Das wird die Woche, die wird

Abschluss der Vorrunde in Champions- und Europa League, Entscheidung bei der Handball-WM und weiter viel Wintersport.

 

Die 18-Spiele-Konferenz

 

Am Mittwoch ist es also so weit: der letzte Spieltag der Champions League mit 18 Partien gleichzeitig. Ich bin selbst ziemlich gespannt, wie das werden wird, wie ich den Überblick behalte. DAZN hat die Monster-Konferenz angekündigt (und sich schon im Voraus für einen Fernsehpreis beworben). Spannung ist höchstwahrscheinlich angesagt, aber um den Überblick zu behalten, wird man gleichzeitig am Handy/Laptop eine Live-Tabelle im Auge behalten müssen. Blöd ist, dass man sogar als DAZN-Kunde nicht mehr als höchstens zwei Streams (Neukunden nur einen) gleichzeitig laufen lassen kann, wenn DAZN nicht noch eine Ausnahme macht.
Nur kurz zu den Ausgangspositionen der deutschen Mannschaften:
– Bayer Leverkusen genügt aller Wahrscheinlichkeit nach ein Heimsieg über Sparta Prag, um die Top 8 und das direkte Achtelfinale ohne Zwischenrunde zu erreichen.
– Bayern München und Borussia Dortmund werden trotz der erwarteten Heimsiege gegen Slovan Bratislava und Schachtjor Donezk höchstwahrscheinlich die Top 8 vepassen. Da müssten schon sehr viele Teams vor ihnen patzen.Schaum mer mal, franzle ich jetzt mal.
– Dem VfB Stuttgart genügt ein Remis für die Zwischenrunde (wie auch dem Gegner PSG). Wird es ein stillschweigender Nichtangriffspakt oder versuchen die Teams, sich mit einem Sieg platzmäßig entscheidend zu verbessern im Hinblick auf die Zwischenrunde und einem dann vielleicht einfacheren Gegner. Eine Niederlage würde hier wie dort relativ wahrscheinlich das komplette Aus bedeuten.
– RB Leipzig ist raus, genau wie Auswärtsgegner Sturm Graz und auch RB Salzburg (zu Hause vs Atlético Madrid.

Wirklich spannend ist es tatsächlich für Manchester City werden. Der englische Meister braucht gegen den FC Brügge unbedingt einen Heimsieg, um wenigstens die Zwischenrunde zu erreichen, der  wiederum auch ganz sicher reichen würde. Das ist zumindest vorerst mein Einzelspiel am 2nd Screen.

Am Donnerstag folgt dann das gleiche Spielchen in der Europa League, ab 21 Uhr. Der Tabellenzweite Eintracht Frankfurt (bei AS Rom steht fix im Achtelfinale, 1899 Hoffenheim (bei RSC Anderlecht) hilft nur ein Wunder, um weiterzukommen. Rechte-Inhaber RTL+will wie gehabt Einzelspiele und eine Konferenz anbieten. Als besonderes Schmankerlkündigt die Sendergruppe auch eine Konferenz des Eintracht-Spiels mit dem Dschungelcamp an. Wers braucht, ist selig.

 

Portugal, der für mich unbekannte Gegner

 

Bei der Handball-WM geht es ab heute mit den Viertelfinali in die entscheidende Phase. Die Deutschen haben ein bisher zufriedenstellendes Turnier absolviert, die Pflichtaufgaben in Vor- und Zwiswchenrunde allesamt souverän absolviert, allerdings gegen Dänemark eine haushohe Niederlage kassiert. Jetzt kommt es morgen (20.30 Uhr und damit parallel zur Super-duper-Konferenz, s. o.) zur Partie gegen Portugal. Zum Gegner kann ich leider gar nichts sagen, die Experten sehen die Truppe von Gislasson leicht favorisiert). Portugal hat im Handball enorm aufgeholt und sich immehin gegen Größen wie Schweden, Spanien und Mitgastgeber Norwegen souverän durchgesetzt.
Insgesamt ist die einzige Frage: Wer stoppt die bisher überragenden Dänen, die allerdings jetzt ihr heimisches und so schnuckliges Herning (Hygge und so, nein ich habe keine Vorurteile …) velassen müssen?
Ansonsten stehen folgende Partien an:

Viertelfinale
Di., 18:00: Kroatien – Ungarn (Zagreb)
Di., 21:00: Frankreich – Ägypten (Zagreb)
Mi., 17:30: Dänemark – Brasilien (Oslo)
Mi., 20:30: Portugal – Deutschland (Oslo)

Halbfinale
Do., 20.30: Kroatien/Ungarn – Frankreich/Ägypten (Zagreb)
Fr., 20.30: Dänemark/Brasilien – Deutschland/Portugal (Oslo)

Finale und Spiel um Platz 3 am Sonntag in Oslo.

