Deutsches Mini-Team schlägt stark auf

US Open, 1. Runde

 

Nur 6 deutsche Profis sind in den Einzelkonkurrenzen dabei, je 3 Frauen und Männer. Das sind so wenige wie zuletzt 1983, also in der Tennissteinzeit in Deutschland vor Boris und Steffi. Die schwache Förderung und auch die grundsätzlich im Vergleich zu Italien und Frankreich schlechte Infrastruktur macht sich bemerkbar.
Doch das Sextett schlug sich hervorragend. Allein Tatjana Maria schied in der 1. Runde aus gegen die Griechin Maria Sakkari. Die 37-Jährige nahm es gelassen: Vile wichtiger ist ihr, dass die hochbegabte Tochter auf dem besten Weg in den Profizirkus ist. Einen Überraschungserfolg (nicht sehr groß) feierte Wimbledon-Viertelfinalistin Laura Siegemund, die die an Nummer 20 gesetzte Diana Snajder aus dem Wettbewerb nahm Ebenso in der 2. Runde steht Eva Lys, die beim 6:0, 7:6 gegen die Britin Francesca Jones nur im 2. Satz Mähe hatte.
Geschlossen erreichten gar die deutschen Männer die 2. Runde. Alexander Zverev musste dabei gegen den Chilenen Tabilo einen Satzball iom 2. Durchgang abwehren, behielt aber letztlich souverän die Oberhand. Schöne Erfolge feierten Daniel Altmaier, der fast 5 Stunden gegen den Serben Medjedovic brauchte) und Jan-Lennard Struff: Dieser mühte sich erst mit 3 Siegen durch die Qualifikation und besiegte quasi als Belohnung dem Amerikaner Mcdonald in 4 Sätzen.

Insgesamt bot die 1. Runde in New York, die über 3 Tage verteilt war, wenig Spektakuläres. Bemerkenswert, dass Daniuil Medwedew seine katastrophale Grand-Slam-Bilanz vollendete und zum dritten Mal in der 1. Runde (2. Runde in Melbourne) ausschied. Ansonsten hielten sich die Favoriten mehr oder weniger schadlos. Bei den Frauen erwischte es dagegen Australian-Open-Siegerin Madison Keys in einer extrem fehrlerbesetzten Partie gegen Renata Zazaoa. Die Amerikanerin fabrizierte sage und schreibe 89 unerzwungene Fehler. Die spannendste Partie de 1. Runde lieferten sich die Dänin Caterina Tauson und dAlexandra Eala, das die philippinische Newcomerin im Matchtiebreak des 3. Satzes mit 11:9 für sich entschied. Coco rettete sich in 3 Sätzen gegen die Australierin Ana Tomljanovic.

 

2. Runde, Auszug

Männer

Tsitsipas – Struff (Mi., ca. 23 Uhr)
Altmaier – Rune (Do.)
Zverev – Fearnbley (Do.)

Spannung verspricht vor allem das Duell der Jungstars Machac und Fonseca. Die Aufgabe von Jannik Sinner gegen den Australier Popyrin ist durchaus tricky.

 

Frauen

Lys – Noskova
Siegemund – Zakarowa

 

Was so übrigbleibt

Varfolomeev räumt erneut 5 Titel ab

 

Schande über mich, dass ich erst jetzt Deutschlands Sportllerin des Jahres würdige für ihr grandioses Wochenende, an dem sie gleich fünfmal WM-Gold erturnte. Wie vor 2 Jahren, als sie ebenfalls das Quintuple schaffte. In Rio triumphierte die Olympiasiegerin von Paris (dort gab es nur die Entscheidung im Mehrkampf) im  Einzelmehrkampf, mit dem Team und an den Geräten Ball, Band und Keule. Den totalen Triumph verpasste sie, weil sie bei ihrer Reifenkür und bei einer dieser für Normalmenschen unwirklichen Pirouetten tatsächlich das Gleichgewicht verlor, sich abstützen musste und aufgrund der Punkteabzüge gar ohne Medaille blieb. Es war die erste Einzel-Entscheidung des Sonntags, und es spricht für die immer noch erst 18-Jährige, dass sie nicht die Nerven verlor, sondern die drei anderen Kür-Übungen in gewohnter Bravour absolvierte.
Dabei war 2025 ein durchaus kompliziertes, anstrengendes Jahr. Neben dem wöchentlichen Trainingspensum von 36 Stunden holte sie den Realschulabschluss nach (wg Olympia 2024 hatte sie ein Jahr pausiert) und bestand obendrein auch noch die Führerschein-Prüfung, offenbar keine Selbstverständlichkeit angesichts der Durchfallquaoten. Wenn sie also 2024 zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde, was oder wer spricht gegen eine erneute Auszeichnung. Vielleicht Weitspringerin Malaika Mihambo sollte sie im September in Tokio WM-Gold holen – möglichst mit Weltrekord.
Nächstes Jahr gibt es für Varfolomeev und das deutsche Team eine Heim-WM, genauer in Karlsruhe Frankfurt/Main (danke Hotte). In Varfolomeevs Schatten ist eine schlagkräftige Truppe zusammengewachsen, die Teamgold eroberte. Zudem sicherte sich Varmolomeevs Schmidener Vereinskollegin Anastasia Simakova Bronze mit dem Reifen.Dann wird die mediale Begleitung ungleich höher sein als jetzt, als im linearen Live-Fernsehen gar nichts zu sehen war und die Streams sich auch im eher schlecht auffindenden Netz der Netze versendeten.

