von Münchner Löwe | März 11, 2025 | Wochenvorschau
Raw Air unter Beobachtung
Ausnahmsweise beginne ich die Vorschau mit Skispringen. Die Sportart ist wegen des Anzug-Betrugs der Norweger schwer in Vewrruf geraten. Ausgerechnet jetzt startet die Raw Air, die norwegische Serie, vergleichbar mit der deutsch-österreichischen Vierschanzentournee. Es beginnt schon am Donnerstag am legendären Hlmenkollen und setzt sich am Wochenende auf de Skiflugschanze in Vikesund fort. Übrigens für Frauen und Männer, das ist der große Unterschied zur Tournee.
Die Anzugs-Detektive stehen schon bereit, wie sich gerade das Norge-Team zusammensetzt (der Cheftrainer ist ja suspendiert), ist die große Frage. Ein Springen nur auf Bewährung also.
Langatmiger Dienstag, spannender Mittwoch
So könnte ich etwas boshaft und vereinfacht die Achtelfinal-Rückspiele der Champions League bezeichnen. Am heutigen Dienstag verteidigen 3 Teams ihre Auswärtssiege aus dem Hinspiel. Dazu das deutsche Duell zwischen Bayer und Bayern, das allerdings durch das klare 3:0 der Münchner viel an Brisanz verloren hat, zumal der mit Abstand beste Leverkusener Spieler Florian Wirtz verletzt pausieren miuss.
Am spannendsten dürfte esnoch in der Anfield Road zugehen. Der heimische FC Livepool hat zwar das Hinspiel bei PSG mit 1:0 gewonnen, dies laag aber einzig und allein am überragenden Torwart Allison, der auch die schwierigsten Bälle entschärfte. Zu welchen Taten die Pariser auswärts in de Lage sind, können leidvoll die Stuttgarter bestätigen , die im entscheidenden Vorrundenspiel mit 4:1 aus der eigenen Arena geschossen wurden.
Am Mittwoch sind immerhin 2 Partien voller Brisanz und Spannung, dem Spielplanern sei dank auch noch zu unterchiedlcihen Zeiten. Der BVB geht mit einem 1:1 ins Rückspiel beim OSC Lille. Ich sehe die Chancen 50 zu 50, ein klarer Sieg hier ist genaus möglich wie ein klarer Sieg dort. Tagesform, allerdings ist Lille enorm heimstark.
Danach das Madrider Derby Atlético vs Real, Teil II. Real hat das Hinspiel mit 2:1 gewonnen. Für die Königlichen spricht, dass sie sich gegen den „kleinen“ Stadtrivalen in de Champions League stets durchgesetzt haben. Für Atlético die unvergleichliche Atmosphäre im Metropolitano und Trainerfuchs Diego Simeone. Dennoch sehe ich leichte Vorteile für Real, das Team kann einfach Königsklasse
Achtelfinale, Rückspiele (Hinspielergebnis)
Di., 18:45: FC Barcelona – Benfica Lissabon (1:0)
Di., 21:00: Bayer Leverkusen – Bayern München (0:3)
Di., 21:00: FC Liverpool – Paris St. Germain (1:0)
Di., 21:00: Inter Mailand – Feyernoord Rotterdam (2:0)
Mi., 18:45: OSC Lille – Borussia Dortmund (1:1)
Mi., 21:00: Atlético – Real (1:2)
Mi., 21:00: Aston Villa – FC Brügge (3:1)
Mi., 21:00: FC Arsenal – PSV Eindhoven (7:1)
Am Donnerstag gibt es die Achtelfinal-Rückspiele in Europa und Conference League. Die in der Bundeslga gerade schwächelnde Eintracht aus Frankfurt verteidigt zu Hause gegen Ajax Amsterdam einen wertvollen 2:1-Vorsprung.
Beachtenswert vor allem der Auftritt von Manchester United gegen Real Soiedad, bei dem die Red Devils nach dem 1:1 in Spanien ihre letzt Titelchance der Saison wahren wollen.
In der Conference League gibt es keinen deutschen Vertreter mehr. Rapid Wien ist zu Hause nach de eher unglücklichen 1:1 bei Banja Luca klarer Favorit aufs Weiterkommen.
In der DEL wirds ernst
Die Viertelfinali (Modus Best of 7) beginnen am Sonntag. 2 Partien stehen schon fest: Die Adler Mannhiem empfangen Red Bull München, die Fischtown Penuins die Kölner Haie. Titelverteidiger Eisbären Berlin und der DEL-Erste EHC Ingolstadt warten noch auf ihre Gegner, die in 2 Pre-Play-off-Serien ermittelt werden. Das kann heute schon passieren, wen die Straubing Tigers und Nürnberg Ice Tigers ihren Heimsiegen gegen die Löwen Frankfurt und Schwenningen Wild Wings auch Auswärtserfolge folgen lassen. Eine eventuell notwenidge 3. Partie würde am Donnerstag in Straubing repektive Nürnberg stattfinden.
Kampf dem Inselgrün
Die Players Championships in Ponte Vedra gelten als das inoffiezielle 5. Major der Golfprofis. De rPlatz hat eines der spektakulärsten Löcher der gesamten US-Tour. Auf der 17. Bahn müssen die Spieler vom Abschlag weg nämlich ein Inselgrün treffen. Aus 121 Metern sollte das für einen Könner kein Problem sein, doch viele (Sieg)-Hoffnungen landeten im Wasser, gerade auch auf den letzten beiden Runden, wenn es ums Eingemachte geht und der Wind dem Ball ein Eigenleben gibt. Einmal trug gar eine Möwe einen Ball auf und davon. Angeblich versenken Golf-Amateure während eines Jahres 50.000 Bälle im Wasser, die eigens angestellte Taucher wieder herausfischen.
