Blick über den Teich, NBA

 

Endlich hat sie begonnen, die schönste Zeit des Basketball-Jahres. Play-off, Baby! Mit 3 Tagen Verspätung, geschuldet meinem Griechenland-Urlaub (wer plant eigentlich so etwas?), blicke ich auf die Serien, wage eine Vorschau, wer wie weit kommt. Natürlich lasse ich die bisherigen Spiele einfließen in meine Vorschau, versuche allerdings, mich davon nicht allzu sehr von meinen ursprünglichen Gedanken abbringen zu lassen (was im Fall der Orlando Magic schon mal gar nicht so einfach ist)

Allgemein wird die Western Conference für sehr viel stärker eingeschätzt als die Eastern Conference. Trotzdem wird natürlich der Modus nicht geändert. In den Fianls tirfft ein Wet-teams auf eines aus dem Osten. Es gibt mit Titelverteidiger Oklahoma City Thunder den einen ganz großen Meisterschafts-Favoriten, dahinter sind Vorhersagen schon sehr viel komplizierter und komplexer (Copyright: Fritze Merz).

Der Modus ist klar: Es gibt 4 Runden, drei innerhalb der jeweiligen Conference. Jede Serie geht über maximal 7 Spiele. Das bessere Team der Hauptrunde hätte in diesem 7. Spiel Heimvorteil und beginnt jede Serie mit zwei heimpartien.

 

EASTERN CONFERENCE

 

Die Abschlusstabelle ließ eine einseitige erste Runde erwarten, denn die ersten vier Teams hatten sich einen gewaltigen Vorsprung auf die Mannschaften 5 bis 8 erarbeitet. Doch erstens kommt es anders und zweitens kommt es vielleicht doch noch mal anders als anders.

 

(1) Detroit Pistons – Orlando Magic (8) (0:1)

 

Hier der Primus der Conference, dort das Team, das gleich zwei Play-In-Partien (Niederlage in Philadelphia, Sieg gegen Charlotte) brauchte, umd den Play-off-Platz zu sichern. Es ist an andrer Stelle verbürgt, dass ich den Magic Chancen gegen die Pistons eingeräumt habe (dort war das Gelächter recht groß …). Zumindest das erste Spiel hat gezeigt, wie die Orlando Magic den Pistons beikommen kann. Mit extrem aggressiver Deckung und guten Aktionen in der Offensive. Das führte zu einem 112:101 und dem Steal des ersten Heimspiels. Besagt allerdings auch nicht mehr als nur den ersten Sieg von vier notwendigen Erfolgen, aber eben auch nich weniger. Zumal die Leistung des Teams aus Florida auch nicht außerirdisch war, etwa mit der beklemmenden Dreierquote von nur 29,41 % (10/34). Das lernen sie wohl nie mehr.

 

Die Stars

 

Bei den Pistons ist das ohne Zweifel Cade Cunningham. Der Spielmacher ist mit
Abstand der Wichtigste im Team aus Motor City: punktet gut bis überragend, schnappt Rebounds gibt Assist und überhaupt den Takt vor. Von der Lungenverletzung, die ihn Wochen außer Gefecht setzte, ist nichts mehr zu sehen. Sehr gute Ergänzung durch Jalen Duren (das klappte allerdings in Spiel 1 überhaupt nicht).

Bei den Magic gibt es mehrere Schultern, auf denen die Veantwortung lastet. Paolo Banchero, Franz Wagner und Desmond Bane. Für mich Segen und Fluch zugleich. Segen deshalb, weil die Gegner nicht wissen, auf wen sie sich stürzen können. Fluch, wenn die verein-internen Regeln nicht funktionieren und deshalb kein Team-Basketball zustandekommt. Primus inter pares ist trotz allem Banchero, Nummer-1-Pick und Franchise Player in Disney Town. Er wartet noch auf den Durchbruch in die Liga der Top-top-Stars.

 

X-Faktoren

 

Die Pistons sind nicht als Scharfschützen bekannt (und als Team auch nicht darauf ausgelegt). Die große Ausnahme ist Duncan Robinson, noch immer einer der besten „Catch-and Shoot“-Spieler der Liga. Wenn er Feuer fängt und entsprechend eingesetzt wird.

Bei den Magic sehe ich vor allem Jalen Suggs und Wendell Carter jr. in größerer Verantwortung. Suggs mit zuverlässigem Ballvortrag, Carter als Größe unterm Korb (Faktoren wie Turnovers und Offensiv-Rebounds entscheiden knappe Serien).