 

Siegtorschütze mit gerade 16 Jahren

 

In einem tollen und hin und her wogenden Schlagabtausch gewann Meister FC Liverpool bei Newcastle United mit 3:2. Den entscheidenden Treffer erzielte der gerade 16-jährige Rio Ngomoha in der 10. Minut der Nachspielzeit mit einem überlegten Schlenzer ins Eck. Er avancierte damit zum jüngsten Ligatorschützen des ruhmreichen Liverpool FC. Unauffällig blieb dagegen der Ex-Leverkusener Rekord-Einkauf Florian Wirtz bei den Reds, während Hugo Ekitiké schon seinen zweiten Treffer für die Reds schoss.
Die Partie hatte besondere Brisanz, weil Liverpool und Newcastle um United-Spieler Alexander Isak streiten. Der Schwede hat zwar noch einen Vertrag bei den Magpies, will aber unbedingt zu Pool wechseln und „streikt“, damit es doch noch zu einem Wechsel kommt. Bisher allerdings hat Newcastle alle Angebote (angeblich bis zu 140 Millionen Euro) abgeleht. Die Transferfrist endet am Sonntag, wir werden sehen.

Sport und (Doping)sperren – das leidige Thema

Nein, jetzt soll es nicht zum xten Mal um die positiv getesteten Jannik Sinner und Iga Swiatek gehen(erst wenn sie die US Open gewonnen haben, aber in der vergangenen Woche hat es 3 Sperren von Sportlern gegeben, die mich an der Gerechtigkeit zweifeln lassen. Nicht dass ich jemanden der vorsätzlichen Bevor- oder Benachteiligung beschuldigen könnte (schon mangels Beweise), aber doch irgendwie auffällig und entlarvend wie absurd gering repektive zeimlich streng das Strafmaß ausggefallen ist. Wobei mir natürlich bewusst ist, dass kein Fall dem anderen gleicht und ich die näheren Umstände nicht kenne.

 

Norwegischer Anzugsbetrug – praktisch ohne Konsequenz

 

Es war das Thema der nordischen Ski-WM in Trondheim: die heimlich gefilmte Manipulation der norwegischen Skisprunganzüge, die diese (und damit die Athleten) besser fliegen lassen. Das Ganze wurde am drittletzten Tag aufgenommen, praktisch das ganze Team für das abschließende Springen (und für den Rest der Saison gesperrt. Es gab nichts tzu deuteln, dass hier absichtlich und mit vollem Bewusstsein an den Anzügen maniupuliert wurde – und zwar nachdem sie von unabhängiger Seite freigegeben wurden.

https://blickueberdenteich.de/anzugsskandal-ueberschattet-ein-fantastisches-skifest/

Jetzt der  finale Urteilsspruch, nachdem eine Ethik- und Compliancekommission monatelang über dem Fall gebrütet (eher: das Ganze ausbaldowert) hat: Die norwegischen Springer um die Stars Marius Lindvik und Johan-Andre Forfang werden 3 Monate gesperrt. Dazu je 2000 Schweizer Franken und die Verfahrenskosten. Das ist es. Die bereits vollzogene Sperre im März wird angerechnet, so dass beide pünktlich zum Wintersaison-Beginn (und damit auch bei Olympia!) wieder an den Start gehen können.
Für mich ist diese absurd niedrige Strafe ein veritabler Skandal und fast die Einladung für alle Verbände, Regeln wo es nur geht zu missachten. Tatsache belibt doch, dass genau zur Heim-WM den Norwegern eine Möglichkeit einfiel, Anzüge zu manipulieren, nachdem sie von der FIS abgenommen wurden. Und wer glaubt, dass dies erst vor dem letzten Wettbewerb  geschah, der glaubt auch an den Weihnachtsmann (der ja nicht weit von Trondheim am Polarkreis hausen soll). Alles spricht also dafür, dass auch in den Wettbewerben zuvor die Skispringer mit manipulierten Anzügen gesprungen sind, Marius Lindvik immerhin zum WM-Titel von der Normalschanze. Und auch die Kombinierer waren extrem erfolgreich, ich denke weiter laut …
Auch wenn eine rückwirkende Strafe ohne „Smoking Gun“ juristisch schwiierig ist: Der vorsätzliche Betrug ist eindeutig und wird auch nicht widerlegt. Warum dann die Springer mit absolut lachhaften 3 Monaten Sperre davonkommen, wird auf ewig das Geheimnis der Kommission bleiben. Sie hätten nichts gemerkt, behaupteten Lindvik und Forfang in der Vernehmung. Was bei jedem befragten Skispringer nur zu Hohngelächter und Unglaube führte, denn gerade die Skispringer sind derartig heikel mit ihrem Matrerial, dass sie jede auch nur geringste Kleinigkeit sofort spüren (es hängt ja auch Leib und Leben davon ab). Wie halt der Tennisspieler, wenn die Besaitung nur um ein halbes Kilo härter oder weicher ist (allerdings nicht lebensbedrohlich). Eine reine Schutzbehauptung, die der Welt-Verband freudig zum Anlass nahm, die Norweger weitestgehend zu schonen. Denn Norge ist der mit Abstand wichtigste Ski-Verband, erst recht bei den Nordischen.

 

Verpasste Tests – und die Höchststrafe

 

 

 

Betroffen ist die österreichische Weltklasse-Rodlerin Madaleine Egle, eine Kandidatin für eine Medaille 2026 in Cortina. Diese verpasste drei Dopingtests, weil sie nicht oder falsch angegeben hatte, wo sie die Dopinggfahnder für ihre unangekündigten Test antreffen könnten. Das Ganze war schon 2023, seitdem wird verhandelt (Egle durfte währenddessen weiter Wettkämpfe bestreiten) und erst jetzt das Ergebnis: 20 Monate Sperre (also das mehr als sechsfache des bewussten Norweger-Betrugs). Und vor allem: Egle verpasst Olympia, für eine rodlerin fast schon eine existenzielle Katastrophe. Sie beklagt die mangelnde Unterstützung des Welt-Verbandes, de doch eigentlich für die Sportlerinnen da sein müsste, aber nur „sein eigenes Süppchen kocht. Ein Kapitel für sich, denn jeder Olympiasportler muss monatelang im Voraus planen, wo er zu welcher Stunde ist. Kurzfristige Termin-Änderungen müssen gesondert und mit Nachdruck bekannt gegeben werden.

