Das war die Woche, die war

Viel Wintersport, wieder oder weiterhin Fußball und die ersten Zuckungen des Tennisjahres.

 

Lindsey Vonn – königlich gut

 

Speedqueen wurde die Amerikanerin in ihren besten Zeiten genannt. Doch was heißt beste Zeiten, wenn ich mir diese Saison so anschaue. Am Samstag in Zauchensee feierte sie bereits den zweiten Sieg, und es tat ihrer Leistung keinerlei Abbruch, dass wegen des Schneefalls (der große Feind aller Wintersport-Organisatoren) die Strecke verkürzt wurde und die Siegerinnen-Zeit nur etwa 65 Sekunden betrug. Keine vermag die schnellen Kurven so gewagt und doch gekonnt zu nehmen. Die US-Amerikanerin behauptet sogar, dass sie gar nicht das letzte Risiko nimmt (das wird erst bei der Olympia-Abfahrt in Cortina am 8. Februar der Fall sein, dann heißt es Sieg oder Akkia …)). Was sie zeigt, das genügt, um die gesamte Weltelite in Schach zu halten. In 4 der 5 Abfahrten diese Saison schaffte sie einen Podestrang, in der Abfahrts-Weltcupwertung führt sie klar mit 340 Punkten vor der Deutschen Emma Aicher (211), die in Österreich den sechsten Platz schaffte. Da winkt die nächste Kristallkugel für die 41-Jährige Vonn, deren Comeback niemand mehr belächeln würde, wie es vor gut einem jahr so viele machten.
Ein bitteres Aus ereilte die junge Österreicherin Magdalena Egger. Die 22-Jährige zog sich bei einem Sturz einen Kreuzbandriss zu und muss ihre Olympiaträume zumindest für 2026 begraben. So erlebte Austria ein Abfahrtsdebakel. Cornelia Hütter landete als Beste auf dem 20. Platz.

Während Zauchensee unter den Bedingungen litt (der für Sonntag geplante Super-G musste abgesagt werden), erlebte Adelboden ein Skifest auf dem berühmt-berüchtigten Kuenichsbärgli. Im Riesenslalom triumphierte der Schweizer Lokalmatador Marco Odermatt. Er gewann zum fünften Mal auf dem Traditionskurs mit dem fantastisch steilen Schlusshang mitten in ein stadion-ähnliches Zuschauermeer und egalisierte die Bestmarke von Ingemar Stenmark, der in der 70ern und 80ern das Maß aller Riesenslalom-Spezialisten war.
Am Sonntag war im Slalombei strahlendem Sonnenschein der  Aufsteiger der Saison, Paco Rassat, erfolgreich. Der nach dem 1. Lauf viertplatzierte Franzose fing mit einem fulminanten zweiten Durchgang Henrik Kristoffersen noch ab und landete den zweiten Saisonsieg vor . Linus Straßer kommt einfach nicht in Form, schied diesmal sogar aus und verschlechterte weiter seine Ausgangsposition im Kampf um günstige Startnummern.

 

Giacomel und die große Geste an den toten Biathlon-Freund

 

Noch immer steht die Biathlonblase unter dem Schock des Todes vom Norweger Sivert Bakken, der vor zwei Wochen leblos in seinem Hotelzimmer aufgefunden wurde, mit einer Maske für Höhenluft überm Kopf. Sein vielleicht bester Freund im Weltcup ist der Italiener Tommasso Giacomel. Vielleicht höhere Mächte wollten es wohl, dass dieser Giacomel am Donnerstag den Sprint in Oberhof gewann. Als er mit Bestzeit durchs Ziel stürmte, brach es aus ihm heraus. Er grüßte mit dem Trauerflor-umschossenen rechten Arm in den Himmel. „Es ist einer meiner besten Tage im Biathlon und gleichzeitig einer meiner schlechtesten, weil Sivert nicht mehr hier ist. Das macht mich extrem traurig.“ Giacomel gewann dann auch am Samstag den Verfolger nach abstrusen Rennen, wo die Spitzenläufer reihenweise die Scheiben verfehlten. 6 Strafrunden leistete sich Giacomel, und trotzdem reichte es zum Sieg, so ein Kunststück schaffte zuletzt der große Ole Einar Björndalen 2001, wenn ich der menschgewordenen Datenbank Sigi Heinrich Glauben schenekn darf.

Eine faszinierende Männer-Staffel war der sportliche Höhepunkt der tollen Biathlontage im endlich mal wieder verschneiten Oberhof – und das bei Kaiserwetter. Vorm letzten Schießen hatten gleich 5 Staffeln die Möglichkeit zum Sieg. Am Ende hatten mal wieder die Norweger die Nase vorn und setzten sich gegen Frankreich und Schweden durch. Die Deutschen mit Schlussläufer David Zobel schnupperten ebenfalls am Sieg: Am Ende reichte es zwar nur zu Platz 5 noch hinter Italien (und dem furiosen Schlussläufer Giacomel); der insgesamt stark verbesserte Auftritt macht aber durchaus Hoffnungen.
Für die Norweger und Giacomel wird es jetzt stressig. Am Dienstag findet in Norwegen die Beisetzung für Bakken statt, das komplette Team und eben auch der Italiener werden dabei sein, danach geht es umgehend nach Ruhpolding, wo in dieser Woche die nächsten Traditionsrennen stattfinden – hoffentlich in einer ähnlich schönen Winterlandschaft.

