von Münchner Löwe | Aug. 30, 2023 | Allgemein
Die US Open haben die erste Runde hinter sich, die Basketball-WM beendet heute die Vorrunde. Darauf will ich mich heute konzentrieren. Und ein bisschen Fußball.
Armer Köpfer, starke Lys
Was für ein Ambiente: Night Session im größten Tennisstadion der Welt und ein Spiel gegen die Nummer 1 der Welt. Besser geht es nicht, und dementsprechend groß war die Vorfreude bei Dominik Köpfer. Und dann knickt er im achten Ballwechsel um, wir sind noch im ersten Spiel, und kann nicht mehr richtig laufen. Bei einem normalen Spiel hätte er sofort aufgegeben, doch er wollte dem Publikum was zeigen, und quälte sich durch anderthalb Sätze. Doch dann ging wirklich nichts mehr und gab w. o., wie die Österreicher so typisch österreichisch sagen. Also Walkover. Wahrscheinlich hätte er auch im Top-Zustand wenige Chancen gegen den Spanier gehabt, doch nach einem schwierigen Jahr zeigte seine Formkurve zuletzt nach oben. Jetzt muss Köpfer wohl etwa einen Monat pausieren. Das ist wirklich sehr ärgerlich und bitter.
Die 1. Runde der US Open ist durch, und zwei deutsche Spielerinnen konnten überraschen. Tamara Korpatsch setzte sich gegen die routinierte Rumänin Begu durch und trifft jetzt auf die Russin Samsonowa. Es war ihr erster Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt. Und Eva Lys, auf deren Durchbruch wir schon so lange warten, zeigt sich weiter in bestechender Form. Nachdem sie die Qualifikation souverän und ohne jeden Satzverlust überstanden hat, setzte sie sich heute Nacht gegen die Amerikanerin Montgomery mit 6:2, 6:1 durch, die in der Weltrangliste wie sie selbst knapp unter den Top 150 angesiedelt ist. Jetzt wartet Lucia Bronzetti. Zwar kein wirklich furchteinflößender Name, doch immerhin hat die Italienerin die Nummer 12 Kreijcikova aus dem Turnier genommen.
Anna-Lena Friedsam und Tatjana Maria mussten wie tags zuvor Laura Siegemund die Segel streichen. Siegemund zeigte gegen die Mitfavoritin auf den Turniersieg Coco Gauff eine mehr als ansprechende Leistung, doch kämpfte sie vergeblich auch gegen den amerikanischen Chauvinismus, der sogar ihre Aufchlagfehler beklatschte.
Bei den Männern sind von den Deutschen nur noch Sascha Zverev und Daniel Altmaier im Rennen. Sie treffen in der 2. Runde aufeinander.
Und die Favoriten? Nicht mehr im Turnier sind unter anderem der an Nummer 4 gesetzte Holger Rune (ein norwegischer Sportler, der schwächelt, wo gibt es denn sowas?) und Felix Auger-Aliassine, der allerdings ohnehin eine grauenhafte Hartplatzsaison hinter sich hat.
Games to watch today
Dominic Thiem spielt vs Steve Johnson, einen aufschlagstarken Amerikaner. Drittes Spiel nach 17 Uhr auf Platz Nummer 1, also etwa 20 Uhr. Die Night Session beginnt mit der Partie Ofner vs Tiafoe, der ja im vergangenen Jahr so begeistert hat mit seinem Halbfinaleinzug. Merkt man eigentlich, dass ich etwas austriaphil bin, das ist die Prägung durch den ORF in der Jugend. Bei den Frauen haut mich in der Day-Session keine Partie aus den Schuhen. In der Nacht könnte Kvitova vs Wozniacki ganz hübsch werden.
Noch ein Wort zum übertragenden Sender sportdeutschland.tv. Die Navigation ist echt nervend. Ein Hin- und Hergescrolle vor dem Herrn. Dank Firestick kann ich wenigstens am Fernseher gucken. Und sie spoilern die Partien nicht, wenn man sie dann endlich gefunden hat.
Die deutschen Riesen zeigen auf
Drei Spiele, drei zum Teil souveräne Siege – besser hätte es für die deutschen Basketballer bei der WM in Asien nicht laufen können. Und das vs Australien und Finnland ohne den vermeintlich Besten im Kader Franz Wagner. Die Zwischenrunde ist also erreicht, und da genügt aller Wahrscheinlichkeit nach ein Sieg über Slowenien oder Georgien, um das Minimalziel Viertelfinale zu erreichen. Grandios war der Kraftakt gegen das mit NBA-Profis gespickte Australien, wo Dennis Schröder eine starke Leistung abgeliefert ist.