 

🇩🇪 👓

Die Magic sind das „deutsche“ Team der Liga. Franz Wagner ist rechtzeitig von langen Veletzungsbescwerden wieder zurückgekommen und wird von Tag zu Tag sicher. Tristan da Silva zur sehr wichtigen Ergänzung geworden. Moe Wagner allerdings hat zuletzt kaum mehr Bedeutung, in der 1. Partie kam er überhaupt nicht zum Einsatz

 

🧠 Pistons
sie werden ihre Lehren ziehen und vor allem Duren besser ins Spiel integrieren können
❤️ Dem Franz würde ich es schon sehr gönnen.

 

(2) Boston Celtics – (7) Philadelphia 76ers (1:0)

 

Zwei Teams, die ich nicht besonders gut leiden kann mit besonders nervenden Hallen(sprechern). Irgendwoher muss ich meine Kriterien des Mögens/Nichtmögens ja herleiten … Die Celtics sind die Überraschung der gesamten Liga. Von wegen abgeschenkte Saison, die ihnen viele nach der schweren Veletzung von Jayson Tatum prognostizierten. Schon ohne Tatum mischten sie munter mit, mit ihm sind sie zum Top-Kandidaten zumindest im Osten avanciert.
Die Sixers ihrerseits sind schwer einzuschätzen. Ihr Verletzungspech ist legendär. Zurzeit mal wieder ohne Superstar Joel Embiid unterwegs, dann sind sie gleich eine Klasse schwächer als mit dem überragenden Center

 

Die Stars

 

Jalen Brown avancierte in Abwesenheit von Tatum zum überragenden Mann, hat sogar (kleine) Chancen auf den Titel des MvP (und sehr gute, dass er ins erste All-Star-Team gewählt wird). Die Kunst wird sein, Tatum zu integrieren, was Trainer Machulla offebar glänzend gelungen ist.

Überragender Mann bei den Sixers ist Tyrese Maxey, einer der smartesten Spieler der gesamten Liga. Unglaublich reif und abgeklärt trotz seiner erst 25 jahre.

 

X-Faktor(en)

 

Bostons Dreier: Pritchard, Hauser, White. Man gebe ihnen den Ball in die Hand, und sie drücken ab. Nicht immer erfolgreich (eh klar), aber sehr viel öfter als die Konkurrenz.
Phillies Edgecombe: Einer der tollen Rookies in dieser Saison. Da Joel Embiids Rückkehr emhr als fraglich ist, rücken er und Veteran Paul George in den Vordergrund. In Spiel 1 hat das allerdings überhaupt nicht funktioniert

🧠 Celtics
Ausgeglichen der Kader, Extreme Klasse in der Spitze mit Brown und auch Tatum
❤️ Pest oder Cholera (ja, ich übertreibe, aber diese Serie bringt mir nix). Sixers, weil die dan eher in der nächsten Runde rausfliegen …

 

(3) New York Knicks – (6) Atlanta Hawks (1:1)

 

Die Hawks waren von Anfang an mein Dark horse der Play-offs. Es kann sehr weit gehen, es kann natürlich auch schon in der 1. Runde zu Ende sein. Aber die Line Up liest sich sehr hübsch mit den jungen Wilden Jalen Johnson, Jonathan Kuminga und Onyeka Okungwu und den Erfahrenen CJ McCallum und Nickeil Alexander-Walker.
So hat mich der Sieg in Spiel 2 (nach der ersten schon recht knappen Partie) bei den Knicks nicht groß erstaunt. Die Knicks, ein ähnlich ausgeglichenes Ensemble mit dem außergewöhnlichen Jalen Brunson an der Spitze, der unter anderem mit Karl-Antony Towns und Mikal Bridges herausragende Helfer hat.

 

Die Stars

 

Jalen Brunson ist der wichtigste Spieler der Knicks. In entscheidenden Momenten kaum mehr nicht zu stoppen, obwol er „nur“ 1,93 Meter groß ist. Allein kann ers natürlich nicht richten, Karl-Anthony Towns ist dafür prädestiniert zu assistieren.
Jalen Johnson hat diese Saison seinen Durchbruch in die Elite. Sein  großer Vorteil jetzt: Es kommt nicht auf in alleine an. Vielmehr regiert bei den hawks die Kunst des Team-Basketballs. Und dann haben sie im Januar mit CJ McCullum einen echten Unterschiedsspieler dazubekommen. Allerdings wird er nicht immer 32 Punkte auflegen wie in Spiel 2.

