Das wird die Woche, die wird

Schongang für die (meisten) Bundesliga-Clubs

 

Tatsächlich: Fast keine Spiele während der Woche. Damit der Fußball-Fan keine Entzugserscheungen bekommt, hat der DFB für Dienstag und Mittwoch je ein Pokalspiel angesetzt, die Hälfte des Viertelfinals. Die andere Hälfte findet dann in 3 Wochen statt.
Am Dienstag empfängt der VfB Stuttgart zum württembergisch-bayerischen Schwaben-Derby den FC Augsburg. Die Stuttgarter haben zum Jahresstart zwar in Augsburg gewonnen, doch seitdem ist der FCA ungeschlagen, der VfB musste dagegen diese Woche erst das Aus in der Champions League gegen PSG und am Samstag die Heimpleite gegen Gladbach verkraften.
Am Mittwoch kommt es in Leverkusen zum rheinischen Derby Bayer gegen 1. FC Köln. Köln ist perfekt ins Jahr gestartet und führt die 2. Liga an, Bayer ist auch in guter Form und ist klarer Favorit.

Die Bundesliga bittet am Wochenende zum 21. Spieltag. Tabellenführer Bayern München erwartet am Freitag Werder Bremen. Die eh riesige Favoritenstellung wird noch erhöht, weil Werder zwei Spieler durch Gelb-Rote Karten gespert fehlen (übrigens auch Trainer Ole Werner) und der zuletzt so starke Leo bittencourt verletzt ausfallen dürfte. Andererseits hat Werder fast genau vor einem Jahr in München gewonnen, es war der Anfang einer desaströsen Bundesliga-Rückrunde.
Am Samstag steht das Trainer von Dortmunds neuen Trainer Nico Kovac an, wenn der BVB Stuttgart empfängt. Bayer Leverkusen hat die heikle Aufgabe bei VfL Wolfsburg zu bewältigen.

 

Transferfenster schließt sich

 

Deadline Day heißt seit ein paar Jahren der europaweit letzte Wechseltag im Sommer und Winter. Am Montag bis 20 Uhr ist also die letzte Möglichkeit, den Kader aufzupeppen und/oder Transfererlöse durch Verkäufe zu generieren. Begleitet von extrem aufgeregten Medien, zahllosen Gerüchten, Bestätigungen, Dementi etc. Wechselt Bayerns Mathys Tel nach England, wen holt Kovac nach Dortmund, wer reagiert wie auf welche Ausfälle? Funktionieren E-Mail-Vekehr oder wenigstens das Fax-Gerät (man glaubt gar nicht, welche Millionendeals an der profanen Technik schon gescheitert sind). Danach ziehen alle Bilanz, Experten loben und tadeln und wissen nach der Saison genau, warum alles schief- oder gutgelaufen ist, auch wenn das der ersten Einschätzung konträr widersprach. Immer wieder luschtig anzusehen, aber man kann es auch lassen.

 

Super Bowl in New Orleans

 

In der Nacht zum 11. Februar schauen alle Fans nach New Oreleans, wo in einem riesigen Dome der NFL-Titelträger gekürt wird. Für mich ist die Super-Bowl-Partie zwischen den Kansas City Chiefs und Philadelphia Eagles eher ein Horror Bowl, Pest oder Cholera da mich beide Teams dieses Jahr extrem genervt haben. Wie zumindest für mich persönlich Football an Attraktivität verloren hat. Nun denn, ein mediales Spektakel steht uns bevor. Die Chiefs könnten als erstes Team überhaupt den dritten Titel in Folge gewinnen und die These „jeder kannn Meiser werden“ ad absurdum führen. Die Eagles werden swahrscheinlich wieder aberhunderte Yards laufen.

Als Hauptakt der mindestens genauso beachteten Halbzeitshow ist die Musikerin SZA angekündigt, die mit dem Westcoast-Rapper Kendrick Lamar auftreten wird. Wems gefällt, aber wenn ich an die Topacts Prince, Michael Jackson et all zurückdenke, bleibt mir nur ein großer tiefer Seufzer.

 

Saalbach erwartet Skifest

 

Alpine Ski-WM in Österreich, mehr geht nicht. Austria freut sich auf Festtage in Saalbach-Hinterglemm, der Ost ist zum zweiten Mal nach 1991 Gastgeber. 11 Entscheidungen stehen ab Dienstag  auf dem Programm, je fünf für Frauen und Männer. sowie zum Auftakt der Mixed-Teamwettbewerb. Wie immer bei Großereignissen danach erst mal die Speed-Wettbewerbe (damit man Luft für etwaige Wetter-Kapriolen hat).
Neu ist jeweils die sogenannte Team-Kombination anstatt der Einzel-Kombi. Der Modus: Zwei Frauen (respektive Männer) einer Nation bilden ein Team, die eine fährt ab, die andere bestreitet einen Slalom-Durchgang, und die Zeiten werden addiert. Es gibt keinerlei Testwettbewerb, demnach also auch keine Erfahrungswerte. Möglich ist zB das US-Traumpaar Lindsey Vonn/Mikaela Shiffrin (deren verhältnis angeblich kühl bis kalt ist), die gegen ein potenzielles deutsches Paar Kira Weidle/Lena Dürr antreten würden.
Die Wetterprognose ist für die erste Woche eher so lala. Die Sonne zeigt sich nur bis Mittwoch, danach eher bedeckt, aber wenigstens einigermaßen kalt, so dass die Pisten halten.
Ich freue mich sehr und werde hoffentlich täglich updaten, zumindest an Wettkampftagen.