Die größte Überraschung des Turniers ist bisher das Ausscheiden von Frankreich bereits in der Vorrunde gegen ein sehr starkes Kanada und Lettland. Wenn ich heute Favoriten auf den Turniersieg benennen müsste, wären (natürlich) die USA und Kanada meine ersten Kandidaten. Doch kurz dahinter sind schon die Deutschen, denen ich in der Form auch Siege vs die Kap Verden und sogar Slowenien mit Luca Magic zutraue. Ach ja: Magenta macht richtig Spaß.
Und sonst – der ewige Rubiales
Mittlerweile hat sich gefühlt die gesamte Welt (naja) geeinigt: Rubiales muss als Chef des spanischen Fußball-Verbandes zurücktreten. Das finden, und darauf kommt es alleine an, vor allem die Spanier bis hoch in die höchsten politischen und sportlichen Kreise. Es ist einfach nur traurig, wie deser Mann den Triumph der spanischen Frauen durch sein Verhalten quasi ausgelöscht hat. Indiskutbel war schon der Kuss und das Tragen einer Spielerin (vom Griff ans Gemächt vor den Augen der Königin und derer Tochter ganz zu schweigen, aber die sind in ihrem Königshaus viel gewöhnt und werden es schon überleben). Und Rubiales? Zeigte in einer erstaunlichen Rede seinen Duchhaltewillen. Und die Mama ist im Hungerstreik in einem Gotteshaus. So was kann kein Mensch erfinden.
Ende des Wahnsinns
Bald ist es geschafft. Am Freitag endet zumindest in Europa das Transferfenster. Und damit die ewigen Spekulationen, wer vielleicht wohin wechselt. Heißester Scheiß bis zuletzt: Streikt sich Kolo Muani noch nach Paris? Eine 80-Millionen-Offerte haben die Frankfurter abgelehnt, das sind starke Nerven. Muani selbst ist genervt, spricht von einer einmaligen Chance für sich, die doch bitte die Eintracht nicht versauen möge. Doch Muanis Abgang wäre eine enorme Schwächung für die Hessen, zumal jetzt ein auch nur ansatzweise adäquater Ersatz kaum zu finden ist. Außerdem ist Jesper Lindström schon von Bord gegangen, für kolportierte 30 Millionen zu Napoli. Am Freitag ist also der berühmt-berüchtigte Deadline Day. Ich werde ihn erst mal beim Zahnarzt verbringen.
von Münchner Löwe | Aug. 28, 2023 | Allgemein, basketball, Frauen-WM, Fußball
Wo anfangen, wo aufhören. Zig Welt- und Europameisterschaften, dazu das geballte Fußball-Programm in den europäischen Ligen (die ich hier schnöde ignoriere), und dies und das und jenes. Ich versuche das mal zu sortieren. Wie erwähnt: Rein subjektiv und mit viel Mut zur Lücke.
16 Jahre jung und sooo erfolgreich
Ich gebe es ja zu, die Rhythmische Sportgymnastik steht jetzt nicht ganz oben meiner bevorzugten Sportarten. Hin und wieder ein Blick dahin, Faszination und auch ein bisschen Irritation darüber, wie beweglich der menschlichen Körper sein kann. Ich fürchte, es wird bitter nachgeholfen. Aber wenn ein 16-jähriges deutsches Mädchen (mit russischen Wurzeln) bei einer Weltmeisterschaft wie gerade in Valencia fünf von fünf Titeln abgreift, das ist das jede Erwähnung wert. Darja Varvolomeev heißt das Wunderkind, das die Fachwelt entzückt. Vergesst Regina Weber oder Magdalena Brzeska, falls die Euch ein Begriff sind. Ich hoffe, wenigstens im Nachgang erhält sie die Aufmerksamkeit, die ihr bisher doch ziemlich versagt blieb. Aber vielleicht ist ihr das auch recht, nicht so im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen. Schade für sie, dass es bei Olympia nur die Mehrkampfentscheidung gibt. Und da ist vielleicht sogar das deutsche Fernsehen live dabei.
