von Münchner Löwe | Okt. 31, 2025 | Allgemein
Blick über den Teich, NBA
Gut eine Woche spielen die Teams jetzt und haben 4 oder 5 Partien absolviert. Noch viel zu früh für eine teifschürfende Analyse, aber zumindest ein paar Trends vermag ich auszumachen.
Pacers schon im Tank-Modus?
Im Gegensatz zu vielen Experten habe ich den Indiana Pacers eine vernünftige Saison (samt Play-off-Aussichten) zugetraut trotz des Ausfalls von Tyrese Halburton und des Weggangs von Myles Turner. Doch ein unglaubliches Verletzungspech zum Sgtart lässt meinen Optimismus dahinschwinden. Von der vermeintlichen Starting Five fehlten zuletzt: Andrew Nembhard, Obi Toppin, Bennedict Mathurin (und TJ McConnell). Einzig Pascal Siakam und Aaron Nesmith waren zuletzt dabei, viel zu wenig. Die Folge: als einziges Team neben den indiskutablen Brooklyn Nets und New Orleans Pelicans noch sieglos.
Die Kings: gute Spieler, kein Team und erst recht kein Ergebnis-Team
„Meine“ Mannschaft: Aber eigentlich bin ich jetzt schon so weit, dass ich die Saison abschreibe. Ich sehe durchaus gute Spieler (Sabonis, Schröder, LaVine, die zum Teil auch richtig schönes Basketball zeigen. Aber leider null Winning mentality, die Puzzleteile passen nicht zusammen. dem Gegner reichen ein paar gute Minuten, um die Kings völlig auseinanderzunehmen.
1:4 lautet die Bilanz: In jeder dieser Partien hatten sie sehr gute Phasen, sogar beim Titelträger Oklahoma City Thunder. Doch am Ende fehlte auch hier die Konzentration, das Dagegenhaltenwollen, aber schlicht und ergreifend auch defensive Qualität. Wahrscheinlich werden die Kings ein paar höchst erstaunliche Siege landen, aber sehr viel mehr (weniger erstaunliche) Niederlagen. Ich kann nur noch positiv überrascht werden.
Die Thunder-„Pferde“:
Sprich: nur so hoch springen, wie es sein muss. ein gefährliches Unterfangen, denn schon zweimal musste der Titelverteidiger in die Overtime, und sogar gegen die Kings lag man noch bis ins vierte Viertel zurück. Und doch: eine makellose 5:0-Bilanz auch ohne Co-Star Jayden Williams und zuletzt Chet Holmgren, dafür mit einem alles überragenden Shai Gilgeous-Alexander.
Bulls – top im Osten
Noch ist es viel zu früh, an die glorreichen 90er mit Jordan und Pippen und Kukoc und Rodman zu erinnern, aber ich sehe ein durchaus wettbewerbsfähiges Team, gerade im schwachen Osten. 4 Siege (0 Niederlage) stehen erst mal in der Bilanz immerhin auch gegen höher eingeschätzte Teams wie die Magic, Pistons und Hawks. Was das Wert ist, wissen wir nächste Woche angesichts der kommenden Aufgaben zweimal Knicks, 76ers, Bucks und Cavaliers. Extrem gut gefällt mir Josh Giddey (ders allen Kritikern zeigen will) und Matas Burzelis (top-talentiert) sowie der unverwüstliche Nikola Vucevic.
Wemby-Zirkus on Stage
Die San Antonio Spurs waren das dark horse. Extrem jung, extrem talentiert. Und bisher sehr erfolgreich (5:0). Dank des Außerirdischen Victor Wembanyama, der aufregende Zahlen auflegt (31 Punkte, 12,8 Rebounds, 4,8! Blocks). Alles natürlich noch auf kleiner Grundlage basierend. Doch die Spurs sind eben nicht nur Wemby. Im Team sind auch auregende Spieler wie Stephon Castle, Darius Vassell und Rookie Dylan Harper. Wohin das führt bleibt abzuwarten.
Und sonst
- Überragender Markkanen: auch dank des Finnen stehen die Utah Jazz it einer 2:2-Bilanz da (die beiden Niederlagen waren zudem extrem knapp und unglücklich). Markkanens Meisterstück. Gegen die Suns legte er gleich 51 Punkte auf.