 

Der irre Skikalender

 

Die FIS in ihrer ganzen Weisheit hat fürs Wochenende die Speedfahrer nach Garmisch beordert: Auf dem Prgramm steht allerdings nur eine Abfahrt, der Himmel weiß warum. Es wird die  Generalprobe für die alpine WM sein, die schon nächste Woche in Saalbach beginnt.
Für die Techniker stehen heute und morgen Riesenslalom und Slalom in Schladming an. Die Slalomartisten beendend amit ihren großartigen Monat (Madonna, Adelboden, Wengen, Kitzbühel). Das Nachtrennen in Schladming ist gleichzeitig der Höhepunkt vor erwarteten 50.000 Zuschauern, die gerade im 2. Durchgang bei Flutlicht eine einzigartige Stimmung verbreiten. Skilöwe Linus Straßer hat die letzte Veranstaltung in der Steiermark gewonnen, bisher ist er nicht richtig in Fahrt gekommen und noch ohne Podestplatz.
Die Frauen bestreiten am Donnerstag noch einen Slalom in Courchevel, bevor es nach Saalbach geht. Mikaela Shiffrin hat nach ihrem Sturz in Killington vor zwwei Monaten und der Strichveletzung im Bauch ihr Comeback angekündigt. Wunderdinge sollte niemand von der Amerikanerin erwarten, erst recht nicht ihren 100. Weltcupsieg.

 

Und sonst?

  • Bundesliga: Ohne den ganz großen Schlager: Tabellenführer Bayern München empfängt Aufsteiger Holstein Kiel, Meister und 6-Punkte-Abstand-Verfolger Bayer Leverkusen 1899 Hoffenheim. Mit einiger Spannung erwarte ich das Gastspiel von Borussia Dortmund beim 1. FC Heidenheim (vor allem welcher Trainer auf der Bank sitzt …).
  • Internationaler Fußball: Englisches Verfolgerduell. Der FC Arsenal empfängt am Sonntag (17:30) Meister Manchester City. Die Cityzens sind nach Lage der Dinge schon aus dem Titelrennen, Arsenal helfen nur Siege, um den Abstand zum FC Liverpool (ams Samstag in Bornemouth) noch einigermaßen zu wahren.
    Mailänder Derby: Milan vs Inter, das ist im Giuseppe Meazza immer ein Hingucker wert (Sonntag, 18 Uhr). Inter gleichauf mit Tabellenführer SSC Neapel, wenn ich das Nachholspiel mit einem Sieg inkludiere). Die Neapolitaner ihrerseits stehen bei der AS Rom (mit Mats Hummels) vor keiner leichten Aufgabe (Sonntag, 20:45).
    Fern-Trielle in der Primera Divison: Die Titelkandidaten Real und Atlético Madrid sowie der FC Barcelona haben durchweg lösbare Aufgaben. Real bei Espanyol Barcelona (Sa., 20.45), Atlético gegen Malorca (Sa., 18.00), Barca vs Alaves (So., 14.00)
  • Basketball: In der Euroleague hat der FC Bayern die reizvolle Aufgabe bei toller Atmosphäre beim lettischen Club Zalgiris Kaunas. Alba Berlin muss bei Maccabi Tel Aviv antreten, wobei die Partie in Belgrad stattfindet). Die beden Teams treffen am Sonntag im SAP Garden zum Bundesligaduell aufeinander.
  • Tennis: Die Männer bestreiten im Daviscup die erste Qualifikationsrunde. Dabei trifft das deutsche Team auf Israel. Die Israeli haben nominell Heimrecht, gespielt wird (aus Gründen) im litauischen Vilnius. Die Deutschen sind auch ohne Alexander Zverev klaer Favorit. Jan-Lennard Struff und Yannick Hanfmann werden die Einzel bestreiten.
    Turniere gibt es auch: Männer in Montpellier (mit Daniel Altmaier), Frauen in Linz (mit Eva Lys per Wildcard) und in Singapur (mit Tatjana Maria)
  • Wintersport: Die Skispringer treten in Winterberg an. Dort steht die mächtigste Großschanze, die fast schon eine kleine Flugschanze ist. Kehren Deutsche und Österreciher in die Siegerspur zurück oder habern Norweger und Slowenen jetzt ihre Form gefunden?
    Langläufer in Cogne/Italien mit Klassik-Spring, Team-Klassik-Sprint und 10-Kilometer Freistil Einzelstart jeweils Männer und Frauen. Kein Biathlon übrigens. Man pausiert bis zur WM im schweizerischen Lenzerheide, die am 9. Februar beginnt.
  • US Sport: Die NFL bestreitet traditionell in der Woche vorm Super Bowl ihren Pro Bowl zwischen Auswahlteams der AFC und NFC. Diesmal in Orlando (Kick-off Sonntag, 21 Uhr). Manchmal ganz nett anzuschauen, aber das Ganze hat natürlich nichts mit der Kontaktsportart Football zu tun. Naturgemäß fehlen die Spieler der Super-bowl-Kontrahenten Kansas City Chiefs und Philadelphia Eagles, die sich eine Woche später in New Orleans messen.
    NBA und NHL sind mit Spielen satt bereits in der zweiten Saisonhälfte.