Traurige Nullnummer in Budapest
Wirklich viele Medaillen durfte der deutsche Leichtathletik bei der WM nicht erwarten, erst recht nach prominenten Ausfällen wie Weitspringerin Malaika Mihambo. Aber gar kein Edelmetall – das ist doch eine veritable Enttäuschung und hat es auch noch nie gegeben. Und was eigentlich noch mehr Sorgen macht, wie brach man in manchen Disziplinen darstellt. Dass man in den Laufwettbewerben mit den Stars aus den USA, der Karibik und Afrika nicht mithalten kann, ist bekannt. Andererseits zeigen etwa die Norweger und die grandiose Femke Bol, dass man auch als weißer Europäer(in) in die Phalanx einbrechen kann. Was mich wirklich irritierte war der Umstand, dass es auch in den Wurfdisziplinen, sonst verlässliche „Retter“ der deutschen Bilanz, unfassbare Lücken gab wie Kugelstoßen der Männer oder Speerwerfen der Frauen. Da läuft einiges schief. Ich habe vieles nur relive gesehen weil zeitweise Bodensee-urlaubend, aber das sind meine drei Höhepunkte einer insgesamt sehr stimmungsvollen WM mit sehr spannenden Entscheidungen. Ich hoffe einfach mal, dass die Sieger- und Medaillenlisten nicht nachträglich korrigiert werden müssen.
– das Beste kommt zum Schluss, und das beinahe wortwörtlich. Der unglaubliche Endspurt der Femke Bol in der 400-m-Staffel, der die Holländerinnen im letzten Wettbewerb der WM noch zum Sieg führte. Hier hat jemand alles gegeben und nicht nur heiße Luft produziert. (Ich sag jetzt nicht, an wen ich gerade denken muss …). Und das nach dem furchtbaren Auftakt, als sie in der Mixed-Staffel (schön, dass es das auch bei den Leichtathleten gibt) den vermeintlich sicheren Sieg durch einen Sturz kurz vor Schluss wegwarf. Das Gold über 400 m Hürden war ja fest eingepreist, aber dass sie ihre Staffel in dieser Form zum Sieg führen würde. Wau!
– Stabhochsprungshow. Was für ein Wettbewerb. Keine Medaille mit 5,90 Metern. „Nur“ Silber mit 6,00 Metern. Und Mondo Duplantis in anderen Sphären. Es war schlicht grandios, was die Stabis am Samstag zeigten, wobei sie natürlich von idealen Bedingungen (kein Wind, große Wärme) profitierten. Wer das nicht spannend fand, dem ist nicht zu helfen. Und auch die Frauen-Konkurrenz war außerordentlich mit am Ende zwei Goldmedaillen für Nina Kennedy und Katie Moon, die sich auf den geteilten Sieg einigten. Schön, dass es diese Möglichkeit gibt und nicht bis zum Exzess „gerittert“ werden muss.
– Der Halbzeit-Weltmeister. Ein großer Vorteil der Zehnkämpfer ist, dass man sie in zwei Tagen bestens kennenlernen kann mit ihren Höhen und Tiefen. Man denke an Frank Busemann, Silbermedaillen-Gewinner 1996 und immer noch in der ARD präsent. Und jetzt fasziniert Leo Neugebauer die darbende deutsche Leichtathletik. Und er menschelte, was ihn fast noch sympathischer macht, war er doch nach einem unglaublichen Auftakt nach dem ersten Tag auf Gold-, aber auf jeden Fall Medaillenkurs. Zeigt Schwächen zu Beginn des zweiten Tages, rappelt sich am Ende auf mit zwei persönlichen Bestleistungen. Es reichte dann halt nicht zur Medaille, weil andere weniger Ausschläge hatten. Und am Ende jubelte Kanada mit Gold und Silber. Nichtdestotrotz ist Neugebauer einer der wenigen deutschen LA-Hoffnungen für die Zukunft.
Nur der Himmel als Grenze?
Was für ein Start der deutschen Basketballer. Klar, den Sieg über Japan durfte man erwarten, die andererseits immerhin Finnland mit ihrem NBA-Star Lauri Markkanenbezwangen. Aber dass sie ohne ihren besten Franz Wagner die mit NBA-Profis gespickten Australier bügeln würden, hätte ich ehrlich gesagt nicht geglaubt. Dennis Schröder überflügelte mit seinen 30 Punkten sogar Dirk Nowitzki bei einem deutschen WM-Spiel. Maodo Lo blühte gerade noch rechtzeitig auf, Daniel Theis war in der Defensive eine Bank. Man darf also hoffen, dass es tatsächlich sehr weit gehen kann. Das Viertelfinale ist zumindest ganz nah, denn dafür dürften Siege gegen Finnland und die Kap Verden reichen, die mit allem Respekt zu bezwingen sind. Und dann? Ist alles möglich. Wobei für mich Kanada und die USA noch ein Stückerl besser einzuschätzen sind.
