Ohne Schifoan ist das alles nichts. Und trotzdem.
Pflichtprogramm
14:15: Biathlon, Massenstart Männer
30 Läufer, die besten dieser Spiele und des Weltcups nach einem speziellen Schlüssel, starten gleichzeitig auf die 15 Kilometer Strecke. Viermal muss geschossen werden, liegend, liegend, stehend, stehend. Keine Nachlader, pro Fehlschuss die Strafrunde. Extrem spannendes, schnelles Format. Der Erste im Ziel hat auch gewonnen.
Die Favoriten? Wie immer bei diesen Spielen kommen sie aus Frankreich, Norwegen und Schweden. Ich persönlich hoffe auf den Italiener Tommasso Giacomel, für den Heim-Olympia bisher ein veitables Disaster war. Die deutschen Starter können eigentlich nur positiv überraschend, aber sie können auch positiv überraschen.
16:40/21:10: Eishockey Männer, Halbfinali
Alles redet vom Traum-Endspiel Kanada vs USA (meines ist es bestimmt nicht), aber zuvor gibt es noch die Halbfinali. Da treffen zunächst (16:40) die hohen Favoriten aus Kanada auf Finnland, die ihr Team bis auf eine Ausnahme ebenfalls ausschließlich aus NHL-Stars rekrutiert haben. Ich halte seit jeher zu finnischen Eishockey-Teams und-Spielern, aber ganz objektiv sehe ich kaum Chancen gegen Team Canada, das über 4 nfassbar starke Sturmreihen verfügt. Ich lass mich gerne überraschen.
Danach (21:10) kommt es zum Duell USA gegen Slowakei. Wws die Slowaken können, wissen jetzt auch die Deutschen, die US-Boys hatten gegen Schweden auch viel Glück.
Gibt es nach 60 Minuten keine Entscheidung, gibt es 10 Minuten Overtime mit sogenannten Sudden Death, das erste Tor entscheidet. Wieder im Format 3 gegen 3 (plus Torhütern). Für mich ein Wahnsinn, denn das ist eine komplett andere Sportart mit komplett anderer heransgehensweise. Äußest unterhaltsam, das schon, aber mit echten Hockey hat das nicht die Bohne zu tun. Zum bewundern/freuen/ärgern schon bei 3 Viertelfinali (außer dem Deutschland-Spiel, die allesamt auf diese Art entscheiden wurde. Die NHL und andere nationale Ligen wissen schon, warum sie in Play-off-Runden nicht vom regulären 5 vs 5 abgehen, acuh wenn das gerne mal Stunden dauern darf.
Gibt es nach 10 Minuten keine Entscheidung, kommt es zum Penaltyschießen. Viel schwerer zu verwandeln als etwa ein Elfmeter beim Fußball. Dennoch unfassbar spannend, wie Draisaitl senior zu berichten weiß. Eine der epischsten Szenen in der Olympia-Geschichte, die niemand vergessen wird, der dabei war.
Wird sicher spannend
12:00: Ski Freestyle, Cross Frauen, K.-o.-Runde
4 Läuferinnen starten gleichzeitig in einen Parcours mit Steilkurven und Sprüngen. Berührungen sind erlaubt, allerdings in Grenzen. Die ersten zwei jeder K.o.Runde steigt in die nächste Runde auf. Im Finale um die Medaillen dann 4 Starterinnen, man muss kein Mathe-Genie sein, um auszurecnen, dass eine die echt Dumme ist (tote Rennen sind doch sehr selten).
Insgesamt stehen ab 12 Uhr 4 K.o.Runden an, in relativ schnelle Abfloge bis zum Finale (13:10).
14:05: Curling, Halbfinale
Na endlich, der Löwe findet die Steineschubser (Spaß). Die Paarungen stehen noch fest: Die Termingötter haben beschlossen, dass beide Partien gleichzeitig stattfinden. Schön für die Zuschauer vor Ort, nicht so gut für den Fernsehzuschauer, es sei denn er wählt den Splitscreen (sieht also von beiden wenig). Immerhin können wir dank Streaming frei auswählen, welche Partie wir bevorzugen.
16:30: Eisschnelllauf, 1500 Meter Frauen
Die gefürchtete Mitteldistanz, in der die Läuferin ein zu hohes Anfangstempo schmerzlich büßt. Wie immer kommen die besten Läuferinnen am Schluss, allerdings nur der Vorleistung nach und nicht der aktuellen Form. Die holländische 500-Meter-Olympiasiegerin allerdings beginnt, wenn sie einigermaßen duchkommt, könnte sie schon eine veritable Richtzeit setzen.
21:30: Shorttrack, Staffel-Finale (5000 Meter)
4 Teams a 3 Läufer: Einer ist „on“, also maßgeblich auf der Bahn, die anderen werden fliegend per handschub eingesetzt, immer von innen kommend. Einfach anschauen und schnell begreifen. Sehr unterhaltsam
Dieses Penalty-Schießen ist mit Sicherheit meine älteste Erinnerung an Eishockey. Was war das für ein Drama!