von Münchner Löwe | Apr. 1, 2024 | bundesliga, Fußball, Golf, MLB, NBA, NHL, Radsport, Tennis, Wochenrückschau
Des Jägers Trophäe
Ganz am Ende dieser Sportwoche gab es dann noch eine aus deutscher Sicht erfreuliche Überraschung. Golfprofi Stephan Jäger gewann das Turnier in Houston und landete seinen ersten Turniersieg auf der PGA-Tour. De Triumph wurde nicht nur mit einer Trophäe und gut 1,5 Millionen Dollar Preisgeld versüßt, sondern auch mit einer Last-Minute-Einladung zum Masters diese Woche in Augusta, immer noch der Heilige Gral der Golfer. Dort ist er dann der einzige deutsche Starter, weil Bernahrd Langer auf sein persönliches Startrecht wegen eines Achillssehnenrisses verzichten muss.
Der Sieg war hochdramatisch. Nachdem er selbst auf dem letzten Loch den Siegputt knapp verfehlt hatte, hatte Scottie Sheffler seinerseits die Chance aufs Stechen. Doch er schob einen 1,5-Meter-Putt – für ihn eigentlich nur eine lästige Pflichtübung – daneben und verpasste somit die Chance auf seinen dritten Turnier-Erfolg in Serie, was es seit sieben Jahren nicht mehr gegeben hat. Dennoch muss er mit seiner Glanzform als Favorit für das Masters gelten. Jäger darf mindestens zwei Runden genießen ohne jeden Druck.
Sinners Demonstration
der Italiener gewann das Masters-Turnier in Miami und zeigte dabei grandioses Tennis. Vor allem im Halbfinale und Finale, als der Daniiel Medwedew und den dato sostarken Grigor Dmitrow dominierte. Bisher ist Sinner in diesem Jahr das Maß, hat 3 Turniererfolge auf dem Konot, davor Melbourne und Rotterdam, und überhaupt nur eine Niederlage in Indian Wells gegen Carlos Alcaraz kassiert. Mein Spieler des Turniers ist dennoch Dmitrow, der im Viertelfinale gegen Alcaraz nahe der Perfektion spielte (ein sehr großes Wort, ich weiß, und auch im Halbfinale gegen Sascha Zverev Herr auf dem Court ist. Die einhändige rückhand ist einfach eine Augenweide, wenn sie so funktioniert.
Jetzt beginnt die Sandplatzsaison. da werden die Karten neu gemischt, aber Sinner muss erst mal geschlagen werden. Und die echten Sandplatzwühler gibt es in dieser Form eh nicht mehr. Mal schauen, was noch von Novakl Djokovic kommt, nominell noch die Nummer 1, aber von seiner Bestform laut eigener Auskunft weit entfernt. Und der große Sandplatzspezialist war er auch nicht.
Eine Geschichte fürs Herz
schrieb das Turnier bei den Frauen. Es siegte Danielle Collins bei ihrem Heimturnier in Florida. Die Amerikanerin hat ihren Rücktritt zum Saisonende angekündigt. Sie hat eine große Leidenszeit hinter sich. Ein tennisball-großer Tumor musste vor knapp zwei Jahren aus ihrer Gebärmutter entfernt werden, muss Medikamente nehmen. Da verschieben sich die Perspektiven. Sie will noch eigene Kinder bekommen, doch die ohnehin nicht sehr große wahrscheinlichkeit sinkt von Jahr zu Jahr. Befreit von Druck, umso mehr angefeuert zeigte sie eine tolle Turnierleistung, in dem sie in 7 Partien nur einen Satz abgab
Bayers Meisterstück
Kurz durften die Bayern am Samstagnachmittag auf einen Ausrutscher der Leverkusener hoffen und damit vielleicht wieder so eine Art Meisterschaftskampf. 0:1 lag die Werkself gegen Hoffenheim zurück. Doch niemand geriet in Panik. Unermüdlich lanciewrte die Mannshaft einen Angriff nach dem anderen. Keine Heiktik, keine verzweifelt hohen Bälle mit der Hoffnung auf den Lucky Punch. Und so verwunderte weder der späte Ausgleich noch das noch spätere Führungstor von Patrik Schick. Offenbar ein großer Schlag für die Münchner, die danach ihr Heimspiel gegen Borussia Dortmund letztlich sang- und klanglos verloren. Ohne Esprit, aber auch ohne den letzten Willen; man sehe sich jeweils die Schlussphase der beiden Partien an und derkenne den Unterschied. Die Dortmunder selbst können die Punkte im Kampf um den 4. Champions-League-Platz bestens gebrauchen, zumal RB Leipzig überraschend über ein 0:0 gegen Mainz nicht hinauskam. Mats Hiummels zeigte eine großartige Verteidigerleistung, doch ihm kam halt auch zupass, dass er hinten auf die Angriffe warten konnte, sodass sein Schnelligkeits-Defizit nicht zum Tragen kam. Allerdings: Wenn er in den letzten Spielen, vor allem auch in der Champions League gegen Atlético, so gute Leistungen zeigt, ist er für die Nationalmannschaft veilleicht doch noch ein Thema.
