Das wird die Woche, die wird

Biathlon-WM in Nove Mesto und Schwimm-WM in Doha, ansonsten viel Business as usual und der Beginne der K.-o.-Runden im internationalen Fußball.

Fortsetzung der französisch-norwegischen Festspiele

Nach dem Ruhetag gestern geht es heute in die zweite und letzte Woche bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Nove Mesto. Wieder werden erneut die Massen in Strönen kommen. Das Wetter könnte etwas besser mit nicht ganz so viel Regen werden, hat aber bei klaren Plusgraden mit Winter nix zu tun. 7 Wettbewerbe stehen noch aus, je 3 bei Frauen und Männer und die Single-Mixed-Staffel mit je einer Frau und einem Mann und offenbar nur einem Team pro Land. Die Frage lautet, ob und wer in die französisch (Frauen)-norwegische (Männer) Titel-Phalanx einbrechen kann. Echte Kandidaten sehe ich nicht, vor allem wenn die Superstars Julia Simon (3x Gold) und JT Boe) 1x Gold, zweimal Silber) weiter ihre Glanzform in die aufgeweichte Loipe bringen mit vernünftigen Latten unter den Füßen. Die Deutschen wären über jede Medaille froh. In allen Staffeln haben sie Chancen, in den Einzelwettbewerben muss schonn viel zusammenlaufen, vor allem die Skier, dass es sich mit Edelmetall ausgeht.

Folgt jemand Angelina Köhler

Was waren das für ergreifende Bilder aus Katar, Angeline Köhler vor lauter Freude nach ihrem WM-Titel über 100 Meter Schmetterling heulend kaum einen Ton herausbrachte und auch bei der Siegerehrung hemmungslos weinte. Ging ans Herz. Bis Sonntag läuft die Schwimm-WM, und es ist durchaus Stimmung, obwohl die Felder zum Teil sehr reduziert sind wg der Olympischen Spiele schon im Juli/Anfang August. Aus deutscher Sicht stellt sich die Frage, ob jemand Köhler auf dem Einser-Podest folgt. Zumindest Medaillenchancen räume ich heute über 200 Meter den beiden Lucas´Märtens und/oder Matzeroth ein. Ansonsten halte ich mich mit Vorhersagen vornehm zurück. Ein Augenmerk verdient der Chinese Pan Zhanie, der in Doha neuen Weltrekord über 100 Meter Freistil schwamm als Startschwimmer der Staffel. Das Finale über 100 Meter wäre am Donnerstag (Abendsession ab 17 Uhr)

Wer verliert, ist raus

Endlich beginnt bei den Männern die K.-o.-Phase in den europäischen Fußball-Wettbewerben, das Taktieren und Abwarten hat ein Ende. _Allerdings nicht für die Zuschauer – zumindest in der Champions League. Wie seit ein paar Jahren üblich, streckt sich das Achtelfinale über 5 Wochen. Die Hinspiele diese und nächste Woche jeweils Dienstg und Mittwoch. Es folgt die noblgatorische Pause für die Länderspiele und danach in wieder zwei Wochen die Rückspiele. Die Leipziger bekommen es heute mit Real Madrid zu zun, der FC Bayern muss morgen bei Lazio antreten. Auch wenn es noch ein Rückspiel zum Korrigieren gibt – eine Niederlage würde das Team und vor allem Trainer Thomas Tuchel extrem unter Druck setzen. Und Lazio ist wie fast alle italienischen Teams in der Abwehr ziemlich schwer zu knacken.
Nächste Woche ist dann Dortmund dran am Dienstag bei der PSV Eindhoven. A bin ich aber in einem Konzert.
In der Europa und der Conference League steht die Zwischenrunde an. Mit je acht Spiele jeweils am Donnerstag diese und nächste Woche. Der SC Freiburg trifft dabei auf RC Lens, wo mit das stimmungsvollste Stadion der französischen Liga wartet. Duell auf Augenhöhe, würde ich sagen. Bayer Leverkusen ist schon fürs Achtelfinale qualifiziert. Eintracht Frankfurt tritt gegen Union St. Gillouse an. Die Belgier warfen vergangene Saison den 1. FC Union aus der Europa League und machten auch Bayer Leverkusen das Leben schwer. Einer der auffälligsten Spieler war da Victor Boniface, der damit letzte Zweifel bei Bayer beseitigte und beim Werksclub jetzt unter Vertrag steht, leieder abe zurzeit verletzt ist nach einer großartigen Hinrunde.

Wintersport trotz Frühlingst-Dartsemperaturen

– Die Alpinen fahren in Kvitfjell (Männer/Abfahrt, Super-G) und in Crans Montana (Frauen/2 Abfahrten, Super-G). Heimspiel für Marco Odermatt und die Frage, ob Mikaela Shiffrin schon bereit ist.
– Die Skispringer sind in Sapporo tätig
– die Langläufer heute noch mal in Canmore und am Wochenende in Minneapolis

Und sonst?