Das war die Woche, die war

Es war viel los auf den Sportfeldern dieser Welt: Fußball-Ligen, Handball-WM, Australian Open, eine Menge Winntersport und die Conference Finals in der NFL

 

Bayern dem Meistertitel nahe

 

Die Münchner rehabilitierten sich mit dem 2:1 beim SC Freiburg zumindest ergebnismäßig vom eher unglücklichen =:3-Debakel in de Champions League bei Feyenoord. Harry Kane, der in Rotterdam auch die besten Chancen vergab, war diesmal erfolgreich. Seinen eher harmlosen Schuss ließ Freiburgs Schlussmann Noah Atobolu passieren, als er den Ball falsch berechnete. Am Mittwoch hate Feyenoroords Keeper mit unwirklichen Paraden viel bessere Abschlüsse abgewehr. Statistiker vermelden bei diesem tor übrigens Historisches für die Bundeslgia: Die Vorlage zum Treffer gab Eric Dier. Noch nie hat ein englischer Assistgeber einen englischen Torschützen bedient.
Gleichzeitig patzte Bayer Leverkusen: Die Werkself kam bei RB Leipzig trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 hinaus, mal wieder patzte die Abwehr bedenklich. Der überragende Florian Wirtz gab die beiden Torvorlagen. Zumindest grenzwertig, dass der Schiri nicht abpfiff, als er vor dem 2:0 sekundenlang auf dem Knie von David Raum stand.
Apropos Schiedsrichter: Der übersah bei der Partie Dortmund gegen Bremen vor dem 2:0 des BVB eine klare Abseitsposition. Rami Bensebaini berührte zwar den Ball nicht, doch er irritierte mit seiner Bewegung zum Ball den späteren Eigentorschützen Marco Friedl. „Das hätte nicht gelten dürfen“, stellte der DFB in seltener Klarheit einen Schiri-Fehler fest. Am Ergebnis ändert sich nichts – Tatsachenentscheidung.
Apropos Dortmund: Der BFV reagiete nach dem blutleeren 1:2 beim FC Bologna und feuerte Nuri Sahin. Interimsweise saß gegen Bremen der bisherige U-19-Coach Mike Tullberg auf der Bank (und wird das auch am Mittwoch gegen Donezk tun). Der versuchte gleich, den Stars Feuer unter dem Hintern zu machen und mimte an der Seitenlinie das Rumpelstilzchen, wohlbekannt im Westfalenstadion seit den seligen Kloppo-Zeiten.

 

Favorit und Außenseiterin triumphieren

 

Jannik Sinner und Madison Keys sicherten sich bei den Australian Open die ersten Grand-Slam-Titel. Zu den Einzeln habe ich mich gestern schon ausgelassen. https://blickueberdenteich.de/zverev-verliert-auch-beim-dritten-mal-tennismaerchen-fuer-madioson-keys/
Im Doppel siegte bei den Männern das britisch-innische Paar Heliovaara/Patten, das sich in einem fantastischen Match gegen die Italiener Bolelli/Vavassori in drei Sätzen durchsetzten. Beschämend war die Kulisse: Weil die Veranstalter auf die indiskutable Idee kamen, diese Partie nach dem Frauen-Finale (nebst Siegerehrung) anzusetzen, vefolgten am Ende um 1.45 Uhrzeit nur noch eine Handvoll Zuschauer (davon einige sehr freudetrunkene Finnen) das Geschehen. Einen stinkenderen Mittelfinger in Richtung aller Doppelspezialisten ist kaum möglich. Dabei kassierte das Siegerpaar fast 500.000 Dollar, warum versteckt man die dann ins Nichts der Nacht?
Immerhin: Das Frauen-Finale fand dann schon am Sonntagnachmittag an. Die Tschechin Karolina Siniakova holte sich an Seite von Tayleor Townsend ihren bereits 10. Grand-Slamtitel im Doppel oder Mixed.

 

Rückkehr der Crazy Canucks

 

Als ich mich Mitte der 70er-Jahre für den Skisport zu interessieren begann, da waren die Crazy Canucks ein stehender Begriff. Verwegene kanadische Burschen, die sich ohne Rücksicht auf Verluste auf die schwierigsten Abfahrten wagten. Ken Read, Steve Podporsky und vielleicht der Irrste von allen. Hale Irwin. Durchaus erfolgreich, aber auch mit vielen Stürzen. Später dann auch ein Todd Brooker, der 1983 als letzter kanadischer Sieger auf der legendären Streif in den Annalen steht. Bis Samstag, als mit der Startnummer 20 James Crawford mit einem Parforceritt über Mausefalle, Steilhang, Hausbergkante und Co das Klassement noch mal völlig durcheinanderbrachte. Dem bis dato führenden Alexis Monnet blieb der Siegerjubel im Halse stecken. Die kanadische Partie perfekt machte der Drittplatzierte Cameron Alexander.
Crawford ist kein unbekannter, im Gegenteil: Vor zwei Jahren wurde er Super-G-Weltmeister. Aber auf Platz 1 der spektakulärsten Abfgahrt des Winters jätten ihn die wenigsten gewettet. Es war im übrigen ein faszinierendes Rennen, die Piste hart und mit Sicherheit sehr schwer, aber eben nicht unfahrbar. Anders als beim Super-G tags zuvor gab es keine schweren Stürze, der Hubschrauber kannte am Bodenbleiben.
Im Slalom dagegen feierte der beste Fahrer der Saison den nächsten Triumph. Clement Noel war erneut nicht zu schlagen, schlängelte sich zu seinem vierten Saisonsieg. Allerdings profitierte er vom Ausfall der beiden Erstplatzierten anch dem eersten Durchgang. Sowohl sein Sebastien Amiez als auch Terje haugen schieden im zweiten Durchgang aus. Vorjahressieger Linus Strasser kam auf Platz 5,  gänzlich zufrieden wird der Skilöwe nicht sein, aber für ihn zählt dieses Jahr am meisten die WM.

