von Münchner Löwe | Okt. 23, 2023 | Allgemein
Das erwartete Rugby-Finale
Neuseeland und Südafrika haben sich im Halbfinale der Rugby-SM in Frankreich wie erwartet durchgesetzt un d bestreiten nächsten Samstag im Satade de France das Finale. Während die Neuserelände Argeninien nicht den Hauch einer Chance ließen, hing der Sieg der Südafrikaner gegen England am seidenen Fanden. Lange waren sie zurückjgelegen, dann gelang ihnen kurz vor Schluss der entscheidende Versuch.
England trauert um Sir Bobby
Trotz eines Gary Lineker, trotz eines Steve Gerrard, trotz eines David Beckham usf – Sir Bobby Charlton gilt als der beste Fußballspieler, den England je hervorgebracht hat. Jetzt ist er im Alter von 86 Jahren gestorben. Damit lebt vom Weltmeisterteam 1966 nur noch der dreifache Endspieltorschütze Geoff Hurst. Vier Spieler, darunter Kapitän Bobby Moore und Raubein Nobby Stiles litten wie Charlton am Ende ihres Lebens an Demenz. Ein schon nachdenklich machend hoher Prozentsatz, ohne das bisher wirklich ein Zusammenhang hergestellt wurde.
Ich habe Bobby Charlton nie mit Bedacht spielen gesehen, aber natürlich viel über ihn gelesen. Den verheerenden Flugzeugabsturz in meine Heimatstadt München 1958, den er im Gegensatz zu vielen seiner Teamkollegen nur leicht verletzt überlebt hat. Sein WM-66 und im Jahr darauf der Europapokalsieg mit Manchester United, dem Verein, dem er seine gesamte Karriere lang treu blieb. Doch als Funktionär in vielen Funktionen habe ich ih sehr schätzen gelernt, immer respektvoll, immer humorvoll und geradlinig. Da saß eine wahre Legende auf der Ehrentribüne im Old Trafford.
Ach, diese Verletzungen
Jetzt hat es Serhou Guirassy erwischt. Beim Sieg seines VfB beim 1. FC Union erzielte er zwar das erste Tor, musste dann aber mit einer Oberschenkelverletzung das Spielfeld verlassen. Er wird einige Wochen fehlen. Er hat sich erst mal den 11. November und das Spiel gegen den BVB für sein Comeback vorgenommen. Wie realistisch das ist, bleibt abzuwarten.
Auch den besten Eishockeyspieler der Welt, nein liebe Russen, es ist keiner aus der KHL. Conor McDavid, Topscorer der NHL, der vergangenen Jahre, fehlt den Edmonton Oilers erst mal zwei Wochen und damit mindestens sechs Partien. Nach dem eher furchtbaren Saisonstart mit 3 Punkten aus den ersten 5 Spielen ist das die nächste Hiobsbotschaft. Die anderen Profis und wahrscheinlich vor allem der bisher so treffliche Leon Draisaitl können etzt zeigen, was in ihnen steckt.
Und Neymar hat sich bei einem Länderspiel das Kreuzband gerissen. Der Star der Brasilianer fehlt den in der WM-Qualifikation wenig souveränen Brasilianern unter anderem beim Schlager gegen Argentinien und natürlich auch in der saudi-arabischen Liga.
Turniersieg in Rumänien – und ein trauriges Bekenntnis
Tamara Korpatsch galt vor etwa einem Jahrzehnt als großes Tennistalent und große Hoffnung, dass Deutschland mal wieder eine Topspielerin haben könnte. Doch diese Erwartungen konnte sie auch aufgrund ihrer vielen Verletzungen und Krankheiten nie erfüllen. Jetzt gelang ihr mit 28 Jahren der erste Turniersieg auf der WTA-Tour bei den zugegebenermaßen nicht allzu hochklassig besetzten Transylvania (sic!) Open in Cluj durch einen Finalsieg gegen die Lokalmatadorin Elena Ruse.