– nach dem Topspiel Bayer gegen Bayern hat uns der Bundesliga-Alltag wieder. Interessant wird es in Heidenheim, wo der seit 8 Spielen ungeschlagene Aufsteiger den gegen Bayern so überzeugenden Spitzenreiter Bayer Leverkusen empfängt. Die Münchner ihrerseits wollen sich am Sonntag beim VfL Bochum rehabilitieren.
– auch die übrigen Fußball-Ligen in Europa und anderswo haben volles Programm. Vom Namen her spannend: Manchester City vs FC Chelsea am Samstagabend. Sonst haut mich wenig vom Hocker, zumal in den großen Ligen außer eben in England zumindest die Tielfrage zu Gunsten von Real, Inter und PSG entschieden scheint.
– Eine besondere Erwähnung verdienen die Basketballer, bei denen am Wochenende das Final Four im Pokal in München stattfindet. Im Halbfinale trifft der FC Bayern auf Brose Bamberg und Alba Berlin auf Meister Ratiopharm Ulm. Dürfte schon zeimlich ausverkauft sein.
– weil wir schon beim Basketball sind: In der NBA kommt es zum Allstar-Weekend. Das Hauptspiel bestreiten am Sonntag die Auswahlteams der Eastern und Western Conference. Deutsche Profis sind nicht dabei dafür Größen wie LeBron James, Steve Curry und Giannis Antetokuonpo. Tags zuvor die üblichen Skills im Dreipunkte-Shoutout, Dunking und ein Spiel der Rookies (1. Jahr)  gegen die Sophomores (2. Jahr). Sicher alles nett anzuschauen, aber ohne wirklichen sportlichen Wert. Außerdem kommt es zu einem Dreier-Wettbewerb zwischen dem in dieser Beziehung unvergleichlichen Steve Curry und Sabrina Ionescu von den New York Liberty, die vergangenes Jahr beim WNBA-Dreier-Contest 37 von 40 möglichen Punkten sammelte und damit Currys NBA-Rekord übertraf. Curry spielt mit NBA-Bällen von der NBA-Distanz, Ionesco mit WNBA-Bällen von der etwas kürzeren WNBA-Distanz, die der europäischen Distanz gleicht.
– DEL mit zwei Spieltagen verteilt über die ganze Woche
– HBL wie gehabt national (Donnerstag bis Freitag) und international (Champions un d European League)
– Im Darts 3. Spieltag der Premier League in Glasgow
– im Snooker die Welsh Open in Cardiff
– Tennisturniere in Rotterdam, Delray Beach und Buenos Aires (Männer) und Doha (Frauen). In Doha ist praktisch die gesamte Weltelite am Start. Keine Deutsche nirgends im Einzel, und Laura Siegemund hat fürs Doppel offenbar zurückgezogen.

Und keine NFL mehr bis September. Seufz

 

 

Das war die Woche, die war

Es war eine eher ruhige Woche nach dem Wahnsinn zuvor mit Australian Open, Handball-EM und vielem anderen mehr. Der frühlingshaft warme Winter ghat das Wintersportprogramm ziemlich durcheinandergebracht und noch mehr beeinflusst.

Bereit zum Showdown – die Bundesliga

Bayer oder Bayern – das ist schon länger die Frage beim diesjährigen Meisterrennen in der Fußball-Bundesliga. Diesen Samstag entledigten sie sich ihrer vermeintlichen Pflichtaufgaben mehr (Leverkusen in Darmstadt) oder weniger (München gegen Gladbach). Neuers Patzer blieb lsetztlich ungestraft. Für viele Experten war es ja auch nicht der Patzer des sankorsankten Neuer, sondern des nicht aufmerksam genug gewesenen Thomas Müller.

Dahinter bleibt der VfB Stuttgart die positive Überraschung. Das 3:1 beim SC Freiburg fand ich schon sehr beeindruckend, begünstigt natürlich durch zwei frühe Tore. Denis Undav zeigte sich erneut in Glanzform, steuerte 1 Tor und 2 Assists bei. Wer war noch mal dieser Guirassy? Im Ernst. Der in der Hinrunde so extrem treffsichere Stürmer aus Guinea wird nach dem Ausscheiden seines Teams beim Afrika-Cup sehnlichst zurückerwartet. Dort blieb er reichlich unauffällig.

Im Abstiegskampf schaffte der 1. FC Köln mit dem 2:0 gegen bemerkenswert lustlose Frankfurter einen Befreiuungsschlag. Auf Platz 16 liegend haben sie jetzt 4 Punkte Vorsplrung auf Darmstadt und Mainz, also die direkten Plätze zurück in die 2. Liga.Und die Geißböcke sehen Licht sogar wieder nach oben, wo zumindest Union, der FCA und Bochum in Reichweite erscheinen. Der neue Trainer, auch von mir recht kritisch beäugt, hat Leben zurück ins Team gebracht. Da sieht trotz der Zwangspause in Sachen Transfers (sie wurden bestraft, weil sie zuvor gegen Transferregeln verstoßen und dann die Gefahr der daraus folgenden Bestrafung nicht ernst genug genommen haben.

Und sonst? Der BvB rumpelt weiter, kommt aber zu diesmal beim eher glücklichen 0:0 in Heidenheim; der Neuling seinerseits sammelt Punkt für Punkt (4 Unentschieden in diesem Jahr). Für den BVB heißt es: die Champions-League-Plätze erreichen – egal wie. Mit Jadon Sancho kann es noch luschtig werden.

Bestes Team der Rückrunde ist, ich lese und staune, Werder Bremen, als einziges Team in 3 Partien mit 3 Siegen. Auffällig sind die vielen Unentschieden: Neben Heidenheim hat auch Wolfsburg in der Rückrunde 3 Remis auf dem Konto und Hoffenheim 2.

Skifahrer zum Nichtstun verurteilt

Zumindest die Speedspezialisten: In Garmisch fielen die beiden Frauen-Rennen Abfahrt und Riesenslalom dem Warmwettereinbruch zum Opfer, der den wenigen Schnee gänlich aufsog. Auch in Chamonix fielen die beiden geplantn Männer-Abfahrten aus. Nur der Slalom fand statt, und der brachte gleich ein historisches Ergebnis. Didier Yule fuhr von Platz 30 des 1. Durchgangs noch zum Sieg und holte auf den Führnden fast Clement Noel fast 2 Sekunden auf. Der Franzose schaffte im 2. Durchgang nur die 28. Zeit, derr zweitplatzierte Haugin nur die 29. Die Wärme hatte die Piste zunehmend ruiniert – letztlich eine Farce. Bemerkenswert: Die ersten 29 Plätze trennten gerade 1,24 Sekunden – an etwas kann ich mich nicht erinnern.