 

Harziger Start ins Bundesliga-Jahr

 

Schon bevor es am Freitag losging, standen die ersten Hiobsbotschaften fest. Aufgrund des heftigen Wintereinbruchs gerade im Norden mussten die Partien St. Pauli vs Leipzig und Bremen vs Hoffenheim abgesagt werden. Wer ansonsten tatsächlich noch auf eine spannende Meisterschaft gehofft haben sollte, wurde am Sonntag eines Besseren belegt. Der souveräne Tabellenführer FC Bayern fertigte nach 6 Tore in de 2. Halbzeit den inferioren VfL Wolfburg mit 8:1 ab. Wer auf Rost in der Winterpause (und auf Nachwirkungen aufgrund der Club-WM im Sommer) gehofft hatte, sah sich enttäusch. Extrem spielfreudig waren die Münchner mit einem überragenden Michael Olise, dazu wie gewohnt enrom lauffreudig (127 Kilometer).
Die „Verfolger“ patzten dagegen: Borussia Dortmund kam in eine wüsten Partie mit haarsträubenden Abwehrpatzern nicht über ein 3:3 bei Eintracht Frankfurt hinaus. Bayer Leverkusen erlebte daheim gegen den VfB Stuttgart gar ein Desaster: 1:4 verlor der Werksclub, gerade in der 1. Halbzeit wurde der Meister von 2024 geradezu vorgeführt (0:4).
Um die Überlegenheit der Münchner darzustellen: Der Vorsperung auf den zweiten Dortmund beträgt 11 Punkte, das Torverhältnis lautet 63:11 (nach 16 Partien). Die Tordifferenz von +51 ist besser als die aller anderen mit einem ositiven Torverhältnis). Am Mittwoch gehts zum 1. FC Köln, seit 7 Spielen sieglos – noch Fragen?

 

Polen holt den United-Cup

 

Dass unser östlicher Nachbar bei der inoffiziellen Tennis-Club-WM in Perth und Sydney ein Wort mitreden würden war angesichts ihrer Einzelbesetzung Iga Swiatek und Hubert Hurkacz zu erwarten gewesen. Nicht allerdings, dass ihr zusammengewürfeltes Mixed-Doppel Katarzyna Zawa/Jan Zielinski die Kastanien aus dem Feue reißen würde oft die Kastanien aus dem Feuer reißen würde. So geschehen im Finale gegen die USA (vs Bencic/Paul), davor aber auch im Halbfinale gegen die USA (Gauff/Harrison). Zweimal musste das Mixed entscheiden, da zuvor Topspielerin Swiatek gegen Bencic und Gauff den Kürzeren gezogen hatte.
An Polen war das deutsche Team schon in der Vorrunde gescheitert (ohne dass das Doppel entscheidn musste). Ein schimpfender Zverev (vs Hurkacz) und eine sich tapfer wehrende Eva Lys (Swiatek, erstmals aber mit Satzgewinn)) hatten ihre Einzel schon verloren.

 

Sechstligist schmeißt Titelverteidiger raus

 

Im Mai war Crystal Palace noch strahlender FACup-Sieger nach dem Übverraschungserfolg gegen Manchester City, jetzt musste das Team von Teammanager Oliver Glasner in diesem Wettbewerb eine unglaubliche Schmach erleben. Die Londoner verloren in de 1. Runde beim Sechstligisten Maccelesfield mit 1:2. Seit 1909 war die ein Titelverteidiger an derart unterkassigen Team gescheitert, damals hieß die Überraschungsmannschaft übrigens Crystal Palace … Zwischen Maccelsfield und Crystal Palace liege 117 Plätze, noch nie in der Geschichte des ältesten Fußball-Wettbewerbs der Welt (seit 1863) hat es laut BBC eine gößere Sensation gegeben.
Das frühe Aus im FA-Cup ereilte unter anderem auch Manchester United und Tottenham Hotspur. Wenigstens erfolgen die Heimniederlagen gegen Erstligisten (West Ham und Aston Villa).

 

Erfolgreiches Comeback von Moe Wagner

 

Mehr als ein Jahr musste der Berliner im Dress der Orlando Magic nach seinem Kreuzbandriss im Dezember 2024 pausieren. In der Nacht zu Montag kam er in der NBA wieder zum Einsatz. 10 Minuten agierte er beim 128:118-Erfolg über die New Orleans Pelicans, den sich die Magic im Endspurt sicherten, sammelte trotz nervöser Anfangsphase ansprechende 8 Punkte und je 2 Rebounds und Assists. Groß war der Jubel in der Orlando-Halle, als Wagner kurz vor Ende des 1. Viertels das Parkett betrat. Sein jüngerer Bruder Franz fieberte von der Bank aus mit.
Damit ist Wagner rechtzeitig fürs Berlin Game am Donnerstag gegen die Memphis Grizzlies fit, ob das auch für Franz gilt, bleibt abzuwarten. Glänzend in Form zeigte sich de dritte Deutsche im Orlando-Team: Tristan da Silva sammelte 16 Punkte und verwandelte alle 4 Versuche jenseits der Dreierlinie.

 

Und sonst?

 

  • Super-Cup an Barca: Im Finale siegten die Katalanen mit 3:2 gegen Real Madrid. Der abwechslungsreiche Clasico fand in Dschidah/Saudi-Arabien statt – wo halt die meisten Peseten Euronen Perodollars gezahlt werden. Für Barca-Trainer Hansi Flick war es der achte Finalsieg in seinem achten Finale – bemerkenswert.
  • Serie A: Das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer Inter und Meister Napoli endete 2:2. zweimal waren die Mailänder in Führung gegangen, zweimal glichen die Gäste durch den Schotten McTominay aus. 4 Punkte beträgt nun der Vorspung von Inter auf Neapel, dazwischen liegt noch der AC Mailand, das bei Letzten Florentina nicht über 1:1 hinauskam.
  • Skispringen: Nach dem souveränen Sieg von Domen Prevc trat beim Weltcup in Zakopane ein anderer Slowene in Erscheinung: Anti Lanisek war im Einzel vom großen Bakken nicht zu schlagen und schaffte vor den Österreichern Jan Hörl (endlich mal wieder Zweiter wie schon in der Tournee-Gesamtwertung 25 und 26) und Manuel Fettner den ersten Saisonerfolg. Prevc landete nur auf Rang 27.
    Im Teamspringen (Zweiermannschaften) hatte der Slowene eine Pause erhalten. Weine Landsleute Timi Zajc (endlich mal mit regelkonformen Anzug) und Ante Lanisek kamen hinter Österreich (Jan Hörl/Stephan Embacher) auf dem zweiten Platz.
  • Hockey: Österreichs Männer gewannen die Hallen-EM in Heidelberg: Im Finale setzte sich Austria nach Siebenmeterschießen gegen Polen durch. Rekordeuropameister Deutschland war schon im Halbfinale an den Polen gescheitert.
  • Tennis: Turniersiege holten sich die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka aus Weißrussland in Adelaide, die Ukrainerin Lena Switolina in Auckland sowie bei den Männern der Russe Daniil Medwedew in Brisbane und Alexander Bublikin aus Kasachstan in Hongkong. Der Osten lebt auf.