Apropos Nationalmannschaft: Das Team bestätigte am Dienstag durch eine weitere gute Leistung die Gala in Frankreich. Wie sie den frühen Rückstand wegsteckte, war schon beeindruckend. ebenso, dass sie am Ende fast schon bedingungslos auf das Siegestor drängte. Dass dieses fiel, es lebe die Torlinientechnik, war der verdiente Lohn. Auf jeden Fall haben die beiden Auftritte bei allen Fans endlich Appetit auf die EM im eigenen Land gemacht. Forderungen eines Lothar Matthäus, jetzt „müsse“ der Titel her, sind allerdings wenig dienlich. Fränkische Folklore hat: deutsche Demut, was ist denn das?
DEL-Halbfinale komplett
Die Straubing Tigers lösten das letzte Halbfinal-Ticket durch einen 3:2-Erfolg gegen die Wild Wings aus Schwenningen. In den 7 Spielen gab es nicht einen einzigen Führungswechsel oder gar nur ein Ausgleichstor. Selten hat der Spruch, wer 1:0 führt verliert, weniger gepasst. Zuvor hatten sich die Bremerhaven Pinguins, Red Bull München und die Eisbären Berlin für die Runde der besten 4 qualifiziert.
Ab heute treffen jeweils in Best-of-7-Serien Bremerhaven auf München und Belin auf Straubing.
Blick über den Teich
- In der NHL haben die Edmonton Oilers Platz 4 in der Western Conference übernommen. Damit hättedie Play-off-Plätze sind im Westen praktisch vergeben, im Osten gibt es einen Dreikampfn sie in der 1. Play-off-Runde Heimrecht. Das war nach dem Katastrophen-Saisonstart wirklich nicht zu erwarten. Im Westen sind die Play-off-Plätze praktisch vergeben, im Osten gibt es einen dreikampf zwischen den Washington Capitals, Philadelphia Flyers und den detroit redwings um die Plätze 7 und 8.
- Die MLB hat ihr Opening Weekend absolviert. Titelverteidiger Houston Astros musste zu Hause gleich 4 Niederlagen gegen die New York Yankees hinnhemen. Außerdem noch ohne Niederlage sind die Detroit Tigers, Pittwsburgh Pirates und Milwaukee Brewers. Der einzige deutsche Profis fehlte zuletzt bei den Twins in der Aufstellung, nachdem er zum Auftakt bei den KC Royals bei 4 At Bats keinen Hit landete. Ihn plagt auch eine Beinverletzung, weswegen er mindestens bis morgen ausfällt.
- Auch in der NBA stehen die P.ay-offs (und davor die Play-Ins) bald an (noch rund 8 Spiele für die Teams). Jeweils die ersten 6 Teams haben sich ein bisschen abgesetzt und wären sicher in den Play-offs. Im Westen haben die Hoston Rockets nach 11 Siegen in Folge gegen die Dallas Mavericks wieder verloren (Mavs Luka Doncic allein im ersten Viertel mit 22 Punkten) und jetzt 2 Siege Rückstand auf den 10. und letzten Platz der Play-Ins, den gerade die GS Warriors innehaben. Bei den Platzierungen kann es aber noch zu vielleicht sogar gravierenden Änderungen kommen.
Und sonst?
– Eine beeindurckende Leistung zeigte Mathieu van der Pool. Der holländische Radprofi siegte im Alleingang bei der Flndern-Rundfahrt, dem 2. Monument der Klassiker nach Mailand-San Remo. Es war sein dritter Sieg dort bei strömenden Regen, das gehört bei „Flanderns Schönster“ irgendwie dazu, und damit Rekordsieger neben 6 anderen Fahrern.Nils Pollit belegte den hervorragenden dritten Platz
– Ein zweiter Platz für das Beach-Volleyball-Duo Laura Ludwig und Louisa Lippmann in Brasilien. Damit verbesserte Karten im Kampf um ein Olympia-Ticket. Je Land und Geschlecht gibt es nur zwei Startplätze
– Vorentscheidung in Österreich: Die Fußballer von RB Salzburg gewannen das Spitzenspiel bei Zweiten Sturm Graz mit 1:0 und hat jetzt 5 Punkte Vorsprung auf die Steirer
– Torloses Spitzenspiel: Die Partie zwischen ManCity und dem FC Arsenal war zwar temporeich, aber ohne große Höhepunkte und Chancen. In der Premier League tobt weiter der Dreikampf zwischen dem FC Liverpool (2:1 vs Brighton/67 Punkte), Arsenal (65) und City (64). Direkte Vergleiche gibt es jetzt nicht mehr.
von Münchner Löwe | März 25, 2024 | basketball, Formel 1, ski alpin, Sonstiges, Tennis, Wintersport, Wochenrückschau
Zum Auftritt der deutschen Fußballler habe ich mich ja schon gestern sehr lobend geäußert.
https://blickueberdenteich.deDamit soll es hier zum gut sein.
Der Tag des Carlos Sainz
Erstaunliches geschah beim Großen Preis von Australien in der Formel 1 in Melbourne. Max Verstappen schied aus, bereits nach 3 Runden war Schluss für den Holländer. Zuletzt war ihm das vor 2 Jahren passiert. Und so schlug die Stunde von Carlos Sainz, der bisher auf ein, vorsichtig ausgedrückt, unglückliches Jahr zurückschau. Im Januar erfuhr er, dass Ferrari ab der kommenden Saison nicht mehr plant, sondern lieber mit Lewis Hamilton. Kurz vorm zweiten Rennen in Saudi-Arabien musste er mit einer akuten Blinddarm-Operation ins Krankenhaus statt auf die Piste. Jetzt der letztlich souveräne Sieg, obwohl er offenbar noch an den Nachwirkungen litt, wen wundert es. Auf jeden Fall ein starkes Zeichen, und dieses wird auch nicht geringer, weil Charles LeClerc im zweiten Ferrari auf Weisung der Scuderia keine Angriffe fuhr, sondern sich mit Platz 2 begnügte.
