Sinner, Alcáraz und ein völlig offenes Frauenfeld

Das erste Grand-Slam-Turnier ist eröffnet. Seit Sonntag laufen die Australian Open und meine hoffnungsvollen Gedanken zu Alexander Zverev, naja, sind nicht Makulatur. Der Hamburge hat das knifflige Auftaktlos gegen den aufschlagstarken Kanadier Gabriel Diallo nach verlorenem ersten Satz recht sicher in vier Durchgängen für sich entschieden.

Ob es sich für ihn allerdings mit dem erhofften ersten Major-Triumph ausgeht, ist nach Lage der Dinge doch eher zu bezweifeln. Maß aller Dinge sind die „Unbesiegbaren Zwei“, also Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. In den vergangenen 2 Jahren haben sie die Grand-Slam-Titel unter sich aufgeteilt, zuletzt standen sie sich in drei Finali gegenüber(Paris/Alcáraz, Wimbledon/Sinner und NewYork/Alcáraz.

Der Vorsprung zum Rest erscheint sehr groß, wobei ich zumindest hinter dem Spanier zumindest winzige Fragezeichen setze. Zum einen ist er in Melbourne nie so recht klargekommen, Viertelfinali waren das höchste der Gefühle wie 2025, als er an Novak Djokovic scheiterte. Zum anderen bleibt abzuwarten, wie er die von ihm focierte trennung zu seinem Trainer Juan Carlos Ferrero verkraftet, der ihn in den vergangenen sieben Jahren zu seiner aufsehenerregenden Karriere verhalf.

Sinner ist nicht nur für mich der mehr oder weniger klare Turnierfavorit. Zuletzt siegte er zweimal Down under, vor allem 2025 geradezu ungefährdet wie im einseitigen Finale gegen Zverev. Nichts deutet darauf hin, dass er seit seinem Masters-Triumph in Turin an Form verloren hätte.

 

Best of the rest

 

Als Erstes nenne ich Novak Djokovic. 38 Jahre zählt der Serbe mittlerweile und doch muss ihn jder bei jedem Grand Slam auf dem Zettel haben. 2025 erreichte er bei allen vier Turnieren das Halbfinale, scheiterte allerdings viermal. Mittleweile fokussiert er sich nahezu ausschließlich auf die Grand Slams, der 25. Triumph (und der alleinige Einzelrekord) ist noch ein Ziel des Unersättlichen. Doch ob sein Körper mitspielt und 7 Best-of-5-Matches verträgt. Zweifel seinen erlaubt.

Alexander Zverev, der Weltranglistendritte, wäre der natürliche Top-Herausforderer. Vergangenes Jahr kam er in Melbourne tatsächlich ins Finale, da Tunier legt ihm also. Doch das restliche Jahr verlief alles andere als oin seinem Sinn: nur ein Turniersieg (in München), viele unnötige Niederlagen wie das Erstrundenaus gegen Rinderknech in Wimbledon. Der erste Auftritt war jetzt wacklig, doch das muss nicht unbedingt etwas heißen.

Dran sind eigentlich die US-Amerikaner. Taylor Fritz etwa spielt beeindruckendes Tennis, aber zum ganz großen Wurf fehlt immer etwas (zumindest im Vergleich zu „Sincaraz“). Noch begabter erscheint mit Ben Shelton, aber der ist sehr unkonstant, trotz seines grandiosen Aufschlags.

Persönlich bin ich aufs Auftreten des Tennis-Genie Alexander Bublik sehr gespannt, der im vergangenen Jahr pltzlich die Ernsthaftigkeit seines Sportes erkannt hat und gleich 4 Turniere gewann. Lokalmatador ist Alex De Minaur, dem nimmemüden Australier fehlt allerdings ein echter Gewinnschlag, Laufstärke allein reicht dann halt doch nicht, oder?

Rührselig wird es bei den Auftritten von Stan Wawrinka. De Schweizer triumphierte 2014 in Melbourne, jetzt hat er sein letztes Jahr auf der Profitour angekündigt. Jede Partie von ihm dürfte ein Ereignis werden. Taschentücher bereithalten für den Mann mit der schönsten (einhändigen) Rückhand. Ähnliches gilt für Gael Monfils.

 

Ich tippte Gauff

 

Leichtsinnig Dämlich wie ich bin, habe ich mich an einem Wettspiel für die AO beteiligt und schon das ganze Turnier durchgetippt. So leicht es mir fiel bei den Männern Sinner (als Alternative Alcáraz), so schwer war bei den Frauen. Am Ende stand zu meinem eigenem Erstaunen Coco Gauff auf dem Siegerzettel, doch bei näherem Nachdenken könnten dort auch ein halbes Dutzend anderer Frauen augetaucht sein. Für Gauff spricht, dass sie Grand-Slam-Turniere „kann“, bisher 2 Siege, zuletzt 2025 in Paris. Die Amerikanerin hat ein aggessives Spiel und keine echte Schwäche (wenn sie ihren Aufschlag im Griff hat).