Die schönste Zeit für Football-Fans

Blick über den Teich, NFL

 

Nach insgesamt 18 Wochen regulärem Football mit 273 nur zum Teil unterhaltsamen Partien ist es endlich soweit. Am morgigen Samstag beginnen die Play-offs mit den sogenannten Wildcard-Spielen. Insgesamt 14 Teams sind noch dabei, die die beiden Super-Bowl-Kontrahenten für den 8. Februar in Santa Clara (San Francisco) ermitteln. Ein Spiel entscheidet, do or die, das ist das, was das Football-Herz begehrt. Alles kann entscheiden, das Wetter (gerade im Osten hat es schon so manch absurdes Schneespiel gegeben), ein dummer Fehlpass hier, ein unglücklicher Schiedsrichter-Pfiff dort. Was bisher war, zählt wenig bis nichts, zumal wegen der Divisionssieger-Regel ein besserer Rekord nicht unbedingt Heimvorteil bedeuten muss.

Jetzt also das Wildcard-Weekend mit 6 Partien. Die beiden Conference-Sieger Seattle Seahawks (NFC) und Denver Broncos (AFC) können gemütlich zusehen, wie sich die Konkurrenz beharkt, Verletzungen leider inklusive. Ich werde auf alle 6 Partien eingehen, samt Tipp und Herzenswunsch, und am Ende versuche ich mich am gesamten Play-off-Baum: durchtippen der gesamten Play-offs, was bei mir regelmäßig erschütternd schiefgeht …
Für alle, die sich das nicht antun wollen: zunächst der Spielplan des Wochenendes (MEZ).

Sa., 22:30: Carolina Panthers – LA Rams (NFC)
So., 02:00: Chicago Bears – Green Bay Packers (NFC)
So., 19:00: Jacksonville Jaguars – Buffalo Bills (AFC)
So., 22:30: Philadelphia Eagles – San Francisco 49ers (NFC)
Mo., 02:30: New England Patriots – Los Angeles Chargers (AFC)
Di., 02:30: Pittsburgh Steelers – Houston Texans (AFC)

 

AFC

Glaube ich den Experten, wird hier nur eine Art Fallobst-Gegner gesucht, der den Super Bowl spielen darf. Ganz so schlimm wirds schon nicht werden, und ein paar der Teams genügen auch höheren Ansprüchen …

 

Denver Broncos (1) Freilos

 

New England Patriots (2) – Los Angeles Chargers (6)

 

Die Patriots sind die ganz große Überraschung der Saison, der Umbruch nach der Goldenen Ära um Tom Brady hist viel schneller gegangen als erwartet. Quarterback Drake Maye hat sich in seinme 2. NFL-Jahr zu einem der besten Quarterbacks der Liga entwickelt. Dazu eine gute Defense.
Auf der anderen Seite der erfahrene Justin Herbert, vielleicht mit dem stärksten und vor allem treffsichersten Arm ausgestattet unter den verbliebenen Spielmachern. Windet sich aus kritischen Situationen heraus, wie höchstens noch Pat Mahomes von den Chiefs (dem dieses Jahr die Zauberkräfte nicht halfen …). Seit einiger Zeit spielt Herbert mit angeschlagener linker Hand (nicht der Wurfarm, aber doch beeindträchtigend). Die Chargers-Defensive überzeugt nicht immer. Temperaturen um den Gefriepunkt sind angesagt und Niederschlag, der sich aufs Spiel auswirken könnte.

🧠 Patriots.      ❤️ Chargers (7) (ich bin Herbert-Fanboy)

 

Jacksonville Jaguars (3) – Buffalo Bills (6)

 

Die Bills mit ihrem überragenden Quarterback Josh Allen gelten seit zwei, drei Jahren als Super-Bowl-Teilnehmer – und sind regelmäß9g gescheigtert, die alte Bills-Krankheit (in den 90ern vier SB-Teilnahmen mit 4 Niederlagen). Jetzt, wo die Chiefs (und auch die Baltimore Ravens) nicht mehr im Rennen sind, stünde die Tür weit offen. Doch die Bills sind ein Paradebeispiel, sich sdiese offene Tür elbst zuzuschlagen. Der verpasste Divisionssieg gegen die Patriots in der AFC East führt nun dazu, dass sie zu einem Auwärtstrip in sehr ungewisse Gefilde gezwungen werden. Denn auf der anderen Seite sind die Jaguars immer noch die große Unbekannte. Trevor Lawrence findet an guten Tagen auch die winzigste Lücke für Pässe zu seinen Mitspielern, an schlechten Tagen (die zuletzt sehr selten waren) gelingt ihm wenig bis nichts. Für Allen spricht, dass er mit Ball der gefährlichste aller Quarterbacks ist, der selbst immer für einen Touchdownlauf gut ist. Doch diese Fähigkeit verleitet ihn auch oft dazu, es auch dann zu probieren, wenn es aussichtslos ist, was wiederum zu viel Raumverlust führt.
Alle Auguren sehen die Bills mehr oder weniger klar vorn. Ich schwimme gegen den Strom, deshalb:

🧠 Jaguars.         ❤️ Jaguars (keine echte Präferenz)

 

Pittsburgh Steelers (4) – Houston Texans (5)

 

Dass die Steelers überhaupt noch dabei sind, haben sie nur dem Fehlschuss des Ravens-Kickers Tyler Loop im letzten Spiel zu verdanken. Nun denn, jetzt hat Allstar-Quarterback Aaron Rodgers auf seine alten Tage (41 ist er mittlerweile) tatsächlich noch ein Play-off-Spiel vor der Brust. Und obwohl die Texans in der Saison gleich 4 Spiele mehr gewonnen haben, sehe ich Pittsburgh nicht chancenlos, wenn
– der berühmt-berüchtigte Steel-Courtain hält, also die Verteidigung die Texans-Offensive nicht ins Laufen (und Passen) kommen lässt
– die Offense Line der Steelers Rodgers so lange beschützen kann, bis er Maß genommen hat. Dann hat er Übersicht und Wurfkraft genug, um seine Mitspieler zu finden. Muss er sich dagegen bewegen, schaut es sehr schlecht um ihn aus.
Die Texans lieferten sich bis zuletzt ein Duell gegen die Jaguars um den Divisionssieg in der AFC South. Eigentlich haben sie alles, was ein gutes Team ausmacht, einen vernünftgen Quart4erback (CJ Strout), gute Receiver und eine gute Verteidigung. Deshalb

🧠 Texans        ❤️ Texans (vor allem wg meine Abneigung gegenüber Rodgers)

 

NFC

 

Grundsätzlich bot diese Conference den viel besseren Football, gerade in der AFC West mit den Seahawks, Rams und 49ers. Egal, wer letztlich den Super Bowl erreicht, das Team ist klarer Favorit gegen den AFC-Teilnehmer. Möge das Hauen und Stechen beginnen.

