von Münchner Löwe | Juni 6, 2024 | basketball, NBA
Boston oder Dallas, Celtics oder Mavericks – das ist die große Frage vor den NBA Finals, die in der Nacht zu Freitag im Bostoner TD Garden beginnen.
Eine Finalserie voller Unwägbarkeiten. Da ist erst mal die ungewöhnlich lange Spielpause, die die Teams seit den Conference Finals hinter sich haben. So haben die Celtics die letzte Partie gegen die Indiana Pacers vor 10 Tagen bestritten, die Mavs gegen die Wolves vor einer Woche. Einerseits schön, dass Verletzungen und Wehwehchen auskuriert werden, andererseits, kann da auch der Spielfluss verlorengehen, der auch im Trining schwer zu simulieren ist.
Das spricht für die Celtics
– Eine extrem starke erste 5, vorne und hinten. Vor allem in der Verteidigung könnten vor Jrue Holiday und Jaylen Brown die Kreise von Luka Doncic und Kyrie Irving entscheidend einschränken.
– Kristaps Porzingis: Einer meiner x-Faktoren vor der Serie. Findet er nach seiner langen Verletzungspause auch nur annähernd seine Topform, ist er eine enorme Verstärkung des Kaders im Vergleich zu den bisherigen Play-offs. Für ihn war es bestimmt sehr gut, dass er gegen die Pacers nicht benötigt wurde
– der Heimvorteil: 37:4 lautete die Bilanz der regulären Saison im TD Garden, mit Abstand die beste der Liga. Und auch wenn die Celtics in den Play-offs ihre einzigen beiden Niederlagen gegen die Heat und die Cavaliers zu Hause bezogen – wenn es erst, werden die Fans zum Faktor. Erst recht in einem entscheidenden 7. Spiel, wenn ich soweit vorausschauen darf.
– Jayson Tatum: der Beste der Guten. Der Mann kann alles, und diesmal zeigt er das auch in den Play-offs. Wenn er heiß läuft, wird es für jeden Gegner schwer.
Das spricht für die Mavericks
– Luka Doncic und Kyrie Irving: Schon einer der beiden stellt die Gegner vor unlösbare Gegner, zusammen sind sie eine Macht. Doncc spielt eine fabulöse Saison und unglaubliche Play-offs, obwohl er angeschlagen ist. Die Pause wird ihm sehr gut getan haben. Irving, zwei Jahre bei den Celtics, kann sich ebenfalls jederzeit Würfe selbst erarbeitet. Beide haben auch ein Auge für ihre Nebenleute, die gerade Doncic mit magischen Pässen zu bedienen weiß.
– die bessere Bank: vor allem Derreck Lively und Jaden Hardy bringen oft viel Schwung ins Spiel, wenn sie hereinkommen. Lively war in den 5 Partien gegen die Minnesota Timberwolves ohne jeden Fehlwurf. Okay – alle unmittelbar in Korbnähe, aber dennoch.
– Winterverstärkungen: PJ Washington und Daniel Gafford waren genau die Puttleteile, die die Mavs gebraucht haben. Gafford an den Brettern, Washington als gefährlicher Schütze. Die Dreier müssen natürlich auch fallen.
– der Trainer: Jason Kidd hat als Spieler mit den Mavs 2011 an der Seite von Dirk Nowitzki den Titel gewonnen. Seine überdurchschnittliche Basketball-Intelligenz bringt er jetzt auch von der Trainerbank ein. Mike Machulla von den Celtics haftet dagegen immer noch der Ruf an, sich in heiklen Schlussphasen zu vercoachen. Allerdings hat er seine Kritiker verstummen lassen
Mein Fazit
Es könnte eine durchaus interessante und unterhaltsame Serie werden. Die Mavs waren bisher immer Außenseiter bei ihrem Weg ins Finale, ließen sich dadurch nicht beirren. Gerade auswärts enorm stark, ich hätte ihnen 3 Siege bei 3 Auftritten bei den Minnesota Timberwolves nicht zugetraut. Auf der anderen Seite wurden die Celtics in den Play-offs bisher nicht richtig gefordert, auch weil die jeweiligen Gegner auf ihre besten Spieler ganz oder teilweise verzichten mussten (Butler/Miami, Mitchell/Cleveland, Haliburton/Indiana).