Frankreich dagegen ist schon draußen. Auch wenn ich sie nicht im Viertelfinale gesehen habe, mit so einem frühen Aus und einer Niederlage gegen Lettland war nicht zu rechnen. Sie werden sich hoffentlich steigern für Heim-Olympia 24.
Unglück im Übermaß
Eine Warnung für die Basketballer: Auch die Volleyballerinnen sind mit zwei Siegen in die EM gestartet, und dann folgte das Desaster. Niederlagen gegen die als schwächer eingeschätzten Tschechinnen und Schwedinnen. Chancenlos gegen die Türkei und Polen. Und schwere Verletzungen bei den Zuspielerinnen Hanna Ortmann und Anne Hölzig. Ein Turnier zum Vergessen und leider sehr trübe Aussichten, was eine Olympia-Qualifikation betrifft. Aber auch hier: faszinierende Spiele und Lust auf mehr im Viertelfinale, auch ohne die Deutschinnen.
Rubiales nervt tierisch
Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich Egomanen an ihren Ämtern festhalten und einfach nicht wissen, wann genug genug ist. Siehe Luis Rubiales, Chef des spanischen Fußball-Verbandes. Eigentlich müsste Spanien auf einer Wolke der Glückseligkeit schweben nach dem WM-Triumph der Fußballerinnen vor einer Woche. Stattdessen debattiert das Land über den auf- und ausfälligen Rubiales, der Jenni Hermoso auf den Mund küsste und unmittelbar neben seiner Königin (und deren Tochter) sich ans Gemächt fasste. Das ist schon schlimm genug. Aber wie er jetzt gegen die nahezu komplette spanische und auch internationale Öffentlichkeit weiter an seinem Posten klebt, ist schon fast wieder bewundernswert. War doch nicht so schlimm, sie wollte es doch auch. Immer wieder ungern gehört sind diese Ausflüchte. Rubiales plant sogar eine Klage gegen Hermoso, die Anwälte wird es freuen. Doch sogar die FIFA hat von dem Gebahren genug und suspendierte Rubiales. Hilft alles nicht. Er will weitermachen. Sollen die verdammten Spielerinnen doch streiken, egal was die Regierung sagt und die männliche Fußballprominenz um Xavi und Xavi und Real und Barca. Immerhin: Die Mama hält noch zu ihm und ist wegen der unmöglichen Behandlung ihres Sohnes in den Hungerstreik getreten. Ach ja. Kalle findet es auch nicht schlimm. „Wenn man Weltmeister wird, ist man emotional. Und was er da gemacht hat, ist – sorry, mit Verlaub – absolut okay“, sagte der 67-Jährige jüngst am Rande des „Sport-Bild-Awards“. Was man bei derlei Anlässen halt von sich gibt an Chauvi-Sprüchen.
Ein Großer tritt ab
Wirklich große Titel hat John Isner nie gewonnen, und doch dürfte in den vergangenen 15 Jahren kaum ein Spieler im Wortsinn so großen Eindruck hinterlassen wie der 2,06-Meter-Rise aus den USA. Jetzt hat er bekannt gegeben, dass er nach heute startenden US Open dem aktiven Profitennis Good bye sagen wird. Unfassbare 14 000 Asse hat er laut ATP geschlagen, so viele wie kein anderer. Die retteten ihn oft ins Tiebreak. Und für die Ewigkeit ist das Duell mit Nicolas Mahut in Wimbledon. 70:68 im 5. Satz, das wird es nicht mehr geben. Ein eigener Wiki-Eintrag für ein einzelnes Match. Muss man auch erst mal schaffen.. https://de.wikipedia.org/wiki/John_Isner_%E2%80%93_Nicolas_Mahut_(Wimbledon_2010)
Geldregen für Hovland
Und noch ein erfolgreicher Norweger nach den Leichtathleten Ingebrigtsen und Warholm. Dieses Volk ist unglaublich. Golfprofi Viktor Hovland sicherte sich beim PGA-Finale in Atlanta die Fedex-Wertung der PGA. Versüßt wird dieser Triumph mit insgesamt 18 Millionen. Zweiter wurde Xander Schauffele, Amerikaner mit deutschen Wurzeln (man greift nach allem, was möglich ist). Bester Deutschsprachiger aus DACH war der Österreicher Sepp Straka.
