von Münchner Löwe | Jan. 20, 2026 | Allgemein, Fußball, ski alpin, Wintersport, Wochenrückschau
Ski-Gott Odermatt, deutsches Handball-Glück und Absurdes vom Afrika-Cup
Brignones wundersames Comeback
Es war die Story des Riesenslaloms von Kronplatz, der am heutigen Dienstag ausgetragen wurde. Italiens Ski-Heroin Federica Brignone war nicht ur erstmals seit ihrem Schien- und Wadenbeinbruch im April wieder am Start, sie überzeugte auch durch zwei mehr als ansprechende Fahrten und wurde am steilsten hand der Saison (Neigung zum Teil 65 Prozent) erstaunliche Sechste, fuhr also als beste Italienein sofort wieder mitten in die Weltelite und landete unter anderem vor den Spezialistinnen Paula Moltzan und Valerie Grenier.
Nur mit dem Sieg und auch mit dem Podest hatte sie nichts zu zun. Den sicherte sich erneut Julia Scheib, mit der Österreich in seiner lange schwächsten Disziplin plötzlich eine absolute Siegläuferin hat und Gold-Favoritin fürs Rennen bei Olympia. Scheib raste von Rang 3 kommend noch an Camille rast und Sara hector vorbei und sicherte sich ihren vierten Saisonsieg.
Odi, Herrscher am Lauberhorn
Wenn es denn eine Abfahrt gibt, die Marco Odermatt auf dem Leib geschneidert ist, dann ist es Lauberhorn in Wengen. Obwohl wegen des Windes stark verkürzt (Start direkt am Hundsschopf), war der Schweizer eine Klasse für sich und triumphierte mit 79 Hunderststelsekunden Vorsprung auf Vincent Kriechmayr und den erstaunlichen Italiener Giovanni Franzoni.
Odermatt triumphierte im Schatten der Bergriesen Eiger, Jungfrau und Mönche zum vierten Mal in Folge und löste Landsmann Beat Feuz als Rekordmann ab. „Ich hab fast ein schlechtes gewissen“, bekannte er im SRF. Schon vor einer Woche hatte er in Adelboden eine Rekordmarke eier Skilegende eingestellt, als er zum fünften Mal den Riesenslalom an diesem traiditonshang für sich entschied. Da Odi noch einige Jahre Skifahren vor sich hat, dürfte er auch hier bald ganz allein ganz oben in der Liste der Sieger stehen.
Wenn ich schreibe, „erstaunlicher Franzoni“, bezieht sich das auf den Super-G. Tags zuvor hatte der Italiener in dieser Disziplin für mich reichlich überraschend gesiegt (trotz guter Trainingsergebnisse). Das Rennen war fast 15 Sekunden länger und mit allen Schweirigkeiten der Strecke gespickt, und Franzoni düpierte mit einer Glanzfahrt die Konkurrenz. Zweiter wurde Stefan Babinsky mit seinem besten Karriere-Ergebnis im Weltcup for Franjo van Allmen, der sich vor Odermatt den letzten Podestplatz sicherte.
Im Slalom dominierte ganz klar die norwegische Schiene: Atle McGrath triumphierte vor seinem besten Freund Lucas Braathen (für Brasilien startend) und Henrik Kristoffersen. Wie herzlich Braathen seinem Kumple gratulierte, so sieht Fairness aus. Best of the Rest wurde der Schweizer Weltmeister Loic Meillard, Linus Strasser klassierte sich als einziger Deutscher in den Weltcuprängen und wurde letztlich Elfter, mit 2,65 Sekunden Rückstand auf den Sieger (ohne eklatanten Fehler, die muss er bis zum Olympiarennen in einem Monat finden).
Aichers Triumphfahrt
Sie kann alles (außer Riesenslalom), das wissen alle. Am Sonntag brachte Emma Aicher im Super-G endlich mal wieder eine fast fehlerfreie Fahrt ins Ziel, und siehe da, die grüne „1“ leuchtete auf, und dies sollte an diesem strahlenden Wintertag keiner anderen Läuferin mehr gelingen. Es ist der zweite Saisonsieg der vielseitigen Deutschen mit schwedischen Wurzeln nach dem Abfahrtssieg Mitte Dezember in St. Moritz. Im Gesamtweltcup katapultierte sie sich auf Platz 3, allerdings mit Respektabstand zur Führenden Mikaela Shiffrin. Die hat zwar beschlossen, dass sie keine Abfahrten (und voererst auch keine Super-Gs) mehr fährt, dafür gewinnt sie (fast) jeden Slalom. Wie am vergangenen Dienstag den Nachtslalom von Flachau, als sie vor Landsfrau Paula Moltzan und der Österreicherin Katharina Truppe triumphierte, zum 7. Mal im 8. Saisonrennen.
Handballer plötzlich mit weißer Weste
Die beste Nachricht ereilte die deutschen Handballer schon vorm abschließenden Vorrundenspiel gegen Spanien. Da nämlich hatten die Österreicher Serbien bezwungen, und damit stand fest, dass die Mannschaft um die überragenden Torhüter Wolff und Späth auch mit einem knappen Sieg die Hauptrunde erreichen würde und dies sogar ohne Punktverlust, weil aufgrund der EM-Arithmetik die Niederlage zuvor gegen Serbien aus den Ergebnissen fallen würde.