Schi-WM zuhause in Österreich – da steht natürlich auch die rot-weiß-rote Ehre der Nation auf dem Spiel. Medaillen zu Hauf müssen her, unbedingt auch goldene. Die Männer sind allerdings noch ohne Weltcupsieg in diesem Winter. In den Speed-Disziplinen schaut es so dürr aus wie seit Jahrzehnten nicht. Mit Vincenz Kriechmayr nur ein realistischer Medallenkandidat für Super-G am Freitag und Abfahrt am Sonntag, dafür eine Übermacht des Erzfeindes aus der Schweiz um Marco Odermatt. Tristesse auch im Riesenslalom, am ehesten tatsächlich das Team oder eben Manuel Feller im Slalom, wenn er denn mal zwei Läufe fehlerlos ins Tal hinbekommt.
Bei den Frauen sieht es auch nicht viel besser aus. Conni Hütter ist in Abfahrt/Super-G Medaillenkandidatin, Katharina Liensberger der Trumpf im Slalom.

Die Deutsche? Kein Speedfahrer weit und breit. Slalom-Artist Linus Strasser kämpft um Medaillen. Bei den Frauen ähnlich dürr. Lena Dürr im Slalom ist die einzige realistische Hoffnung auf Edelmetall. Emma Aicher könnte aufzeigen, leider gibt es für die Allrounderin die Einzelkombi nicht mehr.

 

Und sonst?

  • Bundesliga: Topspiel ist Samstagabend die Partie Gladbach gegen Eintracht Frankfurt. Die Fohlen mit dem Rückenwind des Auswärssieges in Stuttgart, die Frankfurter sehr gut im Rennen um die Champions-League-Plätze.
    Im Abstiegskampf helfen dem schon etwas abgeschlagenen Trio Heidenheim, Kiel, Bochum nur Siege. Alle Drei sind am Sonntag im Einsatz, Heidenheim gegen Freiburg, Kiel und Bochum im direkten Duell an de Förde.
  • Internationaler Fußball: Im LigaCup-Finale (Mittwoch, 21.00) wird in England der erste Titel der Saison vegeben. Im Nordlondoner Derby treffen in Wembley der FC Arsenal und Tottenham aufeinander. Die Spurs könnten mit einem Sieg über den verhassten Gegner eine katastrophale Liga-Saison retten, der sie an den Rand der Abstiegszone brachte..
    Die Liga pausiert am Wochenende, dafür steht der FA-Cup anDer ganz große Schlager ist nicht dabei.
    Inter kann aufschließen: Am Donnerstag steht in der Serie A das Nachholspiel bei der Fiorentina an, das wegen des Kollapses des Florenzer Profis Edoardo Bove im Dezember abgebrochen wurde. Bove geht es wieder besser, ob er aufs Fußballfeld zurückkehrt, ist aber ungewiss.
  • Handball: Keine Pause für die Männer. Nicht mal eine Woche nach der WM müssen sie in der Bundesliga und anderen nationalen Ligen wieder ran. Am Samstag gleich mit dem Verfolgerschlager Kiel gegen Magdeburg. Der SCM hat insgesamt drei Spiele weniger absolviert als die Konkurrenz, weil sie wegen des Anschlags auf den Weihnachstmarkt im Dezember ausgesetzt haben. Ein Sieg ist für beide fast Pflicht, um Anschluss an die Spitze um MT Melsungen und die Füchse Berlin zu halten.
  • Basketball: Die Terminhatz geht weiter. Wieder stehen zwei Spiele in der Euroleague an. Der FC Bayern empfängt am Dienstag Olympia Milano und am Donnerstag Villeurbanne. Alba hat die Partien in Kaunas (Dienstag) und gegen Belgrad vor der Brust.Dazu am Wochenende Bundesliga, wo die Bayern nach Vechta müssen, immer besonders schweirig nach so einem internationalen Doppelspieltag
  • Wintersport: Die Rodel-WM steht ab Donnerstag auf der Hochgeschwindigkeitsbahn in Whistler Mountain an. Die Saison beherrschten bisher Österreicher und Deutsche. Die schwierige Bahn in Kanada könnte die Vorherrschaft durcheinanderwirbeln, was der Sportart sehr gut täte. Überraschen die Gastgeber auf ihrer Heimbahn?
    Die Skispringer machen eine Stipppvisite in Lake Placid, wo zwei Wettbewerbe anstehen. Die Deutschen um Pius Paschke sind im Formtief. Falscher Aufbau nach den Top-Leistungen im November und Anfang Dezember?
  • Tennis: Die Männer schlagen auf in Rotterdam (Alcaraz, Medwedew), in Dallas (Frit, Ruud, Shelton), die Frauen in Abu Dhabi (Rybakina, Badosa, Bencic)
  • US Sport: Neben den spielen in NBA und NHL schauen die Fans vor allem aufs Ende der Transferzeit in der NBA. Der Monstertausch zwischen Lakers und Mavs, die Davis und Doncic untereinander wechselten, dürfte allerdings kaum zu toppen sein.

 

 

Das war die Woche, die war

Über den Jahreswechsel wie gehabt die Darts-WM und Vierschanzentournee, dazu viel Hallen- und Wintersport. Und der Abschluss der regular season in der NFL

 

17 Jahr, und schon so erfolgreich

 

Luke Littler hat es geschafft. Als Favorrit gehandelt, sicherte sich der erst 17-jahrige Engländer schon bei seinem zweiten Antreten im Ally Pally den WM-Titel im Darts. Letztes Jahr verlor er noch das Finale gegen Luke Humphries, dieses Jahr setzte er sich letztlich klar mit 7:3 gegen den dreimaligen Weltmeister Michael van Gerwen durch. Mit 4:0 Sätzen führte er schon, auch weil van Gerwen seine Chancen zum Auschecken nicht nutzte, danach gab er sich scheinbar ohne Nerven keine Blöße. Erst nach dem entscheidnden Pfeil brach es aus ihm, heraus; er musste kurz die Bühne verlassen und war danach sichtlich angefasst und überwältigt vor Freude. Auch weil der offenbar enorme Druck endlich von ihm abgefallen war, weil nichts anderes als der Titel von ihm erwartet wurde (englisches Understatement at its best/worst). Ich muss jetzt nicht der größte Darts-Kenner sein (bin ich auch nicht mehr), um zu prognostizieren, dass dies nicht Littlers letzter WM-Titel war. Im Gegenteil: Er wird die nächsten Jahre bei praktisch jedem wichtigen Turnier der Mann sein, den es zu schlagen gilt.
Van Gerwen immerhin meldete sich nach einem für ihn schwachen Jahr immerhin mit dem WM-Einzug zurück. Abschreiben würde ich den Holländer keineswegs, auch wenn er im Finale zuweilen recht alt aussah. 35 Jahrte ist er jung, bei seinem ersten WM-Triumph 2014 war er mit 24 damals der jüngste Weltmeister nach PDC-Version (kein Wunder, weil ansonsten eigentlich nur Phil Taylor im Ally Pally triumphierte und einmal Raymond van Barneveld.

