Das wird die Woche, die wird

Fußball-Champions-League, viel Wintersport und der Darts-Höhepunkt des Jahres im Ally Pally

 

Vorrunde määndert weiter

 

Es steht der 6. Spieltag der Champions League an, zwei weitere werden noch im Januar ausgetragen. Die Bayern-Hörigkeit hierzulande beweist mal wieder Amazon, das sich als Live Pick der Münchner bei Schachtjor Donezk in der Schalke-Arena ausgesucht hat, obwohl gleichzeitig die viel höherwertigen Partien RB Leipzig vs Aston Villa und vor allem Bayer Levekusen vs Inter stattfinden. Ich will. mich gar nicht lange mit Konstellationen aufhalten zum Weiterkommen oder gar der Top-8-Qualifikation, aber ein Augenmerk gilt sicher dem VfB stuttgart, das am Mittwoch gegen die Young Boys Bern zum Siegen verdammt sind. Es sind wieder klangvolle Duelle dabei wie Atalanta Bergamo vs Real Madrid und Juventus vs Manchester City (Mi.), aber der echte Thrill fehlt mir.
Dies gilt erst recht für Europa und Conference League, die am Donnerstag weiter määndern.

 

Wieder ein Darts-Duell der Lukes?

 

Ich bekenne mich schuldig (oder spricht es für meine Klugheit?): Von der Darts-Saison habe ich wenig bis nichts verfolgt, schon gar nicht per Live-Bilder. Zu viel Angebot ist bei mir manchmal kontraproduktiv, das sehe bzw. nicht-sehe ich auch beim Snooker. Aber die WM im Ally Pally ist fest programmiert, zumal sie im wenig sportlicher Jahreswechselzeit (wir haben ja sonst nichts …) stattfindet; Sie beginnt bereits am Sonntag. Titelverteidiger und erneut (mindestens) Mit-Favorit ist Luke Humphries, der das letztjährige Finale gegen das propere Wunderkind Luke Little für sich entschied. Eine Wiederholung dieses Finales ist allerdings ausgeschloissen, weil die Auslosung die beiden schon im Halbfinale aufeinandertreffen lässt (falls sie soweit kommen …). Der Holländer Michael van Gerwen hat seine schlechteste Saison seit Jahren hinter sich ohne Erfolg in einem großen Turnier.
Eine Handvoll Deutscher ist auch dabei, mal sehen ob Gabriel (Gaga) Clemens seinen Halbfinal-Coup wiederholen kann.

 

Lindsey Vonn finster entschlossen

 

Auch wenn die einstige Speedqueen am Wochenende in Beaver Creek nur als Vorläuferin startet, sind alle Augen auf sie gerichtet. Das Comeback der 40-Jährigen nach langer Pause rückt tatsächlich näher und näher. Ihre Pflicht-FIS-Punkte hat die Amerikanerin am Wochenende in zwei Abfahrten in Copper Mountain geholt. Ihr Rückstand auf die Siegerinnen Mirjam Puchner und Cornelia Hütter war mit etwa eineinhalb Sekunden durchaus im Rahmen. Absurde Erwartungshaltung: Sport1 bezeichnet die Plätze 24 und 27 als „nur“, ist also ernsthaft enttäuscht. Vor allem aber hielt ihr künstliches Kniegelenk. Die Birds of Prey ist mit das technisch Anspruchsvollste, was die Frauen in de Saison an Abfahrt zu bewältigen haben. Vielleicht zu knackig für die ersten Speed Events. Die Männer kehren schon wieder nach Europa zurück bestreiten am Samstag und Sonntag Riesenslalom und Slalom in Val d’Isére.

 

Norwegen auch in der Handball-Halle stark

 

Das Wintersportland ist  auch im Frauenhandball die absolute Nummer 1. Das zeigt Norge gerade bei der EM in Österreich, Schweiz und Holland, wo die Skandinavierinnen bereits sicher im Halbfinale stehen. Dort trifft der klare EM-Favorit auf Frankriech oder Ungarn. Die Deutschinnen schlugen sich gestern in Wien gegen den hohen Favoriten achtbar, waren aber beim 27:32 letztlich chancenlos. Mit einem Sieg morgen gegen Slowenien könnte das Team wenigstens Platz 7 erreichen, die Medaillen und auch das Spiel um Platz 5 sind schon außer Reichweite.

