von Münchner Löwe | März 25, 2025 | bundesliga, Fußball, MLB, Motorrad, Wintersport, Wochenvorschau
Liga-Alltag im Fußball, Skifliegen in Planica, Tennis in Miami und der „richtige“ Beginn der MLB, das sind nur einige der Höhepunkte der Woche.
Meisterfernduell gegen Kellerkinder
Nachdem die Bayern etwas überraschend zuletzt Punkte gelassen haben, gibt es im Titelrennen noch so etwas wie Restspannung. 6 Punkte Vorsprung haben die Münchner auf Bayer Leverkusen (und das erheblich bessere Torverhältnis). Am Wochenende haben die Teams lösbare Heimaufgaben, Bayer empfängt schon am Freitag den VfL Bochumn, der FCB tags darauf St. Pauli. Das sogenannte Topspielk findet Samstagabend in Frankfurt statt, wenn die Eintracht den VfB Stuttgart empfängt. Am Sonntag (17:30)dann käömpft Borussia Dortmund gegen Mainz 05 vielleicht wirklich um die „allerletzte“ Chance, noch ins Rennen um die CL-Plätze einzugreifen.
Zverev noch mit Chancen
Ein wenig verbessert, aber doch noch weit von Topform zeigte sich Alexander Zverev beim Masters in Miami mit zwei letztlich sicheren Erfolgen gegen den Briten Fearnley und den Australier Thompson. Jetzt wartet auf ihn mit Fils ein sehr harter Brocken. Der Franzose setzte sich diese Nacht in einem aufsehenerregenden und nervenberaubenden Match gegen Francis Tiafoe aus den USA durch (beide Spieler zertrümmerten aus Frust ihre Schläger).
Immerhin: Das Feld ist schon ziemlich ausgedünnt: Alcáraz, Medwedew und Indian-Wells-Sieger Draper sind schon nicht mehr dabei (wie übrigens alle, die in Kalifornien das Halbfianle erreicht haben). Auch das 18-jährige Top-Talent Joao Fonseca ist nach einem 3-Satz-Triller gegen Alex De Minaur nicht mehr dabei.
Bei den Frauen läuft vieles mal wieder auf ein Finale Aryna Sabalenka – Iga Swiatek hinaus. Ein kleines Tennismärchen schreibt die Philippinin Alexandra Eala. Die Nummer 140 der Weltrangliste, mit einer Wildcard ausgestattet, steht im Viertelfinale, wo sie auf Swiatek trifft und wahrscheinlich überfordert sein dürfte.
Weitenjagd unter Argwohn
Die Konkurrenz auf der mächtigen Flugschanze ist traditionell der Abschluss der Skisprung-Saison. Eine Saison letztlich zum Vergessen wegen des alles überschattenden Anzug-Skandals der Norweger und letztlich meiner Erkenntnis, dass jede einigermaßen wettbewerbsfähige Nation das Reglement bis ins Letzte ausreizt und gerne auch sämtliche Betrügeleien versucht. Die Kontrollen scheinen wenig zu bewirken. Manchmal werden die Aktiven halt erwischt, dann reden sie und ihr Verband sich raus. Erinnert sei an die Farce das olympischen Frauen-Teamspringens, als jede Nation mit einen unstatthaften Anzug erwischt wurde.
Planica ist dennoch sehenswert mit einer großartigen Stimmung der slowenischen Fans (und ihrer Nachbarn vor allem aus Österreich). Slowenien ist Fliegerland: Toll wäre es, wenn die Weltrekordlerin und mit Abstand beste Springerin Nina Prevc außer Konkurrenz starten könnte.
Das „Planica-Lied“, das nach jeder großen Weite (230+ Meter waren es zuletzt) gespielt wird, geht einem allerdings nach dem Wochenende (eigentlich schon nach dem ersten Wettkampftag am Freitag) gepflegt auf die Nerven.
MLB mit Irrsinnsprogramm (wie jedes Jahr)
Nach dem 2-Partien-Auftakt in Tokio (zweimal gewann Titelverteidiger LA Dodgers gegen die Chicago Cubs) startet am Donnerstag die Saison mit vollem Programm. Jedes der 30 Teams, je 15 der National League und American League bestreitet bis Ende September 162 Partien, das sind also insgesamt 2430.
Um diesen mörderischen Spielplan auch nur ansatzweise zu bewältigen und die Fahrten/Flüge im Riesenland zu minimieren, gibt es meist Dreier- oder Vierer Spielserien, diese Woche etwa treffen die New York Yankees und Milwaukee Brewers ab Donnerstag bis Sonntag im Yankee Stadium dreimal aufeinander.
Eine große Vorschau erspare ich mir. Wie ich letzte Woche schon schrieb, werde ich erst nach dem Ende von NHL und NBA mich näher damit beschäftigen. Wers wirklich wissen will, den verweise ich gerne auf den deutschen Podcast
baseball.de (von denen ich auch viele meiner Weisheiten habe). Aber generelle Übersichten und ein bisschen Kepler-Watch (bei den Philadelphia Phillies) werden auch hier schon drin sein.
Höchstspannung in de DEL
Jeweils 4 Partien sind jetzt in den 4 Viertelfinals gespielt, und entschieden ist noch nicht in den Best-of-7-Serien. Wobei die Eisbären Berlin gegen die Straubing Tigers sehr gute Chancen haben, die Serie heute schon zu beenden. Gespielt wird meist im Rhythmus Di. (Mi), Freitag, Sonntag. Und so steht es
Di., 19:00: Eisbären Berlin – Straubing Tigers (3:1).
Die Berliner machten am Sonntag durch einemn Sieg in der 2. Overtime am Straubinger Pulverturm einen Riesenschritt in Richtung Halbfianle
Di., 19:30: Adler Mannheim – Red Bull München (2:2)
Zum Live-Erlebnis am Sonntag im SAP Garden gibt es hoffentlich heute noch einen gesondeten Bericht. Die Abfahrt, seufz.
Mi., 19:00: Fischtown Bremerhaven – Kölner Haie (1:3)
Bremerhaven hat mit einem 5:2 in Köln (nach 0:2-Rückstand) das vorzeitige Ausscheiden abgewendet.
Mi., 19:30: EHC Ingolstadt – Nürnberg Ice Tigers (2:2)
Die bisher elektrisierendste Serie der beiden Nachbarstädte (naja). Nürnberg glich die Serie durch 2 Overtime-Siege in Folge aus, nachdem sie zweimal recht unglücklich verloren hatten.
Und sonst?
- Handball: Der spannende Titelkampf (immer noch haben ein halbes Dutzend Team mehr oder wenige gute Chancen) geht ins letzte Saisondrittel. Am Samstag treffen die MT Melsungen und der THW Kiel aufeinander, die beide zuletzt empfindliche Niederlagen gegen HSV Hamburg und der SG Flensburg-Handewitt erlitten haben.
Spitzenreiter Füchse Berlin (dank des mit Abstand besten Torverhältnissesaller Mannschaften) sollte am Sonntag gegen Hamburg wenig Probleme haben, ist aber sicher gewarnt
- Basketball: Wieder mal einen Doppelspieltag gibt es in der Euroleague, in der es im Kampf um die Play-offs extrem eng zugeht. Zwischen Rang 5 und 12 sind es gerade mal 2 Siege Unterschied bei noch 4 ausstehenden Partien. Der FC Bayern (17:13 Siege) spielt heute beim FC Barcelona (17:13) und empfängt am Donnerstag Partizan Belgrad (15:15). Der deutschen Vollständigkeit halber: Alba Berlin, abgeschlagen Letzter, spielt heute bei Partizan und am Freitag gegen Bologna.
Und damit es Basketball-Profis nicht langweilig wird, gibt es am Wochenende noch Bundesliga. Tabellenführer FC Bayern am Samstag in Würzburg, Alba, nur noch mit kleinen Play-off-Chancen, gnädigerweise erst am Montag in Heidelberg
- Motorsport: Die Motorrad-WM zieht nach Austin/Texas weiter. In der MotoGP vielleicht die Fortsetzung der Marquez-Festspiele. In den 2 Rennen bisher siegte jeweils Marc (der achtmalige Champion) vor seinem jüngegren Bruder Alex.