Nach seinen beiden Siegen in Kitz und Schladming kam Linus Strasser nur auf Platz 14 (und schimpfte wie ein Rohrspatz über die „zu leichte“ Piste. Im Slalom-Weltcup hat er jetzt 164 Punkte Rückstand auf den Führenden Manuel Feller aus Österreich.

Und leider ganz frisch eine Verletzung von Sofia Goggia, die sich bei einem schweren Trainingssturz offenbar das Bein gebrochen hat. Der Verletzungswinter, siehe voriger Text, setzt sich fort

https://sport.orf.at/#/stories/3121952/

Wer braucht All-Star-Games – ich weniger

Es klingt doch ganz nett: Die besten Spieler der NHL und NFL treffen zusammen und zeigen im Wettkampf ihre Künste. 14 Eishockey-Spieler am Samstag in Toronto in einem sogenannten Skill-Wettbewerb, in der sie ihre Schnelligkeit, Schussgenauigkeit und Puckbehandlung zeigen. Mittlerweile ist die NHL dazu übergegangen, den Sieger in einer Gesamtwertung zu küren (und nicht wie früher, wenn ich mich recht erinnere, einzeln). Das machte die Sache extrem ermüdend und langwierig und war von mir nur mit einem sehr schnellen Fast Forward zu bewältigen. Am Ende war Conor McDavid der verdiente Sieger. Gerade im Hindernis-Parcours deklassierte er seine „Konkurrenten“. Am Sonntag traten 4 Teams (je 2 Goalies und 10 Feldspieler) zunächst im Halbfinale, dann im Endspiel gegeneinander an, die früher wie beim Tip und Tap ausgewählt wurden. Gespielt wurde 3 gegen 3 ohne Checks – und damit eher sinnfreies Eishockey.

Die Footballer hatten im sonnigen Orlando eine schöne Zeit. Ams Samstag hatten auch sie Skills, Quarterbacks warfen auf bewegliche Ziele, Wide Receiver fingen Bälle, mussten dabei von einem Sprungbrett ins Wasser springen, und dann spielten sie eine Art Völkerball. Weia

Zum eigentlichen Spiel trafen NFC und AFC am Sonntag aufeinander, allerdings im Flag-Football, also körperlos. Diese Variante wird ja 2028 in LA olympisch sein, also wirft die NFL die Werbemaschine an. Sieht für mich ganz nett aus, aber egaler könnte mir ein Ausgang des Spiels nicht sein.

Echter Daviscup – fast

Am Wochenende war für die Tennisspieler wieder Daviscup angesagt, und zwar tatsächlich mit Heimspiel-Atmosphäre. Die Deutschen gegen Ungarn in Tatabanya und gewannen auch ohne Sascha Zverev. Gespielt wurde allerdings nur nach dem Modus Best of 3 – deshalb das „fast“. Tatabanya wird dem „älteren“ deutschen Sport- und insbesondere Handballfan immer ein trauriger Begriff sein, den hier erlitt 1979 der damals wohl beste Spieler der Welt Jo Deckarm seine schwere Hirn-Verletzung. Toll, wie er auch fantastischer Unterstützung sein neues Leben führt.

Damit haben sich die Deutschen die Gruppenphase erreicht. Die findet im September statt und im November dann die Endrunde.

Überraschende Kontinentalturniere

Africa-Cup und Asien-Cup gehen in die entscheidende Phase. In Afrika steht  Gastgeber Elfenbeinküste im Halbfinale: durch Siege vs Senegal (im Elferschießen) und gegen Mali (nach Velängerung) jeweils nach Rückstand und Ausgleich in letzter Sekunde. Im Halbfinale treffen sie am Mittwoch auf Kongo. Die zweite Partie bestreiten ebenfalls am Mittwoch Nigeria und Südafrika.

In Asien heißen die Begegnungen Jordanien gegen Südkorea und Iran gegen Katar. Im Viertelfinale gegwann der Iran in der 6. Minute der Nachspielzeit durch einen ziemlich zweifelhalften Elfmeter gegen Japan. Südkorea mit Trainer Jürgen Klinsmann siegte im Elferschießen gegen Australien.

Fußball in Europa

– Inter ist der italienischen Fußball-Meisterschaft ein großes Stück näher gekommen. Im Spitzenduell, auch Derbi d’Italia genannt, gewannen die Mailänder gegen Juve mit 1:0 und haben bei einem Spiel weniger 4 Punkte Vorsprung auf die Alte Dame und 8 auf Lokalrivale Milan.

– In Spanien spielten die Spitzenclubs Remis. Girona kam gegen San Sebastian nicht über ein 0:0 hinaus. Immer noch erstaunlich, so etwas über dieses Überraschungsteam aller Überraschungsteams zu schreiben. Real musste im Madrider Stadtderby enen ganz späten Ausgleichstreffer von Altéticos Llorente hinnehmen. Nächstes Wochenende empfängt Girona den Rekordmeister.

-Un din England kassierte der FC Liverpool eine völlig verdiente 1:3 Niederlage beim FC Arsenal. Pools Torwart Allison war dabei freundlichster Assistgeber für den 2:1-Führungstreffer der Londoner. 2 Punkte beträgt deshalb nur de Vorsprung der Reds auf Arsenal, ManCity lauert mit 5 Punkten Rückstand, aber noch zwei Spielen in der Hinterhand.