Ein Rekord für Verstappen
Neunter Formel-1-Sieg in Folge für Max Verstappen, und das vorm heimischen holländischen Publikum in Zandvoort. Das ist dann doch einer Erwähnung wert in einer sonst ziemlich langweiligen WM. Der Red Bull ist natürlich das beste Auto, aber die PS so konstant auf die Straße zu bringen, das ist grandios. Man sieht das ja an Teamkollegen Sergio Perez, der mit dem gleichen Auto manchmal weit hinterherfährt. Verstappen wird Weltmeister, darüber gibt es schon jetzt keine ernsthaften Zweifel mehr. Zwei Fragen bleiben offen: Gewinnt Red Bull alle Rennen der Saison, und wie hoch wird die Sieges-Rekordmarke von Verstappen sein? Ach ja: Haudegen Fernando Alonso sorgt als Zweiter noch für einen sportlichen Höhepunkt für Spanien.
Das wird die Woche, die wird
Am heutigen Montag beginnen die US Open. Ich habe dann doch zugegriffen und mir das Ticket bei sportdeutschland.tv besorgt für letztlich 20 Euronen. Verheißungsvoll: Man kann die Spiele offenbar ohne Spoiler auch relive sehen, das macht die Nachtspiele interessant. Mehr zum Tennis in einem gesonderten Post heute oder morgen. Heute am 17 Uhr steht u. a. die Partie Thiem vs Bublik auf dem Programm, ich ahne nichts Gutes für den Österreicher.
Basketball-WM geht weiter mit dem dritten Vorrundenspiel und dann zwei Zwischenrunde-Partien. Für D schaut es wie geschrieben sehr gut aus. Magenta Sport überträgt jede Partie, gegebenenfalls mit englischen O-Ton.
Die Volleyball-EM der Frauen hat die entscheidende Woche mit der K.-o.-Runde ab Viertelfinale. Trotzdem oder deshalb?) toller Sport
Liga satt in den europäischen Fußball-Ligen. Und auch ein Blick nach Amerika zu Messi und die MLS dürfte sich lohnen. Bisher schießt er alles kurz und klein.
Rückspiele in der Qualifikation der europäischen Wettbewerbe. Eintracht am Donnerstag gegen Levski Sofia, Hinspiel 1:1.
von Münchner Löwe | Aug. 25, 2023 | Allgemein, basketball, Fußball
Die (fast) übersehende Weltmeisterin
Vier WM-Triumphe – und (fast) keiner bekommt es mit. Das ist das Los der Randsportler und -innen nicht nur in Deutschland. Deshalb sei hier als Erste die Sportgymnastin Darja Varfolomeev erwähnt. Die 16-Jährige gewann bei der WM in Valencia vier Titel in allen Einzelkonkurrenzen, also Keulen, Band, Ball und Reifen. Am Samstag steht noch die Entscheidung im Vierkampf an, vielleicht erbarmt sich ja ein Sender …
Eine Hockey-Enttäuschung
Die deutschen Frauen waren bei der EM in Gladbach souverän ins Halbfinale gekommen mit klaren zu Null-Siegen. Doch nach dem 0:1 gegen Belgien bleiben nur Tränen ob des verpassten Titels. Morgen ist noch die Partie um den dritten Platz gegen England, aber der wäre ein schwacher Trost. Belgien trifft im Finale auf Holland
Bereits heute treten die deutschen Männer im Halbfinale gegen England an. Die zweite Partie lautet Belgien vs Holland. Noch Fragen, wer die vier führenden Hockey-Nationen in Europa bei Männlein und Weiblein sind?
Rehabilitation für die Holländerin
Jetzt hat Femke Bol ihren WM-Titel, den sie zuvor in der 400-m-Mixed-Staffel nach einem Sturz kurz vor dem Ziel weggeworfen hat(im Wortsinn, denn der Stab flog allein über die Ziellinie). Über 400 m Hürden wurde die Holländerin ihrer klaren Favoritenrolle gerecht und siegte mit starken 51,70 Sekunden. Sie profitierte natürllich von der verletzungsbedingten Absage von Weltrekordlerin und Titelverteidigerin Sydney-McLaughlin. Wir dürfen uns jetzt schon auf Olympia 24 freuen.