- Wintersport: Ab heute finden in Bostoner TD Garden die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften statt. Eine Sportart, die ich praktisch nicht mehr verfolge. Doch das deutsche Paar Minerva Hase/Nikita Volodin gehört als Europameister zu den Top-Favoriten.
Letztlich ist die WM wie in den Jahren zuvor ein Muster ohne Wert, weil die klar führende Nation aus bekannten Gründen nicht dabei sein darf. Wer es trotzdem sehen will, die ARD spendiert wenigstens Live Streams, zB die Paarlaufkür am Donnerstag ab 23.15 Uhr).
von Münchner Löwe | März 18, 2025 | Fußball, MLB, Olympia, ski alpin, Wintersport, Wochenvorschau
Länderspiele, bei denen es sogar um etwas geht, vielfach Abschied von den Wintersport-Weltcups und der Beginn der MLB – das sind nur die Höhepunkte einer wieder pickepackevollen Sportwoche. In der passenderweise in Griechenland, also der olympischen Wiege, auch der neue IOC-Präsident und somit der Nachfolger von Thomas Bach gewählt wird, über dessen Amtszeit ich den Mantel des Schweigens hüllen will …
2 Duelle gegen den Angstgegner
Deutschland gegen Italien – das ist immer noch eine der klangvollsten Duelle im Weltfußball. Das sind weiterhin die beiden erfolgreichsten europäischen Teams (beide viermal Weltmeister). Jetzt treffen sie in Hin- und Rückspiel des Nations-League-Viertelfinals aufeinander. Rein statistisch brauchen die Deutschen gar nicht anzutreten, denn in Pflichtspielen sind sie immer noch sieglos gegen die Azzurri (der Erfolg im EM-Viertelfinale 2016 gilt als Remis, weil erst im Elferschießen gesichert). Ausgetragen werden die beiden Partien in den jeweiligen Fußballtempeln des Landes, am Donnerstag in San Siro zu Mailand, am Sonntag im Dortmunder Westfalenstadion (jeweils 20:45). Dort war ich 2006 live vor Ort und auf Strafraumhöhe des Grosso-Tores, als Italien im WM-Halbfinale die deutschen Titelhoffnungen beendete.
Ich habe die Italiener seit ihrer desaströsen EM 2024 nur rudimentär verfolgt; immerhin haben sie sich in ihrer Gruppe gegen Belgien durchgesetzt und auch gegen Frankreich nicht schlecht ausgesehen. Zu welchen Taten sie fähig sind, kann ich daher schwer beurteilen. Das Team setzt sich größtenteils aus den Serie-A-Top-Mannschaften Inter, Napoli und Atalanta zusammen. Bayern-Fans werden besonders interessiert auf die Inter-Spieler schauen, dem Viertelfinal-Gegner der Münchner in der Champions League.
Die Deutschen müssen unter anderem auf Ausnahmespieler Florian Wirtz verzichten, dennoch sind sie leicht zu favorisieren. Der besondere Reiz: Wer sich in diesem Duell durchsetzt, wird Gastgeber des Final Four der Nation League sein.
Auch die anderen 3 Viertelfinali klingen durchaus reizvoll: Dänemark – Portugal, Kroatien – Frankreich und vor allem Holland – Spanien. Leider hat die UEFA (bzw. die jeweiligen Verbände) alle Begegnungen am Donnerstag und Sonntag zur gleichen Zeit angesetzt.
Ansonsten gibt es zahlreiche Relegationsspiele um Auf- und Abstieg der verschiedenen Ligen der Nations League. Ins Auge für mich als austriaphiler stechen die beiden Duelle zwischen Österreich und Serbien um einen Platz in der A-Gruppe. David Alaba ist zurückgekehrt ins Team, dafür fehlt Marcel Sabitzer.
Tuchel greift ein
England hat Gruppenerster einer B-Liga-Gruppe schon den direkten Aufstieg geschafft. Die Three Lions beginnen am Freitag bereits ihre WM-Qualifikation 2026 zu Hause gegen Albanien, dem am Montag gegen Lettland eine weitere machbare Heimpartie folgt. Es ist das mit Spannung begleitete Debüt von Trainer Thomas Tuchel. Die englischen Presse und/oder Experten-Scharfschützen, die ihm (hoffentlich nur mit Worten) Böses tun wollen, liegen schon bereit und warten förmlich auf einen Fehlstart.
Zwei weitere volle Spieltage gibt es in Südamerika. Dort kann Argentinien mit Erfolgen in Uruuay und daheim gegen Brasilien schon das WM-Ticket fix buchen. Allerdings muss der Weltmeister offenbar auf Lionel Messi verzichten.
Preuß kämpft um die Kugel
Ausklang der Biathleten am Holmenkollen. Unweit von Oslo kämpft Franziska Preuß um den Gesamt-Weltcup: 3 Rennen stehen für die Frauen (auch für die Männer) noch aus: Sprint, Verfolgung und Massenstart. Die Deutsche hat noch 40 Punkte auf die letzte verbliebene Konkurrentin Lou Jeanmonnet aus Frankreich. Rechenspiele verkneife ich mir: Die Form spricht eher für Jeanmonnet, der kleine Vorsprung für Preuß.
Bei den Männern feiern die Böe-Brüder Tarjej und Johannes Tignes vor heimischer Kulisse Abschied vom Leistungssport. Die beiden haben das vergangene Jahrzehnt geprägt. Johannes Tignes war der noch begabtere und auch erfolgreichere, der sogar vermeintlich unerreichbare Rekorde von Ole Einar Björndalen übertroffen hat. Der norwegische Ersatz-Armada (um den potenziellen Weltcupsiege Sture Lagreid) steht schon bereit.
Die besten Skifahrer haben sich in die USA aufgemacht, wo in Sun Valley ab Samstag das Weltcup-Saisonfinale ansteht mit je 4 Rennen für Frauen und Männer in allen Disziplinen. Die beiden Gesamtsieger stehen fest mit Federica Brignone und Marco Odermatt. Der Schweizer hat auch schon die Kleine Kristallkugel in Super-G und Riesenslalom sicher und dürfte sich auch die Abfahrtswertung holen, wo ihm ein 12. Platz im Duell gegen Landsmann und Weltmeister Franjo von Allmen reicht.
Hochspannung dagegen in allen Disziplinen bei den Frauen, wo es noch heftige Duelle um die Kugeln gibt. Brignone hat in Abfahrt, Super-G und Riesenslalom gute Chancen, kann jeweils triumphieren, aber auch leer ausgehen.
Und dann sind da noch die österreichischen Männer, die noch 4 Rennen haben, um eine Schmach ersten Grades zu vermeiden. Immer noch sind sie ohne jeden Rennsieg in einem Weltcup, und die Abfahrer sogar ohne jeden Podestplatz. Beides hat es in einer Saison noch nie gegeben. Ernsthaft vermeiden können dieses Debakel der selbsternannten Skination Nummer 1 nur Vincent Kriechmayr in Abfahrt und Super-G sowie Manuel Feller im Slalom. Dort hat der Norweger Henrik Kristoffersen die besten Chancen auf die Kugel und kann auch den Schweizer Totaltriumph gegen Luc Meillard vermeiden.
Schlägerschwingen in Japan
Wie im vergangenen Jahr beginnt die Major League Baseball ihre Saison mit 2 Partien in Asien, diesmal in Japan. Heute und am Mittwoch treffen im Tokio Dome die Chicago Cubs und Titelverteidiger Los Angeles Dodgers aufeinander. Beide Teams erweisen den Gastgebern die Ehre und stellen in der ersten Partie japanische Starting Pitcher auf. Außerdem wird sich auf Dodgers-Seite der zurzeit weltbeste Baseballer Shohei Ohtani vor heimischen Publikum die Ehre geben, allerdings nur als Schlagmann und nicht als Werfer. Mal sehen, ob sich das im Verlauf der langen Saison ändert (jedes Team hat bis Ende September 162 Partien zu absolvieren).