Die allgemeine Ehrerbietung ist dem Spanier, Sohn des zweifachen Rallye-Weltmeisters Carlos Sainz sr, gewiss. Bei Ferrari werden sie sich frgen, ob es nicht vorschnell war, Sainz nicht weiter zu vertrauen, denn
– zum einen mag Leclerc der schnellere Fahrer sien, baut aber mehr Fehler in seine Qualifyings und Rennen
– zum anderen mehren sich die Zweifel, ob Nachfolger Hamilton sich wirklich noch mal aufraffen kann zu einstigen Spitzenleistungen. Zurzeit kurvt er reichlich unambitioniert in seinem Mercedes herum. Anderererseits ist die Rote Göttin noch mal ein echter Motivationsschub.
Sainz selber hat sich eindrücklich für ein Cockpit eines Spitzenteams empfohlen. Mercedes, Red Bull und auch das kommende Audi-Team sind Kandidaten
Zumindest den Zahlen nach ist jetzt die Formel 1 wieder spannend. Die ersten 4 Verstappen (51), Leclerc (47), Perez ((46) und Sainz (40) trennen gerade mal 11 Punkte.
Quai im Windschatten fuhr Nico Hülkenberg auf Platz 9 und schon zum zweiten Mal in die Punkte.
Zwei weitere Kugeln für Odermatt
Gut, besser Odermatt. Der Schweizer Skiprofi holte zum Saisonabschluss in Saalbach-Hinterglemm zwei kleine Kristallkugeln in der Abfahrt und Super-G. Am Freitag genügte hm ein 5. Platz, um sich die Wertung zu sichern. Luc Meillard führte dabei einen Schweizer Dreifach-Erfolg an. Und wie es zu dieser Saison mit Wetterkapriolen bestens passt, fiel am sonntag die Abfahrt, also das letzte Rennen, aus. Somit hatte der Franzose Cyprien Sarrazin keine Chance mehr, den Schweizer abzufangen
https://www.bluewin.ch/de/sport/ski/von-kleinen-etwas-groesseren-und-grossen-kristallkugeln-2136575.html
Dass im letzten Rennen sich noch was dreht, musste tags zuvor Odermatts Landsfrau Lara Gut-Behrami erfahren. Auf der technisch wenig anspruchsvollen Piste kam die Schweizerin als 17. nicht einmal in die Punkteränge der besten 15. Und Conni Hütter nutzte mit einer verwegenen Fahrt die Gunst der Stunde und fing die Schweizerin mit ihrem Sieg noch ab.
Lara Gut-Behrami wird es verschmerzen, denn am Freitag gewann sie mit dem 7. Platz die Super-G-Wertung. Allerdings wurde es auch hier spannender als erwartet, denn bei einem Sieg von Federica Brignone hätte sie sie nicht mehr viele Plätze verlieren können.
Einen tollen Job machten die Veranstalter, die trotz Warmwetters eine gute Piste hinzauberten, die allerdings gerade zu Mittagszeit unter der Wärme litt. Dass dann ausgerechnet Schneefall und Wind das letzte Rennen unmöglich machten, ist ungerecht. Aber die WM 2025 dort kann kommen.
Ein Sieg-Flug zum Abschied
Der Slowene Peter Prevc hat schon vor einiger Zeit sein Karriere-Ende angekündigt, und seitdem fliegt er wie beflügelt. Dieses Wochenende standen in Planicka also seine letzten Wettkämpfe an, also zu Hause vor seinen Fans. Und Prevc verabschiedete sich stzandesgemäß am Freitag mit seinem insgesamt 24. Weltcupsieg. Gut er sprang am Sonntag noch mal, und wurde 6. aber ich will das mal nicht so eng sehen. Prevc gewann einmal Olympa-Gold im Mixed, im Einzel Silber und Bronze in Sotschi. Dreimal wurde er Skiflugweltmeister, einmal gewann er den Gesamtweltcup und einmal die 4-Schanzentournee. Der Name Prevc bleibt der Skiwelt erhalten. Sein jüngerer Bruder Domen (wurde am Sonntag Zweiter hinter dem überragenden Daniel Huber) und die Schwester Nika, die sich mit 18 schon den Gesamtweltcup holte, halten die Familienfahne offen.
Die Deutschen, so glänzend in die Saison gestartet, werden froh sein, dass es jetzt vorbei ist.
Deutsche zeigen in Miami auf
Zumindest die Tennis-Männer. Dominik Köpfer steht beim zweiten Masters der Saison im Achtelfinale, wo er morgen auf Daniil Medwedew trifft. Sascha Zverev, Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff sind auch noch im Rennen. Die deutschen frauen sind alle schon draußen – genau wie Holger Rune, der gegen Fabian Marozsan 1:6, 1:6 unterging.