Der Deutsche Martin Kaymer feierte hier einen seiner größten Erfolge, als er 2014 triumphierte. Allerdings ist er dieses Jahr erstmals nicht mehr dabei wohl aber sine Landsleute Stephan Jäger un Mathias Schmidt. Wie immer im Golf ist der Kreis der Favoriten riesengroß.Mittendrin unter den Favoriten ist der Österreicher Sepp Straka, der gar die Jahreswertung der PGA Tour anführt.
Und sonst?
- Bundesliga: Die Meisterschaft scheint für die Bayern entschieden, also rückt der Abstiegskampf in den Blickpunkt. Dabei kommte es am Sonntag zum Duell Letzter gegen Vorletzter (Heidenheim gegen Kiel), wo beiden Teams nur ein voller Erfolg wirkllich weiterhilft.
Ansonsten nimmt aber auch das Rennen um die internationalen Plätze Fahrt auf, wo sich noch die Hälfte der Liga mehr oder weniger gute Chancen ausrechnen dürfen. Direkte Duelle sind da natürlich von besonderer Bedeutung (das legendäre (6-Punkte-Spiel). Am Samstagabend etwa kämpft Borussia Dortmund bei RB Leipzig fst schon um die letzte Chance für die Champions League. In Mainz treffen mit dem FSV und dem SC Freiburg die beiden Überraschungsteams der Liga aufeinander; es geht tatsächlich um Königsklassenplätze.
Insgesamt spannend: Gibt es endlich mal wieder einen Heimsieg?
- 2. Bundesliga: Der HSV kann mit einem Auswärssieg beim 1. FC Magdeburg einen großen Schritt in Richtung Aufstieg machen. Magdeburg ist notorisch heimschwach, Hamburg notorisch März-schwach. Der 1. FC Köln ha gegen Mitabsteiger Darmstadt 98 zumindest auf dem Papier eine leichtere Aufgabe, aber was heißt das schon?
- Internationaler Fußball: Auch in England ist der Titelkampf praktisch entschieden: Brisanz verspricht das London-Derby zwischen Arsenal und Chelsea, wo es um die Stadtmeisterschaft geht. Beide Teams liegen gut im Rennen um Champions-league-Plätze, zumal aufgrund der guten internationalen Ergebnisse höchstwahrscheinlich auch der 5. Platz für die Königsklasse reichen wird.
Ein Topspiel steht in Italien an, wenn Atalanta Begamo den Tabellenersten Inter empfängt (So., 20:45). Gewinnt Atalanta, wäre man wieder mitten drin im Titelrennen. die dritte Anwärter SSC Neapel hat in Venedig eine lösbare Aufgabe, über die man aber auchn gerne stolpern kann.
In Spanien wiederum kommt es zum Topspiel Atlético gegen FC Barcelona (So., 21:00). Gewinnen die Madrilenen, würden sie wieder an Barca vorbeiziehen (mit einem Spiel mehr allerdings). Real Madrid, einen Punkt hinter Atlético, hat beim FC Villarreal eine sehr schwierige Aufgabe.
- Basketball: Die Terminhatz geht weiter: In der Euroleague empfängt der FC Bayern den türkischen Club Anaadolu Efes, der allerdings seine besten Tage (Sieg 2022) hinter sich hat. Mit einem Sieg könnten sich die Münchner in den Top 6 festsetzen. Vorher müssen sie noch am Dienstag das BBL-Auswärtsspiel gegen Bamberg bestreiten. Freak City hat allerdings viel von seinem Schrecken verloren. Nächsten Montag runden die Bayern ihre Woche mit dem Heimspitzenspiel gegen Ratiopharm Ulm ab.
- Handball: Hier machen Liga und Champions League Pause, es stehen EM-Qualifikationsspiele an. Die Deutschen bestreiten 2 Partien gegen Österreich, am Donnerstag in Wien, am Samstag in Hannover. Gewinnen sie zweimal, ist ihnen die EM-Teilnahme nicht mehr zu nehmen, aber die Österreicher hätten auch dann noch alle Chancen auf Platz 2 in der Gruppe, die die Schweiz und die Türkei komplettieren.
- Wintersport: Die Alpinen bestreiten ihr vorletztes Renn-Wochenende. Für die Frauen geht es mit einer Abfahrt und 2 Super-Gs für die letzten Plätze fürs Saisonfinale nächste Woche in den USA (vereinfacht: pro Disziplin die Top 25). Federica Brignone könnte sich mit entsprechenden Ergebnissen schon zur Gesamtweltcup-Siegerin küren.
Die Männer ziehen von Kvitfjell innerhalb Norwegens weiter nach Hafjell, wo ein Riesenslalom und ein Slalom anstehen. Österreich wartet noch auf einen Herrensieg in diesem Weltcup-Winter …
Auch die Biathleten biegen in die Zielgerade ein: Die Rennen auf der Pokljuka werden allerdings von schlechtem Wetter und Schnee-Bedingungen arg beeinträchtigt. Wie das Programm durchgezogen wird, steht noch in den Sternen.
Bob-WM, Teil 2 in Lake Placid. Im Vierer der Männer will Zweier-Weltmeister Francesco Freidrich das nächste Doppel perfekt machen. Härtester Konkurrent dürfte sein Landsmann Johannes Lochner sein, die beiden eint eine innige Feindschaft.
- Tennis: Das Masters-Turnier im kalifornischen Indian Wells (auch dieses gilt als 5. Grand Slam) biegt in die entscheidne Phase. Ab heute die Viertelfinali.Bei den Frauen sind die Top-8-Gesetzen durchweg noch dabei, bei den Männern mussten Alexander Zverev (Nr. 1), Novak Djokovic (6) und Andrej Rublew (7) früh die Segel streichen.
