Broncos und Seahawks greifen ein

Blick über den Teich, NFL

 

Nach der  Wildcard-Runde ist vor Divisional Round. Wie jedes Jahr lautet eine spannende Frage, wie die beiden topgesetzten Teams die freie Woche überstanden/genutzt haben. Einerseits der Verlust der Spielpraxis, anderseits das Pflegen von Verletzungen, der angeschlagenen Körper.
Anmerkung: Da ich auf die Wildcard-Spiele nicht eingegangen bin, werde ich die Partien bei den jetzigen Spielen ganz kurz Revue passieren lassen.

 

AFC

Denver Broncos (1) – Buffalo Bills (6)

 

Für viele das vorweggenommene Conference Finale: Die Bills konnten sich in einer wilden und bis zuletzt spannenden Partie bei den Jacksonville Jaguars durchsetzen. Ihr erster Play-off-Auswärtssieg seit 30 Jahren. Ein rugby-ähnliches Gedränge in die Endzone brachte kurz vor Schluss letztlich den entscheidenden Touchdown.
Die Broncos konnten sich ausruhen. Ihre Defense dürfte um einiges stärker sein als jene der Jaguars, dafür ist ihr Quarterback Bo Nix noch ein recht heuriger Hase, der im direkten Vergleich zum Bills-Spielmacher Josh Allen wohl den Kürzeren zieht.
Es ist etwas absurd: Die Bills sehe ich dieses Jahr (klar) schwächer als in den vergangenen Jahren, ihre Chancen, in den Super Bowl einzuziehen und diesen sogar zu gewinnen, sind dagegen so gut wie wohl noch nie seit den 90ern (Jim Kelly), weil die Super-Teams Kansas City Chiefs und Baltimore Ravens (zuletzt das Bills-Kryptonid) schon ausgeschieden sind.
Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, nicht allzu viele Punkte (bei meinem Tippglück wird es also ein Blowout mit 60+ Zählern).

🧠 Bills (auf der Mission)        🧠 Bills (mir letztlich letztlich egal)

 

(2) New England Patriots – (5) Houston Texans

 

Beide Teams mit zumindest ergebnismäßig klaren Siegen in den Wildcards: Die Patriots setzten sich 16:3 gegen die Los Angeles Chargers durch, die Texans behielten mit 30:6 bei den Pittsburgh Steeelers die Oberhand.
Aussagekraft für die morgige Partie (21:00): Null, nada, niente. Denn die Pats profitierten beim Erfolg gegen LA von einer praktisch nicht existenten Offensive Line der Chargers, die Texans trotz eigener Offensivschwächen von einer praktisch nicht existierenden Offensive der Steelers. Sowohl Pats als auch Texans brauchten dennoch einige Zeit, bis in insgesamt grausam anzuschauenden Partien ihr Sieg feststand.

Eines würde ich prophezeihen: SpielenTexans-Quarterback CJ Strout plus die Offensive noch einmal so verheerend (2 Interceptions, 3 Fumbles), dann werden die Patriots einen klaren Sieg einfangen. Deren Quarterback Drake Maye ist der kommende Star unter den jungen Spielmachern. Auch wenn er gegen die Chargers nicht überragte, er absolvierte sein Play-off-Debüt nahezu fehlerlos. Wenn auf der anderen Seite Strout die Lehren aus seiner Vorstellung in Pittsburgh zieht, dann stehen die Aktien für die Texans gar nicht schlecht. Weil auf die Verteidigung der Texaner, für mich zurzeit die beste der Liga, Verlass ist und sie Maye das Leben sehr schwer machen kann. Deswegen sehe ich tatsächlich hier große Chancen für einen (weiteren) Auswärtssieg).

🧠 Texans           ❤️ Texans (Defense wins Championships)

 

NFC

 

Drei Teams der Division West und die Chicago Bears sind hier übriggeblieben. Wers vorhersagen kann angesichts der Ausgeglichenheit, herzlichen Glückwunsch!

 

(1) Seattle Seahawks – (6) San Francisco 49ers

 

Die Niners setzten in Philadelphia das Ausrufezeichen der Wild Cards, als sie den Titelverteidiger Eagles eliminierten. Erstaunlicherweise war hierfür vor allem die Verteidigung verantwortlich, die das so gefürchtete Laufspiel der Eagles um Shaquon Barkley einigermaßen in Schach hielt. In der Offensive reichte eine durchschnittliche Leistung von Quarterback Brook Purdy und das überragende Angriffs-Taschenmesser Christian McCaffrey für den harterkämpften 23:19-Erfolg.

