Start der Champions League ohne Überraschungen

Das war er also, der 1. Spieltag der  Fußball Champions League im neuen Format. Von den einen mit viel Spannung erwartet, von den anderen eher gelangweilt entgegengesehen. Große Überraschungen sind ausgeblieben. Am ehesten verwunderte noch das 2:1 der AS Monaco gegen Barca, allerdings sind die MOnegassen sehr gut in die Saison gekommen. Und die Stadt Madrid muss etwas haben, weil Auswärtsteams dort einfach nicht gewinnen können.
Ein Ärgernis für mich: Überall steht geschrieben, dass das Fangnetz Europa League nun nicht mehr gegeben ist. Formal durchaus richtig, doch auch im früheren Format sind die Gruppenletzten gänzlich ausgeschieden, in der vergangenen Saison immerhin namhafte Teams wie Manchester United, der 1. FC Union und FC Sevilla. Ich würde mal behaupten, dass es das in der Form nicht mehr gegeben wird.. Rechnerisch scheiden jetzt 12 von 36 Teams anstatt 8 von 32 aus, dafür bleben 24/36 anstatt 16/32 in der Königsklasse. Zwei Drittel verbleiben also nach 144 Partien  im Wettbewerb, finde den Fehler.

Ein Experiment

Ich behaupte ja immer, dass in der CL alles so vorhersehbar ist. Das möchte ich mit einem Experiment unterstreichen. Ich nenne jetzt die 8 Teams, die unter die besten Acht kommen, also sich die Zwischenrunde ersparen,  und die 12 Teams, die ausscheiden. Natürlich wird dieser Tipp nicht zu 100 Prozent aufgehen, aber mich würde es arg wundern, wenn einer „meiner“ der besten Acht ganz rausfliegt und umgekehrt.. Um es noch spannender wird. Die Clubs in VERSALIEN sind für mich gesetzt. Ich habe dabei weder den Spielplan genau im Kopf, geschweige denn im Tabellenrechner durchgetippt.

Die Top 8 (beliebige Reihenfolge=

MANCHESTER CITY, REAL MADRID, BAYERN MÜNCHEN
FC Liverpool, FC Arsenal, Paris St. Germain, Inter, Bayer Leverkusen

Bottom 12
DINAMO ZABREB, YOUNG BOYS BERN, SLOVAN BRATISLAVA, RS BELGRAD, FC SALZBURG
Sturm Graz, Feyenoord, Sparta Prag, Stade Brest, FC Brügge, FC Girona, OSC Lille

Erkenntnis: Bei den Botton 12 tat ich mich ziemlich schwer. Der Kampf um Platz 24 dürfte letztlich das größte Spannungsmoment sein, weil es um Ausscheiden/Nicht Ausscheiden geht. Auch Platz 8 ist natürlich wichtig aufgrund des Freiloses in der 1. Play-off-Runde, aber halt das Fangnetz Zwischenrunde. Der Kampf um die einzelnen Plätze ist dagegen eher nur eine Scheinspannung.

Ciao Totò

Verdammter Krebs. In diesem annus horribilis (nicht nur) des Weltfußballs hat Toto Schillaci den Kampf um sein Leben am Diestagabend verloren. Nur 59 Jahre wurde der Sizilianer alt. Der italienische Fußball trauert um eine weitere Sturmlegende: In diesem Jahr sind schon Gianluca Vialli und Gigi Riva gestorben.
Salvatore Schillaci tanzte nur einen Sommer auf der ganz großen Fußball-bühne, aber wie. Die Heim-WM 1990 wurde die Seine. Als Ersatzmann rutschte er gerade noch so in den Kader, wahrhaft nicht unumstritten, weil er bei Juventus keine überragende Saison hinter sich hatte. Im ersten Spiel gegen Österreich wurde der damals 24-Jährige eingewechselt, und köpfte kurz darauf das Siegestor zum 1:0. Der Weg in die Stammelf war geebnet, und in den folgenden sechs Partien traf Totó weitere fünfmal. Zum Titel reichte es nicht wegen der dramatischen Halbfinal-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Argentinien. Seine Tränen danach gingen zu Herzen, und die Italiener haben ihn nie vergessen. Die Journalisten wählten ihn trotz des verpassten Titels zum Spieler des Turniers, nicht WM-Kapitän Lothar Matthäus oder Endspiel-Siegtorschütze Andi Brehme oder gar die argentinische Legende Diego Maradona. Es sollte eigentlich Viallis WM werden, und es wurde die von Totó Schillaci.
Doch er erreichte diese grandiosen Leistungen nicht mehr. Nach enttäuschenden Jahren bei Juve und Inter zog es ihn nach Japan, wo er ein kleines Revival startete und in der (international zweitklassigen) J-League immehin 68 Tore in 100 Partien erzielte. Auch dort verehren ihn die Menschen bis heute.
In diesem einen tollen Sommer bestach Schillaci nicht nur durch seine Tore. Er lebte seinen Italienern die Leidenschaft vor und auch, dass man mit dieser Leidenschaft es von ganz unten aus den Armenvierteln von Palermo nach oben schaffen kann. Die weit aufgerissenen Augen nach jedem seiner Tore wurden geradezu ikonisch.