Achtung: In den USA ist schon Sommerzeit, der Zeitunterschied ist also eine Stunde weniger.
- Radsport: Die beiden Fernfahrten Paris-Nizza und Tirreno-Adriatico stehen im Blickpunkt dieser Woche.
von Münchner Löwe | März 11, 2025 | Allgemein, Wochenrückschau
Norweger geben Anzug-Betrug zu – ein bisschen
Über den Anzug-Skandal der norwegischen Skispringer bei der WM in Tronheim habe ich am Sonntag schon berichtet.
https://blickueberdenteich.de/anzugsskandal-ueberschattet-ein-fantastisches-skifest/
Nachdem das Norge-Team es zunächst mit Ausreden versucht hat, kam jetzt das Bekenntnis. Sportdirektor Jan-Erik Aalbu gestand die Manipulation und sprach wörtlich von „Betrug“. Allerdings will man die verbotenen Anzüge nur beim letzten Springen verwendet haben, als das gesamte Team disqualifiziert habe, darunter der Zweite Marius Lindvik.
Da sind doch große Zweifel erlaubt: Vielmehr reagiert Norge nach dem bekannten Drehbuch,nach dem alle ertappten Sünder in. Politik, Sport und Gesellschaft vorgehen: nur das zugeben, was nicht mehr abzustreiten ist. Hier war die „smoking gun“ das versteckt aufgenommene Video, das einen Betreuer beim Umnähen filmte. Für mich klingt das unglaubwürdig, dass die Springer erst beim letzten WM-Wettbewerb, als die Norweger vorher schon Medaillen satt abgeräumt haben, die verbotenen Anzüge verwendet haben. Ebenso unglaubwürdig ist die Aussage der Springer, die nichts von den veränderten Anzügen bemerkt haben wollen. Die bemerken doch nach hun deten Sprügen jede winzige Kleinigkeit am Material. Und das Team will sie ohne Hinweis aufs veränderte Material in einen entscheidenden Wettbewerb gelassen haben? Wers glaubt, wird selig. Verwiesen sei diehjenigen auch auf die norwegischen Trolle oder ierzulande aufs Christkind und Osterhase. Die gibt es sicher auch …
So bleibt ein Riesenschatten aufs Skifest. Insgesamt 7 Goldmedaillen holten norwegische Springer und Kombinierer bei der WM in Trondheim, sie alle müssen mit einem Sternchen versehen werden. Das mag gegenüber dem fantastischen Kombinierer Jarl-Maguns Riibe (3 Gold, 1 Bronze) ungerecht sein, doch gerade die Springer aus Norge hatten einen geradezu märchenhaften Aufschwung, für den es jetzt eine fragwürdige Begründung gibt.
Ohne Diskussion dagegen die Langläufer, deren Wettbewerbe vor grandioser Kulisse im Gedächtnis bleiben werden. Schade, dass das 6-Gold-Kunststück von Johannes Klaebo ebenso überschattet wurde wie die großartigen schwedischen Landläuferinnen, die alle 6 Wettbewerbe für sich entschieden. Auch beim abschließenden 50-Kilometer-Marathon, bei dem Frida Karlsson im Endspurt die Nase vorn hatte vor den Norwegerinnen Heidi Weng und Therese Johaug, die zum Abschluss ihrer so erfolgreichen Karriere zwar ohne Titel blieb, aber 4 Medaillen mit nach Hause nimmt.
Und doch war eine Schwedin eine große Unglücksrabin: Ebba Anderson war beim 50er in der vierköpfigen Spitzengruppe mit dabei: Als sie kurz vorm Ziel zum Endspurt ansetzen wollte, verhakten ihre Skier mit denen einer Konkurrentin; sie stürzte und musste ihre Hoffnungen auf ihr 4. WM-Gold begraben. Dementsprechend traurig war sie im Ziel, allerdings werden sie ihre 3 Goldenen sehr schnell getröstet haben.
Albtraum aller Tototipper
Da sage noch einer, die Fußball-Bundesliga sei vorhersehbar (wie ich es selbst schon oft tat): Der 25. Spieltag wurde zum Desaster vermeintlicher Favoriten und erneut aller Heim-Mannschaften. Zwischen den beiden Champions-League-Duellen gegeneinander traten sowohl Tabellenführer Bayern München (gegen Bochum) und Meister Bayer Leverkusen (gegen Bremen) mit einer B-Elf an – und verloren mehr oder weniger sang- und klanglos zu Hause mit 2:3 (nach 2:0-Führung) respektive 0:2. Damit bleibt es bei den 8 Punkten Vorsprung der Münchner auf Leverkusen. Bei der Werkself verletzte sich zu allem Überfluss auch noch der beste Spieler Florian Wirtz nach rüdem Einsteigen von Mitchell Weiser (nur Gelb!) schwer am Knöchel und fällt für mindestens 4 Wochen aus. Er wird also nicht beim Rückspiel Bayer vs Bayern dabei sein können, damit dürfte auch der letzte Hoffnungsschimmer verloschen sein, dass die Werkself durch ein Wunder den 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen könnte. „Wirtzlos“, kalaurte der Spiegel über diese Partie am Dienstag.
Das Besondere an diesem Spieltag: Erneut gab es nicht einen einzigen Heimsieg, obwohl unter anderem auch Borussia Dortmund (vs Augsburg/0:1) und Eintracht Frankfurt (Union/1:3) vor heimischen Publikum antraten. Zwei Spieltage hintereinander ohne einen einzigen Heimerfolg – das hat es in der bald 62-jährigen Geschichte de Bundesliga noch nie gegeben.