Vor zwei Wochen sind die Niners und Seahawks schon mal aufeinandergetroffen, in San Francisco, wo Seattle die Oberhand behielt. Aber damals entschieden Kleinigkeiten die Partie, und wenn nicht alles täuscht, werden es auch in der Nacht zu Sonntag Kleinigkeiten sein, die entscheiden.

Abzuwarten bleibt, wie sehr Quarterback Sam Darmold die Rückenverletzung behindert, wegen der er diese Woche im Training kürzertreten sollte. Die 49ers ihrerseits müssen auf jeden Fall auf ihre routinierte Offensivstation George Kittle verzichten, der sich gegen die Eagles einen Riss der Achillessehne zuzog.

Darmold gelang das einmalige Kunststück, in den vergangenen zwei Jahren mit 2 Teams (Minnesota Vikings, Seahawks) mehr als 10 Siege einzufahren, und das, obwohl er so oft wie kaum ein anderer den Ball in die gegnerischen Arme warf. Aber er hat mit Jaxon Smith-Njigba den alles überragenden Passempfänger der Liga in seinen Reihen, der in der Saison durchschnittlich Bälle für mehr als 100 Yards/Spiel fing. Das dürfte der Knackpunkt der Partie sein: Kann San Francisco auch das Angriffsspiel der Seahawks stoppen? Extramotivation ist natürlich, dass der Super Bowl in der Heimstätte der Niners ausgetragen wird.

🧠 Seahawks (der Heimvorteil wirds richten)      ❤️ Seahawks (mein Superbowl-Tipp) 

 

(2) Chicago Bears – (5) Los Angeles Rams

 

Beide Teams „überlebten“ die Wildcards mit Punkten in letzter Minute gegen die Green Bay packers (Bears) respektive die Panthers (Rams). Die Bears zeigten dabei erneut ihre Spezialität, dass sie vermeintlich nicht (mehr) zu gewinnende Partien doch noch drehen. Gegen die Packers etwa holten sie im 4. Viertel och einen 6:21-Rückstand auf.

Aufgeben ist also nicht, und diese Einstellung werden die Bears im heimischen Wrigley Field auch gegen die Rams unbdingt brauchen. Und eine gute Verteidigung, die den hochbegabten Angriff von LA mit Quarterback Matthew Stafford, Wide Reciever Puca Nacua und andere stoppt. Dann könnte auch dank der fanatischen Zuschauer was gehen, die schon so lange auf einen Erfolg warten.

Voraussetzung ist dabei, dass die Bears nicht wieder die Anfangsphase verschlafen, dass Quarterback Caleb Williams seine Fehlpässe minimiert. Dann sind auch die Rams trotz ihrer tollen Namen schlagbar, wie schon die deutlich schwächer eingestuften Carolina Panthers zeigten, die die Kalifornier an den Ran einer Niederlage brachten. Dennoch glaube ich auch hier an einen Auswärtssieg

🧠 Rams              ❤️ Bears (das hätte was im Wrigley Field)

 

Ansetzungen

 

Sa., 22:30: Broncos – Bills (AFC)
So., 02:00: Seahawks – 49ers (NFC)
So., 21:00: Patriots – Texans (AFC)
Mo., 00:30: Bears – Rams (NFC)

Die schönste Zeit für Football-Fans

Blick über den Teich, NFL

 

Nach insgesamt 18 Wochen regulärem Football mit 273 nur zum Teil unterhaltsamen Partien ist es endlich soweit. Am morgigen Samstag beginnen die Play-offs mit den sogenannten Wildcard-Spielen. Insgesamt 14 Teams sind noch dabei, die die beiden Super-Bowl-Kontrahenten für den 8. Februar in Santa Clara (San Francisco) ermitteln. Ein Spiel entscheidet, do or die, das ist das, was das Football-Herz begehrt. Alles kann entscheiden, das Wetter (gerade im Osten hat es schon so manch absurdes Schneespiel gegeben), ein dummer Fehlpass hier, ein unglücklicher Schiedsrichter-Pfiff dort. Was bisher war, zählt wenig bis nichts, zumal wegen der Divisionssieger-Regel ein besserer Rekord nicht unbedingt Heimvorteil bedeuten muss.

Jetzt also das Wildcard-Weekend mit 6 Partien. Die beiden Conference-Sieger Seattle Seahawks (NFC) und Denver Broncos (AFC) können gemütlich zusehen, wie sich die Konkurrenz beharkt, Verletzungen leider inklusive. Ich werde auf alle 6 Partien eingehen, samt Tipp und Herzenswunsch, und am Ende versuche ich mich am gesamten Play-off-Baum: durchtippen der gesamten Play-offs, was bei mir regelmäßig erschütternd schiefgeht …
Für alle, die sich das nicht antun wollen: zunächst der Spielplan des Wochenendes (MEZ).