Ich verkneife mir tiefere Analysen. Die Dodgers sind wieder klare Titelfavoriten. Interessant wird das New Yorker Fernduell der Yankees und Mets sein, wo es in der Off-Season den spektakulärsten Wechsel gab, als Juan Soto von den Yankees zu den Mets übersiedelte. Dort verdient er die nächsten 15 Jahre die Kleinigkeit von 765 Millionen Dollar. So ein hohes Fixgehalt hat es weltweit im Sport noch nicht gegeben, dagegen sind Bundesliga-Profis mit nur gut 20 Mio+/Jahr arme Schlucker. Und alles ohne Sondervermögen der Mets, ein milliardenschwerer Besitzer genügt …
Aus deutscher Sicht interessant: Der Berliner Max Kepler hat vor seiner 10. Saison das Team gewechselt und schwingt jetzt für die Philadelphia Phillies den Schläger. Im Spring Training hat er durchaus einen guten Eindruck hinterlassen, hnachdem es zuletzt für die Minnesota Twins überhaupt nicht mehr lief. Die Phillies gehören zum erweiterten Favoritenkreis und müssten die Play-offs sicher erreichen. Dort wird eh völlig neu abgerechnet.
Coe oder Samaranch – oder die große Überraschung?
Das Internationale Olympische Komitee wählt am Donnerstag einen neuen Präsidenten. Sechs Männer und eine Frau (die ehemalige Weltklasseschwimmerin und Olympiasiegerin Kirsty Coventry) bewerben sich zur Nachfolge von Thomas Bach, der nach 12 Jahren eher unfreiwillig abtritt, weil die Statuten keine dritte Amtszeit erlauben. Als klare Favoriten gelten Sebastian Coe, der ehemalige Spitzenläufer (ebenfalls Olympiasieger) und langjährige Chef des Welt-Leichtathletik-Verbandes, und Juanito Samaranch, Sohn der sehr zweifelhaften IOC-Ikone Juan Samaranch. Der ehemalige Minister unter General Franco leitete das IOC mehr als 20 Jahre lang und hat es vom reinen Amateursport ins Profitum geführt mit einigen Vorteilen (endlich auch die Profis dabei und nicht nur (Staats)-Amateure und vielen Nachteilen wie zB die Übervermarktung und extremer Gigantismus.
Beide Kandidaten sind nicht unbedingt Bachs Freunde; vor allem nicht Coe, der sich klar gegen russische Wiedereingliederung positioniert (dies aber offenbar schon wieder abschwächt) und sogar Olympia-Preisgelder für die Leichtathletik-Gewinner auslobte und vergab, ein absolutes NoGo für den Deutschen.
Doch Bachs Favoritin Coventry gilt gerade in diesen politisch so heiklen Phasen (vor allem Olympia 2028 in LA, also im Trump-Land USA, wirft jetzt schon seine Schatten) als zu schwach (was allerdings nichts heißen mag bei den teilweise so alten wie unberechenbaren IOC-Granden, die zur Wahl schreiten). Zumal die Wahl Coventrys durchaus ihren Charme hätte, weil sie die erste Frau wäre an der IOC-Spitze, zudem die erste Afrikanerin und mit 41 Jahren fast unverschämt jung. Ein junges Füllen würde die IOC-Lemuren anführen …
Gewählt wird in einem Luxus-Resort am Peloponnes, nicht besonders weit von Olympia entfernt, dem alle IOC-Mitglieder einen Besuch abstatten wollen. Das Wahlprozedere ist klar und doch für Mauscheleien aller Art offen. Im ersten Wahlgang braucht es eine absolute Mehrheit der Stimmen. Wenn es die nicht geben sollte, wovon alle Insider ausgehen, scheidet derjenige mit den wenigsten Stimmen aus. Das wiederholt sich, bis nur noch 2 KandidatInnen übrigbleiben oder in einem Wahlgang es schon eine absolute Mehrheit gibt. Dann beginnt für die verbliebenen Kandidaten das Gefeilsche um die Stimmen der Ausgeschiedenen. Als leichter Favorit wird Samaranch jr. gehandelt, weil er in der süd- und mittelamerika-Fraktion als besonders gut vernetzt gilt. Und Kontakte zählen viel mehr als Programme. Je intransparent, desto IOC.
Disclaimer: Ich habe den Wahlmodus korrigiert auf Hinweis des Lesers MarioP bei
https://www.allesausseraas.de/dienstag-18-03-2025/#comment-870257
Und sonst?
- Handball: Die Bundesliga nutzt die Fußball-Bundesliga-Pause mit einigen Top-Partien. Zur angestammten Sportschauzeit überträgt die ARD am Samstagabend das Verfolgerduell (und Nordschlager) SG Flensburg-Handewitt gegen THW Kiel. Tags zuvor empfängt Meister SC Magdeburg den Zweiten Füchse Berlin. Tabellenführer Hannover-Burgdorf muss bereits am Donnerstag ziemlich ersatzgeschwächt die Hürde Rhein-Neckar Löwen nehmen, die oft schon zum Stolperstein für Favoriten wurde.
- Basketball: Der FC Bayern kann mit einem Sieg bei Baskonia die jüngste Heimniederlage gegen Anadolu Efes wieder wettmachen und Platz 5 in der Euroleague festigen. In der Bundesliga haben die Münchner nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen Ulm weiter Platz 1 inne, den sie am Samstag mit einem Heimsieg gegen Rostock verteidigen dürften.
- Eishockey: Bis Sonntag stehen im DEL-Viertelfinale jeweils die Partien 2 bis 4 an. Am spannendsten dürfte die Serie zwischen den Adler Mannheim und Red Bull München werden. Dort werde ich am Sonntag beim 4. Spiel mit meinem guten Freund Stony live vor Ort sein im SAP Garden (Dein Fuß muss diesmal mitmachen …). Theroretisch ist zwar möglich, dass dann die Adler, die das erste Spiel am Sonntag gewonnen haben schon den Sack zumachen mit einem 4. Sieg, doch das würde mich schon sehr wundern.
In der DEL2 schwimmen die letzten Rettungsfelle der DEG davon: Denn diejenigen Teams (Weiden und Ravensburg), die nicht aufsteigen wollen/dürfen, liegen in ihren Play-off-Serien zurück.
- Wintersport: Skispiele in Lahti, wo Langläufer, Skispringer und Kombinierer sich zum Ausstand treffen. Der Anzugsskandal um die Norweger wirkt weiter, die Kräfteverhältnisse haben sich erneut geändet, jetzt sind die Deutschen plötzlich wieder da, während das lange dominierende Austria schwächelt. Wie das eine mit dem anderen zusammenhängt, darf sich jeder selbst zusammenreimen … Mir ist die eh geschwundene Skisprung-Lust völlig vergangen, auch wenn das meist fantastische Skifliegen eine Woche später in Planica schon lockt.
- Radsport: Mailand – San Remo ist das erste Monument, also einer der 5 ganz großen Klassiker. Und eines der ganz wenigen Rennen, das der überragende Fahrer dieser Zeit, Tadej Pogacar, noch nicht gewonnen hat. Das Profil mit dem legendären Poggio-Anstieg kurz vor Schluss, dem nur noch eine rasende Abfahrt folgt, ist nicht so sehr die Sache des Slowenen: Nichtsdestotrotz gehört er aufgrund seiner Dominanz zu den Favoriten, die wie immer bei der Clasicissima breit gestreut sind.
- Tennis: Sunshine-Doppel, 2. Teil: Nach Indian Wells und den dortigen Premierensiegern Mirra Andreewa und Jack Draper geht es Quer über Amerika von West-Kalifornien nach Miami/Florida, wo ab Mittwoch zehn Tage lang die besten Frauen und Männer das Racket schwingen. Titelverteidiger Jannik Sinner wird wegen seiner Doping-Sperre weiter fehlen, Titelverteidigerin Danielle Collins ist zwar dabei, aber höchstens Außenseiterin, weil ziemlich außer Form. Die Russin Andreewa ist zurzeit das Maß aller Dinge: Vor Indian Wells triumphierte sie auch beim top-besetzten Turnier in Dubai.