Eine enorme Belastung, die sich die Sportler zum Zweck des fairen Sports freiwillig/unfreiwillig auferlegen. Doch das Leben funkt halt dazwischen, hier eine Flugverspätung, dort eine Unachtsamkeit. Und natürlich auch bewusstes Verstecken, um eine positive Dopingprobe zu verschleiern. Madeleine Egle war nun dreimal innerhalb eines Jahres nicht dort, wo sie behauptet hat, dass sie ist. Aus unterschiedlichen Gründen, wie sie darlegte. Eine kurzfristig geänderte Übernachtung, eine verschobene Reise (plus nicht bedachter Zeitumstellung, ein Ort in LA ohne genaue Adresse). Wobei natürlich schon die Frage gestellt werden darf, warum nicht spätestens nach dem 2. verpassten Test alle Warnlampen bei ihr (und ihrem Tross) aufgeleuchtet haben.
Dennoch bleibt hier der fade Bbeigeschmack, dass eine Sporlterin ohne positive Dopingprobe viel härter angefasst wird als ertappte Sünder, denen man auch die absurdesten Ausreden glaubt (wobei ich doch wieder bei Swiatek und Sinner wäre). Ein Trost bleibt: Die im vergangenen Winter erzielten Sieg- und Platzprämien darf Egle behalten.

Siehe auch https://sport.orf.at/stories/3144826/

 

Gedopt, freigesprochen und jetzt doch (milde) bestraft

 

Kurz vorm Bundesliga-Start musste sich der SC Magdeburg nach einem neuen Torwart umschauen. Denn ihr Weltklassekeeper Johannes Portner wird jetzt doch gesperrt. Wegen Dopings, allerdings „nur“ für 4 Monate bis zum 10. Dezember.
Bereits im März 2024 lieferte der Schweizer eine positive Probe ab; gefunden wurde Methamphetamin (bekannt als Crystal Meth). Weil die Menge als zu gering betrachtet wurde, um eine vorsätzliche Einnahme zu unterstellen (Portner erklärte das CM im Blut mit einer Berührung („Abklatschen“ mit einem Fan), wurde er von der HBL freigesprochen und durfte die gesamte letzte Saison mittun (und verhalf dem SCM zum Champions-League-Titel und zum 2. Ligaplatz). Währenddesssen hatte allerdings die Nationale Dopingagentur Einspruch erhoben beim Internationalen Sportgerichtshof, auch wegen der „grundsätzlichen Bedeutung der Handhabung in diesem Fall“. Bevor dieser in der Sache entschied, kam es zur außergerichtlichen Einigung und der vergleichsweise geringen Strafe (normal sind 2 bis 4 Jahre). Diese ist relativ neu und gibt vor allem den gutbezahlten Anwälten gewaltigen Handlungsspielraum (vielleicht waäre auch eine Frau Egle diesebezüglich gut beraten gewesen, aber das ist pure Spekulation).

https://www.sueddeutsche.de/sport/handball-dopingfall-portner-einigung-nada-fragen-li.3300127

3 Fälle, 3 Urteile: Ich weiß, ein sperriges Thema (wie viel leichter, aber auch langweiliger ist da ein 6:0 der Bayern über RB Leipzig).

 

 

 

Das wird die Bundesliga 25/26, die wird, Teil III

Die sogenannten Abstiegskandidaten, also das halbe Dutzend, das um den Klassenerhalt kämpft. Manche allerdings durchaus mit Ambitionen nach oben

 

1. FC UNION BERLIN

 

Überblick

 

Die Köpenicker gehen bereits in das 7. Bundesligajahr nach dem Aufstieg 2019, und es bleibt abzuwarten, ob es das verflixte 7. Jahr wird. Nachdem es lange stets bergauf ging, 22/23 gar mit dem Erreichen der Champions League, waren die beiden Spielzeiten zuletzt eher durchschnittlich. Wirklich gefährdet, was den Klassenerhlat betrifft, waren die Berliner andererseits auch nicht (was auch an der äußerst schwachen Konkurrenz im Tabellenkeller lag.
Platz 13 klingt trotzdem besser, als es letztich war, die Alte Försterei war auch keine uneinnehmbare Festung, wovon gleich 6 Heimniederlagen zeugen.
Zurück zu den Wurzeln: Vorbei scheint die Phase mit den namhaften Neuzugängen Robin Gosens, Kevin Volland und Bonucci, di in Berlin nie richtig zu Geltung kamen. Jetzt  hatte Trainer Steffen Baumgart, der seit seiner Zeit als Spieler bei den Eisernen extrem hohes Ansehen genießt die gesamte Vorbereitung Zeit, sein Spielsystem einzuimpfen: mit viel Kampf, aber auch spielerischen Akzenten. Allen Beteiligten ist klar, dass die beiden Aufsteiger HSV und Köln (zwei seiner Ex-Clubs) zumindest dem Namen nach eine große Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt abgeben werden.  Selbst will sich der Ex-Stürmer zurücknehmen, lieber Taten und Ergebnisse sprechen lassen als Hampeleien an der Seitenlinie (wie zu schlimmsten Zeiten beim 1. FC Köln).