Sa., 22:30: Carolina Panthers – LA Rams (NFC)
So., 02:00: Chicago Bears – Green Bay Packers (NFC)
So., 19:00: Jacksonville Jaguars – Buffalo Bills (AFC)
So., 22:30: Philadelphia Eagles – San Francisco 49ers (NFC)
Mo., 02:30: New England Patriots – Los Angeles Chargers (AFC)
Di., 02:30: Pittsburgh Steelers – Houston Texans (AFC)

 

AFC

Glaube ich den Experten, wird hier nur eine Art Fallobst-Gegner gesucht, der den Super Bowl spielen darf. Ganz so schlimm wirds schon nicht werden, und ein paar der Teams genügen auch höheren Ansprüchen …

 

Denver Broncos (1) Freilos

 

New England Patriots (2) – Los Angeles Chargers (6)

 

Die Patriots sind die ganz große Überraschung der Saison, der Umbruch nach der Goldenen Ära um Tom Brady hist viel schneller gegangen als erwartet. Quarterback Drake Maye hat sich in seinme 2. NFL-Jahr zu einem der besten Quarterbacks der Liga entwickelt. Dazu eine gute Defense.
Auf der anderen Seite der erfahrene Justin Herbert, vielleicht mit dem stärksten und vor allem treffsichersten Arm ausgestattet unter den verbliebenen Spielmachern. Windet sich aus kritischen Situationen heraus, wie höchstens noch Pat Mahomes von den Chiefs (dem dieses Jahr die Zauberkräfte nicht halfen …). Seit einiger Zeit spielt Herbert mit angeschlagener linker Hand (nicht der Wurfarm, aber doch beeindträchtigend). Die Chargers-Defensive überzeugt nicht immer. Temperaturen um den Gefriepunkt sind angesagt und Niederschlag, der sich aufs Spiel auswirken könnte.

🧠 Patriots.      ❤️ Chargers (7) (ich bin Herbert-Fanboy)

 

Jacksonville Jaguars (3) – Buffalo Bills (6)

 

Die Bills mit ihrem überragenden Quarterback Josh Allen gelten seit zwei, drei Jahren als Super-Bowl-Teilnehmer – und sind regelmäß9g gescheigtert, die alte Bills-Krankheit (in den 90ern vier SB-Teilnahmen mit 4 Niederlagen). Jetzt, wo die Chiefs (und auch die Baltimore Ravens) nicht mehr im Rennen sind, stünde die Tür weit offen. Doch die Bills sind ein Paradebeispiel, sich sdiese offene Tür elbst zuzuschlagen. Der verpasste Divisionssieg gegen die Patriots in der AFC East führt nun dazu, dass sie zu einem Auwärtstrip in sehr ungewisse Gefilde gezwungen werden. Denn auf der anderen Seite sind die Jaguars immer noch die große Unbekannte. Trevor Lawrence findet an guten Tagen auch die winzigste Lücke für Pässe zu seinen Mitspielern, an schlechten Tagen (die zuletzt sehr selten waren) gelingt ihm wenig bis nichts. Für Allen spricht, dass er mit Ball der gefährlichste aller Quarterbacks ist, der selbst immer für einen Touchdownlauf gut ist. Doch diese Fähigkeit verleitet ihn auch oft dazu, es auch dann zu probieren, wenn es aussichtslos ist, was wiederum zu viel Raumverlust führt.
Alle Auguren sehen die Bills mehr oder weniger klar vorn. Ich schwimme gegen den Strom, deshalb:

🧠 Jaguars.         ❤️ Jaguars (keine echte Präferenz)

 

Pittsburgh Steelers (4) – Houston Texans (5)

 

