Denver Nuggets erzwingen Spiel 7

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

High noon in Oklahoma City, bedröppelte Mienen in Washinton, Hoffnung in Winnipeg. Die Conference Semifinals in NBA und NHL biegen in die Zielfgeradeein oder sind schon beendet

 

Denver Nuggets – Oklahoma City Thunder 119:107 (3:3)

 

Als die Thunder knapp 3 Minuten vor Ende der 1. Hälfte auf 12 Punkte davongezogen waren, hätte ich diese Wendung nicht mehr für möglich gehalten, trotz der unglaublichen Aufholjagden, die es in diesen NBA-Play-offs schon gegeben hat. Was folgte, war ein 12:0-Lauf der NUggets gegen zunehmend kopflose Thunder, und nicht mal ein irrer Buzzerbeater von Lu Dort vor der Pausensirene beruhige die OKC-Seele. Sie gestalteten zwar das 3. Viertel weitgehend ausgeglichen, doch ein weiterer Einbruch zum Viertelende brachte die Entscheidung für die Nuggets, die den zweistelligen Vorsprung souverän bis zur Schlusssirene verwalteten.

 

Bester Mann der Sieger

Ein Trio stach heraus: Jamal Murray brillierte vor allem im 1. Viertel, als er gleich 11 seiner 25 Zähler auflegteNikola Jokic hatte mal wieder die besten Stats (29 Punkte, 14 Rebounds), und Christian Braun hatte mit 23 Punkten einen herausragenden Abend, vor allem auch in der Defensive.

 

Stark beim Verlierer

Shai Gilgeous Alexander: Allerdings mit Einschränkung. Zwar gelangen dem Kanadier 32 Punkte (Bestwert der Partie), handelte sich aber bereits in der 1. Halbzeit 4 Fouls ein, wodurch er in de Verteidigung doch sehr eingeschränkt war und auch länger als gewollt pausieren musste.

 

X-Faktor

Julian Strawther: Genau für solche Vorstellungen habe ich diese Rubrik eingeführt. Ende des 3. Viertels schlug seine Zeit, als er binnen 90 Sekunden 2 Dreier und einen Zweier versenkte und wesentlichen Anteil daran hatte, dass sich die Nuggets entscheidend absetzten. Im Schlussabschnitt gelangen dem bisher in den Play-offs kaum in Erscheinung getretenen Spielmacher 7 weitere Zähler; den hatte offenbar niemand bei OKC auf dem Zettel (höchstwahrscheinlich auch nicht das eigene Team, wenn es ehrlich ist).

 

Zahlereien

28 Fouls leisteten sich die Thunder-Spieler, un nicht nur SGA, sondern auch Isaiah Hartenstein und Alex Caruso mussten sehr vorsichtig sein, denn bei 6 personal fouls ist man draußen aus der Partie.. Zum Vergleich: Die Nuggets kamen mit 16 aus.

 

🇩🇪 👓

Isaiah Hartenstein war diesmal nicht so auffällig. Im Rahmen seiner Möglichkeiten hielt er Jokic gut in Schach. 8 Punkte bei keinem Fehlversuch verbuchte er und 6 Rebounds

 

Ausblick

Spiel 7 in OKC, und die Spielplanmacher (wahrscheinlich eher das Fernsehen) gewähren einen Tag Extrapause und uns Europäern einen Leckerbissen zu bester Sendezeit (Sonntag, 21:30). Einen Tipp wage ich nicht bei diesen Unwägbarkeiten, doch viel spricht für die Nuggets (allerdings halt nicht der Heimvorteil): Sie haben Erfahrung, sie haben die 7. Partie gegen die Clippers in der 1. Runde gewonnen, das Team funktioniert, vor allem auch der Co-Star Jamal Murray trotz einiger merkwürdigen  Entscheidungen. Und Superstar Jokic gefällt mir in der Serie erheblich besser als Thunder Superstar Gilgeous-Alexander.
Und die Thunder? Die müssen hoffen, dass ihr Co-Star Jalen Williams aufwacht, dass sich Shai (und auch Hartenstein) dumme Fouls) verkneifen. Sie haben ja auch nicht umsonst mit Abstand die beste Bilanz, sammelten in der regulären Saison gleich 18 Siege mehr als der Gegner.