 

Offizielle WM-Gastgeber-Krönung vom Alleinherrscher

 

Am Mittwoch ist es dann auch offiziell: Dann werden in einem, in einem einzigen Online-Voting die Gastgeber für die Fußball-WMs 2030 und 2034 auch offiziell fixiert. Also das absurde 6-Länder-Turnier ’30 mit dem jeweiligen Eispieletrip Uruguay, Paraguay, Argentinien sowie Marokko, Portugal und Spanien. 2034 ist das das geldige Saudi-Arabien zum Sportswashing bereit. Widerspruch gegen diesen Terroristenfreund-Gastgeber gibt es keinen, auch Deutschland schweigt stille und stimmt zu und kassiert Millionen und Abermillionen Blutgeld. Alles hat FIFA-Chef Gianni Infantino brillant eingefädelt, das muss man dem Liebhaber aller Diktatoren (Putin, Trump) lassen. Ich will darob und der erbärmlichen Willfährigkeit der europäischen Verbände nur noch kotzen. Siehe auch

https://blickueberdenteich.de/erbaermliche-entscheidung-erbaermlicher-dfb/

 

Und sonst?

  • Fußball-Bundesliga: Zumindest dem Tabellenstand nach gibt es am 14. Spieltag eine attraktive Partie. Ob aber Wolfsburg vs Freiburg die Fußball-Herzen auch neutraler Anhänger wirklich höher schlagen lässt, wage ich zu bezweifeln. Auf Tabellenführer Bayern München wartet mit Mainz am Samstag durchaus ein trickiges Auswärts-Aufgabe, genau wie Meister Leverkusen in Augsburg. Beendet ist das Fußball-Jahr für Manuel Neuer, der sich bei seiner Ramo-Einlage im Pokal selbst einen Rippenbruch zugezogen hat. Blöd gelaufen. Eintracht Frankfurt ist beim wiedererstarkten RB Leipzig (So., 19.30) zu Gast.
  • Internationale Ligen: In England steht das Stadtderby der beiden schwächelnden Manchester-Clubs City und United an, Wer da erneut verliert, dürfte erst mal ein schweres Leben haben, während der Sieger wenigstens in der Stadt erst mal Ruhe hat. Ansonsten fehlt mir in den großen Ligen der große Schlager.
  • Handball: Bis Montag steht in der HBL ein Doppelspieltag an: Tabellenführer MT Melsungen hat am Mittwoch gegen HSV Hamburg und am Montag in Gummersbach lösbare Aufgaben.  Ungleich schwerer wird es für das punktgleiche Hannover-Burgdorf bei Rekordmeister THW Kiel. Ebenfalls am Montag empfängt die SG Flensburg-Handewitt die Füchse Berlin zum Verfolgerduell.
  • Basketball: Heimspiele in der Euroleague haben Alba Berlin (19.00) vs Partizan Belgrad sowie der FC Bayern vs Maccabi Tel Aviv (20.45). Zum Spitzenspiel Erster gegen Zweiter in der BBL empfängt am Samstag Ratiopharm Ulm die Academics Heidelberg.
  • Wintersport: Weltcup satt unter anderem mit Skilanglauf in Davos ab Freitag, Skispringen in Titisee-Neustadt mit dem Heimspiel fürWeltcupleader Pius Paschke. Die Biathleten und -innen messen sich zu je drei Rennen in Hochfilzen (Sprint, Verfolgung, Staffel. Dies und anderes zu verfolgen diesmal im ZDF (und Eurosport).
  • US Sport: Ab heute das Viertelfinale im NBA Cup unter anderem mit Milwaukee Bucks vs Orlando Magic mit Moe Wagner und Tristan da Silva, aber ohne den verletzten Franz Wagner. Die Oklahoma City Thunder mit Isaiah Hartenstein sind gegen die Dallas Mavericks (Maxi Kleber) Favorit.
    In der NFL steht der 15. Spieltag an: Mal sehen, auf welch absonderliche Art die Kansas City Chiefs diesmal gewinnen bei den Cleveland Browns. Es fehlen noch der Pick 6 oder die Safety in letzter Minute. Der absolute Schlager findet am Sonntagabend (22.25) statt, wenn das beste NFC Team Detroit Lions mit den Buffalo Bills zweitbeste aus der AFC (hinter den Chiefs) empfängt. Allerdings ist der Ausgang für Platzierungen fast irrelevant.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das war die Woche, die war

Neuer patzt, alles trotzdem gut?