 

Players to Watch

 

Frederic Rönnow: Der Däne gehört mittlerweile zz den besten Torhütern der Liga, mit hervorragenden Reflexen. Und er dirigiert seine Leute auch hervorragend. Auf ihn ist fast durchweg Verlass. Dennoch hat Baumgart mit Matheo Raab einen ambitionierten Schlussmann als Konkurrenten geholt, der das Geschäft (sprich: Trainingseifer) noch mehr bleben soll
Ilyas Ansah: Der Stürmer mit deutschen und ghanaischen Pass gilt als der Königstransfer im Sturm un soll den abgewanderten Benedict Hollerbach vergessen machen. Zum Auftakt gegen den VfB Stuttgart traf er gleich zweimal sehenswert, so wird es allerdings kaum weitergehen.

 

Mögliche Fallstricke

 

Gefahr des Fehlstarts: Angesichts des brutal anmutenden Anfangsprogramms war dieser durchaus im Bereich der Möglichkeit. Der Heimsieg gegen Stuttgart schafft enorme Beruhigung.
Sturmformation der Riesen: Neben Ansah (1,94) kam auch Oliver Burke (1,88) neu, und Andrej Ilic (1,89) ist auch großgewachsen. Das verspricht Power und Kopfballstärke, aber auch relativ wenig Abwechslung.

 

Erste Spiele

  1. VfB Stuttgart (H) 2:1
  2. Borussia Dortmund (A)
  3. 1899 Hoffenheim (H)
  4. Eintracht Frankfurt (A)

Durchaus knifflig, aber die Gefahr des totalen Fehlstarts ist schon mal gebannt.

 

Fazit

 

Ich sehe die Eisernen gut aufgestellt, besser als in der vergangenen Saison. Zumal Steffen Baumgart mit einem klaren Konzept in die Spielzeit geht. Und die so stimmungsvolle Försterei könnte wieder zur Festung werden.

 

FC ST. PAULI

 

Überblick

 

Einige Parallelen zu den Eisernen. Ein sehr stimmungsvolles, schnuckeliges Stadion, der „kleinere“ Club in der Stadt, der zurzeit erfolgreicher ist. Und eine realistische Clubführung, für die allein der Klassenerhalt zählt., allein weil immer wieder die besten Spieler das Team verlassen wie jetzt Elias Saad.
Im Gegensatz zu Union-Coach Steffen Baumgart hat Alexander Blessin als Spieler keine großen Spuren hinterlassen. Aber in seinem ersten Jah in der Bundesliga überzeugte er durch eine klare Spielidee, die klar auf der Defensive fußte. Mit 41 Gegentreffern stellten die Hamburger die zweitbeste Abwehr nach dem FC Bayern, gerade auch in der Fremde.
Funfact: Von allen 4 Spielen in Baden-Württemberg kehrten die Pauli-Kicker vergangene Saison mit einem Auswärts-Dreier heim.

 

Players to Watch

 

Nikoaj Vasilj: Der Schlussmann hatte großen Anteil an den wenigen Gegentoren, hatte insgesamt eine großartige Saison. Auf ihn wird es wieder ankommen. Der 29-Jährige ist ein Elfer-Killer, wehrte in de vergangenen Saison 4 von 5 Versuchen ab. Die Serie setzte er fort, als er gegen Dortmunds Serhou Guirassy erfolgreich blieb.
Joel Chima Fujita: Für 3,5 Millionen Euro kam der Japaner vom belgischen Erstligisten St. Truiden, Rekordablöse für den Kiezclub (was die Absurdidät de Ungleichheit in der Liga verdeutlicht). Er ist ein vielseitig vewendbarer (polyvalnt, wie Lucien Favre sagen würde), der Struktur ins Spiel bringen soll.

 

Mögliche Fallstricke

 

Stürmer: einen echten „Knipser“ sehe ich nicht im Kader. Ob immer die mannschaftliche Geschlossenheit das ausgleichen kann, wird sich zeigen.
Umbruch: 13 Spieler verließen den Verein, darunter Leistungsträger wie Elias Saad, Philipp Treun und Morgan Guilavogui. Es wird also einige Zeit dauern, bis das neue Team eingespielt ist. Allerdings gehört das Wechselspiel quasi zur Vereinsidentität.

 

Erste Spiele

 

  1. Borussia Dortmund (H) 3:3
  2. Hamburger SV (A)
  3. FC Augsburg (H)
  4. VfB Stuttgart (A)

Sehr frühes Hamburger Derby, normalerweise der absolute Höhepunkt in der Saison.

 

Fazit

 

Der Nichtabstieg ist das große (und einzige) Ziel. Ich halte diesen durchaus für realistisch (und sei es erst in der Relegation), auch wenn es vielleicht ein wenig komplizierter wird als im Aufstiegsjahr. Mehr Heimsiege als 3 würden dabei enorm helfen, denn der Württemberg-Durchmarsch dürfte nicht wieder gelingen.

 

TSG 1899 HOFFENHEIM

 

Überblick

 

Neben dem VfL Wolfsburg wahrscheinlich der „egalste“ Club der Bundesliga, der es zudem selbst selten schafft, die eigene Arena auszuverkaufen. Nach einer vogelwilden Saison mit Wechseln an der Vereinsspitze, im gesamten Trainerteam und einem nur glücklich vermiedenen Abstieg ist etwas Ruhe eingekehrt.
Zu allgemeinen Überraschung sitzt Christian Ilzer noch auf der Trainerbank – und siehe da: Die Kraichgauer haben eine sehr gute Vorbereitung hinter sich mit schönen Erfolgen in Testspielen, die der Auftaktsieg bei x-Meister Bayer Leverkusen krönt (nebst souveränem 4:0 im Pokal bei Hansa Rostock).
Darauf lässt sich aufbauen, und der Österreicher Ilzer hat gezeigt, dass  er mehr kann als Abstiegskampf, als er 2024 in der Heimat Sturm Graz zum Meistertitel führte.