Die Wochenvorschau folgt

Was vom Tage übrigbleibt

Ich versuche, diese Rubrik jetzt regelmäßig zu erneuern. Was mir halt vom vorigen Tag und bei der Lektüre diverser Zeitungen et all so aufgefallen ist.

Pokal-Chance vertan

Fortuna Düsseldorf steht im Halbfinale des DFB-Pokals. Ein Sieg im Elferschießen bei St. Pauli machte es möglich. Das Spiel war eher mau, nicht mal gehobenes Zweitliga-Niveau. Der tragische Held war Sascha Burchert, der 2. Torwart von den Hamburgern, der regelmäßig im Pokal zum Einsatz kommt. Ein Tor verschuldete er klar, beim anderen sah er unglücklich aus, und auch ansonsten machte er keine besonders sichere Figur. Und doch hätte er zum Pokalhelden werden können, eben in der Elferlotterie, als er einen sehr schwach geschossenen Düsseldorfer Versuch abwehrte. Es sollte nicht reichen, und ausgerechnet der sonst so starke Härtel scheiterte entscheidend, obwohl ihm sogar eine zweite Chance eingeräumt wurde, weil der Düsseldorfer Keeper Kastenmeier sich zu früh bewegt hatte. Chance vertan.

Mir stellt sich die Frage, ob es wirklich dienlich ist, in einem derart wichtigen Spiel auf seine klare Nummer 1 zu verzichten, Etwaige Absprachen hin oder her. So nah wird Pauli einem Pokalfinale nicht mehr kommen, schon das Halbfinale hätte einen warmen Geldregen gebracht. Und Überforderung fällt bei einem Torwart auch eher aus. Tja, das muss der junge Pauli-Trainer Fabian Hürzeler mit sich ausmachen, und vielleicht geht er außerdem noch in sich und mokiert sich weniger über Schiri-Entscheidungen. Auf der Tribüne wird er jedenfalls wenig weiterhelfen können. Ach ja,  warum in Blau angetreten und nicht in Braun?

Villa strauchelt

Die grandiose Heimserie von Aston Villa wurde gestern von Newcastle United beendet. Der ohnehin nur sehr wage Meisterschaftstraum hat sich für das Team aus Birmingham nach dem 1:3 erledigt. Ausgerechnet Newcastle von, das zuletzt 4 Niederlagen in Folge in der Liga erlitten hat und auch wg vieler Verletzungen weit hinter den Erwartungensdasteht. Trotzdem absolut kein Drama, aber ein Außenseiter-Meister wie Leicester 2016 bleibt ein singuläres Ereignis. Für die internationalen Plätze und vielleicht sogar die CL-Quali stehen die Karten gut.

Lob, Wundern und ein wenig Tadel für die Handball-Woche

Dank readly https://de.readly.com/
konnte ich die Handballwoche lesen und die EM-Bilanz in einem Fachblatt. Wurde schon schön aufgearbeitet, vielleicht ein wenig unkritisch gegenüber dem deutschen Team. Was bei mir hängen bleibt: ein Interview mit DHB-Präsident Andreas Michelmann, der sagte. „Schön, dass wir nach der Niederlage (Hervorhebung von mir/d.A.) gegen Österreich wieder zurückgekommen sind.“ Kein Nachfragen des Interviewers, ob das nicht ein Unentschieden gewesen wäre (was nämlich der Fall war) oder für Michelmann eine gefühlte Niederlage war, was einiges über deutschen Hochmut aussagen würde; und auch keine redaktionelle Bearbeitung, sprich Klarstellung. Und leider wurde die doch so umstrittene, ja fast skandalisierte Szene, nämlich der direkte Freiwurf der Franzosen vs Schweden zum ganz späten Ausgleich zur Velängerung, kaum diskutiert oder gar problematisiert. Nur der lapidare Hinweis, dass er regelwidrig ausgeübt wurde, aber Tatsachenentscheidung. Das ist zu wenig, für die Experten und die für die nicht so Handball-firmen Leser, die durch das Großereignis angefixt wurden und mehr wissen wollten, erst recht.

Angie Kerber sucht noch die Form

Das Comeback nach der Schwangerschaft läuft für die Tennisspielerin noch arg holprig. Am Dienstag verlor Angie Kerber ihr Erstrunden-Match gegen Lucia Bronzetti klar in zwei Sätzen. Ihre Bilanz dieses Jahr lautet 1:5 Siege. Bisher konnte sie nur andeutungsweise ihr Können zeigen.

Ein schöner Erfolg gelang dagegen Jule Niemeier.Nach überstandener Qualifikation besiegte sie in der 1. Runde Anna Blinkowa in zwei Sätzen. Jene Russin also, die kürzlich bei den Australian Open mit ihrem geschichtsträchtigen Sieg gegen Elena Rybakina Aufsehen erregt hatte, weil der entscheidende Tiebreak 23:21 (!) endete. Schon heute trifft Niemeier auf Ekaterina Alexandrowa. Insgesamt ist das Turnier leider längst nicht so gut besetzt wie in den vergangenen Jahren. Jelena Ostapenko ist noch die namhafteste Spielerin. Der Termin unmittelbar nach den Australian Open, also am anderen Ende der Welt, ist absolut ungeeignet für dieses charmante Turnier

Nach dem Schwimm-WM ohne Fernsehen und großer Ärger bei mir

Ab Samstag findet die Schwimm-WM in Katar statt. Schon wieder, staune ich dieses Ereignis überhaupt nicht mehr auf dem Schirm habend. Denn es ist die 3. WM innerhalb von anderthalb Jahren (Corona-Nachwehen+ohnehin seltsame Planung). Zu sehen im deutschen Fernsehen ist sie: nirgends. Noch nicht einmal zu einem Live-Stream erbarmen sich die Rechte-Inhaber ARD und ZDF. Eurosport, sonst so oft eingesprungen, winkt ab oder wurde nicht gefragt. Was für ein Armutszeugnis.