 

Der FC Bayern muss den ersten Titel de Saison abschreiben. Gehörrigen Anteil an der 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen hatte Schlussmann Manuel Neuer, der schon nach einer guten Vietelstunde vom Platz flog, weil er als letzter Mann außerhalb des Strafraums Jeremie Frimpong zu Boden rammte. Im Eishockey oder auch Football wird man für eine derartige Abwehraktion gefeiert, im Fußballl gibt es den Platzverweis. An der Berchtigung hatte dennoch so manch Betrachter und Kommentator Zweifel wie Wolfi Fuss bei Sky: Für die meisten war das Rot völlig in Ordnung: Sowohl die Schwere des Fouls als auch die Notbremse hätten dazu gereicht.
Fast trotzig stellte sich die Neuer-Fraktion hinter den Schlussmann, den viele trotz vieler Aussetzer immer noch für den besten Torwart der Welt halten. Das könne passieren, und wie viele Spiele habe er durch sein offensives Torwartspiel gerettet. Tatsache ist jedoch: Neuer ist 38 Jahre alt, schlicht nicht mehr so (gedanken)schnell wie vor zehn Jahren. Ich bin gespannt, ob die Bayern mit dem Torwart den 2025 auslaufenden 20-Mio-Vertrag verlängern und wenn ja zu welchen Konditionen. Es gibt nämlcih auch Fans, die alles andere als glücklich sind mit ihrem Torwart.

 

Bundesliga as usual

 

Der 13. Spieltag brachte die Konstellation, dass  die oberen Vier durchweg auf Abstiegskandidaten trafen. Sie entledigten sich ihrer Aufgaben mehr oder weniger souverän mit Ausnahme von Eintracht Frankfurt, das zu Hause gegen den FC Augsburg nicht über ein 2:2 hinauskam.
Im blickpunkt standen mal wieder die Schiedsrichterteams samt den VARs im Kölner Keller. Vor allem Florian Badstübners Auftritt bei der Partie Hostein Kiel gegen RB Leipzig (0:2) hinterließ Fragezeichen, um es noch höglich auszudrücken. Seine Pfeife bleib stumm, als Leipzigs Schlussmann Peter Gulacs im Strafraum einen Kieler in Rambo-Manier anspang und zu Fall brachte. Auf der anderen Seite genügte ihm ein hauchzarter zupfer eines Kielers gegen den dankbar fallenden Openda für den Elferpfiff. Eine derart unterschiedliche Zweikampf-Bewertung, in der zwimal dasselbe Team bevorzugt wird, das muss man auch erst mal hinbekommen: Und dann noc nicht einmal bereit zu sein, das Video zu bemühen. Bezeichnend, dass Badstübner hinterher zu keiner Stellungnahme bereit war. Das schlechte Gewissen?

 

Norris siegt – McLaren jubelt

 

Lando Norris gewann den insgesamt unspektakulären WM-Lauf von Abu Dhabi, den letztender Formel-1-Saison. Seine Punkte sicherte McLaren den Konstrukteurstitel vor Ferrari und Red Bull. Aufregung gab es nur ein der ersten Kurve, als Weltmeister Max Verstappen McLaren-Fahrer „abschoss“, weswegen der Teamtitel allein an Lando Norris hing. Der brachte allerdings den Sieg ohne Nöge nach Hause vor den beiden Ferraris es war das letzte Rennen vonvon Carlos Sainz und Charles Leclerc.

Es war das letzte Rennen von Lewis Hamilton im Mercedes, der mit den Schwaben immerhin sechs Einzeltitel holte. Der Brite wechselt zur kommenden Saison zu Ferrari, weswegen Sainz die Scuderia verlassen muss. Mehr Motivation und mehr Lust muss da Hamilton schon zeigen als zuletzt.

