Das war die Woche, die war

Mit einem Tag Verspätung, die Nachwehen einer langen Wahlnacht und der Aufarbeitung. Willkommen im Merz-Land, seufz. Mehr Worte will ich hier dazu erst mal nicht verlieren, zu bitter oder sarkastisch wären meine Gedanken.

 

Mikaela Shiffrin – allein im 100er-Club

 

Da war sie wieder, die wunderbare Slalom-Artistin Mikaela Shiffrin, der ich seit 12 Jahren bewundernd zuschaue. Sestriere, 2. Duchgang. Als Beste des 1. Laufes stand die Amerikanerin im Starthäuschen und legte dann auf der schon reichlich ramponierten Piste einen fabulösen Lauf in den sulzigen Schnee, der sehr an ihre besten Zeiten erinnerte. Die noch gar nicht so lange her sind, bevor sie sich Ende November in ihrer Fast-heimat Killington bei einem Riesenslalom-Sturz eine Stichverletzung zuzog. Seitdem war sie nicht mehr die Alte, auch nach ihrem Comeback Ende Januar, stand sie ungewohnt unsicher auf dem Ski, wackelte gar nicht Shiffrin-Like. Noch tags zuvor hatte sie im Riesenslalom im 1. Lauf den 33. Platz belegt und erstmals seit 2012 (!) den 2. Durchgang verpasst. Tiefe Verzweiflung hatte sie gepackt.
Jetzt also der Triumph, der 100. im Weltcup, was noch die ein (alpiner) Skifahrer geschafft hat. Hochemotional reagierte sie, vergoss Tränen der Freude, der Erleichterung. Sie selbst ist ja ihre schärfste Kritikerin, die auch nach vielen Siegen noch einiges auszusetzen hatte, weil dieser Rechtsschwung oder jene Haarnadelkombination nicht perfekt gelungen war nach ihren Maßstäben. Jetzt war nur noch Glück. Und an diesem Glück werden wir hoffentlich noch lange teilhabendürfen (mindestens bis Olympia 2026, allein um uns an wunderbarem und für objektive Augen perfektes Skifahren ergötzen zu dürfen.
Wer es nicht gemerkt haben sollte: Ich bin absoluter Shiffrin-Fanboy, obwohl ich es normalerweise nicht so habe mit Seriensiegern. Zu den Ausnahmen gehört auch das Tennis-Genie im Ruhestand Roger Federer.
In Shiffrins Schatten fuhr Emma Aicher als Sechste zu ihrem besten Slalom-Ergebnis, Lena Dürr landete auf Rang 7 und war nicht wirklich zufrieden.

 

Brignone feiert Doppel-Heimsieg

 

Nicht nur Mikaela Shiffrin durfte in Sestriere jubeln, sondern auch Federica Brignone. Die Italienerin gewann auf der Olympiastrecke von 2006 gleich 2 Riesenslaloms und führt jetzt im Gesamt-Weltcup klar vor der Schweizerin Lara Gut-Behrami, die einmal den zweiten Platz belegte. Nur diese beiden kommen realistischerweise für die Große Kristallkugel in Betracht. Brignone hat auch den Riesenslalom-Weltcup im Blick, muss hier allerdings auf die sehr konstante Neuseeländerin Alice Robinson (in Sestriere einmal Zweite, einmal Dritte)  40 Punkte aufholen.

Die Männer bestritten Abfahrt und Super-G in Crans Montana, dem WM-Austragungsort 2027. Es war auf einer eher leichten (langweiligen?) Strecke ohne große Herausforderung (deshalb umso schwieriger zu gewinnen) wieder mal eine Stärke-Demonstration der Schweizer Gastgeber. Abfahrts-Weltmeister Franjo van Allmen führte in der Abfahrt den Dreifachtriumph vor Marco Odermatt und Alexis Monney an, im Super-G hielt sich das Ski-Genie Odermatt schadlos und siegte vor Monney und Dominic Paris, tatsächlich: kein Schweizer, sondern stolzer Italiener.