Klar, es ist Winter, wer denkt an Schwinnem? Die dauernden WMs, da blickt doch keiner mehr durch. und viele deutsche Athleten konzentrieren sich lieber auf Olympia. So kann man argumentieren. Doch gerade die öffentlich-rechtlichen zeigen doch im Winter praktisch jeden Weltcup, den Skifahrer, Skispringer, Biathleten, Rodler etc so absolvieren – mit Endlos-Sendungen am Wochenende. Schwimmen ist dagegen praktisch nicht existent (wie so viele Sommersportarten), weil die Startzeiten im strahlenden Sommer nicht so günstig liegen wie im grauen Winter. Es gibt einfach Menschen, die eine absolute Kernsportart knapp ein halbes Jahr vor Olympia interessiert oder einfach Lust auf spannenden Sport haben, und der ist praktisch garantiert. Gerade die Abendsessions bei Schwimm-Großereignisse sind extrem Zuschauer-freundlich, weil es Schlag auf Schlag ohne Längen kommt. Anders als bei der Leichtathletik, wo sich das Programm manchmal arg länglich in die Länge zieht und man dann doch einiges Wichtige vepasst.

Und die Frage darf ich schon stellen: Wozu gibt es denn die Möglichkeit der Live-Streams. Und wozu gibt es eigentlich diese ganzen Untersender wie One oder ZDFinfo und wie das alles heißt?

Doch Rettung(sschwimmer) naht. europeansport.com überträgt alles https://eurovisionsport.com/schedule

Die Finalsessions im Schwimmen (wie so oft erst ab der 2. WM-Woche) sind immer ab 17 bis 19.15 Uhr.

P. S.So ausführlich wird es hoffentlich nicht jedes Mal

Das wird die Woche, die wird

Nach den zahlreichen Highlights zuletzt gibt es diesmal nicht das ganz große Sportprogramm. Genug ist trotzdem für jeden dabei.

Zerfledderte Pokalrunde

Der DFB hat sich was Neues einfallen lassen. Die 4 Viertelfinals werden an vier Tagen ausgespielt, jeweils zur Prime Time um 20.45:. Diesen Dienstag und Mitwoch sowie nächsten Dienstag und Mittwoch. Mal schauen, wie das die Zuschauer annehmen, gerade weil gleich 4 Zweitligisten sowie der 1. Saarbrücken noch im Rennen sind. Das Programm

Die., 20.45: FC St. Pauli – Foruna Düsseldorf, ZDF und Sky

Mi., 20.45: Hertha BSC – 1. FC Kaiserslautern, Sky

Di., 6.2.: Bayer Leverkusen – VfB Stuttgart, ARD und Sky

Mi., 7.2.: 1. FC Saarbrücken – Bor. Mönchengladbach, ZDF und Sky

K.o.-Runde in Asien und Afrika

Langsam wird es erst mit den Kontinentalturnieren. Bisher hab ich persönlich kaum etwas gesehen. Heute komplettiert sich in der Elfenbeinküste das Vietelfinale. Die Gastgeber sind nach dem Sieg im Elferschießen gegen Senegal noch dabei. Mit-Favorit Ägypten ist raus, und damit sind einige namhafte Spieler wie Mo Salah (Liverpool) wieder für ihre Vereine frei. Stuttgart muss dagegen weiter auf Guirassy warten, denn Guinea ist noch dabei.

Auch in Asien ist derzeit Achtelfinale.Zurzeit spielt Saudi Arabien gegen das von Jörgen Klinsmann trainierte Südkorea (unter anderem mit dem Bayern Kim Min-Jae und Son Heung-Min von Tottenham. Wem die beiden Clubs die Daumen drücken, dürfte klar sein, zumindest wenn sie an sich selbst denken.

Viele Ausfälle bei den Alpinen

Die zwei Abfahrten der Männer in Chamonix fallen am Wochende ebenso aus wie die Abfahrt und Riesenslalom der Frauen in Garmisch. Wetterpech. Also bleibt nur der Slalom in Chamonix, einer von noch 6 ausstehenden. Schafft Linus Strasser den Triplesieg nach Kitz und Schladming?

Bereits heute fand in Kronplatz ein Riesenslalom der Frauen statt. In Abwesenheit von Petra Vlhova und Mikaela Shiffrin war Lara Gut-Behrami eine Klasse für sich und distanzierte die zeitgleichen Alice Robinson und Sara Hector ium 1,09 Sekunden.

Snooker goes Berlin

Die besten Spieler der Welt sind in der deutschen Hauptstadt. Schon in der 1., Runde hat sich der belgische Weltmeister Luca Brecel gegen den Inder Ishpreet Chadha verabschiedet.

Luke-Duell in Cardiff

Die Premier League der Darter beginnt mit dem 1. Spieltag in der walisischen Hauptstadt E kommt gleich zur Wiederholung des WM-Finales zwischen den Lukes Humphries und Littler. Außerdem: Peter Wrigt vs Rob Cross, Gerwin Price vs Nathan Aspinall und Michael van Gerwen vs Michael Smith. Insgesamt sind 15 Spieltage angesetzt. Es wird in Turnierform (Viertelfinale, Halbfinale und Finale) gespielt. Kan luschtig werden.