 

Ansetzungen

Sa., 02:00: New York Knicks – Boston Celtics (3:2)
So., 21:30: Oklahoma City Thunder -Denver Nuggets (3:3)

 

Washington Capitals – CAROLINA HURRICANE 1:3 (Endstand: 1:4)

 

Das beste Team im Osten der regulären Saison darf in den Urlaub fahren. Dort werden sie wahrscheinlich eher ihre Wunden lecken denn ausgelassen feiern, denn mit einem Ausscheiden gegen Carolina haben sie bei allem Respekt nicht gerechnet. Andrej Schewnikow erzielte 1:59 Minuten vor Schluss den vorentscheidnen Treffer zum 2:1, dem Seth Jarvis einen Schuss ins leere Tor folgen ließ.
Nichts wird es also mit dem 2. Stanley Cup für Alex Owetschkin, dem Tor-Rekordhalter der NHL.

Die Hurricanes warten jetzt auf den Finalgegner. Gegen die Florida Panthers hätten sie Heimvorteil, gegen die Toronto Maple Leafs müssten sie zunächst auswärts antreten (ebenso in einem notwendigen 7. Spiel). Dass sie auswärts bestehen können, haben sie gegen den Conference Primus eindrucksvoll bestätigt.

 

Winnipeg Jets – Dallas Stars 4:0 (2:3)

 

Im Gegensatz zu den Capitals konnte der West-Primus das Play-off-aus erst mal abwenden. Das am Ende so klare 4:0 spielgelt allerdings nicht wider, wie verbissen die Partie über weite Strecken war. Die Jets waren zwar übelegen, scheiterten aber wiederholt am grandiosen Torwart Jake Oettinger, der 31 von 34 Schüssen entschärfte.
Erst im 3. Drittel fiel die Entscheidung zu Gunsten der GastgeberNicolaj Ehlers Oettinger zum 2:0 überwand, im 2. Drittel hatte Mark Scheiffele getroffen. Namenstnikow und erneut Ehlers (ins leere Tor) erhöhten danach.
In der Offensive blieben die Stars weitgehend harmlos, und was aufs Jets-Tor kam wurde zur sicheren Beute des diesmal sehr sicheren Keepers Connor Hellebuyck (22 Paraden).

Die Dallas stars setzen jetzt auf den Heimvorteil in Spiel 6 in der American Arena (auch die Heimstätte der Mavericks). Dann hoffe ich, dass „meine Finnen“ nicht so blass agieren wie diese Nacht.

 

Ansetzungen

Sa., 02:00: Florida Panthers – Toronto Maple Leafs (3:)
So., 02:00: Dallas Stars – Winnipeg Jets (3:2)

 

 

Ein Murmeltor bringt die Oilers weiter

Blick über den Teich, NHL

 

Kanada jubelt, Kanada erst mal am Boden. Für die Edmonton Oilers und Toronto Maple Leafs verlief Spiel 5 der 2. Play-off-runde höxht unterschiedlich

 

Toronto Maple Leafs – Florida Panthers 1:6 (2:3)

 

Letztlich ein absurdes Ergebnis, denn um fünf Tore schlechter waren die Leafs nie und nimmer. Das belegt auch die ausgeglichene Schussbilanz von 35:35. Aber den Titelverteidiger aus Florida zeichnet eine fast beängstigende Effizient aus, die ihnen schon vergangenes Jahr den Stanley Cup bescherte. Erheblichen Anteil hatte auch Goalie Sergej Dobrowski mit ein paar Glanzparaden. Der Ehrentreffer gut eine Minute vor Schluss sollte den Russen nicht über die Maßen ärgern.

 

Meine 🇫🇮

Das vierte Tor war eine finnische Angelegenheit. Verteidiger Mikkola traf auf Assistss von Ludell und Lustorainen.

 

Las Vegas Knights – EDMONTON OILERS 0:1 (Endstand: 1:4)

Wen hatten noch mal viele Experten (und auch meine Wenigkeit) eher als Schwachstelle der Oilers ausgemacht? Richtig, Torhüter Scottie Skinner. Und jetzt sicherte er mit dem zweiten Shutout in Folge den hauchdünnen Erfolg der Oilers, der sie bereits ins Conference Finale brachte, wo der Sieger der Partie Winnipeg vs Dallas wartet. Natürlich war es nicht Skinner allein, sondern der starke Defensiv-verbund des gesamten Teams. Aber insgesamt wehrte der Goalie 24 Schüsse mit zum Teil spektakulären Paraden, sein Gegenüber Adin Hill kam sogar auf 32 Saves.
Ein grausiges Murmeltor nach unwürdigem Gestocher vor dem Knights-Kasten brachte letztlich die Entscheidung. Letztlich war es der Finne Kasperi Kapanen, der die Scheibe über die Linie bugsierte, und irgendwie hatte auch Leon Draisaitl seinen Schläge im Spiel, so dass ihm ein Assist gugeschrieben wurde. Letztlich verdient, denn in der Overtime waren die Gäste aus Kanada das klar dominierende Team.