Die Konkurrenz ist riesig, beginnt natürlich bei der Weltranglistenersten  Aryna Sabaenka (US Open 2025), geht über Iga Swiatek (Wimbledon 2025) zu Amanda Anisimova (jeweils die Finalistin). Oder wiederholt gar Titelverteidigerin Madison Keys ihr Husarenstück (da allerdings habe ich ernsthafte Zweifel)? Sehr stark schätze ich Lena Rybakina ein. Die Schweizerin Belinda Bencic hat gerade bei der Mixed-WM  einen derart vorzüglichen Eindruck hinterlassen, dass sie mehr als eine Geheimfavoritin ist.

Die Frauen-Konkurrenz ist auch deshalb tricky, weil es wie bei ganz normalen Turnieren über 2 Gewinnsätze geht. Ein schlechter Tag kann also schlechter kaschiert und ausgebügelt werden. Gefährliche Außenseiterinnen wie Karolina Muchova, Jessica Pegula und Mirra Andreewa warten nur auf ihre Chance.

 

Deutsche hoffen von Runde zu Runde

 

Im vergangenen Jahr wurde Lucky Lys geboren, natürlich nur im übertragenem Sinn. In der Qualifikationeigentlich gescheitert, rückte sie als sog. Lucky Loser ins Hauptfeld nach, gewann auch dank glücklicher Auslosung 3 Runden und scheiterte dann chancenlos an Iga Swiatek. Viele Weltranglisten, die es jetzt zu verteidigen gilt, aber die Auslosung meint es erneut nicht schlecht mit ihr mit dem Auftakt Sorana Cirstea und danach der zurzeit recht erratischen Naomi Osaka (wenn die japanerin allerdings den Ball trifft, dprfte es aussichtslos werden).
Auch bei Laura Siegemund und der nimmermüden Mama Tatjana Maria (sie kanns wahrscheinlich selbst nicht mehr hören) wäre jeder Rundengewinn ein Erfolg, mehr als das Achtelfinale erscheint allerdings utopisch.

Dsa gilt auch für die beiden Männer neben Zverev, Jan-Lennard Struff und Yannik Hanfmann. Letzterer gewann in der 1. Runde gegen Svajda, jetzt bekommt er es allerdings mit Alcáraz zu tun. Struff trifft zunächst auf Kopriva, danach wäre Taylor Fritz eine wohl unüberwindliche Hürde.

Wenn ich mir allerdings meine Tipps so anschaue: Es kommt sowieso anders, als ich denke. Vergnüglich wirds allemal!

 

Letzte Chance für die Ravens

Blick über den Teich

 

Für alle, die nach dem hoffentlich schön verbrachten Heiligen Abend schon genug vom Feiern haben, bringt der Blick über en Teich Verheißungsvolles: ein pickepackevolles NBA- und NFL-Programm über die echten Feiertage.
Und so sehr ich mich auch auf die Relive-Spiele nach einem hoffentlich schönen Maultaschenessen mit der Schwester und Freunden freue, wirklich relevant sind die 5 „Christmas Games“ heute ab 18 Uhr nicht. Klar, es wird ein Stelldichein toller Spieler  und toller Teams (die Superstars wie Jokic und Shai und Brunson) und solche, die noch ganz am Anfang ihrer verheißungsvollen Karriere stehen (Wembanyama und Flagg fallen mir als Erste ein). Doch für kein Team wäre eine Niederlage en Desaster, so ärgerlich sie auch sein mag vor der landesweiten Öffentlichkeit.

 

NFL

 

Ganz im Gegensatz zum Football. Hier steht ab Donnerstag bis Dienstagmorgen der vorletzte Spieltag der regulären Saison an. Einige Teams sind sicher in den Play-offs, manche stehen unmittelbar davor und brauchen nur noch einen Sieg, und manche kämpfen um die letzte Chance und benötigen 2 Siege (und ggf. dazu noch Hilfe). Die meisten Teams, so ehrlich muss ich dann auch sein, haben sich schon aus dem Play-off-Rennen auch rechnerisch verabschiedet.

 

AFC

 

Soviel vorweg. In keiner der 4 Divsionen steht der Divisionssieger fest. Ausgerechnet die Pittsburgh Steelers sind das einzige Team, das auf den Zweiten schon 2 Siege Vorsprung hat, dem in 2 Partien ein Sieg (und sogar ein eher theoretisches Remis) reicht

 

Eastern Division

 

Nachdem die New England Patriots eher wundersam auch die Hürde bei den Detroit Lions genommen haben, gehen sie mit einem Erfolg Vorsprung auf die Buffalo Bills in die letzten beiden Partien. Beide Teams müssen noch bei den New York Jets antreten (die Pats diese Woche, die Bills in der nächsten). Außerdem empfanen die Pats diese Woche die Philadelphia Eagles (das klingt zwar schwser, aber diese stehen schon als NFC-East-Sieger fest und können es ruhig angehen). Alles sprich also für die Patriots, die wie die Bills auf jeden Fall das Play-off-Ticket sicher haben (siehe Wild Card). Dolphins und Jets sind raus.

