von Münchner Löwe | Feb. 6, 2026 | Winterspiele 2026
Alles Lindsey oder was? Nein, denn es wartet auch eine Mixed-Biathlon-Staffel und wahrscheinlich sogar deutsches Rodel-Gold. Zu sehen diesmal bei ZDF und Eurosport.
Pflichtprogramm
11:30: Abfahrt der Frauen
Sie hat es wirklich getan. Lindsey Vonn hat trotz des Kreuzbandrisses vor einer Woche tatsächlich zwei Trainingsläufe auf der Tofana in Angriff genommen und die Strecke ohne größere Probleme und sogar recht schnell gemeistert. Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht sagen (das tun andere in aller Ausführlichkeit), außer: Drama-Queen, aber voller Respekt.
Wie es dann tatsächlich um die Amerikanerin bestellt ist, bleibt abzuwarten. Eine große Gegenspielerin wird Sofia Goggia sein. Wenn die italienische Draufgängerin, die im Zweifel ebenfalls alles riskieren wird, ohne Zwischenfälle durchkommt, sehe ich sie ganz vorne. Egal ob Vonn oder Goggia, der alte Skirennspruch „Sieg oder Akkia“ liegt mir auf der Zunge.
Im Gegensatz zu den Männern sind auch zwei Deutschinnen mitten drin im Medaillenrennen. Hier die reine Speed-Spezialistin Kira Weidle-Winkelmann, die in diesem Winter wieder zu alter Form gefunden hat. Dort die Allrounderin Emma Aicher. die so ruhig, ja gelassen fährt (die Schwedin in ihr?), dass man ihr nie ansieht, wie schnell sie eigentlich unterwegs ist. Allerdings hatte sie im Training so ihre Schwierigkeiten mit der anspruchsvollen Tofana, traditionell eine der Strecken im Kalender, wo Erfahrung hilft. Zum einen weil der Tofana-Schuss echte Überwindung kostet, zum anderen weil diese lange Passagen mit den weiten schnellen Kurven fast einmalig sind im Rennkalender.
Eine andere US-Amerikanerin ist dagegen mehr als ein Gehemtipp: Breezy Johnson, ihres Zeichens Abfahrtsweltmeisterin und prädestiniert für Großereignisse. Es würde mich wirklich nicht wundern, wenn sie allen den Rang ablaufen würde. Ausnahmsweise dagegen habe ich weder eine Österreicherin noch eine Schweizerin auf dem Medaillen-Zettel, Marjorie Blanc vielleicht ausgenommen. Irre, das hier zuzugeben, aber vielleicht dankt man mir in Austria (doch Conni Hütter?) meine Unfähigkeit der Vorhersage.
14:05: Biathlon, Mixed-Staffel
Seit 2014 ist diese Disziplin olympisch. Je 2 Männer und 2 Frauen bilden ein Team, jeder Läufer absolviert 6 Kilometer und muss liegend und stehend je fünfmal schießen. Wie in den „normalen“ Staffeln gibt es 3 Nachlader pro Schießübung, wenn dann noch Scheiben stehen, gehts ab in die Strafrunde (und ein großer Seufzer durchs Antholzer Rund).
Die Idee des Verbandes: Auch kleinere Nationen sollen chancenreich an einer Staffel teilzunehmen. Die Realität sieht dann allerdings so aus, dass die erfolgreichen Biathlon-Nationen auch hier die Medaillen abräumen.
Die französische Staffel gilt als klarer Favorit, das größte Problem war, gerade bei den Frauen die richtige Auswahl zu treffen. Lou Jeanmonnot ist zwar unbestritten, aber dass sich die Trainer offenbar für Julia Simon entschieden und nicht für die in der Loipe so schnelle Justine Braisaz-Bouchet, mag überraschen
Härtester Konkurrent dürfte Norwegen sein, obwohl in dieser Saison die überragenden Boe-Brüder Tarjej und vor allem Johannes-tignes nicht mehr dabei sind. Doch das Reservoir scheint unendlich, und mit Schlussläuferin Maren Kirkeeide hat Norge einen echten Trumpf im Ärmel, wenn es am Ende eng werden sollte.
Und die Deutschen? Haben durchaus Medaillenchancen, vor allem neben Schweden und Gastgeber Italien. Weltcupsiegerin Franzi Preuß ist wie Philipp Nawrath gesetzt zu sein, ansonsten haben die Trainer die freie Auswahl zwischen guten, aber nicht überragenden Aktiven. Die Frage wird sein, ob sie eher auf verlässliche SchützInnen (Vanessa Voigt) oder starke LäuferInnen (Janina Hettich) setzen. Angesichts der eher kurzen Strecke scheinen die Schützen im Vorteil, siehe auch Frankreich und Simon.