 

Neuer Stern am Slalom-Himmel.

 

Vor einer Woche feierte die 18-jährige Zrinka Ljutic ihren ersten Weltcupsieg, am Sonntag ließ sie beim Slalom in Kranjska Gora gleich Nummer 2 folgen. Ja, die Top-Fahrerinnen Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin warenerneut nicht dabei, aber erneut war die Kroatin (fast) eine Klasse für sich. Nur Wendy Holdener mit zwei tollen Durchgängen hielt den Abstand unter einer Sekunde. Zeitgleich waren die beiden nach dem ersten Durchgang, die Schweizerin legte fulminant vor (ich hätte nicht geglaubt, dass diese Fahrt noch zu toppen ist), aber Ljutic legte noch einen drauf.
Lena Dürr schied nach bis dato schon wackliger Fahrt im 1. Durchgang aus, Emma Aicher verlor nach großartigem 1. Durchgang als Fünfte die Nerven und beendete ihren fehlerhaften Lauf fast zwangsläufig vorzeitig.

 

Tourneesieg an Österreich (okay Pferde/Apotheke, ihr wisst schon)

 

Erst am Montagabend kann ich die Klammer dann streichen, aber so viele Pferde können gar nicht vor einer Apotheke kotzen, als dass nicht ein Austria-Springer am Ende der Vierschanzentournee die Nase vorn hat. Ja, es würde mich schon sehr wundern, wenn nicht das Tournee-Podest gänzlich rot-weiß-tor wäre und auch der letzte Tagessieg in Bischofshofen an das Team Austria ginge. Zu überlegen zeigen sich Stefan Kraft, Jan Hörl und Daniel Tschofenig.
Und wer von den Dreien wird der erste Tourneesieger aus Österreich nach 10 Jahren? Eine Glaskugel, denn ganze 1,3 Punkte, das ist nicht mal ein Weitenmeter trennt das Trio. Für den Führenden Stefan Kraft spricht, dass er die meiste Erfahrung hat und sich zur Tournee gewaltig gesteigert hat. Für den Zweiten Hörl (0,6 Punkte zurück) spricht seine Konstanz und die Tatsache, dass Bischofshofen für ihn ein Heimspiel ist. Für Tschofenig spricht die Unbekümmertheit. Der Gesamtweltcup-Führende ist diese Saison zum regelmäßgen Siegspringer gereift. Um es mal flapsig zu sagen. Wenn ich die Wahl zwischen Kraft und Tschofenig hätte, würde ich den Hörl nehmen.
Dahinter geht es also aller Wahrscheinlichkeit nur um Platz 4 und die Ehre des Besten des Restes. Pius Paschke als Sechster ist mit seiner Vorstellung bisher sicher nicht vollends zufrieden, war er doch vor der Tournee der dominierende Mann. Ein Tagessieg würde die Enttäuschung lindern. Gregor Deschwanden aus der Schweiz und Daniel Forfang (Norwegen) sind dafür besser als erwartet.

 

Bye, bye Bengals

 

Es kam wie. befürchtet und nervt trotzdem. Die zweite Garde der Kansas City Chiefs schenkte das letzte Spiel bei den Denver Broncos ab und kassierte eine 0:38-Pleite. Die ihnen Nullkommajosef ausmacht, weil sie Platz 1 und das Freilos in der 1. Play-off-Runde schon sicher hatten, allerdings die eh nur wagen Play-off-Hoffnungen Hoffnungen „meiner“ Cincinnati Bengals beerdigten. Zu spät kam das Cinci-Team in Fahrt, die fünf Siege am Ende sind letztlich für die Katz. Dass wir uns nicht falsch verstehen:  Es ist völlig legitim und letztlich verständlich, dass die Chiefs in einer Partie, in der es bei ihnen um nichts mehr geht, wichtige Leute nicht einsetzen. Aber diese Wehr- und Lustlosigkeit der zweiten Garde war nur noch lächerlich.
Nun denn: die Broncos sicheten sich durch den Erfolg den letzten Play-off-Platz in der AFC. Gleiches schafften die Tampa Bay Buccaneers in der NFC, die dazu allerdings einige Football-Götter brauchten.Sie sicherten sich ihren Sieg gegen die New Orleans Saints erst in der absoluten Schlussphase. Die Atlanta Falcons verloren dazu noch in der Overtime (als sie schon wussten, dass sie keine Chance mehr haben würden) gegen die Carolina Panthers
Zum ersten Mal überhaupt holten sich die Detroit Lions den 1. Platz in der NFC und haben damit nächstes Wochenende ebenfalls frei. Sie gewannen das „Endpiel um Platz 1“ gegen die Minnesota Vikings letztlich klar mit 31:9. Vikings-Quarterback hatte einen schwachen Tag, brachte nicht einmal die Hälfte seiner Passversuche an den Mann. Die bittere Folge. Da sie eben auch in der Nord-Division hinter den Lions Zweiter sind, müssen sie als zweitbestes Team trotzdem reisen (nämlich zu den Los Angeles Rams). Diese haben zwar satte vier Siege weniger auf dem Konto, aber halt ihre ungleich schwächere Division West gewonnen und daher Heimrecht.

