Das wird die Woche, die wird

ATP-Finals, Abschluss der europäischen WM-Qualifikation und die Slalom-Rennen in Levi stechen heraus.

 

Sinner gegen Alcáraz

 

Schon am Sonntag (9. November) läuft in Turin das Abschlussturnier der 8 besten Tennisspieler (und -Doppel). Allegemein erwartet wird ein Zweikampf zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcáraz, die auch den Kampf um die prestigeträchtige „Nummer 1 zum Jahresende“ unter sich austragen. Hier ist der Spanier klar bevorteilt, da ihm nach meinen Berechnungen dazu der Halbfina-Einzug genügt, Sinner dagegen muss unbedingt wie im Vorjahr den Titel gewinnen.
Die Form spricht klar für den Italiener, der zuletzt die Turniere in Wien und Paris gewonnen hat und zudem in Turin ein Heimspiel genießt, während Alcáraz in der französischen Hauptstadt zuletzt ein Erstrunden-Aus kassierte.

Seine Teilnahme abgesagt hat Novak Djokovic, kurioserweise unmittelbar, nachdem er das eher kleine Turnier von Athen gewonnen hat und sich damit zum ältesten ATP-Siegers aufgeschwungen hat. Davon profitiert ausgerechnet sein Athener Finalgegner Lorenzo Musetti als Nachrücker.

Wie gehabt gibt es Zwei Vierer-Gruppen, in denen jeder gegen jeden spielt. Die ersten Zwei jeder Gruppe spielen die Halbfinali (Überkreuz), das Finale ist für nächsten Sonntag (16/11) angesetzt.

Alexander Zverev wurde der Sinner-Gruppe zugelost, wo er außerdem auf Ben Shelton (USA) und Felix Auger-Alliasime trifft. In der anderen Gruppe bekommt es Alcáraz mit Taylor Fritz (USA), Alex De Minaur (Australien) und Lorenzo Musetti (Italien) zu tun. Die Ansetzungen lassen mich allerdings etwas ratlos zurück, weil zumindest heute und morgen je eine Partie aus jeder Gruppe zur Austragung kommen soll und nicht wie normalerweise 2 aus eine Gruppe.

Wie seit Jahren üblich, suchen auch die 8 besten Doppel ihr bestes Paar. Immer etwas im Hintergrund, dabei ist Doppel hochattraktiv. Mit Tim Pütz/Kevin Krawietz ist auch das deutsche Daviscup-Doppel dabei, das ich durchaus zu den Mitfavoriten zähle. Doch letztlich ist jedes der acht Paare für den Titel gut, die Hegemonie ist längst nicht so verkrustet wie im Einzel mit den beiden Überspielern Sinner und Alcáraz.

 

Endlich WM-Sicherheit?

 

Nach dem verheerenden 0:2 gegen die Slowakei in Bratislava hat sich das deutsche Fußball-Team gefangen und die kommenden 3 Partien gewonnen (zweimal Nordirland, einmal Luxemburg, nona). Jetzt wird es ernst für die Nagelsmann-Truppe: Nach dem Aufgalopp am Freitag in Luxemburg kommt es Montag nächster Gruppensieg in Leipzig zum Showdown gegen die Slowakei, bei dem dann aller Wahrscheinlichkeit nach ein Remis zum reicht. Bei einer Niederlage wären die WM-Hoffnungen auch noch nicht dahin, denn es gibt für die Gruppenzweiten und (vereinfacht ausgedrückt) Nations-League-Halbfinalisten noch ein Hoffnungsrunden-Turnier im Frühjahr 2026.

Nicht nur ein der deutschen Gruppe kommt es bis Dienstag (21/11) zum Abschluss der europäischen Qualifikation. In 12 Gruppen werden 12 WM-Teilnehmer ermittelt. Nur England mit demdeutschen Teamchef Thomas Tuchel hat das Ticket nach Amerika sicher. Ohne jetzt die einzelnen Gruppen zu beleuchten: Bei Top-Nationen wie Frankreich, Spanien und Portugal gehe ich zwingend von einer direkten Quali aus, Norwegen ist gegen Italien klar in der Vorderhand.
Wirklich spannend wird es zwischen den punktgleichen Schottland und Dänemark, wo nächste Woche in Glasgow noch ein direktes Duell ansteht. Meine österreichischen Freunde (kein Schmäh, erst recht nicht nach meinem Wien-Trip) haben ihre tolle Ausgangsposition durch die selten dämliche Niederlage in Rumänien verdunkelt, doch 2 Siege auf Zypern (Samstag) und in Wien gegen Slowenien, und die Rangnick-Elf wäre dabei – erstmals seit 1998 (!).

Ausscheidungsspiele gibt es in Afrika: Die 4 Länder Nigeria, Gabun, Kamerun und DR KOngo ermitteln bis Dienstag (18/11) in einem Final 4 einen Teilnehmer für ein Interkontinental-Turnier. Sportdigital+fussball wäre hier der Freund.

 

Rentiere warten auf Slalom-Stars

 

Nachdem die Riesenslalom-Spezialisten vor 2 Wochen in Sölden ihren Saison-Auftakt hatten, kommen am Wochenende die Slalom-Stars zu ihrem Recht. Die Frauen kämpfen im finnischen Levi am Samstag, die Männer am Sonntag um Triumph und Plätze. Wie immer gibt es für die Siegerin und den Sieger je ein Rentier. Mikaela Shiffrin hat schon einen ganzen Stall davon, die Amerikanerin ist wie seit einem Jahrzehnt klare Favoritin, wenn sie gesund zu einem Slalom antritt. Beachtenswert aus deutscher Sicht sind die sehr erfahrene Levi-Spezialistin Lena Dürr und Jungstar Emma Aicher (wenn diese enn durchkommt …). Bei den Männern kämpfen mehr als ein Dutzend Fahrer um den Sieg, darunter der Sechzig-Skilöwe Linus Strasser, Ösi Manuel Feller, die Norge-Band um Slalom-Weltcup-Sieger Henrik Kristoffersen sowie der Wahl-Brasillianer Lukas Braathen. Oder eben ein anderer der Top-20-Startliste.