Trotz einiger Bedenken
Boston Celtics in 6
von Münchner Löwe | Juni 3, 2024 | Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
Edmonton Oilers – Dallas Stars 2:1 (4:2)
Wenn noch jemand den geringsten Zweifel daran hat, dass Connor McDavid zurzeit der beste Eishockey-Spieler des Planeten ist, möge sich das 1:0 anschauen, das sich jeder Fan am liebsten einrahmen würde.
https://www.nhl.com/de/video/dal-edm-mcdavid-scores-goal-against-jake-oettinger-6354182791112
Ein Treffer für die Ewigkeit, und er war der Türöffner für den harterkämpften Sieg der Oilers gegen die Dallas Stars und den Einzug ins Stanley-Cup-Finale als bestes West-Team. Dass es in Überzahl erzielt wurde, tut der Schönheit nicht den geringsten Abbruch. Noch im ersten Drittel assistierte McDavid zum 2:0 durch Zach Hyman, ein Ergebnis, das sämtliche Statistiken verhöhnt. 3:12 Schüsse im ersten Drittel aus Oilers-Sicht, am Ende waren es 10:35, und nur einer dieser 35-Dallas-Schüsse überwand Stuart Skinner Mitte des 3. Drittels – und bei diesem Gegentor sah der Goalie nicht besonders gut aus.
Den Oilers war es einerlei, erstmals steht Gretzky-Town in der Ära McDavid in den NHL Finals. Dort treffen sie auf die Florida Panthers, die allerdings den Heimvorteil haben.
Draisaitl-Watch
Der Kölner durfte bei 21:27 Eiszeit einen Assist für den McDavid-Zaubertreffer verbuchen, (es war der Assist für den Assist). Er hält nun bei bei 28 Scorerpunkte und auf Platz 2 hinter (natürlich!) McDavid (31) und vor evan Bouchard(27/ebenfalls Oilers).
Meine 🇫🇮 Finnen
Haben sich ohne Scorerpunkt verabschiedet. Miro Heiskanen war einer der beiden Verteidiger, die McDavid austanzte vor seinem Tor. Insgesamt kam er auf sagenhafte 30:28 Minuten Eiszeit – zuviel des Guten?
Ausblick
Florida Panthers vs Edmonton Oilers, das ist nominell die Nummer 3 des Ostens und die Nummer 5 des Westens. In Dallas dürfte der eine oder andere froh sein, dass es dort nicht zu einem Doppel-Finale Stars (NHL) und Mavs (NBA) kommt. Los geht es erst in der Nacht zu Montag MESZ. Interessant ird sein, wie nach der extrem engen Taktung der Play-offs die Teams mit der vergleichsweise langen Pause (5 bzw 6 ganze Tage) zurechtkommen, wer vielleicht die Reha besser nutzen kann und welche Trainer sich was richtig Nettes einfallen lässt. Personelle Ausfälle gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine, wer wie fit ist, steht auf einem anderen Blatt.
Ansetzungen (MESZ)
So. 09/06, 02:00: Panthers – Oilers
Di., 11/06, 02:00: Panthers – Oilers
Fr., 14/06, 02:00: Oilers – Panthers
So., 16/06, 02:00: Oilers – Panthers
Mi., 19/06, 02:00: Panthers – Oilers (wenn nötig)
Sa., 22/06, 02:00: Oilers – Panthers (wenn nötig)
Di., 25/06, 02:00: Panthers – Oilers (wenn nötig)
von Münchner Löwe | Juni 2, 2024 | Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
FLORIDA PANTHERS* – New York Rangers 2:1 (4:2)
Die Gart(d)en-Partie in New York fällt aus i, dafür sind die Florida Panthers zum dritten Mal in ihrer Geschichte im NHL Final. Im 6. Spiel zu Hause in Sunrise standen wie immer in dieser Serie die beiden russischen Torhüter Igor Schesterkin und Sergej Bobrowski im Mittelpunkt des Geschehens. Am Ende wehrte Schesterkin 32 von 34 Schüssen ab derinsgesamt überlegenen Panthers ab, Bobrowski 23 von 24.
Doch auch der starke Schesterkin war nicht unüberwindbar. Ende des ersten Drittels musste er einen Schlagschuss von Sam Bennett passieren lassen, Vladimir Tarasenko traf Mitte des 3. Drittels nach großartiger Vorarbeit von Eetu Luostarainen und Anton Lundell. Der Anschluss von Artemi Panarin (58:20) , der erstmals in der Serie traf, kam zu spät.