 

Da geht sie dahin, die Spannung

 

Zumindest im Meisterrennen de Fußall-Ligen in Deutschland und England. Da beseitigten die jeweiligen Tabellenfühhrer Bayern München und FC Liverpool praktisch die letzten Zweifel am Titelgewinn. Die Münchner siegten (zeitgleichund deshalb zumindest bei mir überschattet) gegen Eintracht Frankfurt fast locker mit 4:0. DieHessen erinnerten mit einem fast hasenfüßigen Aufritt an viele Gastspiele von Borussia Dortmund, als diese zum vermeintlichen Gipfeltreffen in der WM-Arena aufkreuzten. Balsam für die Seele der Münchner, wo die Laune nach dem ermauerten 0:0 in Leverkusen und dem fast glücklichen 1:1 am Dienstag in der Champions League gegen Celtic Glasgow doch arg gelitten hatte.
Und Liverpool? Ich hatte ja nach dem 2:2 am Mittwoch bei Aston Villa geargwöhnt, dass es noch knapp werden könnte. Und was passierte? Der letzte ernsthafte Verfolger Arsenal verliert zu Hause gegen West Ham United, und die Reds gewinnen sehr souverän beim Meister Manchester City, das allerdings meilenweit von der Bestform entfernt ist. Jetzt haben die Reds wieder 9 Punkte Vorsprung auf die Gunners (bei einem Spiel mehr).

 

Bauchweh verhindert weitere Großtaten

 

Die so erfolgreiche Biathlon-WM der Franziska Preuß endete am Wochenende mit 2 leichten Enttäuschungen. In der Frauen-Staffel konnte sie als Schlussläuferin nichts mehr ausrichten, und das deutsche team verpasste eine Medaille. Im Massenstart kämpfte sie trotz großer Bauchschmerzen, wie sie hinterher erzählte, lange zumindest um Medaillen mit. Am Schießstand lief es bei nur einem Fehler auch prächtig, aber in der Loipe war sie weit weg von guter Laufform. So reichte es „nur“ zu Rang 7.
Dafür gewann das bis dato heftig kritisierte deutsche Männer-Team doch noch eine Medaille. Die Staffel riss sich    zusammen, war am Schießstand sehr gut und eroberte noch Bronze, was nach den Einzelleistungen nicht zu erwarten war.
Der große Sieger der WM war Frankreich, das insgesamt 6 Titel und 13 Medaillen holte. Vor allem das Frauen-Team ist der Konkurrenz meilenweit voraus, zu sehen bei dem unglaublich überlegenen Triumph der Staffel. Wahrscheinlich hätte auch eine zweite Staffel um die Medaillen mitgekämpft. Unfassbar stark in Spitze und Breite.
Die Norweger räumten bei den Männern ab. Johannes Tignes Boe gewann seine WM-Titel Nummer 21 bis 23 und ist damit alleiniger Redordsieger. Die Konkurrenz wird aufatmen, wenn er wie angekündigt seine Karriere nach diesem Winter beendet. Nachfolger und Kronprinzen in Norge gibt es allerdings mehr als genug.

Und sonst?