Wird sicher spannend
09/13:30: Snowboard, Parallel-Riesenslalom, Frauen und Männer
Leicht wirds den lässigen Leuten auf den Boards nicht gemacht. Zunächst die Qualifikation, in der die Frauen und Männer einen Kurs auf Zeit fahren. Die jeweils 16 Besten qualifizieren sich fürs Achtelfinale, in dem es dann Frau vs Frau (Mann vs Mann) Runde für Runde bis ins Finale geht. Wenn ich es richtig sehe, gibt es in jeder Runde nur einen Lauf, der schnellere der Qualifikation darf dann wählen, ob es der rote oder der blaue Kurs ist (was meist schon die halbe Miete ist, denn 2 völlig gleich schnelle Parcours sind praktisch unmöglich zu setzen).
18:34! Rennrodeln, Einer, Männer
Italienische Pünktlichkeit. Ehre, wem Ehre gebührt: Felix Loch kann tatsächlich zum dritten Mal Einzel-Olympiasieger werden und würde mit der deutschen Rodel-Legende Georg Hackl gleichziehen. Ausgerechnet Hackl könnte diesem Erfolg einen Strich durch die Rechnung machen, denn die von ihm trainierten Österreicher um Lukas Müller gelten neben Lochs Landleuten (Max Langenhan) als größte (ich sag fast einzige) Goldfavoriten. Hundertstel, vielleicht gar tausendstel werden im Eiskanal von Cortina entscheiden. Wers mag …
19:30: Eiskunstlauf, Team:
Am Abend kommen dann die Fans des Eiskunstlaufs auf ihre Kosten – und dies tatsächlich in Mailand selbst. Team-Entscheidung bedeutet, dass die besten sechs Mannschaften mit einem Paar, einer Frau und einem Mann antreten (nicht gleichzeitig, versteht sich). Wenn ich das richtig sehe, wären das 18 Weltklasseküren. Und der Eistanz? Da wird die Kür schon tags zuvor geboten, offenbar das hässliche Entlein im glamurösen Eiskunstlauf.
Und sonst:
- Skiathlon der Männer (13:00): Die nehmen im Gegensatz zu den Frauen (siehe Samstag) sogar je 15 Kilometer klassisch und frei in Angriff. Alles andere als ein Sieg des Norwegers Johannes Klaebo wäre eine riesige Überraschung.
von Münchner Löwe | Jan. 18, 2026 | Tennis
Das erste Grand-Slam-Turnier ist eröffnet. Seit Sonntag laufen die Australian Open und meine hoffnungsvollen Gedanken zu Alexander Zverev, naja, sind nicht Makulatur. Der Hamburge hat das knifflige Auftaktlos gegen den aufschlagstarken Kanadier Gabriel Diallo nach verlorenem ersten Satz recht sicher in vier Durchgängen für sich entschieden.
Ob es sich für ihn allerdings mit dem erhofften ersten Major-Triumph ausgeht, ist nach Lage der Dinge doch eher zu bezweifeln. Maß aller Dinge sind die „Unbesiegbaren Zwei“, also Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. In den vergangenen 2 Jahren haben sie die Grand-Slam-Titel unter sich aufgeteilt, zuletzt standen sie sich in drei Finali gegenüber(Paris/Alcáraz, Wimbledon/Sinner und NewYork/Alcáraz.
Der Vorsprung zum Rest erscheint sehr groß, wobei ich zumindest hinter dem Spanier zumindest winzige Fragezeichen setze. Zum einen ist er in Melbourne nie so recht klargekommen, Viertelfinali waren das höchste der Gefühle wie 2025, als er an Novak Djokovic scheiterte. Zum anderen bleibt abzuwarten, wie er die von ihm focierte trennung zu seinem Trainer Juan Carlos Ferrero verkraftet, der ihn in den vergangenen sieben Jahren zu seiner aufsehenerregenden Karriere verhalf.
Sinner ist nicht nur für mich der mehr oder weniger klare Turnierfavorit. Zuletzt siegte er zweimal Down under, vor allem 2025 geradezu ungefährdet wie im einseitigen Finale gegen Zverev. Nichts deutet darauf hin, dass er seit seinem Masters-Triumph in Turin an Form verloren hätte.
Best of the rest
Als Erstes nenne ich Novak Djokovic. 38 Jahre zählt der Serbe mittlerweile und doch muss ihn jder bei jedem Grand Slam auf dem Zettel haben. 2025 erreichte er bei allen vier Turnieren das Halbfinale, scheiterte allerdings viermal. Mittleweile fokussiert er sich nahezu ausschließlich auf die Grand Slams, der 25. Triumph (und der alleinige Einzelrekord) ist noch ein Ziel des Unersättlichen. Doch ob sein Körper mitspielt und 7 Best-of-5-Matches verträgt. Zweifel seinen erlaubt.