… und in Montreal
Dort gewann das Eiskunstlaufpaar Minerva Fabienne (was für ein schöner Vorname) Hase/Nikita Wolodin Bronze hinter den Lokalmatadoren Stellato-Dukek/Deschamps und Miura/Kihara aus Japan. Die übrigen Weltmeister: Ilia Malinin (USA) mit 6 Vierfachsprüngen, Kamaro Sakomoto (ohne Vierfachsprung, aber sehr ausdrucksstark) sowie das Tanzpaar Madison Chock und Evan Bates (USA).
Hier Malinins Kür
https://www.ardmediathek.de/video/sportschau-wintersport/die-rekordkuer-von-ilia-malinin-in-voller-laenge/das-erste/Y3JpZDovL3Nwb3J0c2NoYXUuZGUvOTlhYTBiM2EtOWFiNS00NTM2LTg5YzItY2I0NDM2YmNlZmY0
und die von Sakomoto
https://www.sportschau.de/wintersport/eiskunstlauf/kuer-damen-wm-montreal-sakamoto-gold-100.html
Und sonst
– Die DEL-Play-offs sind voll im Gange. Fischtown Bremerhaven und RB München stehen nach 4:0-Sweeps gegen Ingolstadt und Wolsburg bereits im Viertelfinale. Die Eisbären Berlin führen 3:1 gegen die Adler Mannheim, und zwischen den Straubing Tigers und den Schwenninger Wild Wings steht es 2:2.
– chancenlose Bayern: die Basketballer zumindest in der Euroleague, wo sie die Partien in Valencia knapp (68:70 mit der Chance des letzten Wurfs vergeben) und gegen TelAviv klar (74:89) verloren. Die Chance aufs Play-In ist damit noch noch theoretischer Art. Wenigstens in der BBL hielte sich die Münchner schadlos und gewannen bei den Hamburg Towers vor mehr als 11 000 Zuschauern mit 81:80 nach Verlängerung. Damit sind sie jetzt alleiniger Tabellenführer einen Sieg vor Chemnitz und Alba Berlin.
Die Wochenvorschau folgt
von Münchner Löwe | März 11, 2024 | Allgemein, bundesliga, Fernsehen, Fußball, Handball, ski alpin, Tennis, Wintersport, Wochenrückschau
Unaufhaltsam Richtung Meisterschaft
Auch wenn die Bayern ihre Form offenbar wiedergefunden haben (ist das 8:1 gegen Mainz allerdings ein Maßstab?), Bayer Leverkusen lässt sich nicht beirren und nahm auch die Hürde VfL Wolfsburg beim ungefährdeten 2:0 souverän. Spektakulär ist es nicht, was Bayer da grade spielt, aber halt sehr erfolgreich.
Großen Spaß macht weiter der VfB: Die Schwaben spielen einfach tollen Fußball, und es drängen sich einige Spieler für die Nationalmannschaft auf – allen voran Denis Undav und Waldemar Anton, aber auch Chris Führich und Mittelstädt. Bin gespannt, wie das der Bundestrainer zu lösen gedenkt.
Unten im Keller bleibt es beim Schneckenrennen zwischen Köln, Mainz und Darmstadt. Ein Team von denen kommt in die Relegation: Und egal wer in der 2. Liga Dritter wird, etwa der HSV?, ist mit Sicherheit nicht chancenlos. St. Pauli kann schon für die 1. Liga planen, und alles spricht auch dafür, dass Holstein Kiel als erstes Team aus Schleswig Holstein ins Oberhaus kommt.
Letzte Zuckungen im (Kunst)schnee
Es ist Mitte März, und ganz langsam neigt sich die Wintersportsaison dem Ende entgegen. Mein Highlight war die fulminante Rückkehr von Mikaela Shiffrin. Nach sechs Wochen Pause bestritt sie in Are wieder einen Slalom und gewann ihn mit standesgemäßen 1,24 Sekunden Vorsprung auf die Zweite Ljutic und Michelle Gisin.Lena Dürr verfehlte das Stockerl um eine Hundertstelsekunde, Emma Aicher wurde glänzende Siebte.
Zum Nichtstun verurteilt waren mal wieder die Männer. Riesenslalom und Slalom in Kransjska Gora fielen einem Wärmeeinbruch samt Dauerregen zum Opfer. Somit hat Linus Straßer in der Slalomwertung auch seine theoretischen Chancen auf die kleine Kristallkugel verloren. Die holt sich völlig vedient der Österreicher Manuel Feller.
Vorbild Raw Air
Was ist das für ein, Rumgeeiere, ob und wie sich die 4-Schanzentournee auch den Frauen öffnet, was wirklich an der Zeit wäre. Das noerwegische Gegenstück ist die Raw Air in Norwegen mit drei Stationen unter anderem am Holmenkollen und das Skifliegen in Vikersund. Die Frauen sind voll dabei. Die gleichen Wettbewerbe, und auch von der Flugschanze dürfen sie sich wagen. Und sie erhalten für ihre Darbietungen das gleiche Preisgeld. beschämend, dass das vor allem die Österreicher nicht hinbekommen, obwohl ihre Frauen nicht minder erfolgreich sind als die Männer. Das Besondere an der Raw Air: Hier fließen auch die Qualifikationssprünge in die Gesamtwertung ein. Bei den Frauen führt die Norwegerin Eirin Maria Kvandal vor Katharina Schmid und Eva Pinkelnig, bei den Männer Stefan Kraft vor Ryoyo Kobayashi und Jan Hörl.
Vorentscheidung für Magdeburg?