Die Partie gegen Spanien war dann die erwartet zähe Angelegenheit. Das deutsche Team lag zwar fast die gesamte zeit in Führung, aber nie mit mehr als drei Toren, was im Handball wahrlich kein geruhsames Polster ist. Doch in den entscheidenden Phasen konnten sich die Deutschen auf ihren Schlussmann verlassen (im Gegensatz zu den Iberern auf ihren Mann zwischen den Pfosten). Diesmal war es vor allem der junge David Späth, der mit ein paar Glanzparaden den spaniern den Zahn zog. Am Ende stand es 34:32, das reichte zum Gruppensieg.
In der Hauptrunde ab Donnerstag warten jetzt allerdings mit Dänemark, Frankreich, Norwegen und Portugal durchweg höher einzuschätzende Kontrahenten. Eine gewaltige Steigerung muss also her, soll das Ziel „Halbfinale“ Wirklichkeit werden, dafür wäre nämlich ein Platz unter den ersten zwei notwendig.
Skandal beim Afrika-Cup
Schon vor dem Finale beim Afrika-Cup zwischen Gastgeber Marokko und Senegal ging es hoch her. hier die Mahgreb-Staaten, dort Zentralfrika – mit gegenseitigen Vorwürfen. Einer lautete: Der afrikanische Verband würde alles tun, dass die Marokkaner auch den Titel holen würden.
Zunächst blieb im Finale am Sonntag in Rabat alles im Rahmen, bis sich in der Nachspielzeit der kongolesische Schiedsrichter zu einem der Hauptdarsteller aufschwang. Zunächst verweigerte er aus eher fadenscheinigen Gründen einen Treffer Senegals, und sein verfrühter Foulpfiff machte auch eine Video-Überprüfung unmöglich. Minuten später entschied er nach einem Zupferchen an Real-Star Brahim Diaz nach minutenlanger VAR-Konsultierung auf Strafstoß, mindestens umstritten, für mich indiskutabel. Die Situation eskalierte. Wutentbrannt verließen mehrere Senegalesen das Feld, angestiftet von ihrem Trainer. Ein Spielabbruch drohte – mit ungeahnten Konsequenzen für alle Beteiligten.
In solchen Fällen ist es notwendig, dass zumindest einige Akteure kühlen Kopf behalten. Hier war es Sadio Mané, der senegalesische Kapitän. Er blieb nicht nur auf dem Feld, sondern signalisierte zunehmend vehement, dass bitte auch seine Mitspieler die Wut runterschlucken sollten und die Partie würdig beenden sollten. Manes* Wort ist in Senegal Gesetz (seitdem er das Land vor 4 jahren als Kapitän zum Afrika-Sieger führte), und tatsächlich bequemten sich die Spieler zurück aufs Feld.
Dort begann das nächste Drama, der Elfmeter. Der marokkanische Superstar Diaz sollte es richten, Torschützenkönig des Turniers und einer der besten Spieler. Diaz lief also an im mittlerweile strömenden Regen zu Rabat, und er entschied sich zu einem „Panenka“. Jener unfassbar frechen Variante also, in dem der Ball nur in die Mitte geschlenzt wird ohne Tempo, in der Hoffnung der Torwart werde schon in eine Ecke fliegen. Der Tscheche Antonin Panenka wurde so berühmt 1976 in Belgrad im EM-Endspiel gegen Deutschlands Sepp Maier im Elfmeterschießen, nicht so aber Diaz. Senegals Schlussmann Fernando Mendy nämlich hatte den Braten gerochen, bleib stehen und hatte nicht die geringste Mühe, den Ball abzufangen.
„Alles abgesprochen“, hieß es später in den aszialen Netzen verdrossen, und das war tatsächlich auch mein erster Gedanke. Bis ich in die verzweifelten Augen von Diaz schaute. Verzweiflung darüber, dass er nicht Marokko zum ersten Afrika-Triumph sein 1975 (1975!) geschossen hatte. Wenn das geschauspielert war, dann herzliche Gratulation zum nächsten Oscar!
Also Verlängerung: Es kam fast, wie es kommen musste. Mit einem Gewaltschuss in den Winkel bezwang Senegals Pape Gueye Marokkos vorzüglichen Schlussmann Bono, und dieses eine Tor sollte reichen. Afrika-Triumph für Senegal, der zweite nach 2022.
Immerhin durfte sich Marokko über den Fairnesspreis freuen, und diese Auszeichnung ist mindestens so absurd wie der FIFA-Friedenspokal für Donald Trump. Mit Fairness hatte es nämlich wenig bis nichts zu tun, wie sich Marokko übers (gut organisierte) Turnier gerierte. Den Vogel schossen am Finaltag die Balljungen ab, die mit Unterstützung von Ersatzspielern immer wieder versuchten, das Handtuch von Senegals Torhüter Mendy zu stehlen, damit dieser sich nicht die regennassen Handschuhe abtrocknen konnte. Es ging so weit, das Senegal seinerseit den Ersatztorwart abstellte, der danach nichts anderes zu tun hatte, als die fortwährenden Angriffe auf Mendys Eigentum abzuwehren. Famos bewältigte er diese Aufgabe.