🧠 Patriots

 

North

 

Wie gesagt: Die Steelers haben 2 Siege Vorsprung auf die Baltimore Ravens, am letzten Spieltag kommt es in Pittsburgh noch zum direkten Duell. Um es darauf nicht ankommen zu lassen, müssen die Steelers deshalb unbedingt bei den Cleveland Browns punkten, was angesichts der Schwäche des Kontrahenten eine Pflichtübung sein müsste, ja wenn es nicht die besondere Rivalität gäbe. Die Ravens ihrerseits müssen auf jeden Fall ihre restlichen beiden Spiele gewinnen (am Sonntag bei den Green Bay Packers, viels Spaß dabei), um ihre theoretischen Chancen  auf den Divsionssieg zu wahren. Der Wildcard-Platz ist schon perdu. Ganz raus sind die Bengals und Browns.

🧠 Steelers

 

South

 

Die Jacksonville Jaguars führen mit einem Spiel (11:4) vor den Houston Texans (10:5). Höchstens Chancen auf die Wild Cards haben die so gut gestarteten Indianapolis Colts (8:7). Es gibt kein direktes Duell mehr, je eines haben Jaguars und Texans für sich entschieden.
Um den Divisionssieg zu sichern, müssen die Jaguars ihre beiden Spiele bei den Colts und gegen die Titans gewinnen. Velieren sie nur eine Partie, würden sie die Texans mit 2 Siegen bei den Los Angeles Chargers (Sa., 22:30) und gegen  die Colts überflügeln, aber auch nur dann.

🧠 Jaguars

 

West

 

Die Denver Broncos liegen ein Spiel vor den LA Chargers. Am letzten Spieltag kommt es in Denver noch zum diekten Duell (das erste in LA haben die Chargers gewonnen, fürhen also zurzeit im direkten Duell). Zuvor stehen diese Woche noch die Partien Broncos bei den Kansas City Chiefs (ohne Patrick Mahomes kaum wettbewerbsfähig/Fr., 02:15) und Chargers vs Texans (Sa., 22:30) an.
Beide Teams sind sicher in den Play-offs, sicher raus sind Chiefs und Las Vegas Raiders.

🧠 Broncos

 

Wild Card

 

2 der 3 Wildcard-Plätze sind vergeben, jeweils an den Zweiten der Divisionen East (Bills/Patriots) und West (Cargers/Broncos). Die klar besten Karten um den letzten Spot haben die Texans: 2 Siege Vorsprung auf die Colts, das muss sich ausgehen.

 

NFC

 

East

 

Die Eagles stehen als Divisionssieger fest, Cowboys, Comanders und Giants ohne Chance auf einen Wildcard-Platz

 

North

 

Die Chicago Bears führen mit 1,5 Siegen Vorsprung auf die Green Bay Packers, die ihr Remis in Dallas bei den Cowboys noch bereuen könnten. Ein Sieg bei den San Francisco 49ers, und der nie erwartete Divisionssieg wäre erreicht. Ist angesichts der Gegner allerdings keine Selbstverständlichkeit. Die Packers ihrerseits müssen beide Partien gegen die Baltimore Ravens (So., 02:00) und bei den Minnesota Vikings gewinnen. Sollte das gelingen, hätten sie  unabhängig vom Divisionssieg einen Wildcard-Spot sicher.
Die Detroit Lions haben nach ihren Niederlagen zuletzt bestenfalls noch theoretische Chancen auf eine Wild Card, die Vikings noch nicht einmal diese.

🧠 Bears

 

South

 

Unfassbar, aber die Carolina Panthers führen die Division weiter an mit einem vor auf die Tampa Bay Buccaneers. Das Restprogramm ist allerdings happig: Gegen die Seattle Seahawks, das zurzeit beste Team der gesamten Liga (So., 19:00) und dann nächste Woche zum möglichen Showdown in Jacksonville. Die wiederum sollten am Sonntag (19:00) bei den Colts mit deren Veteranen-Quarterback Philip Rivers (45) ihrer Favoritenstellung gerecht werden.
Eines ist jetzt schon klar: De Zweite dieser Division wird auf keinen fall einen Wildcard-Platz erringen.

🧠 Buccaneers

 

West

 

Was für eine Division! Die drei Teams Seattle Seahawks (12:3), San Francisco 49ers und LA Rams (je 11:4) havben das Play-off-Ticket mindestens über die Wild Card sicher. Das Fiese ist der irre Un terschied zwischen Diviskionssieg und den Plätzen 2 und 3. Wer Rang 1 schafft, dürfte alle Wahrscheinlichkeit nach auf den ersten Platz in der gesamten Conference inne haben mit Freilos in der 1. Runde und Heimrecht bis inklusive Conference Final. Die anderen beiden müssen dagegen im Wildcard-Spiel auswärts bei einem der anderen Divisionssieger antreten (gnädigerweise den beiden schlechtesten).
Gewinnen die Seahawks beide Spiele bei den Panthers (So., 19:00) und eine Woche danach bei den 49ers, ist die Sache mit dem Divisonssieg geritzt. Aber auch die 49ers haben den Divisionssieg in der eigenen Hand. Wenn sie nämlich nicht nur die Seahawks nächsten Sonntag im eigenen Stadion schlagen (dort wird übrigens auch der Super Bowl diese Saison ausgetragen), sondern auch diese Woche (Mo., 02:20) gegen die Chicago Bears.
Die Rams müssen also auf mehrere Ausrutscher hoffen, damit das mit den Divisionssieg noch klappt. Voraussetzung ist ohnehin, dass sie ihrerseits ihre Spiele bei den Atlanta Falcons (Di., 02:20) und gegen die Arizona Cardinals gewinnen, was wiederum zu erwarten ist.

