hier tobrt ein Dreikampf um den Divisionssieg. Nach dem klaren Sieg im direkten Duell haben die Green Bay Packers nun die Nase knapp vor den Chicago Bears. Quarterback Jordan Love bringt zurzeit gute Spiele auf den langsam immer kälter werdenden Rasen, umal im eisigen Lambeau Field. Die Bears sind die Resenüberraschung der Saison, grundsolide. Und doch müssen sie sich jetzt auch noch die viel höher gehandelten Lions vom Leib halten. Allein die Minnesota Vikings sind abgeschlagen.

🧠 Packers

 

South

 

Die Tampa Bay Buccaneers und Carolina Panthers sind sieggleich an der Spitze, abgeschlagen die New Orleans Saints und Atlanta Falcons. Die Entscheidung werden die beiden direkten Duelle in Week 16 und 18 bringen. Egal, wie es für die Panthers a letztlich ausgeht: Nach den verheerenden vergangenen Spieolzeiten gibt es einen deutlichen Aufwärtstrend. Bei den Bucs hat der Verletzungsteufel besonders hart zugeschlagen, unter anderem top-Receiver Mike Evans hat es erwischt.

🧠 Buccaneers

 

West

Die stärkste Gruppe der Liga: Mit je 10:3 Siegen liegen die LA Rams mit dem offenbar nie mehr alternden Matt Stafford und einem tollen Receiver-Corps und Seattle Seahawks gleichauf vorn; nur einen Sieg dahinter lauern die San Francisco 49ers trotz teilweise großer Verletzungsprobleme (die aufgrund des möglichen Heim-Super-Bowls besonders motiviert sind). Die Seahawks haben noch die direkten Duelle gegen Rams und 49ers vor der Brust. Zumindest ein Wildcard-Platz dürfte allen 3 Teams sicher sein.

🧠 Rams

 

WildCard

 

Einer geht fast sicher an den „Verlierer“ des Duells Rams vs Seahawks. Dahinter haben die 49ers sehr gute Chancen. Bleibt 1 Spot übrig, den die Bears und Lions unter sich ausspielen. Den Cowboys helfen. eigentlich nur 4 Siege in 4 Partien, der Sout-Zweite muss auf den Einburch der andereren Teams hoffen.

🧠 Seahawks, 49ers, Lions

 

American Football Conference folgt in Teil II

 

 

Si tacuisses

„Ich wünsche mir mal wieder patriotische Experten im Fernsehen. ‚Wir lieben Yamal und machen uns Sorgen um ihn‘! Was haben wir mit Yamal zu tun? Nix“

(Jens Lehmann bei X beim Champions-League-Spiel FC Barcelona vs Eintracht Frankfurt voller Ärger über die Magenta-Crew)

 

Vorwurf aus Absurdistan. Fehlender Nationalismus, das kann ich deutschen Fußball- und Sportreportern wirklich nicht vorwerfen. Mir persönlich geht die fürchterlich auf die Nerven.
Ich empfinde jedwede Deutschtümelei als nervend. Bei Länderspielen kann ich sie ja noch verstehen (in Maßen, bitte). Aber warum soll ich, um beim Beispiel Barca vs Frankfurt zu bleiben, automatisch für die deutsche Mannschaft sein in einem schnöden EC-Spiel, die mich ehrlich gesagt sehr viel weniger interessiert als der FC Barcelona (den ich zurzeit leider überhaupt nicht mag wegen irrsinnigen Finanzgebarens et all.

Oder gar für den FC Bayern?, egal gegen wen?

Entsetzlich wird es dann, wenn wir Leistungen eines Ausnahmespielers nicht mehr goutieren dürfen, nur weil er  das falsche Trikot trägt und/oder die falsche Nationalität hat. Es sind doch die brillanten Kicker wie Lamine Yamal, wegen derer ich als Neutraler überhaupt so ein Fußballspiel anschaue.

(Disclaimer: Ich bin absolut kein Fan von Lamine Yamal. Das Gejammere von ihm und vor allem seines Vaters, dass er dieses Jahr nicht den Ballon d’Or gewonnen hat, fand ich empörend (der Sugar-Daddy sprach empört sogar vom größten Sportbetrug). Aber dass der an guten Tagen fantastisch kicken kann, steht außer Frage, und daran kann ich ich auch delektieren)

Vielleicht darf ein fanatischer Eintracht-Fan so reden. Vielleicht sogar hoffen, dass ein Yamal oder sonstiger starker gegnerischer Spieler verletzt (muss ja nicht schwer sein, Hauptsache er schadet „uns“ nicht mehr) ausgewechselt werden muss. Aber ein Reporter sollte bei aller Zuneigung für die ihm näherstehenden Eintracht-Profis doch auch ansprechen dürfen, wenn ihm ein Barca-Spieler gefällt (oder in diesem Fall analysieren, warum es gerade nicht so toll bei ihm läuft).