Die Frauen trugen Abfahrt und Super-G in Garmisch aus. Federica Brignone triumphierte in der Abfahrt vor Landsfrau Sofia Goggia. Im Super-G war Lara Gut-Behrami nicht zu bezwingen. Die Deutsche Kira Weidle-Winckelmann belegte die Plätze 9 und 8. Die beiden Siegerinnen Brignone und Gut-Behrami dürften den Gesamtweltcup unter sich ausmachen. Wenn die Schweizerin Camille Rast eingreifen wollte, müsste sie sich auch an die Speeddisziplinen wagen.
Der Lindsey-Vonn-Ticker vermeldet: Ausfall in der Abfahrt, aber immerhin Platz 13 im Super-G.

 

Super Bowl wird mein Horror Bowl

 

Ich habe es befüchtet. Das Finale in der NFL in New Orleans bestreiten die von mir wenig geliebten Kansas City Chiefs und Philadelphia Eagles. Die Chiefs nutzten den heimvorteil im Arrow head Stadium (den sie wegen einiger absurder Siege in der regulären Saison innehatten) und bezwangen die Buffalo Bills in séiner sehenswerten Partie mit 32:29. Die Bills machten einfach zu viele Fehler: Zweimal ging eine 2-Point-Conversion schief, mehrere Male ganz kurze Versuche zu einem neuen first down. Zu einfallslos. Insgesamt ineressant zu sehen, dass beide Trainer vermehrt auch vierte Versuche ausspielen (was gut geht und manchmal eben auch nicht).
Die Eagles hatten kaum Probleme mit den Washington Commanders und fuhren über die Hauptstädter (apropos: USA, Hauptstadt, Weißes Haus, großer Seufzer) wie eine Dampframme hinweg. Am Ende hieß es 55:23. Sieben ihrer 8 Touchdowns erliefen die Eagles (laufende Adler), je dreimal trugen Runnigback Shaqon Barkley und Quaerteback Jalen Hurts das Ei über die Linie.

 

Handball-WM in der entscheidenden Phase

 

In den Viertelfinals ab morgen in Zagreb und Oslo gibt es doch einige Überraschungsteams. Dass Portugal und Braslien sich in der Hauptrunde gegen Schweden., Spanien und Norwegen durchsetzen würden noch dazu in Olso, hätten wohl die wenigsten erwartet. Sie begeistern durch ihr frisches, teilweise auch unkonverntionelles Spiel. Dazu würde ich auch die Ägypter zählen, die immerhin die hochgewetteten Isländer (und Slowenen) hinter sich ließen. Die Deutschen erlebten zwar in der Hauptrunde ein 30:40-Debakel gegen Dänemark, gewannen aber gegen Italien und Tunesien. Damit kommt es zu folgenden Viertelfinal-Paarungen

Di., 18:00: Kroatien – Ungarn (in Zagreb)
Di., 21:00: Frankreich – Ägypten (Zagreb)
Mi., 17:30: Dänemark -Brasilien (in Oslo)
Mi., 20:30: Portugal – Deutschland (Oslo)

 

Abschied und Anfang zugleich

 

Die Wege des Herrns sind gleichsam unergründlich wie die des Sports. Nehmen wir den Eishockey-Trainer Don Jackson  Da planen die Eisbären Berlin eine schöne Abschiedsparty für ihren ehemaligen Erfolgscoach (5 DEL-Titel) und sie suchen sich die Partie gegen RB München aus, weil der „Stille Don“ auch dort erfolgreich war und dort als „Head of Coaching“ tätig ist. . So weit, so normal. Nun begab es sich, dass zwei Tage vor der Partie Red-Bull-Trainer Max Kaltenhauser von einem Tag auf den anderen den Bettel hinwirft. Große Not bzw Leere auf der Trainerbank, und wer könnte die besser füllen als Don Jackson. Also fuhr er nicht nur als Head of Coaching in die Hauptstadt, sondern als Chefcoach. Die Berliner schluckten wahrscheinlich, doch sie zogen die Ehrung anstandslos und offenbar auch stilvoll durch. Jackson revancierte sich auf seine Weise und gewann mit seinem neuen alten Team gegen sein ganz altes Team mit 3:2 nach Penaltyschießen. Und weil die Münchner so schön am gewinnen waren, auch das nächste Auswärstsspiel in Wolfsburg sogar mit 4:1.

Und sonst?