🧠 San Francisco 49ers

 

Wild Card

 

Zwei Spots der 2 West-Verlierer im Triell 49ers, Seahawks und Rams sind vergeben. Bleibt das nord-interne Duell zwischen Packers und Lions, in dem die Packers besagte 1,5 Siege Vorsprung haben. Ein Sieg der Packers gegen Ravens oder bei den Vikings würde reichen, dann würden auch 2 Erfolge der Lions ebenfalls bei den Vikings und bei den Bears nichst mehr nutzen.

🧠 Packers

 

Nach diesem Spieltag werden wir erheblich schlauer sein …

Wildes Rennen in der AFC

Blick über den Teich, NFL

 

AFC

 

Wirklich von Stuhl haut mich kein Team. Egal wer letztlich in den Super Bowl kommt: Dort würde ich das NFC-Team auf jeden Fall favorisieren. Aber einer muss ja …

 

East

 

Für mich sind die New England Patriots klar die größte positive Überraschung der gesamten Liga. Eigentlich wähnten alle das Team aus Boston noch in der Aufbauphase nach den glorreichen jahren um Tom Brady. Doch der junge Quarterback Drake Maye legt nach mediokren 1:2-Start mittlerweile unglaubliche Zahlen auf. 10 Siege in Folge sind dann absolut kein Zufall mehr, auch wenn der Spielplan recht gnädig war, aber es steht eben auch der wahrscheinlich divisions-entscheidende Auswärtssieg bei den Buffalo Bill zu Buche
Ob es zum Divisionssieg reicht? Wenn das Heimspiel am Sonntag gegen die Bills gewonnen wird, ist dieser schon fix. Doch sogar bei einer Niederlage stehen die Chancen nicht schlecht.
Die Bills selbst galten (und gelten immer noch)  für viele sogar als Favorit für den Super Bowl. Doch die Leistungen entsprachen nicht immer jeden Erwartungen. Zuletzt gegen die Dincinnati Bengals benötigten sie am Ende die gütige Mithilfe von Bengals-Quarterback Joe Burrow, der in der Schlussphase nach zuvor starker Leistung zwei abstruse Bälle in die Hände de Bills-Verteidiger löffelte. Andererseits kann die Offense um Josh Allen jeden Gegner aus den Schuhen spielen.

🧠 Patriots

 

North

 

Unfassbar: Die Pittsburgh Steelers sind drauf und dran erneut in die Play-offs einzuziehen, nämlich als Divisionssieger Nord. Das ist (neben der schauderhaft schwachen Division) vor allem Verdienst der knallharten Verteidigung, weniger des Alt-Quarterbacks Aaron Rodgers, der zwar einige sehr hübschen Pässe an den Mann bringt, andererseits mit seinen 41 jahren in etwa so beweglich ist wie eine schlecht geölte Bahnschranke. Macht offenbar nichts, auch weil die Nord-Konkurrenz aus Baltimore (Lamar Jackson) und Cincinnati (Joe Burrow) lange auf ihre Top-Quarterbacks verzichten musste.
Noch sind die Ravens in Schlagdistanz, wenn das so bleibt, würde das direkte Duell am letzten Spieltag zu Hause gegen Baltimore entscheiden. Dass der Zweite über die Wild Cards weiterkommt, ist eher unwahrscheinlich.

🧠 Steelers

 

South

 

Lange schienen die Indianapolis Colts unaufhaltsam, doch zuletzt 3 Niederlagen in Folge haben die Stimmung arg gedämpft. Noch mehr allerdings die schwere Verletzung des vor allem zu Saisonbeginn so starken Quarterbacks Daniel Jones. Da auch der Ersatz und der Ersatz des Ersatzes malade ist, haben die Colts in ihrer Verzweiflung gar beim 44-Jährigen (!) Philip Rivers nachgefragt. Und ja, er will (und wird tatsächlich am Sonntag gegen die Seattle Seahawks als Stgarting Quarterback auflaufen, wie das Team gerade bestätigte.
Plötzlich in der Vorderhand sind die Jacksonville Jaguars mit ihrem außergewöhnlichen Spielmacher Trevor Lawrence (wenn er es nicht übertreibt, wie so gerne). Und auch die Houston Texans mit CJ Strout sind weiter in der Verlosung.

🧠 Jaguars

 

West

 

Zumindest eines steht rechnerisch fest: Die Kansas City Chiefs werden diese Saison ihre Division nicht gewinnen. 5 Siege Rückstand bei noch 4 Spielen, das kann nicht einmal Houdini-Quarterback Patrick Mahomes aufholen, der ansonsten so viele Unmöglichkeiten schafft.
Vielmehr dürften am Ende die Denver Broncos die Nase vorn haben, die erst 2 ihrer 13 Partien verloren haben (ernsthaft!?). Nicht mit Champagner-Football (falls es so etwas gibt), sondern mit einer allenfalls soliden Offensive, dafür einer umso zupackenderen Defensive.
Rechnerisch abgefangen können sie noch von den Los Angeles Chargers, die mit Justin Herbert einen der aufregenderen und wurfstärksten Quarterbacks der Liga haben (zurzeit etwas angeschlagen). Allerdings haben sie ein ziemlich heftiges Restprogramm mit 3 Auswärtsspielen, darunter in Denver und Kansas City