Aber Herrn Lehmann kann ich schon seit Jahren nicht mehr Ernst nehmen. Trunkenheitsfahrt nach der Wiesn (und zu besoffen, die Papiere zu zeigen). Als sein Starnberger Nachbar vermeintlich mit einem Schwarzbau die Sicht verstellte, rückte er dem Gebäude mit einer Kettensäge zu Leibe.

https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/lg-muenchen-ii-jens-lehmann-kettensaege-urteil-rechtskraeftig

„Mad Jens“, tauften ihn die englischen Reporter höchstbeeindruckt, als er bei seinem Arsenal-Gastspiel (höchst erfolgreich übrigens) sogar die Eskapaden der englischen Profis in den Schatten stellte, und die kann man nicht so einfach übertreffen, nicht wahr, Paul Gascoigne?
Jens Lehmann war ein großartiger Schlussmann. Ich war voll auf seiner Seite beim Duell gegen Oliver Kahn  um den Platz im deutschen Tor vor der WM 2006 und habe Klinsmanns Entscheidung gutgeheißen – gegen die Empörung der Bayern-MafiaFans.

Vielleicht sollte Jens Lehmann  Skispringen in der ARD verfolgen. Mischen da deutsche Springer vorne mit (was sie gelegentlich bis häufig tun), freut sich Reporter Tom Bartels wie Bolle über jeden missglückten Versuch österreichischer und norwegischer Konkurrenz („Gott sei Dank, Kraft verpasst Absprung, wieder ein Platz gutgemacht“).

Das war die Woche, die war

Lando Norris Formel-1-Weltmeister, die Handballfrauen topp und Seriensiegerinnen bei den Alpinen. Übderhaupt viel Wintersport und Bälle-Kampf in allen Variationen.

 

Gott sei dank wars langweilig

 

Vorm letzten Grand Prix in Abu Dhabi war klar: Lando Norris reicht Platz 3, und was geschieht: Lando Norris fährt auf Platz 3 und beschert McLaren den ersten Fahrertitel seit Lewis Hamilton 2008. Ein Rennen ohne große Höhepunkte, dass der Noch-Weltmeister Max Verstppen souverän für sich entschied. Letztlich langweilig, aber Gott sei Dank!
Denn Spannungs-Autoren einer Netflixserie (die die Königsklasse ja so liebgeonnen haben), hätten daraus mehr gemacht. Etwa als Norris nach einem Boxenstopp auf Verstappens Red-Bull-Teamkollegen aufgefahren ist. Ganz schnöde überholen ließ sich der Japaner.

(In einer Netflix-Fiktion wäre er Norris sicher ins Auto gerammt, sodass dieser an die Boxen gemusst hätte und eine unglaubliche Aufholjagd starten müssen. Ehe er dann 2 Runden vor Schluss auf Platz 4 (wie gesagt: Er brauchte Rang 3) liegend wieder auf Tsunoda aufläuft. Kann er ihn überholen? Alles Fiktion).

Norris rettete also seinen Punktevorsprung ins Ziel und holte den ersten WM-Titel seiner Karriere. Die Diskussionen, ob das verdient ist oder nicht, sind ebenso müßig wie die Frage, ob Norris ein „attraktiver“ Weltmeister ist oder nicht viel zu langweilig. Er profitierte ja vor allem von Red Bulls Katastrophenwagen bis zur Sommerpause im August (so dass Versappens Aufjoljagd zu spät kam). Norris profitierte außerdem von dem noch immer sehr rätselhaften Formabbau seines Teakollegen Oscar Piastri, dem ab September fast gar nichts mehr glückte.
Ist Norris der schnellste Fahrer  im Feld? Wahrscheinlich nicht, das ist mit ziemlicher Sicherheit der abgelöste Vestappen. Aber das genügt nicht, und um die Wahrheit die Ehre zu geben. Wären die McLarens nicht vor drei Wochen nach dem GP von Las Vegas wegen eines unzulässig abgeschliffenen Ungerbodes disqualifiziert worden, hätten wir gar keinen Showdown mehr gesehen. Alles nur Zufall?

Ich kann mit Weltmeister Norris gut Leben, auch wenn ich Piastri lieber ganz oben gesehen hätte. aber der junge Australier hat es selbst weggeworfen; warum, das wierden er, sein Berater Mark Webber und sein Team McLaren hoffentlich gut analysieren.

 

Handballerinnen begeistern

 

Fast mutete der Weg der deutschen Frauen ins Viertelfinale wie ein Spaziergang an. 6 Spiele, 6 völlig ungefährdete Siege: Der Traum von einer Medaille lebt. Es gibt im Team nicht die eine Superstarin, auf die alles angelegt hat. Die Truppe ist sehr homogen, gleichsam sgtark in Abwehr und Angriff, kaum auszurechnen. Wenn ich überhaupt jemanden herasstellen möchte, dann ist das mit Sicheheit die Torfrau Katharina Filter, Kapitänin Antje Döll und Rückraumspielerin Emily Vogel, besser bekannt noch unter ihrem Mädchennamen Bölk. aber auch viele junge Akteurinnen haben ihre Klasse gezeigt.
Heute im Viertelfinale gegen Außenseiter in der erneut ausverkauften Dortmunder Weltfalenhalle ist natürlich großer Druck. Eine Niederlage, und der ganze schöne Eindruck ist futsch. Erstmals im ZDF, das ist auch ungewohnt. Andrerseits lockt das Halbfinale, der größte Erfolg seit Jahrzehnten, und der Dortmunder Heimvorteil ist nicht nur im Fußball, sondern auch im Hanball für das eine oder andere Tor gut.