https://www.youtube.com/watch?v=bMLYl1kM5fs

Das wird die Woche, die wird

Start der internationalen Wettbewerbe im Fußball, und nach und nach beginnen auch die nationalen Ligen ihren Betrieb wie diese Woche die DEL. Außerdem interessiert mich vor allem der Fortgang in der Fomel 1.

Champions League im neuen Gewand

Die Gruppenphase ist tot, es lebe die Ein-Liga-Vorrunde. So könnte man die Neuordnung der europäischen Wettbewerbe bezeichnen, die ab heute beginnen. Die erste Woche gehört exklusiv der Champions League, wo sich 36 Teams messen. Nächste Woche ziehen Europa und Conference League nach.
Größer, spannender, besser, verspricht es die UEFA, und die übertragenden Sender (in Deutschland: DAZN und Prime) sowie einige Medien (Bild) äffen es nach.
– Zumindest das „Mehr“ stimmt: Insgesamt 203 Spiele gibt es, und jedes Team hat garantierte 8 Partien anstatt wie bisher 6 in der Vorrunde.
– aber das „Spannend“ wage ich zu bezweifeln, denn von den 36 Teams kommen gleich 24 in die K.-o.-Runde. Für die großen Mannschaften wird es nahezu unmöglich auszuscheiden, weil es nicht mehr die sogenannten Todesgruppen gibt und Niederlagen zum Auftakt leichter zu kompensieren sind. Dieses Jahr gibt es wenigstens den Spannungsbogen der Premiere und den aufregenden Umstand, dass sich in sämtlichen Topligen zumindest ein Überraschungs-Team qualifiziert hat, dass sehr lange (VfB Stuttgart) oder noch nie (Aston Villa, FC Girona, FC Bologna, Stade Brest) in der Königsklasse gespielt hat und dementsprechend schlecht gesetzt war.

DEL eröffnet die Saison

Wie gehabt sind 14 Teams dabei und zwar dieselben wie in der vewgangenen Saison, weil der sporltiche Aufsteiger nicht die sonstigen Kriterien erfülltt haben. Profitiert hat davon der eigentliche Absteiger Augsburger Panther, die gleich mit dem Eröffnungsspiel am zu Hause gegen den ERC Ingolstadt belohnt werden.
Der Modus bleibt der gleiche: Vorrunde mit einer Doppelrunde, also 52 Spiele, danach Play-Ins und ab dem Viertelfinale Best-of-7-Serien.
Klarer Favorit ist für mich Red Bull München. Die bestreiten ihre Heimspiele im brandneuen SAP Garden, der nächste Woche mit der Partie gegen den NHL-Club Buffalo Sabres (mit dem Münchner JJ Peterka) feierlich eröffnet wird mit Kartenschnäppchen zum Preis von mehr als 100 Euro. Ohne mich. Ansonsten die übrigen Verdächtigen Eisbären Berlin, Adler Mannheim und sicher die eine oder andere positive wie negative Überraschung.