Dass die Steelers überhaupt noch dabei sind, haben sie nur dem Fehlschuss des Ravens-Kickers Tyler Loop im letzten Spiel zu verdanken. Nun denn, jetzt hat Allstar-Quarterback Aaron Rodgers auf seine alten Tage (41 ist er mittlerweile) tatsächlich noch ein Play-off-Spiel vor der Brust. Und obwohl die Texans in der Saison gleich 4 Spiele mehr gewonnen haben, sehe ich Pittsburgh nicht chancenlos, wenn
– der berühmt-berüchtigte Steel-Courtain hält, also die Verteidigung die Texans-Offensive nicht ins Laufen (und Passen) kommen lässt
– die Offense Line der Steelers Rodgers so lange beschützen kann, bis er Maß genommen hat. Dann hat er Übersicht und Wurfkraft genug, um seine Mitspieler zu finden. Muss er sich dagegen bewegen, schaut es sehr schlecht um ihn aus.
Die Texans lieferten sich bis zuletzt ein Duell gegen die Jaguars um den Divisionssieg in der AFC South. Eigentlich haben sie alles, was ein gutes Team ausmacht, einen vernünftgen Quart4erback (CJ Strout), gute Receiver und eine gute Verteidigung. Deshalb

🧠 Texans        ❤️ Texans (vor allem wg meine Abneigung gegenüber Rodgers)

 

NFC

 

Grundsätzlich bot diese Conference den viel besseren Football, gerade in der AFC West mit den Seahawks, Rams und 49ers. Egal, wer letztlich den Super Bowl erreicht, das Team ist klarer Favorit gegen den AFC-Teilnehmer. Möge das Hauen und Stechen beginnen.

 

Seattle Seahawks (1) Freilos

 

Chicago Bears (2) – Green Bay Packers (7)

 

Ganz ehrlich: Die Bears hatte ich überhaupt nicht auf dem Zettel, erst recht nicht in der starken NFC North, wo ich neben den Packers auch die Detroit Lions und Minnesota Vikings höher eingeschätzt hätte (die schon im Urlaub sind). Doch die Bears sammelten Sieg um Sieg, meist sehr knapp und manches Mal auch glücklich.
Zum dritten Mal in dieser Saison treffen Bears und Packers aufeinander, beide haben je einen Sieg geschafft. Für die Bears spricht der Heimvorteil, für die Packers der bessere Quarterback, zumindest in der Theorie. An (seltenen) guten Tagen erinnerte Jordan Love nämlich an die Packers-legenden Brett Favre und Aaron Rodgers, die dieser ungewöhnlichen Franchise (Besitzer sind Bürger des Staates Wisconsin) zu Super-Bowl-Triumphen verhalfen. Davon sind die Packers weit entfernt, zumal sie als schlechtest gesetztes Team in den gesamten Play-offs auswärts antreten müssen. Aufgrund ihrer größeren Erfahrung, trotz enormen Verletzungspechs der besseren Spieler (Runningback Jacobs möchte ich hervorheben). Allerdings haben sie mit ihrer Laufverteidigung eine echte Schwachstelle, wenn das die Bears um den jungen Quarterback Caleb Williams (eine echte Wundertüte) ausnutzen, gibt es die nächste (kleine) Überraschung. Immer Spielglück ist dan halt auch Können, deshalb

🧠 Bears (ohne große Überzeugung).     ❤️ Packers (der alten Zeiten wegen)

 

Philadelphia Eagles (3) – San Francisco (6)

 

Das namhafteste Duell der 1. Runde zweier Teams, die in den vergangenen jahren das Geschehen in der NFC, ja NFL prägten. Die Eagles sind Titelverteidiger, doch in der gesamten Saison konnten sie nie an die Dominanz der vergangenen Saison herankommen. Und doch haben sie zumindest dem Namen nach starke Offensiv-Waffen, die die eher schwache 49ers-Abwehr (ohne die Stars Bosa und Warner) überfordern könnten. Quarterback Jalen Hurts, Running Back Shaquon Barkley und die Wide Receiver AJ Brown und Devonta Smith. Doch dieses Quartett überzeugte im Herbst 2025 nicht immer (noch beschönigend) und nur die unterirdische NFC East ermöglichte den Eagles so viele Siege. Auf der anderen Seite sind 49ers zumindest in der Offensive wieder gut aufgestellt mit Brock Purdy, George Kittle und vor allem dem großartigen Running Back (und exzellenten Ballmfänger) Christian McCaffrey.
Ich befürchte allerdings, dass das den Kaliforniern nicht reichen wird, das letzte Heimspiel gegen die Seah<wks war ernüchternd. Wenn es allerdings zu einem Shootout kommt, dann könnten die 49ers ihre Chancen auf einen Heim-Super-Bowl wahren.