 

Player to Watch

 

Oliver Baumann: Der zweite „Zweikämpfer“ um den Platz im Nationalteam. Mittlerweile seit 11 Jahren beim Club und damit dienstältester Profi bei den Kraichgauern. Eine verlässliche Größe und ein Rückhalt, auf den Trainer Ilzer auch in heiklen Phasen jederzeit bauen kann.
Fislik Asslani: Der Kosovo-Deutsche hatte großen Anteil am Erfolgslauf der SV Elversberg, der erst in der Bundesliga-Relegation endete. Jetzt ist der erst 23-Jährige Sinnbild für den neu ausgerufenen „Jugendwahn“, der Einzug halten soll. Wobei manch „Alter“ wie Vereinslegende Andrej Kramaric derzeit noch nicht aus dem Team wegzudenken ist.

 

Mögliche Fallstricke

 

Riesenkader: Nach dem Kaufrausch 2024, der so wenig brachte, sind immer noch mehr als 30 Profis im Team: schwierige Trainingsarbeit und unzufriedene Profis sind da programmiert. Einen schnellen Stamm zu finden, scheint da das erste Gebot (und vielleicht noch den einen oder anderen Profi zu veräußern).
Stimmung: Das eigene Stadion zu füllen (nicht nur gegen Bayern und Dortmund!) wird nur mit außergewöhnlichen Leistungen gelingen (wie etwa ein 2:1-Erfolg in Leverkusen?). Auch die Zahl der mitreisenden Fans zu Auswärtspartien ist mehr als überschaubar.

 

Erste Spiele

 

  1. Bayer Leverkusen (A) 2:1
  2. Eintracht Frankfurt (H)
  3. 1. FC Union (A)
  4. FC Bayern (H)

Schwieriger geht es kaum mit 3 Champions-League-Teilnehmern und dem Gastspiel in der Alten Försterei. Umso wichtiger das 2:1 in der BayArena.

 

Fazit

 

Die gute Stimmung aufgrund der hervorragenden Vorbereitung führt schon zu ersten Erfolgen. Dennoch ist es ein schmaler Grat, auf dem das gesamte Team wandelt, zu sehr steckt die völlig missratene Saison 24/25 in den Knochen. Andererseits sehe ich großes spielerisches Potenzial, und die Hoffenheimer könnten durchaus eine positive Überraschung der Saison werden.

 

1. FC HEIDENHEIM

 

Überblick

 

In buchstäblich letzter Minute im Relegationsspiel bei Elversberg sicherten sich die Ostalbstädter den Klassenerhalt und die schon 3. Saison im Oberhaus. Und es dürfte niemanden überraschen, wenn es wieder allein darum geht, den Nichtabstieg zu verhindern, Zu limitiert sind die finanziellen Möglichkeiten. Das Positive: Jeder im Team weiß das, erst recht Trainer Frank Schmidt und Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald, beide seit Ewigkeiten im Verein, den sie gemeinsam von den Niederungen der Viertliga-Provinz ins Oberhaus führten.
Trotzdem sind alle natürlich hochmotiviert, dass es auch eine vierte Siaon ganz oben gibt, das machte Frank Schmidt am Samstag im Sportstudio jedem klar. Zu veschenkengibt es nicht, im Gegenteil: Das heimische Stadion soll wieder mehr Punkte einbringen als in der vergangenen Spielzeit.

 

Players to Watch

 

Léo Scienza: Der Mann mit den Zauberfüßen, von denen der rechte vielleicht noch ein bisschen stärker ist. Vielleicht der Unterschiedsspieler und legitimer Nachfolger des brillanten Standard-Spezialisten Niklas Beste, wie der wunderschöne Freistoß am Samstag gegen Wolfsburg zeigte. Fast ein Wunder, dass er nach der starken Saison 24/25 noch in Heidenheim anzutreffen ist.
Diant Ramaj: Der Schlussmann kam erst Ende Juli als Leihgabe von Borussia Dortmund II und verdrängte doch schon Publikumsliebling Kevin Müller, was im beschaulichen Heidenheim tatsächlich Aufsehen erregte (siehe auch Fallstricke). Doch er hat in seinen jungen Jahren schon internationale Erfahrung gesammelt bei seiner Station in Kopenhagen. Hatte zum Auftakt durchaus Glück, dass sein rüdes Einsteigen gegen den Wolfsburger Pascal Wimmer nicht  mit einem Platzverweis geahndet wurde. Ab3r der gebürtige Stuttgarter kann durchaus zum Rückhalt werden.

 

Mögliche Fallstricke

 

Torwartposition: Es gab tatsächlich Kritik am unantastbar scheinenden Frank Schmidt, als er sich in der Torwartfrage für den gerade ausgeliehenden Diant Ramaj und gegen den langjährigen Keeper Kevin Müller (seit 2015 im Verein) entschied. Durchaus mit nachvollziehbaren Gründen, weil zum einen Ramaj als große Torwart-Begabung gilt, anderseits Müller in seinen 67 Bundesliga-Partien nicht immer voll übezeugte. Patzt jetzt allerdings Ramaj, könnte das Gegrummel lauter werden.
Eine Eskalation schließe ich allerdings praktisch aus: Ganz Heidenheim weiß, dass es ohne das Duo Sanwald/Schmidt niemals Bundesliga-Fußball in diesem beschaulichen Städtchen geben würde.