🧠 Broncos

 

Wild Card

 

Schaue ich gerade auf die Tabelle der AFC, sind es hinter den 4 Divisionssiegern 4 weitere Teams, die sich um 3 freie Plätze sammeln. Mit 9:4 Siegen jeweils die Bills und Chargers, ein Sieg dahinter die Texans und Colts. Die mit Abstand schlechtesten Karten haben die Colts: wegen des Negativ-Trends und der nicht zufriedenstellend geklärten Quarterback-Situation (ein 44-Jähriger? Seriously??).
Und die Chiefs? Die ewigen Play-off-Kandidaten seit einem Jahrzehnt? Die Chancen sind minimal, aber in der Theorie noch vorhanden. Mindest-Voraussetzung: Sie gewinnen ALLE 4 ausstehenden Spiele, als da sind:
Chargers (H), Titans (A), Broncos (H), Raiders (A). Wie gesagt: Es ist Houdini Mahomes, von dem wir hier reden …

Dennoch 🧠:  Bills, Chargers, Texans

Die langen Kerls auf Thunder-Jagd

Blick über den Teich, NBA

 

Kinder, wie schnell die Zeit vergeht. In diesem Fall die 4 Monate ohne NBA-Basketball, denn schon in der Nacht zu Mittwoch öffnet die beste Liga der Welt wieder ihre Pforten zur neuen Saison.Im Visier sind natürlich die Titelverteidiger der Oklahoma City Thunder um MvP Shai Gilgeous-Alexander.
3 Vorschauteile schweben mir vor. Allgemeines, Vorschau der West-Teams, Vorschau der Ost-Teams, und am Ende versuche ich mich an der Raterei einer Abschlusstabelle in Ost und West. Mit jeglichem Gewehr für Eure Tipps, versteht sich …

 

Allgemeines

 

Die nackten Fakten: Wieder sind 30 Teams dabei, aufgeteilt in je 15 in der Western und Eastern Conference. Alle haben bis Mitte April 82 Partien zu bestreiten. Die jeweils besten 6 Teams sind sicher in den Play-offs, die Ränge 7 bis 10 spielen in sogenannten Play-Ins zwei weitere Vertreter für die K.o.Runde aus. Jede K.o.Runde wird im Modus Best of 7 gespielt, es braucht also 4 Siege, um weiterzukommen.
Zudem steht die 3. Auflage des In-Season-Tournament an, das den teils etwas müden Liga-Auftakt aufpeppen soll (und tatsächlich auch aufgepeppt hat). Eine Art Cup-Wettbewerb eingebettet in der Liga-Spiele, und Mite Dezembe gibts dann schon einen Pokal

Wie immer werden sich manche Teams von vornherein gar nicht erst versuchen, dass sie sich an der Titeljagd (oder auch nur am Kampf um Play-off-Plätze) beteiligen. Das böse Wort vom Tanking (absichtliches Verlieren) macht schon allzuoft die Runde. Für mich ein fatales Zeichen, wenn schon vor der Saison den Fans einer Franchise mehr oder weniger unverblümt gesagt wird, dass es umso besser ist, je öfter die eigene Mannschaft verliert. Und dass sog. Experten auch hierzulande ins gleiche Horn stoßen und das bei manchen Teams gar noch befeuern, finde ich beschämend.

Der Unterschied zwischen Western und Eastern Conference ist noch größer geworden. Die Star-Waage neigt sich eh schon enorm gen Westen. Jetzt fallen noch ganz wichtige Spieler von Ostteams aus wie Jayon Tatum (Boston Celtics) und Tyrese Haliburton (Indiana Pacers). Als machte sich der Zufall einen teuflischen Spaß, gewährte er bei der Draft-Lotterie auch noch zwei ambitionierten Westteams die ersten beiden Picks (Dallas Mavericks, San Antonio Spurs). So dass die 2 am meisten gehypten Supertalente Cooper Flagg und Dylan Harper in Texas und nicht, sagen wir, in Charlotte oder New Jersey landeten, wo das Elend besonders groß ist.
Das hat zur Folge, dass der Kampf um die ersten 6 Plätze (Play-offs) respektive 10 (Play-Ins) im Westen von Beginn an extrem dramatisch und spannend mit je nach Lesaet bis zu 13 seriösen Anwärtern werden dürfte, im Osten eher ein notdürftig kaschiertes Schneckenrennen. Unverändert bleibt es allerdings dabei: Im NBA Finale trifft ein West-Vertreter auf einen aus dem Osten; und der dürfte dann auch für einen spannenden Titelkampf bereit sein, um schon mal per Fernglas in Richtung Juni 2026 zu schauen.