 

Odermatt schon wieder raus

 

In der vergangenen Saison schied der Schweizer Ski-Perfektionist erst im letzten Riesenslalom der Saison beim Abschluss in Saalbach aus. Jetzt ereilte ihn das Schicksal in beaver Creek bereitszum zweiten Mal en suite nach dem Out in Sölden. Ein beinahe grotesker Fehler gleich zu beginn des 2. Durchgangs wurde dem Schweizer zum Verhängnis. „Das ist mir noch nie passiert“, bekannte er. Dabei ist er glänzend in Form, gewann tags zuvor den Super-G an gleicher Stelle und wurde tags zuvor hinter seinem erstaunlichen Landsmann Justin Murisier Zweiter.
Auch im Riesenslalom gab es durch Thomas Tumler einen Schweizer Erfolg, der mit 35 Jahren seinen ersten Weltcupsieg überhaupt feierte. Er verhinderte das Sensationscomeback von Lucas Braaten, der nach einem Jahr Pause allerdings Platz 2 und den ersten Podestplatz für Brasilien überhaupt, mit Freudentränen aufnahm. Es dürfte schon in dieser Saison höchstens eine Frage der Zeit sein, wann der gebürtige Norweger ganz oben auf dem Treppchen zu finden sein wird.
Die Deutschen hatten wie erwartet mit der Spitze nichts zu tun. Alexander Schmid landete nach zwei sicheren Läufen auf Platz 12, Fabian Gratz fuhr mit einem starken 2. Lauf noch auf Rang 19 vor.

Die Frauen pausierten. Die vor eine Woche gestürzte Mikaela Shiffrin wird wegen ihrer Stichverletzung im Kauf, die immer noch nicht vollends geklärt ist, in diesem Jahr wohl keine Rennen mehr bestreiten.

 

Handballerinnen verpassen EM-Medaille

 

Die Auswahl verlor  im Turnier in Österreich, Schweiz und Ungarn ihr 2. Spiel gegen Dänemark. Lange hielt sie gut mit, aber dann setzten sich die Dänen ab. Heute sind die Deutschinnen gegen Norwegen krasser Außenseiter. Es gibt zwar noch rechnerische Chancen aufs Halbfinale, doch sehr viel realistischer ist heute eine Niederlage gegen Norwegen, der klar besten Mannschaft der vergangenen Jahre. Es bleibt viel zu tun bis  zur Heim-WM 25 in einem Jahr, es gibt aber durchaus Hoffnung.

Und sonst

  • Bundesliga: Weiter trostlos läuft es für den VfL Bochum. Nach dem 0:1 zu Hause gegen Werder Bremen hat das Hecking-Team weiter nur 2 Punkte auf der Habenseite. Dem neuen Coach bleiben nur Durchhalteparolen. Nicht viel besser sieht es für Holstein Kiel aus, Mitaufsteiger St. Pauli gefällt mir trotz der Niederlage bei Bayer wesentlich besser.
  • Internationaler Fußball: Spektakel in Tottenham. Nicht nur ich habe ja über den 40+-Kader des FC Chelsea gelästert, der trotz Aber-Millionen-Verpflichtungen so gar nichts auf die Kette bekam. Doch jetzt scheint es Trainer Enzo Maresca tatsächlich gelungen zu sein, ein schlagkräftiges Team zu formen. In einem wilden London-Derby gewann Chelsea nach 0:2-Rückstand mit 4:3 und ist mit 4 Punkten Rückstand der erste Verfolger vom FC Liverpool. Die Reds haben allerdings eine Partie weniger, weil das Stadtderby in Everton einem Sturm zum Opfer fiel. Dennoch finde ich es beeindruckend, wie Chelsea auftritt, das immerhin 2 Punkte vor dem wesentlich höher eingeschätzten FC Arsenal liegt.
    In Italien gab es einen Führungswechsel. Atalanta Bergamo profitierte von einer völlig überraschenden Heimniederlage der SSC Neapel gegen Lazio. Inter und Fiorentina sind in Lauerstellung:
    Nicht mehr gewinnen kann der FC Barcelona, der nur eine der vergangenen 5 Liga-Partien für sich entschied. Beim enttäsuchenden 2:2 bei Betis Sevilla flog Trainer Hansi Flick nach einer Schiri-Beleidigung vom Platz.Noch hat Barca die Tabellenführung inne, aber dahinter lauern Real und das zurzeit bärenstarke Atlético (5 Siege in Folge) mit einem Spiel weniger.
  • Handball: Weiter Spitze in der Bundesliga ist MT Melsungen, das auch die Auswärtshürde Wetzlar nahm. Die Füchse Berlin feierten in der Champions League gegen Sporting den 3. Sieg in Folge und können sogar noch auf den direkten Einzug ins Viertelfinale hoffen. Meister SC Magdeburg muss nach einer erneuten Niederlage in Nantesgar ums Achtelfinale bangen.
  • Basketball: Das in der Liga strauchelnde Alba Berlin musste auch im nationalen Pokal die Segel streichen. Bei den Brose Baskets, die auch schon sehr viel bessere Zeiten gesehen haben, veloren die Haupfstädter mit 67:80. Außer Bamberg stehen überraschenderweise auch die Frankfurt Skylyners und der Mitteldeutscher BC im Final Four, das heute mit der Partie FC Bayern gegen Rasta Vechta komplettiert wird. Die Münchner wiederum behielten in der Euroleague ihre weiße Heimweste und feierten schon den 7. Sieg im 7. Spiel im neuen SAP Garden.