 

Robinson und Scheib – im Riesenslalom enteilt

 

2 Riesenslaloms standen am Wochenende im kanadischen Mont-Tremblant auf dem Programm, und die Siege teilten sich die beiden besten Läuferinnen in dieser Disziplin. Am Samstag triumphierte die Neuseeländerin Alice Robinson, eine Woche nachdem sie schon in Copper Mountain erfolgreich war. Am Sonntag revanchiewrte sich Julia Scheib, die tags zuvor ausgeschieden war und sichewrte sich mit einem unfassbaren zweiten Lauf den zweiten Saisonsieg (nach Sölden zum Auftakt im Oktober). Robinson bestätigte ihre Klasse mit einem dritten Platz, noch hinter der wieder aufstrebenden Sara Hector aus Schweden.
Riesenslalom ist seit Jahren die schwächste Disziplin de Deutschen. So muss Platz 12 für die junge Emma Aicher im 1. Rennen schon als Erfolg gelten (das 2. Rennen verhaute sie völlig und verpasste als 36. gar das Finale der besten 30.

Zweifacher Sieger bei den Männer-Rennen auf pistenbedingt jeweils stark verkürzten Strecken in Beaver Creek schaffte Marco Odermatt. In der Abfahrt am Donnerstag gewann er vor Ryan Cochran Siegle (USA) und AJ Sejerstedt aus Norwegen. Im Reisenslalom rettete er im 2. Durchgang seine komfortable Halbzeitführung gerade noch so ins Ziel vor dem erstaunlich auftrumpenden Italiener Alex Vinatzer (zum ersten Mal auf Weltcup-Podest) Pech (ode vielmehr Unvermögen) hatte Fabian Kratz, der nach seinen tollen Platz 6 zur Halbzeit im 2. Durchgang total verkrampfte und folgerichtig ausschied. Schade, das wäre das sichere Olympia-Ticket gewesen.
Den Sieg im 3. Rennen, den Super-G am Freitag, sicherte sich de österreichische Routinier Vincent Kriechmayr, dem allerdings die frühe Startnummer zupass kam. Die Verhältnisse wurden immer schlechter und nach 32 Fahrern brach die Jury das Rennen ab, genau dann also, damit das Ergebnis bis dato auch gewertet werden kann.

 

Müller ohne weiteren Titel

 

Den holte sich im MLS-Finale Inter Miami mit den argentinischen Weltmeistern Lionel Messi und Di Paul eben gegen Mülles Vancouver. Die Partie  in Fort Lauderdale war durchaus stimmungsvoll (ein Publikum, das dem Spielgeschehen folgt, was ist das denn?), das Tempo eher überschaubar, vielleicht auch der Winterwärme geschuldet (28 Grad Celsius). Thomas Müller spielte unauffällig, trieb die Kanadier immer wieder an. Die glichen in der 2. Halbzeit eine recht frühe Führung Miamis aus und waren drauf und dran, das Spiel für sich zu entscheiden, doch dreimal innerhalb von Sekunden stand der Pfosten einer Führung im Weg.
Es war dann der immer noch geniale Messi, der mit zwei großartigen Vorlagen (eine davon im Bereich genial, das kann nur er) die Partie mt entschied. Zunächst bediente er mit einem Lochpass den alten Weggefährtgen Di Paul, kurze Zeit später gemeinsam mit  Tadeo Allende, einen weiteren argentinischen Landsmann. In dieser Form wird Lionel Messi auch beim WM-Turnier im Sommer dem Titelverteidiger eine wertvolle Stütze sein.