 

🇩🇪 🇦🇹 🇨🇭   👓

 

Wenn ich die Kader richtig lese, sind in den Kadern 7 Deutsche sowie je ein Österreicher und Schweizer dabei.
Das „deutsche“ Team sind dabei die Orlando Magic mit Franz Wagner, Tristan da Silva und dem älteren Wagner-Bruder Moritz, der derzeit allerdings noch nicht hundertprozentig fit ist nach seinem Kreuzbandriss vom Dezember 2024.
Franz Wagner ist dabei auf dem besten Weg zu einem absoluten Führungsspieler mit All-Star-Qualitäten. Tristan da Silva steht vorm wichtigen 2. Jahr, in dem er sich konsolidieren muss. Moritz Wagner wiederum will auf sich aufmerksam machen. In der vergangenen Saison warf ihn der Kreuzbandriss aus der besten Zeit seiner Karriere.
Apropos „deutsches Team“: Orlando Magic wird am 15. Januar in Berlin ein reguläres NBA-Spiel gegen die Memphis Grizzlies bestreiten. Karten für die Partie in der Arena am Ostbahnhof gibt es noch von 312 bis 1292 Euronen. Und da sage noch einer wie ich, Igor-Levit-Konzerte für 200 Dollares seien aber arg teuer geworden …

Isiah Hartenstein ist weiter Stamm-Center von Titelverteidiger OKC. Ein Fels in der Brandung, der sich geschickt auch in die Angriffe einschaltet. Mal sehen, ob wir nächste Saison auch einen Dreier von ihm sehen werden …

Ich persönlich bin sehr gespannt, ob Ariel Hukporti bei den New York Knicks den Durchbruch schafft. Der vielseitige Center hat alle Anlagendazu, Voraussetzung wäre allerdings, dass er endlich mal gesund bleibt.

Nationalmannschafts-Kapitän Dennis Schröder schlägt bei „meinen“ Sacramento Kings das bereits 10. Kapitel seiner NBA-Historie auf.

Inwieweit Maxi Kleber be den Los Angeles Lakers noch eine Rolle spielt, bleibt abzuwarten.

Für mich etwas erstaunlich hat kein NBA-Club auf die zum Teil fantastischen Leistungen der deutschen Europameister reagiert und sich etwa um einen Oscar da Silva und (den schon NBA-erfahrenen) Daniel Theis bemüht. Oder gar Scharfschütze Andi Obst? Vielleicht wollten diese Spieler auch gar nicht, weil ihnen das Heuern und Feuern in der NBA nicht geheuer ist.

Der österreichische Center Jakob Poeltl verlängerte bei den Toronto Raptors für 4 weitere Jahre und wird 25 Millionen Dollar/anno verdienen. Ein guter Verteidiger (vor allem auch Schuss-Blocker) und hervorragender Rebounder (offensiv und defensiv)  allerdings ohne jeden Distanzwurf ausgestattet.

Den Schweizer Clint Capella (31) verschlug es von den Atlanta Hawks zu den Houston Rockets, wo er eine wichtige Backup-Rolle als Center einnehmen soll.

 

NBA im deutschen Fernsehen (Stream)

 

Wer alle Partien sehen will (live oder relive oder längeren/nicht so langen Ausschnitten), kommt um den NBA-League-Pass nicht herum. Allerdings nur mit US-Kommentar, manchmal allerdings auch wahlweise spanisch und koreanisch. Gute Nachricht für alle Pass-Inhaber: Die Gefahr eines sog. Blackouts bestimmter Partien (die in Deutschland anderswo zu sehen sind) scheint gebannt.

Wers Deutsch mag, muss sich umstellen. Bezahlstream DAZN ist aus dem Rennen (und damit leider auch Dre Voigt), dafür übernehmen Sky und Amazon, die jede Woche mehrere Partien zeigen. Amazon konzentriert sich dabei auf jene Spiele, die in Europa zu humanen Zeiten stattfinden, also gerade diejenigen am Sonntagabend ME(S)Z.
Wie sie dann genau so eine Partie präsentieren, bleibt abzuwarten. Ich hoffe, es wird mehr sein als eine bloße Abspielstation (wie es leider bei DAZN der Fall war, ein echtes Ärgernis).
Sky zeigt offenbar auch Partien mitten in der Nacht (wie schon vor einigen Jahren). Das Problem: Relive und Sky, das ist und bleibt eine absolute Katastrophe. Die sich höchstens beheben lässt, wer die Partien mit eine Sky-Q-Rekorder händisch aufnimmt (man muss halt dran denken, Mr. Löwe). Als Reporter ist unter anderem die lebende Legende Frank Buschi Buschmann angekündigt. Vom Basketball versteht der ehemalige Zweitliga-Spieler (Hagen) ja nun wirklich sehr viel und nervt deshalb nicht halb so sehr wie im Fußball …

Und dann ist da noch Pro7Maxx (respektive die Sat.1-Familie), das pro Woche ein bis 2 Partien im sogenannten Free TV zeigt, meist auch diejenigen am (späten) Samstagabend und Sonntagabend.

Wie sich das alles einspielt, bleibt abzuwarten. Ich werde darüber berichten.

 

Fortsetzung mit den Team-Vorstellungen (dopplelten Wortsinn bitte beachten) folgt …

 

 

Alles klar für den Thunder-Triumph, ODER???