Und sonst

  • Die europäischen Fußball-Ligen mit vollem Programm
  • Die deutschen Ligen mit vollem Programm. Die Handballer bestreiten am Wochenende das Pokal-Viertelfinale. Alle Top-teams sind noch dabei.
  • International sind wie gehabt die Basketballer am Start. In der Euroleague steht Dienstag/Mittwoch sowie Donnerstag/Freitag ein Doppelspieltag an. Die deutschen Clubs FC Bayern basketball und Alba Belin brauchen allerdings schon veritable Siegesserien, um wenigstens die Play-Ins zu erreichen.
  • NBA mit normalen Programm
  • All-Star-Weekend der NHL in Toronto u. a. mit Leon Draisaitl und Pro Bowl NFC vs AFC in Orlando. Amon Ra St. Brown ist allerdings nicht dabei. Mit richtigem Football hat das wenig zu tun, aber vielleicht doch ganz nett anzuschauen.
  • Wintersport unter anderem mit Skispringen in Willingen. Biathlon-WM dann ab nächster Woche.
  • Tennisturniere in Linz (Kerber, Niemeier) Hua Hin (Maria), Montpellier (Marterer)

Das war die Woche, die war

Was für eine Woche mit einem pickepackevollen Programm. Höhepunkt waren sicher die Handball-EM und die Australian Open. Dazu noch die Skiflug-WM, viel Wintersport sowie die verschiedenen Ligen und Anderes

Vive la France

Die Handball-EM in Deutschland war insgesamt ein großer Erfolg. Der Publikumszuspruch war gigantisch, mehr als eine Million Zuschauer insgesamt sind schon ein Zeichen. Ob es so ein einmaliges Spektakel wie das Eröffnungsspiel im Düsseldorfer Fußball-Stadion braucht, sei mal dahingestellt. Ist schon was ziemlich event-mäßiges und für mich persönlich verzichtbar. Aber natürlich beste Werbung. Mich würde interessieren, ob man von oben in der Tribüne noch was Konkretes sehen kann. Ansonsten waren die großen Städte mit großen Hallen vertreten. Am Ende setzte sich Frankreich durch, hauchzart erst nach Verlängerung im Halbfinale gegen Schweden und im Endspiel gegen Dänemark. Gerade das Spiel gegen Schweden hinterlässt einen faden Beigeschmack, denn erst ein umstrittenes Freiwurftor nach Ablauf der Spielzeit brachte die Franzosen überhaupt in die Verlängerung. Die Begründung Tatsachenentscheidung, mit dem der schwedische Protest abgelehnt wurde, ist mE letztlich richtig, aber man muss den ganzen Ablauf modifizieren in diesen doch so seltenen Fällen ist mE ein Videobeweis zwingend.

Und die Deutschen? Letztlich war es ein Turnier mit Höhen und Tiefen. Alles habe ich nicht gesehen, aber die 1. Halbzeit im Halbfinale gegen die Dänen, von der Besetzung her die beste des Turnies, fand ich hervorragend. Aber es war auch viel Schwaches dabei, etwa beim noch glücklichen Remis gegen Österreich und auch im Spiel um Platz 3 gegen Schweden, mit dem die direkte Olympia-Quali vespielt wurde. Die Hauptrundenpartie gegen Kroatien lasse ich wg unbedeutend außen vor, auch wennn die zeigte, dass gerade spielerisch viel im Argen ist. Überragend war Andi Wolff, mit Recht zum besten Torhüter gewählt. Tolle Sache für ihn, nachdem es für ihn seit dem EM-Triumph 2016 nicht ganz nach Plan lief.

Forza Jannik

Es gibt einen neuen Grand-Slam-Sieger, und der heißt Jannik Sinner, der erste bei den Männern aus bella Italia seit Adriano Pannetta 1976 (!). Der Italiener spielte ein fantastisches Turnier, und diesmal behielt er auch die Nerven etwa im Halbfinale gegen Novak Djokovic, als er reichlich unglücklich den 3. Satz velor, anders als vor 2 Jahren in Wimbledon die Partie nicht wegwarf, sondern souverän nach Hause spielte. Nicht einen einzigen Breakball hatte der Djoker. Sicher nicht seine beste Leistung, aber er war  im gesamten Turnier weit von seiner Bestform entfernt. Dämmern da die Tennisgötter? Gemach, gemach. Das Meisterstück schaffte Sinner dann im Finale gegen Daniil Medwedew, als er einen 0:2-Rückstand noch umbog. Dabei profitierte er allerdings auch von der zunehmenden Müdigkeit des Russen, der zuvor viel länger auf dem Platz stand, etwa beim Halbfinalthriller gegen Zverev.

Apropos Sascha. Der zeigte ein sehr wechselhaftes Turnier, benötigte einerseits viel Glück und zwei Matchtiebreaks im 5. Satz, um nicht früh rauszufliegen. Andererseits brillierte er im Viertelfinale gegen Carlos Alcaraz und zeigte in dieser Partie sicher seine beste Leistung seit deiner Rückkehr nach seinem Bänderriss im Juni 2022. Gegen Medwedew entschieden letztlich nur Kleinigkeiten zu seinen Ungunsten. Aber Zverev muss den Grand-Slam-Sieg wahrlich noch nicht abschreiben. Mindestens vier oder fünf Jahre auf höchtem Niveau traue ich ihm zu. Obs dann reicht, hängt dann von Kleinigkeiten und auch Unwägbarkeiten ab.