🧠 Eagles.        ❤️ 49ers

 

Carolina Panthers (4) – Los Angeles Rams (5)

 

Wohl noch nie in der Play-off-Geschichte waren ein Gastteam so großer Favorit. Satte 5 Siege mehr haben die Rams geschafft bei nur 17 Partien ist das ein unwirklicher Wert. Wenn alles normal läuft, haben die Panthers keine Chance, und nicht einmal die können sie nutzen. Warum dann überhaupt noch spielen? Es ist die NFL, und da geschehen die absurdesten Dinge, und immerhin findet das Ganze in North Carolina statt und nicht in Kalifornien.
Aber ansonsten? Die Rams haben den weitaus besseren Quarterback (hier der erfahrene Drew Stafford nach seiner statistisch besten Saison, dort der manchmal erratische Bryce Young bei seinem Play-off-Debüt), sie verfügen mit Puca Nacua und Davante Adams über das beste (gesunde) Receiving-Corps de Liga.
Die Panthers brauchen viel Wetterglück (dass der angesagte Regen auch kommt und die Rams-Würfe stoppt), ansonsten könnte noch das Special-Teams-Versagen der Rams eine Rolle spielen. Das sind reichlich dünne Hoffnungsfäden, deshalb.

🧠 Rams        ❤️ Rams (der absurde Auswärtsnachteil darf nicht bestraft werden).

 

Das Löwen-Bracket (leider kein schöner Turnier-Baum)

 

AFC

Wild Card

Denver Broncos Bye
New England Patriots – Los Angeles Chargers
Jacksonville jaguars – Buffalo Bills
Pittsburgh Steelers – Houston Texans

Divisional Play-offs

Denver Broncos – Houston Texans
New England Patriots – Jacksonville Jaguars

Conference Final

Denver Broncos – Jacksonville Jaguars (ich mags provokant)

 

NFC

 

Wild Card

Seattle Seahawks Bye
Chicago Bears – Green Bay Packers
Philadelphia Eagles– San Francisco 49ers
Carolina Panthers – Los Angeles Rams

 

Divisonal Play-offs

Seattle Seahawks – LA Rams
Chicago Bears – Philadelphia Eagles

 

Conference Final

Seahawks – Eagles

 

Super Bowl

 

Seahawks – Jaguars

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick über den Teich

Die erste Runde der Wildcard-Spiel in der MLB, und die Basketballerinnen der Phoenix Mercury bekommen es im WNBA-Finale mit den Las Vegas Aces zu tun.

 

Aroldis Chapman wackelt, fällt aber nicht

 

New York Yankees gegen Boston Red Sox, das war von vornherein der erklärte Schlager der 4 Wildcard-Partien in der MLB, und die Fans kamen voll auf ihre Kosten. Denn bis zum letzten Pitch von Aroldis Chapman war nicht klar, wer als Sieger vom Platz gehen würde.
Aroldis  Chapman ist der sogenannte Closer der Red Sox, also der Werfer, der am Ende einen Vorsprung seines Teams über die Runde bringen soll. Der 37-Jährige hat eine überaus bewegte Karriere hinter sich. Der Kubaner war 2016 das Closer-Um-und-Auf der MLB und  wesentlich daran beteiligt, dass die Chicago Cubs dadmals zum ersten Mal nach mehr als 100 Jahren die World Series gewannen. Das ist bisher sein einziger MLB-Pokal, obwohl er danach lange beim Überflieger-Team New York Yankees einen durchaus guten Part spielte. Vor der Saison war er noch mal gewechselt, zu den Boston Red Sox. Dort spielte er eine phänomenale Saison, vielleicht gar die beste seiner Karriere.

Doch jetzt war er erstmals im Yankee Stadium in einem Play-off-Spiel der gegnerische Closer, und dieser Umstand kann auch einen Veteran nervös machen. Im 9. Inning also stand er also auf dem Mound bei einer 3:1-Führung seiner Mannschaft und lud die Bases, wie es so schön heißt (unschön für den Pitcher, versteht sich). Sprich, er ließ 3 Hits in Folge zu, schaffte in diesem Zeitraum kein einziges Aus. Geladene Bases, kein Aus – fast eine Garantie zum Punkten, und deshalb erwachten die Fans im Yankee Stadium wieder. Ein satter Hit oder gar ein Homerun (und wenn die Yankees-Schlagmänner eines können, dann sind es Homeruns!), würden im Wortsinn mit einem Schlag die Yankees noch als Sieger vom Platz gehen lassen. Und was machte Chapman? Er verlor nicht die Nerven, sondern vertraute weiter seinem 100-Meilen-Wurf (und mehr). Giancarlos Stanton, 24 Homeruns 2025? – Strikeout. Jazz Chisholm 31 Homeruns 2025? – Flyout, und als Chapman auch Trent Grisham (34 Homeruns 2025) per Strikeout von der Platte gefegt hatte, stand der Sieg der Red Sox über den verhassten Kontrahenten fest.