Deutsche Frauen sind vorerst nicht im Hauptfeld, sie alle scheiterten in der Qualifikation: Nur wenn noch mehrere Spielerinnen kurzfristig absagen, könnte wieder die Zeit für Lucky Lys als Nachrückerin (Lucky Loser) kommen. Alexander Zverev ist wie in Indian Wells als Nummer 1 gesetzt, doch nach den frühzeitigen Niederlagen zuletzt bei diversen Turnieren gehört er nicht zu den Favoriten. Vielleicht ist das gerade gut für den Hamburger.
- Formel 1: In Schanghai steht am Sonntag der 2. WM-Lauf an. Das Regenrennen von Melbourne lässt für mich zwar eine nachhaltligen Erkenntnisse zu, aber die McLarens um Sieger Lando Norris dürften erst mal das Maß aller Dinge sein.
von Münchner Löwe | März 11, 2025 | Wochenvorschau
Raw Air unter Beobachtung
Ausnahmsweise beginne ich die Vorschau mit Skispringen. Die Sportart ist wegen des Anzug-Betrugs der Norweger schwer in Vewrruf geraten. Ausgerechnet jetzt startet die Raw Air, die norwegische Serie, vergleichbar mit der deutsch-österreichischen Vierschanzentournee. Es beginnt schon am Donnerstag am legendären Hlmenkollen und setzt sich am Wochenende auf de Skiflugschanze in Vikesund fort. Übrigens für Frauen und Männer, das ist der große Unterschied zur Tournee.
Die Anzugs-Detektive stehen schon bereit, wie sich gerade das Norge-Team zusammensetzt (der Cheftrainer ist ja suspendiert), ist die große Frage. Ein Springen nur auf Bewährung also.
Langatmiger Dienstag, spannender Mittwoch
So könnte ich etwas boshaft und vereinfacht die Achtelfinal-Rückspiele der Champions League bezeichnen. Am heutigen Dienstag verteidigen 3 Teams ihre Auswärtssiege aus dem Hinspiel. Dazu das deutsche Duell zwischen Bayer und Bayern, das allerdings durch das klare 3:0 der Münchner viel an Brisanz verloren hat, zumal der mit Abstand beste Leverkusener Spieler Florian Wirtz verletzt pausieren miuss.
Am spannendsten dürfte esnoch in der Anfield Road zugehen. Der heimische FC Livepool hat zwar das Hinspiel bei PSG mit 1:0 gewonnen, dies laag aber einzig und allein am überragenden Torwart Allison, der auch die schwierigsten Bälle entschärfte. Zu welchen Taten die Pariser auswärts in de Lage sind, können leidvoll die Stuttgarter bestätigen , die im entscheidenden Vorrundenspiel mit 4:1 aus der eigenen Arena geschossen wurden.
Am Mittwoch sind immerhin 2 Partien voller Brisanz und Spannung, dem Spielplanern sei dank auch noch zu unterchiedlcihen Zeiten. Der BVB geht mit einem 1:1 ins Rückspiel beim OSC Lille. Ich sehe die Chancen 50 zu 50, ein klarer Sieg hier ist genaus möglich wie ein klarer Sieg dort. Tagesform, allerdings ist Lille enorm heimstark.
Danach das Madrider Derby Atlético vs Real, Teil II. Real hat das Hinspiel mit 2:1 gewonnen. Für die Königlichen spricht, dass sie sich gegen den „kleinen“ Stadtrivalen in de Champions League stets durchgesetzt haben. Für Atlético die unvergleichliche Atmosphäre im Metropolitano und Trainerfuchs Diego Simeone. Dennoch sehe ich leichte Vorteile für Real, das Team kann einfach Königsklasse
Achtelfinale, Rückspiele (Hinspielergebnis)
Di., 18:45: FC Barcelona – Benfica Lissabon (1:0)
Di., 21:00: Bayer Leverkusen – Bayern München (0:3)
Di., 21:00: FC Liverpool – Paris St. Germain (1:0)
Di., 21:00: Inter Mailand – Feyernoord Rotterdam (2:0)
Mi., 18:45: OSC Lille – Borussia Dortmund (1:1)
Mi., 21:00: Atlético – Real (1:2)
Mi., 21:00: Aston Villa – FC Brügge (3:1)
Mi., 21:00: FC Arsenal – PSV Eindhoven (7:1)
Am Donnerstag gibt es die Achtelfinal-Rückspiele in Europa und Conference League. Die in der Bundeslga gerade schwächelnde Eintracht aus Frankfurt verteidigt zu Hause gegen Ajax Amsterdam einen wertvollen 2:1-Vorsprung.
Beachtenswert vor allem der Auftritt von Manchester United gegen Real Soiedad, bei dem die Red Devils nach dem 1:1 in Spanien ihre letzt Titelchance der Saison wahren wollen.
In der Conference League gibt es keinen deutschen Vertreter mehr. Rapid Wien ist zu Hause nach de eher unglücklichen 1:1 bei Banja Luca klarer Favorit aufs Weiterkommen.
In der DEL wirds ernst
Die Viertelfinali (Modus Best of 7) beginnen am Sonntag. 2 Partien stehen schon fest: Die Adler Mannhiem empfangen Red Bull München, die Fischtown Penuins die Kölner Haie. Titelverteidiger Eisbären Berlin und der DEL-Erste EHC Ingolstadt warten noch auf ihre Gegner, die in 2 Pre-Play-off-Serien ermittelt werden. Das kann heute schon passieren, wen die Straubing Tigers und Nürnberg Ice Tigers ihren Heimsiegen gegen die Löwen Frankfurt und Schwenningen Wild Wings auch Auswärtserfolge folgen lassen. Eine eventuell notwenidge 3. Partie würde am Donnerstag in Straubing repektive Nürnberg stattfinden.
Kampf dem Inselgrün
Die Players Championships in Ponte Vedra gelten als das inoffiezielle 5. Major der Golfprofis. De rPlatz hat eines der spektakulärsten Löcher der gesamten US-Tour. Auf der 17. Bahn müssen die Spieler vom Abschlag weg nämlich ein Inselgrün treffen. Aus 121 Metern sollte das für einen Könner kein Problem sein, doch viele (Sieg)-Hoffnungen landeten im Wasser, gerade auch auf den letzten beiden Runden, wenn es ums Eingemachte geht und der Wind dem Ball ein Eigenleben gibt. Einmal trug gar eine Möwe einen Ball auf und davon. Angeblich versenken Golf-Amateure während eines Jahres 50.000 Bälle im Wasser, die eigens angestellte Taucher wieder herausfischen.
Der Deutsche Martin Kaymer feierte hier einen seiner größten Erfolge, als er 2014 triumphierte. Allerdings ist er dieses Jahr erstmals nicht mehr dabei wohl aber sine Landsleute Stephan Jäger un Mathias Schmidt. Wie immer im Golf ist der Kreis der Favoriten riesengroß.Mittendrin unter den Favoriten ist der Österreicher Sepp Straka, der gar die Jahreswertung der PGA Tour anführt.
Und sonst?
- Bundesliga: Die Meisterschaft scheint für die Bayern entschieden, also rückt der Abstiegskampf in den Blickpunkt. Dabei kommte es am Sonntag zum Duell Letzter gegen Vorletzter (Heidenheim gegen Kiel), wo beiden Teams nur ein voller Erfolg wirkllich weiterhilft.
Ansonsten nimmt aber auch das Rennen um die internationalen Plätze Fahrt auf, wo sich noch die Hälfte der Liga mehr oder weniger gute Chancen ausrechnen dürfen. Direkte Duelle sind da natürlich von besonderer Bedeutung (das legendäre (6-Punkte-Spiel). Am Samstagabend etwa kämpft Borussia Dortmund bei RB Leipzig fst schon um die letzte Chance für die Champions League. In Mainz treffen mit dem FSV und dem SC Freiburg die beiden Überraschungsteams der Liga aufeinander; es geht tatsächlich um Königsklassenplätze.
Insgesamt spannend: Gibt es endlich mal wieder einen Heimsieg?