Am Sonntag trafen in der Handball-Bundesliga der Zweite SC Magdeburg und der Erste Füchse Berlin aufeinander. Am Ende hatten die Magdeburger die Nase vorn und gehen jetzt als Tabellenführer und Favorit in die letzten Spieltage. Hier gibt es ja keine Play-offs, anders als etwa im Basketball und Eishockey. Ich plane mal ein pro und contra Play-offs, was ja auch für die Fußballer immer wieder als Thema aufploppt.
In der Champions League der Männer haben der THW Kiel und Magdeburg direkt das Viertelfinale erreicht.
Angie rockt Indian Wells
Nach ihrer Babypause und dem doch zurückhaltenden Comeback in Australien kommt die Tennisspielerin immer besser in Fahrt. In Indian Wells erreichte sie als ungesetzte Spielerin das Achtelfinale und eliminierte dabei die weit höher eingestuften Jelena Ostapenko und Veronika Kudemertova. Jetzt kommt es zum Duell der befreundeten Mamas gegen Caroline Wozniacki, die wie die Kerberin polnische Wurzeln hat. Bei den Männern ist Sascha Zverev noch im Wettbewerb. Jan-Lennard Struff musste sich erwartungsgemäß Jannik Sinner geschlagen geben.
Apropos Tennis: Die von Verletzungspech so gebeutelte Sabine Lisicki hatte endlich mal eine gute Nachricht parat. Sie erwartet ein Kind. Offenbar war das nicht geplant, aber die Freude ist groß. Ich wünsche alles Gute für eine Tennisspielerin, die ohne ihre vermaledeiten Verletzungen bestimmt viel mehr erreicht hätte als „nur“ ein Wimbledonfinale.
Und sonst?
– Wer die Premier League und Pool vs City vermisst, den verweise ich auf den vorigen Beitrag. Grandioses Spiel
– die Biathleten traten in Soldier Hollow an. Die ARD übertrug Freitag und Samstag zur Primetime. Für Sportfans eine feine Sache, aber schon sehr bedenklich für ein angebliches Vollprogramm. Aus deutscher Sicht herausragend war die Frauenstaffel mit dem zweiten Platz hinter Norwegen – und das mit den ganz jungen Hüfperinnen Selina Grotian und Julia Kink, die kurzfristig als Schlussläuferin einspringen musste und ihre Sache glänzend machte.
– Zwei Langlaufklassiker am Holmenkollen über 50 Kilometer. Die Frauen dürfen diese Strecke jetzt auch in Angriff nehmen. Katharina Hennig belegte hinter den Schwedinnen Frida Karlsson und Ebba Anderson den 3. Platz. Bi den Männern gab es einen norwegischen Fünffacherfolg. Ein gar nicht so kleiner Wermutstropfen für die Puristen: Die Wettbewerbe fanden im Massenstart und nicht im Intervallstart statt.
– bei den Kombinierern war Jarl-Magnus Riiber einmal mehr eine Klasse für sich und siegte zweimal jeweils vor dem Österreicher Johannes Lamparter.
– Ein erst 19-jähriger Amerikaner setzt im Eisschnelllauf neue Maßstäbe. Nach seinen drei Titeln bei der Einzelstrecken-WM in Calgary sicherte er sich am Wochenende in Inzell den Vierkampf – mit neuem Weltrekord. Die Eislaufnation Holland hielt sich bei den Frauen mit einem Dreifacherfolg schadlos.
Die Wochenvorschau folgt
von Münchner Löwe | März 4, 2024 | basketball, Fußball, Handball, Leichtathletik, Tennis, Wintersport, WM, Wochenrückschau, Wochenvorschau
Wirklich die Entscheidung?
Jetzt sind es 10 Punkte zwischen Bayer und Bayern. DA fehlt mir die Fantasie, wie das die Münchner noch aufholen wollen. Viel spannender ist da die Frage, ob Thomas Tuchel wirklich bis zum Saisonende Trainer bleibt respektive überhaupt bleiben will. Denn wie er gerade von einigen Medien zu Hauptschuldigen der mauen Auftritte gemacht hat, stellt sich mir die Frage: Warum soll er sich das eigentlich antun? Und dass so viele vermeintliche Interna nach außen dringen, spricht auf für sich. Natürlich hat Tuchel seine Fehler gemacht, aber mittlerweile gibt es eine klare Hexenjagd von Springer, genau wie gegen Joshua Kimmich.
Ansonsten haben sich die Trends weiter festgezurrt. Der VfB Stuttgart nähert sich der Champions-League-Qualifikation mit Riesenschritten. da bleibt also nur der Zweikampf zwischen dem BVB und RBL um den 4. Platz. Die internationale Hochrechnerei, ob vielleicht sogar Platz 5 reicht, erspare ich mir noch. Und hinten bleibt es beim Dreikampf Köln, Mainz und Darmstadt um den Relegationsplatz.
Und wer folgt Tuchel?
der erklärte Liebling der Bayern ist Xabi Alonso. Mich persönlich würde es extrem wundern, wenn Alonso dem Ruf folgen würde. Ich könnte mir vorstellen, dass er seine Mission in Leverkusen auch mit dem Meistertitel als nicht beendet ansieht und es mit dieser truppe auch in der Champions League versuchen will.. Und danach wird er bei Real Madrid anheuern.