 

Und sonst?

 

  • Basketball: 2 Spiele für den FC Bayern in de Euroleague. Am Mittwoch empfangen die Münchner (zuletzt 3 Siege in Folge) Barcelona Basket, am Freitag müssen sie in die Türkei, wo Anadolu Efes wartet.
    Am Wochenende steht das Cup-Viertelfinale an, wo die Bayern am Sonntag zum Überraschungsteam aus Trier reisen.
  • Handball: Auch hier volles Programm für die Clubs mit Europapokal (Champions League/EHCV-Cup etc) und Bundesliga am Wochenende. Hier stehen nächsten Samstag 2 Top-Spiele mit den 4 Top-Teams auf dem Programm. Ab 18 Uhr (ARD) erwartet Meister Füchse Belin den Rekord-Champions THW Kiel, danach empfängt die SG Flensburg-Handewitt in der „Hölle Nord“ den SC Magdeburg.
  • Motorrad: Saison-Ausklang in Valenia in MotoGP, Moto2 und Moto3 mit einer Armada siegeshungriger spanischer Fahrer. Nicht dabei ist allerdings MotoGP-Weltmeister Marc Marquez wegen einer komplizerten Schulterverletzung.
  • US Sport: Die NFL macht erstmals in Madrid Station. De Wert der Partie Washington Commanders vs Miami Dolphins scheint mir allerdings überschaubar, denn beide Teams dürften mit den Play-offs nichts mehr zu tun haben. Ansonsten natürlich auch NHL und NBA satt, alles zu verfolgen beim Streamanbieter des Vertrauns respektive League-Pässen.
  • Darts: Ich hab mich von den fetten Leuten (die zum Teil gar nicht mehr sooo fett sind) ziemlich verabschiedet, aber der Grand Slam in Wolverhampton sei dann doch erwähnt; neben der WM vielleicht das wichtigste Turnier. 32 Spieler sind dabei, die zunächst in 8 Vierergruppen ihr Glück versuchen. Die jeweils besten 2 kommen ins Achtelfinale, wo dann bis zum Finale (Sonntag) die K.o-Runden ausgespielt werden. Möge sich jeder seine Favoriten selbst zusammensuchen, etwa hierhttps://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Slam_of_Darts_2025

Das war die Woche, die war

Fußball und Tennis, heißt es hier. Baseball (Dodgers vs Blue Jays) in epischer Länge in gesondeten Texten. zuletzt

https://blickueberdenteich.de/ein-venezolaner-rettet-die-baseball-ehre-der-usa/

Münchner machen die Liga lächerlich

 

Bayern vs Bayer – das war in den vergangenen 2 Spielzeiten das Nonplusultra zwischen 2 Teams auf Augenhöhe. Vorbei, dass wussten alle schon vor dem Anpfiff, weil Münchens Trainer Vincent Kompany völlig freiwillig auf das 250-Millionen-Trio Kane-Olise-Diaz verzichtete. Der gestreckte Mittelfinger in Richtung Bundeslgia, wie langweilig das alles ist. Noch erschütternder war dann allerdings der Auftritt der Leverkusener, gegen die jeder Angsthase ein Hasardeur. Ergeben warteten die Werks-Kicker in de eigenen Hälfte auf die Schlachtung, heißt Gegentore, die dan auch fast zwangsläufig durch Gnabry (nach brillantem Zuspiel von Bischof), Jackson (mit dem SZ-gezählten 5. Ballkontakt) und ein Eigentor fielen. Nada, niente, nix: So trostlos ist wohl noch nie eine Rekordserie zu Ende gegeben, nämlich die von insgesamt 36 (!) Partien ohne Auswärts-Niederlage. Niederschmetternd dann auch de Auftritt von Fernando Carro tags darauf, der ein zunächst ausgeglichenes Spiel gesehen haben wollte tatsächlich auch noch (immerhin zutreffend) darauf hinwies, das RB Leipzig doch 0:6 in München vdeloren habe, man also besser sei als die Sachsen. Beschämend in jeder Hinsicht.
Der Gipfel der Demütigung dann in der sonst ereignislosen 2. Halbzeit: Auf einen Schlag brachte Kompany seine 250-Millionen-Spieler: Er brauchte sie nicht, aber er konnte es halt.
Gefühlt sind die Münchner damit schon Meister, obwohl es „nur“ 5 Punkte Vorsprung sind (plus das Fantastillliarden-Torverhältnis) auf, tatsächlich!, Leipzig, das leicht und locker mit 3:1 gegen den VfB Stuttgart gewann. Insgesamt war es ein grauer (grausamer!) Bundesliga-Spieltag mit viel Mittelmaß, was für den November und Dezember Arges verheißt.

 

Sinner wieder die Nummer 1

 

Nach dem Turniersieg von Wien war der Italiener auch beim Masters in Paris (fast) ungefährdet. Mit dem Erfolg im Finale gegen den starken Kanadier Felix Auger-Alliasime verbuchte er den 5. Titel der Saison (trotz der dreimonatigen Doping-Zwangspause zwischen Februar und Mai) und Nummer 23 insgesamt. Damit eroberte er auch die Spitze der Weltrangliste zurück, weil der völlig indisponierte Carlos Alcáraz sein Auftaktmatch gegen Cameron Norrie verlor. Allerdings ist dieser Status bis zum Jahresende gefährdet, weil Alcáraz vor dem ATP Finale kaum Punkte zu verteidgen hat im Gegensatz zu Titelverteidiger Sinner.
Alexander Zverev hatte im Halbfinale beim 0:6, 1:6 nicht den Hauch einer Chance, war allerdings gehandicapt. Mut machen dürfte dem Hamburger sein Viertelfinal-Erfolg gegen „Angstgegner“ Daniil Medwedew nach Abwehr von 3 Matchbällen. Gegen den Russen hatte er zuvor fünfmal in Serie verloren.