Alexander Zverev, der Weltranglistendritte, wäre der natürliche Top-Herausforderer. Vergangenes Jahr kam er in Melbourne tatsächlich ins Finale, da Tunier legt ihm also. Doch das restliche Jahr verlief alles andere als oin seinem Sinn: nur ein Turniersieg (in München), viele unnötige Niederlagen wie das Erstrundenaus gegen Rinderknech in Wimbledon. Der erste Auftritt war jetzt wacklig, doch das muss nicht unbedingt etwas heißen.
Dran sind eigentlich die US-Amerikaner. Taylor Fritz etwa spielt beeindruckendes Tennis, aber zum ganz großen Wurf fehlt immer etwas (zumindest im Vergleich zu „Sincaraz“). Noch begabter erscheint mit Ben Shelton, aber der ist sehr unkonstant, trotz seines grandiosen Aufschlags.
Persönlich bin ich aufs Auftreten des Tennis-Genie Alexander Bublik sehr gespannt, der im vergangenen Jahr pltzlich die Ernsthaftigkeit seines Sportes erkannt hat und gleich 4 Turniere gewann. Lokalmatador ist Alex De Minaur, dem nimmemüden Australier fehlt allerdings ein echter Gewinnschlag, Laufstärke allein reicht dann halt doch nicht, oder?
Rührselig wird es bei den Auftritten von Stan Wawrinka. De Schweizer triumphierte 2014 in Melbourne, jetzt hat er sein letztes Jahr auf der Profitour angekündigt. Jede Partie von ihm dürfte ein Ereignis werden. Taschentücher bereithalten für den Mann mit der schönsten (einhändigen) Rückhand. Ähnliches gilt für Gael Monfils.
Ich tippte Gauff
Leichtsinnig Dämlich wie ich bin, habe ich mich an einem Wettspiel für die AO beteiligt und schon das ganze Turnier durchgetippt. So leicht es mir fiel bei den Männern Sinner (als Alternative Alcáraz), so schwer war bei den Frauen. Am Ende stand zu meinem eigenem Erstaunen Coco Gauff auf dem Siegerzettel, doch bei näherem Nachdenken könnten dort auch ein halbes Dutzend anderer Frauen augetaucht sein. Für Gauff spricht, dass sie Grand-Slam-Turniere „kann“, bisher 2 Siege, zuletzt 2025 in Paris. Die Amerikanerin hat ein aggessives Spiel und keine echte Schwäche (wenn sie ihren Aufschlag im Griff hat).
Die Konkurrenz ist riesig, beginnt natürlich bei der Weltranglistenersten Aryna Sabaenka (US Open 2025), geht über Iga Swiatek (Wimbledon 2025) zu Amanda Anisimova (jeweils die Finalistin). Oder wiederholt gar Titelverteidigerin Madison Keys ihr Husarenstück (da allerdings habe ich ernsthafte Zweifel)? Sehr stark schätze ich Lena Rybakina ein. Die Schweizerin Belinda Bencic hat gerade bei der Mixed-WM einen derart vorzüglichen Eindruck hinterlassen, dass sie mehr als eine Geheimfavoritin ist.
Die Frauen-Konkurrenz ist auch deshalb tricky, weil es wie bei ganz normalen Turnieren über 2 Gewinnsätze geht. Ein schlechter Tag kann also schlechter kaschiert und ausgebügelt werden. Gefährliche Außenseiterinnen wie Karolina Muchova, Jessica Pegula und Mirra Andreewa warten nur auf ihre Chance.
Deutsche hoffen von Runde zu Runde
Im vergangenen Jahr wurde Lucky Lys geboren, natürlich nur im übertragenem Sinn. In der Qualifikationeigentlich gescheitert, rückte sie als sog. Lucky Loser ins Hauptfeld nach, gewann auch dank glücklicher Auslosung 3 Runden und scheiterte dann chancenlos an Iga Swiatek. Viele Weltranglisten, die es jetzt zu verteidigen gilt, aber die Auslosung meint es erneut nicht schlecht mit ihr mit dem Auftakt Sorana Cirstea und danach der zurzeit recht erratischen Naomi Osaka (wenn die japanerin allerdings den Ball trifft, dprfte es aussichtslos werden).
Auch bei Laura Siegemund und der nimmermüden Mama Tatjana Maria (sie kanns wahrscheinlich selbst nicht mehr hören) wäre jeder Rundengewinn ein Erfolg, mehr als das Achtelfinale erscheint allerdings utopisch.