 

X-Faktoren

Mitchell Robinson von den Knicks: Der personifizierte Offensiv-Rebound. Gerade gegen eher kleinen Hawks wird es darauf ankommen, wie viele zweite Angriffe er sichern kann.
Der fehlende Center bei den Hawks: Zumindest fehlt der ganz große Riese im Team. Bisher ist es ihnen gut gelungen, mit diesem Konzept durchzukommen, aber gegen einen Robinson kann sich das schon rächen.

 

🧠 Hawks
Für mich die wahrscheinlichste Überraschung in der 1. Runde.
❤️ Hawks
ich mag das Kombi-Spiel und vor allem mag ich Spieler wie McCullum und Johnson.

 

(4) Cleveland Cavaliers – (5) Toronto Raptors (2:0)

 

Die Cavs haben einiges gutzumachen nach der vergangenen Saison. Damals scheiterten sie als Conference-Bester schon in der 2. Play-off-runde. Damit ihnen das nicht wieder passiert, haben sie das Team verändert. Es ging Darius Garland, zwar hochbegabt, aber oft verletzt. Es kam James Harden mit riesiger Erfahrung und obendrauf auch der Deutsche Dennis Schröder sowie Keon Ellis von den Sacramento Kings (für beide ein Segen!). Ein Team ohne erkennbare Schwäche. Aber können sie auch Play-offs?
Alles scheint bereitet für einen tiefen Play-off-Lauf, der vielleicht erst im Conference-Finale (oder gar erst in den Finals?) enden kann.
Die Raptors sind sehr schwer einzuschätzen. Eingespielt in der Offensive, zupackend in der Defensive. Mir fehlt allerdings der Glaube, wie das gegen Cleveland funktionieren kann. Die bisherigen Partien waren wenig dienlich, diese Skepsis abzuschütteln …

 

Die Stars

 

Donovan Mitchell hat nioch die Wut im Bauch, gut abgehangen nach 2025, als er als Einziger der Stars noch voll bei Kräften war. Er ist der Kopf des Teams. Hinten räumt Evan Mobley zuverlässig auf, auch wenn er von der Superstärke der vergangenen Saison noch etwas entfernt ist.

Scottie Barnes ist der beste von vielen guten Spielern. Die nicht allzu bekannt sein mögen, aber einen mehr als ordentlichen Job verrichten.

 

X-Faktoren

 

James Harden: Kann sich der 35-Jährige auch in Play-offs zu außergewöhnlichen Leistungen aufschwingen. Wenn das gelingt, sehe ich für die Cavs wenige Grenzen und das Team mindestens im Conference Finale.
Torontos Ausgeglichenheit: Neben Barnes können sich auch RJ Barrett, Brandon Ingram und  Ja`kobe Walter zu großen Taten aufschwingen. Wenn dann noch Qickley zurückkommt …

 

🇩🇪🇦🇹👓

 

Dennis Schröder hat im Januar den Jackpot gezogen. Statt mit den Kings auf Verlierer-Jagd zu gehen (sooo großer Seufzer), kämpft er jetzt mit den Cavs zumindest um den Conference-Titel. Ein großer Faktor ist er in den bisherigen zwei Spielen der Serie allerdings nicht gewesen.
Jakob Poeltl schlägt sich diese Saison oft mit Verletzungen herum, und natürlich leiden die Leistungen darunter. Ein zuverlässiger Center, normalerweise für einige Offensiv-Rebounds und Blocks gut.

 

🧠 Cavs
In allen Belangen überlegen, und sie haben einen Donovan Mitchell in Top-Form.

❤️ Cavs
Ich hab mit ihnen letztes Jahr gelitten und wünsche Wiedergutmachung.

 

WESTERN CONFERENCE

 

(1) Oklahoma City Thunder – (8) Phoenix Suns

 

Der Titelverteidiger hat wieder alle Mann an Bord und auch die Form des Vorjahrestriumphes offenbar wiedergefunden. Sie müssen als klarer Favorit gelten, nicht nur für diese Serie
Ich sehe nicht, wie die Suns ihnen gefährlich werden können. Dass diese überhaupt die Play-offs erreicht haben, ist für ein Riesen-Erfolg.

 

Die Stars

 

Shai Gilgeous-Alexander. Schon letzte überragend, jetzt ist er ein Jahr reifer. Das gilt für das gesamte Team, in dem die meisten Spieler ihren Zenith noch gar nicht erreicht haben. In der Rolle des Co–Stars wechseln sich Jalen Williams und Chet Holmgren ab.

Devin Booker ist vom einstigen Star-Ensemble übriggeblieben und gefiel in der Rolle als Anführer.