Einen schönen Erfolg feierte die 17-jährige Lilli Tagger aus Österreich. Die erst 17-Jährige erreichte in Jiujiang erstmals ein Finale der WTA-Tour, das sie allerdings gegen die Russin Anna Blinkowa verlor. Immerhin verbuchte sie Siege gegen die höher eingeschätte Victoria Golubic (Schweiz) und die Deutsche Tamara Korpatsch. Es scheint nur eine Frage der Zeit, wann die junge Frau (Respektgröße 1,85) mit der so wunderschönen einhändigen Rückhand zum echten Faktor in der Profitour wird. Ihre Trainerin Francesca Schiavone wird den richtigen Weg schon weisen.

 

Und sonst?

 

  • England: Souverän bleibt der FC Arsenal Tabellenführer  nach dem 2:0 beim FC Burnley: Kein einziger Schuss kam aufs Tor der Londoner. Apropos London: Das Stadtderby zwischen Tottenham und Chelsea entschied der Clubweltmeister (Chelsea) für sich und ist nun mit Repektabstand auf Arsenal (7 Zähler) punktgleich mit den Spurs.De FC Livepool beendete mit dem 2:0 vs Aston Villa die Rekord-Pleitenserie von 5 Partien in Folge.
    3. Liga: 1860 kann Tabellenführer: Vor 2 Wochen besiegten die Löwen den MSV Duisburg, jetzt folgte ein 3:0 gegen Energie Cottbus. Über das leider kaum eine sprach, weil ein Volltrottel in der 2. Halbzeit glaubte, den Gästespieler mit Affenlauten und rassistischen Brüllereinen zu bedenken. Trost für mich: Die Kurve reagierte, identifizierte den Täter, der abgeführt wurde und brüllte ihrerseits: „Nazis raus!“ Sportlich wäre es jetzt halt hübsch, wenn Sechzig auch gegen Nicht-Spitzenreiter bestehen könntgen, wie wäre es nächsten Sonntag bei Jan Regensburg?
  • Handball: Die deutschen Männer trugen 2 Länderspiele gegen Island aus, die schon als Tests für die EM im Januar firmieren. Es gab in Nürnberg ein 42:31 und in München ein 29:31. Ich selbst halbe nix gesehen, aber: Nach der überzeugenden Leistung am Donnerstag mit einem überragenden Juri Knoll schlichen sich am Sonntag viele Fehler ein und einem eher schwächelnden Juri Knoll. Trainer Alfred Gslasson scheint alledings insgesamt noch viel Arbeit zu haben, allerdings sieht er seine Spiele erst Mitte Dezember wieder.
  • Basketball: Die bayern haben in der Euroleague 2 Heimsiege gelandet. Nach dem Erfolg gegen Real Madrid
    https://blickueberdenteich.de/ganz-kurzzeitig-ein-vip-beim-basketball/
    folgte gegen Virtus Bologna ein letztlich überzeugendes 86:70. NBA-Neuzugang Spencer Dinwiddie gab dabei sein Debüt und schaffte immerhin 6 Punkte und 3 Assists.
  • Leichtathletik: Ein ganz Großer des Marathons hat sein letztes Rennen bestritten. Eliud Kipchoge lief die 42,195 Kilometer (ohne um den Sieg mitzurennen) und hat damit alle großen Stadt-Marathons absolviert. Der 40-Jährige hielt mit seinen 2:01,09 lange den Weltrekord und war in einem allerdings inoffiziellen (Labor-Rennen in Wien (mehrere, sich abwechselnde und zwischedurch pausierende Tempomacher) als bis dato einziger Mensch unter der 2-Stunden-Marke geblieben.
    Den Sieg in New York sicherte sich Benson Kipruto. Bemerkenswert der Frauen-Streckenrekord bei widrigen Verhältnissen: Die Kenianerin Helen Obiri blieb in 2:19,51 Sekunden fast 3 Minuten unter der bisherigen Bestmarke.

 

 

 

 

Das wird die Woche, die wird

Champions League, Tennis-Saisonfinali bei Frauen und Männern und die Formel 1 nähert sich dem Saisonende

 

Bayern-Run – wird er von PSG gestoppt?

 

15 Saisonspiele, 15 Siege – so lautet die makellose Bilanz der Münchner in Bundesliga (9), Champions League (3), DFB-Pokal (2) und Supercup gegen den VfB Stuttgart. Jetzt wartet die nominell schwierigste Aufgabe, die Partie in der Königsklasse beim Titelverteidiger Paris Saint Germain (Di., 21:00). Die Franzosen sind allerdings recht mühevoll in die Spielzeit gestartet, brauchten etwa am Samstag gegen OGC Nizza ein Tor in der 4. Minute der Nachspielzeit für den 1:0-Erfolg. Letztlich ist es allerdings fast egal, wie es ausgeht, denn diese Saison dürfte dem FCB der direkte Sprung ins Achtelfinale gelingen (wie auch PSG). Gut für die Psyche wäre ein Erfolg in Paris natürlich trotzdem. Auch für Borussia Dortmund sieht es diesbezüglich gut aus, dementsprechen gelassen können sie nach Manchester zu City fahren (Mi., 21:00), wo ihr Ex-Stürmer Erling Haaland zurzeit alles kurz und klein schießt.