 

Seattle Seahawks (1) Freilos

 

Chicago Bears (2) – Green Bay Packers (7)

 

Ganz ehrlich: Die Bears hatte ich überhaupt nicht auf dem Zettel, erst recht nicht in der starken NFC North, wo ich neben den Packers auch die Detroit Lions und Minnesota Vikings höher eingeschätzt hätte (die schon im Urlaub sind). Doch die Bears sammelten Sieg um Sieg, meist sehr knapp und manches Mal auch glücklich.
Zum dritten Mal in dieser Saison treffen Bears und Packers aufeinander, beide haben je einen Sieg geschafft. Für die Bears spricht der Heimvorteil, für die Packers der bessere Quarterback, zumindest in der Theorie. An (seltenen) guten Tagen erinnerte Jordan Love nämlich an die Packers-legenden Brett Favre und Aaron Rodgers, die dieser ungewöhnlichen Franchise (Besitzer sind Bürger des Staates Wisconsin) zu Super-Bowl-Triumphen verhalfen. Davon sind die Packers weit entfernt, zumal sie als schlechtest gesetztes Team in den gesamten Play-offs auswärts antreten müssen. Aufgrund ihrer größeren Erfahrung, trotz enormen Verletzungspechs der besseren Spieler (Runningback Jacobs möchte ich hervorheben). Allerdings haben sie mit ihrer Laufverteidigung eine echte Schwachstelle, wenn das die Bears um den jungen Quarterback Caleb Williams (eine echte Wundertüte) ausnutzen, gibt es die nächste (kleine) Überraschung. Immer Spielglück ist dan halt auch Können, deshalb

🧠 Bears (ohne große Überzeugung).     ❤️ Packers (der alten Zeiten wegen)

 

Philadelphia Eagles (3) – San Francisco (6)

 

Das namhafteste Duell der 1. Runde zweier Teams, die in den vergangenen jahren das Geschehen in der NFC, ja NFL prägten. Die Eagles sind Titelverteidiger, doch in der gesamten Saison konnten sie nie an die Dominanz der vergangenen Saison herankommen. Und doch haben sie zumindest dem Namen nach starke Offensiv-Waffen, die die eher schwache 49ers-Abwehr (ohne die Stars Bosa und Warner) überfordern könnten. Quarterback Jalen Hurts, Running Back Shaquon Barkley und die Wide Receiver AJ Brown und Devonta Smith. Doch dieses Quartett überzeugte im Herbst 2025 nicht immer (noch beschönigend) und nur die unterirdische NFC East ermöglichte den Eagles so viele Siege. Auf der anderen Seite sind 49ers zumindest in der Offensive wieder gut aufgestellt mit Brock Purdy, George Kittle und vor allem dem großartigen Running Back (und exzellenten Ballmfänger) Christian McCaffrey.
Ich befürchte allerdings, dass das den Kaliforniern nicht reichen wird, das letzte Heimspiel gegen die Seah<wks war ernüchternd. Wenn es allerdings zu einem Shootout kommt, dann könnten die 49ers ihre Chancen auf einen Heim-Super-Bowl wahren.

🧠 Eagles.        ❤️ 49ers

 

Carolina Panthers (4) – Los Angeles Rams (5)

 

Wohl noch nie in der Play-off-Geschichte waren ein Gastteam so großer Favorit. Satte 5 Siege mehr haben die Rams geschafft bei nur 17 Partien ist das ein unwirklicher Wert. Wenn alles normal läuft, haben die Panthers keine Chance, und nicht einmal die können sie nutzen. Warum dann überhaupt noch spielen? Es ist die NFL, und da geschehen die absurdesten Dinge, und immerhin findet das Ganze in North Carolina statt und nicht in Kalifornien.
Aber ansonsten? Die Rams haben den weitaus besseren Quarterback (hier der erfahrene Drew Stafford nach seiner statistisch besten Saison, dort der manchmal erratische Bryce Young bei seinem Play-off-Debüt), sie verfügen mit Puca Nacua und Davante Adams über das beste (gesunde) Receiving-Corps de Liga.
Die Panthers brauchen viel Wetterglück (dass der angesagte Regen auch kommt und die Rams-Würfe stoppt), ansonsten könnte noch das Special-Teams-Versagen der Rams eine Rolle spielen. Das sind reichlich dünne Hoffnungsfäden, deshalb.

🧠 Rams        ❤️ Rams (der absurde Auswärtsnachteil darf nicht bestraft werden).

 

Das Löwen-Bracket (leider kein schöner Turnier-Baum)

 

AFC

Wild Card

Denver Broncos Bye
New England Patriots – Los Angeles Chargers
Jacksonville jaguars – Buffalo Bills
Pittsburgh Steelers – Houston Texans

Divisional Play-offs

Denver Broncos – Houston Texans
New England Patriots – Jacksonville Jaguars

Conference Final

Denver Broncos – Jacksonville Jaguars (ich mags provokant)

 

NFC

 

Wild Card

Seattle Seahawks Bye
Chicago Bears – Green Bay Packers
Philadelphia Eagles– San Francisco 49ers
Carolina Panthers – Los Angeles Rams

 

Divisonal Play-offs

Seattle Seahawks – LA Rams
Chicago Bears – Philadelphia Eagles

 

Conference Final

Seahawks – Eagles

 

Super Bowl

 

Seahawks – Jaguars

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der irre Kick von Pittsburgh

Blick über den Teich, NFL

 