- 2. Bundesliga: Der HSV kann mit einem Auswärssieg beim 1. FC Magdeburg einen großen Schritt in Richtung Aufstieg machen. Magdeburg ist notorisch heimschwach, Hamburg notorisch März-schwach. Der 1. FC Köln ha gegen Mitabsteiger Darmstadt 98 zumindest auf dem Papier eine leichtere Aufgabe, aber was heißt das schon?
- Internationaler Fußball: Auch in England ist der Titelkampf praktisch entschieden: Brisanz verspricht das London-Derby zwischen Arsenal und Chelsea, wo es um die Stadtmeisterschaft geht. Beide Teams liegen gut im Rennen um Champions-league-Plätze, zumal aufgrund der guten internationalen Ergebnisse höchstwahrscheinlich auch der 5. Platz für die Königsklasse reichen wird.
Ein Topspiel steht in Italien an, wenn Atalanta Begamo den Tabellenersten Inter empfängt (So., 20:45). Gewinnt Atalanta, wäre man wieder mitten drin im Titelrennen. die dritte Anwärter SSC Neapel hat in Venedig eine lösbare Aufgabe, über die man aber auchn gerne stolpern kann.
In Spanien wiederum kommt es zum Topspiel Atlético gegen FC Barcelona (So., 21:00). Gewinnen die Madrilenen, würden sie wieder an Barca vorbeiziehen (mit einem Spiel mehr allerdings). Real Madrid, einen Punkt hinter Atlético, hat beim FC Villarreal eine sehr schwierige Aufgabe.
- Basketball: Die Terminhatz geht weiter: In der Euroleague empfängt der FC Bayern den türkischen Club Anaadolu Efes, der allerdings seine besten Tage (Sieg 2022) hinter sich hat. Mit einem Sieg könnten sich die Münchner in den Top 6 festsetzen. Vorher müssen sie noch am Dienstag das BBL-Auswärtsspiel gegen Bamberg bestreiten. Freak City hat allerdings viel von seinem Schrecken verloren. Nächsten Montag runden die Bayern ihre Woche mit dem Heimspitzenspiel gegen Ratiopharm Ulm ab.
- Handball: Hier machen Liga und Champions League Pause, es stehen EM-Qualifikationsspiele an. Die Deutschen bestreiten 2 Partien gegen Österreich, am Donnerstag in Wien, am Samstag in Hannover. Gewinnen sie zweimal, ist ihnen die EM-Teilnahme nicht mehr zu nehmen, aber die Österreicher hätten auch dann noch alle Chancen auf Platz 2 in der Gruppe, die die Schweiz und die Türkei komplettieren.
- Wintersport: Die Alpinen bestreiten ihr vorletztes Renn-Wochenende. Für die Frauen geht es mit einer Abfahrt und 2 Super-Gs für die letzten Plätze fürs Saisonfinale nächste Woche in den USA (vereinfacht: pro Disziplin die Top 25). Federica Brignone könnte sich mit entsprechenden Ergebnissen schon zur Gesamtweltcup-Siegerin küren.
Die Männer ziehen von Kvitfjell innerhalb Norwegens weiter nach Hafjell, wo ein Riesenslalom und ein Slalom anstehen. Österreich wartet noch auf einen Herrensieg in diesem Weltcup-Winter …
Auch die Biathleten biegen in die Zielgerade ein: Die Rennen auf der Pokljuka werden allerdings von schlechtem Wetter und Schnee-Bedingungen arg beeinträchtigt. Wie das Programm durchgezogen wird, steht noch in den Sternen.
Bob-WM, Teil 2 in Lake Placid. Im Vierer der Männer will Zweier-Weltmeister Francesco Freidrich das nächste Doppel perfekt machen. Härtester Konkurrent dürfte sein Landsmann Johannes Lochner sein, die beiden eint eine innige Feindschaft.
- Tennis: Das Masters-Turnier im kalifornischen Indian Wells (auch dieses gilt als 5. Grand Slam) biegt in die entscheidne Phase. Ab heute die Viertelfinali.Bei den Frauen sind die Top-8-Gesetzen durchweg noch dabei, bei den Männern mussten Alexander Zverev (Nr. 1), Novak Djokovic (6) und Andrej Rublew (7) früh die Segel streichen.
Achtung: In den USA ist schon Sommerzeit, der Zeitunterschied ist also eine Stunde weniger.
- Radsport: Die beiden Fernfahrten Paris-Nizza und Tirreno-Adriatico stehen im Blickpunkt dieser Woche.
von Münchner Löwe | März 4, 2025 | EM, Fußball, Leichtathletik, Wintersport, WM, Wochenvorschau
Im Blickpunkt stehen: Nordische Ski-WM, Achtelfinale im Europapokal, Hallen-Leichtathletik-EM und Bob/Skeleton-WM (wers mag)
Ab auf die Großschanze
Die zweite Woche der Nordischen Ski-WM in Trondheim beginnt heute, und jetzt kommt die umgebaute Großschanze zu ihrem Recht, nachdem sich die Skispringer am kleinen Bakken abgearbeitet haben. Gleich 4 Wettbewerbe gibt es noch, das Mixed morgen (je 2 Frauen und Männer), das Einzel bei Frauen und Männern (Freitag und Samstag) sowie das Team der Männer am Donnerstag.
Nachdem es für die deutschen Springerinnen und etwas überraschend auch für Andreas Wellinger Medaillen gab, sind die Erwartungen hoch. Im Mixed könnte (wie von der Normalschanze erneut Bronze herausschauen hinter den Favoriten Österreich und Norwegen. Im Einzel hat vor allem Selina Freitag gute Chancen, ihre Medaillenbilanz aufzuhübschen, hier ist das Feld ziemlich offen.
Bei den Männern führt der Titel im Team nur über Österreich (alles andere wäre nach dieser Saison auch eher ein Witz). Die Deutschen um Andi Wellinger haben im Medaillenkampf mit Norwegen (eher weniger) und Slowenigen (schon mehr) durchaus Potenzial, allerdings nur mit einem verbesserten Pius Paschke, der seine Form völlig verloren hat und auch noch gesundheitlich angeschlagen war.
Bei den Langläufern gehen die norwegischen Festspiele aller Voraussicht nach weiter. Es gibt heute die beiden Einzel über 10 km klassisch, die in Intervallstarts vor sich gehen (so wie es früher gang und gäbe war). Das hat durchaus seinen Reiz. Hier könnte auch die größte Chance der Deutschinnen auf eine Einzelmedaille (Victoria Carl, Katharina Hennig) liegen.
Spektakel ist bei den Staffeln zu erwarten, jeweils 4x 7,5 Kilometer. Die Streckenlänge ist jeweils Premiere, bisher liefen die Frauen 4×5 und die Männer 4×10 Kilometer.
Abschluss sind dann bei den Langläufern die beiden 50er diesmal im Freien Stil, die die Frauen erstmals bei einer WM in Angriff nehmen (bisher 30 km). Hier sehe ich niemanden, der Therese Johaug das Wasser reichen könnte, aber die Streckenlänge ist doch ziemliches Neuland, und die Frage ist natürlich auch, wer am Ende der Titelkämpfe noch die meisten Körner hat.
Schließlich noch die Kombinierer. Die Frauen haben ihr Programm schon beendet, die Männer bestreiten noch Team und Einzel von der Großschanze/4x5km bzw 10 km je nach Gundersen). Wieder werden aller Wahrscheinlichkeit nach Norweger, Deutsche und Österreicher sämtliche Medaillen unter sich ausmachen, wobei ich Jarl Magnus Riiber herausheben würde.
Bayern vs Bayer – Kampf um die deutsche Machtposition
Sorry für den etwas martialischen Titel, aber im innerdeutschen Duell geht es schon um sehr viel. Gerade für die Münchner: Nachdem sie die 2024 (an Bayer Leverkusen) verlorene Meisterschaft aller Wahrscheinlichkeit wieder zurückerobern (die Pflicht), steht jetzt die Kür an. Die dieses Jahr allerdings schon fast zur Pflicht ausgerufen wurde, weil das Endspiel in der heimischen Arena ausgetragen wird. Ein Scheitern im Achtelfinale ist da eigentlich verboten, erst recht gegen Bayer Leverkusen. Aus dem Finale dahoam könnte gar ein Albtraumfinale dahoam werden, wenn Bayer (oder gar Borussia Dortmund) dort den Titel holen würde. Man frage Bayern-Fans, wie es ihnennach dem Münchner Finale 1997 (damals noch im Olympiastadion) erging, als der BVB gegen Juve triumphierte.