Dringend Punkte benötigen dagegen die anderen beiden deutschen Vertreter: Eintracht Frankfurt hat dabei beim italienischen Meister SSC Neapel eine extrem schwierige, ja fast unlösbare Aufgabe angesichts der derzeitigen verfassung der Hessen (Di., 18:45). Bayer Leverkusen hilft bei Benfica Lissabon nur ein voller Erfolg wirklich weiter (Mi., 21:00).

 

In der Europa League muss der SC Freiburg nach Nizza (Do., 18:45), während der VfB Stuttgart Feyenoord Rotterdam erwartet. Ein atttraktives Spiel wartet auf Sturm Graz, das Nottingham Forest empfängt.

 

Sinner oder Alcaraz – wer beschließt 2025 als Nummer 1

 

Die ATP Finals der Männer gehen in Turin ab Sonntag über die Bühne. Neben den Titel geht es auch um die Frage, wer 2025 der beste Spieler der Welt war und als Nummer 1 das nächste Jahr angeht. Zurzeit ist Sinner zwar Weltranglisten-Führender, allerdings hat er aus dem vergangenen jahr viel mehr Punkte zu verteidigen als der Spanier. Heißt (ohne das Ganze bis ins Letzte ausgerechnet zu haben). Sinner muss seinen Titel unbedingt verteidigen und zudem darauf hoffen, dass Alcáraz nicht ins Halbfinale kommt.

Noch steht das Feld für Turin nicht fest: Um den achten und letzten Platz kämpfen im Fernduell Felix Auger-Alliasime (diese Woche in Metz) und Lorenzo Musetti (Athen). FAA hat dabei 160 Punkte Vorsprung, das bedeutet, Musetti muss das Turnie gewinnen und auf ein frühes aus des zurzeit in glänzender Form spielenden Kanadiers hoffen.

 

Die Frauen haben ihr Endturnier in Riad schon begonnen und den ersten Gruppenspieltag (2 à 4 Spielerinnen) absolviert. Gleich vier US-Ameikanerinnen sind dabei, von denen allerdings nur Jessica Pegula (vs Landsfrau Coco Gauff) zum Auftakt siegte. Die gerade noch ins Feld gerutschte Lena Rybakina überraschte mit einem Erfolg gegen Amanda Anisimova, schadlos hielten sich die Turnier-Favoritinnen Aryna Samablenka (vs Jasmine Paolini) und Iga Siatek (vs eine angeschlagene Madison Keys).

 

McLaren-Duell spitzt sich zu – mit der Würze Verstappen

 

Hochspannung in der Formel 1 (naja, wens interessiert) vor dem Grand Prix von Brasilien am Wochenende in Rio. Vor dem viertletzten Rennen fürt Lando Norris mit gerade einem Punkt Vorsprung auf TeamgefährteRivale Oscar Piastri, der gerade ziemlich nach der Sommer-Form sucht. Teamorder ist da ausgeschlossen, was wiederum dem lauernden Titelverteidiger Max Verstappen zu Gute kommen könnte, der nur noch 36 Punkte Rückstand auf Norris hat. Auf dem Programm stehen der Sprint am Samstag (8 Punkte für den Sieger) und das Hauptrennen am Sonntag (wie üblich 25).

 

Und sonst?

 

  • Bundesliga: Das Meisterschafts-Rennen scheint für Bayern schon entschieden, also gilt die Konzentration dem Abstiegskampf: Dort steht für Borussia Mönchengladbach nach dem Sieg bei St. Pauli das enorm wichtige Heimspiel gegen den 1. FC Köln an (Sa., 18:30). Eine Niederlage gegen rheinischen Erzrivalen wäre in jeglicher Hinsicht ein Desaster.
    Ansonsten eher ein Spieltag Grau in Grau, immerhin garniert mit weiteren regionalen Duellen am Sonntag (VfB – Augsburg/17:30 und Frankfurt – Mainz/19:30).
  • England: Match des Spieltags ist das Spiel ManCity vs FC Liverpool. Die Reds habenam Samstag endlich mal wieder in der Premier League gewonnen (2:0 vs Aston Villa), doch bei den Cityzens wird sich zeigen, ob das Team die Kurve gekriegt hat. Der absurd abwehrstarke FC Arsenal (erst 3 Gegentreffer, kaum zugelassene Torschüsse) hat bei Aufsteiger FC Sunderland (mit Ex-Spieler Granit Xhaka) eine durchaus knifflige Aufgabe.
  • Handball: Nach den zwei Island-Länderspielen (Sieg und Niederlage fürs deutsche Team) geht es wieder in der Bundesliga rund. Vieles läuft nach einem knappen Saisondrittel auf einen Titel-Dreikampf zwischen der SG Flensburg-Handewitt (18 Punkte/10 Spiele), SC Magdeburg (17/9) und THW Kiel (16/10) hinaus. Dieses Trio hat mit HSV Hamburg, den Rhein-Neckar Löwen und Bergischer HC durchweg lösbare Heimspiel vor sich. Überraschungsteam bisher ist der TBV Lemgo auf Rang 4, der seinen Vorgänger in dieser Hinsicht aus der vergangenen Spielzeit, Hannover-Burgdorf, empfängt.
    Zuvor gibt es am Mittwoch, Donnerstag noch die 2. Pokalrunde.
  • Basketball: Unfassbar, aber es gibt diese Woche nur einen Euroleague-Spieltag. Die Bayern müssen zu Paris Basketball (Do., 21:00), die wie die Münchner eine 4:4-Siegesbilanz haben.
  • Motorsport: Die Rallye-WM setzt sich in Japan fort. Das Top-Trio Elfyn Evans (247), Sebastien Ogier und Kalle Rovenperä (je 234) trennt nur 13 Punkte. We die Gesamt-Rallye über die 3 Tage gewinnt, erhält 25 Zähler (Zweiter: 18, Dritter: 15), dazu gibt es eine gesonderte Punkte für die letzte Wertungsprüfung und die sogenannte Power Stage (jeweils (5-4-3-2-1). Wenn ichs richtig abgeschrieben habe …