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: Die Bayern in der Krise, hießt es nach dem mühsamen Weiterkommen im Pokal während der Woche beim 1. FC Union. Die Krise sah dann soh aus, dass die Münchner gleich mit 5:0 beim VfB Stuttgart gewannen auch dank dreier Treffer von Harry kane, obwohl der Engländer erst zur Pause eingewechslet wurde. Schlussmann Manuel Neuer wurde geschon, und prompt blieben die Münchner zum ersten Mal seit Wochen ohne Gegentreffer.
    Härtester „Verfolger“ bleibt RB Leipzig nach dem 6:0 über Eintracht Frankfurt, allerdings schon mit 8 Punkten Rückstand.
    Im Tabellenkeller bäumt sich der 1. FC Heidenheim auf. Zum 2. Mal in folge gelang in der Nachspielzeit der Siegestreffer, diesmal traf Stefan Schimmer zum 2:1 gegen Freiburg.
    Unterschiedlicher Trainereffekt: Der FC Augsburg mit dem alten neuen Coach Manuel Baum gewann mit 2:0 über Bayer Leverkusen, Mainz 05 (Interins-Coach Benjamin Hoffman) unterlag zu Hause Borussia Mönchengladbach mit 0:1.
  • Internationale Ligen, England: Das bisher so wouveräne Arsenal kommt in der Premiewr League etwas ins Straucheeln. Die Londoner verloren am Samstag eine spektakuläre Partie bei Aston Villa mit 1:2; der Vorsprung auf Manchester City (3:0 gegen Sunderland auch ohne haaland-Treffer) beträgt nur noch 2 Punkte.
    Riesenstress beim FC Liverpool, das bei Leeds United trotz 2:0- und 3:2-Führung nur 3:3 spielte: Der in der vergangenen Saison überragende Mo Salah saß 90 Minuten auf der Bank (völlig verdient wegen akuter Formschwäche) und moserte hinterher aufs übelste gegen Traine Arne Slot. Folge: Suspendierung fürs Champions-league-Spiel bei Inter, und die Zeichen stehen auf vorzeitigem Abschied.
    Spanien: Stress, das hat auch de neue Real-Trainer Xabi Alonso. Nsch dem letztlich verdienten 0:2 gegen Celta Vigo gab es neben dem üblichen Miserabel-Verlieren-Könnens (2 Rote Karten, Tumulte auf der Bank) auch schwere Anschuldigungen gegen den Ex-Bayer-Meistertrainer; der angeblich seinen Kader überhaupt nicht im Griff hat. „Er hat die Kabine verloren“, wie das so hübsch heißt. Fortsetzung folgt mit Sicherheit.
    Die Gunst der Stunde nutzt der FC Barcelona. Vor einem Monat nach der Niederlage im Clasico noch am Boden, haben die Katalanen jetzt in 5 pargtien insgesamt 9 Punkte gutgemacht auf Real und führen plötzlich in der Primera Division mit 4 Zählern.
  • Basketball: Quo vadis, Bayern? Erneute Auswärtsniederlage in der Euroleague, diesmal bei Partizan Belgrad, obwohl dort die Fans nach dem Aus von Trainelegende Sasa Obradovic stinksauer aufs eigene Team sind und zwischenzeitlich sogar die Münchner anfeuerten.
    Immerhin: In der BBL läuft es gut, denn dort verteidigten die Bayern die Tabellenführung durch einen Heimerfolg über Pokalsieger Mitteldeutscher BC.
  • Wintersport: Ich beschränke mich auf die ersten Einzelrennen im Biathlon, wo bei den Frauen mein finnisch-österreichisches Herz vergnügt klopfte. In Östersund feierte Suvi Minkkinnen im Sprint ihren ersten Weltcupsieg, in der Verfolgung war Lisa Theresa Hause nach einer makellosen Schießleistung nicht zu schlagen, allerdings nur, weil die bis dato Führende Minkkinen ihren allerletzten Schuss verfehlte..
    Bei den Männern dominieren die Norweger weiter trotz des Abfangs der Bö-Brüder Tarjej und Johannes Tignes. Johan Olav Bodn, vor dieser Saison aus dem EBU-Cup-Team hochgezogen, triumphierte in Einzel und Sprint. Erstaunlicherweise landete in der Verfolgung kein Norge-Läufer, sondern der Franzose Quentin Fillot-Mallet ganz oben auf dem Stockerl. Deutsche Podestplätze bei Frauen und Männern weit entfernt, zum ersten Mal seit 2019 bei einem Saisonauftakt.

Das wird die Woche, die wird

Entscheidung in der Handball-WM, viel Wintersport un Europa, un d die Bälle fliegenin ganz. Europa in den Hallen un d auf den Feldern, national und international.

 

Für die Handball-Frauen wird es ernst

 

Die Pflichtaufgabe haben die Deutschinnen bei der Heim-WM souvberän gelöst und sind mit 6 Siegen in 6 Spielen ins Viertelfinale gestürmt. Dort wartet Amerika-Meister Brasilien, bei allem Respekt und aller Hochachtung eine lösbare Aufgabe. Immerhin hat es das Team geschafft, dass die Fernsehzuschauer jetzt auch öffentlich-rechtlich gucken dürfen, denn das ZDF zeigt zumindest die deutsche Partie. Wobei die Hanball-Fans mit den Übetragungen von sporteurope durchaus zufrieden sein dürften.
Sie haben bisher großen Spaß gemacht von Törhüterin Falter, einer starken Abwehr und dem recht jungen Rückraum. Die Hürde Brasilien sollte noch zu nehmen sein. Was sich dann auftürmt (am Freitag aller Wahrscheinlichkeit nach Dänemark), ist dann ein ganz anderes Kaliber.
Die Partie am Dienstag in Dortmund wird so oder so die letzte in Deutschland sein. Das Final Four kommt am Wochenende mit den Halbfinali, Spiel um Platz 3 und Endspiel zur Austragung. Haushoher Turnierfavorit sind die Norwegerinnen, die sich bisher so überhaupt keine Blöße geben. Frankreich und Co-Gastgeber Holland müssen schon auf einen schwachen Norge-Tag hoffen.