 

🇩🇪 🧠

Wie gesagt, Leon Draisaitl verbuchte 1 Assist. Vor allem aber bestach er in der Verteidigung, wo er die Kreise des bis dato großartigen Knights-Stürmer Jack Eichel empfindlich störte und diesen nicht zur entfaltung kommen ließ. 22:58 Minuten stand er auf dem Eis, gab dabei 5 Schüsse ab, wobei er einmal ganz frei vor Hill scheiterte.

 

Ansetzungen heute

Fr., 01:00: Washington Capitals – Carolina Hurricanes (1:3)
Fr., 03:30: Winnipeg Jets – Dallas Stars (1:3)

 

Ansetzung morgen

Sa., 02:00: Florida Panthers – Toronto Maple Leafs (3:2)

Ohne Curry, (fast) ohne Chance

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

Minnesota Timberwolves – Golden State Warriors 117:93 (1:0)

 

Überspitzt gesagt war die Partie nach 3 Minuten des 1. Viertels entschieden, als es schon 13:0 für die Timberwolves stand. Den Warriors ohne den oberschenkel-verletzten Steph Curry gelang der erste Korb erst nach 5 Minuten durch Jimmy Butlers Dreier zum 3:13. Diese zweistellige Führung hielt in den Zehnern hielt bis Mitte des 3. Drittels, als die Warriors noch mal eine Aufholjagd starteten und bis auf 7 Punkte herankamen. Doch mit einem 20:5-Run in diesem Abschnitt beseitigten die Gastgeber im Target Center  alle Zweifel am Sieg (soweit sich das in diesen irren Play-offs sagen lässt).

 

Bester Mann der Gewinner

Julius Randle: Er stellte mit starken 16 Punkten im 1. Durchgang die Weichen auf Sieg, insgesamt war er dann mit 24 Zählern Topscorer der Partie, dazu gab er 11 Assists und 7 Rebounds.

 

Stark trotz der Niederlage

Jonathan Kuminga: Von der Bank kommend stabilisierte er die anfangs so furchtbare Warriors-Offensive. 18 Punkte gelangen ihm.

 

X-Faktor

Nikkel Alexander-Walker: Mit seinen wichtigen 6-Punkten war er maßgeblich beteiligt am letztlich entscheidenden Run der Wolves am Ende des 3. Viertels. Mit 20 Punkten und gleich 4/6 Dreiern wertvolle Ergänzung von der Bank.

 

Zahlereien

3:18 Minuten: So lange stand Startspieler Mike Post von den Warriors auf dem Parkett ohne eine statistisch relevante Aktion (nicht mal ein Foul) oder Ballverlust. Dann nahm ihn Coach Steve Kerr vom Feld, und er ward nicht mehr gesehen.

 

Ausblick

Es stehen jetzt 2 Heimspiele für die Warriors an. Eines davon müssen sie auch ohne ihren Superstar Curry gewinnen, wollen sie ihre Chance erhalten. Wie das gegen das ausgeglichene und devensivstarke T-Wolves-Team gelingen soll, wird die große Frage sein (mir fehlt fast dfie Fantasie dafür). Klar wenn Play-off-Jimmy Butler und Buddy Hield ihre Dreier übernatürlich versenken, ist viel drin, aber viel spricht für die Timberwolves.

 

Ansetzungen heute

 

01:30: Indiana Pacers – Cleveland Cavaliers (2:0)
04:00: Denver Nuggets – Oklahoma City Thunder (1:1)

 

Ansetzungen morgen

21:30: New York Knicks – Boston Celtics (2:0)
02:30: Golden State Warriors – Minnesota Timberwolves (1:1)

 

NHL

Die Edmonton Oilers haben den 6. Sieg in Folge in den Play-offs eingefahren und auch das 2. Spiel in Las Vegas bei den Knights für sich entschieden. Leon Draisaitl war in der Overtime zur Stelle und besiegelte nach herrlichem Zuspiel von Conor McDavid nach 15:20 Minuten den Sieg.
Mitentscheidend war die 4. Reihe der Oilers: Normalerweise ist das die Aufräumer-Truppe, jetzt erzielten sie gleich 2 Tore.Kurios: Erneut drehten die Oilers einen Rückstand.
Mit zwei Heimsiegen in Edmonton könnten die Kanadier die Serie bereits gewinnen, aber so einfach ist es in NHL-Play-offs äupßerst selten.

Im Osten egalisierten die Washington Capitals mit einem 3:1 gegen die Carolina Hurricanes die Serie auf 1:1.