Es war eine Begegnung der brillanten Starting Pitcher auf beiden Seiten, jeweils die besten ihrer Mannschaft. Max Fried von den Yankees hatte eine außerordentliche Partie und ließ in 6.1 Innings nicht einen Run und nur 4 Hits sowie (3 Walks zu, hübsch verteilt auf die Spielabschnitte. Noch übertroffen wurde er von Garret Crochet, dem Ass der Red Sox. Der begann in seinem ersten Play-off-Spiel überhaupt zwar außerordentlich nervös und ließ die ersten beiden Schlagmänner auf Base. Doch danach hatten die Yankees offensiv praktisch nichts mehr zu melden außer einem Homerun von Anthony Volpe. 7.2 Innings hielt er durch (117 Pitches), und es blieb bei diesem einen Run (und insgesamt 4 Hits) – eine absolute Meisterleistung; die dann auch noch mit dem Sieg belohnt wurde, weil Ersatzschlagmann Yoshida mit einem Double 2 Punkte und Veteran Alex bregmann einen weiteren Zähler beisteuerte.
Damit führen die Red Sox mit 1:0 und können schon heute Nacht mit einem weiteren Sieg die Divisional Finals erreichen. Crochet allerdings wird nicht auf dem Mound als SP stehen, sondern Brayan Bello (Yankees: Carlos Rondon). Sollte aber wieder im 9. Inning ein Vorsprung der Roten Socken verteidigt werden, kommt Aroldis Chapman, und dann wird er die Bases nicht laden, ehe er den Sieg sichert …

Wild Card, 1. Spiele, American League

 

Cleveland Guardians – Detroit Tigers 1:2
Tiger-Pitcher Tarik Skubal ließ die Guardians mit 14 Strikeouts verzweifeln.
New York Yankees – Boston Red Sox 1:3
‚Nough (too much?) said

National League

 

Chicago Cubs – San Diego Padres 3:1
Los Angeles Dodgers – Cincinnati Reds 10:5
das klare Ergebnis täuscht etwas; im 8. Inning retteten sich die Dodgers bei geladenen Bases

 

Ansetzungen heute

 

Mi., 19:08 Uhr: Guardians – Tigers (0:1)
Mi., 21:08 Uhr: Cubs – Padres (1:0)
Do., 00:08 Uhr: Yankees – Red Sox (0:1)
Do., 03:08 Uhr: Dodgers – Reds (1:0)

 

Aces brauchen die Verlängerung

 

Mit einem Kraftakt qualifizierten sich die klar favorisierten Las Vegas Aces fürs WNBA-Finale, wo die Phoenix Mercury mit der deutchen Naitonalspielerin Satou Sabally warten. Gegen die erstaunlichen Indiana Fever (ohne die verletzte Caitlin Clark) benötigten sie im 5. und entscheidenden Spiel eine Verlängerung, ehe der 107:98-Sieg feststand. Bedanken kann sich das Team bei der überragenden Aja Wilson, die gleich 35 Punkte beisteuerte. Nebven der zum MvP der Saison gewählten gewählten Wilson überzeugte vor allem Jackie Young mit 32 Zählern. Bei Indiana, die ihre Scharfschützin Clark wie in den gesamten Play-offs schmerzlich vermissten, punkteten gleich 6 Spielerinnen zweistellig. Zum Verhängnis wurden die 18 Ballverluste, im Vergleich zu nur 7 der Aces.

Die Aces haben aufgrund der besseren Saisonbilanz Heimrecht gegen die Mercury. Doch das Team um Satou Sabally und vor allem der bärenstarken Alyssa Thomas geht durchaus chancenreich in die Best-of-7-Serie. Etwas überspitzt ausgedrückt: die Punkte von Wilson und Young minimieren, und es geht was.

Los geht es ab Samstagmorgen (02:00 Uhr, MESZ) mit 2 Partien in Vegas. Danach sieht der Spielplan 3 Spiele in Phoenix vor, ehe es wieder nach Las Vegas zurückgeht, wenn bis dato kein Team die 4 Siege erreicht hat. Zumindest die 2 Partien am Sonntag (5. und 12. Oktober/if necessary) finden zu europafreundlichen Zeiten (21 Uhr) statt. Zumindest für jene, die nicht urlauben …

 

Ansetzungen

 

Sa., 02:00: Aces – Mercury
So., 21:00: Aces – Mercury
Do., 02:00: Mercury – Aces
Sa., 02:00: Mercury – Aces
So., 21:00: Mercury – Aces *
Do., 02:00: Aces – Mercury *
Sa., 02:00: Aces – Mercury *