Ich nehme hier meine Wochenvorschau vorweg und nenne die Termine der Wildcard-Spiele nächstes Wochenende (deutsche Art, also Gastgeber zuerst und MEZ). Eine längere Vorschau gibt es voraussichtlich am Freitag.

AFC
Freilos: Kansas City Chiefs
Sa., 22.30: Houston Texans vs Los Angeles Chargers
So., 02:00: Baltimore Ravens – Pittsburgh Steelers
So., 19:00: Buffalo Bills – Denver Broncos

NFC
Freilos: Detroit Lions
So., 22.30: Philadelphia Eagles – Green Bay Packes
Mo., 02:00: Tampa Bay Buccaneers – Washington Commanders
Di., 02:00: Los Angeres Rams – Minnesota Vikings

 

Norge feiert Doppelsieg

 

Nämlich bei der Tour de Ski, die am Sonntag traditionell mit dem Anstieg zur Alpe Cermis endete. Theres Johaug war wie erwartet am Berg eine Klasse für sich und distanzierte ihre Landsfrau Astrid Sling letztlich um 47 Sekunden. Johannes Klaebo dagegen musste am Berg leiden, verlor mehr als eine Minute auf Tagessieger Sinten Hagstad Krüger (sieh an, ein Norweger …), rettete aber den Vorsprung von mehr als einer Minute zum Gesamtsieg. Großartig schlugen sich der Österreciher Mika Vermeulen un d der Deutsche Friedrich Moch. Vermeulen wurde hinter Krüger Tageszweigter und holte auch Gesamtrang 2. Als Diritter auf der Alpe Cermis schob sich Moch nach verpatztem Tourstart noch auf Rang 6 vor.

 

Und sonst?

  • Internationaler Fußball: In der Premier League musste Tabellenführer FC Liverpool Federn lassen. Die Reds trennten sich am Sonntag nach einer atemberaubenden Partie mit 2:2 von Erzrivalen Manchester United. Der Vorsprung auf Platz 2, den  FC Arsenal trotz des 1:1 bei Brighton and Hove Albion inne hat, beträgt beruhigende 6 Punkte, zumal Pool noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.
    Während Meister Manchester City mit dem 4:1 gegen West Ham den zweiten Sieg in Folge feierte, verlor der FC Chelsea über die Weihnachtstage gehörig an Boden, holte in insgesamt vier Partien gegen Tabellen-Nachzügler nur 2 Pünktchen.
    Das italienische Super-Cup-Finale wird zum Mailänder Stadtderby Inter vs Milan. Es findet deshalb natürlich in Mailand im saudischen Riad statt wie schon die Halbfinali, in denen sich Inter gegen Atalanta und Milan gegen Juventus durchsetzte.
    In Spanien wiederum schaffte Real Madrid durch ein Tor in der Nachspielzeit durch Jude Bellingham einen 2:1-Erfolg beim Vorletzten FC Valencia und übernahm zumindest vorübergehend die Tabellenspitze vor dem Lokalrivalen Atlético, das eine Partie weniger bestritten hat. Vini jr, FIFA-Fußballer des Jahres (nicht zu verwechseln mit dem Ballon d’Or), flog nach einem Schubster gegen den Valencia-Schlussmann vom Platz und konnte unter anderem von Tony Rüdiger anschließend nur mit Mühe von weiteren Handgreiflichkeiten gehindert werden.
  • In de DEL gab es mal wieder ein Freiluftspiel: Gastgeber Löwen Frankfurt fertiogten im Waldstadion die Adler Mannheim gleich mit 5:1 ab. 45.000 Zuschauer waren gekommen. An der Tabellenspitze wird es spannend: Nach 5 Siegen in Folge haben die Eisbären Belin nur noch einen Punkt Rückstand auf den ERC Ingolstadt – bei einer Partie weniger.
  • Erstaunliches in der BBL: Alba Berlin, in der Saison bisher die große Enttäuschung, schlug im Schlager Meister FC Bayern Basketball. An der Tabellenspitze sind gleich vier Teams siegleich mit 9:4: Ulm, Bayern, Heidelberg und Würzburg. In der Euroleague veloren sowohl Alba (vs Monaco) als auch Bayern (bei Real Madrid).
  • Tennis: Von mir letztlich nicht beachtet holten sich die USA den Nations Cup in Sydney (je eine Frau, ein Mann und ein Mixed-Doppel). Im Endspiel besiegten die Amerikaner dank Coco Gauff und Taylor Fritz gegen Polen mit Iga Swiatek und Hubert Hurcacz.
    In Adelaide feierte Reilly Opelka nach langer Verletzungspause ein starkes Comeback. Unter anderem besiegte er im Viertelfinale Novak Djokovic. Erst im Finale gegen Jiri Lehecka stoppte ihn eine neuerliche Verletzung. Dennoch will er bei den Australian Open ab Sonntag starten.
    Außerdem holten sich Turniersiege: Aryna Sabalenka in Brisbane, Clara Tauson in Auckland und Alexandre Muller in Hongkong,

Keine Wahl – und doch viel Grund zum (Fremd)schämen

Es ist also offiziell: Saudi-Arabien wird Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2034. Meine Begeisterung ob dieser jetzt feststehenden Tatsache habe ich schon letzte Woche zum Ausdruck gebracht.

https://blickueberdenteich.de/erbaermliche-entscheidung-erbaermlicher-dfb/

Ich sehe auch jetzt nicht einen einzigen Grund, warum der DFB nicht seinen Unmut ob dieser
a) Entscheidung an sich
b) des Zustandekommens dieser Entscheidung, nämlich dass es
– keinen Gegenkandidaten gab durch Schmutzeleien des Herrn FIFA-Präsident Gianni Infantino
– es eine Doppelwahl 2030/2034 war, die die FIFA-Statuten eigentlich ausschließen
– dass es nicht mal eine geheime Wahl war, sondern eine Akklamation (bleiebt auch bei SED-Parteitagen).