Die letzte Aktion der regulären Saison überhaupt war so etwas wie ein Sinnbild des eher überschaubaren Niveaus. Pittsburgh, das Sunday Night Game zwischen den heimischen Steelers und den Gästen der Baltimore Ravens. Wer gewinnt, schafft den Divisionssieg der AFC North und damit das Play-off-Ticket, wer verliert, ist raus. Do-or-die, nennen das die Amerikaner
Ein mediokrer Schlagabtausch, der doch am Ende all das ausmacht, was diese Sportart so spannend und interessant macht. 2:20 Minuten vor Schluss gehen die Ravens durch einen Touchdown in Führung, zu früh? Zu früh, denn jetzt findet Steelers-Quarterback Aaron Rodgers endlich die Antwort und mit seinen Pässen die eigenen Spieler. 55 Sekunden vor Schluss erreicht sein Zuspiel Austin zum Touchdown und 26:24.
Dann beginnt das Drama: Boswells Versuch zum Extrapunkt wird geblockt. Jetzt würde den Ravens also ein Field Goal zum Sieg reichen, und es sind noch 55 Sekunden zu spielen, also noch ausreichend Zeit. Mit zwei großartigen Pässen überbrückt Ravens-Quarterback Lamar Jackson mehr als 30 Yards. 2 Sekunden stehen auf der Spieluhr, als Tyler Loop aus 44 Yards zum Field Goal antritt. Eine Entfernung, die ein Profi-Kicker der NFL im Schlaf beherrscht. Aber auch in einem feindlich gestimmten unwirtlichen Pittsburgh Stadium, wenn alles davon abhängt? Loop läuft an, Snap und Hold, tausende Male eingeübt, scheinen zu funktionieren, Loop kickt den Ball, doch der segelt weit am rechten Pfosten Vorbei. kein Fieldgoal, kein Sieg der Ravens, keine Play-offs. Die folgenden Nächste des Tyler Loop dürften nicht sehr angenehm gewesen sein.

Der Albtraum jedes Kickers, nämlich aus machbarer Entfernung für das Saison-Aus des Teams verantwortlich zu sein. Kicker, die auf Mannschaftsphotos neben den menschlichen Kolossen wie Hänflinge scheinen, wirken immer wie die Außenseiter ihrer Mannschaft. Dabei ist ihr Fuß, ihre Schussgenauigkeit, mindestens so wichtig wie der wuchtigste Linebacker.

So gewannen also die Steelers, die damit erneut in die Play-offs einzogen. Und der alten Quarterback-Legende Aaron Rodgers mindestens noch ein Play-off-Spiel bescheren daheim gegen die Houston Texans. Rodgers, zwar reichlich unbeweglich, aber immer noch mit einem guten Arm und gutem Auge; wenn er denn Zeit und Muße hat, dann findet er seine Ballempfänger.

 

Play-offs auf dem Sofa

 

Auch in der NFC South wurde der Divisionssieg erst am letzten Spietag vergeben, und es passt zu dieser sportlich furchtbaren Division, dass der Rechenschieber ranmusste. Im direkten Duell gewannen die Tampa Bay Buccaneers zwar gegen die Carolina Panthers und zogen nach Siegen mit dem Konkurrenten gleich. Jetzt hing alles von der an sich völlig bedeutungslosen Pargie Atlanta Falcons vs New Orleans ab. Gewänne Atlanta, würden die Panthers jubeln, bei Remis oder Sieg New Orleans die Bucs. Ich will es kurz und schmerzlich machen. Eine Saints-Interception kurz vor Schluss besiegelte den Sieg der Falcons und damit den Jubel der Panthers. Diese haben trotz einer insgesamt negativen Bilanz (8:9) am Samstag Heimrecht gegen die LA Rams, obwohl diese die Saison mit 13:4 Siegen beendeten. Der Modus, nach dem alle Divisionssieger auf jeden Fall einmal Heimrecht haben sollen, will es so.

 

Damit sind alle Entscheidungen der NFL gefallen, in den Play-offs werden die Karten neu gemischt. Hier erst mal nur die Ansetzungen, spätestens am Freitag folgt eine genaue Vorschau mit Tipps.
Alle Ppartien werden live bei RTL und DAZN gezeigt. Wer schreiende deutsche Reporter (und das tun sie hier wie dort ausfallend!) nicht erträgt, der kann das Ganze auch auf dem NFL Game Pass verfolgen, wo zwar nicht so laut, dafür umso mehr gequasselt wird. Alles kann der Mensch nicht haben.

 

Die Wild-Card-Spiele

Sa., 22:30: Carolina Panthers – Los Angeles Rams (NFC)
So., 02:00: Chicago Bears – Green Bay Packers (NFC)
So., 19:00: Jacksonville Jaguars – Buffalo Bills (AFC)
So., 22:30: Philadelphia Eagles – San Francisco 49ers (NFC)
Mo., 02:30: New England Patriots – Los Angeles Chargers
Do., 02:30: Pittsburgh Steelers – Houston Texans (AFC)

Freilos für die 1. Runde haben die Seattle Seahawks (NFC) und die Denver Broncos (AFC).

 

 

Das wird die Woche, die wird

Fußball, Wintersport, Tennis und natürlich viel Ballsport national und international. Anmerkung: Auf die 1. Play-off-Runde der NFL werde ich gesondert eingehen.

 

„Jagd“ auf die Bayern wird fortgesetzt

 

Die Unterbrechung war so kurz, dass ich gar nicht von Winterpause sprechen will. Schon am Freitag öffnet die Bundesliga für den 16. Spieltag ihre Pforten, mit der durchaus ansprechenden Partie zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund. Die Hessen wollen ihre Chancen auf einen Champions-League-Pass wahren, die Dortmunder nach viel Theater im Umfeld (Adeyemi, Missbrachsskandal) wieder sportliche Taten sprechen lassen. Es ist ein sogenanntes Free-TV-Spiel, das heißt, dass neben Sky auch Sat.1 am Ball ist.
Der souveräne und höchstwahrscheinlich nicht mehr einzuholende Tabellenführer FC Bayern ist erst am Sonntag dran, mit der eher einfachen Aufgabe VfL Wolfsburg. Das nominelle Topspiel des Spieltages bestreiten am Samstag (18:30) Bayer Leverkusen und der VfB Stuttgart, eine Partie, die zuletzt viel Spektakel bot (wenn ich an das Pokal-Halbfinale der vergangenen Saison denke zum Beispiel).
Im WM-Jahr unter anderem im Faschisten-Staat USA werden die Termine knapp. Deshalb gibt es gleich eine englische Woche, ehe am übernächsten Woche tatsächlich die Rückrunde beginnt.