Erst 2 Viertelfinal-Partien sind fix angesetzt, weil Frankreich und Holland erst heute die Reihenfolge ihrer Hauptrundengruppe ausspielen

Di., 18:00: Deutschland – Brasilien
Di., 20:30: Norwegen – Montenegro
Mi.., Dänemark – Frankreich/Niederlande
Mi., Ungarn – Niederlande/Frankreich

 

Skizirkus wieder in Europa

 

Kaum zu glauben: Nach insgesamt 7 Rennen in technischen Disziplinen (3 Slaloms, 4 Riesenslaloms) dürfen die Frauen tatsächlich in Speeddisziplinen ran. In St. Moritz ab Freitag 2 Abfahrten und 1 Super-G auf dem Programm. Allerdings ohne die Lokalmatadorin Lara Gut-Behrami, bei der sich der Verdacht auf Kreuzbandriss nach ihrem Sturz leider bestätigt hat. Entgegen ihrer ursprünglichen Planung wird Gut-Behrami noch eine Saison dranhängen, immerhin im Januar 2027 mit der Ski-WM in Crans Montana.
Meine Favoritin für die anspruchsvollen Rennen auf der Corvigla ist Sofia Goggia: Die Italienerin ist sicher die Schnellste im Feld, die Frage ist halt, ob sie heil und einigermaßen fehlerfrei ins Ziel kommt. Ebenfalls zu beachten die Österreicherinnen um Conni Hütter, Lauren Macuga aus den USA, die Norwegerin Kajsa Vickoff Lie.
Aus deutscher Sicht sehr spannend wird das Abschneiden von Emma Aicher sein, die in den März-Rennen gerade in Abfahrt und Super-G aufzeigte.
Ob die zurzeit Weltcup-Führende Mikaela Shiffrin an den Start geht (bestenfalls im Super-G am Sonntag), wird sich zeigen.

Die Männer bestreiten am Samstag und Sonntag Riesenslalom und Slalom in Val d’Isere in grauer Vorzeit als Kriterim des ersten Schnees bekannt. Im Riesenslalom ist Marco Odermatt das Maß aller Dinge, im Slalom der Kreis der Favoriten riesig groß.

 

Erste Vorentscheidungen in der Königsklasse?

 

Der 6. Spieltag am Dienstag und Mittwoch, und wenn ich es richtig sehe, kann zumindest der FC Arsenal mit einem weiteren Sieg in Brügge (Mi., 21:00) das Achtelfinal-Ticket fix lösen.
Trotz der Niederlage bei den Gunners hat auch der FC Bayern glänzende Aussichten auf den direkten Einzug ins Achtelfinale ohne Zwischenrunde, die sich mit edem erwarteten Heimerfolg gegen Sporting Lissabon (Di., 18:45) weiter verbvessern würden. Gleiches gilt für den BVB (vs Glimt/Mi., 21:00).
Extrem schwierig, dafür umso attraktiver wird die Aufgabe für Eintracht Frankfurt beim FC Barcelona (Di., 21:00). Sportlich kaumzu bewältigen, aber die Hessen dürfen als erstes internationale Team im umbebauten Camp Nou vorspielen. Jenem Camp Nou, das die Eintracht-Fans vor 4 Jahren bei ihrem Ritt durch Europa in ein heimstadion umfunktionierten. Die Stimmung jetzt ist allerdings eher mau.

Ebenso zu beachtende Partien

Di., 21:oo: Inter – Liverpool
Mi., 21:00: Bayer – Newcastle
Mi., 21:00: Real – ManCity

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: Nominelles Topspiel des 14. Spieltags ist das Rheinderby zwischen Byer Leverkusen und dem 1. FC Köln (Sa., 18:30). Der FC Bayern empängt erst am Sonntag den FSV Mainz 05 (15:30), wellch Debüt für den neuen Trainer der Gäste, Ulf Fischer. Schon am Freitag trifft Fischers Ex-Team 1. FC Union auf RB Leipzig. Der Plastikclub aus Sachsen ist den Fans der Eisernen seit jeher ein Dorn im Auge.
  • 2. Bundesliga: Der mittlerweile souveräne Tabellenführer (tatsächlich!?) Schalke 04 empfängt den 1. FC Nürnberg. Traditionalisten werden angesichts dieses Duell zweier ehemaliger Superteams (sehr, sehr ehemalig …) vor Wonne aufseufzen. Immerhin reicht es für eine Fanfreundschaft bis heute.
  • Internationale Wettbewerbe: In der Europa League am Donnerstag haben der VfB Stuttgart (vs Tel Aviv) und der SC Freiburg (Salzburg) sehr machbar klingende Heimspiele. Mainz verpulvert in der Conference in Posen wichtige Kräfte (oder ist es ein Fischersches Einspielen für München).
  • Internationale Ligen, England: Der Vorsprung von Arsenal schmilzt, ein Heisieg gegen den Letzten Woverhampton (Sa., 21:00) ist da Pflicht. Vor allem Verfolger Manchester City scheint sich gefangen zu haben, das Pep-Team, hat bei Crystal Palace mit Ösi-Erfolgstrainer Oliver Glasner (So., 15:00) aber eine knifflige Aufgabe.
    Spanien: Mal sehen, ob der umstrittene Xavi Alonso diese Woche bei Real Madrid übersteht nach diesen Chaos-Tagen. Wenn, dann sitzt der Coach in der Partie bei Deportive Alaves (So., 21:00) auf der Bank. Das schon leicht enteilte Barca (4 Punkte Vorsprung) kann tags zuvor gegen Osasuna vorlegen.
  • Basketball: Ein besonderes Auswärtsschmankerl wartet auf den FC Bayern in der Euroleague. Die Münchner müssen die beschwerliche Reise nach Dubai (zwar nicht Europa, dafür viel Geld sich reinzukaufen) antreten. Dubai hat sogar bisher einen Sieg mehr gesammelt als der FCB, de auf den drittletzten Platz der 20er-Liga abgestürzt ist.
    Besser läuft es in der Bundesliga, wo man Tabellenführer ist, allerdings am Sonntag bei den baskets Oldenburg gefordert ist.
  • Handball: Doppelspieltag in dr HBL: Dem mittlerweile klar führenden Tabellenführer SC Magdeburg (6 Minuspunkte) dürften auch die Hürden zu Hause MT Melsungen (Mi., 20:00) und auswärts Gummersbach (So., 18:00) keine größeren Probleme bereiten.
    Interessant vielleicht das Duell um Champions-League-Plätze zwischen der SG Flensburg-Handewitt und den Füchsen Berlin  (Do., 19:00).
  • Wintersport: volles Programm am Wochenende unter anderem mit Biathlon in Hochfilzen, Skilanglauf in Davos und Skispringen in Klingenthal.