 

 

 

 

 

 

Sabally kegelt den Titelverteidiger raus

Blick über den Teich, WNBA

 

Viertelfinale (Best of 3)

 

Die New York Liberty werden ihren Titel also nicht verteidigen. Im dritten und entscheidenden Sspiel unterlag der amtierende Meister den Phoenix Mercury in deren Halle. Wesentlichen Anteil daran hatte die deutsche Nationalspielerin Satou Sabally, die mit 23 Punkten Top-Scorerin des Teams aus Arizona war und zudem noch 12 Reobounds schnappte, dazu 3 Assists servierte und je 2 Blocks und Steals auflegte. Eine champions-reife Vorstellung der besten deutschen Basketballerin. Diese Kategorie verfestigte sie im direkten Duell mit ihrer Nationalmannschaftskollegin Leonie Fiebig, die allerdings sich früh verletzte und sichtlich behindert war in ihren Aktionen. Letztlich standen nur 3 Punkte auf dem Konto.

Die Mercury stehen damit im Halbfinale, wo sie allerdings als Außenseiterinnen ins Duell mit dem Liga-Primus nach der regulären Saison, Minnesota Lynx, gehen. Das Team aus Minneapolis brauchte als einziges der vier Halbfinalitinnen nur 2 Partien im Viertelfinale gegen die Golden State Valkyres, wobei sie das 2. Spiel in San Francisco nur mit einem Kraftakt im Schlussspurt für sich entschieden. Da dürfen sich Sabally und Co. durchaus Chancen ausrechnen, zumal sich auchAlyssa Thomas in Glanzform befindet, wie ihre drei zweistelligen Werte (20 Punkte, je 11 Rebounds und Assists) verdeutlicht.

Das zweite Halbfinale bestreiten die Las Vegas Aces und Indiana Fever. Beide Teams setzten sich im 3. Spiel nur hauchzart gegen die Seattle Storm respektive Atlanta Dream durch. Gerade der Erfolg von Indiana ist bemerkenswert: Nur an Nummer 6 gesetzt (alao das einzige erfolgreiche Auswärtsteam) und das, obwohl ihre Starspielerin Caitlin Clark verletzungsbedingt gar nicht dabei war und gar die Saison beenden musste.

Halbfinale ( Best of 5)

 

Mi., 01:30: Minnesota Lynx – Phoenix Mercury
Mi., 03:30: Las Vegans Aces – Indiana Fever
Sa., 01:30: Indiana Fever – Las Vegas Aces
Sa., 03:30: Phoenix Mercury – Minnesota Lynx

 

Diebstahl in Oklahoma

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Die jeweils ersten Partien der Finalserien sind gespielt, und wenn das so weitergeht, dürfen die Sportfans sich auf zwei sehr spannende Wochen freuen.

 

Oklahoma City Thunder – Indiana Pacers 110:111 (0:1)

 

Für so eine Partie ist wohl die Bezeichnung „das Team xy klaute das Spiel“ erfunden worden. Denn dass die Pacers aus dieser Begegnung als Sieger hervorgegangen sind, kann für den Betrachter nur als schlechten (oder sehr guten) Witz empfunden werden. Hochüberlegen war OKC, die tatsächlich die gesamte Partie führten, ehe Tyrese Haliburton 0,3 Sekunden vor Schluss mit einem Wurf aus der Halbdistanz für die Pacers traf.
Schon während der von den Thunder so extrem intensiven Partie fragte ich mich, warum der Vorsprung nicht schon längst 20 plus x Punkte betrug, so viele Fehler machten die Gäste gerade in der ersten Hälfte; vor allem bedingt durch die unfassbare Verteidigung von OKC, die keinen ruhigen Ballvortrag zuließen.. Doch das Problem der Gastgeber war die insgesamt furchtbare Wurfbilanz, weswegen Indiana immer wieder herankam. Und dass sie in engen Spielen am Ende die Nerven behalten, haben sie in diesen Play-offs schon des Öfteren bewiesen, frag‘ nach bei den New York Knicks und Cleveland Cavaliers. Speziell Tyrese Haliburton ist geradezu ein Spezialist des Buzzerbeaters, also des entscheidenden Wurfes gegen die Uhr. Eigentlich müsste die Polizei die Pacers und speziell Haliburton wegen fortgesetzten Spieleraubs verhaften.