Das Turnier der Frauen war eigenartig, um es vornehm auszudrücken. Aryna Sabalenka war die logische Siegerin, das Halbfinale gegen Coco Gauff war die einzige Partie, in der die Weißrussin wenigstens etwas gefordert wurde. In der anderen Tableau-Hälfte verabschiedeten sich alle Favoritin sehr früh. So kam es zum Halbfinale zwischen Dayana Yastremska und Qinweng Zheng. Die Ukrainerin Yastremska musste vorher sogar in die Qualifikation und benötigte dort dreimal drei Sätze. Letztlich kam Zheng ins Finale und schaffte dabei das Kuststück, nicht eine einzige gesetzte Spielerin aus dem Weg räumen zu müssen. Das war kein Frauen-Turnier, das lange im Gedächtnis bleiben wird, außer bei den Protagonistinnen.

Im Doppel schlug die Stunde der Alten. Bei den Männern gewann der 43-jährige Rohan Bopanna an der Seite von Matthew Ebdon (36), die sich im Finale gegen Simone Bolelli (36) und dem Jungspund Andrea Vavassori (erst 28) durchsetzten. Der Inder ist damit Nummer 1 der Doppel-Weltrangliste. Die 38-jährige Su-Wei Hsih siegte im Frauendoppel mit Elise Mertens und im Mixed an der Seite von Jan Zielinski. Das bessert die Rentenkasse (entschuldigung) erheblich auf. Das gilt auch fürs deutsche Zufallsdoppel Yannick Hanfmann/Dominik Köpfer, das erst im Halbfinale gestoppt wurde.

Schwächelt Bayer etwa?

Es hatte sich bei den Last-Minute-Siegen der Leverkusener in Augsburg und Leipzig angedeutet. Der Motor läuft nicht mehr so geschmiert wie noch in der Hinrunde. Und dann will eben mal nicht das Runde ins Eckige wie am Samstag gegen Gladbach, die den ermauerten Punkt bejubeln durften. Bayer steht immer noch glänzend da, ist weiter Tabellenführer, aber es fehlt die Leichtigkeit und Souveränität. Und jetzt sind die Bayern in Schlagdistanz, wenngleich die ihre eigenen Probleme haben, die der knappe Sieg in Augsburg nur schlecht kaschieren kann. Vielleicht bringt das direkte Aufeinandertreffen in zwei Wochen in der BayArena Klarheit. Wer steckt seine Ausfälle besser weg, dürfte eine der wichtigen Fragen sein. Nicht zuletzt die Abstellungen nach Asien und Afrika zu den Kontinentalturnieren dort spielen sicher eine Rolle, aber das durfte man ja erwarten und war bei der Kaderplanung hoffentlich eingepreist. Andere Mannschaften sehe ich nicht mehr im Titelrennen, auch wenn die Stuttgarter beim 5:2 gegen Leipzig eine tolle Leistung ablieferten und Platz 3 festigten.

Im Abstiegskampf sehe ich  die drei unteren Plätze bereits vergeben. Köln, Mainz und Darmstadt dürften nur noch den 16. Platz als Ziel haben. Der Rest der Liga ist schon ein wenig enteilt, und selber fällt diesem Trio das Punkten doch verdammt schwer.

Was mir sonst noch wichtig war und auffiel

– die beiden Conference Finals in der NFL (siehe voriger Beitrag). Um den Super Bowl kämpfen in 2 Wochen die San Francisco 49ers und die Kansas City Chiefs, wahrlich nicht mein Traumfinale. Ich hätte den Detroit Lions in San Francisco den Fortgang ihrer Cinderella-Story und den erstmaligen Einzug in den Super Bowl gewünscht, aber wer solche Fehler macht …

– Mikaela Shiffrin verletzt: Die Amerikanerin stürzte bei der 1. Abfahrt in Cortina und musste ins Krankenhaus. Die erste Diagnose: Sie ist offenbar nicht schwer verletzt und könnte in diesem Winter noch zurückkommen. Ihren Start beim morgigen Riesenslalom am Kronplatz hat sie aber abgesagt, und die fürs Wochenende geplanten Rennen in Garmisch fallen dem warmen Wetter zum Opfer. In Cortina siegten die Österreicherin Stephanie Vernier, die Norwegerin Ragnild Mowinckel sowie Lara Gut-Behrami.

– Zwei eher maue Super-Gs in Garmisch bei den Männern mit den  Siegern Nils Allègre und Marco Odermatt. Ziemlich kurze Strecke und kaum große Schwierigkeiten. Wenn ich da an die vorherigen Rennen in Wengen und Kitzbühel denke … Ein Skifest gab es während der Woche beim Riesenslalom und Slalom in Schladming. Im RS fuhr Odermatt von Platz 11 im 2. Durchgang noch zum Sieg, am nächsten Tag triumphierte der Skilöwe Linis Strasser im Slalom und vollendete als erster Deutscher das Doppel Kitz/Schladming als Sieger. Das Wetter war mies, und doch waren (fast alle) begeistert. Nur mein persönlicher Freund, Skipräsident Eliasch, maulte, es seien zu viele Zuschauer gekommen. Der Amerika-Lover rechnete vor, dass also insgesamt der ökologische Fingerabdruck bei den zwei Rennen größer sei als bei den nicht nur wegen ökologischen Irrsinns mehr als umstrittenen US-Trips.

– Stefan Kraft im Einzel und Slownien im Team holten sich die WM-Titel im Skifliegen am Kulm in Bad Mitterndorf. Kraft profitierte vom reichlich vekorksten Sprung des nach zwei Sprüngen führenden des Slowenen Timi Zajc. Und der eigentlich vorgesehene 4. Durchgang wurde wg Wetter gestrichen

– Die Rodelnation Nummer 1 heißt dieses Jahr Österreich (und nicht wie gewohnt Deutschland), die nach ihrer so erfolgreichen Heim-EM auch bei der WM am Wochenende in Altenberg mit 4 Titeln und 9 Medaillen am besten abschnitt und dabei noch im Teamrennen eine fast sichere Medaille, wenn nicht gar den Titel wegwarf. Deutschland kam „nur“ auf 3 Titel.