  • Bundesliga: St. Pauli hat einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt geschafft. Die Hamburger gewannen gegen den 1. FC Union gleich mit 3:0 und sprangen auf Platz 13, noch vor den Belinern.
    Der Wechsel von Omar Marmoush zu Manchester City ist perfekt. Ohne Marmoush kamen die Hessen zu einem 2:2 in Hoffenheim, der Hoffenheimer Ausgleich fiel erst in der Nachspielzeit. Etikite war für die Eintracht zweimal erfolgreich.
  • Internationaler Fußball: Einsame Reds. Der FC Liverpool siegte klar mit 4:1 gegen Aufsteiger Ipswich Town. Weiter 6 Punkte Vorsprung auf Arsenal (mühsames 1:0 in Wolverhampton) bei einem Spiel weniger.
    Barca in Torlaune. Nach dem Spektakel in der Champions League bei Benfica (5:4 nach 2:4) deklassierten die Katalanen Nachzügler FC Valencia mit 7:1. Schon zur Pause stand es 5:0, obwohl Robert Lewandowksi erst im 2. Durchgang zum Einsatz kam und einen Treffer beisteuerte.
    Unbeirrbares Napoli: Die SSC überwand auch die komplizierte Hürde Juventus. Im heimischen Sau Paolo gewann der Meister von 2023 mit 2:1. Inter bleibt allerdings nach dem 4:0 in Lecce auf den Fersen und hat bei einem Spiel weniger drei Punkte Rückstand.
  • Basketball: Das deutsche Euroleague-Duell zwischen Alba Berlin und dem FC Bayern wurde erst am Ende eine klare Sache der Münchner. Die auch jeden Sieg dringend brauchen im absurd engem Kampf um die Plätze. Zwischen Rang 3 und 14 sind es gerade mal 3 Siege, die Bayern sind zurzeit Neunter.
  • Tennis: Tatjana Maria triumphierte beim Challenger-Turnier in Bengaloru/Indien In der Weltrangliste wird sie auf Platz 73 geführt, sie ist damit die beste Deutsche. Bei den Australian Open war sie noch in der 2. Runde gescheitert und konnte in Indien nachnennen.
  • Wintersport: Deutsch-österreichische Siegerserie gestoppt. Beim Skifliegen in Oberstdorf gewannen der Slowene Timi Zajc und Johann Andre Forfang aus Norwegen. Bis dahin waren im Skisprung-Weltcup allse Saisonsiege an deutscheoder österreichische Springer gegangen, inklusive der Mannschaftswettbewerbe.
    Preus verteidigt Weltcup-Führung. In Antholz belegte sie in Sprint und Verfolgung jeweils den dritten Platz. Die zweifache Siegerin Lou Jeanmonnot konnte den Rückstand allerdings weiter verkürzen. Ihr bestes Weltcup-Ergebnis schaffte Selina Grotian, die im Sprint Zweite wurde.
  • Motorsport: Leider an mir vorbei rasten die Fahrer der Rallye Monte Carlo. Der Franzose Sebastien Ogier siegte in den Seealpen, unweit von seinem zu Hause.

Zverev verliert auch beim dritten Mal – Tennismärchen für Madison Keys

Die Australian Open sind zu Ende, doch für Alexander Zverev gab es kein Happy End. Im Finale unterlag er dem Weltranglistenersten Jannik Sinner 3:6, 6:7, 3:6. Er verlor damit das dritte Mal bei seinem dritten Grand-Slam-Finale nach den beiden Fünfsatz-Pleiten gegen Dominic Thiem (US Open 2020) und Carlos Alcáraz (French Open 2024). Drei Finalsniederlagen bei drei verschiedenen GS-Turnieren bei keinem eigenen Sieg, das hat es meiner Kurz-Recherche nach noch nie gegeben. Ivan Lendl hat allerdings sogar seine ersten 4 Finals verloren, bevor er 1985 in Flushing Meadows triumphierte.

Im Finale kann sich Zverev gar nicht viel vorwerfen. Sinner war an diesem Tag einfach der bessere Spieler, machte mit seinem eersten Aufschlag 83 Prozent der möglichen Punkte, ein unfassbar guter Wert. Folgerichtig musste der Italiener nicht einen einzigen Breakball abwehren. Dazu kam noch Glück hinzu wie sein unerreichbarer Netzroller im Tiebreak des 2. Satzes. Wenn (ja dieses Wen …) Zverev den gewonnen hätte, wäre die Partie vielleicht gekippt. Dadi wari, verschüttete Milch.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass ein Zverev mit seiner eher abwartenden Spielweise gegen einen Sinner auch nur in guter Form ohne Chance ist (und wahrscheinlich auch gegen Carlos Alcáraz). Zverev steht jetzt vor der sehr schwierigen Entscheidung: Ändert er sein Spiel zu mehr Risiko, also ein, zwei Schritte näher zur Grundlinie, wie es objektive Beobachter schon länger fordern. Doch letztlich hat ihn dieses Spiel nicht nur dreimal in ein GS-Finale geführt (in Melbourne praktisch unangefochten); er ist auch die ganz klare Nummer 2 hinter einem seit einem Jahr schier unbezwingbaren Sinner.