 

Erste Spiele

 

  1. VfL Wolfsburg (H) 1:3
  2. RB Leipzig (A)
  3. Borussia Dortmund (H)
  4. Hamburger SV (A)

Der Heimdreier gegen Wolfsburg war eigentlich eingeplant, der Faustpfand der 2 Siege zum Saisonstart 2024 ist schon dahin. jetzt folgen 3 Spiele, die ich zwar nicht aussichtslos sehe, aber doch heikel sind.

 

Fazit

 

Zwei, besser drei Teams müssen die Heidenheimer hinter sich lassen. Auf dem ersten Blick scheint das noch schwieriger zu sein als zuletzt, weil der HSV und Köln doch sehr namhaft sind (ob auch besser, muss sich zeigen). Das ruhige Umfeld könnte den Württembergern helfen und auch der Umstand, dass ein Abstieg nicht der Weltuntergang bedeutet, so ärgelich er natürlich wäre.

 

1. FC KÖLN

 

Überblick

 

Ich muss gestehen, dass ich den sofortigen Wiederaufstieg nicht unbedingt erwartet hätte. Die Transfersperre vor der Saison 24/25, viel Theater im Club – das alles sprach gegen die Geißböcke. Die äußerst wechselhafte Saison schien meine Skepsis zu bestätigen, aber da kein Konkurrent die Gunst der Stunde nutzen konnte/wollte, klappte trotz zweier Trainerwechsel während der Saison die Rückkehr ins Oberhaus – und das sogar als Zweitliga-Meister.
Auch wenn die Euphorie groß ist (erst recht nach dem Sieg im Karnevalico bei Mainz) – beim Aufsteiger zählt nur der Klassenerhalt. Da wäre es hilfreich, wenn die neue sportliche Führung um Sportdirektor Thomas Kessler und Trainer Lukas Kwasniok Ruhe in den immer unruhigen Club bringen würden. An der Unterstützung sollte es nicht fehlen, denn die Fans sind treu wie Gold, überschwänglich und bei aller zur Schau gestellten Euphorie (vor Gladbach bleiben) auch realistisch genug, die eine oder andere (Heim)-Niederlage einzupreisen.

 

Players to Watch

 

Marvin Schwäbe: Seit dem Winter die Nummer 1, weil da Jonas Urbig den (Ver)lockungen des FC bayern nicht widerstehen wollte und als Ersatz von Manuel Neuer anheuerte (ein Thema für sich, seufz). Der 30-Jährige hatte mit glänzenden Leistungen wesentlichen Anteil am Aufstieg, und im ersten Spiel in Mainz hielt er souverän seinen Kasten sauber, musste allerdings recht wenige heikle Prüfungen überrstehen.
Ragnar Ache: Der Angreifer kam vom 1. FC Kaiserslautern und soll die nötigen Treffer erzielen. Dass er weiß, wo das Tor steht (und den Ball dort auch unterbringen vermag), bewies er bei Lautern mit 34 erfolgreichen Versuchen in den vergangenen beiden Spielzeiten.

 

Mögliche Fallstricke

 

Traineramt als Schleuderstuhl: Gleich 9 Cheftrainer „verbrauchte“ der FC in den vergangenen 10 Jahren, diverse Interims-Coaches wie 2-Spiele-Aufstiegs-Funkel noch gar nicht eingerechnet. Das spricht nicht gerade für einen dicken Geduldsfaden, den es als Aufsteiger allerdings wahrscheinlich brauchen wird. Lukas Kwasniok ist jetzt auch nicht unbedingt de Liebling aller Fans, dass er in Mainz im FC-Trikot coachte, verleiht ihm höchstens kurzfristig einen kleinen Bonus.

 

Erste Spiele

 

  1. FSV Mainz 05 (A) 1:0
  2.  SC Freiburg (H)
  3. VfL Wolfsburg (A)
  4. RB Leipzig (H)

Einladung zum Punktesammeln, „wenn nicht jetzt wann dann“, um das bekannteste Lied der  Kölschen Kultband „De Höhner“ zu zitieren. Alles machbare Kontrahenten, und wenn wirklich die ersehnten Punkte auf dem Konto landen, spricht ganz Kölle von den internationalen Plätzen, mindestens …

 

Fazit

 

Von all den Teams da unten habe ich beim FC das beste Gefühl (bei meinem Tipp-Genie sollten alldings schon die Taschentücher bereitliegen). Aber tatsächlich gibt es eine vernünftige Achse und eine durchaus emotionale Clubführung, in der Stadt mit so viel „Jeföhl“ eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft.

 

HAMBURGER SV

 

Überblick

 

Der 2. Traditionsclub zurück im Oberhaus – nach sieben langen Jahren, die den HSV schon zum Zweitliga-Dino werden ließen. Warum das ausgerechnet im 7. jahr gelang, weiß wahrscheinlich niemand, denn die Leistungen waren eigentlich die gesamte Saison wenig erbaulich und immer wieder erschüttert durch peinliche Aussetzer. Doch die 2. Liga änehlte vergangene Saison eher einem Irrenhaus, das jeden Tipper genau dorthin brachte, denn einer gesettelten Liga.
Nun denn, jetzt ist der HSV wieder da, wo er hingehört (nicht nur nach Meiinung der HSV-Fans). Die das Abenteuer Bundesliga allerdings wenig euphorisch angehen, zu sehr haben die 7 Jahre am Selbstvertrauen genagt Trotzdem wird das Volksparkstadion regelmäßig ausverkauft sein, bei allem Misstrauen sind die Anhänger wie in Köln treu wie Gold. In der 2. Liga kamen mehr als 56.000 Besucher – im Schnitt!