Im Halbfinale hatte Korpatsch ihre junge Landsfrau Eva Lys bezwungen. Nach ihrer Niederlage bekannte Lys, dass sie deswegen Hass- und Drohmails erhalten habe, ein absolutes Nogo, das leider schon viele aus der Tennisszene betraf. Warum und wieso, darübe darf man spekulieren. Dass viele enttäuschte Wetter ihren Unmut auslassen, erscheint mireine durchaus plausible Erklärung, die ich immer wieder las.
Verstappen, na klar
And the Winner of Dallas is (surprise, surprise, Max Verstappen. Wirlich bemerkenswert war aber nicht der Sieger, sondern die Tatsache, dass der zweitplatzierte Lewis Hamilton disqualifiziert wurde, weil sein Unterboden um einen Millimeter nicht dem Reglement entsprach. Gegeln sind Regeln. Im Rennen selbst war der Mercedes-Fahrer sogar dem Sieg nahe, so nahe wie nie in dieser Saison. Das gibt mit Sicherheit Selbstvertrauen für die anstehenden Rennen und erst recht für die nächste Saison.
Endlich was zum Nägelkauen
Die Conference Series in der MLB lassen wirkklich nichts zu wünschen übrig an Spannung. Grandiose Homeruns sind ebenso zu bestaunen wie brillantes Pitching und tolle Abwehraktionen. Immer wieder aber auch haarsträubende Fehler, und Pitcher, die auseinandergenommen werden.Und wie steht es? Das Texas-Derby zwischen Titelverteidiger Astros und den Rangers geht heute Nacht ins entscheidende 7. Spiel. Bisher hat es nur Auswärtssiege gegeben, und da erinnerten sich die Experten gleich an die ALCS 2019 der Astros gegen die Nationals, als ebenfalls nur die Auswärtsteams siegten – übrigens damals die Nationals auch in Spiel. Ein Omen? Ehe nicht, aber die Heimschwäche der Astros ist schon die gesamte Saison ein Thema
In der National League führen die Phillies vor Spiel 6 am späten Montagabend unserer Zeit mit 3:2 gegen die Diamondbacks, und jetzt haben sie zwei Heimspiele. Und bisher sind sie in allen 6 Heimpartien der Post Season 2023 siegreich geblieben. Zwei Niederlagen in Folge? eher nicht zu erwarten.
Erstaunliche Füchse
Während die Berliner Fußball-Biundesligisten 1. FC Union (1.) und Hertha BSC (2.) ziemlich schwächeln, drehen die Füchse Berlin groß auf. Nach zehn Ligaspielen sind sie noch ohne Punktverlust – und das, obwohl sie unter anderem auf die eigentlich unersetzlichen Paul Drux und Fabian Wiede im Rückraum verzichten müssen. Am Donnerstag gewannen sie das Spitzenspiel gegen den nicht minder erstaunlichen Zweiten MT Melsungen.
Dagegen haben die hochgewetteten SG Flensburg-Handewitt und erst recht der THW Kiel schon reichlich Federn lassen. Und auch der SC Magdeburg hat bereits 3 Minuspunkte.
Das wird die Woche, die wird
Rekordweltmeisgter gesucht
Höhepunkt aus meiner Sicht ist natürlich das WM-Finale im Rugby am Samstag im Stade de France zwischen Neuseeland und Südafrika. Neuseeland ist nach den sehr beeindruckenden Leistungen in den K.-o.-Spielen gegen Irland und Argentinien klarer Favorit. Die Stimmung wird hoffentlich an die der Viertelfinals wieder heranreichen. Der Gewinner wird mit dann vier Titeln erst mal Rekordweltmeister.
Fürs Wunderkind wird es ernst
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch beginnt die NBA. Und damit kommen knapp anderthalb Wochen, in denen alle vier großen Profiligen der USA aktiv im Saisongeschehen sind. Außerdem noch die Play-offs im Soccer, but who cares da noch?