Zverev im Formtief
Nach der (lächerlich kurzen) 3-Monats-Dopingsperre von Jannik Sinner ab Anfang Februar durfte Alexander Zverev sich seriöse Hoffnungen machen, bis spätestens Mai die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste zu übernehmen. Doch dieses Unterfangen ist durch ein Formtief zur Unzeit in sehr weite Ferne gerückt (noch ist es nicht unmöglich zu erreichen). Nach der schon schwachen Süd-Mittelamerika-Tour mit frühem Ausscheiden in Buenos Aires, Rio und Acapuulco war auch beim Masters in Indian Wells bereits in der 1. Runde Schluss. Und das, obwohl sein Gegner Tarik Griekspoor alles tat, um diese Partie nicht zu gewinnen. Bei eigenem Aufschlag verhühnerte der Holländer 5 Matchbälle in aufsehenerregend dilletantischer Art und Weise. Ein Tiebreak im letzten Satz musste her, und den entschied Griekspoor dank Zverevs gütiger Mithilfe dann doch für sich. Zurück bleibt ein völlig ratloser Zverev, der durch seine zunehmend katastrophaleren Auftritte nicht gerade Selbstvertrauen für die nächsten Turniere in Miami, Monte Carlo und München gesammelt hat.
„Lucky Lys“ hatte erneut Glück: Wieder scheiterte Eva Lys zwar in der Qualifikation, rückte aber durch die kurzfristige Absage einer Spielerin nachträglich ins Hauptfeld als Lucky Loserin. Diesmal konnte sie allerdings ihre Chance nicht nutzen und verlor relativ sang- und klanglos in ihrem Auftaktmatch gegen eine durchaus als schlagbar zu nennende Caroline Dolehide. Diesmal hatte Lys ja auch mehr Zeit, sich unnütze Gedanken übers Siegen zu machen …
Früh ausgeschieden ist auch Novak Djokovic. Der Serbe unterlag in der 1. Runde dem Holländer Botan de Zandschulp, sein zweites Erstrundenaus in Folge.
Good Bye DEG, oder retten sie die Ravensburger Spiele?
Zum Abschluss der Saison der Deutschen Eishockey Liga gab es für die Düsseldorfer EG ein böses Erwachen. obwohl die Rheinländer ihr letztes Spiel mit 3:0 gegen Wolfsburg gewannen, blieben sie Letzter, weil gleichzeitig auch die Augsburger Panther mit 3:2 gegen Iserlohn siegreich blieben. Damit steht der Abstieg des Traditionsclubs zumindest sportlich fest. Ein Hoffnungsschimmer bleibt jedoch: nämlich, dass es keinen Zweitliga-Meister mit Lizenz für die 1. Liga gibt. Diese Hoffnung ist allerdings ziemlich klein, denn von allen seriösen Aspiranten haben allein die Ravensburg Towerstars keine Lizenz fürs Oberhaus beantragt. „Ravensburger Spiele“ (liebe Grüße an meine Patentante Dorle) sind also in der Albierstadt plötzlich äußerst beliebt …
Im Titelrennen finden erst mal die Play-Ins ürs Vietelfinale statt, in denen Nürnberg (vs Schwenningen) und Straubing (Frankfurt) mit 1:0 Siegen in Führung gegangen sind. Spiel 2 findet heute Stand, ein eventuell notwendiges Spiel 3 am Donnerstag, bevor am Sonntag das Viertelfinale beginnt.
Und sonst?
- 2. Bundesliga: Die in der vergangenen Woche schwächelnden vermeintlichen (?) Top-Favoriten HSV und 1. FC Köln fanden in die Erfolgsspur zurück und gewannen 3:1 gegen Fortuna Düsseldorf respektive 1:0 in Ulm. Ob das wirklich eine Trendwende ist und die beiden in Richtung Aufstieg durchstarten, ist allerdings mehr als ungewiss. Die 2. Liga bleibt völlig unvorhersehbar, noch nicht einmal das Unerwartete darf ich ohne Einschränkung erwarten.
In der 3. Liga nimmt sich Aufsteiger Energie Cottbus gerade eine Auszeit vom Gewinnen: Das 1:2 in Saarbrücken war die dritte Niederlage des Aufsteigers, weswegen die Lausitzer ihren vermeintlich komfortablen ersten Platz verloren. Vielleicht wurden auch nur die tatsächlichen Kräfteverhältnisse zurechtgerückt: Ein Aufstieg in die 2. Liga käme wahrscheinlich viel zu früh fürs Team von Pele Wollitz.
- Internationaler Fußball: Die Meisterschaft des FC Liverpool ist kaum noch zu verhindern. Nach dem schmucklosen 3:1 gegen Nachzügler Southampton haben die Reds mittlerweile 15 (!) Zähler Vorsprung (ein Spiel mehr) auf den FC Arsenal, das in vor allem in der 2. Halbzeit einer spektakulären Partie bei Manchester United nicht über ein 1:1 hinauskam.
InItalien tobt der Zweikampf an der Spitze weiter: Inter und Napoli siegten ohne Glanz gegen Monza und Florenz. Verfolger Atalanta beeindruckte beim 4:0 bei Juventus, doch die Februar-Formdelle auch mit dem Ausscheiden in der Champions League dürfte die Meister-Hoffnungen der Bergamasken vereitelt haben.
In spanien wurde die Partie des Tabellenführers FC Barcelona wegen des völlig unerwarteten Todes vom Teamarzt kurz vor dem Anpfiff abgesagt.Überrraschend Federn ließ Atlético beim 1:2 in Getafe, während Real mühsam mit 2:1 gegen Vallecano die Obehand behielt.