Auch Basketballer starten

Hier sind nur noch 17 Teams dabei mit der unglücklichen Folge, dass pro Spieltag ein Club aussetzen muss. Auch hier kommt der Favorit aus München. Der FC Bayern Basketball hat das klar das größte Budget und sich den überaus erfolgreichen Weltmeister-Trainer Gordie Herbert als Coach geangelt. Hinderlich könnte höchstens die  Euroleague sein, die die Münchner gleichzeitig bestreiten und wo sie sehr viele Kräfte lassen müssen auch wegen anstrengender Reisen in die Türkei und Spanien. Alba Berlin ist mal wieder der Findungsphase, und ob die Chemnitz 99ers ihre Sensations-Saison wiederholen können, die sie mit dem Champions-League-Triumph krönten (im Basketball allerdings nur der drittwichtigste internationale Wettbewerb), muss sich zeigen.

Hochspannung in der Formel 1

Nach dem Thrill von Baku geht es diese Woche gleich auf dem nächsten Stadtkurs in Singapur weiter. Das ist ohnehin ein spektakuläres Rennen bei Nacht unter gleißendem Flutlicht, und jetzt ist es auch noch völlig offen. Zwar führt in der WM-Wertung noch Max Verstappen relativ klar, doch sein Red Bull ist nicht mehr das schnellste Auto im Feld. McLaren mit dem nächsten Verfolger Lando Norris und dem grandiosen Baku-Sieger Oscar Piastri ist zurzeit klar schneller, Ferrari und vielleicht sogar Mercedes haben das Brause-Team ebenfalls überholt. Das kann sich natürlich auch wieder zurückändern, zumal auf einem so unvorhersehbaren Kurs wie im Stadtstaat Singapur. Das Rennen startet am Sonntag um 14 Uhr, die Qualiffikation am Samstag um 15 Uhr, jeweils RTL und Sky.

Endspiel im europäischen Football

In der Arena AufSchalke trifft Titelverteidiger Rhein Fire auf die Vienna Vikings. Die Vienna Vikings sind bisher in der gesamten Saison ungeschlagen, allerdings waren die Gegner meist eine Klasse zu schwach. Eine Einschätzung ist deshalb verdammt schwierig. Gespannt bin ich auf die Zuschauerzahl in Gelsenkirchen. Football-Boomland Deutschland überhaupt oder nur in der NFL?

Und sonst?

  • Fußball-Bundesliga: Wie immer nach Europacup-Wochen gibt es 3 Sonntagsspiele. Schlager des 4. Spieltags ist die Partie zwischen den Champions-League-Teilnehmern VfB Stuttgart und Borussia Dortmund (So., 17.30). Tabellenführer Bayern München muss zu Werder Bremen, und im Duell der bisher punktelosen VfL Bochum und Holstein Kiel gibt es das erste Erfolgserlebnis für mindestens eine der beiden Mannschaften (jeweils Sa., 15.30).
  • Internationaler Fußball: In der Premier League steht ein absolutes Topspiel an. Meister Manchester City empfängt den Zweiten FC Arsenal, die schon wieder an der Spitze stehen (So., 17.30).
    In der Serie A spielt Juventus Turin gegen die SSC Neapel  (Sa., 18.00). Die Napolitaner wollen ihre furchtbare Saison wiedergutmachen und haben ihre letzten 3 Spiele gewonnen. Am Sonntag folgt noch das Mailänder Derby zwischen Inter und Milan (20.30). Beide Clubs planen den Bau eines neuen gemeinsamen Stadions, wie vergangene Woche verlautete.
    In La Liga will der FC Barcelona auch am 6. Spieltag beim FC Villarreal seine Siegesserie fortsetzen (So., 18.30).
  • Nationale Ligen: Schlager der Handball-Bundesliga ist das Duell zwischen Titelträger SC Magdeburg und Rekordmeister THW Kiel. Die Kieler haben bereits eine Saison-Niederlage hinehmen müssen bei den Rhein-Neckar Löwen. Verlieren sie auch an der Börde, dürfte es schon ungemütlich werden.
    In der GFL beginnen die Play-offs. Haushoher Favorit auf den Titel sind die Potsdam Royals, die alle 12 Vorrundenbegegnungen gewonnen haben und dabei ein Punktverhältnis von 748:151 erzielten, also durchschnittlich mit 62:13 gewannen.
  • Internationale Wettbewerbe: Im Handball spielen die Füchse Berlin in der Champions League bei Eurofarm Pelister, ein Club aus Nordmazedonien (Mi., 18.30). Der SC Magdeburg empängt tags darauf Kolstad aus Dänemark (20.45).
  • Weltsport: Die Straßenrad-WM beginnt am Sonntag in Zürich mit dem Zeitfahren der Frauen.
    Die Tennisprofis sind nach Asien gezogen und bestreiten Männer-Turniere in China (Chegdu, Handzhou) sowie Frauen-Turniere in Seoul und Hua Hin/Thailand. Die Stars der Szene machen noch Pause.
    Ein Höhepunkt der DP Tour der Golfer (früher European Tour) sind die BMW Championships auf dem Traditionskurs in Wentworth. Es ist mit 9 Millionen Dollar dotiert.