- Wagner-Spiele: Solide, würde ich sagen, noch keine Festspiele. Mal fällt der Dreier besser, mal gar nicht. Ob man sich drauf verlassen kann? Insgesamt sind die Orlando Magic etwas harzig gestartet.
- Triple Jokic: 4 Spiele, viermal ein Triple Double (zweistellige Werte in 3 Kategorien). Im Schnitt sind das dann nach 4 Partien. 20,3 Punkte, 14,4 Rebounds, 11,3 Assists, dazu kommen 2 Blocks/Spiel. Schöne Momentaufnahme und wahrscheinlich nicht nur die.
Der NBA-Cup
Ab heute geht es in ausgesuchten Partien um eine zweite Trophäe, die dann im Dezember in Las Vegas überreicht wird. Der Modus ist der gleiche geblieben, das heißt. Insgesamt 6 Gruppen à 5 Teams (je drei pro Conference). Die Gruppensieger steigen ins Viertelfinale auf und auch der „beste“ Gruppenzweite jeder Conference. Da könnte durchasu das Korbverhältnis entscheiden, ansonsten völlig irrelevant.
An 8 Spieltagen (die kommenden 5 Freitage, zweimal Dienstag und einmal Mitwoch) gibt es die direkten Duelle (mit einem besonderen Parkettboden, von ausgesuchter Hässlichkeit, wenn ihr mich fragt. Am 9/10. Dezember die Viertelfinale (je 1. vs 4. und 2. vs 3.) und das Final Foul in Las Vegas mit den Halbfinaeli (13. Dezember und Finale (16. Dezember). Alle Partien bis auf das Finale zählen auch für die reghuläre NBA-Saison.
Folgende Gruppen wurden nach (vermeintlicher) Stärke ermittelt aufgrund der letztjährigen Saison.
East, Gruppe A
Cavaliers
Pacers
Hawks
Raptors
Wizards
Gruppe B
Celtics
Pistons
Magic
Nets
76ers
Gruppe C
Knicks
Bucks
Bulls
Heat
Hornets
Gruppe B scheint sehr prickelnd, weil die als schwach eingestuften Sixers sehr gut in die Saison gekommen sind
WEST, Gruppe A
Thunder
Wolves
Kings
Suns
Jazz
Gruppe B
Lakers
Clippers
Grizzlies
Mavs
Pelicans
Gruppe C
Nuggets
Rockets
Warriors
TrailBlazers
Spurs
Gruppe C scheint die „Hammergruppe zu sein“, während ich jetzt schon rein nach Gefühl dem 2. der Gruppe A (Thunder/Wolves) sehr gute Chancen einräume angesichts der 3 anderen Kontrahenten. Gott sei Dank gibts auch in der NBA Überraschungen
von Münchner Löwe | Okt. 30, 2025 | MLB
Blick über den Teich, World Series
Los Angeles Dodgers – Toronto Blue Jays 1:6
Es sind unglaublichen Geschichten wie die von Trey Yesavage, die die Sportfans jubeln, Drehbuchautoren jedoch verzweifeln lassen. Die Realität schlägt jede Fiktion. Niemand hätte gewagt, eine Story wie die des Toronto-Pitchers zu schreiben (auch aus Mangel an Fantasie), geschweige denn mit so einem Irrsinn an irgendein Studio heranzutreten.
Im Frühjahr, als die MLB begann, warf Yesavage irgendwo in der 5. Mannschaft der Jays Bälle irgendwo in der Pampa. Ein rasend schneller Aufstieg folgte durch die immer besseren Teams (anstatt mindestens 2 Jahre), und im Spätsommer fand sich der 22-Jährige tatsächlich im Kader der MLB-Mannschaft wieder. Wo er gute Leistungen ablieferte wie etwa in den Divisional Series gegen die Yankees und auch im 1. Spiel gegen die Dodgers. Doch niemand konnte erwarten, dass er in einem World-Series-Spiel Historisches würde zeigen. Wie Mittwochnacht in Los Angeles (natürlich, die Filmstadt!) bei der 5. Partie der Dodgers gegen die Toronto Blue Jays
Als Trey Yesavage das Mound nach 7 Innings beim Stand verließ (drehbuchreif das Double Play zum Abschluss) und kurz danach die Niederlage der Dodgers feststand, da wird der eine oder andere Filmproduzent erstens entsetzt über seine Dodgers (das Sportteam von LA) und zweitens mit Befehl an seine Leute in den Abend (ca. 21:30 Ortszeit) getreten sein, sofort eine Yesavage-Geschichte zu schreiben. Was für ein Auftritt des Rookies!