Das wird die Woche, die wird

Fast schon ein sportliches Sparprogramm: Tennis in Paris (nicht RG), Pokal (ohne Neuer), aber natürlich voller Ligabetrieb national und internatikonal

 

Punktesammeln  für Turin

 

Noch sind erst 4 der 8 Plätze fürs ATP Final fix vergeben (Alcáraz, Sinner, Djokovic, Zverev), aber auch die nachfolgenden 4 (Fritz, Shelton, de Minaur, Musetti) haben vorm Masters in Paris-Bercy schon einen Respektabstand zum Neunten: Felix Auger-Alliasime müsste schon mindestens ins Halbfinale kommen, damit er sich die Chance erhält, Casper Ruud und Daniil Medwedew gar gewinnen.
Auf die Profis wartet fst schon ein Unikum: ein Masters innerhalb von tatsächlich nur einer Woche, was eh nur möglich ist, weil keine frauen dabei sind. Nur Monte Carlos leistet sich noch diesen „Luxus“. Der große Vorteil: ein wirklich komprimierrtes Programm, wo die Gesetzten ab Dienstag höchstens einen Tag frei haen bis ins Finale am Sonntag.
Jannik Sinner kommt mit einem Wiener Turniersieg in die französische Hauptstadt, Carlos Alcáraz pausierte, und Novak Djokovic ha die Teilnahme abgesagt. Dabei ist auch Daniel Altmaier. Er hat die 1. Runde gegen Marcos Giron gewonnen und trifft nun auf Casper Ruud.

 

Top-Schlager in der 2. Pokalrunde

 

Im Blickpunkt stehen am Dienstag das Duell der beiden Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund (18:30) und am Mittwoch 1. FC Köln gegen Bayern München. Die Bayern, zuletzt 2020 Cupsieger (in ihrer Sextube-Saison mit Trainer Hansi Flick) müssen ohne ihren Alles-Spieler Manuel Neuer auskommen. Der Weltmeister von 2024 ist noch wegen seiner Roten Kartei vor ziemlich genau einem Jahr gegen Bayer Leverkusen gesperrt. Jonas Urbig vertrat ihn schon am Samstag in Mönchengladbach und sammelte Spielpraxis. Jetzt tritt er gegen seinen Ex-Club Köln an, was der Partie zusätzlichen Pfeffer gibt.
Weitere charmante Duelle: Die Bundesligisten Mainz und Stuttgart treffen am Mittwoch aufeinander (am Sonntag gab es diese Partie schon in Stuttgart), genau wie Heidenheim und der HSV (Dienstag. Für mich interessant: das Ost-Duell zwischen dem FC Energie Cottbus, den ich beruflich lange betreute gegen RB Leipzig.
Die Auslosung der 3. Runde leider erst am Sonntag in der ARD-Sportschau und nicht im unmittelbaren Anschluss an die Mittwoch-Partien.

 

Und sonst?

 

  • Frauenfußball: das deutsche Team mit Chancen aufs Nations-League-Finale. Am Dienstag treten sie zum Halbfinal-Rückspiel (21:10!) an und verteidigen einen 1:0-Sieg aus dem Hinspiel. Gegner im Endspiel wäre höcchstwahrscheinlich Spanien (4:0-Hinspieltriumph in  Schweden)
  • Basketball: Bayern – Real – diese charmante Euroleague-Partie gibt es am Dienstag im SAP Garden (20 Uhr). Bereits am Donnerstag das nächste Heimspiel der Münchner gegen Virtus Bologna (20:30). Zwei Siege sind Pflicht, dasmit sie.icht zu früh den Anschluss an die Play-In-Plätze verlieren.
  • Handball: 2 Testspiele der deutschen Männer gegen Island am Donnerstag (19:30/Nürnberg) und Sonntag (17:15/Münchner SAP Garden).
    Die Frauen spielen vor ihrer WM ab Ende November in Frankreich noch Bundesliga respektive Europapokal.
  • Baseball: Diese Woche die Entscheidung in der World Series zwischen den LA Dodgers und Toronto Blue Jays mit den Partien 3 bis 7. Zurzeit steht es 1:1. (Viel) mehr in gesonderten Texten.
  • Tennis: Frauen-Turniere in Jiujiang (deutsches Achtelfinale: Korpatsch vs Seidel), Hongkong (Bencic, Fernandez, Lys) und Chennai (Freidsam abgesagt).

Das wird die Woche, die wird

Ski-Weltcup, und der echte Clasico. Und die Münchner stimmen am Sonntag ab, ob sie Olympia in ihrer Heimatstadt haben wollen, irgendwann einmal.
Ach ja: In der Nacht zu Mittwoch beginnt die NBA, in der zu Samstag die World Series. Beides hier in gesonderten Texten zu verfolgen.

 

Ja is scho wieder Weihnachten Skifahren?