 

X-Faktoren

 

Die Thunder-Abwehr um Alex Caruso. Macht es jedem Gegner extrem schwer und erlaubt nicht die geringste Atempause.
Suns-Schützen: Einige im Köcher wie Dillon Brooks und Jalen Green.

 

🇩🇪👓

 

Isiah Hartenstein: Wenn dann doch was durchkommt, gibt es noch den deutschen 2,15-Meter-Riesen als Rammbock. Vorne an vielen Angriffen beteiligt und mit einem guten Händchen ausgestattet
Abseits von der NBA: Es ist hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Hartenstein ins deutsche Nationalteam rückt. Offenbar schon diesen Sommer in der WM-Qualifikaiton.

 

🧠 Thunder
Vielleicht gelingt den Suns ein Ehrensieg zu Hause. Zu einem Weiterkommen des Teams aus Arizona fehlt mir jegliche Fantasie.

❤️ Suns
Seit Steve Nash habe ich Grundsympathie für die Suns. Und meine Neigung für Außenseiter. Aber ich bin Realist und kann überdies           auch mit den Thunder leben.

 

(2) San Antonio Spurs – (7) Portland TrailBlazers (1:0)

 

Überraschung, Überraschung! Die Spurs sind erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit wieder in den Play-offs, ebenso der Gegner aus Oregon. Beide Teams stehen erst am Anfang der Entwicklung, deren Ende noch längst nicht abgeschossen und abzusehen ist. Die Spurs sind in allem etwa 2 jahre weiter, und sie haben etwas (besser: jemanden), das die Blazers nie haben werden. Den unglaublichen Victor Wembanyama.
Der kommende Weltstar feierte  in der Nacht zu Montag sogar Post-Season-Premiere. Die Bilanz: mehr als beeindruckend mit 35 Punkten, davon 21 schon in der 1. Halbzeit. Nervosität war ihm und dem jungen Team nicht anzumerken, obwohl es vom jungen Portland-Team  gefordert wurde und die Partie  durchaus noch hätte kippen können. Zumindest theoretisch …

 

Die Stars

 

Victor Wembanyama: noch immer erst 21 Jahre alt, doch schon jetzt der Anker. In der Verteidigung gibt der 2,21-Meter-MRiese mit den Krakenarmen den Angreifern bis dato unbekannte Rätsel ohne Lösungsansatz. Vorne inspiriert er die Mitspieler als Anspielpnkt in ungeahnter Höhe. Dazu ein hübscher Distanzwurf. Das sieht schon im Fernsehen äußerst geschmeidig aus, live vor Ort wird man es kaum glauben, wie elegant sich dieser Riese bewegt. Auf meiner to-do-Liste, wenn der Irre aus dem Weißen Haus verschwunden ist und ich wieder in die USA kann …

Dan diese Superduper-Klasse kommt Dani Avdija zwar nicht ran, aber im hochbegabten Blazers-Team scheint er der begabteste zu sein. benfalls ein glänzendes Play-off-Debüt, nachdem er schon vergangene Woche maßgeblich am Play-In-Sieg über die Suns beteiligt war.

 

X-Faktoren

 

Falls dem jungen Spurs doch die Angst beschleicht: Sie haben Routiniers, die in die Bresche springen. Namentlich De’Aaron Fox sei hier genannt, vor gut einem Jahr von den Kings gewechselt, wo er zwei Jahre Play-off-Luft schnuppern durfte. Luke Kornet, der Backup von Wemby als Center, kann sogar einen Meisterschaftsring (mit den Celtics 2024) sein Eigen nennen.

 

🧠 Spurs
Überspitzt gesagt: Die Blazers sind das ideale Team zum Einspielen für die nächsten Runden. Talent ist im Übermaß vorhanden,

❤️ Spurs
Kaum zu glauben die Metamorphose, nachdem ich die Spurs unter Tim Duncan als Dirk-Widersacher nicht so leiden konnte.

 

(3) Denver Nuggets – (6) Minnesota Timberwolves (1:1)

 

Nominell der Top-Schlager der 1. Runde. 2 Teams, durchsetzt mit Top-Stars (Jokic und Murray gegen Edwards und Randle), beide mit tiefen Aufstellungen und hohen Ambitionen. Gerade das 2. Spiel heute Nacht übertraf schon die Erwartungen, und dass die Timberwolves auswärts das bessere Ende für sich hatten und den Heimvorteil „stahlen“, war meiner Laune nicht abträglich (siehe unten). Aber das ist natürlich noch längst nicht die Entscheidung. Mich würde es im Gegenteil nicht wundern, wenn diese Serie über 7 Spiele gehen würde

 

Die Stars

 

Nikola Jokic, soll ich wirklich noch was zu diesem Giganten sagen. In dieser Saison „gewann“ er die Wertung in Reobounds UND Assists, das hat es zuvor in der stärksten Liga der Welt noch nie gegeben. Punkte liefert der Serbe dann frei Haus …
Co-Star der Nuggets ist Jamal Murray. Endlich behindern den Kanadier keine Verletzungen.