Ich plane noch eine längere Vorschau in dieser Woche, aber auf Victor Wembanyama werde ich ein besonderes Auge werfen, wie wahrscheinlich jeder Basketball-Fan. Denn mehr Hype war selten in der vor kommenden und tatsächlichen Stars nur so strotzenden Liga. Geht es nach den Auguren, wird der Franzose der heißeste Scheiß seit, jawoll, LeBron James. Schon die körperlichen Maße sind bei 2,24 Meter Körperlänge und ellenlangen Armen (2,44 Meter Spannweite, das entspricht exakt der Höehe eines Fußballtores und kann kein anderer NBA-Profi nachweisen. Die Block-Statistiker werden ihre Freude haben. Dazu verfügt er über einen feinen Wurf, trifft auch jvon jenseits der Dreierlinie.
Talent und Klasse sind also zweifellos im Übermaß vorhanden, die Frage ist, wie er sich im Moloch NBA behaupten kann. Mit knapp zwei Zentnern ist er fast schon ein Leichtgewicht. Kann er sich durchsetzen. Zumindest in der Preseason hatte er sehr gute Stats, aber was besagt das schon?
Und die wichtigste Frage wird sicher nicht schon nach dem ersten Spiel in der Nacht zum Donnerstag im Texas-Derby zwischen seinen Spurs, die ihn im Draft als ersten Spieler zogen und den Dallas Mavericks (ohne Luca Doncic?). Kann sein Körper den Stress mit bis zu vier Spielen in der Woche aushalten? Bisher sind die körperlichen Riesen meist nicht wirklich auffällig geworden
(siehe folgende Aufstellung https://zeitung.sueddeutsche.de/szdigital/file/sz/2023-10-21/10/page_2.1692353/article_1.1694578/infographics/index.html
Allerdings war keiner der genannten Spieler derart vielfältig. Ich jedenfalls bin gespannt wie ein Flitzebogen.
MVT im Brennpunkt
Offiziell ist Frauen-Bundestrainerin in einem Erholungsurlaub. Sie war offenbar sehr krank, wobei der DFB nie wirklich konkret wurde und den Spekulationen das Feld bereitete. Am Wochenende ließ sie sich erstmals wieder in der Öffentlichkeit blicken. Zunächst beim Heimspiel der Fortuna gegen Lautern, und dann bei einem Vortrag beim Zahnärztetag. Sll sie meinetwegen tun, aber ideal ist diese Situaltion nicht.
Ob sie auf die deutsche Trainerbank zurückkehrt, wage ich zu bezweifeln. Interimsweise übernimmt Horst Hrubesch, der schon einmal nach der Entlassung von Steffi Jones eingesprungen ist. Seine wahrlich nicht leichte Aufgabe: über die Nations League soll er ein Olympia-Ticket lösen. Viel Spaß dabei.
Neuer vorm Comeback
Acuh wenn sein Ersatz Sven Ulreich glänzend hielt – alle Anzeichen sprechen dafür, dass Manuel Neuer am Samstag gegen Darmstadt 98 sein Comeback im Bayern-Tor nach gut zehn Monaten feiert. Offenbar hat er seinen Beinbuch vollständig übewunden, ist körperlich topfit. Wie gut er dann wirklich ist, wird sich zeigen. Er hat ja vor seiner Veletzung nicht wirklich prickelnd gespielt und eine für seine Verhältnisse katastrophale WM gespielt, bei der ein Neuer in Bestform, die allerdings schon einige Zeit zurückliegt, mindestens drei der fünf deutschen Gegentore gehalten hätte.
Neuer hat ein großes Ziel: bei der Heim-EM 2024 im Tor stehen. Die Entscheidung darüber wird Trainer Julian Nagelsmann sicher erst im Laufe des nächsten Frühjahres treffe …
Bundesliga gefordert
Nach der Pause für die Länderspiele kommen diese Woche die europäischen Clubwettbewerbe zu ihrem Recht
– Champions League: Bayern (Dienstag, bei Galatasaray, Achtung! 18.45) ) und RB Leipzig (Mi.,gegem Belgrad haben gute Chancen. Für Dortmund (Newcastle) und Union (Neapel) wird es schwer, und wenn sie jetzt nicht gewinnen, fast unmöglich).