Das mag afrikanisch-folkoristisch klingen (wie wir diesen Afrika-Cup lieben gelernt haben), ist aber schlicht bodenlos und ein katastrophales Zeichen im Hinblick auf die WM 2030, die ja in Marokko, Spanien und Portugal stattfinden wird. Auf keinen Fall daaarf eine derartige Unverfrotenheit mit einem Fairnesspreis bedacht werden, wenn da nicht mein Freund Gianni Infantino seine widerwärtigen Schleimpfoten im Spiel hatte.
von Münchner Löwe | Jan. 19, 2026 | Allgemein
Was für eine Sportwoche! Handball-EM, Australian Open im Tennis (siehe gesondeter Text), Hahnenkammrennen, viel anderer Winter- und Ballsport.
Handball-Cracks droht frühes Aus
Die Deutschen träumen vom EM-Halbfinale, doch schon heute könnte nach dem 3. Vorrundenspiel gegen Spanien das Turnier in Dänemark, Schweden und Norwegen bereits beendet sein. Wenn nämlich Andi Wolff und Co die Partie gegen die Iberer nicht gewinnen. Falls Serbien zuvor gegen Österreich siegreich bleibt, muss der Erfolg sogar mit 3+ Toren Unterschied her. Alles wegen der völlig überflüssigen Niederlage gegen Serbien.
Falls der Hauptrundeneinzug tatsächlich gelingt, warten vier absolute Hochkaräter: neben Co-Gastgeber Dänemark sind das Frankreich sowie wahrscheinlich Norwegen und Portugal. Wenn das mit dem „Man wächst an den Aufgaben“ stimmt, dann steht ausgezeichneten Leistungen nichts mehr entgegen.
Es entbehrt natürlich nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet die von Weltklasseschlussmann als „Anti-Handballer“ beschimpften Ösis den Deutschen das Leben erheblich leichter machen können mit einem Erfolg gegen Serbien vor der eigenen Partie mit Spanien. Ein Sieg, und die Ausgangsposition wäre plätzlich sehr viel einfacher, dann genügt ein schnöder Sieg und man hätte auch schon 2 statt 0 Punkte für die hauptrunde. Ob das Austria gelingt, wage ich allerdings angesichts der bisher gezeigten Leistungen zu bezweifeln, ohne dass ich sie des Anti-Handballs bezichtigen würde …
Ob mit Deutschland oder nicht, das Turnier verspricht hochklassig zu werden, zumindest der „Dänen-Zweig“ eben mit Frankreich und Co. Die Halle in Herning ist stimmungsvoll, wie allerdings schon bei der Eishockey-WM muss an der Spielfläche immer wieder gearbeitet werden.
Ansonsten sind die Färöer mein sentimentaler Favorit. Die Spieler von der winzigen Insel (40.000 Einwohner) feierten am Sonntag den ersten EM-Erfolg überhaupt und haben gute Chance aufs Weiterkommen. Mindestens ein Zehntel der Bevölkerung wird am Dienstag in Oslo live vor Ort die Daumen drücken. Herzerwärmend.
Die Streif – immer noch das Maß aller Dinge
Fragt man ambitionierte Skirennläufer und erst recht die verwegenen Abfahrer: Sie würden wahrscheinlich immer einen Sieg in Kitzbühel am Hahnenkamm allen anderen Erfolgen vorziehen, sogar einem Olympiatriumph. Die Streif ist jedes jahr eine Herausforderung, wer hier gewinnt, bekommt nicht nur eine eigene Gondel am Hahnenkamm, sondern hat den Olymp des Skisport erlangt. „Mausefalle“, „Steilhang“, „Hausbergkante“ sind Streckenabschnitte, die jedem Skifan geläufig sind. Entschieden wird das Rennen allerdings weniger an diesen Herausforderungen, sondern in den eher unspektakulären Gleitstücken, wo man es zwar nicht gewinnen, wohl aber (vielelicht auch durch die falsche Skiwahl) verlieren kann. 40.000 Zuschauer werden am Samstag wieder erwartet samt der österreichischen Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Arnie darf natürlich nicht fehlen.
Dem derzeitigen Herrscher der Alpinen fehlt allerdings noch ein Sieg (und die Gondel). Marco Odermatt kam bisher über zweite Plätze am Hahnenkamm nicht hinaus. Auch jetzt gilt er als Favorit, vor allem auch durch seinen erneuten Fabellauf am Lauberhorn, doch in Kitz wachsen plötzlich Leuten Flügel, die sonst eher die zweite Geige spielen. Wie 2025 der Kanadier James Crawford, der völlig überraschend siegte (und seitdem gar nichts mehr auf die Reihe bekommt).
Eingerahmt wird die Abfahrt am Samstag vom Super-G tags zuvor und dem Slalom am Sonntag. Am Ganslernhang gibt es dem bisherigen Saisonverlauf etwa 20 Kandidaten auf dem Triumph, derTriumphator wird ebenfalls mit einer Gondel bedacht. Ob der Münchner Linus Strasser ausgerechnet hier wieder in die Erfolgsspur zurückfindet, ich habe ernsthafte Zweifel. Gerade die Franzosen und Norweger scheinen eine neue Stufe gefunden zu haben.