Dsa gilt auch für die beiden Männer neben Zverev, Jan-Lennard Struff und Yannik Hanfmann. Letzterer gewann in der 1. Runde gegen Svajda, jetzt bekommt er es allerdings mit Alcáraz zu tun. Struff trifft zunächst auf Kopriva, danach wäre Taylor Fritz eine wohl unüberwindliche Hürde.
Wenn ich mir allerdings meine Tipps so anschaue: Es kommt sowieso anders, als ich denke. Vergnüglich wirds allemal!
von Münchner Löwe | Dez. 25, 2025 | NFL
Blick über den Teich
Für alle, die nach dem hoffentlich schön verbrachten Heiligen Abend schon genug vom Feiern haben, bringt der Blick über en Teich Verheißungsvolles: ein pickepackevolles NBA- und NFL-Programm über die echten Feiertage.
Und so sehr ich mich auch auf die Relive-Spiele nach einem hoffentlich schönen Maultaschenessen mit der Schwester und Freunden freue, wirklich relevant sind die 5 „Christmas Games“ heute ab 18 Uhr nicht. Klar, es wird ein Stelldichein toller Spieler und toller Teams (die Superstars wie Jokic und Shai und Brunson) und solche, die noch ganz am Anfang ihrer verheißungsvollen Karriere stehen (Wembanyama und Flagg fallen mir als Erste ein). Doch für kein Team wäre eine Niederlage en Desaster, so ärgerlich sie auch sein mag vor der landesweiten Öffentlichkeit.
NFL
Ganz im Gegensatz zum Football. Hier steht ab Donnerstag bis Dienstagmorgen der vorletzte Spieltag der regulären Saison an. Einige Teams sind sicher in den Play-offs, manche stehen unmittelbar davor und brauchen nur noch einen Sieg, und manche kämpfen um die letzte Chance und benötigen 2 Siege (und ggf. dazu noch Hilfe). Die meisten Teams, so ehrlich muss ich dann auch sein, haben sich schon aus dem Play-off-Rennen auch rechnerisch verabschiedet.
AFC
Soviel vorweg. In keiner der 4 Divsionen steht der Divisionssieger fest. Ausgerechnet die Pittsburgh Steelers sind das einzige Team, das auf den Zweiten schon 2 Siege Vorsprung hat, dem in 2 Partien ein Sieg (und sogar ein eher theoretisches Remis) reicht
Eastern Division
Nachdem die New England Patriots eher wundersam auch die Hürde bei den Detroit Lions genommen haben, gehen sie mit einem Erfolg Vorsprung auf die Buffalo Bills in die letzten beiden Partien. Beide Teams müssen noch bei den New York Jets antreten (die Pats diese Woche, die Bills in der nächsten). Außerdem empfanen die Pats diese Woche die Philadelphia Eagles (das klingt zwar schwser, aber diese stehen schon als NFC-East-Sieger fest und können es ruhig angehen). Alles sprich also für die Patriots, die wie die Bills auf jeden Fall das Play-off-Ticket sicher haben (siehe Wild Card). Dolphins und Jets sind raus.
🧠 Patriots
North
Wie gesagt: Die Steelers haben 2 Siege Vorsprung auf die Baltimore Ravens, am letzten Spieltag kommt es in Pittsburgh noch zum direkten Duell. Um es darauf nicht ankommen zu lassen, müssen die Steelers deshalb unbedingt bei den Cleveland Browns punkten, was angesichts der Schwäche des Kontrahenten eine Pflichtübung sein müsste, ja wenn es nicht die besondere Rivalität gäbe. Die Ravens ihrerseits müssen auf jeden Fall ihre restlichen beiden Spiele gewinnen (am Sonntag bei den Green Bay Packers, viels Spaß dabei), um ihre theoretischen Chancen auf den Divsionssieg zu wahren. Der Wildcard-Platz ist schon perdu. Ganz raus sind die Bengals und Browns.
🧠 Steelers
South
Die Jacksonville Jaguars führen mit einem Spiel (11:4) vor den Houston Texans (10:5). Höchstens Chancen auf die Wild Cards haben die so gut gestarteten Indianapolis Colts (8:7). Es gibt kein direktes Duell mehr, je eines haben Jaguars und Texans für sich entschieden.
Um den Divisionssieg zu sichern, müssen die Jaguars ihre beiden Spiele bei den Colts und gegen die Titans gewinnen. Velieren sie nur eine Partie, würden sie die Texans mit 2 Siegen bei den Los Angeles Chargers (Sa., 22:30) und gegen die Colts überflügeln, aber auch nur dann.
🧠 Jaguars
West
Die Denver Broncos liegen ein Spiel vor den LA Chargers. Am letzten Spieltag kommt es in Denver noch zum diekten Duell (das erste in LA haben die Chargers gewonnen, fürhen also zurzeit im direkten Duell). Zuvor stehen diese Woche noch die Partien Broncos bei den Kansas City Chiefs (ohne Patrick Mahomes kaum wettbewerbsfähig/Fr., 02:15) und Chargers vs Texans (Sa., 22:30) an.