Schweizer Dominanz
5 Rennen, 4 Siege, drei 2. Plätze. Das ist die beinahe makellose Bilanz der Schweizer Alpinen bei den Rennen am Wochenende. Bei den Männern gewann Marco Odermatt beide Riesenslaloms in Aspen (er verlängerte seine Siegesserie auf 12) behrami jeweils vor Luc Meillard, der dafür den Slalom entschied. Einen großartigen zweiten Platz belegte der Skilöwe Linus Strasser. Er hat zwar noch theoretische Chancen auf den Slalom-Weltcup, aber den dürfte sich Manuel Feller nicht mehr nehmen lassen.
Die Frauen-Abfahrt in Kvitfjell wurde durch einen Super-G ersetzt, den Lara Gut-Behrami für sich entschied. Im 2. super-G musste sich die Schweizerin nur der Italienerin Federica Brignone geschlagen geben. Das Rennen war irregulär, wurde mehrere Male wg Nebels unterbrochen und dauerte insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden.
Gut-Behrami hat damit beste chancen auf den Gesamtweltcup und auf die kleinen Kristallkugeln in der Abfahrt, im Super-G und im Riesenslalom. sie profitiert dabei natürlich auch vom längerfristigen Ausfall von Mikaela Shiffrin, sofia goggia und Petra Vlhova.
Femke Bol ganz toll
Die Holländerin setzte mit ihrem Weltrekord über 400 Meter das Glanzlicht der Hallen-WM in Glasgow. Sie brauchte für die 2 Runden 49,17. Sie ist damit klare Favoritin für Olympia, und nur der Zeitplan verhindert ein Doppel 400 m flach und 400 m Hürden. Und wenn die Holländerinnen den Staffelstab ohne Unfall ins Ziel bringen, ist Gold auch über 4×400 Meter ziemlich realistisch.
Und sonst?
- Pokalsiege für die Berlin Volleys und die Frauen des MTV Stuttgart. Eine gelungene Doppel-Veranstaltung in Mannheim, zu der am Sonntag 10000 Zuschauer kamen. Leider recht klare Angelegenheiten in den Finals gegen Herrsching und Potsdam
- Füchse ohne Blöße. Die berliner gewannen in der Handball-Bundesliga gegen erlangen und führen weiter mit einem Punkt Vorsprung auf den SC Magdeburg.
- Bayern marschiert. „Nur“ im Basketball, aber immerhin. In der BBL führen sie, und in der Euroleague rücken die Play-Ins in Reichweite.
- Zweite Plätze für deutsche Langläuferinnen in Lahti. Christina Rydzek musste sich im Freistilsprint nur der Norwegerin Kristine Stavas Skistad beugen. Victoria Carl wurde Zweite über 20 km klassisch im einzelstart hinter der Finnin Lristina Parmäkoski.
- ein schöner zweiter Platz für Benedict Doll bei seinem Abschied vom Holmenkollen im Massenstart hinter sture Laegreid. In der Mixed-staffel und in der Single-Mixed-Staffel blieben die Deutschen ohne Podestplatz. es siegten Frankreich und Norwegen.
- Turniersiege im tennis für Alex de Minaur in Acapulco, Ugo Humbert in Dubai und Sebastien Baez in Santiago sowie Yuan Yi in Austin und Katie Boulter in San Diego.
Das wird die Woche, die wird
Rückspiele in der Champions League, Teil 1
Am Dienstag wird es für die Bayern ernst. Sie müssen im Rückspiel gegen Lazio ein 0:1 aufholen. Machbar angesichts der Mittelmäßigkeit des Gegners. Falls es schiefgeht, war es das wohl mit TT. Für RB Leipzig wird es ungleich schwerer. sie müssen auswärts ein 0:1 aufholen, noch dazu gegen Real Madrid. Die Königlichen sind aber zu knacken. Allerdings: bernabeu und Champions League, das ist schon eine Festung. Ansonsten spielen Manchester City gegen Kopenhagen (2:1) und Real Sociedad – PSG (0:2). Nachste Woche dann Teil 2 der Rückspiele.
Diese und nächste Woche kommt es zum Achtelfinale in der Europa League und Conference League. Bayer Leverkusen muss bei Quarabag Agdam antreten, die Reise nach Aserbaidschan dürfte das Beschwerlichste sein. SC Freiburg spielt zu Hause gegen West Ham United.
Abschluss der DEL-Runde
Der 52. und letzte Spieltag des Grunddurchgangs steht in der DEL an. Der Zweite Eisbären Berlin empfängt dabei den Ersten Fischtown Bremerhaven. Nur wenn die Eisbären ohne Verlängerung gewinnen, schaffen sie noch den ersten Platz. Als Letzter stehen die Augsburger Panther fest. Ob sie tatsächlich absteigen müssen, hängt davon ab, ob der Zweitliga-Meister auch aufsteigen darf und will.
Und sonst?
– Das erste Masters-Turnier im Tennis in Indian Wells.Erst aber die Quali u. a. mit Maxi Marterer. Laura Siegemund ist schon raus, hat auch keine Chance auf einen Lucky-Loser-Platz.