Das Endspiel ist natürlich noch Ziukunftsmusik, aber das Kräftemessen Bayern vs Bayer macht schon (auf beiden Seiten) den Unterschied zwischen okayer und guter Saison aus. Einen Favoriten kann ich nicht erkennen, auch wenn Bayer mit Trainer Xavi Alonso in bisher 5 Treffen mit den Münchnern noch ungeschlagen ist. Die Leverkusener wirken mannschaftlich geschossener, doch die Münchner haben insgesamt die besseren Einzelspieler.
Was den Deutschen Bayern vs Bayer, ist den Madridern das Stadtderby Real vs Atlético. Real ist in der Champions League so etwas wie die Nemesis für Atlético. Zweimal verloren die Mannen von Trainer Diego Simeone bereits im Endspiel gegen den ohnehin viel prominenteren Kontrahenten. Auch hier sehe ich beide Teams mehr oder weniger auf Augenhöhe, die Formschwäche, die die Königlichen zuletzt in der Liga zeigte, ignoriere ich und verweise auf den imposanten Auftritt in der Zwischenrunde gegen Manchester City, vor allem im heimischen Bernabéu.
Ziemlich im Schatten darf auch Borussia Dortmund sein Glück versuchen, gegen das immer noch relativ unbeschriebene Blatt OSC Lille (ich unterdrücke mit schwerem Herzen Wortspiel des Städtenamens mit dem Olympiaort von 1994). Deer OSC ist in der Vorrunde immerhin Siebter geworden, unter anderem mit Siegen gegen die beiden Madrider Clubs.
Die Ansetzungen im Einzelnen
Di., 18.45: FC Brügge – Aston Villa (Rückspiel:12/03)
Di., 21:00: Borussia Dortmund – OSC Lille (12/03)
Di., 21:00: Real Madrid – Atletico Madrid (12/03)
Di., 21:00: PSV Einhoven – FC Arsenal (12/03)
Mi., 18:45: Feyenoord – Inter (11/03)
Mi., 21:00: FC Bayern – B. Leverkusen (11/03)
Mi., 21:00: Benfica – FC Barcelona (11/03)
Mi., 21:00: PSG – FC Liverpool (11/03)
Im Schatten der Königsklasse gehen aber auch Europa und Conference League ins Achtelfinale. Eintracht Frankfuert hat in der EL die interessante und machbare Aufgabe Ajax Amsterdam vor der Brust. Außerdem ist vor allem die PartieReal Sociedad vs Manchester United zu beachten. Für United die letzte Chance, eine ansonsten katastrophale Saison noch zu retten, nachdem das Team auch im FA Cup zu Hause gegen Fulham (und dem deutschen Elfertöter Bernd Leno) ausgeschieden ist.
Die Conference League ohne deutsche Beteiligung, dafür mit österreichischer. Rapid Wien als letzter internationaler Austria-Vertretergekommt es (zunächst auswärts) mit Banja Luca zu tun, das klingt machbar.
Ogunleye will nächsten Titel
Gleich 37 StarterInnen entsendet der deutsche Leichtathletik-Verband zu den am Freitag beginnenden Halleneuropameisterschaften in Apeldoorn, bisher eher bekannt für seine Rad-Wettbewerbe. Eine der größten Gold-Hoffnungen ist Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Oguleye, die zuletzt mit der persönlichen Bestweite von 20,27 Metern aufwartete und sich an die europäische Spitze setzte. Als weitere Medaillenkandidaten gelten Weitspringerin Maleike Mihambo und Dreispringer Max Heß, die beide sogar die Weltjahresbestenliste anführen. Im Weitsprung geht es übrigens wieder nach konventionellen Regeln, es muss also der Balken möglichst genau getroffen werden.
Die holländischen Gastgeber hoffen auch die fantastische 400-Meter-Läuferin Fenmke Bol, in der Halle notgedrungen ohne Hürden unterwegs. Aus internationaler Sicht wird der Doppel-Auftritt von Jakob Ingebrigtsen und der ewartbare Höhenflug der Ukrainerin Jaroslawa Mahutitsch bemerkenswert – sowie natürlich die Flugshow von Mondo Duplantis, der den Weltrekord mit dem Stab kürzlich in Clermont-Ferrond auf 6,27 verbessert hat. Der Schwede hat noch einige Luft nach oben im Wortsinn.
Wer das Ganze im Fernsehen oder Stream verfolgen will, den verweise ich auf eurovisionsport.com. Eurosport selbst oder gar die deutschen Sender planen offenbar keine Live-Übertragungen, ist ja nur die olympische Kernsportart. Wer allerdings den ORF empfangen kann (über simplitv oder VPN,der ist ist orf on repektive orfsport+ die richtige Adresse mit österreichischem Kommentar, großer und etwas neidischer deutscher Seufzer
Bob und Skeleton gut
Sehr spät im Winter findet dieses Jahr die Bob- und Skeleton-WM statt. Die Wettbewerbe auf der Olympiabahn in Lake Placid starten am Donnerstag. Insgesamt stehen dieses und nächstes März-Wochenende 7 Entscheidungen an. Bis auf das Skeleton Mixed werden alle Wettbewerbe in 4 Läufen entschieden.
Bob: Frauen Mono (8./9.) und Zweier (15./16.), Männer Zweier (8./9.) und Vierer (15./16. März)
Skeleton: Frauen und Männer (je 6./7.) und Mixed-Staffel (8.).
Im Bob sind in allen Wettbewerben die Deutschen sowie di amerikanischen Gastgeber Favorit, dito im Skeleton. Auch hier sei auf orfsportplus verwiesen, ard und zdf planen zumindest live streams.
Und sonst wird jetzt erst mal entfallen und wird vielleicht am Donnerstag/Freitag aktualisiert
von Münchner Löwe | Feb. 25, 2025 | Wintersport, WM, Wochenvorschau
Nordisches Skifest in Trondheim
Nach alpiner Ski-WM in Saalbach und Biathlon-WM in Lenzerheide findet ab Mittwoch die Nordische Ski-WM im norwegischen Trondheim statt. Wie die Alpinen in 1991 Saalbach waren auch die Nordischen 1997 in Trondheim schon mal bei Welttitelkämpfen am Start.
Es gibt einige Neuerungen: Erstmals werden zwei Para-Ski-Wettbewerbe in die reguläre WM eingebettet (jeweils ein klassischer Langlaufsprint). Außerdem dürfen sich die Frauen erstmals in einem 50-Kilometer-Langlauf vesuchen, der am Sonntag in einer Woche auch den Abschluss bildet.
Die Kombinierinnen schließlich bestreiten zwei Wettbewerbe (und ein Mixed). Jeweils auf der Normalschanze mit dem Unterschied, dass einmal zuerst 5 km gelaufen werden im Massenstart und dann gesprungen wird und einmal die bewährte Gundersen-Methode (1 Sprung, Langlauf je nach Abstand, und die erste im Ziel gewinnt). Die Männer wie gewohnt einmal von der Großschanze und einmal von der Normalschanze in der Gundersen-Methode (10 repektive 7,5 km), aber neben dem Mixed nur noch eine Staffel.
Insgesamt stehen 27 Entscheidungen an.
Mein Interesse am nordischen Skisport hat stark nachgelassen (ich muss Prioritäten setzen), doch so viel lässt sich sagen. In allen Langlauf-Disziplinen bei Frauen und Männern gehören die Norweger zu den Titelfavoriten, nicht nur eine(r), sondern mehrere. Was dann die vermeintlichen Superstars Therese Johaug und Johannes Klaebo wirklich zeigen auch gegen die nationale Konkurrenz, muss man sehen. Im Skilanglauf haben die Deutschinenen um Katharina Hennig und Victoria Carl durchaus Medaillenchancen, vor allem in der Staffel und im Teamsprint, aber vielleicht auch im 10-km-Einzel und Skiathlon. Der 50er am Ende wird dann eher ein Survival of the fittest sein.