Wer wirklich nachlesen will, wie toll das gewesen ist, den verweise ich auf meine Freunde der SZ
https://www.sueddeutsche.de/sport/fifa-fussball-wm-2034-saudi-arabien-infantino-vergabe-kritik-li.3164505

Danke Norwegen für wenigstens ein ganz kleines bisschen Sand im Jubel-Getriebe.

All das lässt nur den Schluss zu, dass der DFB nichts gegen diese undemokratischen Tricks des GA hat und auch nichts gegen SA als WM-Ausrichter. Es bleibt nur der absolute Offenbarungseid der längst nicht mehr mächtigen europäischen Verbände. Die sich trotzdem zusammentun hätten können (wenigstens ein paar von ihnen nach der norwegischen Vorlage), um mit starker Stimme aufzubegehren, zu kritisieren. Doch wegen des praktisch einstimmigen Votums für Saudi-Arabien sind jetzt auch sämtliche vielleicht noch bestehende Vorbehalte gegen einen Gastgeber irrelevant. Mit keinerlei Berechtigung darf eines der zustimmenden Länder jetzt Kritik üben oder gar Forderungen stellen. Denn die grauenhaften Umstände in Saudi-Arabien sind bekannt: das Kaltstellen von Kritikern, die gerne (wahrscheinlich im Wortsinn) auch ermordet werden, die erbärmliche Behandlung von Frauen als Menschen zweiter oder dritter Klasse: vor allem aber die Abertausenden von Bauarbeitern, die jetzt bei der Errichtung der Superduper-Stadien zu Tode kommen und  wie Leibeigende, ja wie Sklaven, behandelt werden ohne jegliche Rechte. All das ist bekannt durch unermüdliche NGOs, durch Amnesty Inernational etc; keiner darf sich herausreden, er habe nichts gewusst. Blanke Geldgier hat jegliche nach dem Katar-Desaster vielleicht noch existierende Moral über Bord geworfen. Exemplarisch das saudämliche Geschwätz von DFB-Präsident Bernd Neuendorf: dieses in jeder Beziehung unfähigen Mannes, der in den nächsten vier Jahren eine Million Dollar fürs Nichtstun einsackt (ich sehe die Dollarzeichen förmlich in seinen Augen samt der lächerlichen Brille auf der Stirn).

Warum hat niemand die Infantino-Show gecrasht mit Aufbegehren, mit lauter Kritik an SA und seinen Foltersknechten, den Kashoggi-Mördern. Niente, nada, nichts. Auch nicht von Trainern (danke für Nichts, du jämmerlich mutloser Nagelsmann), von den millionenschweren Profis, nichts und niemand! Nur das ganz kleine und gleich abgebügelte nel takk. Heja Norge.

Was so übrigbleibt

Einen Tag pausiere ich, und schon überrollt mich das Sportgeschehen. Bayers Serienende, Bayern Trainersuche, Eishockey-WM, Basketball-Play-offs. Und am Wochenende volles Programm mit Pokal, Motorsport in Indy und Monte and so on

Serientäter vorgeführt

Nichts ist aus Bayer Leverkusens perfekter Saison geeworden. Im Europa_league-Endspielin Dublin fand die Werkself mit Atalanta Bergamo ihren Meister. Chancenlos war der Deutsche Meister gegen das Dauerpressing der Italiener, der sie zu ungeahnten und folgeschweren Fehlern zwang. Sicher: Bayer hatte nicht den besten Tag, aber das lag halt an der von Trainer Piero Gasperini glänzend eingestellten Bergamasken, die ihren ersten internationalen Titel holten. Mann des Spiels war Antionio Lookman mit drei blitzsauberen Toren.
Bayer bleibt der Trost der Meisterschaft und das Pokalfinale am Samstag in Berlin, wo es gegen den 1. FC Kaiserslautern haushoher Favorit ist. Bergamo kann in der Serie A noch Vierter werden und somit der AS Roma die Champions League kaputtmachen.

Fündige Bayern?

Die unendlich anmutende Trainersuche hat des FC Bayern hat den nächsten angeblich sicheren Kandidaten hervorgebracht. Vincent Kompany soll  sich mit den Münchnern einig sein, jetzt müssen die „nur“ noch mit Kompany derzeitigem Club FC Burnley einig werden. Dieses „nur“ kann aber noch ein bösartiger Stolperstein werden, denn der Absteiger aus der Premier League hat mit dem Ex-HSV- und Ciy-Profi noch einen Vertrag bis 2028, offenbar ohne Ausstiegsklausel. Es ist also auf jeden Fall eine Ablöse fällig, kolportiert wird gerade, dass Burnley so 20 Millionen Euro (Pfund?) aufzurufen gedenkt, und die Verzweiflung der Münchner, endlich zu Potte zu kommen, macht die Sache bestimmt nicht einfacher. Zumal der Tegernsee (Hoeneß) schon grollt, mit Ablösen für Trainer nach den unguten Erfahrungen mit Nagelsmann (25 Mios an RB Leipzig) bitte (=unbedingt) bitte sparsamer umzugehen.
Unterhaltsame Fortsetzung folgt, gerne auch hier zu verfolgen.

Vizeweltmeister draußen

Die deutschen Eishackler haben das Halbfinale bei der WM in Tschechien dieses Mal verpasst. Das 1:3 gegen die Schweiz, zuletzt ein Lieblingsgegner, war trotzdem aller Ehren wert. Hier die Schweizer mit absoluten NHL-Stars wie der grandiose Verteidiger Roman Josi oder der gegen Deutschland zweimal erfolgreiche Nico Hischler, dort die Deutschen, wo die ibei der WM 2023 so überragenden Moritz Seider und Tim Stützle fehlten, von einem Leon Draisaitl, der mit den Edmonton Oilers im NHL-Halbfinale steht, will ich gar nicht erst reden.
Die Schweiz wird morgen im Halbfinale auf Kanada treffen, das sich gegen die Slowakei deutlich mit 6:3 durchsetzte. Das andere Semifinale bestreiten Tschechien (1:0 gegen die USA) und Schweden (2:1 OT gegen Finnland, seufz).