- Ski alpin: Gleich 2 Siege in Kvitfjell heimste der Italiener Dominic Paris ein, der die 1. Abfahrt und den Super-G gewann. Weltmeister Franjo von Allmen triumphiert3 in der 2. Abfahrt und wahrt die theoretische Chance auf ie Kleine Weltcup-Kugel, an der allerdings sein Schweizer Landsmann Marco Odermatt schon mehr als eine Hand drauf hat.
Fantastisch läuft es für Federica Brignone: Die Italienerin triumphierte im Riesenslalom in Are. Der Gesamtweltcup dürfte ihr kaumnoch zu nehmen sein, im Riesenslalom kommt es zum Abschluss in den USA zum Showdown mit der Neuseeländerin Alice Robinson.
Im Slalom gab es einen sehr überraschenden Sieg der Österreicherin Katharina Truppe, der im reifen Sporlteralter von 29 jahren ihr erster Weltcuptriumph gelang und darob Tränen der Freude vergoss.. Sie gewann vor Landsfrau Katharina Liensberger und Mikaela Schiffrin, die als Führende des 1. Laufes den 2. Durchgang verbremste und damit Weltcuperfolg Nummer 101 verpasste. Mit ihrem 156. Podestplatz stellte die Amerikanerin allerdings einen nächsten Rekord auf. Ihre Gratulation an Truppe war herzl,ich und glaubwürdig zugleich.
Die Deutsche Lena Dürr vermurkste zum wiederholten Mal den 2. Lauf mit großartiger Ausgangsposition und fiel von Platz 2 mit der schwächsten Laufzeit aller Starterinnen bis auf Rang 7 zurück. Nachlassende Piste hin oder her, das ist mittlerweile ein gewaltiges Kopfproblem der 33.Jährigen aus Germering.
- Wintersport: In Lake Placid wird die Bob-WM wie erwartet zu einer deutschen Angelegenheit. Francesco Friedrich führte einen Dreifach-Erfolg vor Jhannes Lochner und dem jungen Adam Ammour an und sicherte sich seinen insgesamt 15. WM-Titel. 3 Hnderstel Vorsprung rettete er sichließlich nach 4 Läufen vor seinem verhassten Erzrivalen. Im Monobob der Frauen holte Laura Nolte Silber hinter der Amerikanerin Kaxsha Love, die auf ihrer Hausbahn 17 Hunderstel Vorsprung herausfuhr -ein Wimpernschlag.
Nächste Woche dann der Frauen-Zweier und Männer-Vierer.
In Lake Placid fanden auch die WM-Rennen der Skeletonis statt. Das erfolgsverwühnte deutsche Team musste sich mit Bronze für Alex Jungk begnügen. Die Titel gingen an Holland (Kimberley Bos), Goßbritannien (Matt Weston) und die USA (Team).
Der Biathlon-Weltcup machte nach einer Woche Pause in Nove Mesto Station. Bei frühlingshaften Temperaturen verlor Franziska Preuß auf Verfolgerin Lou Jeannmonnot einige Punkte, behielt aber ihre Gesamtführung mit noch 36 Zählern Vorsprung. Spannung vor den letzten beiden Wochenenden in Pokluca und Oslo ist garantiert. Noch enger geht es bei den Männern zu, wo die beiden Norweger Johannes Thignes Böe und Sture Lagreid gerade mal 5 Punkte trennen. Was für ein Showdown bahnt sich da in 2 Wochen am Holmenkollen ab.
- Leichtathletik: Ohne großen Höhepunkt ging die Hallen-EM in Apeldoorn zu Ende. Vielleicht die beste Leistung zeigte die Schweizerin Katoundji über 60 Meter Hürden in 7,67 Sekunden. Große Sieger waren die holländischen Gastgebe mit insgesamt 7 Titeln. Die haben die Heim-Titelkämpfe wohl als einuige durch die Bank ernst genommen.
Olympiasiegerin Yemisi Ogonleye musste sich mit Silber begnügen hinter der überragenden Holländerin, die die Kugel auf die Weltjahresbestweite von 20,6 wuchtete, immerhin 42 Zentimeter jenseits der Bestweite der Deutschen. Sehr zufrieden dürfte Dreispringer Max Heß. Der schaffte mit 17,43 die zweitbeste Weite seiner Karriere und musste sich nur dem überagenden Italiener (gebürtigen Kubaner) Andy Hernandez (17,71) geschlagen geben.
Eher süßsauer nahm Malaika Mihambo ihr Weitsprung-Bronze mit 6,88 Metern zur Kenntnis, als ihr nur ein vernünftiger Versuch gelang. Auch hier siegte mit Larissa Iapichino eine Italienerin, die auf 6,94 Meter kam.
- US Sport: Alexander Ovetchkin von den Washington Capitals kam dem NHL-Tore-Rekord von Wayne Gretzky (894) um zwei weiteren Treffer näher. Mittlerweile hält der Russe bei 886 Treffern. In dieser Saison hat er noch 18 Spiele, um den Rekord zu brechen. Quasi im Vorübergehen schaffte er seinen 1600. Scorerpunkt und passierte als 11. Profi übehaupt den sogenannten Milestone.
Die Caps führen die Eastern Conference ähnlich souverän an wie die Winnipeg Jets im Westen. Beide Teams haben 92 Punkte auf dem Konto, das Fernduell um Ligaplatz 1 (und Heimvorteil für die gesamten Play-offs ist eröffnet.