Riesenpech für Franz Wagner

Blick über den Teich, NBA

4 Wochen Pause oder gar mehr?

Die bisher so fantastische Saison von Franz Wagner ist erst einmal jäh gestoppt worden. Eine Bauchmuskel-Verletzung setzt den Spieler der Orlando Magic mindestens vier Wochen außer Gefecht. „Aus für unbestimmte Zeit, heißt es bei nba.com
Der deutsche Weltmeister hatte bis dato ja grandiose Zahlen aufgelegt, wurde nach der Verletzung von Paolo Banchero zum unumstrittenen Leader des Teams aus Florida, der dritten Kraft im Osten hinter den Boston Celtics und Cleveland Cavaliers. Ob Punkte, Rebounds und vor allem Assists – in allen Kategorien erreichte er klare Karriere-Bestwerte; er wird ja schon als einer der Kandidaten für den am meisten verbesserten Spieler gehandelt. Die Auszeichnung wird ihm persönlich relativ egal sein, aber nicht das Fortkommen seiner Magic. Die können jetzt nur hoffen, dass Banchero wie erwartet tatsächlich bald zurückkommt, sonst könnte es problematisch werden.
Apropos Magic: Die beiden Deutschen Moritz Wagner und Rookie Tristan da Silva spielen bis dato ebenfalls eine Super-Saison. Sie sind jetzt noch mehr gefragt

 

Überblick nach gut 20 Spielen, Eastern Conference

 

Top
Bestes Team sind weiter die Cleveland Cavaliers. Zwar sind die anfangs fast unwirklich guten Dreierquoten leicht zurückgegangen, aber die Bilanz von 21:3 ist außergewöhnlich. Die Last ist auf mehrere Schultern verteilt (Mitchell, Mobley, Garland), von der Bank kommt viel (LeVert).
Auch die Boston Celtics sind gut, allerdings noch nicht außergewöhnlich wie die gestrige Heimschlappe gegen die Memphis Grizzlies zeigt. Allerdings habe ich bei denen immer das Gefühl, dass sie einige Gänge hochschalten können, wenn es drauf ankommt mit einem überragenden Tatum.

Positive Überraschung
Für mich bisher die Atlanta Hawks, nicht nur wegen der beiden Siege gegen die Cavs. Sie haben sich gefunden, Trae Young macht Dinge, die nur ein Trae Young machen kann (seine Abwehrschwäche kompensieren andere wie Capella). Bogdanovic trifft und Nr-1-Pick Risacher groovt sich langsam ein in den NBA-Rhythmus. Mächtig in Fahrt nach grausigen Saisonstart sind die Milwaukee Bucks gekommen. Die sehe ich mittelfristig (mindestens) auf Platz 3 der Conference, vor allem wenn Khris Middleton neben Giannis und Lillard zum dritten Faktor wird nach seinen überstandenen Knöchel-Ops an beiden Füßen.

Enttäuschungen
Vor allem die veletzungsgebeutelten Philadelphia 76ers, die ohne Embiid und George bisher weit hinter den Erwartungen blieben. Natürlich sind die Play-offs nach nicht mal einem Drittel der Saison noch in Reichweite, aber mir fehlt die Fantasie, dass sie wirklich weit kommen, auch weil ich Embiid und seine Fitness über einen längeren zeitraum nicht über den Weg traue. Ähnliches gilt für die Indiana Pacers, wo ein Halburton und auch Siakam längst nicht an ihre Topform der vergangenen Spielzeit herankommen, die die Pacers bis ins Conference Final brachte. Einige Verletzungen tun das Übrige.