Auffällig: Insgesamt gab es trotz (oder wegen?) der Bedeutung der Partie nur je eine kleine Bankstrafe
Meine 🇫🇮 Finnen
Eetu Luostarinen und Anton Lundell verbuchten die Assists zum 2:0.
Ansetzungen
Mo., 02:00: Edmonton Oilers -Dallas Stars (3:2)
Mi., 02:30: Dallas Stars – Edmonton Oilers (wenn nötig)
von Münchner Löwe | Juni 1, 2024 | Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
Dallas Stars – Edmonton Oilers 1:3 (2:3)
Das Finale ist ganz nah, und doch so weit. Einen Sieg bei brauchen die Oilers nach dem harterkämpften 3:1 bei den Stars noch, um erstmals in der McDavid/Draisaitl-Ära die Western Conference zu gewinnen und damit die Endspielserie zu erreichen. Was schwer genug wird, denn gerade auswärts zeigte Dallas in den bisherigen Play-offs enorme Stärke (Bilanz:, hat ja auch schon ein Spiel in Edmonton gewonnen.
Aber jetzt haben die Oilers alle Trümpfe in der Hand. Und nicht zuletzt der von mir kritisierte Stuart Skinner hatte mit 19 Saves guten Anteil daran wie die gesamte Defense, die Dallas die richtig zur Gelung kommen ließ. Dazu klappte diesmal auch das Überzahlspiel glänzend. Zweimal traf Ryan Nugent-Hopkins im Powerplay, und das bei insgesamt nur 3 Gelegenheiten. Dazu Philip Broberg mit einem fulminanten Schlagschuss in seinem erst zweiten Play-off-Einsatz in dieser Saison.
Draisaitl-Watch
Dem Kölner gelang ein grandioser Assist zum 2:0. Er stand mit 20:48 Minuten so lange auf dem Eis wie kein anderer Oiler-Stürmer.
Meine 🇫🇮 Finnen
Statistisch nicht erfolgreich. Miro Heiskanen war satte 27:17 Minuten im Einsatz und produzierte 4 Schüsse, leistete sich aber auch 4 Strafminuten.
Ausblick
Wenn die Oilers vor allem in der Defense wieder so stark agieren und Skinner wieder so stark und vor allem fehlerlos agiert, sehe ich beste Chancen für die Oilers. Denn ihre Offensive ist immer für das eine oder andere Tor gut. Abschreiben würde ich die Stars aber noch lange nicht. Als Edmonton-Sympathisant bestelle ich auf gut Münchnerisch: Oansno, Oilers.
Ansetzungen
So., 02:00: Florida Panthers – New York Rangers (3:2)
Mo., 02:00: Edmonton Oilers – Florida Panthers (3:2)
von Münchner Löwe | Mai 30, 2024 | basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NHL und NBA
Hochspannung in den Conference Finals in der NHL sowohl im Osten als auch im Westen steht es 2:2. Und die Timberwolves wehren in Dallas den ersten Matchball ab. (Nachtrag zu gestern, als ich einfach nicht mehr dazu kam.
NHL
Florida Panthers – New York Rangers 3:2 OT (2:2)
Das dritte Spiel der Serie in der Verlängerung, doch diesmal hatten die Panthers das bessere Ende für sich und glichenzum 2:2 aus. Sam Reinhard traf nach 12:16 Minuten in der 1. Overtime mit dem zweiten Powerplay-Tor für Florida.
Meine 🇫🇮 Finnen
Alexander Barkov gab zwei 2 Assists in Überzahl. Niko Mikkola sah beim 2. Treffer für New York nicht besonders gut aus, als er die Scheibe nicht klären konnte.
Ausblick
2 Spiele sind jetzt noch sicher, und es würde mich nicht wundern, wenn es im Madison Square Garden auch zum Showdown eines 7. Spiels käme.
Edmonton Oilers – Dallas Stars 5:2 (2:2)
Letztlich ein klares Ergebnis, obwohl es für die Oilers furchtbar begann mit zwei Gegentreffern in den ersten 5:29 Minuten. Doch noch im ersten Drittel fand Edmonton in die Spur und konnte das Spiel ausgleichen. Im 2. Drittel waren sie dann hochüberlegen, und trafen erst in Unterzahl und dann durch Leon Draisaitl zum 4:2. Ein Schuss ins leere Dallas-Tor beseitigte letzte Zweifel am Sieg der Oilers.