Anders sieht es in der Nordischen Kombination aus. Bei den Männern werden Deutsche, Österreicher und Norweger die Medaillen unter sich ausmachen. Jedes Land hat mehrere Kandidaten dazu. Ich sehe außerhalb dieser Nationen keinen echten Kandidaten auf Edelmetall, aber bei Großereignissen kotzen die Pferde besonders gerne vor der Apotheke.
Bei den Frauen ist die junge Schwarzwälderin Nathalie Armbruster diesee Saison zu eine Siegläuferin avanciert, und das in ihrem Abiturjahr. Mal sehen, wie es ihr bei ihrem ersten Großereignis auf Schanze und Loipe ergeht. Erfrischend ist die junge Dame auf jeden Fall, wie auch ihr Sportstudio-Auftitt zeigte.
Schließlich noch das Skispringen, wo es mittlerweile 7 (!) Wettbewerbe gibt, je drei bei Männern und Frauen (Normalschanze, Großschanze, Team) und ein Mixed mit je 2 Frauen und Männern.
Die deutschen Männer sind nach nahezu perfektem Saisonstart und eine noch ordentlichen Tournee in ein gruseliges Formtief geplumpst, gerade der November/Dezember-Siegspringer Pius Paschke. Ob sie sich da wieder rausrobben, ist doch sehr zweifelhaft, aber nicht ausgeschlossen. Die Österreicher sind bei den Männern klar zu favorisieren, auch wenn Slowenen und auch die Norweger fast von Woche zu Woche stärker wurden.
Ein wenig anders sieht es bei den Frauen aus: Hier sind die Deutschinnen um Juliane Seifarth und Katharina Freitag Medaillen- (und wenn es gut läuft)sogar Gold-Favoritinnen.
„Nordisches Skifest“, habe ich getitelt. Die Stimmung in Trondheim nahe des Polarkreises wird grandios sein. Bei aller Begeisterung für einheimische Erfolge werden die norwegischen Fans eine fantastische Stimmung für alle schaffen, so war es zumindest 1997 in Trondheim, und das sehen wir ja auch jedes Jahr bei den Wettbewerben am Holmenkollen nahe Oslo. Unvergessen natürlich Olympia 94 in Lillehammer, großer Seufzer.
Ich werde die Wettbewerbe also verfolgen (allerdings nicht sklavisch) und sicher auch die eine oder andere Entscheidung hier kommentieren und analysieren: aber sicher nicht in dem Umfang wie bei den Alpinen, auch weil es 27 anstatt nur 11 Wettbewerbe sind.
Ach, Pokal ist ja auch noch
Der DFB hat ja in all seiner Weisheit das Viertelfinale zweigeteilt. Nach den ersten beiden Partien vor drei Wochen, die Bayer levekusen vs Köln und der VfB Stuttgart vs FC Augsburg für sich entschieden, steht jetzt der zweite Schwung an. Heute empfängt dabei der letzte verbliebene Drittligist Arminia Bielefeld Werder Bremen (oder auch die Herzensclubs von Arnd Zeigler und Philipp Köster), die darüber in ihrem gemeinsamen Podcast launig (oder übellaunig berichten). Morgen kommt es zum Plasikclub-Knaller RB Leipzig gegen VfL Wolfsburg, für Traditionsfans ein echtes Grauen anders: Pest gegen Cholera. Das ZDF wird jeweils live dabei sein zur besten Sendezeit ab 20.15 Uhr.
Und sonst?
- Bundesliga: Der FC Bayern beendet seinen heißen Februar am Freitag mit dem Ausswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart. Die Ausgangsposition des Tabellenführers ist mit 8 Punkten plus weitaus besserem Torverhältnis auf Bayer Leverkusen mehr als kommod.
Der Meister seinerseits ist bei Eintracht Frankfurt gefordert: Es geht auch um die unglaubliche Serie in de Fremde von zuletzt 27 Spielen ohne Niederlage (zuletzt im Mai 2023 beim VfL Bochum).
Apropos Bochum: Das Team trifft am Samstag auf 1899 Hoffenheim und könnte mit einem Sieg bis auf 4 Punkte an den Gegner heranrücken (plus 2 potenzielle Zähler aus dem Union-Spiel im Dezember).
Der unglaubliche SC Freiburg (Platz4) erwartet am Sonntag (17:30) den nicht viel weniger unglaublichen FC Augsburg
- 2. Bundesliga: Der März beginnt und damit normalerweise auch die Leidenszeit des HSV. Ein Sieg beim SC Paderborn am Sonntag würde de Seele also besonders gut tun..
- Internationaler Fußball: Die Premier League spielt schon während der Woche, weil in England am Wochenende die nächste FA-Cup-Runde ansteht (alledings ohne echten Schlager). Am Mittwoch empfäng der souveräne Tabellenführer Liverpool die Wundertüte Newcastle; außerdem kommt es unter anderem zum Verfolgerduell, Verfolger im weiteren Sinne also, Arsenal vs Nottingham.
Der Dreikampf an der Spitze in Spanien geht weiter. Atlético hat mit dem Vierten die schweirigste Aufgabe, wenigstens zu Hause. Real spielt bei Betis Sevilla, der FC Barcelona empängt am Sonntag Real Sociedad San Sebastian, ein hübsches katalonisch-baskisches Duell.
Der absoltute Schlager des Wochendes findet allerdings in Italien statt, wenn am Samstag (18.00) der Zweite SSC Neapel den Ersten Inter Mailand empfängt. Inter hat einen Punkt Vorsprung; Atalanta Bergamo (vs Venedig) ist nach einer kleinen Formdelle (un ter anderem das Überraschungs-Aus in der Champions League gegen Brügge) nur noch in Lauerstellung.
- Handball: Der nächste Schlager in der HBL: Dabei ist die SG Flensburg-Handewitt gegen die MT Melsungen zum Siegen verdammt, will sie noch in den Titelkampf eingreifen (Sa., 19 Uhr). Eher Pflichtaufgaben haben die anderen Titelanwärter THW Kiel (in Bietigheim), Füchse Berlin (in Leipzig), Hannover-burgdorf (in Erlangen) und SC Magdeburg (vs Potsdam).
- Basketball: Nach der EM-Qualifikation geht es für die Vereine wieder heftig zur Sache. In der Euroleague muss de FC Bayern bei Paris ran; die beiden Teams sind sieggleich auf Platz 6 und 7. Wem das nicht reicht: Es kommt auch zum innerspanischem Clasico zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona.
In der BBL gibt es am Freitag das Verfolgerduell zwischen Ulm und Braunschweig, die Münchner sind am sonntag bei den Niners Chemnitz gefordert.
- Tennis: Die Männer sind in Dubai (Medwedew, Rublew, Tsitsipas, Struff)), Acapulco (Zverev, Ruud, Paul, Runde, Altmaier) sowie Santiago (Cerundolo, Hanfmann) zu Gange; die Frauen haben die letzten Vorbereitungsturniere vor dem Doppel Indian Wells/Miami in Austin (Pegula, Shnajder, Maria, Siegemund) und Mérida/Kolumbien (die beiden Milliardärinnen Navarro, Badosa).
- Wintersport: Die Frauen ab Freitag in Kvitfjell (2 Abfahrten, Super-G), die Männer Samstag/Sonntag in Kranjska Gora (Riesenslalom, Slalom).
von Münchner Löwe | Feb. 11, 2025 | ski alpin, Wintersport, WM, Wochenvorschau
Erste K.-o.-Runde im Europacup, Weltmeisterschaften im Ski alpin und ab Mittwoch auch im Biathlon, und der Hallensport tritt langsam in die entscheidende Phase.