 

Western Conference

 

Top
Die Oklahoma City Thunder sind das Um und Auf. Die Rückkehr von Neuzugang Isaiah Hartenstein aufs Parkett war das fehlende Puzzlestück, der als Riese in der Mitte eine absolute Verstärkung ist, zumal Chet Holmgren noch länger ausfällt. Shai Gilgeous-Alexander ist der Beste unter vielen Guten (Jalon Williams sei hervorgehoben). Der Weg zum Titel führt allein über das Team aus Oklahoma.

Positive Überraschung
Wie erwartet ist es ein extrem enges Feld im Wilden Westen, wo zwischen Platz 2 (Dallas Mavericks) und 12 (Sacramento Kings) nur 5 Siege sind. Mich beeindrucken die Memphis Grizzlies besonders, die nach ihrer Horror-Saison mit unendlich vielen Verletzungen wieder zu alter Stärke zurückgefunden haben (was für mich nicht selbstverständlich ist). Sie scheinen mir auch nicht allzu abhängig von einem Ja Morant zu sein, der den Unterschied ausmachen kann, aber nicht unbedingt muss. Zurzeit sehr gut in Schuss sind auch die Dallas Mavericks mit 7 Spielen am Stück und die Minnesota Timberwolves nach schwachem Saisonstart.

Enttäuschungen
An erster Stelle sind da natürlich die New Orleans Pelicans zu nennen, die ohne ihren Star Zion Williamson überhaupt keine Rolle spielen und sogar noch hinter den von vornherein ambitionslosen und deshalb  tankenden Utah Jazz und Portland TrailBlazes das schlechteste Team sind. Auch die Denver Nuggets kommen nicht wirklich in Fahrt (außer der alles überragende Jokic), zuletzt sogar eine Niederlage bei den unterirdischen Washington Wizards. Und ich als Fan der Sacramento Kings bin über die bisherige Saison alles andere als glücklich, abe da stirbt die Hoffnung zuletzt.

 

Stars und Stats
Ohne Nikola Jokic würde es für die Nuggets noch schlimmer aussehen. Er legt pro Spiel 29,8 Punkte (3rd), 13,4 Rebounds (1st) und 10,4 Assists (2nd hinter Trae Young) auf. Fast in jedem Angriff ist er am Ball und in der Abwehr ohnehin eine Wand. Absoilut herausragend ist auch Jayson Tatum von den Boston Celtics. Ich mag die Celtics nicht besonders, aber dem schaue ich sehr gerne beim Basketballspielen zu.
Bester Punktesammler ist derzeit Giannis Antetokuonmpo (32,7).

 

Anmerkung: Am Dienstag beginnt die K.o.-Runde des In-Tournaments mit den Viertelfinali. Die Halbfinale dan in der Nacht von Samstag auf Sonntag (beide in Vegas wo am 18. Dezember (02.30 MEZ) auch das Finale ausgetragen wird. Mal schauen, ob ich dazu noch was Gesondertes schreibe.

 

 

 

Erbärmliche Entscheidung vom erbärmlichen DFB

Nächste Woche werden auf einer FIFA-Sitzung die WM-Gastgeber für 2030 und 2034 vergeben. Das Besondere und Absonderliche: Es gibt jeweils nur einen Kandidaten und es gibt nur eine Abstimmung, die auch keine geheime Wahl, sondern online geschieht. Es steht also jetzt schon fest, dass es 2030 zur obskuren 3-Kontinente-WM (je ein Spiele: Argentinien, Paraguay, Uruguay, dazu Marokko, Portugal und vor allem Spanien. 2034 kommt dann im Zuge der Kontinente-Rotation gezwungenermaßen Asien und damit Saudi-Arabien zum Zug, weil Australien dankend abwinkte.

So weit, so schlecht und traurig genug. Gerade ein Gastgeber Saudi-Arabien weckt bei Menschenrechtlern schlimmste Befürchtungen in punkto Frauenfeindlichkeit, katastrophale Bedingungen für die Stadion-Bauarbeiter. Katar mal 10, möge man sich das vorstellen, kritisieren Umwelt- und Menschenrechsverbände. Auch Fangruppen protestieren gegen die erneute Wüsten-WM.