- Rugby: Zu guter Letzt ein Blick auf die Six Nations: Dort siegte Frankreich im Spitzenspiel bei Irland dank einer weitgehen überagenden Leistung mit 42:27, wobei den Gastgebern erst ganz am Ende durch 2 Versuche noch eine Ergebnis-Korrektur gelang. Spannung vor dem letzten Spieltag ist wegen der Rugby-Punkte-Arithmetik noch gegeben: Frankreich führt mit 16 Punkten vor England (15) und Irland (14). Die Equipe Tricolore braucht also beim Heimspiel am Samstag im Stade de France einen Erfolg mit mindestens 4 Versuchen (dann gäbe es einen Zusatzpunkt zu den 4 Siegpunkten), um sich aus eigener Kraft den Titel zu sichern. Irland (in Italien) und England (in Wales) lauern nur auf einen. Ausrutscher.
von Münchner Löwe | März 9, 2025 | Wintersport, WM
Nordische Ski-WM in Trondheim, in der norwegischen Heimat des Skilanglaufs. Ein Skifest für alle mit der unvergleichlichen Stimmung an den Loipen, wo Kind und Kegel und Opa und Oma stundenlang an der Strecke stehen, um alle Läufer anzufeuern. Die norwegischen euphorisch und mehr als respektvoll alle anderen, sogar die so erfolgreichen Schwedinnen, die alle Rennen gewonnen haben (der 50er steht heute noch aus).. Schaut euch auf youtube eine Staffel an oder auch die 50 Kilometer und genießt die Atmosphäre ganz in Rot. Gänsehaut ist garantiert.
Doch über dem norwegischen Skifest liegt ein ganz großer Schatten, und den hat nicht das ehe übeschaubare Wetter (typisch allerdings für Trondheim nahe des Polarkreises) gelegt, sondern die Skispringer. Vielmehr die unselige Diskussion um die Anzüge.
Material und Medizin – das sind die zwei der großen Feinde des fairen Leistungssport (es gibt noch einige mehr, wie gerade die deutschen Turnerinnen berichten). Doping war (erstaunlicherweise?) in Trondheim kein Thema (anders etwa als in Lahti 2001), umso mehr das Material. Gerade um die Anzüge gibt es schon jahrelang Diskussionen und Beschuldigungen. Laienhaft ausgedrückt: Je mehr sich ein Anzug aufplustern kann, also luftdurchlässiger, desto mehr Luftkissen und Stabilität gibt er dem Springer. Deshalb gibt es klare Normen (Körpermaße,Gewicht), die Anzüge werden vor jedem Wettbewerb von einer Jury abgenommen und erhalten eine Plombe, einen Clip. Ein Problem: Auch nachher veändert sich der Körper und es darf (mit ganzn festen Regeln) noch am Anzug gearbeitet werden.
Und diese engen Regeln scheinen die gastgebenden Norweger extrem ausgereizt und gar überschritten zu haben. Ihre Ergebnisse waren erstaunlich, erst recht angesichts der eher bescheidenen Leistungen im bisherigen Winter. Gerade der Leistungssprung des Weltmeisters Martin Lindvik von der kleinen sorgte für Argwohn, es gab von Beginn an Gerüchte, Verdächtigungen. Sven Hannawald etwa befand, dass niemand ohne „Betrug“ erfolgreich sein könne. Dabei muss man allerdings wie oben geschrieben bedenken, dass es gegen besonders erfolgreiche Teams immer Verdächtigungen gibt; zur Jahreswende auch gegenüber den Österreichern bei der Vierschanzentournee, als sie die gesamte Konkurrenz in Grund und Boden sprangen.
Es wäre wahrscheinlich bei den Gerüchteleien geblieben, wenn nicht ein geheimnisvolles Video aufgetaucht wäre, das die Norweger bei der verbotenen Manipulation von Anzügen zeigt. Die Fenster waren schwarz abgedunkelt, an plombierten Anzügen wurde vebotenerweise ein stützendes, nicht erlaubtes Material eingearbeitet. Die Erklärung der Norweger nimmt es mit jeder Doping-Ausrede auf. „Das waren Arbeiten für die Wettbewerbe nächste Woche in Oslo“, hieß es. Für die es alledings noch keine plombierten Anzüge gibt. Und es ist natürlich auch ganz logisch, das in der größten WM-Hektik der norwegische Bundestrainer nichts Besseres zu tun hat, als bei der Präparierung der Anzüge für nächste Woche live dabei zu sein.
Die FIS reagierte auf den Protest unter anderem von Österreich und Slowenien und disqualifizierte die norwegischen Springer nachträglich für den Großschanzen-Wettbewerb, erst im zweiten Anlauf allerdings. So verlor Marius Lindvik sein Silber. Doch sein Gold von der Kleinen Schanze darf er behalten, wie alle norwegischen Medaillen-Gewinner von der Schanze inklusive die überlegenen Kombinierer ihre Medaillen behalten dürfen. Mag jeder Skisprungfan seine eigenen Schlüsse ziehen, wie rechtmäßig bei den dortigen Wettbewerben die Anzüge waren und wie wertvoll die Medaillen sind.
Weil ich die Kombinierer angesprochen habe: Die hatten am Freitag ihren eigenen Skandal, weil im Teamwettbewerb der Norweger Jörgen Grabak wegen einer unerlaubten Bindung disqualifiziert wurde. Die Norweger schoben auch hier jegliche Schuld von sich, beschuldigten Fremde, den Ski manipuliert zu haben: eine nicht explizit ausgesprochene aber konkludente Anschuldigung an die direkte Konkurrenz, die zurzeit an der absoluten Spitze nur aus Österreich und Deutschland kommt. Der Streit kommt absolut zur Unzeit, denn der olympische Status der Kombinierer steht extrem auf der Kippe – und da ist Uneinigkeit der führenden Verbände das schlechteste aller Argumente.