Machbare Hürden für Bayern und Dortmund
Nach der schier endlosen Vorrunde mit insgesamt 144 Spielen, bei denen gerade 12 von 36 Teams ausgeschieden sind, geht es jetzt ratz fatz. Am Dienstag und Mittwoch in der Champions League stehen die Hinspiele der Zwischenrunde an. Borussia Dortmund (bei Sporting Lissabon) und Bayern München (bei Celtic Glasgow) erwischten attraktive und dennoch machbare Gegner. Insgesondere der Auftritt im stimmungsvollen Celtic-Park mit Edelfan Rod Stewart ist für jeden Fußballprofi ein herausragendes Ereignis.
Im Mittelpunkt des Interesses steht aber das Treffen der beiden Dickschiffe Manchester City und Real Madrid. Für eines der beiden Teams, die eigentlich mindestens das Halbfinale im Sinn haben, ist nächsten Mittwoch schon Schluss mit der internationalen Reise und die Saison im Eimer.
Die Ansetzungen im einzelnen. Die Rückspiele sind dann nächste Woche. DAZN überträgt alles einzeln und in Konferenz (außer Sporting vs BVB (exklusiv bei Prime)
Dienstag
18.45: Stade Brest – PSG (französisches Duell als Appetizer, naja)
21:00: Juventus – PSV Eindhoven
21:00: Sporting – BVB
21:00: Manchester City – Real Madrid
Mittwoch
18:45: FC Brügge – Atalanta Bergamo
21:00 AS Monaco – Benfica (für Connaiseure)
21:00: Celtic – FCB
21:00: Feyenoord – Milan
Am Donnerstag geht es dann in der Europa League und Conference League mit der Zwischerunde weiter. Europa League ohne deutsche Beteiligung, weil sich Eintracht Frankfurt direkt fürs Achtelfinale qualifiziert hat und Hoffenheim bereits ausgeschieden ist. Der 1. FC Heidenheim muss in der Conf League beim FC Kopenhagen antreten. Ob es für die abstiegsgefährdeten Ostalbstädter ratsam ist, viele Kräfte international zu vepulvern sei dahingestellt, ein tolles Erlebnis ist es allemal.
Das namhafteste Duell ist zweifellos die Partie zwischen der Roma (mit Mats Hummels) und dem FC Porto.
Zeit für die Techniker
Die zweite Woche der alpinen Ski-WM in Saalbach steht im Zeichen der Techniker. Aus deutscher Sicht ist vor allem das Abschneiden von Lena Dürr und Linus Straßer im Slalom spannend, die beide zu den Medaillenanwärtern gehören. Am Dienstag und Mittwoch die beiden Teamwettbewerbe bei Frauen und Männern.
Mehr dazu in gesonderten Texten.
Laufen und Schießen in Lenzerheide
Wenn ich das richtig sehe, findet erstmals eine „richtige“ Biathlon-WM in der Schweiz statt (es gab in den 80ern mal gesonderte Titelkämpfe der Frauen, als die noch nicht olympisch waren). Ambitioniert für eine Skination, dass sich die Wettbewerbe teilweise mit denen in Saalbach überschneiden.
Insgesamt stehen 12 Entscheidungen an, je 5 bei Frauen und Männern sowie zwei gemischte Staffel-Wettbewerbe. Die Mixed Staffel am Mittwoch macht den Anfang.
Es sind die letzten Böe-Festspiele. Sowohl Tarjej als auch der jüngere Bruder Johannes Tignes werden nach der Saison ihre erfolgreiche Karriere beenden, also Olympia 2026 in Cortina nicht mehr in Angriff nehmen.
Favoriten
Platt gesagt: in jedem Wettbewerb norwegische Männer und französische Frauen, wo die beiden Nationen in allen Wettbewerben jeweils gleich mehrere heiße Eisen im Feuer haben.
Die deutschen Hoffnungen tragen fast ausschließlich die Frauen, vornehmlich die Weltcup-Führende Franziska Preuß, die eine unglaublich erfolgreiche Saison mit Medaillen krönen könnte. In ihrem Windschatten können Talente wie Selina Grotjan ohne großen Erwartungsdruck Erfahrungen sammeln. Die deutschen Männer haben allenfalls Außenseiterchancen, aber gerade im Biathlon kann enorm viel passieren gerade am Schießstand.
Und sonst?
- Bundesliga: Der Top-Schlager Bayer Leverkusen gegen Bayern München steht im Blickpunkt (Sa., 18.30): Allerdings ist die ganz große Spannung schon draußen, denn mittlerweile haben die Münchner bereits 8 Punkte Vorsprung auf den Meister, das heißt auch eine Niederlage wäre verkraftbar für die Münchner zumindest mit Blick auf die Tabelle. Vielleicht schonen die Bayern im Hinblick auf ihr Champions-League-Rückspiel gegen Celtic nächsten Dienstag sogar Kräfte.
Das Ruhrderby zwischen Bochum und Dortmund (Sa., 15.30) lockt vielleicht ein paar Unfallglotzer an. Beiden Teams hilft nur ein Sieg für den Abstiegskampf respektive den um Champions-League-Plätze.
- Internationaler Fußball: Schon am Mittwoch das Merseyside-Derby zwischen dem FC Everton und FC Liverpool, mit dem die Tabelle der Premier League endlich begradigt wird. Letztmals übrigens im Goodison Park, weil nächste Saison Everton im neuen Stadion spielt. Tabellenführer Liverpool kann mit einem Sieg 9 Punkte auf den Zweiten herausholen – das wäre mehr als eine Vorentscheidung.
Match of the Day am Sonntag (17:30) ist das Duell der Enttäuschten zwischen Tottenham und Manchester United. Der Verlierer muss tatsächlich in Richtung Abstiegszone schauen.
Das sogenannte Derbi Italia zwioschen Inter Mailand und Juventus Turin steht im Blickpunkt der Serie A (So., 20:45). Inter steht bei einem Punkt Rückstand im Meister-Fernduell mit Napoli, das tags zuvor bei Lazio (Sa., 18:00) eine schwere Aufgabe hat.
- Allstar-Weekend in der NBA: Man vearsucht ein neues Format. Gebildet werden drei Teams, dazu kommt der Sieger zwischen dem Nachwuchsduell Rookies vs Sophomores (2. Jahr). Mal sehen, ob die Herrschaften es ein bisschen seriöser angehen als die vergangenen Jahren, als überhaupt keine Defense mehr gespielt wurde. Franz Wagner könnte als Ersatzmann für den verletzten Giannis Antetokuonpo nachrücken, das entscheidet Liga-Chef Adam Silver höchstselbst.
- Basketball: Tatsächlich keine europäischen Wettbewerbe, sondern „nur“ das Final Four im nationalen Pokal, das in Weißenfels ausgetragen wird. Der FC Bayern spielt im Halbfinale gegen den gastgebenden Mitteldeutscher BC, die 2. Partie am Samstag bestreiten die Skyliners Frankfurt und Bamberg Baskets.
- Eishockey: Wie gehabt ein Doppelspieltag in der DEL, wo sich die Vorrunde ganz langsam dem Ende zuneigt. Für mich persönlich interessant wird die Partie Red Bull München gegen die Schwenningen Wild Wing, die ich live vor Ort im SAP Garden sehen werde.
- Handball: Einen deutscher Schlager gibt es schon am Dienstag in der European League, wenn Bundesliga-Tabellenführer MT Melsungen den Rekordmeister THW Kiel empfängt (20:45). Ein weiteres nationales Duell gibt es vorher zwischen dem VfL Gummersbach und der SG Flensburg-Handewitt. Da hat die Losfee ganze Arbeit geleistet.
- Tennis: Für die Männer beginnt die südamerikanische Sandplatz-Tour in Buenos Aires. Topgesetzt ist Alexander Zverev, unter anderem dabei sind Holger Rune und Lorenzo Musetti. Wer es lieber hart mag, startet in Marseille/Halle (Daniil Medwedew, Ugo Humbert, Karim Katschanow, Jan-Lennard Struff) oder Delray Beach/USA (Taylor Fritz). Bestens besetzt ist das Frauen-Turnier in Doha, wo praktisch die gesamte Weltelite (außer Australian-Open-Siegerin Madison Keys) am Start ist, also Aryna Sabalenka, Iga Swiatek et all.
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