– Wintersport satt. Ski alpin in Kransga Gora (Männer, Sl, RS) und Are (Riesenslalom, Slalom)
biathlon in Soldier Hollow/USA. Holmenkollen mit Skispringen, Skilanglauf und Nordische Kombination
Handball national und international
Basketball naitonal und international
Rugby: 6 Nations, 4. Spieltag
Formel 1 in Saudi Arabien. Zu Horny Horner vielleicht morgen ein paar Zeilen.
von Münchner Löwe | Feb. 26, 2024 | Allgemein, Wochenrückschau, Wochenvorschau
Zwei wichtige Themen habe ich schon aufführlich behandelt. Den Tod von Andy Brehme und die Entlassung von Thomas Tuchel. Siehe hier https://blickueberdenteich.de/lahme-ente-oder-befreiter-schwan/ und hier https://blickueberdenteich.de/so-viel-mehr-als-elfer-links-unten/
Außerdem hat den deutschen Fußball vor allem die Entscheidung beschäftigt, nicht weiter nach einen Investor zu suchen. Ansonsten war im Sport nicht so wahnsinnig viel los.
Der Erfolg der Tennisbälle
Respektive ihrer Werfer. Aussitzen ging nicht, durchpeitschen auch nicht. Also blies die DFL offiziell die Suche nach einem Investor ab. Die dauernden Unterbrechungen wollten auch kein Ende nehmen. Wobei die Protestierenden ein feines Gespür hatten, wie weit sie gehen konnten, denn an einem Spielabbruch war offenbar niemandem von ihnen gelegen. Auch die souveräne Handhabung der Unparteiischen war extrem förderlich.
Also erst mal kein Investor. Wobei ich weiterhin der festen Meinung bin, dass vor allem das „Wie diese Entscheidung zustandekam mit der unrühmlichen Rol,le des Martin Kind, der aller Wahrscheinlichkeit nach gegen die Interessen seines Vereines gestimmt hat, die entscheidende Rolle an der Vehemenz des Proteste. Das war das Gegenteil von Transparenz, dieser Makel war nicht mehr zu heilen. Und dass dann plötzlich nur noch ein interessierter Investor zum Verhandeln bereit war, war der Sache auch nicht gerade dienlich.
Die Frage wird sein, wie es weitergeht. Da wäre es mal von Vorteil, dass jeder Verein explizit herausfindet, was den eigenen Fans und Mitgliedern wirklich wichtig ist. Wirklich ein nicht weiter zerfledderter Spielplan? Wirklich Selbstbestimmtheit in allen Belangen? Wirklich internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Club und der gesamten deutschen Liga? Ist ja nicht so, dass alle bisher am Hungertuch nagen, aber viele eben weit über ihre Verhältnisse leben. Und die DFL-Führung sollte sich mit diesem Protest einer sehr starken Minderheit, die offenbar noch dazu die Zustimmung der schweigenden Mehrheit fand, ernsthaft auseinandersetzen und nicht von einem Sieg der Chaoten oder Ähnliches schwadronieren. Überhaupt etwas mehr Demut wäre angebracht, nicht wahr Herr Watzke!?
Zu Bild und Marcel Reif, die eine bemerkenswert traurige Rolle gespielt haben, werde ich höchstwahrscheinlich morgen noch ein paar gesonderte Worte finden.Nur eines vorweg: Ich schätze Marcel Reif eigentlich über die Maßen, aber hier …
Ach je, du Bundesliga
Also wurde wieder Fußball gespielt ohne Unterbrechung außer in Frankfurt, aber das dort will ich jetzt nicht beleuchten. Und was soll ich sagen? Am Samstag bei der Konferenz hätte ich eine originelle Abwechslung in Form von Tennisbällen oder einer Drohne oder einem ferngesteuerten Auto samt Fackelbeleuchtung sehnlichst erwartet. Das Gebotene auf den Spielfeldern war auf jeden Fall nicht zum Jubilieren angetan. Die anderen Spiele waren auch nicht viel amüsanter, naja vielleicht der taumelnde BVB. Und so haben wir nach dem 23. Spieltag schon ziemlich festgetackerte Verhältnisse.
8 Punkte Vorsprung beträgt weiter der Vorsprung von Bayer auf Bayern. Restspannung bleibt nur, weil Bayer eben Bayer Vizekusen ist. Doch der Fußballgott hat sich offenbar entschieden, und so verhalf diesmal ein veritabler Fehler von Mainz-Torwart Robin Zentner zum mühsamen Heimsieg. So etwas wie Spannung kommt höchstens noch im Dreikampf um die zwei CL-Plätze hinter Bayer und Bayern zwischen dem VfB Stuttgart, Borussia Dortmund und RB Leipzig auf. Und nicht mal der Abstiegskampf haut vom Hocker. Köln, Darmstadt und Mainz haben sich nach unten abgesetzt und spielen neben den zwei sicheren Abstiegsplätzen nur noch den Relegationspaltz 16 aus. Und dann gibt es halt noch einen Haufen Bewerber um die Europa und Conference League. Ich weiß: Sport, Pferde und Apotheken, aber so sieht es zurzeit halt aus.
Freiburger Drama
Höhepunkt der internationalen Woche war die bemerkenswerte Aufholjagd des SC Freiburg in der Europa League Zwischenrunde gegen den RC Lens. 0:2 lagen die Breisgauer zurück, und starteten eine fulminante Aufholjagd, die sie noch in die Verlängerung brachte, in der dann Michael Gregoritsch den umjubelten Siegtreffer schoss. Verabschiedet hat sich dagegen Eintracht Frankfurt in der Conference nach einem 1:2 gegen Union St. Gilloise aus Belgien. Trostlos und schade für die Fans.