Grabaks Sprung zählte also nicht fürs norwegische Team, das damit wertvolle Punkte verlor. Allerdings durften Grabak und das Team den Langlauf in Angriff nehmen, für mich eine sehr seltsame Regelung, denn in anderen Sportarten muss bei jeder Staffel muss jeder Athlet alle Disziplinen sauber absolvieren – ohne Disqualfikation, aus welchen Gründen auch immer. Aber das scheinen die Regeln zu sein, und so holten die Norweger noch Bronze hinter Deutschland und Österreich. Wobei auch hier die Sprung-Anzüge zumindest mal mitgedacht werden dürfen.
All das überschattet die unglaubliche Leistung von Johannes Klaebo, der tatsächlich alle 6 Langlaufwettbewerbe gewann, vom Sprint bis zum 50-Kilometer-Marathon. Natürlich kommt ihm die Massenstart-Regel beim 50er zu Gute (der leider diese Strecke weniger attraktiv macht als der Intervallstart). Dennoch ein einmaliges Kunststück, in seiner Vielfalt vergleichbar höchstens mit Ausnahmeschwimmer Michael Phelps und dem Eisschnelläufer Eric Heiden 1980 in Lake Placid, als dieser ebenfalls alle Strecken von 500 bis 10.000 Meter gewann, heute absolut unvorstellbar.
Klaebo wird sich bedanken, dass sein Triumph verschattet wurde, alle LangläuferInnen werden stocksauer auf die Sprungkollegen sein, die ihr Skifest arg beeinträchtigten. Aber eines wird bleiben: Nordische Ski-WM in Norwegen – das ist das Nonplusultra. gerne möglichst bald wieder.
von Münchner Löwe | März 7, 2025 | Allgemein
Die Hinspiele des Europapokal-Achtelfinals sind passé, und die deutsche Bilanz ist geteilt.
Das direkte Duell zwischen Bayern Mün chen und Bayer Leverkusen wurde zur unerwartet klaren Angelegenheit für die Gastgeber. Das Ergebnis von 3:0 spiegelt die Überlegenheit noch nicht einmal völlig wider. Leverkusen erwischte in allen Mannschaftsteilen einen schwachen Tag: Vorne lief nichts, hinten patzte Schlussmann Kovar schwer vor dem 2:0, eine idiotische GelbRote-Karte für Mukiele (das zweite Gelb für ein überflüssiges Foul in der gegnerischen Hälfte), ein nicht minder idiotisches Elferfoul von Tah nach einer ellenlangen Ringereinlage gegen Kane, der den Strafstoß natürlich verwandelte, rundeten den traurigen Abend ab. Gerade die 2. Halbzeit war desolat, nicht ein Torschuss und die (mit Vorsicht zu genießende) expected Goal-Statistik verzeichnete 0,00%.
Auch der zurecht so gelobte Trainer Xabi Alonso darf sich einen Teil der Pleite zurechnen lassen. So musste Stammtorwart Lukas Hradecky auf der Bank Platz nehmen (weil das in der Königsklasse halt so Brauch ist bei Bayer), die Aufstellung ohne echten Stürmer trotz des so formstarken Patrik Schick (oder Victor Boniface) zahlte sich auch nicht aus.
Da auch Florian Wirtz nichts zustandebrachte gegen den konsequent manndeckenden Upamecano, endete das Ganze im wahrscheinlich schwächsten Auftritt der Bayer-Mannschaft seit Saisonbeginn 2023/24 (sogar noch schwächer als die Finalpleite 2024 gegen Atalanta Bergamo?). Blöder Zeitpunkt, kann ich da nur sagen.
Es steht zwar noch ein Rückspiel nächsten Dienstag in der BayArena an, doch nur Utopisten glauben an ein Bayer-Wunder.
Noch relativ offen ist das Weiterkommen dagegen für den dritten deutschen Champions-League-Vertreter Borussia Dortmund. Das Heim-1:1 gegen OSC Lille nach sehr guter erster und relativ schwacher zweiter Halbzeit ist zwar keine perfekte Ausgangsposition, doch ein Sieg in Lille erscheint mir nicht unmöglich. 50:50, würde ich sagen.
Die 3 englischen Clubs feierten durchweg Auswärtssiege (Arsenal 7:1 in Eindhoven, Aston Villa 3:1 in Brügge, Liverpool 1:0 bei PSG) und können fürs Viertelfinale planen (wo Liverpool und Villa aufeinandertreffen würden).
Echte Aufregung verspricht das Rückspiel zwischen Atlético und Real Madrid. Genug Pfeffer ist nach dem hitzigen 2:1 für Real auf jeden Fall beigefügt für die Partie am Mittwoch im Metropolitano. Die Stimmung im Bernabéu war fantastisch. Es gibt es also noch, dass ein Publikum zum Spiel mitgeht (liebe Grüße an die monotonen Sprechgesänge in D).
Und sonst
- Europa League: Eintracht Frankfurt hat sich durch ein 2:1 bei Ajax Amsterdam eine hervorragende Ausgansposition erarbeitet. Es war erst der 2. Sieg einer deutschen Mannschaft in Amsterdam. Nach dem frühen 0:1 übernahmen die Hessen klar das Kommando, die Tore waren höchst verdient. Erst ganz am Ende ließen sie die Hlländer noch mal gehörig aufkommen und konnten froh sein, dass nicht noch der Ausgleich fiel.
- Basketball: Einen beeindruckenden 100:82-Erfolg feierte der FC Bayern in der Euroleague gegen den Tabellennachbarn RS Belgrad. Die Top 6 und das direkte Viertelfinale sind auch angesichts des Restprogramms durchaus machbar (wenn es optimal läuft, dort sogar Heimvorteil). Herausragend mal wieder Carson Edwards mit 30 Punkten.
- Handball: Nach einem Überraschungssieg bei Tabellenführer Veszprem durften die Füchse Berlin kurze Zeit auf den Gruppenplatz 2 und die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale hoffen. Doch durch 2 späte Tore rettete Sporting Lissabon ein Remis in Plock und fing die Hauptstädter noch ab.