– Erwähnenswert im US-Sport sind die unglaublich anmutenden Punkteausbeuten von Luka Doncic 73 und Joel Embiid 70 in regulären NBA-Spielen. Beide sind damit in den Top Ten der ewigen Rangliste. Und in der NHL sammelte Leon Draisaitl seinen 800. Scorerpunkt. Seine Oilers haben 16 Spiele in Folge gewonnen und sind nur noch einen Sieg vom ewigen Rekord entfernt.

Die Wochenvorschau erfolgt morgen.

 

Was vom Freitag übrigblieb

Zwei wichtige Halbfinals mit deutscher Beteiligung, zwei Niederlage. Sowohl Sascha Zverev bei den Australian Open als auch die Handballer bei der Heim-EM in Köln haben den Kürzeren gezogen.

Beide schnupperten am Sieg. Zverev war gegen Andrihj Medwedew mit 2:0 Sätzen vorn. Im Tiebreak des 3. Satzes lag er bei eigenem Aufschlag mit 5:4 vorn, doch mit zwei magische Returns wehrte der Russe diese grandios ab und holte sich kurze Zeit später den Durchgang. Einer war ein Returnstop, der so wahrscheinlich nicht geplant war,

Danach war der Tank bei ziemlich leer vielleicht auch wg des Fiebers, das ihn in der Nacht zuvor heimsuchte. Medwedew dagegen servierte jetzt bärenstark und ließ praktisch keine Chancen mehr zu.

Jetzt trifft der auf Jannik Sinner, der den zehnfachen Melbourne-Sieger Novak Djokovic aus dem Turnier nahm. Mit einer fulminanten Leistung. Der djoker hatte nicht einen einzigen Breakball, was ihm in einer Grand-Slam-Begegnung anscheinend noch nie passiert ist. Er selbst sprach von seiner schlechtesten Leistung ever bei einem GS-Turnier. Maßlos übertrieben, finde ich. Und auch ein bisschen abwertend gegenüber Sinner. Aber in einem Halbfinale von Melbourne hat er bestimmt schon sehr viel besser gespielt.Diesmal war das ganze Turnier ein ziemlicher Kampf und Krampl.

Ich favorisiere jetzt Sinner. Aber ich persönlich mag auch Medwedew und seine ganze Art sehr. In dem Sinn hoffe ich einfach auf ein tolles Spiel und hoffentlich sehr viel spannender als das Frauenfinale, das Sabalenka ohne viel Gegenwehr gegen die zwar bemühte, aber überforderte Zheng für sich entschied. Keinen Satz hat die Weißrussin während des gesamten Turniers abgegeben, während die Mitfavoritinnen wie Swiatek und Pegula früh scheiterten.

Gestern Abend konnten die Handballer gegen den haushohen Favoriten Dänemark von einer Sensation träumen, führten sie doch zur Pause mit zwei Toren Vorsprung. Doch die Dänen ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, glchen schnell aus und übernahmen die Führung. Zu viele Unkonzentriertheiten im Angriff, (viele Stürmerfouls), und nach der Pause war der vorher überragende Keeper Andi Wolff zwar noch stark, aber halt nicht mehr außerirdisch. Letztlch war der dänische Sieg klar und verdient.

Im zweiten Halbfinale stand Schweden praktisch schon im Finale. Nach schwacher erster Halbzeit dreihten sie die Partie und führten bei abgelaufener Uhnr mit einem Tor Vorsprung. Es gab noch einen Freiwurf für die Franzosen, aber der bringt normalerweise (wir reden hier von mehr als 99 Prozent) nichts ein. Diesmal schon. Elohim Prandi drischt den Ball direkt an der Mauer vorbei via Unterkante ins Tor. Also Verlängerung, in der Frankreich sich die sichtlich konsternierten Schweden klar durchsetzt.

Doch es gibt noch ein Nachspiel. Weil Prandi vor seinem Zauberwurf angeblich einen (verbotenen) Seitwärtsschritt gemacht hat, um an der Mauer überhaupt vorbeiwerfen zu können, haben die Schweden offiziell Protest eingelegt. Dieser wurde heute Morgen mit Verweis auf eine Tatsachenentscheidung abgewiesen. Letztlich die richtige Entscheiung, denn ein erfolgreicher Protest würde eine Protestflut nach sich ziehen. Trotzdem habe ich einen blöden Beigeschmack, denn die Fernsehbilder bestätigen eher die Schweden-Version. Warum die Schiris nicht den Videobeweis anforderten, wird ihr Geheimnis bleiben. Sonst gibts den bei dieser EM bei jedem strittigen Blödsinn.

Und noch kurz zu den Alpininnen nach Cortina. Eine Schlüsselstelle hat sogar die unvergleichliche Mikaela Shiffrin abgeworfen. Sie landete im Netz und musste mit dem Heli abtransportiert werden. Leichte Entwarnu8ng bei de ersten Stellungnahme. Offenbar keine schwere Knieverletzung oder Ähnliches und damit kein vorzeitiges Saisonaus. Es waren eh viele Stürze, vor allem an dieser Stelle, weil der Sprung zuvor sehr nahe vorm Netz erst endete.

Mehr zum Skifahren heute Abend. Jetzt muss ich raus in die Sonne, warm eingepackt allerdings.