 

Domen Prevc vor Gesamtsieg

 

Wie üblich wird die Vierschanzentournee am Dreikönigstag in Bischofshofen entschieden. Mit einer klaren Führung geht Domen Prevc ins letzte der vier Springen. Falls ihn der verpasste Sieg in Innsbruck (und damit der verpasste Grand Slam) aufgewühlt oder geärget hat, so hat er dies glänzend überwunden. In der Qualifikation gestern war er wieder klar der Beste. Wenn er keinen wirklich gravierenden Fehler macht bei seinem Harakiri-Absprung (und sein Team mit dem Springeranzug keinen Blödsinn), dann ist dem Slowenen der Tourneesieg nicht mehr zu nehmen. Favoriten auf den Tagessieg sind neben Prevc vor allem die mannschaftlich starken Österreicher, bei denen sich Stephan Embacher und Jan Hörl einen beinharten Kampf um den 2. Tourneerang bieten. Embacher, der Shooting Star. Hörl, schon im vergangenen Jahr Zweiter der Tournee hinter Landsmann Daniel Tschofenig, der seineseits nicht zu unterschätzen ist.

Nach dem Tourneestress gibt es übrigens für die Athleten keine Ruhe. Schon am Wochenende sind in Zakopane 2 Wettbewerbe von der Großschanze angesetzt. Traditionell allerdings nehmen sich einige Springer eine freiwllige Pause, um die Akkus wieder aufzuladen.

 

United Cup geht in die K.-o-.Phase

 

Allerdings ist zum Zeitpunkt des Entstehens dieser Zeilen die Vorrunde der inoffiziellen Mixed WM in Perth und Sidney noch gar nicht abgeschlossen. So steht auch noch nicht fest, ob das deutsche Team mit Alexander Zverev, Eva Lys und Doppelspezialistin Laura Siegemund überhaupt das Viertelfinale erreichen. Gegen Polen setzte es ein 0:3 (nach dem 3:0 über Holland zum Auftakt). Es bleibt nun abwarten, ob diese Ergebnisse reichen (ich erspare mir eine (Hoch)-Rechnerei, auch weil ich den Wettbewerb bisher erfolgreich ignoriert habe). Kompliziert wirds allemal.
Zumindest die 3 Perth-Gruppen sind abgeschlossen. Dort haben die Gruppensieger Schweiz, USA, Belgien sowie Argenitinien das Viertelfinale erreicht. In Sydney steht Griechenland (mit einem verbessert wirkenden Stefanos Tsitsipas) als Viertelfinalist fest.

 

Auftakt des Slalom-Monats

 

Der Januar, das ist seit vielen Jahren die Zeit der Slalom-Artisten. Morgen in Madonna (dem siebten Männerrennen in Italien hintereinander!) geht es los, es folgen in enger Abfolge die Veranstaltungen in Adelboden (So.), Wengen (19.), Kitzbühel (26.) und der Nachtslalom Schladming vor 40.000 (besoffenen) Zuschauern (28.), bevor der olympische Ruhm lockt mit dem fast traditionell letzten Alpin-Wettbewerb. Echte Favoriten oder gar einen Seriensieger vermag ich nicht auszumachen. Die Norweger um Timon Haugen und Hendrik Kristoffersen wirken sehr stark, auch der brasilianische Einzelkämpfer Lucas Pinheiro Braaten. Aus deutscher Sicht mischt nur Linus Straßer ganz vorne mit, aber beim Skilöwen funktionierte es in den ersten Rennen des Winters noch nicht nach Wunsch. Allerdings ist der Abstand zu absoluten Söitze aufholbar, das gilt aber insgesamt für etwa 20 bis 25 Fahrer, von denen jedermann jederzeit aufs Podest fahren kann (aber halt auch nur auf Platz 20). Und bei jedem Tor droht das Einfädler-Aus
Für die Frauen steht nach dem Techniker-Quadrupel am Semmering und in Kranjska Gora wieder ein Speed-Wochenende in Zauchensee an mit Abfahrt (Sa.) und Super-G. Zeit für Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann?

 

Und sonst?

 

  • Wintersport: Biathlon in Oberhof. Ab Donnerstag mit je 3 Wettbewerben für Männer und Frauen (Sprint, Vefolgung, Staffel). Sogar mit ein bisschen Naturschnee, wie es scheint (Neuschnee, der bei der Präparierung bei Pisten und Loipen allerdings eher stört).
  • Internationale Fußball-Ligen, England: Am Donnerstag ein echtes Spitzenspiel, wenn der FC Arsenal den FC Liverpool empfängt. Hier der Tabellenführer aus London, dort der Titelverteidiger, der seine ganz große (Ergebnis)krise trotz Rückschläge (2:2 in Fulham) offenbar überwunden hat. Die große Frage für deutsche Fans: Kann Pools Florian Wirtz seinen leichten Aufwärtstrend (2 Treffer in den letzten 3 Spielen) fortsetzen?
    Am Wochenende folgt dann die erste FA-Cup-Runde, Überraschungen sind eingepreist beim ältesten Club-Wettbewerb der Welt.Italien: 2 Spieltage (Di., Mi. und am Wochenende. Am Sonntag (20:45/DAZN) kommt es im Mailänder SanSiro-Stadion zum direkten Aufeinandertreffen  der Titel-Kandidaten Inter und Napoli. Mit einem Sieg könnte sich Inter schon um 5 Zähler vom amtierenden Meister absetzen, das wäre schon eine Vorentscheidung.
  • Afrika-Cup: Heute stehen die letzten zwei Achtelfinali an (Algerien – vs Kongo und Elfenbeinküste vs Burkina Faso). Bisher haben sich die favorisierten Teams mehr oder weniger souverän durchgesetzt, auch Gastgeber Marokko mit einem mühsamen 1:0 über Tansania. Den stärksten Eindruck von allen Teams macht Nigeria (4:0 vs Mosambik), eine Auswahl also, die beim WM-Spektakel im Sommer fehlen wird.
    Ich wage keine großartigen Prognosen, aber ich glaube, langsam lohnt sich das Einschalten (Sportdigital1+, wer das auch noch hat aus World-Series-zeiten im Baseball).
  • Basketball: Von Dienstag bis Freitag 2 Spieltage in der Euroleague. Der FC Bayern hat mit dem neuen alten Trainer  Svetislav Pesic gegen Maccabi tatsächlich nach 8 Partien wieder gewonnen. Am Mittwoch empfangen die Münchner Baskonia Baskets aus Spanien, am Freitag müssen sie nach Griechenland zu Olympiakos. Wenn sie überhaupt noch in den Kampf um die Play-Ins eingreifen wollen, helfen nur 2 Siege.
    Zum Wochenausklang wartet noch die BBL-Heimaufgabe am Sonntag gegen die Telekom Baskets Bonn, das sollte für den souveränen Tabellenführer machbar sein.
  • Handball: Die deutschen Männer stecken mitten in der Vorbereitung auf die EM ab nächster Woche. 2 durchaus knackige Tests gegen die starken Kroaten warten auf die Auswahl: am Donnerstag in Zagreb, am Sonntag in Hannover.