 

 

Players to Watch

 

Yussuf Poulsen: der namhafteste Neuzugang (vom RB Leipzig). Mit Abstand der Erfahrenste im Team (233 Bundesliga-Partien, 87 Länderspiele für Dänemark). Nicht der ganz große Torjäger, aber mit Führungs-Qualitäten und vielleicht die ideale Ergänzung zu Zweitliga-Torjäger Robert Glatzel.
Daniel Heuer Fernandes: Der Schlussman hat sich im von Trainer Merlin Polzin offen ausgerufenen Zweikampf gegen Bayern-Leihgabe Daniel Peretz durchgesetzt, was die Münchner „erstaunte“. Doch der Schlussmann mit portugiesischen Wurzeln hatte eine insgesamt überzeugende Zsweitliga-Saison und ist mit seinen Vorderleuten bestens eingespielt. Den israelischen Nationaltorhüter in der Hinterhand zu haben, ist nun auch nicht die größte aller Qualen.

 

 

Mögliche Fallstricke

 

Mangelnde Erfahrung: Bestenfalls eine Handvoll Profis können auf eine zweistellige Zahl von Erstliga-Einsätzen zurückblicken. Viel Zeit sich einzugewöhnen, bleibt nicht.
Das gilt insbesondere auch für den Trainer Melvin Polzin: Eh ein Treppenwitz, dass gerade dieser No-Name-Coach den HSV zum Aufstieg führte, nachdem zuvor Branchengrößen wie Steffen Baumgart, Tim Walter, Daniel Thioune und Dieter Hecking am Projekt HSV gescheitert und verzweifelt sind. Vollends überzeugt hat Polzin die Chefetage allerdings noch nicht, zu wechselhaft waren die Leistungen. Die in Hamburg zahllos Experten (Rudi Völler: Ex-Gurus) scharren schon mit den Hufen udn wissen jetzt schon alles besser.

 

Erste Spiele

 

  1. Bor. Mönchengladbach (A) 0:0
  2. FC St. Pauli (H)
  3. FC Bayern (A)
  4. 1. FC Heidenheim (H)

Erstes Heimspiel gegen den Stadtrivalen und dann nach München, wo es in den Jahren vor dem Abstieg regelmäßig Gegentore zu hauf gab (bis zu 9) – da haben sich die Planer einen üblen Scherz erlaubt. Schon eine Schlüsselpartie gegen Heidenheim?

 

Fazit

 

Alles ähnlich wie beim Mitaufsteiger Köln, aber ich habe hier mehr Zweifel. Die allerdings ein Yussuf Poulsen in Bestform zerstreuen könnte. Platz 16 und die Relegation gegen den Zweitliga-Dritten wäre meines Erachtens schon ein Erfolg

 

 

 

 

 

 

Das wird die Woche, die wird

Vorbemerkung: Teil III und IV der Bundesliga-Vorschau sind noch in der Mache. Spätstens Mittwoch ist sie fertig. Aber die Wochenvorschau erscheint mir angesichts der anstehenden US Open und der Basketball-Europameisterschaft wichtiger.

 

Sabalenka und Sinner die Gejagten bei den US Open

 

Das letzte Grand-Slam-Turnier ist seit Sonntag im Gange: Titelverteidiger sind Aryna Sabalenka und Jannik Sinner, und sowohl die Weißrussin als auch der Italiener sind wieder (mit) zu favorisieren.
Bei den Männern scheint die Sache ohnehin klar: Alles andere als ein erneutes Grand-Slamfinale zwischen Sinner und dem Spanier Carlos Alcáraz wäre eine faustdicke Überraschung. Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Fitnesszustand von Sinner, der das Finale vor 10 Tagen in Cinicnnati aufgeben musste und seine Teilnahme am Mixed-Turnier vergangene Woche absagte. Doch offenbar ist wieder alles in Ordnung, und auf Hartplatz ist er noch stäker einzuschätzen als auf ´Rasen und Sand.
Gibt es überhaupt Kandidaten, die für das Top-Duo zum Stoöperstein werden können? Ich denke da in erste Linie an Ben Shelton, dem Masters-Sieger von Toronto. Sehr gut gefallen hat mit zuletzt auch Karim Khachanow, seit Wimbledon (Halbfinale) in Topform. Stark verbessert zeigte sich auch Alexander Zverev, gerade zuletzt in Toronto. Auch bei ihm allerdings steht ein kleines gesundheitliches Fragezeichen, obwohl er sich vor dem Turnier äußerst optimistisch zeigte.

Top-Favoritin bei den Frauen ist Wimbledonsiegerin Iga Swiatek, die auch ihre Generalprobe in Cincinnati mit einem Turniererfolg absolvierte und einen starken Hartplatz-Eindruck hinterließ. Sabalenka darf man natürlich nie unterschätzen, doch dieses Jahr läuft es bei den Grand-Slam-Turnieren wahrlich nicht nach Plan für die Nummer 1 der Weltrangliste.
Unter Druck stehen die US-amerikanischen Lokalmatadorinnen Coco Gauff (Siegerin 23), Jessica Pegula (Finalistin 24) und Mdison Keys (AO-Siegerin 25), die alle eine eher enttäuschende Hartplatzsaison erleben. Mein (recht) darkes Horse ist Lena Rybakina, wenn, ja wenn die Kasachin ihr Spiel zusmmenbekommt.