Schon in nüchternen Zahlen beeindruckend-unfassbar: 7.0 Innings, 3 Hits, 1 Earned Run (der Homerun von Kiké Hernandez), 0 Walks, dafür 12 Strikeouts, Rookie-Rekord und die sechstmeisten ever in einem World-Series-Spiel. Und das nicht gegen irgendeine Kirmestruppe, sondern den Titelverteidiger mit den furchteinflößenden Schlagmännern zu Beginn der Line Up: Shohei Ohtani (der im 3. Spiel noch neunmal auf Base gekommen war), Will Smith, Mookie Betts. Nicht einer von ihnen gelangte in den jeweils 3 At Bats gegen den Frischling auch nur ein einziges Mal auf Base.
Das alles schaffte Ysavage mit einem unaufgeregten, gar nicht mal sooo schnellen Wurf, der die Dodgers-Batter bis auf Teoscar Hernández (2 Hits) vor unlösbare Probleme stellte. Faszinierend die Kontrolle, 71 Strikes bei 104 Würfen. Die Frage stellte sich: Wer war der Lehrbub (60.000 Dollar Jahresgehalt, immerhin), wer die zigmillionenschweren Superstars?
Blue Jays starten mit 2 Homeruns
Natürlich kam Yesavage der Spielverlauf entgegen, denn die Toronto-Offensive war gleich hellwach. Den ersten Pitch überhaupt jagte Davis Schneider über den Zaun. Den dritten Pitch der Partie von Blake Snell, dem Pitching-Ass der Dodgers, sandte Vlad Guerrero jr. per Homerun in die Zuschauertribüne – 2:0. Seine unglaubliche Coolness bewies Yesavage, dass er den Homerun von Kiké Hernández (ja, es gibt zwei von den Hernandez‘, nicht verwandt) seelenruhig zur Kennnis nahm und danach Alex Call und Shohei Ohtani ausmachte.
Auch Snell fing sich, musste zunächst nur den Run nach einen Sacrifice Fly hinnehmen, sodass es bis Anfang des 7. Innings beim 1:3-Rückstand der Dodgers blieb, im Baseball ein Nichts.
Im 7. Inning begann dann die zweite Pitcher-Geschichte, die des Blake Snell, allerdings ohne Happy End. Obwohl er schon 90 Pitches im Arm hatte, beließ ihn Manager Dave Roberts erst mal auf dem Mound; er dachte an seine furchtbaren Einwechselwerfer (ich übertreibe jetzt bewusst, aber nur ein kleines bisschen, denn es ist in sdiesem Luxuskader ein echtes Elend mit ihnen …). Aber mit der Kraft fehlte die Genauigkeit. Wild Pitch, Torontos Barger rückt auf die 2. Base. Walk Andres Gimenez. Wild Pitch, Barger rückt auf die 3. Base.
Nach dem Strikeout gegen Schneider wechselte Roberts Snell (am Ende: 116 Pitches) gegen Edgardo Henriquez aus. Der fabrizierte gleich den nächsten Wild Pitch, so dass Barger tatsächlich zum dritten Mal praktisch kampflos eine Base weiterrückte zum 4. Run der Kanadier – ebenfalls rekordverdächtig.
Boe Bichette besorgte gegen Henriquez einen weiteren Run (durch Gimenez), und im 8. Inning legte Isiah Kiner-Falefa mit einem RBI (Run: Ernie Clement) zum Endstand nach.
Ausblick
Dass die Blue Jays mit eine 3:2-Führung nach Toronto zurückkehren würden, hätten nach der herzzerreißenden 18-Inning-Niederlage in Spiel 3 vor 2 Tagen wohl auch die größten Optimisten kaum zu hoffen gewagt. Doch entschieden ist noch lange nichts: Gerade in dieser geschichtsträchtigen Serie halte ich ein Comeback (zumindest ein Spiel 7) geradezu für zwingend, zumal in Partie 6 für die Dodgers mit Yoshinobu Ymamoto ein weiterer Pitcher bereitsteht, der für hollywoodreife Geschichten steht. Schafft er etwa sein drittes Complete Game in Folge?