Zwei Goldmedaillen gingen am Donnerstag nach Jamaika. Antoine Watson gewann über 400 m in 44,22 s vor dem Briten Hudson-Smith und Quincey Hall aus den USA. Danielle Williams war über 100 m Hürden in 12,43 s nicht zu schlagen.
Einen Zwischenfall gab es vor dem Halbfinale über 200 m der Männer. Das Golfwagen, der unter anderem Noah Lyles und der Jamaikaner saßen, stieß mit einem anderen Wagen zusammen. Lyles blieb unverletzt, doch Hudson trug eine Augenverletzung davon. Er startete dennoch, verpasste zwar sportlich das Finale, wurde aber nachnominiert. Gut, dass die Anlage neun Bahnen hat. Mal sehen, in welcher Verfassung er heute ist.
Schwere Lose in New York
Eine knifflige Aufgabe wartet auf Sascha Zverev in der 1. Runde. Alexander Vukic aus Australien ließ zuletzt in Toronto mit siegen über Gael Monfils und Borna Coric aufhorchen. Au h dewr weitere Weg hat es in sich. In einer 3. Runde könnte er auf Andy Murray oder Grigor Dimitrov treffen, im Achtelfinale auf Jannik Sinner, mit dem es wiederum Yannick Hanfmann bereits in der 1. Runde zu tun bekommt. Ein noch härterer Brocken wartet da auf Dominic Köpfer, der es mit Carlos Alcaraz zu tun bekommt.
Tatjana Maria trifft in Runde 1 auf die Kroatin Petra Martic, Anna-Lena Friedsam auf Elena Svitolina. Laura Siegemund und Eva Lys können sich noch über die Qualifikation ins Hauptfeld spielen.
Gute Ausgangsposition für die Eintracht
Die Frankfurter erreichten bei Lewski Sofia ein 1:1 und können nächste Woche im heimischen Waldstadion den Einzug in die Gruppenphase der Conference League klarmachen.Kolo Muani (wer sonst?) traf bereits nach 5 Minuten, doch in der Nachspielzeit gelang den Bulgaren noch der Ausgleich. Chance gewahrt.
Das steht heute an:
LA-WM: Der 1. Tag der Zehnkämpfer hat begonnen mit den deutschen Medaillenkandidaten Neugebauer und Kaul. Außerdem 4 Entscheidungen: Männer: 200 m. Frauen: Dreisprung, Speerwerfen und 200 m.
Fußball: 2. Bundesligaspieltag beginnt mit Leipzig vs Stuttgart.
Und dann darf man gespannt sein, ob Spaniens Verbandspräsident Rubiales die Konsequnz aus der Kussaffäre und wie kolportiert wird heute zurücktritt. Um Entschuldigung gebeten hat er, aber das reicht natürlich nicht. Mal schauen, was mir im Laufe des Tages noch einfällt. Rummenigge fand es nicht so schlimm. Blöder alter Mann.
Basketball: Die Deutschen beginnen das WM-Unternehemn mit der Partie vs Japan (14:10). Außerdem u. a. der Schlager der Medaillenkandidaten Kanada vs Frankreich (15:30).
von Münchner Löwe | Aug. 23, 2023 | Allgemein, Fußball
Ach ihr Löwen
Auf meine Löwen ist Verlass – leider im negativen Sinn. Kaum hat man ein Fünkchen Hoffnung, zerstört man sie sich selbst in beeindruckender Regelmäßigkeit meist gegen einen Kontrahenten, der als schlagbar gilt. Wahrscheinlich bin ich selbst schuld, weil ich das am Montag ja vorausgesagt habe, ohne zu wissen, dass die Niederlage so früh kommt.
All das traf am Dienstagabend im heimischen Grünwalder zu. Der VfB Lübeck war zu Gast, ein Team das generell in der unteren Tabellenhälfte verortet wird. Es gelingt ein Blitzstart mit der Führung nach nur 11 Minuten. Ein Eigentor durch Greilinger und ein weiterer Treffer der Norddeutschen bringt noch vor der Pause die Wende. Zwei Chancen auf den Ausgleich werden versiebt, der hochgelobte Zwarts bleibt relativ blass. Trainer Jacobacci bescheinigt trotzdem eine über 75 Minuten gute Leistung. Muss man eher als Mutmacher bezeichnen.