Und damit komme ich zur eigentlichen Tragik des ganzen Turniers: Meines Erachtens nämlich dürfte es den Triumphator Sinner gar nicht geben nach seinen zwei positiven Dopingproben vom März 2024. Die der Tennisverband schlicht ignorierte (bzw. die Räuberpistole des händeverseuchten Masseurs glaubte). Und das Tun dieses engen Vertrauten nicht Sinner zurechnete, obwohl das in derlei Fällen zwingend ist. Dass der CAS bisher den Einspruch der Dopingagentur gegen diesen skandalösen Freispruch nicht entschied, sonden sich erst im März dazu bequemt, st en weiterrer Skandal. Sinner hat damit 2 Grand-Slam-Turniere gewonnen (auch die US Open 2024), an denen er nicht hätte teilnehmen können, wenn es auch nur ansatzweise mit rechten Dingen zugegangen wäre. Betrogen werden damit alle Zuschauer, all seine Gegner. Un er selbs hat zwei Sieger-Schecks in Höhe von insgesamt 5 Millionen Euro kassiert.
Gestern war Eva Lys im ZDF-Sportstudio: ohne Namen zu nennen hat sie auf die enorme Ungleichbehandlung nahmhafter Tennisstars und dem Rest verwiesen (auch ohne Namen zu  nennen: Dass sie neben der Polin Iga Swiatek auch Jannik Sinner meinte, lag klar auf der Hand). Ich übersetze: Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Widerlich, und das schreibe ich als Sinner-Fan, der ich bis zur Doping-Bekanntgabe war.

 

Fantastische Madison Keys

 

Während mich das Männer-Finale nicht vom Sofasitz riss, war das beim Frauen-Finale am Samstag zwischen Titelverteidigerin Aryna Sabalenka und Madison Keys ganz anders. Ein söektakuläres Endpiel, spannend bis zum tatsächlich entscheidnenden Matchball, den Keys mit einem brachialen Winner für sich entschied. Was im Tennis äußerst selten vorkommt. Beide Spielerinnen packten in der entscheidenden Phase der Partie ihr allerbestes Tennis aus. Dumme Fehler gab es kaum noch, dafür Traumschläge en masse auf beiden Seiten.

Disclaimer: Ich bin Fan von Madison Keys, seitdem sie mit 14 jahren in der Profitour aufschlägt. Ein Riesentalent, doch in entscheidenden Momenten nicht Herrin ihrer Nerven. Es gab Experten wie zum Beispiel Oliver Faßnacht von Eurosport, der sogar wetten wollte: Keys wird nie ein Grand-Slam-Turnier gewinnen, trotz ihrers fulminanten Aufschlags und krachenden Grundschläge. Weil sie nicht Herrin ihrer Nerven sei, in entscheidenden Phasen oft die falschen Entscheidungen treffe.

Ich fand das damals extrem anmaßend, gerade in dieser Endgüligkeit. Als ob sich ein 17-jähriger hochtalentierter Mensch nicht ändern könnte. Doch Faßnacht schien recht zu behalten. Einmal erreichte sie zwar in New York das Finale, das sie allerdings völlig wegwarf und absolut chancenlos gegen ihre gute Freundin Sloane Stevens.

In den vergangenen Jahren wurde es stiller um Keys, auch weil sie viele Verletzungen hatte. Auch ich hatte die Hoffnung auf einen GS-Erfolg von ihr aufgegeben. Jetzt bei den Australian Open war sie bei kaum einem Experten auch nur im erweiterten Favoritenkreis, obwohl sie mit der Empfehlung eines Turniererfolges im Vorfeld nach Melbourne kam. Was ich dann früh sah, war eine etwas anders spielende Keys. Immer noch mit beeindruckenden Schlägen, aber taktisch schien sie viel reifer, und ihre Nerven schien sie auch im Griff zu habern. Es folgte der schier unglaubliche Lauf, die ihre Nerven und die ihrer Anhänger gehörig strapazierte. Schwerer hätte der Weg ins Finale kaum sein können: Schon in der 2. Runde hatte sie große Mühe gegen die Qualaifkantin Ruse und setzte sich e kanapp mit 7:5 im 3. Satz durch. Es folgten Siege gegen die weit höher aingestuften Danielle Collins und Elena Rybakina, ein Zittererfolg gegen die unglaubliche Ukrainerin Elina Svitolina: Im Halbfinale der Thriller gegen Iga Swiatek, als sie gar einen Matchball abwehren musste und dies mit einem perfekten Schlag auch tat. Dann der Showdown vs Sabalenka, zuvor in Melbourne 20-mal hintereinander als Siegerin vom Platz gegangen bei 2 Turnier-Triumphen 2023 und 2024.
Attraktives Tennis spielt sie sowieso mit unglaublich harten Grundschlägen (es gibt nicht so viele Männer, die durchgehend so hart spielen), wenn auch mit mehr Drall).

29 Jahre musste Madison Keys werden, es war ihre 47. Grand-Slam-Teilnahme. So gesehen hat Alexander Zverev noch ein bisschen Zeit

 

Australian Open: Finale zwischen Pest und Cholera, aber ohne Corona

Ich habe es befürchtet, aber erwartet: Jannik Sinner hat das Finale der Australian Open erreicht. Dass er da nacheinen Leistungen objektiv hingehört, möchgte ich gar nicht bestreiten. Aber es bleibt der Gestank seines immer noch nicht endgültig entschiedenen Doping-Falls. Warum de CAS es nicht geschafft hat, in der Causa wenigstens eine Entscheidung zu treffen, empfinde ich jetzt als noch ärgerlicher, weil aus dem virtuellen Australian-Open-Finalist Sinner ein tatsächlicher geworden ist. Der normalerweise schon längst zumindest für ein Jahr aus dem Verkehr gezogen worden häte müssen, so wie normalerweise Dopingfälle bestraft werden. Meine Meinung zum Fall selbst habe ich schon öfter auch hier zum Ausdruck gegeben. Auch wenn die Räuberpistole der dopingverseuchten Masseur-hand zutrifft (was ich persönlich schon bezweifle), Sinner muss sich unbedingt den Fehler eines seiner engsten Vertrauten zurechnen lassen.
In dem Zusammenhang bleibt für mich der Super-Gau wenigst3ns aus, weil die zweite Dopingsünderin Iga Swatek nach einem grandiosen Halbfinale an Madison Keys gescheitert ist.