Das war die Woche, die war

Ein folgenschwerer McLaren-Fehler, irdische Bayern und erfolgreiche Handballerinnen im eigenen Land. Dazu viel Wintersport, Ballsport und eine erste Vor-Entscheidung in der NBA.

 

McLarens Doppelfehler lässt Verstappen hoffen

 

Alles schien gerichtet für die Titelfeier von Lando Norris beim vorletzten WM-Lauf in Katar. Die McLarens waren auf der Strecke mit Abstand die schnellsten Autos. Sie im Sprint und Qualifikation für Oscar Piastri, und auch WM-Leader Lando Norris war klar besser als Max Verstappen, der übrig gebliebene WM-Konkurrent und Titelverteidiger im Red Bull. Würde Norris vor Verstappen bleiben, so viel war klar, ginge nach dem Konstrukteurstitel auch der der des besten Fahrers an McLaren.
So viel zur Theorie. In der Praxis sah es dann so aus, dass Norris (mal wieder) seinen Start verpatzte und den 2. Platz hnter dem souveränen Piastri an Verstappen abgeben musste. So weit, so ungut, so undramatisch. Doch in der 7. Runde der fatale Doppel-Fehler- Nico Hülkenberg baute einen schweren Fehler, die Gelb-Phase nutzten alle Fahrer zu einem frühen Boxenstopp. Alle Fahrer außer beide McLarens, dessen Kommandozentrale den Einsatz verpatzte, vielleicht auch nicht den einen oder anderen Fahrer bevorzugen wollte. Mit der Folge, dass Verstappen und praktisch dass gesamte Fahrerfeld einen der zwei Boxenstopps absolvieren konnten, ohne nennenswert an Zeit zu verlieren.
Letztlich kam es dann so, wie es kommen musste. Irgendwann mussten auch Piastri und Norris an die Box, und die Führung im Rennen war futsch. Der fahrerisch überlegene Verstappen raste dann als Sieger ins Ziel vor Piastri. Norris dagegen kämpfte wie ein Löwe um den 4. Platz gegen Kimi Antonelli. Schwieriges Unterfangen, da eer praktisch nichts riskieren durfte. Antonelli machte ihm letztlich den Gefallen mit einem Fahrfehler, und Norris rettete wenigstens Rang 4 hinter dem erstaunlichen Williams-Fahrer Carlos Sainz, der damit völlig überraschend einen Podestplatz einfuhr.
Diese 2 zusätzlichen Punkte für Norris könnten sich noch als wichtig erweisen. Vorm letzten Rennen hat er noch 12 Punkte Vorsprung auf Vestappen, ein dritter Platz reicht ihm also
näheres zur Ausgangsposition, siehe meine Wochenvorschau https://blickueberdenteich.de/das-wird-die-woche-die-wird-89/

 

Unfassbar – Bayern verliert, und zwar völlig verdient

 

In der Champions League hieß der Schlager des 5. Spieltags FC Arsenal gegen den FC Bayern, und die höchstklassige Partie hielt fast alles, was sich Fans und Experten versprachen. Hochgeschwindigkeits-Fußball, mannschaftliche Geschlossenheit, individuelle Klasse. Am Ende siegten die Londoner völlig verdient mit 3:1. Sie sind zurzeit das beste Teams zumindest in Europa (die Welt kann ich nicht einschätzen). Ich betone zurzeit, da Titel erst im Mai vergeben werden, etwa im Königsklassenfinale in Budapest.

Dementsprechend gelassen nahmen die Bayern die erste Saisonniederlage überhaupt hin. Man betonte den Lerneffekt, den diese Partie geboten hätte (etwa die unfassbar gut geschlagenen Eckbälle von Arsenal). Im Blickpunkt waren dann zwei Akteure, die ohnehin in München für Schlagzeilen sorgen