 

Das war die Woche, die war

Es war eine wunderbare Woche in Kressbronn am Bodensee. Und tatsächlich mal weitgehend sportfreie Tage, da fernsehlos und nur mit Laptop bewaffnet. Hat gut getan, gerade nach dem olympischen Marathon nach der Heim-EM. Ein paar Sachen sind dann doch hängengeblieben, allerdings eher nachgelesen als geschaut, schon gar nicht live.
Ich muss zu meine Schande gestehen, dass ich von den am Sonntag beendeten Paralympics nichts gesehen und auch nur wenig gelesen habe. Ich bewundere die Sportler sehr, aber ich kenne sie eben nicht und kann sie mit ihren verschiedenen und  unübersichtlichen Schadensklassen kaum einordnen. Ich bin auch Olympia-müde wie so viele andere. Vielleicht würde es helfen, wenn sie vor den Olympiern ihre Spiele abhalten dürften. Dann hätten sie die Ehre, die fantastischen Sportstätten als Erste zu benutzen, und allein die Neugier darauf würde mich zum Einschalten bringen.

Das ging ja gut los für die deutschen Fußballer

Sprich, der Start in den WM-Zyklus, getarnt durch die Nations League. Und da gelang den Nagelsmännern durchaus ein gelungener Start beim 5:0 gegen Ungarn. Die Torwartfrage hat Julian Nagelsmann ja schon vorher beantwortet mit der Inthonisierung des Kronprinzen Marc-André ter Stegen. Der ist erst mal in der Vorhand, was den Platz im Kasten bei der WM betrifft. Der Abgang der etablierten Kroos, Müller, Gündogan und Neuer ist aufgefangen worden, schon heute in Amsterdam bei den Holländern wird sich zeigen, wie resistent die Mannschaft tatsächlich ist. In Glanzform befindet sich schon Jamal Musiala, der einen treffer selbst erzielte und drei vorbereitete.. Insgesamt war das ein sehr stimmiger Auftakt, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Bella Italia

Die Azzurri waren vielleicht die größte Enttäuschung bei der Europameisterschaft mit dem frühen Achtelfinal-Aus. Damals fehlten allerdings auch wichtige Spieler, und was die können, haben sie gleich beim 3:1 im Pariser Prinzenpark gegen Frankreich gezeigt. Nicht einmal von einem Blitzgegentor nach nur 15 Sekunden ließen sie sich schochen, erzeielten selbst drei wunderbare Treffer und nahmen hochverdient die 3 Punkte mit. Gestern legten sie nach und siegten gegen Israel mit 2:1. Die Partie fand in Budapest statt wg des Gaza-Krieges. Frankreich rehabilitierte sich mit einem starken 2:0 gegen Belgien.
Ansonsten in der Nations League:
– Cristiano Ronaldo erzielte seinen 900. Pflichtspieltreffer
– San Marino gewann gegen Liechtenstein mit 1:0 und damit seit 10 Jahren wieder ein Länderspiel.
– Österreich erreicht in Slowenien ein 1:1 und verlor am Montag 1:2 in Norwegen. EM-Kater bei derer Rangnick-Truppe