 

Kampf um Europas Krone

 

Die Basketballer suchen Europas Beste. Wie so oft bei  vergangenen Turnieren zunächst in 4 Austragunsländen (Finnland, Lettland, Polen, Zypern) für 4 Gruppe à 6 Teams. Die K.o-Runde findet dann in Lettland statt.
Deutschland spielt in der „finnischen“ Gruppe, in der herrlichen Eishockey-Halle zu Tampere. Die Mannschaft um die NBA-Stars Franz Wagner und Dennis Schröder gehört zu den Favoriten, zumindest auf eine Medaille. In den Testspielen zeigten die Spieler schon gutklassigen Basketball, mit der Luft nach oben. Gruppengegner sind ab Mittwoch Montenegro, Schwede, Litauen, Großbritannien und Gastgeber Finnland. Die besten 4 jeder Gruppe erreichen das Achtelfinale.
Klarer Titel-Favorit ist allerdings Serbien. Sie haben mit Nikola Jokic nicht nur den besten Basketballer der Welt im Team, sondern auch ansonsten eine enorm eingespielte truppe mit gfast allen NBA-Stars. So ist Nkola Topic zum beispiel sehr zu beachten. Im Kampf um die Medaillen sehe ich die Deutschen mindestens auf Augenhöhe mit Frankreich, der Türkei. Griechenland (trotz Giannis Antetokuonpo) und Slowenie (Luka Donic) scheint mir in der Tiefe zu schwach, doch die genannten Superstars können jede Partie auch fast alleine gewinnen.

 

Verstappens Heimspiel

 

Nach der Sommerpause geht es wieder rund in der Formel 1. Auf dem Dünenkurs in Zandvoort wird sich alles um den niederländischen Lokalmatadoren Max Verstappen drehen. Allerdings ist der vierfache Weltmeister bestenfalls Außenseiter um den Rennsieg (den WM-Titel hat er eh schon abgeschrieben. Ganz vorn sind höchstwahrscheinlich wieder die beiden McLarens von Lando Norris und Oscar Piastri, wobei völlig offen ist, wer von den beiden in Holland und am Ene in der WM ganz vorne sein wird. Wie immer nach einer längeren Pause bleibt die spannende Frage, wer (ohne Tests) vielleicht etwas gefunden hat an Fahrzeig und Abstimmung. Spannend könnte noch der 2 in der Teamwertung hinter McLaren werden im letzten Saisondrittel.

 

Auf zur Füchsejagd

 

Als zweite große Ballsportart eröffnet die HBL am Donnerstag ihre Saison. Drei mehr oder weniger klare Titelfavoriten haben sich herauskristallisiert. Meister Füchse Berlin, Champions-League-Sieger SC Magdeburg und (eher aus Gewohnheit?) der THW Kiel. Ich sehe den SCM ganz leicht vorn, der tiefere Kader könnte den Ausschlag geben. Voraussetzung natürlich, die Bördestädter leisten sich nicht wieder so überflüssige Punktverluste wie im Herbst 24, als sie sich den (zu) großen Rückstand einhandelten. Bei den Füchsen wird es vor allem wieder  Welthandballer Mathias Gidsel richten müssen. Dass der Däne dazu in der Lage ist, hat er in der Meister-Saison eindrucksvoll bewiesen.

Der THW dürfte nur ins Titelrennen eingreifen, wenn die Top 2 in Probleme geraten (was angesichts des extrem dichten Programms/Champions League) in der besten und auch ausgeglichensten nationalen Liga der Welt nicht ausgeschlossen ist. Allerdings ist Abwehrriese Pascal Wiencek (Karriere-Ende) nicht mehr dabei. Ansonsten dürften auch die MT Melsungen und die SG Flensburg-Hadewitt sehr zu beachten sein.

 

Und sonst

 

  • Bundesliga: FC Augsburg – FC Bayern. Das Topsiel am Samstagabend ist tatsächlich eines zwischen 2 beeindruckenden Siegern zum Auftakt. Die Münchner taten sich beim nächsten Bundesliga-Nachbarn fast immer schwer. Und der FCA ist unter Neu-Trainer Sandro Wagner bundesweit vielleicht so sehr im Gespräch wie noch nie.
    Ansonsten sticht tatsächlich eine Partie in Sinsheim hervor, wenn mit der heimischen TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt 2 weitere Sieger des 1. Spieltags aufeinandertreffen.
  • Internationaler Fußball: Alle nennenswerten Ligen haben die Saison mittlerweile aufgenommen. In England kommt es jetzt schon zum Spitzenspiel zwischen Meister Liverpool und Vizemeister FC Arsenal (So., 17:30/Sky).
    In Frankreich empfängt Olympique Lyon das Team von Olympique Marseille (So., 20:45)/DAZN), vor gut einem Jahrzehnt das Hitzigste, was es im französischen Fußball gab.
  • Europäische Wettbewerbe: Jeweils die Rückspiele in der letzten Quailifikationsrunde. Einziger deutscher Vertreter ist FSV Mainz, das am Donnerstag im heimischen Stadion ein 1:2 bei Rosenborg Trondheim aufholen muss.
    Die computergestützte Auslosung der Gegner in den jeweiligen 36er-Gruppen erfolgt am Donnerstag (Champions League) und Freitag (Europa League, Conference League).
  • Leichtathletik: Abschluss de Diamond League in Zürich an gleich 2 Veranstaltungstagen (Mittwoch, Donnerstag). Dlie letzte ganz große Generalprobe vor der WM Mitte September in Tokio. Vor allem auch Zahltag für die Gesamtsieger in den Disziplinen (einen diesbezüglichen Überblick erspare ich mir und Euch).
  • Motorsport: Die Rallye-WM macht in Paraguay Station. Zum ersten Mal firmiert diese Rallye als WRC-WMN-Lauf. gefahren wird vornehmlich auf toren Schotterstraßen in der Region Itapuá entlang des Flusses Paraná. Der Kampf um den WM-Tiel verspricht Hochspannung:4 Fahrer (Elfyn, Revenperä, Ogier und Tanak) sind innerhalb von 13 Punkten.