Ansetzungen (MEZ)
Sa., 01:10: Blue Jays – Dodgers (3:2)
So., 01:10: Blue Jays – Dodgers (Spiel 7, falls erforderlich
von Münchner Löwe | Okt. 29, 2025 | Allgemein
Der Anruf kam am Dienstagnachmittag von meinem sehr guten Freund F. Ob ich nicht Lust hätte, am Abend mit in den SAP Garden zu gehen zum Euroleague-Spiel FC Bayern gegen Real Madrid. F. , selbst fanatischer Basketball-Fan, weiß um meine Zuneigung für diesen Sport. Wir haben schon sehr oft drüber geredet.
„Ja, sehr kurzfristig“, entschuldigte F. sich, aber ich war schon vorgewarnt, dass ich damit rechnen müsse, eher dürfe. „Ich weiß selbst erst am Spieltag Bescheid.“ Das Spiel begann um 20 Uhr, „aber wir sollten schon um 18:15 Uhr da sein“, beschied F. Warum? „Vorher essen, in der Pause essen, nachher essen.“
Klang gut, war auch gut. Nachdem wir unsere Mäntel an einer Garderobe abgegeben hatten (ich zum ersten Mal, soweit erinnerlich, bei einem Sportereignis), fanden wir nach einiger Fragerei das richtige VIP-Stockwerk (von Dreien) und den richtigen Tisch. Auf dem schon eine Flasche Rotwein stand und eine Wasserflasche. Ein herbeigeeilter Kellner nahm aber gerne die Bestellung nnach alkoholfreiem Bier auf, der Brauerei-Sponsor machts möglich. Das Büffet richtete sich nach dem Gegner, also Tapas, ein spanischer Salat und auch ein wirklich guter Hauptgang. Viel Basketball-Prominenz (daran zu sehen, dass sogar mein 1,95-Meter große Freund eher einer der Kleinen war …
Dann auf die Hallen-Plätze. Ganz vorn, 1. Reihe (nein nicht wirkoich 1. Reihe, die ist den VIP-VIP-Vips vorbehalten und bekommt eine Sondezählung). Aber so exquisit habe ich noch nie gesessen beim Sport. Was ein normales Basketballspiel plötzlich zum Ereignis werden lässt. Die großen Kerls wirken in natura noch größer und athletischer: Den Vogel in dieser Hinsicht schoss ein 2,20 Meter Real-Riese ab („von einem Deutschen in der kapverdischen Heimat entdeckt“, wusste F.). Der Riesenkerl hatte ein sehr feines Händchen, allerdings ging ihm wie der gesamten Real-Mannschaft in der 2. Halbzeit die Luft aus. Was kümmerliche 27 Punkte belegen (nach deren 57 im 1. Durchgang). So schaffte die als Außenseiter gehandelten Münchner einen wichtigen Sieg, den 3. in 7 Partien. Allerdings stehen allein in der Euroleague 38 Spiele auf dem Programm, bevor es im April mit den Play-offs erst so richtig losgeht.
Die Halle war ausverkauft, auch weil angesichts der extrem vielen Heimspiele es auch Karten zum Sonderpreis von 20 Euro gab. Ein Einheizer machte Stimmung, in jeder Spielpause ohrenbetäubende Musik. Nicht wirklich mein Fall (um es sehr vorsichtig zu formulieren …), aber hinnehmbar. Stark verbessert waren die Mädchen aus einer Tanzgruppe (die hatten mich noch im vergangenen Jahr wenig beeindruckt.
Fazit (nach der Suppe zum Ausklang): Live-Basketball mit dem eher kleinen Spielfeld ist für mich und meine eher schlechten Augen ideal, da kann sogar ich die Spieler erkennen, groß genug sind sie ja ….
Ach ja: Ich persönlich ließ übrigens das Pausen-Essen aus, nicht so ein Großteil der VIPs, denn dieser Teil der Tribüne war zu Beginn des 3. Viertels praktisch völlig verwaist.