Und die Verbände, gerade die in Europa? Sie tun: nicht, nada, niente. Das liegt natürlich an der perfiden Zusammenführung der Wahlen für 2030 und 2034. Man kann also nur gemeinsam beide Kandidaten gutheißen ode ablehnen oder sich enthalten, was aeiner Ablehnung gleichkommt. Diese Zusammenlegung, das dear FIFA-Chef Gianni Infantino praktisch im Alleingang verfügte, sorgte zwar durchaus für Grummeln, aber alle fügten sich, auch der DFB, immerhin der größte Sportverband der Welt und somit auch der größte Fußball-Verband der Welt. Kein Aufbefehren, nichts.

Die jetzige Zwickmühle sehe ich natürlich auch: Ein Nein des DFB zu Saudi-Arabien hätte unweigerlich auch ein Nein für die beiden befreundeten Europa-Verbände Spanien und Portugal zur Folge. Wobei auch dazu anzumerken sei, dass diese WM mit dem Südamerika-Trip auch der helle Wahnsinn ist, auch eine der fantastischen Infantino-Ideen.

Aber jetzt soll es um das Ja des DFB zu Saudi-Arabien gehen: Und dass es diese Ja-Stimme gibt, ist seit heute offiziell. Einstimmig beschloss das Präsidium dieses Votum, das der Chef Bernd Neuendorff nächste Woche also online abgibt. „Es gab keine Stimme, die gesagt hat, dass wir hier falsch unterwegs sind“ versicherte. er. Es hatte also keiner den Mut, aufzubegehren gegen diesen Schritt, der den Gipfel des Sportswashing, das Saudi-Arabien betreibt, anzweifelt. Es gab also niemanden, der den absoluten Unrechtsstaat geißelt, der Kritiker gerne mal auch im Ausland verfolgen und ermorden lässt. Neuendorff nannte das „kritisch“, welch ein Euphemismus. Vielleicht hatte vielleicht der  oder die andere (es gibt mittlerweile sogar mehr als eine Frau im Präsidium)  Bedenken, doch da fehlte der Mut, frei nach Oliver Kahn (man möge mir verzeihen): die Eier, die Cojones, die Balls. Niemand will es sich verscherzen mit, ja mit wem eigentlich? Mit Neuendorff??? Und wwarum eigentlich zieht der DFB so erbärmlich den Schwanz ein? Man habe Angst, isoliert zu werden bei einem Nein, betont Neuendorff. Und dieses Nein wäre auch rein symbolhaft, weil Saudi-Arabien ohnehin gewählt würde. Und so folgert Neuendorff in verquerer Logik: Nur, wenn der DFB jetzt Ja zu Saudi-Arabien sage und die Menschenrechte somit ignoriere, könne der Verband seriös danach auf Menschenrechte pochen.

Meine Kritik an Sportverbänden und ihren Repräsentanten ist jedem bekannt, der hier länger dabei ist. Aber dieses Gebahren ist ein weiterer Tiefpunkt. Nicht, dass ich Herrn Neuendorff selbst auch nur ansatzweise Mut oder so etwas zugetraut hätte. Aber dass alle im Verband wie die Lemminge folgen, zum tausendsten Mal die Stimmen der Fans nicht einmal ignoriert werden, macht mich traurig, ja fuchsteufelswütend. Getrieben von purer Geldgier, riesigem Geltungsdrang wird hier abgestimmt, weil ja sonst angeblich nie, nie, nie mehr Deutschland auch nur das geringste mehr zu sagen haben oder sogar Gastgeber eines Sommermärchens. Die Fußballer dürfen es dann 2034 ausbaden (was ich hoffentlich noch erlebe), und wie das dann fantastisch schiefgeht, haben wir 2022 gesehen. Also heißt das Motto: Nimm jedes Geld und ignoriere auch die schlimmsten Schandtaten.

Da freut sich der GEZ-Zwangsabgeber – Millionen Euro für Multimillionäre

Tage wurde gemunkelt und gerüchtelt – am heutigen Donnerstag hat die DFL verkündet, welcher Sender wann welche Spiele live oder als Zusammenfassung zeigen darf. Gleich 15 Pakete wurden geschnürt, die versteigert wurden an den Höchstbietenden.