Für die Frauen stehen nach 2 Speed-Wochenenden wieder technische Wettbewerbe an. Schon am Dienstag in Kronplatz/Italien ein Riesenslalom, am Wochenende im tschechischen Spindlermühle Riesenslalom und Slalom. Vielfahrerin Emma Aicher lässt allerdings zumindest das Rennen in Italien aus, Riesenslalom ist mit Abstand die schwächste Disziplin der jungen Deutschen. Vielleicht gibt aber in ihrer italienischen Heimat Federica Brignone nach ihrem Beinbruch ihr Saison-Debüt. Zumindest im Hinblick auf Olympia in gut zwei Wochen stehen die Startcancen offenbar sehr gut.
Champions League auf der Zielgeraden
Der 7. und vorletzte Spieltag ist für Dienstag und Mittwoch angesetzt, und es können tatsächlich Vorentscheidungen fallen. So kann der FC Bayern mit einem Heimsieg über St. Gilloise (Mi., 21:00) die direkte Qualifikation fürs Achtelfinale klarmachen. Wichtige Auswärtspartien haben Eintracht Frankfurt bei Quarabag Agdam (Mi., 18:45), Borussia Dortbund (Tottenham) und Bayer Leverkusen bei Olympiakos Piräus (bveide Di., 21:00). Ich erspare mir große Hochrechnungen, wer wann wie weiterkommt in dieser 36er-Tabellenur soviel: Nur volle Siege helfen wirklich weiter.
Auch in der Europa League gibt es am Donnerstag den 7. Spieltag. Der SC Freiburg (vs Maccabi Tel Aviv/18:45) und de VfB Stuttgart (bei AS Rom/21:00) haben noch Chancen au einen Platz unter den besten Acht.
Zeit für die Flieger
Vor Olympia ist noch Skiflug-WM, nämlich in Oberstdorf. Zeit für so manchen Spezialisten, die sich in die Luft legen und wie ein Adler dahinschweben. Die Slowenen sind meist ganz vorn dabei, nicht nur der Saison-Dominierende Domen Prevc, sondern auch Ante Lanisek und Timi Zajc. Die Deutschen haben an den 3 Wettkampftagen auf der Heini-Klopfer-Schanze (Einzel und Team) höchstens Außenseiter-Chancen. Neben Slowenen gilt es vor allem, auf die Österreicher und Japaner zu achten und den einen oder anderen Norweger. Und natürlich immer, ob auch alle Anzüge regelkonform sind (immer wieder ein Aufreger, zuletzt bei Stefan Kraft aus Österreich).
Der Weltrekord von Domen Prevc (255,5 Meter) scheint mir nicht in Gefahr, Flüge über 230 Meter+ sollten aber schon drin sein, wenn Thermik und Anlauf stimmen, immer auch ein Vabanque-Spiel der Veranwtwortlichen.
Und sonst?
- Bundesliga: Topspiel ist die Partie des zweiten borussia Dortmund beim 1. FC Union. Die Berliner schweben als Neunte zwischen den Welten. Zu weit weg von den internationalen Plätzen einerseits, von den Abstiegsrängen andrerseits.
Zündstoff berspricht die partie von Eintracht Frankfurt gegen 1899 Hoffenheim. Die Hessen erstmals ohne Trainer Dino Toppmöller auf der Bank, Hoffenheim ist so etwas wie das Team der Stunde (FC Bayern natürlich außer Konkurrenz). nach 2 heimsiegen gegen Gladbach und Leverkusen.
- England: Topsiiel ist die Partie zwischen Tabellenführer FC Arsenal und Rekordmeister Manchester United. Die Gäste boten zuletzt beim begeisternden 2:0 im Stadtderby gegen City das beste Spiel seit Langem, so entfesselt hab ich Spieler und Fans lange nicht gesehen, und Sir Alex Ferguson sah auf der Tribüne gleich um 10 jahre jünger aus. Arsenal ist also gewarnt, kann alledings angesichts des Vorsprungs von immer noch 7 Punkten einigermaßen beruhigt in die Partie gehen.
- Basketball: Der FC Bayern scheint in der Euroleague konsolidiert, zumindest zu Hause. Zwei Heimspiele stehen diese Woche, und sowohl Partizan Belgrad (Di., 20:30) als auch Valencia (Do., 20:30) erscheinen machbare Gegner. 2 Siege wären acuh notwendig, soll die Aufholjagd in Richtung Play-Ins noch von Erfolg gekrönt sein.
- Wintersport: Nove Mesto hat sich in den vegangenJahren als ein Biathlon Hot Spot erewiesen, auch wenn die TschechInnen nicht ganz vorne mitmischen. Die Stimmung war jedenfalls gigantisch und wird auch ab Donnerstag gigantisch sein (mehr als 30.000 Zuschauer/Tag), wenn Einzel, Single Mixed, Mixed-Staffel und Massenstart auf dem Programm stehen. Es ist das letzte Weltcup-Wochenende vor Olympia, also auch letzte Formüberprüfung und letzte Chance, sich für die Wettbewerbe in Antholz zu qualifizieren.