Owetschkin zieht mit Gretzky gleich

Dass die amerikanischen Sportfans statistikverrückt sind, ist hinlänglich bekannt. Das ist vielleicht ein Erfolgsgeheimnis von Baseball, wo es eben verlässliche Zahlen gibt, dass der rechtshändige Schlagmann X gerade an einem Mittwochnachmittag in einem Stadion mit Natürrasen gegen einen linkshändigen Werfer besonders erfolgreich ist. Man könnte Tage verbringen, um auf speziellen Seiten sich in Stats zu vergraben. Beim Fußball dagegen? Die Tore, vielleicht noch die Ecken, und dann wird es schon zäh, und nur künstliches wie die erstaunlichen expected Goals bringt noch ein wenig Futter.

Doch jetzt steht tatsächlich ein Meilenstein an: Alexander Owetschkin von den Washington Capitals erzielte gestern Nacht gegen die Chicago Blackhawks zwei Treffer und stellte den Allzeitrekord von Wayne Gretky mit 894 Toren ein. Das in den vergangenen anschwellende Interesse ist nun einem unfassbaren Hype gewichen: Jeder will dabei sein, wenn die historische Marke fällt. Schon in Washington war der Jubel atemberaubend, und die NHL- und sonstige Prominenz (samt Gretzky natürlich) sowie die gesamte Fanmilie war vor Ort in der Halle, die in riesigen Jubel ausbracht bei Tor Nr. 893 und erst recht Nmmer 894. Gretzky war begeistert, Owetschkin war angefasst: „Das ist etwas ganz Besonderes, ein historischer Moment“, bekannte der Russe. Irgendwie passt es zur russisch-amerikanischen Annäherung, dass ein in Moskau ausgebildeter Kufenstar das Land (allerdings auch das eishockey-verrrückte Kanada) in helle Aufregung versetzt.
Die jetzt natürlich noch größer wird, den die große Frage lautet: Wann überholt Ovi den großen Gretzky. Vielleicht schon morgen in New York, allerdings nicht im Madison Square Garden, sondern im UBC Denter, wo die Islanders ihre Heimspiele austragen. Zur besten europäischen Fernseheit ab 18.30 Uhr: Wer kurzentschlossen live vor Ort sein will, muss tief in die Tasche greifen. Unter 600 Dollar bekommt man gar keine Karten mehr, aufgerufen für die besseren Plätze werden 4200 $, Tendenz stark steigend. Die Eishockey-Prominenz wird auf jeden Fall wieder dabei sein.
falls es am Sonntag nicht klappen sollte, gibt es für Owetschkin in dieser Saison noch weitere 5 Möglichkeiten, darunter auch zwei Heimpartien gegen Carolina und Columbus.

 

Thomas Müller sagt unfreiwillig Servus

 

Jetzt ist es offiziell: Nach dieser Saison wird der Weltmeister von 2014 nicht mehr seine Fußballschuhe schnüren – zumindest nicht für den FC Bayern. Wie das Münchner Urgestein (seit 2000 beim FCB) auf seinem Instagramm-Kanal schrieb, entschied sich der Verein bewusst gegen eine Vertragsverlängerung. „Auch wenn dies nicht meinen persönlichen Wünschen entsprach, ist es wichtig, dass der Verein seinen Überzeugungen folgt.“ Diese Überzeugung lässt sich beziffern: Teilzeitarbeiter Müller ist mit seinem Jahresgehalt von 17+ Mio schlicht zu teuer geworden. Eine Annäherung bei den Gehaltsvorstellungen gab es offenbar nicht.

Müller verzichtet bewusst auf eine direkte  Schuldzuweisung: Zu eng verwoben ist er mit dem Herzensvererein: Jetzt schon ist klar, dass er in einer anderen Position zum Club zurückkehren wird: Sportdirektor? Sportvorstand? Alle Türen stehen ihm offen. Andererseits ist eben ehrlich genug, mit seinem Unmut und seiner Traurigkeit nicht hinter dem Berg zu halten.

Die Münchner ihrerseits haben sich – durchaus nachvollziehbar angesichts ihres irre teuren Kaders – gegen die weichen Faktoren entschieden, die Müllers Vertragsverlängerung durchaus gerechtfertigt hätten. Der immer freundliche und dabei aauch kritische Stürmer war das Gesicht des FC Bayern, kam bei Fans, aber auch den neutralen Fußballfreunden bestens an. Nach allem was ich weiß, war er immer noch der äußerst anerkannte Führungsspieler, der wenn es nicht so gut lef, auch aufrüttelte. Nicht umsonst wird er „Radio Müller“ genannt. Nie gab es auch den geringsten Zweifel, wie sehr ihm die Münchner am Herzen liegen. Diese Lücke muss der Club erst mal schließen, doch welche Identitätsfigur bleibt noch? Manuel Neuer vielleicht, aber auch dessen Karriere-Ende ist absehbar, außerdem ist er halt kein gebürtiger Münchner/Bayer. Die Jungen wie Alexander Pavlovic brauchen noch Zeit, müssen erst mal einen unumstrittenen Stammplatz finden.