Für den Zuschauer, der bisher via DAZN und Sky die Liga vollständig verfolgte, ändert sich praktisch nichts. Was die live-Rechte betrifft, gab es zum Ist-Zustand nur einen Ringtausch. Das Freitagsspiel, bisher bei DAZN, wandert zu Sky, dafür gibt es die Samstags-Konferenz nunmehr bei DAZN anstatt bei Sky.  Da Sky allerdings gleichzeitig (wie bisher) die Einzelspiele zeigen kann, gibt es vor allem für die Fußball-Kneipen jetzt das Problem, dass sie sehr teure Gststättenverträge mit beiden Anbietern abschließen müssen, wenn sie den kompletten Samstag abdecken wollen (wenn sie das nicht ohnehin schon getan haben wg der Sonntagsspiele.

Es ist also sehr übertrieben, von einem TV-Hammer zu sprechen. Der DFL ging es nach all dem Ärger (die erste Versteigerung wurde gerichtlich einkassiert) um die Verteilung; Sie wollten beide potenziellen und potenten Fernsehsender (ob sie wirklich finanziell-potent sind, sei dahingestellt), nicht zu vergraulen. So können sowohl Sky als auch DAZN sich als Sieger fühlen (und taten das in den ersten Reaktionen auch). Die Konferenz ist außerdem eher eine Prestigesache, gilt doch Sky (bzw damals der Vorgänger Premiere) als „Erfinder“ der Konferenz. Was insofern absurd und somit Unsinn ist, weil schon Jahrzehnte davor im Radio die Konferenz lief, wo immer zwischen den Partien hin und hergewechselt wurde und immer noch wird. Erfunden hat sie also eher Kurt Brumme vom WDR in den 70ern (oder gar 60ern?).

Als Sieger geriert sich auch die DFL: Weil es ihr gelungen ist, entgegen dem internationalen Trend (Frankreich, Italien) einen besseren Abschluss getätigt zu haben als zuletzt. Insgesamt erlöst sie in den nächsten vier Jahren 1,121 Milliarde Euro per annum, das sind 21 Millionen/Jahr oder 2 Prozent mehr als zuletzt. Klingt gut, ist auch gut, allerdings insgesamt auch unter der Inflationsrate. Interessant wird die Verteilung an die Clubs, doch das Hauen und Stechen beginnt erst und entscheidet sich erst im Januar ff.

 

Aufreger ARD-Sportschau

 

Mein größter Aufreger ist der erneute Zuschlag der Spiele-Zusammenfassung an die ARD. Derselbe öffentlich-rechtliche Sender, der beim Vefassungsgericht gemeinsam mit dem ZDF höhere GEZ-Zwangsgebühren einklagt, verpulvert Millionen Euronen, damit Millionen-Unternehmen Millionen und Abermillionen an Multimillionäre bezahlen. Gut, etwas überspitzt formuliert, aber Tatsache ist: ARD und RTL haben um die Rechte geboten, das erste Gebot sah offenbar RTL vorn, das im Zweifel an seine Schmerzgrenze der Werbe-Gegenrechnung gegangen ist. Und nach allgemeiner und nicht dementierter Auffassung hat die ARD dann noch mal nachgelegt (offenbar war das als bisheriger Rechte-Inhaber möglich) und das RTL-Angebot noch einmal verbessert. Wohlwissend, dass sie die Summe nie im Leben durch Werbe-Erlöse, wohl aber durch das garantierte GEZ-Geld ausgleichen kann. Ich gehe gar nicht so weit wie viele Kritiker und will der ARD gar keinen Fußball mehr gönnen: Aber dass sie einerseits in einem (ungleichen) Wettbewerb einen privat-finanzierten (nur durch Werbung) Konkurrenten überbieten kann UND  auf Erhöhung der GEZ-Gebühren pocht vorm höchsten deutschen Gericht und gleichzeitig auch noch Kahlschlag bei Kultutsendern planz, das ist ein starkes Stück. Ich hoffe nur, die Verfassungsrichter sehen das auch so und knallen per lautstarker Ohrfeige der ARD die Erhöhung genau mit dieser Begründung um die Ohren. Mir zumindest fehlt da jedwedes Verständnis.