  • Lennart Karl: Zurzeit der heißeste Scheiß im Kader. Mit einer großartigen Direktabnahme, die mit Sicherheit einfacher aussah als sie war, vollendete er den schönsten Angriff des Abends zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Einen herrlichen Diagonalpass von Joshua Kimmich hatte Serge Gnabry technisch perfekt in Richtung des 17-järhigen gelenkt. Die Stimmen, die Karl unbedingt im deutschen WM-Kader sehen wollen, werden lauter, viele Argumente dagegen gibt es nicht (außer dass bis zur Nominierung im Mai noch sehr viel Wasser die diversen Flüsse hinabfließen wird.
  • Manuel Neuer: Beim Rauslaufen verschätzte sich der Schlussmann total, verpasste den Ball, den Arsenals Martinelli auch noch geschickt an ihn vorbeispitzeln konnte (und danach lässig ins verlassene Tor zum 3:1 verwertete). Das wäre ihm vielleicht vor 5 Jahren und erst recht vor 11 beim WM-Titel (vergleichbare Momente zu hauf etwa gegen Algerien). Der nächste schwere Patzer nach dem Kuller-tor in Berlin und zweimaligen´m Herumirren im Strafraum, erst gegen Freiburg, aber eben auch in London nach einer dieser großartigen Eckbälle. Seine schwache Form bestätigte er am Samstag beim 3:1 gegen St. Pauli, als er einen harmlosen Schuss des Hamburgers Andréas Hountondji passieren ließ. Hinterher räumte er erst mal die Spekulationen im seine Rückkehr ins Nationalteam auf. „Ich bin freiwillig zurückgetreten. Meine Konzentration gilt dem Verein“, bekräftigte er. Bei diesen Lestungen ist das h kein Thema, sollte Neuer aber künftig wieder gut halten, werden die Foredrungen wieder laut, das Vertrauen in die Nummer 1 Oliver Baumann ist bei Fans und Expeten, sagen wir, überschaubar.

Immerhin: Duch Tore in der Nachspielzeit gewannen die Bayern gegen den Nachzügler mit 3:1 und bleiben souverän an der Bundesliga-Spitze.

Im Verfolgerduell gelang Borussia Dortmund ein Achtungserfolg: Bei Bayer Leverkusen gewann der BVB in einer nicht immer hochklassigen Partie mit 2:1. Beide Teams hatten während der Woche in der Champions League gewonnen (Dortmund 4:0 über Villarreal, Bayer 2:0 bei Man City). Beide bestätigten ihre Anwartschaft auf einen erneuten Champions-League-Platz. Im Pokal-Achtelfinale treffen beide am Mittwoch erneut aufeinander, diesmal im Westfalenstadion.

 

Handball-Frauen mit weißer Weste

 

3 Spiel, 3 souveräne Siege gegen Island, Uruguay und vor allem beim 31:20 gegen Serbien: Die Hauptrunde der Heim-WM (mit Co-Gastgeber Niederlande) kann kommen. In Dortmund warten Spanien, die Färöer und Montenegro, die jetzt auch nicht angsteinflößenden Spitzen-Handball zeigten. Die Färingerinnen (so werden sie offenbar genannt, wie Beobachter vor Ort in Trier versicherten) setzten das emotionale Highlight des bisheigen WM-Verlaufs. Sie gewannen ihre Partie gegen die haushoch favorisierten Spanierinnen, 250 Schla chtenbummler (von insgesamt 40.000 Einwohnern hatten sich von der Insel ins so schwer erreichbare Trier aufgemacht und feieten vor, während und nach der Partie Party, während die Reporter mit Tränen in den Augen kommentierten.

Die Titelfavoritinnen gaben sich keine Blöße. Dänemark, Norwegen, Frankreich cruisen derzeit souverän durchs Turnier.

 

NBA-Cup-Viertelfinale steht

 

Zu méiner eigenen Überraschung ist alles so gekommen, wie ich es in meine Vorschau zum letzten Spieltag vorhergesehen habe. Bemerkenswert finde ich den Sieg der Orlando Magic (mit Franz Wagner und Tristand da Silva) bei den bisher so erfolgreichen Detroit Pistons. Sie werden nächste Woche im Viertelfinale mit einem Heimspiel gelohnt gegen den Florida-Konkurrenten Miami Heat . Außerdem empfangen im Osten die Toronto Raptors die New York Knicks. Im Westen kommt es zu den Paarungen Oklahoma City Thunder – Phoenix Suns und LA Lakers vs San Antonio Spurs.
Apropos NBA: Titelverteidiger Oklahoma City Thunder gewann am Sonntagabend bei den Portland Trail Blazers. Dort hatten sie ihre bisher einzige Saisonniederlage bezogen nach jetzt immerhin schon 20 Partien.

 

Odermatt siegt, Odermatt patzt

 