Der BVB schaffte im CL-Hinspiel ein 1:1 bei der PSV Eindhoven. Riesenärger gab es über den Elfer für die Holländer. Er war mE mehr als zweifelhaft, aber nicht ein 0-%-Elfer, wie Verursacher Mats Hummels bemängelte. Experte Hatthias Sammer verstieg sich gar in die These einer allgemeinen Benachteiligung aller deutschen Clubs, weil zu wenig Einfluss in den Verbandsetagen. Kleiner haben wir es gerade nicht?
Erster Titel zum Abschied
Ein ziemlich spektakuläres Endspiel um den englischen Liga-Cup entschied letztlich der FC Liverpool mit 1:0 nach Verlängerung gegen den FC Chelsea für sich. Er bescherte dem zum Saisonende scheidenden Trainer Jürgen Klopp einen ersten Titel nach seiner Erklärung. Gut im Rennen sind die Reds weiter im Kampf um die Meisterschaft, und die Europa League ist auch noch drin.
Dämpfer für die Weltmeister
Eine für mich unerwartete Niederlage kassierten die deutschen Basketballer in der EM-Qualifikation. Nach dem Sieg gegen Montenegro verloren die Weltmeister ohne ihre NBA-Profis Franz und Moritz Wagner, Dennis Schröder sowie Daniel Theis in Bulgarien. Kein Beinbruch, weil sich in jeder Vierergruppe drei Teams qualifizieren, aber ein klares Warnsignal.
Und sonst?
– Mal wieder Ausfälle bei den Alpinen. Diesmal betraf es beide Super-Gs in Val di Fassa, denn es gab zuviel (!) Schnee. Angesichts des nahenden Saisonendes Mitte März bezweifle ich, dass die Rennen an anderer Stelle gefahren werde.
– Marco Odermatt schon Gesamtweltcupsieger: Der Schweizer gewann auch den 7. Riesenslalom der Saison und sicherte sich bereits 10 Rennen vor Saisonschluss die große Kristallkugel. Manuel Feller gewann den Slalom, auch weil der nach dem 1. Durchgang Linus Strasser den zweiten ziemlich verbremste und auf Platz 3 zurückfiel
– Weite Flüge in Oberstdorf. Der Slowene Timi Zajc und Stefan Kraft aus Österreich sicherten sich die beiden Einzelkonkurrenzen in Oberstdorf. Zweimal Zweiter wurde Peter Prevc, der zum Saisonende seine Karriere beenden wird. Zu früh? Slowenien flog souverän zum Zweierteam-Titel.
– Die Füchse Berlin schafften in letzter Sekunde ein 31:31 bei der SG Flensburg-Handewitt und können in der Handball-Bundesliga weiter von ihrem ersten Meistertitel träumen.Einziger ernsthafter Konkurrend ist Titelverteidiger SC Magdeburg mit drei Punkten Rückstand, aber einer Partie weniger.
– Mark Allen holte die Players Championships im Snooker gegen den Chinesen Zhang
– Turniersiege im Tennis schafften Jordan Thompson in Los Cabos, wo er an der Seite von Purcell auch das Doppel für sich entschied, Sebastian Baez in Rio, Karem Katschanow in Doha sowie die Italienerin Jasmine Paolini. Wer?
Das wird die Woche, die wird
Letzte Hoffnung für die Hrubesch-Mädels
Ein Endspiel um Olympia gibt es für die deutschen Fußball-Frauen um Interimstrainer Horst Hrubesch: Nach der Niederlage gegen Frankreich im Halbfinale der Nations League kommt es am Mittwoch in Heerenveen zum entscheidenden Spiel gegen Holland, das das zweite Halbfinale gegen Weltmeister Spanien verlor. Wer siegt, fährt nach Paris, wer verliert, hat dann Ferien.
Formel 1 rollt an
Dieses Wochenende startet die neue Saison in der Formel 1. Das erste Rennen ist bereits am Samstag in Bahrain. Insgesamt stehen 24 Rennen und außerdem 7 Sprints auf dem Programm, so viele wie noch nie. Haushoher Favorit ist wieder Max Verstappen, der beste Fahrer erneut im besten Auto. Keine Fahrerwechsel, ein Novum. Ferrari und Mercedes dürften Platz 2 unter sich ausmachen. McLaren schätze ich stark ein, aber eigentlich ist es mir ziemlich schnuppe. Sportart zu Tode gesiegt.
Wintersport satt
– Die Alpinen versuchen ihr Glück in Aspen (Männer: 2 RS, Slalom) und Kvitfjell (Frauen: Abfahrt, Super-G)
– Die Biathleten bestreiten ihr Wochenende am Holmenkollen in Oslo.
– Langläufer und Skispringer sind in Lahti zu Gange
Ballsport satt
– Basketball national und international. Bayern national top, in der Euroleague ziemlich abgeschlagen. Zumindest die Play-Ins sind noch nicht außer Reichweite, für Alba Berlin schon
– Handball national und international. THW Kiel und SC Magdeburg mit guten Aussischten auf den direkten Einzug ins Viertelfinale. Alle deutschen Vertreter in im EHF-Cup gut im Rennen. Stärkste Liga der Welt halt ….
– Tennis: Männer in Dubai, Santiago und Acapulco (mit Sascha Zverev vs Daniel Altmaier.) Frauen in Austin und San Diego
Ach ja, last but not least. Sepp Maier wird am Mittwoch 80 Jahre alt. Vielleicht fällt mir zur Katze von Anzing noch was ein.
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