Ach ihr Volleyballerinnen
Mit zwei Siegen so gut in die EM gestartet, doch jetzt zwei Niederlagen gegen die schwächer eingeschätzten Schwedinnen und Tschechinnen, gegen die man nach der 2:0-Satzführung wenigstens einen Punkt ergatterte. Jetzt muss man sogar ums Achtelfinale bangen, da wäre ein Sieg gegen die bisher ungeschlagene Türkei hilfreich. Und als Dritte oder Vierter würde im Achtelfinale natürlich ein viel stärkerer Gegner reichen.
Ach ihr Leichtathleten und innen.
Knapp an der Medaille und doch vorbei. Ein Fehlversuch von Hochspringer Potye über 2,33 Meter war zu viel Ballast. Ohne Fehlversuch hätte es zu Bronze für den Münchner gereicht. Schon viel deutlicher verfehlte das deutsche Diskuswurftrio in einem hochklassigen Wettbewerb die angestrebten Medaillen. Unglaublich die Steigerung der Amerikanerin Tosaga, die mit 69,49 m den Titel holte vor ihrer favorisierten Landsfrau Allman und der Chinesin Feng Bin mit 68,20. Wieder ein Top-Wettbewerb im Diskus nach der Entschedung bei den Männern tags zuvor.
von Münchner Löwe | Aug. 21, 2023 | Allgemein
Unterhaltsame Bundesliga, aber wird es spannend? Vielleicht wegen Bayer?
Einen Start-Ziel-Sieg der Bayern wird es also nicht geben, dem VfB Stuttgart sei dank. Doch der souveräne Sieg in Bremen machte klar: Die Münchner sind auch für den zwölften Titel in Folge bereit. Harry Kane schlug prächtig ein, und die Problemfelder im defensiven Mittelfeld und in der Abwehr werden sich lösen lassen.
Leverkusen hat mir gut gefallen, die Neuzugänge scheinen einzuschlagen, zumindest dem ersten Eindruck nach. Beim BVB bin ich mir noch nicht wirklich sicher, das war gegen Köln schon ziemlich mühsam, aber Sieg ist Sieg.
Union hat mich wirklich überzeugt, ich sehe sie klar in den internationalen Plätzen. Weitere Vorhersagen sind meinem Beitrag vom Freitag zu entnehmen.
HSV, schafft er es diesmal?
Die Hamburger sind gewohnt gut in die Zweitliga-Saison gestartet. Die Auftritte waren wirklich überzeugend, aber die Prüfungen und das Saisonende, an dem sie es regelmäßig verhühnert haben, stehen noch an. Zurzeit machen sie aber einen sehr souveränen Eindruck, und die zweitgrößte Stadt Deutschlands gehört meines Erachtens in die Bundesliga. Es sind ja viele große Namen im Unterhaus versammelt, die sehr viel Aufmerksamkeit generieren und auch verdienen.
Für Hertha wird es extrem schwer nach einem desaströsen Start ohne Tor und ohne Punkt. Trainer Dardai wirkte schon recht verzweifelt. Der Wiederaufstieg scheint utopisch, es gilt eher, den Abstieg zu verhindern.
Verdiente Weltmeisterin
Ach ja, da war ja noch die Frauen-WM. Spanien ist für mich ein würdiger Titelträger. sie hatten unter anderem mit Bonmati die besten Einzelspielerinnen und waren im Endspiel auch das bessere Team. Glück gehört in der K.-o.-Runde selbstredend dazu. Angesichts der Streitigkeiten im Vorfeld um den unbeliebten Trainer und zahlreicher Absagen beleidigter Spielerinnen ist es schon ein kleines Wunder, wie sie sich zusammengerauft haben.
Ein grandioses Tennismatch
Alcaraz vs Djokovic, das ist zurzeit das Duell im Tenniszirkus. Fast vier Stunden beharkten sich die beiden im Finale von Cincinatti. Beide hatten Traumschläge zu bieten, und am Ende entschieden halt ein paar Punkte für den Serben. So hatte Alcaraz im zweiten Satz sogar einen Matchball. Ich mag ihn ja nicht, aber wie er sich mit seinen 36 Jahren reinkniet, ist schon beeindruckend. Die beiden sind der Konkurrenz ziemlich enteilt trotz relativ knapper Halbfinali gegen Zverev und Hurkacz, und viel spricht dafür, dass sie sich bei den US Open im Finale wiedersehen.