Sabalenka und Sinner siegen in New York

Das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres ging an die Favoriten. Jannik Sinner setzte sich im Finale klar in 3 Sätzen gegen Taylor Tritz durch, der bei seinem Parforceritt ins Endspiel nichts mehr zuzusetzen hatte. Ihm bleibt der Trost, als erster Amerikaner seit Andy Roddick 2005 das Endspiel der US Open erreich zu haben. Auch Sabalenka gewann ihr Finale gegen eine Amerikanerin, nämlich Jessica Pegula. Die Weißrussin gab im gesamten Turnier nur einen Satz ab und war letztlich nie gefährdet. Wie im vergangenen Jahr siegten die beiden Gewinner des Masters in Cincinatti. Damals hatten Coco Gauff und Novak Djokovic triumphiert, die dieses Jahr früh scheiterten.
Bei Sinner habe ich leider immer noh ein sehr ungutes Gefühl, weil er aus seiner Dopingsache praktisch ungeschoren davongekommen ist, obwohl diese zum Himmel stinkt.

https://blickueberdenteich.de/tag/sinner/

Roglic in den Bergen stark

Der Slowene entriss in der letzten Vuelta-Woche mit vielen anspruchsvollen Anstiegen Ben O´Connor noch das Rote Trikot des Gesamtführenden und brachte es letztlich sicher nach Madrid. Es war bereits sein 4. Triumph bei der Spanien-Rundfahrt, der damit zum Rekordsieger avancierte. Allerdings fehlten die Topfahrer Tadej Pogacar, Jonas Vingegaard und Renco Evenepoel. Trotzdem ein toller Erfolg des Bora-Rennstalls, bei dem sich dieses Jahr Red Bull eingeklingt hat.

Das Lederei fliegt wieder

Mit Erfolgen der beiden Super-Bowl-Teilnehmer Kansas City Chiefs (vs Baltimore Ravens) und San Francisco 49ers (vs New York Jets. Bei denen feierte Aaron Rodgers quasi mit einem Jahr Verspätung sein Debüt, nachdem er sich am 1. Spieltag der vergangenen Saison beim 4. Spielzug die Achillessehne gerissen hatte. Ein bisschen rostig wirkte er noch, er ist mit 40 Jahren auch nicht mehr der Jüngste, aber die Klasse blitzte einige Male auf.
„Meine“ Cincinatti Bengals erlebten eine überraschende Heimpleite gegen New England Patriots im Neuaufbau, die seit ewigen Zeiten (1999, um genau zu sein) ihr erstes NFL-Match ohne Headcoach Bill Belichik an der Linie bestritten. Das könnte für mich und die Bengals ein trauriges Jahr werden, hoffentlich nicht ganz so furchtbar wie in den späten 90ern und 2000ern
Große Überraschungen gab es ansonsten nicht. Die Dallas Cowboys siegten klar bei den Cleveland Browns. Der Erfolg geriet fast zur Nebensache, denn zuvor hatte Quarterback Dak Prescott einen Rekordvertrag unterschrieben. Für die nächsten 4 Jahre erhält er insgesamt 240 Millionen Dollar. Mit 60 Millionen/Jahr übertrifft er alles bisher Dagewesene, ohne dass die Joe Burrows, Lamar Jacksons dieser NFL-Welt am Hungertuch nagen müssen.
Wer hier übrigens die MLB vermisst, der sei auf morgen vertröstet. Und auf das Goodie bei „Und sonst?“.

Und sonst?

  • Handballer wieder im Club-Einsatz: Während Meister SC Magdeburg und Vize Füchse Berlin mit souveränen Siegen starteten, gab es für den ambitionierten THW Kiel gleich einen Dämpfer. Der Rekordmeister unterlag bei den Rhein-Neckar Löwen mit 27:32. Kein Beinbruch bei den Heimstarken Mannheimern, aber ein Traumstart sieht anders aus
  • Homerun-Kunststück: Pavin Joe Smith von den Arizona Cardinals war bisher nicht als Hit-König bekannt. Am Sonntag bei den Houston Astros erwischte er einen Traum-Abend und schlug gleich drei Homeruns, die ihm insgesamt 8 RBIs einbrachten, Teamrekord eingestellt. Er hatte sogar die Chance zu einem 4. Homerun und den überaus seltenen Homerun-Circle (Solo, 2Run, Three-Run, Grand Slam), doch mit einem Mann auf Base wurde er per Strikeout ausgemacht..
  • Triumph für Thierry Neuville: Der Belgier gewann die Rallye Akropolis und baute seine WM-Führung auf Odd Tänak auf 34 Punkte aus..