Alba marschiert

Die Berliner stehen nach 3 souveränen Siegen gegen die Telekom Baskets Bonn im Halbfinale der BBL, wo sie auf die Niners Chemnitz treffen, die sich gegen Rasta Vechta mit einiger Mühe mit 3:1 durchsetzen. Heute können die Bayern in Ludwigsburg (2:1) und Würzburg gegen Titelverteidiger Ulm (2:1) nachziehen. Ein Siel 5 würde jeweils am Sonntag stattfinden.
Zumindest die europäischen Basketball-Fans werden mit mehr als einem Auge nach Berlin schauen, wo in der Arena am Ostbahnhof das Final Four der Euroleague stattfindet. Heute im Halbfinale Panathinaikos – Fenerbahnce und Olympiakos – Reaal Madrid. Finale und vorher Spiel um Platz 3 am Sonntag.

Wagner kann auch Judo

Wahrscheinlich auch der Basketball-Franz. Auf jeden Fall sicherte sich die Ravensburgerin Anna Maria Wagner in der Kategorie -79 kg zum zweiten Mal den WM-Titel nach 2021 und ist Deutschlands erste Doppelweltmeisterin. Gleichzeitig sicherte sie sich in der beinharten nationalen Qualifikation den Platz für Olympia. Wie ich mir von einem Experten sagen ließ, viele Grüße an Elias Frank, ist die Klasse die dichteste bei den Frauen, auch international.

Und sonst? (Vorschau und Rückschau)
Hammerlos für Zverev: Der Hamburger hat bei den French Open ab Sonntag die zweifelhafte Ehre, gleich zum Auftakt den 14-maligen Champion Rafael Nadal zu fordern, der ja in diesem Jahr auf Abschiedsturnee ist. Auch wenn der Spanier nicht mehr in Topform ist, rein körperlich – Nadal auf Sand und das auch noch im Wohnzimmer Roland Garros, das ist ein Kapitel für sich. Einzig Robin Söderling 2009, wofür ihn der spätere Turniersieger Roger Federer auf ewig dankbar sein müsste) und zweimal Novak Djokovic konnten ihn überhaupt auf der Pariser Asche bezwingen. Zverev war vor zwei  Jahren im Halbfinale (vielleicht?) dicht davor, bevor er seinen schweren Bänderriss erlitt. Zumindest stimmt seine Form, wie der Turniersieg beim Masters in Rom belegt.
Bochum praktisch abgestiegen: Im Relegations-Hinspiel kassierte der VfL eine empfindliche 0:3-Niederlage zu Hause gegen Fortuna Düsseldorf. Schwer vorstellbar, dass sie das am Montag in Düsseldorf drehen können.
Littlers Durchmarsch: Bei seiner ersten Teilnahme an der Premier League im Darts und in seiner ersten Profisaison überhaupt gewann der 17-Jährige souverän. In einem hochklassigen  Endspiel am Donnerstag in London setzte er sich in einer Neuauflage des WM-Finals gegen Weltmeister Luke Humphries mit 11:7 Legs durch. Er schaffte einen Schnitt von 105 (Humphries auch tolle 102)
Motorsport satt: Es stehen am Sonntag an: die Klassiker Indy 500 und der Grand Prix von Monaco. Außerdem MotoGP in Barcelona und DTM am Lausitzring.
Pokalteilnehmer gesucht: Wie immer am Pokalwochenende gibt es den sogenannten Tag der Amateure mit den Landespokalendspielen zu verschiedenen Anstoßzeiten in allen Verbänden. Die ARD ist wie immer live dabei.
Manchester-Derby: Pokalfinale auch in England wie immer in Wembley zwischen den Manchester-Clubs City und United. City kann das Double fixieren, United mit einem Sieg die desaströse Saison retten, der dann auch die Europa League Qual für die nächste Saison bedeuten würde.

Was so übrigbleibt

Unendliche Trainersuche

Jetzt hat also Thomas Tuchel abges

Unendliche Trainersuche

Jetzt hat also Thomas Tuchel abgesagt bei den Bayern. Besser gesagt, die Ansage der Münchner vom, ihn zum Saisonende seiner Trainerpflichten zu entbinden, bestätigt. In ihrer langsam verzweifelten und deshalb für Nicht-Beteilige so unterhaltsamen Trainersuche kursierte zuletzt ernsthaft die Idee, es noch einmal mit dem Trainer zu versuchen. Offenbar haben die Vorstellungen in der Champions League, in denen die glänzend gecoachten Bayern nur unglücklich an Real Madrid gescheitert sind, zumindest bei einigen Verantwortlichen und vor allem bei der Mannschaft großen Eindruck hinterlassen. Aber jetzt erinnerte sich Thomas Tuchel offenbar der schmachvollen Suspendierung, an die Worte des Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß, der ihm vorwarf, er könne und wolle junge Spieler nicht entwickeln und blies heute die Ideen in den Wind. Seine Zukunft sieht er in England. Oder gar Katalonien, weil dort der FC Barcelona plötzlich doch nicht mehr mit Xavi nächstes Jahr weitermachen will? Zwei planlose Vereine sind da zu beobachten.

Mir fehlt mittlerweile jegliche Idee, wer den Trainerjob bei Bayern übernehmen kann und auch dazu bereit ist. Das Problem ist vor allem, dass dort mindestens fünf Menschen sich auf einen Kandidaten einigen müssen; von einem Plan, ob, wie und wie stark der personelle Umbruch bei den Spielern werden soll, ist nichts ersichtlich. Gegensätzlichere Kandidaten wie Alonso, Nagelsmann und Rangnick sind auch bei intensivster Suche kaum aufzufinden. Und spätestens jetzt weiß jeder Kandidat, dass er bestenfalls fünfte oder sechste Wahl ist.