 

Wie immer am letzten Oktober-Wochenende geben sich die Skifahrer in Sölden die Ehre. Besser gesagt die besten Riesenslalomfahrerinnen (Samstag) und Riesenslalom-Fahrer (Sonntag), die recht kurze, aber selektive Strecke am Rettenbachferner in Angriff nehmen. Federica Brignone und Marco Odematt sind die Teitelverteidiger im Gesamtweltcup, doch da es ein Olympia-Winter ist,  stehen natürlich alle Rennen in Zeichen von Cortina respektive Bormio. Brignone wird nach ihrem schweren Sturz im April bei den italienischen Meisterschaften (Schien- und Wadenbeinbruch) laut eigener Aussage ohnehin erst „frühestens Mitte Januar“ wieder in die Wettbewerbe einsteigen können.
Ein 2. Comeback nach 2024 wagt Marcel Hirscher, das mit einem Kreuzbandriss abrupt endete. Ob und in welcher Form er in Sölden antritt, vielleicht weiß er es selber.

 

Der echte Clasico

 

Nachdem die Bayern den „deutschen Clasico“ am Ende recht mühsam gegen Borussia Dortmund für sich entschieden haben, kommt es am Sonntag zum „echten Clasico“, also der Auseinandersetzung in der Primera Division zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona. Ganz unprätentiös für 15:45 Uhr hat La Liga den Schlager angesetzt (wie schon öfter in den vergangenen Jahren), die Partie spricht für sich und wird die Fußball-Freunde schon aus der ganzen Welt anlocken (DAZN in Deutschland). Barca und Real sind gut, aber nicht überragend in die Saison gestartet, führen die PD allerdings schon wieder an.
Nicht auf der Trainerbank sitzen wird allerdings der deutsche Barca-Coach Hansi Flick. Er handelte sich am Samstag beim harterkämpften 2:1 gegen den katalonischen Rivalen FC Girona in der Schlussphase erst Gelb, dann Gelb-Rot ein und muss gesperrt für den Innenraum mit einem Platz auf der Tribüne vorlieb nehmen. Da hat er wenigstens beste Aussicht aufs Geschehen. Verletzt fehlen wird bei Barca Robert Lewandowski, der angeblich Abwanderungspläne hegt, bei Real muss Antonio Rüdiger passen, der im April beim Cup-Finale zwischen den beiden Teams völlig die Beherrschung velor. Jetzt allerdings ist der Nationalverteidiger verletzt …

 

Das ACH-Tennis-Doppel

 

„ACH! steht für Österreich (Austria) und die Schweiz (CH), hier also für die parallel ausgetragenen Hallenturniere in Wien und Basel. Wie in den Jahren zuvor haben sich fast alle Weltklassespieler für das eine oder andere Turnier entschieden (nicht: Carlos Alcáraz und Novak Djokovic, die pausieren), weil hier wichtige Punkte im Race fürs Saisonfinale in Turin verteilt werden, das die besten acht Profis des Jahres erreichen.
Wimbledon- und Melbourne-Sieger Jannik Sinner steht als Teilnehmer dafür schon längst fest, er wird dennoch das Feld von Wien anführen. Dort gewann er 2023, was die stolzen Wiener als endgültigen Durchbruch in die Weltspitze werten. Alexander Zverev ist an Nummer 2 gesetzt vor Alex De Minaur und Lorenzo Musetti. Daniel Altmaier hat die zweifelhafte Ehre, dass er sein Erstrundenmatch gegen Sinner bestreiten darf. Vielleicht ist dieser noch müde vom Geldzählen nach seinem Triumph in Saudi-Arabien, wo er dafür 6 Millionen Dollares kassierte … Nicht ganz so viel Preisgeld erhielt zwar Daniil Medwedew für den Erfolg in Almaty, Rückenwind gibt er dem Russen allemal und auch ein paar Punkte auf dem Weg nach Turin.
In Basel führen die beiden US-Amerikaner Taylor Fritz und Ben Shelton das Feld an. Mit dem Turniersieg von Stockholm reist Christian Ruud in die Schweiz. Auch der Kanadier Felix Auger-Alliasime (Brüssel) kann einen gerade errungenen Turnier-Triumph vorweisen.

 

OlympiJa oder NOlympia

 

Vor dieser Frage stehen die Münchner nächsten Sonntag, wenn sie aufgefordert sind, im Wahllokal ihres Vertrauens das Kreuzerl an der richtigen Stelle zu machen. Ihre Entscheidung ist Grundvoraussetzung dafür, ob es überhaupt 2036 oder 2040 oder gar erst 2044 Olympische Spiele in der Landeshauptstadt geben wird. Es gibt für mich (auch ganz persönlich) Gründe pro und contra. Welche für mich letztlich den Ausschlag geben, habe ich auch eine Woche vor Abgabeschluss (18 Uhr, Ende der Sommerzeit nicht vergessen!) noch nicht endgültig entschieden. Am Freitag oder Samstag werde ich hier meine Pro- und Contraliste und Anmerkungen dazu erstellen. Natürlich ist auch die Briefwahl möglich, aber diejenigen haben ihre Wahl eh schon getroffen und den Bogen schon abgeschickt.

 

Und sonst?

 