Meine persönliche Pest also gegen Alexander Zverev, meine Cholera. Ein Frauenschläger (ein Verfahren, das die Ex-Frau anstrengte, wurde eingestellt), dem doch der deutsche Boulevard (und nicht nur der) zu Füßen liegt. Der im übrigen ebenfalls beeindruckend spielt. Immerhin hat es die Cholera Zverev geschafft, meine persönliche Nemesis Novak Djokovic (also Corona) aus dem Weg zu räumen (wenn auch nur durch einen Aufgabesieg nach dem ersten Satz. Den mag ich halt persönlich überhaupt nicht, wegen seines überbordenden Nationalismus, seiner Attitüde des allseits verfolgten Stars, den niemand liebt, sondern bestenfalls respektiert. Nota Bene mag ich seine Art, Tennis zu spielen nicht, und nicht nur wegen seiuner chronisch unsportlichen ewigen Balltipperei vorm Aufschlag.

Es waren zwei merkwürdige Halbfinali am Freitag: Zunächst Zverev vs Djokovic, am hellichten Tag und dementsprechenden Temperaturen in Melbourne. Losgelöst von meinen Vorlieben oder nichtlieben der betreffenden Spieler. Was einem bei Zverev oft in den Wahninn treibt, ist sein manches arg defensives Spiel meterweit hinter der Grundlinie. Weiß er selber, wie er hinterher zugab, aber warum es ihn seit Jahren kein Trainer beibringen kann die Bälle früher zu nehmen, öfter am ans Netz zu rücken (gut, dann müsste der betreffende Trainer ihm noch einen überdurchschnittlichen Volley beibringen), das verstehe ich nicht. So verpufft die unglaublich gute Rückhand, weil sie shclicht ewig unterwegs ist, bis sie beim Gegner ankommt. Gegerade gegen einen Djokovic, der an guten Tagen kaum Fehler macht, ist so etwas verheerend.

Verlassen konnte sich Zverev im Gegensatz zum Tommy-Paul-Match auf seinen Aufschlag. Der erste kam kam zu 76 Prozent und führte in 83Prozent der Fälle zum Punkt, also praktisch eine sichere Bank.

Djokovic konzentrierte sich darauf, seine Aufschlagsspiele durchzubringen. Er wirkte nicht fit, nach dem er in der voritgen Partie gegen Alcáraz sich am Oberschenkel behandeln ließ. Doch wie oft hat beim Djker der Schein getrügt und er trotz tatsächlicher oder vermeintlicher Malaisen ein Spiel noch gewonnen. Diesmal nicht, diesmal war es offenbar ernst. nach dem verlorenem Tiebreak gab Djokovic unvermittelt auf. Es war ihm klar, dass er nach 80 Minuten Spielzeit, in die er viel Energie gesteckt hatte, nie drei Sätze gegen Zverev hätte gewinnen können. Die einzelnen Pfiffe, mit denen er beim Abschied aus der Arena bedacht wurde, hätten isch die Pfeifenden auch sparen können, darauf wies im übrigen auch Zverev hin. Denn egal, wie man letztlich zu Djokovic steht: Das hat der 24-malige Grand-Slam-Gewinner (davon 10-mal in eben jeder Rod-Laver-Arena, nicht verdient.

Im Finale gegen Sinner am Sonntag (09:30, Eurosport) sehe ich Zverev tatsächlich leicht favorisiert, vor allem wenn sein Service so gut funktioniert. Der Italiener nämlich wirkte bei seinem jur dem Ergebnis klaren 7:6, 6:2, 6:2 gegen den Amerikaner Ben Shelton nicht immer souverän. Sheltonhatte die große Chance auf den ersten Satz, als er bei eigenem Aufschlag zwei Satzbälle vergab. Auch in der Folgezeit hielt Shelton mehr als mit, versagte aber wiederholt in den entscheidnden Szenen. Auch Sinner wirkte alles andere als topfit und ob er ein längeres Match durchgehalten hätte, schien sehr zweifelhaft. Am Ende schaffte er unter Aufbietung letzter Kräfte die entscheidenden Spielgewinne.

Wenn nicht jetzt, wann dann könnte es also für den besten deutschen Tennisspieler seit Boris Becker und Michael stich heißen. Ein Grand-Slam-Sieg würde zumindest seine Tennis-karriere rund machen nach 2 ATP-Finals und mehreren Masters-Triumphen. Vom Olympiasieg 2021 ganz zu schweigen. Lieben werde zumindest ich den Frauenschläger deshalb nicht mehr.

Champions League: Viel entschieden, einiges offen

Der 7. und vorletzte Spieltag der Chamions League  ist vollbracht (und auch der Europa League notabene). Und siehe da: In der Königsklasse (ich belasse es hier dabei) sind bei Blick auf die 36-Monster-Tabelle einige Entscheidungen  schon fix gefallen, einige neuralgische Plätze sind zum Teil nur noch theoretisch spannend, und tatsächlich gibt es noch ein paar offene Fragen.