Sie müssen jetzt wie der SC Magdeburg in eine Zwischenrunde. Berlin trifft dabei auf Kielce, Magdeburg auf Bukarest: Der SCM gerät damit in echte Terminnot, weil er in der Bundesliga noch 3 Nachholspiele zu absolvieren hat, die wegen des Anschlags im Dezember ausgefallen waren.
- Schnapsidee oder Genie-Einfall? Was täte ich nur ohne meine Lieblingsfreunde, die Sportfunktionäre? FIFA-Boss Gianni Infantino hat den nächsten grandiosen Einfall und plant fürs WM-Finale 20026 in New York eine Halbzeitshow à la Super Bowl, mit entsprechend prominenter Besetzung (wir werden sehen). Was im Unterhaltungsbetrieb NFL funktioniert, muss im Fußball noch lange nicht funktionieren, Die Pokalfinal-geplagte Helene Fischer weiß, wovon ich schreibe. Und ein WM-Finale, das nur alle 4 Jahre stattfindet und eben weltweit beachtet wird (mit weltweit unterschiedlichem Musikgeschmack) braucht wirklich keinen zusätzlichen Anreiz. Ein weiteres Problem: Aufgrund der Umbau-Maßnahmen müsste die Halbzeitpause auf mindestens eine halbe Stunde verlängert werden. Völlig ungewohnt für alle Profis und ein Testballon in einem WM-Finale? Super-Einfall. Für mich also eher eine Schnapsidee!
Apropos Schnapsidee: Es war ja zu erwarten, doch die erste Stimme (aus Uruguay) hat eine WM-Endrunde mit 64 Teams ins Gespräch gebracht. Wie ernst dieser Vorschlag gemeint ist, kann ich noch nicht absehen, aber die FIFA-Irren werden ihn wohlwollend prüfen, denn 48 Teams wie 2026 in Amerika sind wirklich viel zu wenig …
Apropos WM: Für die Club-WM im Sommer in den USA wird die FIFA 1 Milliarde (!) Dollar Prämien ausschütten, das ist mehr als das doppelte, was bei der Weltmeisterschaft 2022 verteilt wurde. Die Verteilung ist noch offen, geplant ist eine Staffelung nach Konföderation. Eins ist klar: Alle Teilnehmer (aus Deutschland der FC Bayern und Dortmund) werden saftigst entlohnt mit Aber-Millionen Euronen aus Amerika heimfliegen. Naja, in Deutschland sind das angesichts der herumgeisternden Billionen-Summen nur Peanuts.
von Münchner Löwe | März 5, 2025 | Allgemein
Und sonst?
- Eishockey: Fernduell gegen den Abstieg: Vor dem letzten Spieltag der DEL sind die Augsburger Panther und die Düsseldorfer EG punktgleich. Die Augsburger wahrten die Chance auf den Klassenerhalt am Dienstagabend durch ein 5:1 gegen die DEG. Sie haben das klar bessere Torverhältnis (und auch den direkten Vergleich). Gewinnen sie am Freitag in Iserlohn nach regulärer Spielzeit, sind sie gerettet. Düsseldorf (zu Hause vs die Wolfsburg Grizzlys) muss mehr Punkte ergattern als die bayerischen Schwaben, sonst geht es erstmals in die 2. Liga. Letzte Hoffnung: dass es keinen Aufsteiger gibt.
- Basketball: 7 Spieltage stehen in der Euroleague noch an: Der FC Bayern empfängt morgen im SAP Garden das sieggleiche RS Belgrad. Noch ist ein Top-6-Platz und die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale möglich. Mit einem Sieg würden sie zumindest die Top 10 weiter absichern.
In der BBL sind die Bayern Tabellenführer. Sie erwarten am Sonntag das Überraschungsteam aus Heidelberg.
- Handball: In der HBL haben die Top 6, die noch Meisterchancen haben, durchweg zumindest auf dem Papier lösbare Aufgaben.Doch in der Bundesliga gibt es immer wieder Stolpersteine, über die man besser nicht fallen sollte.
Auch hier sind die Topclubs international gefragt: In der Champions League erwartet der SC Magdeburg heute Abend Szeged, ungleich schwerer ist morgen die Aufgabe der Fücse Berlin bei Vezprem.
- Wintersport: Nach den Frauen sind dieses Wochenende die Männer mit Speedrennen in Kvitfjell dran (ab Freitag: 2 Abfahrten, ein Super-G). Die Frauen bestreiten Riesenslalom (Samstag) und Slalom (Sonntag) in Are.
Nach kurzer Pause geht es für die Biathleten weiter: Das tschechische Nove Mesto war in den vergangenen Jahren der stimmungsvolle Höhepunkt, sogar noch besser als Oberhof und Ruhpolding. Bei Männer und Frauen gibt es ab morgen Sprint, Verfolgung und Staffel.
- Tennis: Zum ersten Mal seit Melbourne treten Frauen und Männer bei einem gemeinsamen Turnier an. beim Masters in Indian Wells schlägt praktisch die gesamte Weltelite auf, nur Jannik Sinner fehlt wegen seiner lächerlich kurzen Dopingsperre. Spannend aus deutscher Sicht ist der Auftritt von Alexande Zverev nach seiner insgesamt doch enttäuschenden Süd/Mittelamerika-Tour. Bei den Frauen stehen Tatjana Maria und Jule Niemeier im Hauptfeld. Letztere bezwang Eva Lys in de Qualfikation, die ihrerseits auf einen Lucky-Loser-Platz hoffen muss. Titelverteidiger sind Iga Swiatek und Carlos Alcáraz.
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