 

 

 

Das war die Woche, die war

Vorbemerkung: Die vergangenen 10 Tage seit Solingen bis zu den Landtagswahlen mit dem verheerend hohen AfD-Ergebnissen lässt mich gerade verzweifelt und ratlos zurück. Zeit für Erholung am Bodensee die nächsten zwei Wochen. Die Wettervorhersage ist allerdings nicht so prickelnd.
Da merke ich, wie unwichtig der Pfostenschuss hier und ein vergebene Matchball dort in Wirklichkeit sind. Und dennoch: Gerade weil der Sport relativ unbelastend ist (gibt auch hier genug reichlich diskutable und äußerst unbefriedeigende Dinge, nicht wahr, Signore Sinner), möchte ich ihn nicht gänzlich außen vor lassen.

Endlich Serienende

Bayer doch besiegbar in Deutschland. Im 36. Bundesligaspiel hat es die Leverkusener erwischt, beim höchst unterhaltsamen 2:3 zu Hause gegen RB Leipzig nach 2:0-Führung. Spieler, Fans und Verantwortliche trugen es mit Fassung, Trainer Xavi Alonso wirkte fast erleichtert, dass das Zählen endlich beendet ist. Trotzdem ärgerlich, dass der Rekord des HSV von 36 ungeschlagenen Ligaspielen nicht erreicht wurde. Insgesamt wirkt das Konstrukt noch nicht sicher. Offensiv hui, defensiv pfui; die Rädchen passen noch nicht trotz nahezu unveränderter Mannschaft.
Die Bayern landeten dagegen mit einem sicheren 2:0 den zweiten vollen Erfolg. Tabellenführer sind sie allerdings nicht, das schaffte der 1. FC Heidenheim nach dem beeindruckenden 4:0 gegen den FC Augsburg. Dazu noch der souveräne Einzug in die Conference League. Idealer Saisonstart nenne ich so etwas.
Am Tabellenende schon jetzt die allseits Vermuteten VfL Bochum, Holstein Kiel und St. Pauli mit jeweils 0 Punkten.

Wie gehabt gab es schon am 2. Bundesligaspieltag Riesenärger um den VAR. Vor allem bei Handspielen stößt die Auslegung, bei ausgestreckter Hand auf jkeden Fall zu pfeifen auf Ablehnung. Das Problem ist die viel zu hohe Strafe Elfmeter (75% Tor) gerade bei ungefährlichen Situationen. Mein Vorschlag: Der Schiri hätte Ermessen, auf kurze Ecke zu entscheiden. Oder die angreifende Mannschaft darf den Ball – ähnlich wie bei der Erhöhung im Rugby – im rechten Winkel zum „Tatort“ an eine beliebige Stelle außerhalb des Strafraums velegen und dort mit direkten Freistoß fortsetzen. Das könnte auch bei bei Fouls angewendet werden, wenn der Angreifer sich aus dem Strafraum wegbewegt wie beim Elfer von Mainz in stuttgart.

Spiele satt in Europa

Auf die Fußball-Fans wartet in den internationalen Club-Wettbewerben ein wahres Monsterprogramm. Unmöglich, alles zu sehen. In allen drei Kategorien das neue Format mit jeweils nur einer Tabelle mit 36 Teams. Von denen jeweils nur ein Drittel ganz ausscheidet nach der Vorrunde mit 8 (CL, EL) und 6 ConfL) Partien. Da das bisher noch gar nicht erprobt wurde, wird es interessant, wie und ob sich da Spannung aufbaut. Wirklich positiv ist, dass schon in der Vorrunde absolute Topteams wie Bayern und Real aufeinandertreffen. Andererseits wird es gerade für ein Topteam nahezu unmöglich werden, nicht die besten 24 und damit wenigstens die Zwischenrunde zu erreichen. Ein Trost: Langweiliger als bis jetzt mit den Vierergruppen kann es kaum werden.