Beide Teams sind sicher in den Play-offs, sicher raus sind Chiefs und Las Vegas Raiders.
🧠 Broncos
Wild Card
2 der 3 Wildcard-Plätze sind vergeben, jeweils an den Zweiten der Divisionen East (Bills/Patriots) und West (Cargers/Broncos). Die klar besten Karten um den letzten Spot haben die Texans: 2 Siege Vorsprung auf die Colts, das muss sich ausgehen.
NFC
East
Die Eagles stehen als Divisionssieger fest, Cowboys, Comanders und Giants ohne Chance auf einen Wildcard-Platz
North
Die Chicago Bears führen mit 1,5 Siegen Vorsprung auf die Green Bay Packers, die ihr Remis in Dallas bei den Cowboys noch bereuen könnten. Ein Sieg bei den San Francisco 49ers, und der nie erwartete Divisionssieg wäre erreicht. Ist angesichts der Gegner allerdings keine Selbstverständlichkeit. Die Packers ihrerseits müssen beide Partien gegen die Baltimore Ravens (So., 02:00) und bei den Minnesota Vikings gewinnen. Sollte das gelingen, hätten sie unabhängig vom Divisionssieg einen Wildcard-Spot sicher.
Die Detroit Lions haben nach ihren Niederlagen zuletzt bestenfalls noch theoretische Chancen auf eine Wild Card, die Vikings noch nicht einmal diese.
🧠 Bears
South
Unfassbar, aber die Carolina Panthers führen die Division weiter an mit einem vor auf die Tampa Bay Buccaneers. Das Restprogramm ist allerdings happig: Gegen die Seattle Seahawks, das zurzeit beste Team der gesamten Liga (So., 19:00) und dann nächste Woche zum möglichen Showdown in Jacksonville. Die wiederum sollten am Sonntag (19:00) bei den Colts mit deren Veteranen-Quarterback Philip Rivers (45) ihrer Favoritenstellung gerecht werden.
Eines ist jetzt schon klar: De Zweite dieser Division wird auf keinen fall einen Wildcard-Platz erringen.
🧠 Buccaneers
West
Was für eine Division! Die drei Teams Seattle Seahawks (12:3), San Francisco 49ers und LA Rams (je 11:4) havben das Play-off-Ticket mindestens über die Wild Card sicher. Das Fiese ist der irre Un terschied zwischen Diviskionssieg und den Plätzen 2 und 3. Wer Rang 1 schafft, dürfte alle Wahrscheinlichkeit nach auf den ersten Platz in der gesamten Conference inne haben mit Freilos in der 1. Runde und Heimrecht bis inklusive Conference Final. Die anderen beiden müssen dagegen im Wildcard-Spiel auswärts bei einem der anderen Divisionssieger antreten (gnädigerweise den beiden schlechtesten).
Gewinnen die Seahawks beide Spiele bei den Panthers (So., 19:00) und eine Woche danach bei den 49ers, ist die Sache mit dem Divisonssieg geritzt. Aber auch die 49ers haben den Divisionssieg in der eigenen Hand. Wenn sie nämlich nicht nur die Seahawks nächsten Sonntag im eigenen Stadion schlagen (dort wird übrigens auch der Super Bowl diese Saison ausgetragen), sondern auch diese Woche (Mo., 02:20) gegen die Chicago Bears.
Die Rams müssen also auf mehrere Ausrutscher hoffen, damit das mit den Divisionssieg noch klappt. Voraussetzung ist ohnehin, dass sie ihrerseits ihre Spiele bei den Atlanta Falcons (Di., 02:20) und gegen die Arizona Cardinals gewinnen, was wiederum zu erwarten ist.
🧠 San Francisco 49ers
Wild Card
Zwei Spots der 2 West-Verlierer im Triell 49ers, Seahawks und Rams sind vergeben. Bleibt das nord-interne Duell zwischen Packers und Lions, in dem die Packers besagte 1,5 Siege Vorsprung haben. Ein Sieg der Packers gegen Ravens oder bei den Vikings würde reichen, dann würden auch 2 Erfolge der Lions ebenfalls bei den Vikings und bei den Bears nichst mehr nutzen.