  • Champions League: Schon der 3. Spieltag und wieder mit 18 Partien von denen jene von Bayer Leverkusen gegen Titelverteidiger PSG herausragt (Di., 21 Uhr, Amazon Prime). Auch vom Namen her interessant klingen Arsenal – Atlético (Di., 21.00), Eintracht Frankfurt – Liverpool (mit Ex-Frankfurter Hugo Ekitiké und Flo Wirtz, aber mit 4 Niederlagen en suite im Gepäck) sowie Real – Juve (beide Mi., 21.00), einem CL-Endspiel von 1998 (1:0 für Real mit Jupp Heynckes auf der Bank …).
  • Bundesliga: Nominelles Top-Spiel (Sa., 18:30) ist die Partie zwischen BVB und Köln. Der FC Bayern gastiert schon um 15:30 Uhr bei der kriselnden Borussia aus Mönchengladbach. Bayer Leverkusen darf sich am Sonntag (15:30) gegen den SC Freiburg versuchen.
  • Internationale Ligen: Ungewöhnliche Anstoßzeit in der Premier League, wenn am Samstag um 21 Uhr der FC Brentford den FC Liverpool empfängt.
    Italien:  Napoli – Inter, das Meisterduell der vergangenen beiden Jahre (Sa., 18:00). Beide Clubs grüßen punktgleich von der Tabellenspitze (gemeinsam mit der Roma). Überhaupt Riesenspannung in der Serie A, man könnte neidisch werden, bis man die oft maroden Stadien erblickt …
  • Tennis: Die Frauen spielen in Tokio, wo Lena Rybakina den letzten offenen Platz fürs Saisonfinale in Riad näherkommen will. Außerdem dabei ist auch Eva Lys nach souverän überstandener Qualifikation. In Guangzhou versucht Tatjana Maria ihr Glück.
  • Formel 1: Ohne Unterbrechung geht es von Austin nach Mexiko. Die McLarens zur Unzeit in der Schaffenskrise? Oder: Etwa DOCH Max Verstappen?
  • Turn-WM in Indonesien: Allerdings ohne die AthletInnen aus Israel, die die muslimischen Gastgeber ausgeschlossen haben. Weder Weltverband noch CAS sehen darin ein größeres Problem, ich finde das einen unfassbaren Skandal (sowohl den Ausschluss als auch de praktisch nicht vorhandene Protest der Turngemeinde), auf den ich morgen oder Dienstag noch mal eingehen werde.

 

 

Das wird die Woche, die wird

Mein Hauptaugenmerk richtet sich zu den Play-offs der MLB, wo sie mittlerweile im Halbfinale angelangt sind. Darüber plane ich für einen gesonderten Text.
Ansonsten natürlich Fußball, Formel 1, und ein erster Blick zur NHL

 

Gigantenduell auf kleiner Flamme

 

Bayern – Dortmund, das war jahrelang das  Bundesliga-Duell schlechthin, der deutsche Clasico in Anlehnung zu Real vs Barca. Jetzt allerdings, wenn die beiden Teams am Samstag (18:30 Uhr/Sky) in der Münchner Arena aufeinandertreffen, ist von übergroßem Kribbeln wenig zu spüren. Zu überlegen scheinen die Bayern nach den 6 klaren Auftaktsiegen in der Liga.
Dabei ist der BVB sehr ordentlich in die Saison gestartet mit 4 Siegen und 2 Remis. MIt zwar nicht überragenden, aber doch grundsoliden Leistungen (fast) ohne erratische Aussetzer. Niko Kovac ist es gelungen, das Team zu konsolidieren, Spieler wie Karim Adeyemi und auch Julian Brandt blühen auf.
Das geht halt etwas unter im Schatten der überragenden Münchner, die mit einer absurden Überlegenheit bisher durch die Liga cruisen (Torverhältnis: 25:3!). Sollten sie auch am Samstag gewinnen, haben sie schon 7 Punkte Vorsprung auf den BVB, und sonstige Verfolger sehe ich ohnehin nicht (nach dem 0:6 von RB Leipzig in München zum Saisonstart weigere ich mich, die Sachsen als solche anzusehen).
Schon am Freitag empfängt der 1. FC Union die Fohlen von Borussia Mönchengladbach. Die Gladbacher warten als einziges Team nach 6 Spielen noch auf einen vollen Erfolg, mal sehen ob Eugen Polanski als Intereims-Coach mit einem guten Ergebnis Werbung in eigener Sache machen kann und aus „Interims“ sogar „Dauer“ wird.

 

Kann Verstappen die McLarens stressen?

 

Die Formel 1 macht am Wochenende in Austin Halt, das 2. von insgesamt 3 Rennen in den USA nach Miami und vor Laa Vegas. Noch immer führen die McLarens mit Oscar Piastri (336 Punkte ) und Lando Norris (314) klar vor Titelverteidiger Max Verstappen (Red Bull/273). Doch zum einen zeigte sich der Holländer und vor allem auch sein Bolide nach einem traurigen Sommer, aber offenbar wirkreichen Pause zuletzt stark verbessert, zum anderen knirscht es intern bei McLaren. Eine klare Teamorder gibt es nicht, wohl aber wechselseitige Beschuldigung der Fahrer, dass jeweils der andere bevorzugt werden würde.
Noch scheint der Vorsprung komfortabel (und der sichere Konstrukteurs-Titel dürfte manch Gemüt beruhigen), aber die Nerven liegen zumindest etwas blank (vielleicht auch Wunschdenken aller, die noch etwas Spannung wünschen).

 

Draisaitl und Co. schon in voller Aktion

 

Sträflich vernachlässigt habe ich die NHL, die schon vergangene Woche in die neue Saison startete. Für die Edmonton Oilers, zuletzt zweimal erst in der Finalserie an den Florida Panthers gescheitert, gibt es auch dieses Mal nur ein Ziel: endlich den verdammten Stanley Cup wieder nach Edmonton holen. Connor McDavid setzte da ein großartiges Zeichen, als er bei seinem Vertrag nicht auf den letzten (Kanadischen) Dollar pochte, damit sein Team sich noch anderweitig verstärken könne. Ganz langsam schließt sich aber das Zeitfenster für den besten Eishockeyspieler der Welt mit seinen 28 Jahren, genau wie für seinen kongenialen deutschen Sturmpartner Leon Draisaitl, der am 27. Oktober 30 Jahre alt wird.
Ich verzichte hier auf große Favoriten-Analysen: Irgendwie die Play-offs erreichen (je acht Teams im Westen und Osten), und dann beginnt im April alles von Neuem. Die bisherigen Partien (2 bis 4 pro Team) taugen für mich noch nicht mal für eine Tendenz.
Leider noch die Hiobsbotschaft für Titelverteidiger Flordia, dass sie in der gesamten Saison auf ihren großartigen Kapitän Alexander Barkov verzichten müssen. Für mich als Finnen-Fan eine wirklich traurige Nachricht, zumal Barkov auch fürs Olympia-Turnier flachfällt.