Blick über den Teich, NBA

 

Bevor ich mich zu der anstehenden Finalserie äußere, noch eine Nachricht, die mich und viele andere trotz ein paar Anzeichen letztlich doch überrascht hat. Die New York Knicks haben sich nach dem Ausscheiden gegen die Indiana Pacers von Cheftrainer Tom Thibedeau getrennt (ihn von seinen Aufgaben entbunden, wie es so schlimm-schön heißt). Nach der wohlgemerkt erfolgreichsten Saison der Knicks seit 25 Jahren (erstmals wieder im Conference Finale), in der sie unter anderem den Titelverteidiger Boston Celtics in 6 aufregenden und größtenteils auch gut gecoachten Partien aus dem Weg räumten. Unter Thibedeau wurde eine schreckliche New Yorker Mannschaft wieder zum verlässlichen Play-off-Kandidaten, die auch den ultra-verwöhnten New Yorker Sportfan wieder mit Freude in den Madison Square Garden gehen ließ. Der Coach formte Jalen Brunson zu einem der besten Spieler der gesamten Liga. Zwei 50+Siege-Spielzeiten hat es in Big Apple seit Ewigkeiten nicht mehr gegeben. Aber um einen Titel zu holen, brauche es eine neue Stimme, hieß es zur Begründung.
War Thibedeau fehlerlos? Sicher nicht. Sein Credo „Ich baue auf einen ganz kleinen Kader“ ist mindestens angreifbar und fiel den Knicks letztlich auf die Füße. Aber das macht der Coach halt so (schon bei seinen früheren Stationen), und er hatte damit Erfolg. Und wer weiß, wie die Pacers-Serie gelaufen wäre, wenn nicht am Ende des  1. Spiels Indianas Mr. Nesmith  6 Dreier in gefühlt einer Minute verwandelt hätte.
Jetzt haben die Knicks also ihren erfolgreichsten Coach seit Ewigkeiten gefeuert, potenzielle Nachfolger gibt es genug. Am ehesten Sinn ergeben würde vielleicht eine Verpflichtung von Denvers Meistertrainer Mike Maloney. Der kennt sich zumindest mit erratischen Clubführungen aus, wurde er doch dieses Jahr 3 Spiele vor Ablauf der regulären Saison in die Wüste geschickt. Als erfolgreichster Coach der Team-Geschichte …

 

Oklahoma City Thunder – Indiana Pacers

 

Es gibt kaum einen Experten, der ernsthaft an einen Titel von Indiana glaubt. Zu unangreifbar scheint das Team von OKC, zu breit aufgestellt, zu viele „Waffen“. Und dann noch Shai Gilgeous-Alexander, der beste Spieler der Welt (zusammen mit Nikola Jokic von den Nuggets). Die Wettquoten sprechen für sich: Wer 1 Euro auf die Thunder setzt, bekommt 1,11 zurück (viel Spaß damit auch), bei den Pacers wären es im Erfolgsfall immerhin 6 Euronen.
Zwei ähnliche Mannschaften treffen da aufeinander. Team-Basketball steht im Vordergrund. Aber überall scheinen die Thunder die Nase vorn zu haben. Der beste Einzelspieler, (vielleicht) der bessere zweite Mann, die bessere Defense, das lautere Publikum etc. Und nicht zu vergessen der Heimvorteil in einem möglichen Spiel 7.
Ja, brauchen wir uns dann den ganzen Quatsch überhaupt anzusehen, noch dazu mitten in der Nacht, wenn wir Europäer live dabei sein wollen? Natürlich, weil alle Zahlereien, Formkurven und sonstiges nichts mehr zählen, wenn da 10 Menschen auf dem Parkett stehen. Der eine Mensch hat mit dem ganz großen Ziel vor Augen dann eben die Flatter und einen schlechten Tag oder gar schlechte Tage, die anderen wachsen angesichts der fast unlösbar scheinenden Aufgabe über sich hinaus. That´s Sport, and I love it.

 

Die Stars

Shai Gilgeous-Alexander ist der unumstrittene Anführer des so talentierten OKC-Teams. In heiklen Phasen übernimmt der Kanadier zunehmend Verantwortung. Verlässlich schafft er 30+ Punkte, und das, obwohl sein Dreier nicht besonders gut funktioniert (wie übrigens fast bei allen im Team, vielleicht die einzige Schwachstelle).
An Tyrese Haliburton scheiden sich immer noch die Geister. Ich liebe sein Spiel, seine spektakulären Anspiele, den Ideenreichtum. Wenn es bei ihm läuft, ist er praktisch unstoppable, dann fällt auch sein Dreier mit dieser obskuren Wurfbewegung. Aber noch scheint er nicht in der Lage, sich gegen eine Niederlage zu stemmen, geht dann mit unter. Sagen zumindest viele. Kann er seine Kritiker widerlegen?

 

Die Co-Stars

Jalen Williams hat im Gegensatz zur vergangenen Saison geliefert, wie es so unschön heißt. Extrem verlässlich ist er tatsächlich zur 2. Option (es gibt noch einige mehr) geworden. Nicht ganz so spektakulär wie Shai, aber mit einem guten Wurf ausgestattet, der sich auch selbst diese Würfe kreieren kann.
Pascal Siakam ist vielleicht der größte Trumpf der Pacers. Zur Überraschung fast aller wählten ihn die Journalisten (9 an der Zahl) zum MvP der Knicks-Serie (Haliburton ging bei der Zeremonie erwartungsvoll schon einen Schritt vor). Der Kameruner kennt sich mit Finalserien aus, gewann 2019 mit den Toronto Raptors den Titel (an der Seite von Kawhi Leonard). Der Faustpfand, der gerne 30+ Punkte auflegt.