🧠 Packers
Nach diesem Spieltag werden wir erheblich schlauer sein …
von Münchner Löwe | Dez. 13, 2025 | NFL
Blick über den Teich, NFL
AFC
Wirklich von Stuhl haut mich kein Team. Egal wer letztlich in den Super Bowl kommt: Dort würde ich das NFC-Team auf jeden Fall favorisieren. Aber einer muss ja …
East
Für mich sind die New England Patriots klar die größte positive Überraschung der gesamten Liga. Eigentlich wähnten alle das Team aus Boston noch in der Aufbauphase nach den glorreichen jahren um Tom Brady. Doch der junge Quarterback Drake Maye legt nach mediokren 1:2-Start mittlerweile unglaubliche Zahlen auf. 10 Siege in Folge sind dann absolut kein Zufall mehr, auch wenn der Spielplan recht gnädig war, aber es steht eben auch der wahrscheinlich divisions-entscheidende Auswärtssieg bei den Buffalo Bill zu Buche
Ob es zum Divisionssieg reicht? Wenn das Heimspiel am Sonntag gegen die Bills gewonnen wird, ist dieser schon fix. Doch sogar bei einer Niederlage stehen die Chancen nicht schlecht.
Die Bills selbst galten (und gelten immer noch) für viele sogar als Favorit für den Super Bowl. Doch die Leistungen entsprachen nicht immer jeden Erwartungen. Zuletzt gegen die Dincinnati Bengals benötigten sie am Ende die gütige Mithilfe von Bengals-Quarterback Joe Burrow, der in der Schlussphase nach zuvor starker Leistung zwei abstruse Bälle in die Hände de Bills-Verteidiger löffelte. Andererseits kann die Offense um Josh Allen jeden Gegner aus den Schuhen spielen.
🧠 Patriots
North
Unfassbar: Die Pittsburgh Steelers sind drauf und dran erneut in die Play-offs einzuziehen, nämlich als Divisionssieger Nord. Das ist (neben der schauderhaft schwachen Division) vor allem Verdienst der knallharten Verteidigung, weniger des Alt-Quarterbacks Aaron Rodgers, der zwar einige sehr hübschen Pässe an den Mann bringt, andererseits mit seinen 41 jahren in etwa so beweglich ist wie eine schlecht geölte Bahnschranke. Macht offenbar nichts, auch weil die Nord-Konkurrenz aus Baltimore (Lamar Jackson) und Cincinnati (Joe Burrow) lange auf ihre Top-Quarterbacks verzichten musste.
Noch sind die Ravens in Schlagdistanz, wenn das so bleibt, würde das direkte Duell am letzten Spieltag zu Hause gegen Baltimore entscheiden. Dass der Zweite über die Wild Cards weiterkommt, ist eher unwahrscheinlich.
🧠 Steelers
South
Lange schienen die Indianapolis Colts unaufhaltsam, doch zuletzt 3 Niederlagen in Folge haben die Stimmung arg gedämpft. Noch mehr allerdings die schwere Verletzung des vor allem zu Saisonbeginn so starken Quarterbacks Daniel Jones. Da auch der Ersatz und der Ersatz des Ersatzes malade ist, haben die Colts in ihrer Verzweiflung gar beim 44-Jährigen (!) Philip Rivers nachgefragt. Und ja, er will (und wird tatsächlich am Sonntag gegen die Seattle Seahawks als Stgarting Quarterback auflaufen, wie das Team gerade bestätigte.
Plötzlich in der Vorderhand sind die Jacksonville Jaguars mit ihrem außergewöhnlichen Spielmacher Trevor Lawrence (wenn er es nicht übertreibt, wie so gerne). Und auch die Houston Texans mit CJ Strout sind weiter in der Verlosung.
🧠 Jaguars
West
Zumindest eines steht rechnerisch fest: Die Kansas City Chiefs werden diese Saison ihre Division nicht gewinnen. 5 Siege Rückstand bei noch 4 Spielen, das kann nicht einmal Houdini-Quarterback Patrick Mahomes aufholen, der ansonsten so viele Unmöglichkeiten schafft.
Vielmehr dürften am Ende die Denver Broncos die Nase vorn haben, die erst 2 ihrer 13 Partien verloren haben (ernsthaft!?). Nicht mit Champagner-Football (falls es so etwas gibt), sondern mit einer allenfalls soliden Offensive, dafür einer umso zupackenderen Defensive.
Rechnerisch abgefangen können sie noch von den Los Angeles Chargers, die mit Justin Herbert einen der aufregenderen und wurfstärksten Quarterbacks der Liga haben (zurzeit etwas angeschlagen). Allerdings haben sie ein ziemlich heftiges Restprogramm mit 3 Auswärtsspielen, darunter in Denver und Kansas City
🧠 Broncos
Wild Card
Schaue ich gerade auf die Tabelle der AFC, sind es hinter den 4 Divisionssiegern 4 weitere Teams, die sich um 3 freie Plätze sammeln. Mit 9:4 Siegen jeweils die Bills und Chargers, ein Sieg dahinter die Texans und Colts. Die mit Abstand schlechtesten Karten haben die Colts: wegen des Negativ-Trends und der nicht zufriedenstellend geklärten Quarterback-Situation (ein 44-Jähriger? Seriously??).