Das erste US-amerikanische Ski-Wochenende fand ausschließlich in Copper Mountain statt mit je zwei Rennen für Männlein und Weiblein. Marco Odermatt siegte gewohnt souverän im Super-G, schied aber im Riesenslalom (eigentlich seine Domäne)nach einem für ihn völlig untypischen Innenski-Fehler aus. Die Gusnt der Stunde nutzte der bereits 33-jährige Österreiche Stefan „Brandy“ Brennsteiner für seinen ersten Weltccup-Sieg überhaupt. Nur der Höhepunkt für das insgesamt sehr starke Austria-Team, die in besagtem Super-G die Plätze 2 bis 4 hinter Odermatt belegt hatten. Eine erstaunliche Frühform im Olympiawinter.
Die zeigte auch die Deutsche Lena Dürr. Überraschenderweise bereits im Riesenslalom, als sie beim Triumph der Neuseeländerin Alice Robinson mit Rang 6 ihr bestes Resultat überhaupt in dieser Disziplin herausfuhr; mit – ich sags jetzt uncharmant) 34 Jahren hat sie den Riesenslalom neu entdeckt. Im Slalom legte sie dann noch einen drauf und siegte wurde hinter der unschlagbaren Mikaela Shiffrin Zweite. Shiffrin schraubt weiter an ihren Rekorden, schaffte den 104. Weltcuptriumph insgesamt und gewann auch den 3. Slalom der Saison. Mit der Besonderheit, dass ihr diesmal tatsächhlich nicht zwei Laufbestzeiten gelang, dfür war sogar für sie die Piste im 2. Durchgang zu ramponiert.
Und auch Robinson stellte mit ihrem 5. Weltcupsieg einen Rekord auf, wie das US-Fernsehen kundtat. Sie ist nun Rekord–Weltcup-Gewinnerin aller Fahrerinnen, die nicht aus Europa oder Nordamerika kommen. Ich überlege, staune und rätsle, wen sie abgelöst haben könnte. Es müsste die neuseeländische (und gebürtige Österreicherin) Slalom-Spezialistin Claudia Riegler sein, die in den 90er-Jahren viermal in einem Torlauf triumphierte. Sofern ermittelbar, ist Robinson tatsächlich eine waschechte Neuseeländerin.

 

Und sonst

 

  • Bundesliga: Eine völlig überflüssige 1:2-Niederlage kassierte der VfB Stuttgart beim HSV. Beim Stand von 1:1 und in Überzahl riskierten die Schwaben bei einem eigenen Eckball in der Nachspielzeit alles und liefen prompt in den entscheidenden Konter.
  • Internationaler Fußball, England: Der FC Arsenal hat auch die schwere Hürde Chelsea genommen. An der Stamford Bridge begnügten sie sioch allerdings trotz Überzahl mit einem 1:1. Die Premier League führen die Londoner jetzt mit 5 Punkten vor ManCity (3:2 vs Leeds United) an. Vielleicht den Erfolglos-Bock umgestoßen hat der FC Liverpool mit dem harterkämpften und letztlich duchaus glücklichen 2:0 bei West Ham United.
    Italien: Spitzenreiter AS Rom musste durch die 0:1-Heimniederlage gegen Meister SSC Neapel die Tabellenführung schon wieder abgeben. Diese übernahm der AC Mailand durch ein 1:0 über Lazio. 4 Teams innerhalb von nur einem Punkt (plus Bologna mit einem Nachholspiel), diese Spannung an der Spitze ist grandios.
    Spanien: Das gilt auch für die Privera Division: Dort hat der FC Barcelona mit dem 4. Liga-Sieg in Folge Real Madrid (zuletzt 3 Remis) an der Spitze abgelöst. Dahinter lauern mit je einem Punkt Abstand Villarreal und Atlético. Balsam auf die Seele der Katalanen nach dem noch glimplichen 0:3-Debakel während de Woche beim FC Chelsea
    Frankreich: Quelle surprise, PSG ist nicht mehr Tabellenführer. Die Pariser verloren bei der AS Monaco und müssen sich derzeit mit Rang 2 hinter RC Lens zufriedengeben.
  • Basketball: Die deutschen Weltmeister errfüllten die Pflichtübung auch ohne ihre NBA-Prois um Schröder und Wagner und starteten mit einem Sieg über Israel in die WM-Qualifikation. Erfreulich: Rund ums Spiel blieb alles weitgehend ruhig.
  • Wintersport: 4 Staffeln standen zum Biathlon-Auftakt in Östersund auf dem Programm. In glänzender Frühform die Französinnen, die die Frauen-Staffel, sowie die Single-Mixed-Staffel (dank der überragenden Weltcup-Zweiten Loun Jeanmonnot) für sich entschieden. Die deutschen Starter insgesamt blieben ohne Podestplatz, gerade die Frauen um Franiska Preuß suchen noch ihre Form. Mal sehen, was die je 3 Frauen- und Männer-Einzelrennen diese Woche ebenfalls in Östersund bringen.
  • Dopingsperren: Jetzt scheint es festzustehen. Langlauf-Olympiasiegerin Victoria Carl wird wegen ihres positiven Tests zum Saison-Abschluss 2025 Olympia verpassen. Es bleibt bei der vorläufigen Suspendierung für die gesamte Saison, auch wenn der Arzt die alleinige Verantwortung für das VErabreichen des verbotenen Mittels übernahm.
    Auch die beste österreichische Rodlerin Magdalena Egle muss Olympia abschreiben. Ihre Sperre wegen gleich drei verpasster Doping-Tests wurde nur auf dreieinhalb Jahre reduziert. Sicher den Regeln entsprechend, aber ich finde die Gleichsetzung Verpassen Test=positiver Test problematisch, isnbesondere wenn ich sehe, mit welchen Ausreden die Überführten Dopingsünder davonkommen (Sinner, Swiatek, Chinas Schwimmer).
  • Motorsport: Im letzten Rennen hat Sébastien Ogier den Titel geholt. Dem Franzosen reichte ein 3. Platz beim Abschluss in Saudi-Arabien und verdrängte noch den Waliser Elfyn Evans. Es ist der 9. Titel für Ogier, der damit mit seinem Landsmann Sebastien Loeb gleichzog. Die Leistung ist umso ersstaunlicher, weil Ogier 5 der ersten 8 Rennen ausgelassen hatte.