Thomas Müller ließ vorerst offen, ob er noch für einen anderen Verein ein oder zwei Jahre anhängen will. Lust zum Fußballspielen hat er, das zeigte auch jeder seiner Auftritte in dieser Saison. Unvorstellbar scheint ein Wechsel innerhalb der Bundesliga, ja wahrscheinlich sogar Europa (Inter Mailand? Ernsthaft??). Aber Amerika lockt, gerade das Münchner Partnerteam der Los Angeles Galaxy in der MLS, wo er mit dem Ex-Dortmunder Marco Reus einen guten Bekannten treffen würde und wo auch ein durchaus ansehnlicher Fußball gespielt wird, wenn gleich nicht mir dem der Spitze in Europa.  Ein neuer Horizont würde sich da auftun, und ein, zwei Jahre im sonnigen Kalifornien und als Botschafter des WM-Gastgebers 2026 – es soll Schlimmeres geben trotz des irren Präsidenten. Die Frage ist halt, ob und in welcher Form seine Frau Lisa das mitmacht, die selbst an ihrer Dressurkarriere bastelt und mit der er eine gemeinsame Pferdezucht betreibt.

Als Löwenfan kann ich sagen, dass ich Thomas Müller und seine unverstellte Art immer gerne gemocht habe. Traumatische Lokalderbys mit für mich schmerzvollen Müller-Toren hat es allerdings auch nicht gegeben. Ich würde ihm von Herzen noch ein, zwei erfolgreiche Fußball-Jahre wünschen (wie immer er „Erfolg“ definiert), und bin überzeugt: Von diesem Thomas Müller werden wir noch einiges höchstwahrscheinlich sehr viel Gutes/Erfreuliches hören. Das kann ich wahrlich nicht von jdem Sportler/Fußballer behaupten.

Die NHL rüstet sich zur Owetschkin-Feier

Blick über den Teich, NHL, NBA und MLB

 

NHL

 

Das lange Zeit für unmöglich Gehaltene rückt näher und näher: der Torrekord von Wayne Gretzky, jene sagenumwobene 894-Treffer-Marke. Alexander Owetschkin ist in Schlagweite. Tor für Tor hat er in den vergangenen Wochen abgeknabbert. Zuletzt traf der Russe im Dress der Washington Capitals dreimal in drei Partien und hält jetzt bei 892 Toren. Spätestens jetzt ist jede Capitals-Partie ein Muss für jeden NHL-Fan, für jeden NHL-Promi, will er oder sie bei einem historischen Ereignis live dabei sein. Der Noch-Rekord-Inhaber Wayne Gretky reist dem Team ebenso hinterher wie Comissioner Gary Bettmen sowie die gesamte Familie. Fehlt nur noch, dass der erklärte Owetschkin-Freund Wladimir Putin sich auch noch die Ehre gibt; ein Hauptstadtbesuch lässt sich für den russischen Präsidenten allemal begründen …
Ab heute Nacht mit der Partie in Washington gegen die Chicago Blackhawks geht der „Owetschkin Watch“ in die ganz heiße Phase: Bestimmt sind die minutiösen Feierlichkeiten schon geplant, und höchstwahrscheinlich gibt es auch Wetten, wie der Rekordtreffer (Einstellung/Neuaufstellung) fällt. Vielleicht im Powerplay? Oder Empty net? Oder 4 on 4? Zudem gbt es die Restspannung, ob in dieser Saison es überhaupt noch gelingt, denn nur noch 7 Partien stehen an und damit die Frage: Strengen sich die Gegner besonders an, den Rekordtreffer zu vermeiden oder findet man es gar ehrenvoll, in die Annalen zu gelangen?

Owetschkins Rekordjagd überschattet jedenfalls klar das Rennen um die Play-off-Plätze, zumal die wesentlichen Entscheidungen schon gefallen sind. Allenfalls um den letzten verbliebenen Play-off-Platz 8 im Osten gibt es noch einen Wettsctreit zwischen den Montreal Canadians und den New York Rangers. Zudem gibt es ein Fernduell um Platz 1 der NHL insgesamt zwischen den Washington Capitals im Osten und den Winnipeg Jets im Westen, der in einem etwaigen Stanley-Cup-Finale den Heimvorteil bedeuten würde.