Und die Chiefs? Die ewigen Play-off-Kandidaten seit einem Jahrzehnt? Die Chancen sind minimal, aber in der Theorie noch vorhanden. Mindest-Voraussetzung: Sie gewinnen ALLE 4 ausstehenden Spiele, als da sind:
Chargers (H), Titans (A), Broncos (H), Raiders (A). Wie gesagt: Es ist Houdini Mahomes, von dem wir hier reden …
Dennoch 🧠: Bills, Chargers, Texans
von Münchner Löwe | Okt. 19, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Kinder, wie schnell die Zeit vergeht. In diesem Fall die 4 Monate ohne NBA-Basketball, denn schon in der Nacht zu Mittwoch öffnet die beste Liga der Welt wieder ihre Pforten zur neuen Saison.Im Visier sind natürlich die Titelverteidiger der Oklahoma City Thunder um MvP Shai Gilgeous-Alexander.
3 Vorschauteile schweben mir vor. Allgemeines, Vorschau der West-Teams, Vorschau der Ost-Teams, und am Ende versuche ich mich an der Raterei einer Abschlusstabelle in Ost und West. Mit jeglichem Gewehr für Eure Tipps, versteht sich …
Allgemeines
Die nackten Fakten: Wieder sind 30 Teams dabei, aufgeteilt in je 15 in der Western und Eastern Conference. Alle haben bis Mitte April 82 Partien zu bestreiten. Die jeweils besten 6 Teams sind sicher in den Play-offs, die Ränge 7 bis 10 spielen in sogenannten Play-Ins zwei weitere Vertreter für die K.o.Runde aus. Jede K.o.Runde wird im Modus Best of 7 gespielt, es braucht also 4 Siege, um weiterzukommen.
Zudem steht die 3. Auflage des In-Season-Tournament an, das den teils etwas müden Liga-Auftakt aufpeppen soll (und tatsächlich auch aufgepeppt hat). Eine Art Cup-Wettbewerb eingebettet in der Liga-Spiele, und Mite Dezembe gibts dann schon einen Pokal
Wie immer werden sich manche Teams von vornherein gar nicht erst versuchen, dass sie sich an der Titeljagd (oder auch nur am Kampf um Play-off-Plätze) beteiligen. Das böse Wort vom Tanking (absichtliches Verlieren) macht schon allzuoft die Runde. Für mich ein fatales Zeichen, wenn schon vor der Saison den Fans einer Franchise mehr oder weniger unverblümt gesagt wird, dass es umso besser ist, je öfter die eigene Mannschaft verliert. Und dass sog. Experten auch hierzulande ins gleiche Horn stoßen und das bei manchen Teams gar noch befeuern, finde ich beschämend.
Der Unterschied zwischen Western und Eastern Conference ist noch größer geworden. Die Star-Waage neigt sich eh schon enorm gen Westen. Jetzt fallen noch ganz wichtige Spieler von Ostteams aus wie Jayon Tatum (Boston Celtics) und Tyrese Haliburton (Indiana Pacers). Als machte sich der Zufall einen teuflischen Spaß, gewährte er bei der Draft-Lotterie auch noch zwei ambitionierten Westteams die ersten beiden Picks (Dallas Mavericks, San Antonio Spurs). So dass die 2 am meisten gehypten Supertalente Cooper Flagg und Dylan Harper in Texas und nicht, sagen wir, in Charlotte oder New Jersey landeten, wo das Elend besonders groß ist.
Das hat zur Folge, dass der Kampf um die ersten 6 Plätze (Play-offs) respektive 10 (Play-Ins) im Westen von Beginn an extrem dramatisch und spannend mit je nach Lesaet bis zu 13 seriösen Anwärtern werden dürfte, im Osten eher ein notdürftig kaschiertes Schneckenrennen. Unverändert bleibt es allerdings dabei: Im NBA Finale trifft ein West-Vertreter auf einen aus dem Osten; und der dürfte dann auch für einen spannenden Titelkampf bereit sein, um schon mal per Fernglas in Richtung Juni 2026 zu schauen.
🇩🇪 🇦🇹 🇨🇭 👓
Wenn ich die Kader richtig lese, sind in den Kadern 7 Deutsche sowie je ein Österreicher und Schweizer dabei.
Das „deutsche“ Team sind dabei die Orlando Magic mit Franz Wagner, Tristan da Silva und dem älteren Wagner-Bruder Moritz, der derzeit allerdings noch nicht hundertprozentig fit ist nach seinem Kreuzbandriss vom Dezember 2024.