Österreichische Eishockey-Wunder

Seit gut einer Woche läuft die WM in Tschechien, und mittlerweile reden alle über Team Austria. Es begann negativ-normal mit einem 1:5 gegen Dänemark. Schon das knappe 5:6 gegen die Schweiz ließ aufholen. Die Partie gewannen die Eidgenossen nur durch ein Überzahltor in der Schlussminute, und über die Berechtigung der Strafe lässt sich schon schön streiten.
Und dann das Spiel am Dienstag gegen Kanada. 1:6 lagen die Ösis nach dem 2. Drittel zurück, man musste eine zweistellige Klatsche befürchten. Und dann? Schoss Österreich ein Tor nach dem anderen und in der Schlussminute durch NHL-Profi Marco Rossi den Ausgleich. 5 Treffer im letzten Drittel aufzuholen, das hat in der Geschichte der WM noch nie ein Team geschafft. In der Eishockey-Bundesliga hat es das mal gegeben, als die Berliner Preussen beim EV Landshut (long, long away) sogar ein 0:7 in ein 7:7 verwandelten. Da es Unentschieden im Eishockey jetzt nicht mehr gibt, entschied die Overtime, und gegen völlig euphorisierte und deshalb sehr nachvollziehbar unkonzentrierte Österreicher erzielte Joel Tavarez bereits nach 15 Sekunden den Siegestreffer.
Nicht zu toppen? Oh doch. Gestern gegen Finnland. Noch nie hatte ein Team Austria gegen die Suomis gewonnen (bei 20 Versuchen sprangen gerade zwei Remis heraus), und früh waren diese mit 2:0 in Führung gegangen. 2:0 – pah. Den Österreichern gelang durch einen Bilderbuchangriff der Anschlusstreffer. Der vermeintliche Ausgleich durch einen brachialen Schlagschuss wurde wegen Torraumabseits aberkannt (vertretbar). Er fiel dann kurze Zeit später und Baumgartner gelang in der Schlusssekunde gar der Siegestreffer. Exakt 0,2 Sekunden vor der Sirene überquerte der Puck die Torlinie, wie dann auch das Videostudium klar zeigte.
Angetreten waren die Österreicher wie so oft, um nur den Klassenerhalt in der A-Gruppe zu sichern. Dieser dürfte kaum noch gefährdet sein. Heute muss Austria erneut ran in Prag, gegen Gastgeber Tschechien. Ich will es kaum schreiben, aber mit einem Sieg wäre plötzlich das Viertelfinale ganz nah.

Fußball-Fans, die merkwürdigen Wesen

Gerade gegen Ende der Saison werden die dem Fußball zugeneigten Menschen (m/w/d) noch wundersamer als ohnehin schon. Zu beobachten etwa in Köln, als nach dem wundersamen Siegtreffer des FC gegen 1. FC Union ein ganzes Stadion vor Freude weinte. Dabei ist die Rettung, sprich Klassenerhalt immer noch sehr, sehr weit weg.

Okay, kennen wir. Wiederholt sich ähnlich Jahr für Jahr. Doch das, was am Dienstag die Fans von Tottenham veranstalteten, war in dieser Qualität neu. Zumindest ein erheblicher Teil der Fans drückte nämlich im eigenem noch immer sehr neuen Stadion nicht den Spurs die Daumen, sondern dem Gegner. Der nämlich kann dem Nordlondoner Erzrivalen Arsenal noch die Meisterschaft entreißen. Dass das eigene Team selbst einen Sieg dringend gebraucht hätte, um noch einen nukrativen Champions-League-Platz zu ergattern, interessierte diese Fans nicht, was Spurs-Spieler und den Trainer sichtlich irritierte. Aber lieber erträgt viele Tottenhamer eine königsklassenlose Saison im nächsten Jahr, als den meisterschaftstrunkenen Arsenal-Fan in der U-Bahn oder gar im Gemeinschaftsbüro zu ertragen. Das Sehnen wurde erhört. Als Spurs-Stürmer Son mit einer hundertprozentigen Chance kurz vor Schluss am formidabel reagierenden deutschen Torwart Stefan Ortega (ein Ex-Löwe, seufz) scheiterte, war der City-Triumph gesichert. Witzig war dann schon mit anzuhören wie ein Teil der Spurs-Fans enttäuscht aufstöhnte und der andere Teil erleichtert aufatmete.
Dank der 3 Punkte hat es City zu Hause gegen West Ham, noch ein Club aus London, in der Hand, mit einem Sieg sich den Titel zu sichern.

 

Das war die Woche, die war

Wirklich die Entscheidung?

Jetzt sind es 10 Punkte zwischen Bayer und Bayern. DA fehlt mir die Fantasie, wie das die Münchner noch aufholen wollen. Viel spannender ist da die Frage, ob Thomas Tuchel wirklich bis zum Saisonende Trainer bleibt respektive überhaupt bleiben will. Denn wie er gerade von einigen Medien zu Hauptschuldigen der mauen Auftritte gemacht hat, stellt sich mir die Frage: Warum soll er sich das eigentlich antun? Und dass so viele vermeintliche Interna nach außen dringen, spricht auf für sich. Natürlich hat Tuchel seine Fehler gemacht, aber mittlerweile gibt es eine klare Hexenjagd von Springer, genau wie gegen Joshua Kimmich.

Ansonsten haben sich die Trends weiter festgezurrt. Der VfB Stuttgart nähert sich der Champions-League-Qualifikation mit Riesenschritten. da bleibt also nur der Zweikampf zwischen dem BVB und RBL um den 4. Platz. Die internationale Hochrechnerei, ob vielleicht sogar Platz 5 reicht, erspare ich mir noch. Und hinten bleibt es beim Dreikampf Köln, Mainz und Darmstadt um den Relegationsplatz.