 

Israels Turner bleiben ausgeschlossen

 

Die Turn-WM beginnt am Sonntag, doch schon bevor es los geht, gibt es einen veritablen Skandal. Gastgeber Indonesien will den israelischen Sportlern kein Visum erteilen, den Verband also ausschließen. Ein klarer Bruch des muslimisch geprägten Staates gegen alle Regeln und Usancen, der eigentlich mit dem sofortigen Entzug der Titelkämpfe geahndet werden müsste. Doch (Sport)-Politik geht anders als nach festen Regeln. Der oberste Sportgerichtshof CAS lehnte einen israelischen Eilantrag auf Zulassung glatt ab, das Widerspruchsverfahren läuft. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass es zur Absage der WM kommt, dafür ist auch der Weltturn-Verband viel zu korrupt. Die Sportler der anderen Länder müssten eigentlich die WM boykottieren, aber sie ist halt der Höhepunkt des Jahres.

 

Und sonst?

 

  • 2. Liga: Hannover vs Schalke – tatsächlich ein Spitzenspiel im Unterhaus (Fr., 18:30 Uhr). Die Schalker erstaunlich gefestigt, Hannover nach Traumstart etwas auf dem Boden der Tatsachen.
    3. Liga: Meine Löwen mit neuem Trainer (immerhin haben sie mit Markus Kauczinski recht schnell gefunden). Die Aufgabe zum Debüt könnte schwerer kaum sein, denn am Sonntag (16:30) kommt der schon recht klare Tabellenführer MSV Duisburg ins Grünwalder Stadion.
  • Internationale Ligen, England: Liverpool vs Manchester United, die Partie der beiden klar erfolgreichsten Teams der Premier League (So., 17:30). Beide Mannschaften zurzeit auf Formsuche; das gilt bei den Reds vor allem auch für den Deutschen Florian Wirtz, dem die 125-Millionen-Ablöse noch zentnerschwer auf den Schultern zu liegen scheint. „007“, heißt zurzeit der Spott, also 7 Spiele, 0 Tore 0 Assists.
    Spanien: Vorne in der Primera Division wie gehabt Real (21) und Barca (19). Das Fernduell diese Woche lautet: Barca – Girona (Sa., 16:15), Getafe – Real (So., 21:00).
  • Handball: Erstaunlich bisher für mich der VfL Gummersbach auf Platz 2. Am Sonntag wartet ein schönes Duell beim HSV Hamburg.
    In der Champions League sind die deutschen Clubs gut gestartet. Der SC Magdeburg muss am Mittwoch bei Pick Szeged ran, die Füchse Berlin erwarten tags darauf Kolstad.
  • Basketball: Achtelfinale im deutschen Pokal. Ins Auge sticht die Partie zwischen Ex-Meister Alba Berlin (total umgekrempelt) und Vizemeister ratiopharm Ulm.
    Der FC Bayern empängt erst am Montag Braunschweig. Zuvor 2 weitere Spiele in der Euroleague (Dienstag vs Milano, Donnerstag bei Fenerbahce).
  • Motorsport: Die Central European Rallye steht am Wochenende an. Ausgangspunkt ist Passau, gefahren wird außerdem in Tschechien und Österreich. Schöne Idee so ein verbindender WM-Lauf in 3 rallye-begeisternen Ländern.In de Fahrerwertung führt der Franzose Sébastien Ogier mit 224 Punkten vor Elfyn Evans (GB/222) und Kalle Rovenperä (Finnland/203).
  • Tischtennis: Stell Dir vor, es ist Mannschafts-EM und kein Timo Boll. Tatsächlich muss das deutsche Team nach dem Karriere-Ende im kroatischen Zadar auf sein Aushängeschild und zigfachen Europameister verzichten. Favorit sind die Männer und Frauen trotzdem.
    Bei den Männern ist der erstaunliche Bendedikt Duda in die Bresche gesprungen (mittlerweile Nummer 9 der Weltrangliste).
    Bei den Frauen ist die mittlerweile 19-jährige Annett Kaufmann zur Führungspielerin avanciert, suchte aber beim knappen Auftakt-Erfolg (3:2) gegen Ana Tofant noch nach ihrer Form.
  • Tennis: Diese Woche gibt es Frauen-Turniere in Ninbo (Andreewa, Paolini, Rybakina, Muchova) und Osaka (Osaka, Mertens, Fernandez) sowie bei den Männer in Brüssel (Musetti, Auger-Alliasime, Lehecka), Stockholm (Rune, Ruud, Shapovalov) und Almaty (Katschanow, Medwedew, Cobolli).
  • Ein trauriges Kapitel für sich ist der Six King Slam: Es gibt hier keine Weltranglistenpunkte, dafür Fantastilliarden an Preisgeld (Antritt: 1,5 Millionen Euro, Turniersieg 4,5 Millionen=mehr als ein Grand Slam) an Preisgeld. Also folgen alle trotz größter körperlichen Beschwerden dem Ruf des Geldes: Jannik Sinner (Aufgabe in Schanghai), Carlos Alcáraz (Absage für Schanghai), Novak Djokovic, Alexander Zverev, Taylor Fritz und Stefanos Tsitsipas. Aber über einen zu vollen Terminkalender jammern, einfach nur widerwärtig und geldgierigst.