 

Bester der Sieger

Das Team, das trotz so vieler Fehler nie aufgab. Gleich 6 Spieler hatten 14+ Punkte. Herausheben möchte ich Trainer Rick Carlisle, der in der Pause die Flut von Ballverlusten ansprach und zu minimieren wusste.

 

Stark beim Verlierer

Shai Gilgeous Alexander: Die Lobeshymnen hatte ich schon im Geiste formuliert für den vermeintlichen Matchwinner. 38 Punkte sammelte der Kanadier, der auch in der Verteidigung Anführer der Ballhetzer war (3 Steals). Und doch: Einige Würfe aus der Mittelsdistanz, die SGA normal im Schlaf beherrscht, fanden nicht das Ziel.

 

X-Faktoren

Obi Toppin: Er war der Spiel- und Publikumsberuhiger. In heiklen Phasen streute er enorm wichtige Dreier ein, die den Rückstand in Grenzen hielten. 5 von 8 Distanzwürfe fanden das Ziel.
Ending Five: Beide Coaches wechselten in den letzten 3 Minuten keine Spieler mehr durch. Der bisher praktisch unangreifbare OCK-Trainer Mark Daigenault muss sich fragen lassen, warum er in der Crunchtime auf seine beiden Big Men Chet Holmgren und Isaiah Hartenstein verzichtete.

 

Zahlereien

19 Ballverluste leisteten sich die Pacers in der 1. Hälfte, schon für eine gesamte Partie ein bedenklicher Wert. In der 2. Halbzeit passten sie sehr viel besser auf den Ball auf und verloren ihn nur noch 5-mal. Auch weil die Intensität der Thunder Defense etwas nachließ.
39,8 Wurfquote: Das ist ein fast unwürdiger Wert der Thunder. Dabei funktionierte der Dreier sogar einigermaßen (11/30).

 

Hartenstein Watch

Stand nicht in der Starting Five, aber als im 1. Viertel er hereinkam, war der Deutsche gleich zur Stelle und sammelte schnelle 7 Punkte. Am Ende standen beim Center 9 Zähler und 9 Rebounds zu Buche. Durchaus möglich, dass er in den nächsten Partien mehr Spielzeit als die nur 17 Minuten erhält.

 

Ausblick

Etwas Besseres als der Pacers-Erfolg hätte der Serie nicht passieren können. Es gab ja Stimmen, die einen Sweep der Thunder ohne jede Spannung vorhersagten. Jetzt steht OKC unter Druck, und die Pacers haben in den Runden zuvor gezeigt, dass sie den Heimvorteil über die Runden bringen können. Zum dritten Mal starteten sie jetzt mit einem Auswärtserfolg.

 

Ansetzung

Mo., 02:00: Thunder – Pacers (0:1)

 

Edmonton Oilers – Florida Panthers 4:3 OT (1:0)

 

Leon Draisaitl war der Mann des Spiels. Sein Overtime-Treffer nach brillanter Vorarbeit von Conor McDavid in Überzahl entschied letztlich die Partie. Der Deutsche hatte die Kanadier schon nach 66 Sekunden in Führung gebracht, die den Titelverteidiger allerdings wenig tangierte. Sie drehten die Partie mit drei eiskalt herausgespielten Toren. Zwei Schweden (Viktor Arvidsson und Mattthias Ekblom) im Oilers-Dress stellten den Ausgleich her.

 

Die Goalies

Beide Torhüter hielten herausragend. Sergej Bobrowski (Panthers wehrte 42 Schüsse ab, Scottie Skinner deren 29. beckmessernd könnte ich dem Russen das erste gegentor ankreiden, als er im Vorfeld einen Schuss prallen ließ.

 

Draisaitl Watch

2 Tore erzielte der Kölner, der letztlich 28 Minuten auf dem Eis stand. Wobei „stand“ wirklich der falsche Ausdruck war, denn der Center ging keinem Zweikampf aus dem Weg.

 

Meine 🇫🇮

Das Panthers-Quartett blieb ohne Scorerpunkt und relativ unauffällig. Dafür verbuchte Kasperi Kapanen von den Oilers seine ersten beiden Assists in den Play-offs. Der Finne spielt neuerdings in der 2. Reihe neben Draisaitl und Evander Kane.

 

Ausblick

Ein sehr viel besserer Finalstart der Oilers als 2024, als sie die ersten 3 Partien verloren. Die Serie scheint extrem ausgeglichen, Nuancen werden entscheiden. Jedenfalls haben die Panthers gezeigt, dass sie jederzeit ein Spiel aus Kanada holen können.

 

Ansetzung

Sa., 02:00: Edmonton Oilers – Flordia Panthers (1:0)