Das war die Woche, die war

Der Sonntag war nichts für die Seriensieger in dieser Winteersportsaison. Weder für die Slalom-Ausnahme Mikaela Shiffrin, noch für Skispinger Domen Prevc und auch nicht für Langläufer Johannes Klaebo. Und doch dürften sie trotz ihrer verpasten Siege nicht unzufrieden sein mit ihren Leistungen.

 

Camille Rast – schlicht die Bessere

 

Als Mikaela Shiffrin ihren fulminanten 2. Durchgang beim Slalom von Kransjka Gora beendete, war ich mir sicher, obwohl Rast noch folgen würde: Das ist der Sieg. Denn der Amerikanerin war ein glänzender Lauf gelungen – trotz einer kleinen Unsicherheit kurz vor dem Ziel. Klare Laufbestzeit mit Riesenabstand auf die Zweite (Wendy Holdender). Das kann doch eine Camille Rast trotz ihrer Klasse niemals toppen. Ähnlich wie ich dachten auch die Eurosport-Expertin Martina Lechner und Wole nadvornig am Mikro. Und dann kam Camille Rast. In der Tat auf jeder Passage noch ein bisschen aggressiver, noch direkter, noch weniger Fehler; sprich: noch schneller. Sie toppte nicht nur die Gesamtzeit, sondern auch die Bestzeit im zweiten Durchgang. Zunächst schien das auch die mit sich äußerst zufrieden wirkende Shiffrin kaum wahrhaben zu wollen, geradezu ungläubig riss sie die Augen auf, nachdem feststand, dass sie tatsächlich in ihrem sechsten Saisonslalom tatsächlich geschlagen war. Nicht wegen eines stupiden Fehlers der Slalom-Gigantin (5 Saisonsiege), sondern weil eine andere schlicht und ergreifend die Bessere war.
Rast und Shiffrin fuhren in einer anderen Welt. Die Dritte, Rasts Schweizer Landsfrau Wendy Holdener, lag 1,83 Sekunden hinter der Siegerin. Als beste Deutsche klassierte sich Emma Aicher als Achte.

Bei Camille Rast ist nach Weihnachten so was von der Knopf aufgegangen. Vor einer Woche am Semmering wurde sie in Riesenslalom und Slalom jeweils Zweite, jetzt in Kranjska Gota landete sie einen Doppelsieg. Denn tags zuvor hatte sie die Weltelite schon im Riesenslalom besiegt und ihren ersten Weltcupsieg in dieser Disziplin geschafft. Die Bilanz: 4 Rennen, 2 Siege, 2 zweite Platze=360 Punkte; da tut sich eine echte Anwärterin auf den Gesamtweltcup auf, für den sich bisher eher wenige beworben haben.

 

Prevc verpasst den Grand Slam

 

Die Berg-Isel-Schanze in Innsbruck wurde mal wieder ihrem Ruf als komplizierteste Anlage der Saison gerecht. Ihrem Ruf als Grand-Slam-Verderberin mit ihrem ungewönlich kurzen Schanzentisch. Jetzt erwischte es Domen Prevc, der die beiden ersten Springen der Vierschanzentournee in Oberstdorf und Garmisch völlig ungefährdet entschieden hatte. Doch dass er mit der Olympiaschanze von 1976 nicht so zurecht kam, deutete sich früh an. In der Qualifikation wurde er nur 30., nach dem ersten Durchgang war er ohne echten Fehler nur Vierter. Zwar steigerte sich Prevc im 2. Durchgang mit der Bestweite, doch für den Sieg wollte es nicht reichen. Den schnappte sich der Japaner Ren Nikaido – mit gerade mal 0,5 Punkten Vorsprung auf Prevc und 0,7 auf den jungen Österreicher Stephan Embacher. Und doch wird Prevc zufrieden sein: Denn dem Tourneesieg ist er ein großes Stück nähergekommen, sein Vorsprung auf den zweiten Jan Hörl beträgt vor dem Springen am Dienstag in Bischofshofen 41,4 Punkte, dass sollte trotz der ebenfalls tückischen Paul-Ausserleitner-Schanze allemal reichen. Sollte er dort gar gewinnen, ist er der Springer, der den Grand Slam (Sieg in allen Tourneeorten) am knappsten verpasst hat.