Auch Anthony Edwards hat zumindest zurzeit keine körperlichen Beschwerden. Das ermuntert den Jungstar zu außerordentlichen Leistungen. Auch er hat mit Julian Randle einen vorzüglichen Side-Kick, der jederzeit bei Bedarf übernehmen kann.

 

x-Faktoren

Verteidigen gegen Jokic: Die T-Wolves versuchen es einerseits mit dem Riesen Rudy Gobert, allerdings etwas unbeweglich und auch schnell in Foul-Trouble. Der kleinere, aber kräftig-wendige Naz Reed ist eine denkbare Alternative. Letztlich gehts nur im Verbund.

Die Ergängzungsspieler: Christian Braun oder Tim Hardaway (beide Nuggets), Donte di Vincenzo oder Jalen McDavids. Die Stars hinter den Topstars haben ebenfalls klingende Namen. Sogar die dritte Garde (Gordon/Reed) könnte in extremis entscheidend eingreifen.

 

🧠 Nuggets
Neben Hawks vs Knicks für mich die engste Serie. Vielleicht entscheidet am Ende wie so oft ein absolutes Monsterspiel von Jokic mit           45+ Punkten oder so ähnlich. Ein bisschen Aberglaube ist bei diesem Tipp auch dabei, denn …

❤️ Timberwolves
ich mag sie seit ihren Anfängen zum Ende des Jahrhunderts. Seit Jahren in der erweiterten Spitze, doch nie reichte es zu mehr als für die Conference Finals. Ein geschmeidiger Edwards ist mir außerdem lieber als so ein Riesenmensch wie Jokic, bei aller Bewunderung.

 

(4) Los Angeles Lakers – (5) Houston Rockets (1:0)

 

Wenn die beiden Topstars dabei wären, wäre das eine Super-Serie. Doch in Spiel 1 fehlten sowohl Luka Doncic (Lakers) als auch Kevin Durant (Rockets), und es ist unsicher (Durant) bis unwahrscheinlich (Doncic) ob und wann sie zurückkommen. Die erste Partie war dementsprechend fehlerhaft, ja mau (einer musste halt gewinnen, es waren die Lakers …)

 

Die Stars

 

Besser: die in die Bresche springenden Spieler. Von denen LeBron James ja nicht den allerschlechtesten Namen hat. 41 Jahre ist er mittlerweile alt, doch ohne Doncic und den ebenfalls fehlenden Austin Reaves muss der ewige Rekordschütze bei den Lakers sehr viel mehr leisten als gedacht und vielleicht auch gewünscht. Er tat dies durchaus beeindruckend, legte 19 Punkte und 13 Assists auf.

Bei den Rockets gehört ohnehin einem Alperin Sengün die Zukunft. Noch kann er nicht Super-Leistungen wie im türkischen Nationalteam anknüpfen, aber er steigert sich kontinuierlich.

 

X-Faktoren

Rückkehr der Stars: Da sieht es bei den Rockets weit besser aus wie bei den Lakers, wo Doncic mindestens noch eine Woche braucht (vielleicht Spiel 6 oder 7?)
Offensiv-Rebounds: Die Riesenstärke der Rockets. 21:3 (!) entschieden sie diese Kategorie in Spiel 1 für sich. Abenteuerlich, dass sie trotzdem verloren haben. Bei einer Wurfquote von indiskutablen 40 Prozent bei den Zweiern (!) ist das dann nicht mehr so verwunderlich.

 

🧠 Lakers
Die Rockets sind meines Erachtens weit überschätzt (gerne dann auf Wiedervorlage, wenn sie in den Finals stehen …). Ein LeBron James wächst mit seinen Aufgaben, und wenn dann ein Luke Kennard (27 Punkte) oder DeAndre Ayton erneut in die Bresche springt, ist vieles möglich. Natürlich auch, dass Durant einen Jungbrunnen findet und die Lakers im Alleingang erledigt

❤️ Rockets
Nach meiner langjährigen Devise: All but Lakers. Traumatische Triumphe vor mehr als 20 Jahren haben Spuren hinterlassen