  • Wembanyama veletzt: Saisonaus für grandiosen Profi im Dress der San Antonio Spurs. Der Franzose leidet an einer Venen-Thrombose in der linken Schulter. Da kann ich für ihn nur hoffen, dass das keine chronische Verletzung ist, sonst könnte die so vielversprechende Karriere des 2,21-Meter-Mannes gehörig leiden.
  • Bundesliga: Borussia Dortmund atmet ein bisschen auf: Das 6:0 gegen ein allerdings zusammenbrechendes 1. FC Union gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Westfalen vielleicht doch noch in den Kampf um Champions-league-Plätze eingreifen kann.
    Im Abstiegskampf setzte der VfL Bochum das nächste Achtungszeichen mit dem 2:2 beim VfL Wolfsburg. Zumindest Platz 16 scheint machbar, das hätte ich vor Jahresfrist klaum noch für mögllich gehalten.
  • 2. Bundesliga: Kann es tatsächlich sein? Der HSV ist nach dem überzeugenden 3:0 gegen den 1. FC Kaiseslautern Tabellenführer und auf dem besten Weg zurück ins Obehaus. Naja, die für die Hamburger heiklen Monate März und April kommen noch und damit einige Partien, die man noch versemmeln kann
  • Internationaler Fußball: Anders als in England und Deutschland ist in Spanien Hochspannung im Titelkampf angesagt. Die ersten Drei Barcelona, Real und Atlético Madrid trennt gerade mal ein Punkt. barca scheint seine Formdelle überwunden zu haben, bei Real zaubert der alte Luca Modric wie zu besten Zeiten (was für ein Tor vs Girona) und Atlético ist halt Atlético mit unangenehmen Fußball.
  • Europäische Wettbewerbe: In der Champions-League-Zwischenrunde setzten sich Borussia Dortmund gegen Sporting und der FC Bayern gegen Celtic mehr oder weniger souverän durch. Ein Debakel erlebte Manchester City, das 1:3 bei Real Madrid im Rückspiel spiegelt die Unterlegenheit nicht im Entferntesten wider. Da geht eine Ära zu Ende.
    Im Achtelfinale kommt es zu deutschen Duell Bayern München vs Bayer Leverkusen, der BVB bekommt es mit OSC Lille zu tun, das erscheint durchaus machbar.
    Vorbei ist das europäische Abenteuer für den 1. FC Heidenheim nach der 1:3-Heimniederlage in der Conference League gegen den FC Kopenhagen. Vielleicht besser für die Ostalbstädter, dass sie sich jetzt auf den Abstiegskampf konzentrieren können.
  • Handball: MT Melsungen verteidigte die Tabellenführung der HBL durch ein schmuckloses 35:29 gegen Stuttgart. Beeindruckend der Heimerfolg der Füchse Berlin im Verfolgerduell mit der SG Flensburg-Handewitt.
  • Basketball: Die deutschen Männer haben durch Siege in Montenegro und gegen Bulgarien wie erwartet die EM-Qualifikation geschafft. Der Weltmeister wird sich im Sommer allerdings gehörig steigern müssen, kann dann aber auch auf die NBA-Profis um Franz Wgner und Dennis Schröder zurückgreifen.
  • Tennis: Turniersiege feierten der der argentinische Titelverteidiger  Sebastian Baez in Rio (nachdem die Woche zuvor der Brasilianer Joao Fonseca in Buenos Aires triumphierte), Alexander Rublew in Doha sowie die erst 17-jährige Russin Mirra Andreewa, die in Dubai erstmals ein 1000er-Turnier für sich entschied und in der Weltrangliste nunmehr schon Zehnte ist.

 

 

 

 

Das war die Woche, die war

Wieder etwas verspätet, aber die für mich wichtigsten Ereignisse, die Ski-WM und den Fall Sinner, habe ich ausführlichst beleuchtet

 

Fantastische Franziska

 

Biathletin Franziska Preuß hat ihre überragende Saison bei der WM in Lenzerheide gekrönt. Drei Rennen, drei Medaillen, lautet die bis dato makellose Bilanz. Ihr Verfolgungs-Gold, als sie bei bei vier Schießübungen und 20 Schüssen fehlerlos blieb, war unfassbar eindrucksvoll. Was es ausmacht, wenn eine Sportlerin endlich mal nicht mit Krankheiten und/oder Verletzungen zu kämpfen hat wie jetzt die sfrüher so erkältungsgefährdete Franziska Preuß, „unsere“ neue „Gold-Franzi“ (ältere Schwimm-Fans werden sich erinnern …).
Höchstwahrscheinlich vier Auftritte hat Franziska Preuß noch in dieser Woche, doch selbst wenn sie keine weitere Medaille gewinnt (was im Biathlon schnell passieren kann, sie kann jetzt schon zufrieden sein mit der Bilanz.
Bei den Männern gibt es mit Johannes Tignes Böe eine noch imposantere Gestalt: 22 WM-Goldmeidaillen hat er nun insgesamt gesammelt, mehr als der große Ole Einar Björndalen, sein norwegischer Landsmann. Auch er hat noch 4 Auftritte, die Sammlung zu erweitern. Zumindest die deutsche Konkurrenz muss er bei all den Unwägbarkeiten dieser Sportart nicht fürchten, traurig was diese bisher in Loipe und am Schießstand fabrizierten.