I. Fix in den Top 8 (4 Teams, absurde Rechenkunststücke außen vor)

 

Die sind deshalb wichtig, weil sie den direkten Sprung ins Achtelfinale bedeuten, und die Clubs sich die anstrengende und vielleicht auch unüberwindbare Zwischenrunde ersparen

1. FC Liverpool (sicher in den Top 2)
2. FC Barcelona
3. Inter Mailand
4. FC Arsenal

 

II. Fix ausgeschieden (10 Teams)

 

36. YB Bern
35. Sl. Bratislava
34. RB Salzburg
33. Sturm Graz
32. RS Berlgrad
31. FC Girona
30. RB Leipzig
29. Sparta Prag
28. FC Bologna
27. Schachjor Donezk

 

III. Sicher in der Zwischenrunde (15 Teams, Plätze 5 bis 19, unter anderem Leverkusen, Dortmund und Bayern, aber auch Real und Juventus)

IV. (Theoretische) Chancen auf die Top 8 (14 Teams, Plätze 5 bis 18)

 

In der Praxis dürften all jene Teams mit 12 Zählern, darunter der FCB und der BVB, keine seriösen Chancen mehr auf die Top 8 haben. Diese beiden trennen übrigens nur zwei Tore, es könnte also eine lustiges Wettschießen der beiden deutschen Clubs und Real Madrid um die bessere Platzierung geben gegen Donezk (Dortmund), Bratislava (Bayern) und in Brest (Real), wahrscheinlich aber nur um Platz 10 oder so. Dabei ist zu beachten, dass eventuell stattgefundene direkte Duelle erst nach Tordifferenz, geschossene Tore etc überhaupt als Kriterium herangezogen werden.
Realistisch kämpfen die 9 Clubs zwischen Rang 5 und 13 um die 4 verbleibenden Top-8-Plätze. In der eigenen Hand haben es Milan, Atlético (je 15) und Atalanta (14), denen ein Sieg mit Sicherheit reicht. Bayer Leverkusen führt mit dem besten Torverhältnis die sechs 13-Punkte-Clubs an. Ein klarer Heimsieg gegen Sparta Prag würde das Tor weit öffnen. Wenn ich das außerdem richtig sehe, gibt es kein kein direktes Duell in diesem Neuner-Verband. Das ist schon spannend, wäre aber noch spannender ohne das Sicherheitsnetz Zwischenrunde, in das alle fallen, die es nicht schaffen.

 

V. Kampf um den Verbleib (7 Clubs, darunter Benfica und Sporting Lissabon sowie der VfB Stuttgart und PSG

 

Die 7 Clubs zwischen Platz 20 und 26 ermitteln die letzten 5 Teilnehmer de K.o.Runde, die auf alle Fälle in die Zwischenrunde müssen. Hier sind alle Augen auf Manchester City gerichtet: Das muss gegen den FC Brügge (wenigstens daheim) unbedingt gewinnen, um ein Ausscheiden zu vermeiden. Adererseits wäre ein Sieg auch die hundertprozent sichere Garantie fürs Weiterkommen.
Interessant wird sein, wie der VfB Stuttagart und Paris St. Germain ihr direktes Aufeinandertreffen im Neckarstadion angehen. Ein Unentschieden würde mit an Sicherheit grenzender Wahrxcheinlichkeit beiden zum Weiterkommen reichen (PSG sogar zu 100 Prozent). Droht da ein Nichtangriffspakt, zweites Gijon 1982? Der VfB würde nämlich bei einem Remis nur ausscheiden, wenn gleichzeitig Dinamo Zagreb mit 7 Toren Unterschied gegen Mailand gewinnen würde. Eine Niederlage wäre vor allem für die Stuttgarter, aber auch für PSG dagegen sehr knifflig, allerdings theoretisch auch noch möglich, wenn etwa beide Lissaboner Clubs (hoch) verlieren und/oder City nicht gewinnt. Sich darauf zu verlassen, wäre irrsinnig.

 

VI. Der letzte Spieltag

 

Bevor stehen uns jetzt in CL (29. Januar) und Europa League (30.1) die beiden Superduper-Endpiletage mit jeweils 18 Partien zur selben Anstoßzeit. DAZN verspricht in der Königsklasse und exklusiv in Euroüa die tollste Konferenz aller Zeiten und gibt jetzt schon ein Bewerbungsschreiben für einen Fernsehpreis ein. Natürlich werden das insgesamt etwa 100 aufreibende und höchstunterhaltsame Minuten, doch für die meisten Clubs wird die Spannung überschaubar sein. Zumal die UEFA in einem unfassbaren Anflug von Weisheit vorher schon entschieden hat, dass kein Club sich mit dem richtigen Resultat auch den richtigen Gegner herausspielen kann. Es bleibt immer nur bei Gegnerpaaren, die danach gesondert zugeordnet werden. Klarer Ausgedrückt als Beispiel für die Zwischenrunde, also die Plätze 9 bis 24. Es werden dort die Paare 9/10 und 23/24, die 9 wird also gegen 23 ODER 24 antreten müssen.