 

NBA

 

Auch im Basketball geht es rasant dem Saisonende entgegen: Auch hier sind viele wesentlichen Entscheidungen gefallen. Allerdings gbt es im Westen noch einen wüsten Sechskampf um die Reihenfolge der Plätze 3 bis 8 (hinter den Oklahoma City Thunder und dn Houston Rockets). Und ebenfalls im Westen ein Scheintriell um die Ränge 9 bis 11: Scheintriell deshalb, weil angesichts der zuletzt desaströsen Leistungen vor allem der Sacramento Kings und Phoenix Suns der Verdacht bei mir aufkommt, dass das Nicht-Erreichen der Play-Ins (mehr ist nicht mehr möglich und damit höchstwahrscheinlich spätestens das Aus gegen OKC) den Teams gar nicht so unrecht käme, weil sie dann in die Verlosung der Top-Picks im Draft 2025 kämen.
Im Osten sind die Fronten noch klarer abgesteckt: Es gibt noch einen Zweikampf zwischen Milwaukee und Detroit um Platz 5/6, und die Ränge 7 bis 10 stehen in der Reihenfolge auch noch nicht fest.  Am Sonntag in einer Woche ist der letzte Spieltag.
Spannung jenseits der Tabellen gibt es im Rennen um den MvP und die Frage: Erneut NiKola Jokic von den Denver Nuggets mit seinen unfassbaren Stats (zuletzt 61 Punkte, 10 Assists, 10 Rebounds vs die Minnesota Timperwolves) oder erstmals Shai Gilgeous Alexander von den Oklahoma Thunder, dem mit Abstand besten Spieler des mit Abstand besten Team der Liga? Reine Geschmackssache, wie ich finde; beide Spieler hätten es unbedingt verdient. Ich persönlich würde mich für Shai entscheiden, weil ich sein geschmeidiges, ideenreiches Spiel liebe.

 

MLB

 

Gut eine Woche tobt das Liga-Geschehen (toben: naja), das ist natürlich noch viel zu früh für Trends; aber ein paar Erkenntnisse sind doch aufgefallen.

Bronx Bombers: In 6 (Heim)Spielen droschen Spieler der New York Yankees gleich 22 Bälle über den Zaun – klare Ligaspitze: Von einem neuen Wunder-Schläger war schon die Rede, gerade als letzte Woche in einer Partie gegen die Brewers gleich 9 Homeruns (Vereinsrekord) gelangen. Bester der guten Batter ist (natürlich) Aaron Judge mit 5 Volltreffern. Dennoch verlor NY schon 2 Partien gegen die Arizona Diamondbacks.
Unschlagbar: Nach 8 respektive 7 Partien sind die beiden NL-Teams LA Dodgers (Titelverteidiger) und San Diego Padres noch ohne Niederlage – eine beachtliche Frühform. Nicht mehr, aber bestimmt auch nicht weniger.
Sieglos: Wo Licht, da auch Schatten: So sind die Atlanta Braves nach 7 Partien noch sieglos. Dont panic, denn sie hatten es gegen die Dodgers und Padres zu tun – und zwar jeweils auswärts im fernen Kalifornien.
Erstaunliches:
Die von vielen als stark eingeschätzte Divison AL Central wartet mit einer Besonderheit auf: Tabellenführer sind die Chicago White Sox(!). Allerdings mit einer negativen Bilanz von 2:4 und damit gleichauf mit 3 anderen Teams.
Kepler Watch:
Der Berliner hat sich gut bei seinem neuen Team Philadelphia Phillies eingefügt. Seine durchaus überzeugenden Stats nach 7 Partien (also nicht zu wichtig nehmen). 5 Hits bei 18 At Bats (0.278 Schlagdurchschnitt, für ihn richtig gut), 1 Homerun und 1 RBI. In der Defensive im linken hinteren Feld ohne Fehl und Tadel, aber auch ohne Hightlight-Catch, soweit ich das überblicke. Jetzt geht es für ihn und seine Phillies gegen die Dodgers.

 

 

 

Cleveland Cavaliers – Krise oder nur Durchschnaufen?

Blick über den Teich, NBA und NHL

 

In nicht einmal einem Monat beginnen jeweils die Play-offs. Viele Positionen sind weitgehend bezogen, der Kampf um die Plätze mutet mir dieses Jahr seltsam unengagiert an, viele Partien määndern so vor sich hin, wobei ich das in der NHL nicht so sklavisch verfolge wie in der NBA.
Anmerkung: Wenn ich „sicher“ schreibe, so heißt das nicht unbedingt mathematisch fix, sondern eher relativ bis sehr wahrscheinlich.