- US Sport: Die 2 Conference Finals finden am Sonntag statt, in denen die beiden Super-Bowl-Teilnehmer ermittelt werden. Zunaächst empfangen in der AFC die Denver Broncos die New England Patriots (21:00), danach (00:30) in de NFC die Seattle Seahawks die LA Rams. Mehr in einem gesonderten Text am Freitag.
von Münchner Löwe | Jan. 18, 2026 | Tennis
Das erste Grand-Slam-Turnier ist eröffnet. Seit Sonntag laufen die Australian Open und meine hoffnungsvollen Gedanken zu Alexander Zverev, naja, sind nicht Makulatur. Der Hamburge hat das knifflige Auftaktlos gegen den aufschlagstarken Kanadier Gabriel Diallo nach verlorenem ersten Satz recht sicher in vier Durchgängen für sich entschieden.
Ob es sich für ihn allerdings mit dem erhofften ersten Major-Triumph ausgeht, ist nach Lage der Dinge doch eher zu bezweifeln. Maß aller Dinge sind die „Unbesiegbaren Zwei“, also Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. In den vergangenen 2 Jahren haben sie die Grand-Slam-Titel unter sich aufgeteilt, zuletzt standen sie sich in drei Finali gegenüber(Paris/Alcáraz, Wimbledon/Sinner und NewYork/Alcáraz.
Der Vorsprung zum Rest erscheint sehr groß, wobei ich zumindest hinter dem Spanier zumindest winzige Fragezeichen setze. Zum einen ist er in Melbourne nie so recht klargekommen, Viertelfinali waren das höchste der Gefühle wie 2025, als er an Novak Djokovic scheiterte. Zum anderen bleibt abzuwarten, wie er die von ihm focierte trennung zu seinem Trainer Juan Carlos Ferrero verkraftet, der ihn in den vergangenen sieben Jahren zu seiner aufsehenerregenden Karriere verhalf.
Sinner ist nicht nur für mich der mehr oder weniger klare Turnierfavorit. Zuletzt siegte er zweimal Down under, vor allem 2025 geradezu ungefährdet wie im einseitigen Finale gegen Zverev. Nichts deutet darauf hin, dass er seit seinem Masters-Triumph in Turin an Form verloren hätte.
Best of the rest
Als Erstes nenne ich Novak Djokovic. 38 Jahre zählt der Serbe mittlerweile und doch muss ihn jder bei jedem Grand Slam auf dem Zettel haben. 2025 erreichte er bei allen vier Turnieren das Halbfinale, scheiterte allerdings viermal. Mittleweile fokussiert er sich nahezu ausschließlich auf die Grand Slams, der 25. Triumph (und der alleinige Einzelrekord) ist noch ein Ziel des Unersättlichen. Doch ob sein Körper mitspielt und 7 Best-of-5-Matches verträgt. Zweifel seinen erlaubt.
Alexander Zverev, der Weltranglistendritte, wäre der natürliche Top-Herausforderer. Vergangenes Jahr kam er in Melbourne tatsächlich ins Finale, da Tunier legt ihm also. Doch das restliche Jahr verlief alles andere als oin seinem Sinn: nur ein Turniersieg (in München), viele unnötige Niederlagen wie das Erstrundenaus gegen Rinderknech in Wimbledon. Der erste Auftritt war jetzt wacklig, doch das muss nicht unbedingt etwas heißen.
Dran sind eigentlich die US-Amerikaner. Taylor Fritz etwa spielt beeindruckendes Tennis, aber zum ganz großen Wurf fehlt immer etwas (zumindest im Vergleich zu „Sincaraz“). Noch begabter erscheint mit Ben Shelton, aber der ist sehr unkonstant, trotz seines grandiosen Aufschlags.
Persönlich bin ich aufs Auftreten des Tennis-Genie Alexander Bublik sehr gespannt, der im vergangenen Jahr pltzlich die Ernsthaftigkeit seines Sportes erkannt hat und gleich 4 Turniere gewann. Lokalmatador ist Alex De Minaur, dem nimmemüden Australier fehlt allerdings ein echter Gewinnschlag, Laufstärke allein reicht dann halt doch nicht, oder?
Rührselig wird es bei den Auftritten von Stan Wawrinka. De Schweizer triumphierte 2014 in Melbourne, jetzt hat er sein letztes Jahr auf der Profitour angekündigt. Jede Partie von ihm dürfte ein Ereignis werden. Taschentücher bereithalten für den Mann mit der schönsten (einhändigen) Rückhand. Ähnliches gilt für Gael Monfils.
Ich tippte Gauff
Leichtsinnig Dämlich wie ich bin, habe ich mich an einem Wettspiel für die AO beteiligt und schon das ganze Turnier durchgetippt. So leicht es mir fiel bei den Männern Sinner (als Alternative Alcáraz), so schwer war bei den Frauen. Am Ende stand zu meinem eigenem Erstaunen Coco Gauff auf dem Siegerzettel, doch bei näherem Nachdenken könnten dort auch ein halbes Dutzend anderer Frauen augetaucht sein. Für Gauff spricht, dass sie Grand-Slam-Turniere „kann“, bisher 2 Siege, zuletzt 2025 in Paris. Die Amerikanerin hat ein aggessives Spiel und keine echte Schwäche (wenn sie ihren Aufschlag im Griff hat).