 

Zum Titel gemauert

 

Nein, die Meisterschaft des FC Bayern in der Fußball-Bundesliga steht rechnerisch noch nicht fest, aber wer glaubt ernsthaft daran, dass die Münchner ihren 8-Punkte-Vorsprung auf Bayer Leverkusen (plus dem klar besseren Torverhältnis) noch verspielen? Ein duckmäuserisches 0:0 in de BayArena reichte. Bavarian Catenaccio ohne eigenen Torschuss, in dieser Form wohl noch nie gesehen. Bayer hochüberlegen, aber eher chancen-tödlich als eiskalt vor dem Tor, auch weil Treffsichere wie Schick und Boniface nur zusehen durften.
Leistung mau, Stimmung bestens. Zumal die Bayern während der Woche mit dem 2:1-Sieg bei Celtic Glasgow im stimmungsvollsten Stadion der Welt (da muss ich noch hin!) auch die Tür ins Achtelfinale der Champions League weit aufgestoßen wurde. Das schaffte auch Borussia Dortmund mit ddem 3:0 bei Sporting Lissabon. Dagegen schaut es beim BVB in der Bundesliga nur noch trostlos aus. 0:2 beim VfL Bochum, Trostlose Tristesse

 

Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen

 

Der Club ist ein Depp! So lautet eine landläufige, liebevoll-verzweifelte Weisheit über den 1. FC Nürnberg. Der es als bisher einzige Verein geschafft hat als amtierender Meister (1969) abzusteigen und auch noch als amtierender Pokalsieger (2008) abzusteigen. Der komfortabelste Ausgangspositionen verspielt, wie beim legendären Abstieg 1999, als man eigentlich gar nicht absteigen konnte. Leidende Club-Fans wie Radiolegende Günter Koch („Ich melde mich vom Abgrund“) pflastern den Weg der Franken.

Der Club ist ein Depp: Daran musste ich denken, als die Franken letzte Woche die Entlassung von Olaf Rebbe bekannt gaben. Jener brillante Sportdirektor, der es zuvor in dre Transferperiode geschafft hat, Millionen und Abermillionen in die notleidende Vereinskasse zu scheffeln, was in dieser gebeallten Form noch nie ein Zweitligist geschafft hat. Mit dem Husarenstück, nein buchhalterischen Kunststück einen ausgeliehenen Spieler nach England zu verkaufen, dabei 7 Millionen Plus zu machen. Und der ausgeliehene Profi spielt weiter bis Saisonende für Nürnberg.

Anstatt Olaf Rebbe Kränze zu flechten aus Hochachtung und Dankbarkeit über sein Transferkunstwerk, das ganz im Sinne der Vereinsführung war, erfolgte die Trennung wegen Unstimmigkeiten über die Zukunft und Ausrichtung. Persönliche Animositäten zwischen Club-Führung und Sportdirektor, trifft es besser. Veletzte Eitelkeit oder was auch immer ritten Joti Chatzialexiou und die anderen Clubberer zu diesem Irrsinnsschritt, einen der fähigsten Kaderplaner (auch Diamantenauge genannt) zu feuern. Mitr und vielen anderen bleibt absolutes Staunen, totale Ungläubigkeit, die eben nur einen Grund hat: Der Club ist ein Depp.