 

x-Faktoren

Die Dreier: Wenn die Pacers überhaupt eine Chance haben wollen, müssen sie überdurchnittlich gut treffen. So wie Aaron Nesmith  im 1. Spiel der Conference Serie, als er am Ende fast blind die Reuse fand. Wie gesagt: Das war bisher eine Schwachstelle der Thunder, groß gestört hat es allenfalls in der Serie gegen die Nuggets.

 

Die Verteidigung

Der große Trumpf der Thunder: Wie sie die gegnerischen Offensivspieler teilweise schon in der egenen Hälfte jagen, ist atemberaubend und verleitet zu Fehlern, die wiederum zu einfachen Punkten führen. Bester in dieser Disziplin ist ohne Zweifel Alex Caruso, der sogar den viel größeren Nikola Jokic entnervte. Auch Caruso hat schon einen NBA-Ring, den er 2020 beim Bubble-Turnier mit den LA Lakers errang. Diese Erfahrung hilft.
Auch das Spiel der Pacers ist auf Turnovers und Fast-Break-Punkte angelegt. Aber der echte Balldieb fehlt mir im Kader, aber im Team forcieren sie den einen oder anderen Gewinn. Und dann: zack nach vorn!

 

Die Trainer

Mark Dagneault ist mit seinen 40 Jahren ein Jungspund, OKC seine 1. Station in der NBA, das er mit Geduld und dank Hilfe des brillanten Managements zu einem Klasseteam (zu einem Team!!!) formte. Gerade in der heiklen Serie gegen die Nuggets machte er sein Meisterstück, als er plötzlich Alex Caruso gegen Jokic stellte.
Rick Carlisle ist dagegen schlachtenerprobt. Seit 2001 ist er Chefcoach in der NBA, 2011 führte er die Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki zum Titel. Seit 2021 ist er bei wieder bei den Pacers, wo er schon 2003 bis 2007 wirkte. Auf seine Ideen in Offensive und Defensive hofft Indiana; ich persönlich hoffe, ihn wenigstens einmal mit einem freundlichen Gesichtsausdruck zu sehen …

 

Der Deutsche

Isaiah Hartenstein kam vor dieser Saison zu den Thunder, und mit seiner Größe wurde er schnell zum wichtigen Baustein des ansonsten eher kleinen Teams. Auch wenn der 2,15-Mann zuletzt gegen die Timberwolves nicht ganz die erwünschte Spielzeit bekam: Wenn er auf dem Parkett stand, war er einerseits extrem lästiger und für seine Größe auch wendiger Verteidiger, andererseits auch wichtiger Ballverteiler und auch im Abschluss mit seinem Floater verlässlich. Nach Dirk Nowitzki könnte er der zweite Deutsche werden, der einen NBA-Titel samt -Ring bekommt.

Und sonst?

  • Kleine Märkte: Sowohl Oklahoma als auch Indiana sind jetzt sicher nicht der Traum der Fernsehanstalten. Soviel dann also zu den Verschwörungstheorien, nach denen ESPN und Co. die Finalteilnehmer aus LA und New York durchdrücken. In beiden Städten sind von den großen Sportarten nur die NBA-Basketballer vor Ort, beide Hallen gelten als extrem stimmungsvoll (die in Oklahoma ist angeblich die lauteste überhaupt), und die Fans stehen unverbrüchlich zu ihrem Team, auch wenn es mal nicht so gut läuft.
  • Player to Watch: Ich liebe die Art, wie Chet Holmgren von OKC Basketball spielt. Verglichen mit manch Monsterathleten ist er ein langer Hungerhaken, aber einer mit dem besinderen Touch
    Einer dieser Monsterathleten ist Miles Turner von den Pacers. Zuweilen ein Blocking Monster, und dazu noch ausgestattet mit einem feinem Wurf (den er allerdings etwa gegen die Knicks zu selten auspackte).

 

Ansetzungen (MESZ)

  1. Spiel: Fr., 02:30: Thunder – Pacers
  2. Spiel: Mo., 02:00: Thunder – Pacers
  3. Spiel: Do., 02:30: Pacers – Thunder
  4. Spiel: Sa., 02:30: Pacers – Thunder
  5. Spiel: Di., 02:30: Thunder – Pacers *
  6. Spiel: Fr., 02:30: Pacers – Thunder *
  7. Spiel: Mo., 02:00: Thunder – Pacers *

* falls erforderlich

 

🧠 Thunder
Wie gesagt: Alles spricht für OKC, vor allem aber Shai und die Defense.

❤️ Pacers
Mein Außenseiter-Syndrom. Und vor allem die Hoffnung, dass Indiana zumindest eines der ersten beiden Spiele klaut, damit wir eine einigermaßen spannende Serie bekommen. Und wenn es am Ende OKC wird, dann freue ich mich ebenfalls sehr – nicht zuletzt auch wegen des so lange eher verkannten Isaiah Hartenstein.