Alexander Zverev hat ein mehr als achtbares Turnier gespielt und auch Djokovic im Halbfinale echt gefordert beim 5:7 und 5:7. Dass ihn die tz zum „Verlierer des Tages“ kürte, ist einfach lächerlich. Ich behaupte mal: Bei einer guten Auslosung kann er in New York durchaus ins Halbfinale kommen, denn hinter Djokovic/Alcaraz haben sich die Spieler der Top Ten zuletzt nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Hurkasz, den besten Aufschläger der Tour, habe ich auch auf der Rechnung.
Das gilt bei den Frauen auch für Coco Gauff, die in Cinci letztlich souverän den Turniersieg einheimste. Ich denke, das war ihr Durchbruch zur absoluten Elite bei einem ziemlich wackeligen Frauenfeld.
Spektakel in Budapest
Die Geschichte des ersten Wochenendes lieferte Kugelstoßer Ryan Crouser. Eigentlich ein Wahnsinn, dass er trotz eines Blutgerinnsels, das bei ihm vor gut zwei Wochen festgestellt wurde, den langen Flug von Kalifornien nach Tokio wagte. Er hat doch schon alles gewonnen, und eine Restgefahr bestand offensichtlich.
Tragik bei den Holländern, bei denen zwei vermeintlich sichere Titel durch Stürze im Endspurt liegengelassen würde. Und für die Deutschen bleibt die Hoffnung auf die wenigen Medaillenkandidaten. Das wird schon.
Das wird die Woche, die wird.
Kein Anspruch auf auch nur ansatzweise Vollständigkeit. Es steht einiges auf dem Sportprogramm. Die LA-WM wird zum Mittelpunkt des Interesses mit Live-Übertragungen zur Prime Time in ARD und ZDF, aber auch bei Eurosport. Eher versteckt im Pay-TV sind die Hockey-EM der Männer und Volleyball-EM der Frauen. Am Freitag beginnt die Basketball-WM der Männer in Asien, also für uns eher unpraktische Anwurfzeiten und auch nur bei magenta.tv bzw magenta sport. Deutschland will ja eine Medaille, ein wie ich finde sehr ambitioniertes Ziel. Mehr dazu am Mittwoch oder Donnerstag
Die 3. Liga hat eine englische Woche angesetzt. Bin gespannt, wann es meine Löwen verhühnern. Aber: Spitzenreiter, Spitzenreiter!
Außerdem gibt es noch die entscheidende Runde der Qualifikation in der Champions League. Da werde ich aber eher passen, denn es gibt auch noch ein Leben außerhalb des Sport. Wirklich. Und der nationale Fußball rollt jetzt in fast allen wichtigen europäischen Ligen
von Münchner Löwe | Aug. 20, 2023 | Allgemein
Spaniens fußballerinnen haben es geschafft. Im ausverkauften Stadion von Sydney gewannen sie vor mehr als 75 000 Zuschauern mit 1:0 gegen England und holten sich ihren ersten Triumph. Kapitänien Olga Carmona schloss einen feinen Konter mit einem überlegten Schuss ins lange Eck ab.
Ich fand das Spiel hervorragend, und am Ende haben die Spanierinnen auch verdient gewonnen. Sie waren spielerisch klar besser als die Engländerinnen, die zwar beherzt kämpften, aber den feinen Technikerinnen letztlich nichts entgegenzusetzen hatten.
Trainer Jorge Vilda hatte viel Risiko, auch für sich selbst, genommen und in der Startelf auf die Starspielerin Alexia Putellas verzichtet. Doch Salma Paralluelo war ein mehr als würdiger Ersatz und brachte mit ihren Sturmläufen die Engländerinnen immer wieder in Verlegenheit. Schade, dass sie anders als im Vietel- und Halbfinale nicht selbst getroffen hat.
Erleichtert wird Jenni Hermoso sein, die mit ihrem Handelfmeter an Englands Keeperin Mary Earps scheiterte. Diese wurde zur besten Torhüterin des Turniers gewählt. Beste Spielerin wurde für mich völlig verdient Aitana Bonmati und Paralluelo wurde zur besten Nachwuchsspielerin gekürt. Alles sehr nachvollziehbare Entscheidungen, auch wenn ich persönlich die schwedische Torhüterin Musovic vorgezogen hätte.
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