Draisaitl Watch
Der Kölner erzielte einen Treffer und stand fast 20 Minuten auf dem Eis. Er ist der Buzllyspezialist der Oilers, von denen er 59 Prozent gewann.
Meine 🇫🇮 Finnen
Für die Stars traf Esa Lindell auf Zuspiel von Miro Heiskanen, die auch die erste Verteidungslinie der Stars bildeten, zusammen mit Mittelstürmer und Kapitän Roope Hintz.
Ausblick
Auch hier scheint mir alles offen. Viel wird für die Oilers von Goalie Stuart Skinner abhängen, der für mich den unsichersten Eindruck der vier vebliebenen Goalies macht. Während ein Igor Schesterkin (Rangers) stoische Ruhe ausstrahlt, wirkt das bei Skinner immer ein wenig hektisch. Wobei Jake Oettinger (Stars) gestern auch nicht den allerbesten Eindruck machte.
NBA
Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves 100:105 (3:1)
Tja, so ist das mit den Vorhersagen im Sport, oft treffen sie halt nicht zu. Wie jetzt, als die Timberwolves in der Schlussphase den Sieg sicherstellten, was ich ihnen nicht zugetraut habe, weil sie es zuvor dreimal in der Crunchtime vegeigt haben.
Wieder war es praktisch die ganze Partie ausgeglichen mit auch nur kleinen Wellenbewegungen Auf und Ab. Wobei die Timberwolves insgesamt einen aggressiveren Eindruck machten. Sie haten auch die bessere Trefferquote, die sie allerdings durch eine haarsträubende Freiwurfbilanz (nur 64%) selbst einrissen.
Mann des Tages
Anthony Edwards: Mit etwas Bauchweh, weil er zwar mit 29 Punkten treffsicherster Wolf war, sich allerdings auch 6 zum Teil unfassbare Ballverluste leistete.
Stark trotz der Niederlage
Luka Doncic: 28 Punkte, 15 Rebounds, 10 Assists, in allen Kategorien Bester seines Teams. Jeder Angriff läuft über ihn. Allerdings war diesmal seine Trefferquote mit nur 7 von 21 Versuchen ausbaufähig, um es freundlich auszudrücken.
x-Faktor
Karl-Anthony Towns: Bisher schwache Serie, der geschätzte Dre Voigt verstieg sich bei DAZN sogar zum Begriff „unterirdisch“. Diesmal war er offensiv stets eine Gefahr, traf 9 seiner 13 Versuche, davon 3 enorm wichtige Dreier im letzten Viertel. Allerdings mal wieder früh in Foulproblemen, und er musste tatsächlich in der Endphase nach dem 6. Foul das Parkett verlassen.
🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Maxi Kleber kehrte nach langer Verletzungspause zurück. 2 Punkte und zwei verschossene Dreier sind die eher magere Bilanz,
Und sonst?
– apropos Fouls: auch die Wölfe Anthony Edwards und Rudy Gobert schwebten mit 5 in hächster Gefahr, rissen sich aber zusammen. Die Mavs hatten am Ende zwar fast genauso viele (22:23) aber sie verteilten sie „besser“.
– Jaden Hardy trumpfte auf: In 12:05 Minuten traf er drei von vier Dreier und legte 13 Punkte auf. Braucht es mehr Einsatzzeit?
Ausblick
Es geht wieder nach Minneapolis ins Target Center. Die Wolves haben Blut geleckt und müssen zu Hause erst mal geschlagen werden. Ohne einen Towns in Normalform wird es für sie allerdings schwer. Ein Fragezeichen bei den Mavs ist Kyrie Irving, der diesmal wieder arg zurückhaltend blieb.
Ansetzung heute
02:30: Minnesota Timberwolves – Dallas Mavericks (1:3)
Spiel 6 wäre in der Nacht zu Sonntag in Dallas, Spiel 7 in der Nacht zu Dienstag in Minneapolis. Und die Boston Celtics schauen als bereits sicherer Finalteilnehmer gemütlich zu und warten auf den Gegner.
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