Lieber F. Vielen Dank für die Einladung. Gerne wieder und gerne auch wieder kurzfristig!
von Münchner Löwe | Okt. 29, 2025 | MLB
Blick über den Teich, World Series
Los Angeles Dodgers – Toronto Blue Jays 2:6 (2:2)
Nach dem sagenumwobenen, rekordträchtigen 18-Inning-Match vom Montag mussten die Dodgers und Blue Jays nicht einmal 18 Stunden schon wieder ran, der unerbittliche Zeitplan machts nötig, den ich hiermit ernsthaft hinterfrage als tumber Deutscher. Fast kein Wunder, dass ein ganz normales Baseball-Spiel herauskam ohne große Höhepunkte, was den Kanadiern allerdings völlig egal seindürfte; zumal sie dann doch einige Helden der Partie benennen durften. Wie Vlad Guerrero, der im 3.Inning die Führung der Dodgers mit einem wo-Run-Homer drehte. Oder Shane Bieber, der Pitcher: dieser ließ in seinen 5.1 Innings (länger als befürchtet) nur 4 Hits und einen Run zu.
Auf der anderen Seite schrumpfte sogar der als außerirdisches Einhorn bewunderte Shohei Ohtani auf Menschenmaß zurück. Als Pitcher für seine Verhältnisse unterdurchschnittlich (6, Innings, 4 Earned Runs). Vor allem aber kam er als Schlagmann auf keinen grünen Zweig. 3 At Bats, kein Hit und nur ein Walk, das ist fast unwürdig für den Japaner. Den ich hiermit zur Ketchupflasche ehrenhalber ernenne. Entweder er hat ein unfassbares und so nicht nie gesehenes Spiel oder es kommt eben (fast) gar nix aus der Tube.
Wie gesagt: große Spannung mochte nicht aufkommen, vielleicht waren doch alle Akteure etwas müde (auch die Fans, die tags zuvor sechseinhalb Stunden ausgeharrt hatten).
Im 7. Inning fiel dann die Entscheidung: Ohtani ließDaulton Varsho und Ernie Clement auf die Bases. Für ihn wurde dann Anthony Banda eingewechselt, doch dieser musste drei weitere Hits und 4 Runs hinnehmen. Dem hatten die Dodgers in 3 Innings nichts mehr entgegenzusetzen, auch wenn Tommy Edmond doch ein Ehren-RBI (den es im Baseball nicht gibt) gelang.
Ausblick
Die Serie ist also wieder völlig offen. Spekulationen, wer welches Momentum wann und wie vielleicht eher hat sind genauso wenig dienlich wie die Prognose, welcher der Starting Pitcher, die jetzt folgen, die Strapazen besser verkraftet hat
Nur eines steht fest. die World series 2025 werden auf jeden Fall noch einmal nach Toronto zurückkehren, wo dann der Champion in Spiel 6 oder 7 gekürt wird.
Ansetzungen
Do., 01:00: Dodgers – Blue Jays (2:2)
Für LA steht der manchmal brillante Blake Snell als Starting Pitcher auf dem Mound
für die Blue Jays der Rookie Trey Yesavage
Sa., 01:00: Blue Jays – Dodgers (Spiel 6)
So., 01:00: Blue Jays – Dodgers (Spiel 7, wenn nötig)
von Münchner Löwe | Okt. 28, 2025 | MLB
Blick über den Teich, World Series
Los Angeles Dodgers – Toronto Blue Jays 6:5/18 Inn. (2:1)
Freddy Freeman hatte dann endlich eine Einsehen, und jeder Baseball-Fann außerhalb Torontos, meinetwegen kandas, wird letztlich heilfroh gewesen sein, dass das offensive Eldend endlich ein Ende hatte. Im unteren 18. Inning trat er also an den Schlag und drosch den Ball von Brendon Little in die Zuschauerränge. Homerun! Walk-off-Homerun besser gesagt weil er das Spiel gegen die Blue Jays beendete. Nach 18 Innings, also genau das Doppelte eines normalen Baseballspiels. Mit 18 Innings wurde der bisherige Rekord eines WS-Spiels eingestellt, also 2018 ebenfalls die Los Angeles Dodgers ebenfalls in einem Spiel 3 gegen die Boston Red Sox gewannen und auf 1:2 verkürzten. Freddy Freeman ist ebenfalls ein World-Series-Serientäter. Im vergangenen Jahr drosch er gegen die Yankees einen Grand Slam über den Zaun.
„Es war eines der größten Spiele der World Series“, bekannte dave Roberts. Da erneut eine Unzahl an Geschichten und Geschichtchen innerhalb der Partie bereithielt.
Zahlereien
- 6 Stunden 39 Minuten dauerte die Partie. Unfassbar angesichts der Tatsache, dass das Spiel seit ein paar Jahren durch die Pitch Clock und andere Änderungen (weniger Pickups, der nicht mehr ausgeführte intentional Walk et all) wesentlich verkürzt wurde. Früher hätte so ein Spiel mindestens eine Stunde länger gebraucht.