 

Der unfassbare Noriaki Kasai

 

Auf dem ersten Blick ein völlig normales Ergebnis. Bei Heimspringen in Sapporo hat Noriaki Kasai als 47. die Qualifikation geschafft. Aber dann: Der Noriaki Kasai??? Mit 52 (!) Jahren??? Ist tatsächlich bei einem Wettbewerb unter die besten 50 Skispringer dieser Welt gekommen? Staunen und voller Hochachtung schaue ich aufs Ergebnis: Einige Landsleute hat er hinter sich gelassen und auch den Österreicher Michael Müller. So dass ganz Verwegene schon drauf spekulieren, er könnte sogar bei der WM ab nächster Woche in Trondheim mitmachen – in Norwegen also, dem Mutterland des Nordischen Skisports. Was für eine Krönung einer unglaublichen Karriere – ode will Kasai nächstes Jahr noch mal ran? Gar bei Olympia???
1988 (!) hat Noriaki Kasai sein erstes Weltcupspringen in Sapporo absolviert: Also vor 36 Jahren, da waren seine jetzigen Kontrahenten noch nicht mal geboren, und die Mauer stand auch. Sapporo war sein 579. Weltcupspringen – natürlich Rekord! Welch eine Disziplin muss Kasai haben, welch ein unglaubliches Gefühl für die Lüfte, weil der Absprung natürlich kaum mehr vorhanden ist. Es bleibt absolute Hochachtung. Origato Kasaisan!

 

Kanada vs USA – ein Stellvertreter-Kampf auf Eis

 

Die sogenannten Allstar-Weekends sind eigentlich ein Freudenfest. Die besten Spieler der Liga kommen zusammen, messen sich mehr oder weniger ernsthaft. Das führte vergangenes jahr zu einem absurden Basketballspiel in Indianapolis mit fast 400 Punkten.
Jetzt hatte die NHL eine famose Idee. 4 Länder sollten mit ihren besten Eishockey-Teams de Liga die beste küren, also Kanadier, US-Amerikaner, Schweden und Finnen. Und so trafen in Montreal Kanadier und Amis aufeinander. Nach der Trumpschen Forderung, Kanada wäre doch ein toller 51. Bundesstaat der USA, war die Stimmung, nun ja, vergiftet. Die US-Hymne wurde kautstark ausgepfiffen, und auf dem Eis? Gab es in den ersten 9 Sekunden gleich drei zünftige Raufereien. Diese gehören tatsächlich zum Eishockey wie de Puck, sind aber eher folkloristische Unterhaltung, diesmal allerdings mit bitterem Ernst ausgetragen. Und zumindest die US Boys hatten diese Kämpfe schon vorher geplant, minutioös die Kämpfenden ernannt. Das teilten sie nachher unverblümt mit, stolz ihre geschwollenen Gesichter in die Kameras zeigend.
Das Eishockey-Verhältnis Kanada – USA ist ohnehin nicht das Beste, und jetzt ist es total vergiftet. Die Kanadier begreifen sich als das wahre Eishockey-Land. Sie verachten die US-Amerikaner, die diese Sportart gekapert hätten und landestypisch überkapitisiert über-entertainisiert hätten. Unvergessen der Aufschrei der gesamten Nation, als 1988 the „Great One“ Wayne Gretzky dem Gelde folgte und in Los Angeles (!) bei den Kings (sic) anheuerte. Warmes Kalifornien statt (zumindest im langen Kanada-Winter) eiskaltes Edmonton – ein Affront.
Jetzt also Trumps Anneketions-Pläne:  vielleicht erratische Match-Illusion, vielleicht auch völlig Ernst gemeint, wer weiß das schon bei dem Irren im Weißen Haus.
Und weil es so schön war in Montreal, trifft man sich ein zweites Mal im Leben. Bereits in der Nacht zum Donnerstag, diesmal in Boston, wenn Kanadier und Amerikaner das Endspiel bestreiten und die insgesamt vierte Partie innerhalb einer Woche. Von Schonung, wie sonst bei den All-Star-Events, wird da keine Rede sein. Da wird ohne Ende gekämpft, wahrscheinlich bis aufs Blut. Die Teams werden ihre helle Freude haben, wenn ihre müden Stellvertreter-Krieger zurückkehren.