Die Konkurrenz ist riesig, beginnt natürlich bei der Weltranglistenersten Aryna Sabaenka (US Open 2025), geht über Iga Swiatek (Wimbledon 2025) zu Amanda Anisimova (jeweils die Finalistin). Oder wiederholt gar Titelverteidigerin Madison Keys ihr Husarenstück (da allerdings habe ich ernsthafte Zweifel)? Sehr stark schätze ich Lena Rybakina ein. Die Schweizerin Belinda Bencic hat gerade bei der Mixed-WM einen derart vorzüglichen Eindruck hinterlassen, dass sie mehr als eine Geheimfavoritin ist.
Die Frauen-Konkurrenz ist auch deshalb tricky, weil es wie bei ganz normalen Turnieren über 2 Gewinnsätze geht. Ein schlechter Tag kann also schlechter kaschiert und ausgebügelt werden. Gefährliche Außenseiterinnen wie Karolina Muchova, Jessica Pegula und Mirra Andreewa warten nur auf ihre Chance.
Deutsche hoffen von Runde zu Runde
Im vergangenen Jahr wurde Lucky Lys geboren, natürlich nur im übertragenem Sinn. In der Qualifikationeigentlich gescheitert, rückte sie als sog. Lucky Loser ins Hauptfeld nach, gewann auch dank glücklicher Auslosung 3 Runden und scheiterte dann chancenlos an Iga Swiatek. Viele Weltranglisten, die es jetzt zu verteidigen gilt, aber die Auslosung meint es erneut nicht schlecht mit ihr mit dem Auftakt Sorana Cirstea und danach der zurzeit recht erratischen Naomi Osaka (wenn die japanerin allerdings den Ball trifft, dprfte es aussichtslos werden).
Auch bei Laura Siegemund und der nimmermüden Mama Tatjana Maria (sie kanns wahrscheinlich selbst nicht mehr hören) wäre jeder Rundengewinn ein Erfolg, mehr als das Achtelfinale erscheint allerdings utopisch.
Dsa gilt auch für die beiden Männer neben Zverev, Jan-Lennard Struff und Yannik Hanfmann. Letzterer gewann in der 1. Runde gegen Svajda, jetzt bekommt er es allerdings mit Alcáraz zu tun. Struff trifft zunächst auf Kopriva, danach wäre Taylor Fritz eine wohl unüberwindliche Hürde.
Wenn ich mir allerdings meine Tipps so anschaue: Es kommt sowieso anders, als ich denke. Vergnüglich wirds allemal!
von Münchner Löwe | Jan. 17, 2026 | NFL
Blick über den Teich, NFL
Nach der Wildcard-Runde ist vor Divisional Round. Wie jedes Jahr lautet eine spannende Frage, wie die beiden topgesetzten Teams die freie Woche überstanden/genutzt haben. Einerseits der Verlust der Spielpraxis, anderseits das Pflegen von Verletzungen, der angeschlagenen Körper.
Anmerkung: Da ich auf die Wildcard-Spiele nicht eingegangen bin, werde ich die Partien bei den jetzigen Spielen ganz kurz Revue passieren lassen.
AFC
Denver Broncos (1) – Buffalo Bills (6)
Für viele das vorweggenommene Conference Finale: Die Bills konnten sich in einer wilden und bis zuletzt spannenden Partie bei den Jacksonville Jaguars durchsetzen. Ihr erster Play-off-Auswärtssieg seit 30 Jahren. Ein rugby-ähnliches Gedränge in die Endzone brachte kurz vor Schluss letztlich den entscheidenden Touchdown.
Die Broncos konnten sich ausruhen. Ihre Defense dürfte um einiges stärker sein als jene der Jaguars, dafür ist ihr Quarterback Bo Nix noch ein recht heuriger Hase, der im direkten Vergleich zum Bills-Spielmacher Josh Allen wohl den Kürzeren zieht.
Es ist etwas absurd: Die Bills sehe ich dieses Jahr (klar) schwächer als in den vergangenen Jahren, ihre Chancen, in den Super Bowl einzuziehen und diesen sogar zu gewinnen, sind dagegen so gut wie wohl noch nie seit den 90ern (Jim Kelly), weil die Super-Teams Kansas City Chiefs und Baltimore Ravens (zuletzt das Bills-Kryptonid) schon ausgeschieden sind.
Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, nicht allzu viele Punkte (bei meinem Tippglück wird es also ein Blowout mit 60+ Zählern).
🧠 Bills (auf der Mission) 🧠 Bills (mir letztlich letztlich egal)
(2) New England Patriots – (5) Houston Texans
Beide Teams mit zumindest ergebnismäßig klaren Siegen in den Wildcards: Die Patriots setzten sich 16:3 gegen die Los Angeles Chargers durch, die Texans behielten mit 30:6 bei den Pittsburgh Steeelers die Oberhand.
Aussagekraft für die morgige Partie (21:00): Null, nada, niente. Denn die Pats profitierten beim Erfolg gegen LA von einer praktisch nicht existenten Offensive Line der Chargers, die Texans trotz eigener Offensivschwächen von einer praktisch nicht existierenden Offensive der Steelers. Sowohl Pats als auch Texans brauchten dennoch einige Zeit, bis in insgesamt grausam anzuschauenden Partien ihr Sieg feststand.