Und wer folgt Tuchel?

der erklärte Liebling der Bayern ist Xabi Alonso. Mich persönlich würde es extrem wundern, wenn Alonso dem Ruf folgen würde. Ich könnte mir vorstellen, dass er seine Mission in Leverkusen auch mit dem Meistertitel als nicht beendet ansieht und es mit dieser truppe auch in der Champions League versuchen will.. Und danach wird er bei Real Madrid anheuern.

Schweizer Dominanz

5 Rennen, 4 Siege, drei 2. Plätze. Das ist die beinahe makellose Bilanz der Schweizer Alpinen bei den Rennen am Wochenende. Bei den Männern gewann Marco Odermatt beide Riesenslaloms in Aspen (er verlängerte seine Siegesserie auf 12) behrami jeweils vor Luc Meillard, der dafür den Slalom entschied. Einen großartigen zweiten Platz belegte der Skilöwe Linus Strasser. Er hat zwar noch theoretische Chancen auf den Slalom-Weltcup, aber den dürfte sich Manuel Feller nicht mehr nehmen lassen.

Die Frauen-Abfahrt in Kvitfjell wurde durch einen Super-G ersetzt, den Lara Gut-Behrami für sich entschied. Im 2. super-G musste sich die Schweizerin nur der Italienerin Federica Brignone geschlagen geben. Das Rennen war irregulär, wurde mehrere Male wg Nebels unterbrochen und dauerte insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden.

Gut-Behrami hat damit beste chancen auf den Gesamtweltcup und auf die kleinen Kristallkugeln in der Abfahrt, im Super-G und im Riesenslalom. sie profitiert dabei natürlich auch vom längerfristigen Ausfall von Mikaela Shiffrin, sofia goggia und Petra Vlhova.

Femke Bol ganz toll

Die Holländerin setzte mit ihrem Weltrekord über 400 Meter das Glanzlicht der Hallen-WM in Glasgow. Sie brauchte für die 2 Runden 49,17. Sie ist damit klare Favoritin für Olympia, und nur der Zeitplan verhindert ein Doppel 400 m flach und 400 m Hürden. Und wenn die Holländerinnen den Staffelstab ohne Unfall ins Ziel bringen, ist Gold auch über 4×400 Meter ziemlich realistisch.

Und sonst?

  • Pokalsiege für die Berlin Volleys und die Frauen des MTV Stuttgart. Eine gelungene Doppel-Veranstaltung in Mannheim, zu der am Sonntag 10000 Zuschauer kamen. Leider recht klare Angelegenheiten in den Finals gegen Herrsching und Potsdam
  • Füchse ohne Blöße. Die berliner gewannen in der Handball-Bundesliga gegen erlangen und führen weiter mit einem Punkt Vorsprung auf den SC Magdeburg.
  • Bayern marschiert. „Nur“ im Basketball, aber immerhin. In der BBL führen sie, und in der Euroleague rücken die Play-Ins in Reichweite.
  • Zweite Plätze für deutsche Langläuferinnen in Lahti. Christina Rydzek musste sich im Freistilsprint nur der Norwegerin Kristine Stavas Skistad beugen. Victoria Carl wurde Zweite über 20 km klassisch im einzelstart hinter der Finnin Lristina Parmäkoski.
  • ein schöner zweiter Platz für Benedict Doll bei seinem Abschied vom Holmenkollen im Massenstart hinter sture Laegreid. In der Mixed-staffel und in der Single-Mixed-Staffel blieben die Deutschen ohne Podestplatz. es siegten Frankreich und Norwegen.
  • Turniersiege im tennis für Alex de Minaur in Acapulco, Ugo Humbert in Dubai und Sebastien Baez in Santiago sowie Yuan Yi in Austin und Katie Boulter in San Diego.

Das wird die Woche, die wird

Rückspiele in der Champions League, Teil 1

Am Dienstag wird es für die Bayern ernst. Sie müssen im Rückspiel gegen Lazio ein 0:1 aufholen. Machbar angesichts der Mittelmäßigkeit des Gegners. Falls es schiefgeht, war es das wohl mit TT. Für RB Leipzig wird es ungleich schwerer. sie müssen auswärts ein 0:1 aufholen, noch dazu gegen Real Madrid. Die Königlichen sind aber zu knacken. Allerdings: bernabeu und Champions League, das ist schon eine Festung. Ansonsten spielen Manchester City gegen Kopenhagen (2:1) und Real Sociedad – PSG (0:2). Nachste Woche dann Teil 2 der Rückspiele.

Diese und nächste Woche kommt es zum Achtelfinale in der Europa League und Conference League. Bayer Leverkusen muss bei Quarabag Agdam antreten, die Reise nach Aserbaidschan dürfte das Beschwerlichste sein. SC Freiburg spielt zu Hause gegen West Ham United.

Abschluss der DEL-Runde

Der 52. und letzte Spieltag des Grunddurchgangs steht in der DEL an. Der Zweite Eisbären Berlin empfängt dabei den Ersten Fischtown Bremerhaven. Nur wenn die Eisbären ohne Verlängerung gewinnen, schaffen sie noch den ersten Platz. Als Letzter stehen die Augsburger Panther fest. Ob sie tatsächlich absteigen müssen, hängt davon ab, ob der Zweitliga-Meister auch aufsteigen darf und will.

Und sonst?

– Das erste Masters-Turnier im Tennis in Indian Wells.Erst aber die Quali u. a. mit Maxi Marterer. Laura Siegemund ist schon raus, hat auch keine Chance auf einen Lucky-Loser-Platz.

– Wintersport satt. Ski alpin in Kransga Gora (Männer, Sl, RS) und Are (Riesenslalom, Slalom)
biathlon in Soldier Hollow/USA. Holmenkollen mit Skispringen, Skilanglauf und Nordische Kombination

Handball national und international
Basketball naitonal und international
Rugby: 6 Nations, 4. Spieltag
Formel 1 in Saudi Arabien. Zu Horny Horner vielleicht morgen ein paar Zeilen.