Zwei Tennis-Favoriten schon raus

So früh wie noch nie seit 2006 scheiterte Novak Djokovic bereits in der 3. Runde gegen Andrej Popyrin. Nichts habe funktioniert, bekannte der Serbe. Sogar noch eine Runde früher musste der als Top-Favorit gehandelte Carlos Alcaraz die Segel streichen. Der Spanier unterlag dem Holländer Botic van de Zandschulp. Beide Überraschungssieger durften sich nur kurz ihres Erfolges erfreuen und verloren jeweils ihre nächste Partie gegen Jack Draper und Francis Tiafoe.
Schon im Viertelfinale steht Sascha Zverev, der sich trotz verlorenen ersten Satzes   gegen den Lokalmatadoren Nakashima durchsetzte. In der Runde der besten Acht trifft er morgen auf Taylor Fritz, im Halbfinale würde Grigor Dmitrov oder Francis Tiafoe warten. In der anderen Turnierhälfte scheint der Weg ins Finale schon frei für Jannik Sinner, der offenbar unbelastet seines kruden Dopingfalls bisher durch seine Partien cruist.

Bei den Frauen hat sich die formschwache Titelverteidigerin Coco Gauff für mich nicht unerwartet schon im Achtelfinale verabschiedet. Hier läuft Vieles auf ein Finale zwischen Iga Swiatek und Aryna Sabalenka hinaus.

Ferrari-Sieg beim Heimspiel

Der Grand Prix in Monza ist immer etwas Besonderes für die Scuderia. Charles LerClerc gelang gestern das Meisterstück und siegte, obwohl sein Ferrari das langsamere Auto gegenüber den McLarens war. Aber seine risikoreiche Ein-Stopp-Strategie zahlte sich aus, und so siegte er vor Piastri und Norris. Der kommt in der Gesamtwertung dem WM-Führenden Max Verstappen langsam näher. Der Holländer wurde nur Sechster, und mehr war schlichtweg auch nicht drin. Der Abstand beträgt zwar noch 64 Punkte, aber es stehen immerhin noch acht Rennen aus.

Geldregen für Scottie Scheffler

Der amerikanische Golfprofi brachte beim letzten Fedex-Turnier seinen Vorsprung, den er sich in den Turnieren zuvor erarbeitet hatte, ins Ziel. Dafür kassiert er 25 Millionen Dollar. 7 Turniere hat er in diesem Jahr gewonnen, dabei ein Preisgeld von insgesamt 62,5 Millionen Dollar, so viel wie noch nie ein Golfprofi. Dazu noch die Goldmedaille in Paris.

Und sonst?

  • Mbappe trifft: Erstmals für seinen neuen Club Real Madrid. Beim 2:0 gegen Real Betis erzielte der Franzose beide Treffer. Souverän de FC Barcelona beim 7:0 vs Valladolld
  • Spannung bei der Vuelta: Der Australier Ben O’Connor hat vor der letzten Woche der Spanien-Rundfahrt noch 43 Sekunden Vorsprung auf den aufholenden Primoz Roglic. De Slowene gilt als besserer Kletterer, und es stehen noch einige schwere Bergetappen an. Weiter glänzend schlägt sich der junge Florian Lipowitz (23) auf dem sechsten Gesamtrang.
  • Triumph für Marc Marquez: Nach 1043 Tagen Siegpause war der spanische Ausnahmefahrer wieder erfolgreich. In der MotoGP siegte der Spanier in Aragon und feierte seinen 60 GP-Erfolg.
  • Bestzeit für Gina Lückenkemper: Die Sprinterin rannte beim ISTAF in Berlin die 100 Meter in 10,93 Sekunden – so schnell wie noch nie und so schnell wie noch keine deutsche Athletin nach der Wende. Mit dieser Zeit hätte sie bei Olympia locker den Endlauf erreicht.

Das wird die Bundesliga, die wir 24/25, Tabelle

Ausführlich habe ich mich jetzt mit den Mannschaften beschäftigt. Zu folgender Abschlusstabelle bin ich gekommen. Keine Erklärungen mehr.

1. Bayer Leverkusen
2. Bayern München
3. Borussia Dortmund
4. RB Leipzig
5. VfB Stuttgart
6. SC Freiburg
7. Eintracht Frankfurt
8. VfL Wolfsburg
9. 1899 Hoffenheim
10. 1. FC Union Berlin
11. Bor. Mönchengladbach
12. Werder Bremen
13. FC Augsburg
14. FSV Mainz
15. Holstein Kiel
16. 1. FC Heidenheim
17. VfL Bochum
18. FC St. Pauli