Eines würde ich prophezeihen: SpielenTexans-Quarterback CJ Strout plus die Offensive noch einmal so verheerend (2 Interceptions, 3 Fumbles), dann werden die Patriots einen klaren Sieg einfangen. Deren Quarterback Drake Maye ist der kommende Star unter den jungen Spielmachern. Auch wenn er gegen die Chargers nicht überragte, er absolvierte sein Play-off-Debüt nahezu fehlerlos. Wenn auf der anderen Seite Strout die Lehren aus seiner Vorstellung in Pittsburgh zieht, dann stehen die Aktien für die Texans gar nicht schlecht. Weil auf die Verteidigung der Texaner, für mich zurzeit die beste der Liga, Verlass ist und sie Maye das Leben sehr schwer machen kann. Deswegen sehe ich tatsächlich hier große Chancen für einen (weiteren) Auswärtssieg).
🧠 Texans ❤️ Texans (Defense wins Championships)
NFC
Drei Teams der Division West und die Chicago Bears sind hier übriggeblieben. Wers vorhersagen kann angesichts der Ausgeglichenheit, herzlichen Glückwunsch!
(1) Seattle Seahawks – (6) San Francisco 49ers
Die Niners setzten in Philadelphia das Ausrufezeichen der Wild Cards, als sie den Titelverteidiger Eagles eliminierten. Erstaunlicherweise war hierfür vor allem die Verteidigung verantwortlich, die das so gefürchtete Laufspiel der Eagles um Shaquon Barkley einigermaßen in Schach hielt. In der Offensive reichte eine durchschnittliche Leistung von Quarterback Brook Purdy und das überragende Angriffs-Taschenmesser Christian McCaffrey für den harterkämpften 23:19-Erfolg.
Vor zwei Wochen sind die Niners und Seahawks schon mal aufeinandergetroffen, in San Francisco, wo Seattle die Oberhand behielt. Aber damals entschieden Kleinigkeiten die Partie, und wenn nicht alles täuscht, werden es auch in der Nacht zu Sonntag Kleinigkeiten sein, die entscheiden.
Abzuwarten bleibt, wie sehr Quarterback Sam Darmold die Rückenverletzung behindert, wegen der er diese Woche im Training kürzertreten sollte. Die 49ers ihrerseits müssen auf jeden Fall auf ihre routinierte Offensivstation George Kittle verzichten, der sich gegen die Eagles einen Riss der Achillessehne zuzog.
Darmold gelang das einmalige Kunststück, in den vergangenen zwei Jahren mit 2 Teams (Minnesota Vikings, Seahawks) mehr als 10 Siege einzufahren, und das, obwohl er so oft wie kaum ein anderer den Ball in die gegnerischen Arme warf. Aber er hat mit Jaxon Smith-Njigba den alles überragenden Passempfänger der Liga in seinen Reihen, der in der Saison durchschnittlich Bälle für mehr als 100 Yards/Spiel fing. Das dürfte der Knackpunkt der Partie sein: Kann San Francisco auch das Angriffsspiel der Seahawks stoppen? Extramotivation ist natürlich, dass der Super Bowl in der Heimstätte der Niners ausgetragen wird.
🧠 Seahawks (der Heimvorteil wirds richten) ❤️ Seahawks (mein Superbowl-Tipp)
(2) Chicago Bears – (5) Los Angeles Rams
Beide Teams „überlebten“ die Wildcards mit Punkten in letzter Minute gegen die Green Bay packers (Bears) respektive die Panthers (Rams). Die Bears zeigten dabei erneut ihre Spezialität, dass sie vermeintlich nicht (mehr) zu gewinnende Partien doch noch drehen. Gegen die Packers etwa holten sie im 4. Viertel och einen 6:21-Rückstand auf.
Aufgeben ist also nicht, und diese Einstellung werden die Bears im heimischen Wrigley Field auch gegen die Rams unbdingt brauchen. Und eine gute Verteidigung, die den hochbegabten Angriff von LA mit Quarterback Matthew Stafford, Wide Reciever Puca Nacua und andere stoppt. Dann könnte auch dank der fanatischen Zuschauer was gehen, die schon so lange auf einen Erfolg warten.
Voraussetzung ist dabei, dass die Bears nicht wieder die Anfangsphase verschlafen, dass Quarterback Caleb Williams seine Fehlpässe minimiert. Dann sind auch die Rams trotz ihrer tollen Namen schlagbar, wie schon die deutlich schwächer eingestuften Carolina Panthers zeigten, die die Kalifornier an den Ran einer Niederlage brachten. Dennoch glaube ich auch hier an einen Auswärtssieg
🧠 Rams ❤️ Bears (das hätte was im Wrigley Field)
Ansetzungen
Sa., 22:30: Broncos – Bills (AFC)
So., 02:00: Seahawks – 49ers (NFC)
So., 21:00: Patriots – Texans (AFC)
Mo., 00:30: Bears – Rams (NFC)
von Münchner Löwe | Jan. 15, 2026 | Fußball, Handball, Tagesrückschau
Si tacuisses
Die Österreicher spielen natürlich absoluten Anti-Handball. Das möchte auch eigentlich keiner sehen.