- 19 Pitcher wurden von den beiden Mannschaten eingesetzt.
- Sie benötigten insgesamt 609 Würfe
Ohtani erneut historisch
Diesmal beschränkte sich der Japaner aufs Schlagen (solange Toronto ihn lie). In den ersten 4 At Bats lautete die Bilanz: Double, Homerun, Double, Homerun – eine hundertprozentige Trefferquote, schon die ist selten. Danach hatte Blue Jays Manager Schneider genug von dieser ungleichen Challenge und wies seine Pitcher im Folgenden an, Ohtani kampflos auf die erste Base zu lassen (ein sogenanter intentional Walk, damit Ohtani eben keine Homeruns mehr schlage). Gleich viermal in Folge befolgten die Pitcher diesen Befehl. Im 17. Inning wagte zwar nach offizieller Zählart Little den Kampf mit Ohtani, aber seine Würfe gingen viermal derart weit an der Strikezone vorbei, das auch dieser Walk eher ein freiwilliger war. Am Ende stand die in einem Baseball-Post-Season-Spiel einmalige Bilanz: 9-mal stand Ohtani auf der Platte, neunmal erreichte er mindestens die 1. Base. Der bisherige Rekord in Play-offs stand bei 6 von 6 … Zweimal überhaupt erst hat das ein Spieler in der MLB geschafft.
Auch die 4 Extra Base Hits hat es erst einmal gegeben in einer World Series. Der erste war ein gewisser Frank Isbell 1906, wer erinnert sich nicht?
Der Spielfilm
Auch ohne diese geschichtsträgtigen Extra-Innings wäre es eine memorable Partie gewesen. Die Dodgers gingen durch Teoscar Hernandez‘ Solo-Homerun in Führung, Ohtani erhöhte per Homer im 3. auf 2:0. Im 4. Inning drehte Alexjandro Kirk mit einem 3-Run-Homer die Partie, und nach Andres‘ Giménez‘ Sacrifice Fly stand es plötzlich 4:2 für die Kanadier.
Im unteren 5. Inning glichen die Dodgers aus, und die erneute Führung der Jays im 7. Abschnitt beantwortete Ohtani mit seinem 2. Homer zum 5:5. Schon da werden viele gedacht haben: warum zur Hölle lässt ihn Jays-Manager Schneider nicht freiweillig auf die 1. Base rücken?
Auffällig war das zum Teil brillante Fielding auf beiden Seiten. Mehrere Versuche der Läufer, eine Extra Base zu erhaschen, scheiterten an brillanten Würfen
Satte 9 Innings danach sollte beiden Teams nicht ein einziger Run gelingen. Chancen waren durchaus da, die größte tat sich den Blue Jays im 13. Inning auf: geladene Bases, Pichcount 3:2 und der äußerst wackelige Clayton Kershaw auf dem Mound. Doch der Veteran, einst einer de besten Pitcher der Liga, zog irgendwie alte Qualitäten aus em alten Ärmel, und er und die Dodgers überstanden auch diese heikle Situation.
Auffällig: Die vermeintlich so schwachen Auswechselpitcher der Dodgers verrichteten einen eszellenten Job (erwartungsgemäß auch die der Jays). Besonders hervorzuhebenist Will Klein: Er war der letzte im Dodgers-Bullpen und hielt satte 4 Innings (15 bis 18) durch, in denen er gerade 1 Hit und 2 Walks zuließ. Überhaupt war als Blue-Jays-Fan extrem traurig anzusehen, wie harmlos die Schlagmänner ab Inning 13 agierten (eben dieser eine Hit).
Ausblick
Dieser Sieg war zwar auf dem Papier nur einen Erfolg wert, aber vielleicht ist er der ausschalggebende. Schon heute Nacht geht es mit Spiel 4 weiter. Schon jetzt kann man angesichts der extrem beanspruchten Ersatzwerfer feststellen: Auf die Starting Pitcher wird es enorm ankommen. Noch mehr als sonst werden sie es darauf anlegen müssen, dass sie möglichst lange durchhalten.
Ansetzungen
Mi., 01:10: Dodgers – Blue Jays (2:1)
Do., 01:10: Dodgers – Blue Jays (Spiel 5)
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