 

NBA

 

Etwa 70 Spiele sind absolviert, 12 stehen noch an. Im Osten stehen die 6 Teams, die es direkt in die Play-offs schaffen mehr oder weniger fest, im Westen gibt es um die Qualifikation noch ein Hauen und Stechen mit für mich völlig unvorhersehbarem Ausgang

 

Eastern Conference

 

Vielleicht gerade zur rechten Zeit nehmen sich die Cleveland Cavaliers eine Ergebniskrise. Zuletzt verlor das beste Team im Osten vier Partien hintereinander, darunter nicht gerade gegen Spitzenmannschaften wie die Orlando Magic und Sacramento Kings. Trotzdem dürfte ihnen der Nummer-1-Platz und damit das Heimrecht im Osten nicht mehr zu nehmen sein. Die Boston Celtics blasen zwar zur Aufholjagd, doch der Rückstand von 5 Siegen dürfte zu groß sein. Oder steckt hinter den Niederlagen der Cavs mehr dahinter als eine kleine Formdelle?

Überhaupt scheinen im Osten viele Plätze schon bezogen.
1. Cavs
2. Celtics
3. Knicks
4./5./6. Bucks, Pacers, Pistons: Dieser Dreikampf geht um das wichtige (?) Heimrecht in der 1. PO-Runde, die diese Mannschaften sicher  erreichen dürften.

Dahinter machen 4 Teams die Plätze 7 bis 10 unter sich aus, weil das Quintett dahinter keinerlei Ambitionen mehr hat, vorne anzugreifen, sondern viel lieber möglichst vielk verlieren will, um einen Top-Draft-Pick zu erlangen, das regelmäßige Tanking-Ärgernis. Sehr formstark scheinen mir gerade die Atlanta Hawks und Chicago Bulls, während die Orlando Magic und Miami Heat eher schwächeln.

 

Western Conference

 

Vorne allein die Oklahoma City Thunder, dahinter ein wüstes Durcheinander mit Aufs und Abs aller involvierten Teams. Ich könnte zurzeit seriös tippen oder auch würfeln, und meine Erfolgswahrscheinlichkeit, wer wo landet, wäre mehr oder weniger dieselbe. Sehr geprägt sind die Kurven gerade hier von den Verletzungen/Nichtverletzungen der Stars; nicht nur ob ein Steph Curry (Warriors) und LeBron James/ Luka Doncic (LA Lakers) überhaupt spielen können, sondern auch in welchem Zustand. Kaum glaube ich, dass sich die Warriors gefangen haben nach der Verpflichtung von Jimmy Butler, fällt Curry aus. Kaum scheinen die Lakers richtig stark zu sein, sind James und Doncic angeschlagen und erleiden ein Heimdesaster gegen die Chicago Bulls.
Und wie soll ich die aufstrebenden Houston Rockets und Memphis Grizzlies bewerten, wie die mich am meisten überraschenden Los Angeles Clippers? Fragen über Fragen, nur seriöse Antworten vermag ich kaum zu geben.

Für mich den besten Eindruck hinter den Thunder machen also gerade die Rockets, die nach einem Zwischen-Tief zuletzt 9 Siege hintereinander eingefahren haben, vielleicht nicht gegen Kontrahenten der allerersten Güte, aber immerhin etwa bei den Florida-Teams aus Miami und Orlando.

Warum denn nicht die Denver Nuggets? Weil es 2 unterschiedliche Nuggets gibt. Die mit einem Nikola Jokic in Top-Form, die sogar den Thunder gefährlich werden können, und die ohne Jokic, die vielleicht nicht einmal die Play-offs erreichen würden. Nicht nur statistsch sind die unterschiedlichen Zahlen unfassbar, das ganze Denver-Spiel ist derart auf Jokic ausgelegt, dass es ohne ihn ein echter Krampf ist. Mein Tipp: Die Nuggets kommen direkt in die Play-offs, dann wird sich Jokic in der 1. Runde aufreiben, um dann in der 2. relativ kraftlos die Segel streichen lassen. Ich werd doch mal spekulieren dürfen …

Letztlich ist die endgültige Klassifizierung fast egal, weil der Heimvorteil in langen Play-off-Serien gerade im Basketball vielleicht nicht die entscheidende Rolle spielt (außer natürlich im Spiel 7).