 

Toursiege für Diggins und Klaebo

 

Die Tour de Ski in Olympiajahren – das ist ein Kapitel für sich. Viele Top-Athleten scheuen die Mühsal zwischen den jahren, weil sie Kräfteverscheiß fürchten fürs Top-Ereignis des jahres. So fehlten einige der starken Norweger und die Schwedische Ausnahmeläuferin der vergangenen Saison, Stina Nilsson.
Der Norweger Johannes Klaebo war indes dabei, und folgerichtig holte sich der überragende Skilangläufer unserer Zeit auch den Gesamtsieg. Mit fast anderthalb Minuten Vorsprung war er in den abschließenden Massenstart gegangen, und beim teilweise mörderischen Aufstieg zur Alpe Cermis (teils 26 Prozent) brauchte er auch diesen Vorsprung. Er litt beträchtlich, rettete dann aber als Etappen-Zwölfter letztlich noch komfortable 30,1 Sekunden auf seinen Landsmann Mattis Stenshagen ins Ziel.
Bei den Frauen war die Amerikaner Jessie Diggins eine Klasse für sich. Mehr als 2 Minuten hate sie am Ende der Tour de Ski Vorpsrung auf Theresa Stadlober aus Österreich. Auch die letzte Etappe hätte sie um haaresbreite gewonnen, aber ihre stürmische Aufholjagd beim Bergauf-Parforceritt reichte nur zum 2. Platz hinter der Norwegerin Karoline Simpson-Larsen. Sie wirds verschmerzen, denn sie kassierte reichlich Weltcuppunkte.

 

Arsenal wieder in der Spur – und 2 Trainer-Rauswürfe

 

Die Londoner dürfen sich als klare Sieger der englischen Woche fühlen. Sie gewannen am Dienstag das Verfolgerduell gegen Aslton Villa dank einer rauschaten 2. halbzeit mit 4:1, und ließen am Samstag ein harterkämpftes 3:2 in Bornemouth folgen. Vorbei damit auch die Zweifel, dass die ganz große Form vm Oktober/November dahin wäre. Extrem versüßt wurden die Erfolge, dass der einzig verbliebene ernsthafte Verfolger patzte: Manchester City kassierte gegen den Club-Weltmeister FC Chelsea einen Treffer in der Nachspielzeit zum 1:1 und ließ 2 wichtige Punkte liegen. Jetzt beträgt der Rücktand des Guardiola-Teams wieder vier Punkte.
Chelsea wiederum bescherte seinem Interims-Coach McFarlane einen erfolgreichen Einstand. Zuvor hatten die Londoner Enzo Maresca gefeuert – nicht einmal ein halbes Jahr nach dem WM-Triumph in den USA.
Auch Manchester United nutzte die so gar nicht friedliche Weihnachtszeit für einen Rausschmiss der Sportlichen Führung. Manager Ruben Amorim durfte sich am heutigen Montag die Papiere holen: Nur enen Tag nach dem  1:1 bei Leeds United, ein weiterer Rückschlag gegen ein weit schlechter eingestuftes Team. Ausschlaggebend waren aber eher nicht die enttäuschenden Ergebnisse, sondern die Tatsache, dass der Portugiese die Clubführung angegangen hatte wegen fehlerhafter Kaderzusammenstellung und undurchsichtiger Aufgabenverteilung. Da reagiert man bei ach so feinen Traditionsclub in Manchester äußerst dünnhäutig. Das mussten schon sehr viele Nachfolger des 2014 zurückgetretenenen Sir Alex Ferguson erfahren.

 

Und sonst

 

  • Darts: Luke Littler war bei der WM im Ally Pally unantastbar. Noch nicht einmal Pfiffe der Fans noch die schon legendäre Pally-Wespe vemochten ihn aufzuhalten. Im Finale demontierte der Engländer den aufstrebenden Holländer Gian van Veen gleich mit 7:1 und verteidigte seinen Titel – mit gerade mal 18 Jahren. Wenn nicht alles täuscht, dürfte Littler und van Veen in Zukunft noch öfter in WM-Endphasen aufeinandertreffen, und dann wird der Hlländer hoffentlich nicht wie erschlagen von der Fianl-Atmosphäre sein.
  • Internationaler Fußball, Spanien: Der FC Barcelona zieht unaufhaltsam seine Kreise. Im Stadtderby bei Espanyol gewann Barca durch zwwei späte Tore von Dani Olmo und Robert Lewandowksi mit 2:0 und verteidigten ihren 4-Punkte-vorsprung auf Real madrid. Immerhin scheinen die Königlichen ihre Form gefunden zu haben. Trotz des Ausfalls von Ky.ian Mbappé demontieren die Madrilenen den FC Sevilla mit 5:1 und zeigten endlich wieder eine souveräne Leistung. Als Torschütze in die Bresche sprang Gonzalo Garcia, der gleich dreimal erfolgreich war.
    Italien: Im Kampf um die Meisterschaft zeichnet sich mittlerweile ein Dreikampf ab: Nach dem 17. Spieltag führt Inter mit 39 Punkten vor Stadtrivale Milan (38) und der SSC Napoli). Milan verpflichtete zur Jahreswende den deutschen Nationalspieer Niclas Füllkrug, der zuvor bei West Ham United überhaupt nicht zur Geltung gekommen war und sich nun mit guten Leistungen fürs Nagelsmann-Team aufdrängen will. Mit seiner Kopfballstärke könnte er tatsächlich ein entscheidneder Faktor zu Gunsten der Milanesen sein, wenn er denn nicht seine Form völlig verloren hat.
    England: Im Schatten von Arsenal sucht Titelverteidiger FC Liverpool seine Form. Allerdings reichte es am Sonntag beim FC Fulham mit Bernd Leno nur zu enem 2:2. Immerhin war erneut Florian Wirtz erfolgreich, der die Abwesenheit von Mo Salah wegen des Africa-Cups zu seinem 2. Treffer im Trikot der Reds nutzte.
  • Tennis: Sieg und Niederlage fürs deutsche TEam beim United Cup in Australien, die inoffizielle Team-Mixed-Weltmeisterschaft. Dem klaren Erfolg über Holland folgte eine ebenso klare Niederlage gegen Polen. Eva Lys schlug sich gegen Iga Swiatek zwar mehr als achtbar (so gut wie noch nie in einem direkten Aufeinandertreffen), letztlich musste sie sich abe doch in 2 Sätzen beugen. zuvor hatte ein zeternder und heulender und shclagerwerfender Alexander Zverev in Hubert Hurcacz seinen meiser gefunden.
  • NBA: Schwerer Rückschlag für die Denver Nuggets. Ihr überragender Center Nicola Jokic wird dem Team wegen einer Knieverletzung mindestens 4 Wochen fehlen. Offenbar ist der dreimalige MvP damit noch glimplich davongekommen.