(Der Deutsche Andreas Wolff vorm EM-Auftakt am Donnerstag gegen Austria)
Keine Frage, Andi Wolff ist ein Weltklassetorwart, er gehört zu den Top 3 der Welt, an guten Tagen ist er schier unüberwindlich. Doch offenbar ist ihm in seiner Karriere der eine oder andere Ball zu viel an den Kopf gerauscht, oder wie soll ich diese Beleiding deuten?.
Hier spricht der Torwart einer Handball-Nation über einen absoluten Außenseiter. Eben nicht respektvoll, wie ich schon in manch Verteidigungsrede lesen konnte, sondern voller Verachtung, voller deutscher Arroganz (ein Piefke im schlimmsten Sinn und eben kein Nachfolger fürs DÖF). Welcher Handballer will sich schon als „absoluten Anti-Handballer“ bschimpfen lassen.
Damit hat Wolff vorm ersten EM-Spiel am Donnerstag gegen Österreich ein völlig unnötiges Fass aufgemacht. Gerade im Handball können durchgebrannte Sicherungen (etwa ein mit voller Absicht gegen den Kopf von Wolff gefeuerter Ball) schwere Verletzungen nach sich ziehen. Man kennt sich ja gut, ein Großteil der Ösis spielt in der deutschen Bundesliga. Der von Wolff besonders kritisierte Mykola Bylyk ist sogar dessen Kieler Teamkollege, da wird sich nach der EM die Vereinsführung freuen …
Es ist für mich auch nicht der übliche Trashtalk, eben weil Deutschland in allen Belangen überlegen ist. Zumal Wolff mit seinen Deutschen in einem gefährlich engen Glashaus sitzt. Der ganze EM-Kader ist nämlich eher auf Zerstörung und harte Verteidigung (basierend auf den überragenden Torhütern Wolff und Späth) ausgelegt. Bundestrainer Alfred Gislasson nahm lieber gute und harte Verteidiger als eher filigrane Angriffsspezialisten mit (Dahmke statt Freihöfer), was im Vorfeld für gehörigen Ärger sorgte. Mal sehen, wie sich Wolff äußerst, wenn die Deutschen in der Zwischenrunde gegen Top-Favorit Dänemark den österreichischn „Anti-Handball“ zeigen.
Zu hoch hängen möchte ich das Ganze allerdings auch nicht. Vielleicht gehört dieses Klappern wirklich zum unschönen Handwerk. Aber wers Maul derartig unflätig aufmacht wie Wolff, der darf sich über entsprechende Antworten nicht wundern.
Trainereffekt bei Real
Nur als Nachtrag des Rauswurfs von Xabi Alonso. Das stolze Real Madrid hat sich ruhmlos aus dem spanischen Pokal verabschiedet. Beim abstiegsgefährdeten Zweitligisten Albacete Balompie verloren die Königlichen durch ein Gegentor in letzter Minute mit 2:3 und zeigte eine insgesamt indiskutable Leistung. Nein, Schadenfreude lieggt mir völlig fern, ich bin nur der Chronist …
Und sonst?
- Bundesliga: Hinrundenrekord des FC Bayern: Die Münchner gewannen nach 0:1-Rückstand noch mit 3.1 beim 1. FC Köln. Sie beendeten damit die Hinrunde mit 15 Siegen, 2 Remis und 0 Niederlagen (47 von 51 möglichen Punkten). Das unfassbare Torverhältnis lautet nun 66:14; das wären hochgerechnet 132 erzielte Treffer, der bisherige Bestwert, natürlich von den Bayern aufgestellt (1973), liegt bei 101 erzielten Toren.
Ansonsten war der Mittwoch ein Fest für die Plastikclubs und somit ein Graus der Traditionalisten. Es siegten Leipzig (2:0 vs Freiburg), Hoffenheim (mit 5:1 gegen Gladbach) und Wolfsburg (2:1 vs St. Pauli). Bayer Leverkusen verpasste am Dienstag den Sieg, die Partie beim HSV fiel wegen Tauwetters aus.
- Biathlon: Dramatische Frauenstaffel zum Auftakt der Rennen in Ruhpolding. Zum abschließenden Schießen kamen fast gleichzeitig gleich 5 Schlussläuferinnen. Die Italienerin Lisa Vitozzi veließ en Schießstand zwar als Erste, wurde aber noch von der Norwegerin Maren Kirkeeide auf der Zielgeraden noch überholt, auch dank eines rüden Manövers offenbar noch haarscharf innerhalb der Regeln. Dritte wurde Schweden vor Frankreich. Das deutsche Team mit Schlussläuferin Franziska Preuß hatte bis zum letzten Schießen noch alle Chancen, doch die Weltcupsiegerin 2025 musste gar in die Strafrunde und musste sich letztlich mit Platz 6 zufriedengeben.
- Afrika-Cup: Marokko und der Senegal stehen im Finale in Rabat. Die Gastgeber gewannen im Elfmeterschießen gegen Nigeria durch, Senegal setzte sich 1:0 gegen Ägypten durch. Den entscheidenden Treffer erzielte ein alter, aber dort nicht guter Bayern-Bekannter. Sadio Mané (mittlerweile 33 und in Riad aktiv) war mit einem schönen 14-Meter-Flachschuss erfolgreich. Das Endspiel findet am Sonntag (20 Uhr) in Rabat statt.
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