Zuletzt blicke ich noch auf den Dreikampf um die Plätze 9 und 10, der noch fürs Play-In-Turnier berechtigt. Den tragen die Sacramento Kings, Phoenix Suns und Dallas Mavericks untereinander aus. Wer es dann letztlich schafft und sich dann tatsächlich für die Play-offs qualifiziert, den erwartet dann als zweifelhafte Belohnung die übermächtig scheinenden Thunder und das praktisch sichere Aus. Angesichts dieses traurigen Ausblicks: Wäre es nicht fast schlauer, die Play-Ins Play-Ins sein zu lassen, und als 11. der Conference auf einen tollen Draft-Pick eines vielversprechenden 25er-Jahrgangs zu hoffen? Ich könnte mir vorstellen, dass gerade in Dallas derlei Gedanken kursieren angesichts der Verletztenwelle (unter anderem: Saisonaus Irving, langer Ausfall Davis etc.).

 

NHL

 

Die von mir eher vernachlässigte Liga, zumindest vor den Play-offs. Auch hier ist die Spannung im Kampf um die Plätze eher eine Scheinspannung. Heimvorteil ist zwar gut und schön, aber deshalb alle Kräfte zu verpulvern, das macht kein Team. So schonen zurzeit die Edmonton Oilers den angeschlagenen deutschen Top-Scorer Leon Draisaitl, damit er in den Play-offs wieder topfit ist.
Ich halte ja immer zu einem kanadischen Team (welches, ist mir fast egal), ein Titel nach 1993 (!) wäre gerade in dieser politisch heiklen Phase ein echtes Zeichen. Also: Go, Canada, go!

 

Eastern Conference

 

Die Washington Capitals haben Platz 1 sicher.
Dahinter gibt es einen Vierkampf um Ränge 2 bis 5 (Carolina, Titelverteidiger Florida, Toronto, Tampa). Fast sicher in den Play-offs sind New Jersey und die mich sehr überraschenen Ottawa Senators mit Tim Stützle. Um den letzten freien Platz 8 rittern die Montreal Canadiens sowie die beiden Teams aus New York (Rangers und Islanders). 2 Teams dahinter t (Columbus und Detroit/Moritz Seider) müssen auf Aussetzer hoffen, der Rest darf für die nächste Saison planen..
Im Gegensatz zur NBA würde ich dem Achten gegen den Ersten Washington durchaus Play-off-Chancen einräumen, das gilt auch für den Westen.

 

Western Conference

 

Ein ähnliches Bild: Vorne auf Platz 1 souverän die Winnipeg Jets, dahinter ein wüstes Gerangel umd die Plätze, in dem gerade die Dallas Stars die besten Chancen auf Rang 2 haben.
Sicher in den Play-offs dabei sind dahinter (in der jetzigen Reihenfolge, die sich noch sehr ändern kann) die Las Vegas Knights, Colorado Avalanche, Edmonton Oilers, LA Kings und Minnesota Twins.
Auch hier gibt es noch ein Hauen und Stechen um Platz 8, in den die St. Louis Blues, Calgary Flames, Vancouver Canucks und sogar Utah Hockey Club verwickelt sind. Go, Calgary oder Vancouver

 

Owetschkins Torejagd, die Statistikler ist Nathas McKinnon von den Colorado Avalanche (10

 

Mindestens so spannend wie das Play-off-Rennen ist die Frage, ob Alexander Owetschkin von den Washington Capitals schon diese Saison den Allzeit-Torrekord von Wayne Gretzky (894) einstellen oder gar überbieten kann. Derzeit hält der Russe bei 888 Treffern: Er hat noch 12 Partien, um die 6 respektive 7 Tore zu erzielen. Statistich haut das zurzeit gerade so hin, denn Owetschkin war zuletzt in jedem zweiten Spiel erfolgreich.
Ich persönlich brauche das jetzt übrigens nicht unbedingt, dass der Putin-Freund Owetschkin den Rekord knackt, so sehr ich die unfassbare sportliche Leistung anerkenne. Spätestens in der neuen Saison wird es allerdings so oder so der Fall sein.

Weil wir schon bei den Stats sind: Leon Draisaitl führt mit 49 Treffern klar die Rangliste an. Ihm dürfte die Trophäe als bester Torjäger bei 11 Toren Vorsprung auf den Zweiten Nylander kaum noch zu nehmen sein. Und mit 101 Scorerpunkten hat er erneut einen dreistelligen Wert. Er kann jetzt also beruhigt seine Verletzung auskurieren und sich auf die Play-offs konzentrieren.
Bester Punktesammler ist Nathan McKinnon von den Colorado Avalanche, der auch mit Abstand die meisten Assists gab (77).