Franz Wagner ist dabei auf dem besten Weg zu einem absoluten Führungsspieler mit All-Star-Qualitäten. Tristan da Silva steht vorm wichtigen 2. Jahr, in dem er sich konsolidieren muss. Moritz Wagner wiederum will auf sich aufmerksam machen. In der vergangenen Saison warf ihn der Kreuzbandriss aus der besten Zeit seiner Karriere.
Apropos „deutsches Team“: Orlando Magic wird am 15. Januar in Berlin ein reguläres NBA-Spiel gegen die Memphis Grizzlies bestreiten. Karten für die Partie in der Arena am Ostbahnhof gibt es noch von 312 bis 1292 Euronen. Und da sage noch einer wie ich, Igor-Levit-Konzerte für 200 Dollares seien aber arg teuer geworden …
Isiah Hartenstein ist weiter Stamm-Center von Titelverteidiger OKC. Ein Fels in der Brandung, der sich geschickt auch in die Angriffe einschaltet. Mal sehen, ob wir nächste Saison auch einen Dreier von ihm sehen werden …
Ich persönlich bin sehr gespannt, ob Ariel Hukporti bei den New York Knicks den Durchbruch schafft. Der vielseitige Center hat alle Anlagendazu, Voraussetzung wäre allerdings, dass er endlich mal gesund bleibt.
Nationalmannschafts-Kapitän Dennis Schröder schlägt bei „meinen“ Sacramento Kings das bereits 10. Kapitel seiner NBA-Historie auf.
Inwieweit Maxi Kleber be den Los Angeles Lakers noch eine Rolle spielt, bleibt abzuwarten.
Für mich etwas erstaunlich hat kein NBA-Club auf die zum Teil fantastischen Leistungen der deutschen Europameister reagiert und sich etwa um einen Oscar da Silva und (den schon NBA-erfahrenen) Daniel Theis bemüht. Oder gar Scharfschütze Andi Obst? Vielleicht wollten diese Spieler auch gar nicht, weil ihnen das Heuern und Feuern in der NBA nicht geheuer ist.
Der österreichische Center Jakob Poeltl verlängerte bei den Toronto Raptors für 4 weitere Jahre und wird 25 Millionen Dollar/anno verdienen. Ein guter Verteidiger (vor allem auch Schuss-Blocker) und hervorragender Rebounder (offensiv und defensiv) allerdings ohne jeden Distanzwurf ausgestattet.
Den Schweizer Clint Capella (31) verschlug es von den Atlanta Hawks zu den Houston Rockets, wo er eine wichtige Backup-Rolle als Center einnehmen soll.
NBA im deutschen Fernsehen (Stream)
Wer alle Partien sehen will (live oder relive oder längeren/nicht so langen Ausschnitten), kommt um den NBA-League-Pass nicht herum. Allerdings nur mit US-Kommentar, manchmal allerdings auch wahlweise spanisch und koreanisch. Gute Nachricht für alle Pass-Inhaber: Die Gefahr eines sog. Blackouts bestimmter Partien (die in Deutschland anderswo zu sehen sind) scheint gebannt.
Wers Deutsch mag, muss sich umstellen. Bezahlstream DAZN ist aus dem Rennen (und damit leider auch Dre Voigt), dafür übernehmen Sky und Amazon, die jede Woche mehrere Partien zeigen. Amazon konzentriert sich dabei auf jene Spiele, die in Europa zu humanen Zeiten stattfinden, also gerade diejenigen am Sonntagabend ME(S)Z.
Wie sie dann genau so eine Partie präsentieren, bleibt abzuwarten. Ich hoffe, es wird mehr sein als eine bloße Abspielstation (wie es leider bei DAZN der Fall war, ein echtes Ärgernis).
Sky zeigt offenbar auch Partien mitten in der Nacht (wie schon vor einigen Jahren). Das Problem: Relive und Sky, das ist und bleibt eine absolute Katastrophe. Die sich höchstens beheben lässt, wer die Partien mit eine Sky-Q-Rekorder händisch aufnimmt (man muss halt dran denken, Mr. Löwe). Als Reporter ist unter anderem die lebende Legende Frank Buschi Buschmann angekündigt. Vom Basketball versteht der ehemalige Zweitliga-Spieler (Hagen) ja nun wirklich sehr viel und nervt deshalb nicht halb so sehr wie im Fußball …
Und dann ist da noch Pro7Maxx (respektive die Sat.1-Familie), das pro Woche ein bis 2 Partien im sogenannten Free TV zeigt, meist auch diejenigen am (späten) Samstagabend und Sonntagabend.
Wie sich das alles einspielt, bleibt abzuwarten. Ich werde darüber berichten.
Fortsetzung mit den Team-Vorstellungen (dopplelten Wortsinn bitte beachten) folgt …
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