Höhepunkte aus internationaler Sicht: FC Sevilla – Arsenal (Di) und PSG – Milan (Mi)
– Europa League
Bayer spielt gegen Agdam in den kommenden beiden Partien um den Gruppensieg, der das direkte Achtelfinale bedeutet, SC Freiburg (TSC) hat Platz 2 im Visier.
– Conference League
Frankfurt empfängt Helsinkiundkann Platz 2 absichern und mit einem Sieg nach Platz 1 schielen.
Ski am Gletscher
Wie immer beginnt am letzten Wochenende die Saison der alpinen Skifahrer je einem Riesenslalom für Frauen (Sa) und Männer (So) in Sölden. Der frühe Termin dient angeblich dazu, den Leuten das Skifahren und neue Skier, Schuhe, Urlaube schmackhaft zu machen. Für mich bleibt es unsinnig – und werde trotzdem ein Auge drauf werfen, wenn sie schon fahren … Sie müssen dazu hoch auf den Gletscher in Sölden. Bisher war es dort außerordentlich warm, angeblich ist alles bereit. Na denn ..
Und sonst?
Überall Fußball, überall Ligabetrieb, auch international (Euroleague, Champions League)
von Münchner Löwe | Okt. 20, 2023 | Allgemein
Blick über den Teich, NFL und MLB
NFL
Die Jaguars hatten bei den Saints in einem vor allem im vierten unterhaltsamen und spannenden Viertel am Ende das etwas glückliche Ende mit 31:24 für sich. Unbelohnt blieb die Saints-Aufholjagd, die schon 9:24 zurücklagen, zunächyst ausglichen, erneut in Rückstand gerieten und am Ende an der gegnerischen 6-Yard-Linie gestoppt wurden, auch weil Foster Moreau im vorletzten Spielzug einen absolut fangbaren Ball durch die Hände gleiten ließ. Der wird erst mal davon träumen.
MLB
Vier Auswärtssiege hier, drei Heimerfolge dort. Die Conference Serien in der American League (Astros – Rangers) und der National League (Phillies – Diamondbacks) könnten unterschiedlicher kaum verlaufen.
Dieamondbacks – Phillies 2:1 (1:2)
Ein Pitcherduell der feinsten Sorte zwischen zwischen den Startern Brandon Pfaadt (Backs) und Ranger Suarez. Suarez ließ in 5.1 Innings nur 3 Hits und 1 Ball zu, Pfaadt in 5.2 Innings gar nur 2 Hits. Doch während der Bullpen von Arizona fast nahtlos an die Leistungen anknüpfte (1 Hit, 1 Run), schwächelte der der Rangers und ließ 6 Hits und 2 Runs zu; nicht wirklich schwach aber halt nicht gut genug.
Dabei waren die Phillies im 7. Inning in Führung gegangen, nicht durch einen Hit, sondern durch einen Wild Pitch von Ryan Thompson, den Bryce Harper zum Run nutzte. Lourdes Gurriel glich im unteren Halbinning mit einem Double aus – Alek Thomas wagte den Lauf von der ersten Base ins Ziel. Noch im 7. Inning hatten sie die Chance zur Führung bei Läufer auf den Ecken und keinen Aus, aber unter anderem mit einem Double Play vermieden die Phillies weitere Gegenpunkte.
Die Entscheidung fiel im unteren neunten Inning, und mit Ketel Marte hätte es keinen besseren Spieler geben können, der bei geladenen Bases den Walk off Single produzierte, hatte er doch schon zuvor zwei Hits geschafft.
Rangers – Astros 3:10 (2:2)
Bereits im 1. Halbinning gingen die Astros durch ein Triple von Alex Bregman und ein Siingle von Yordan Alavarez mit 3:0 in Führung. Im unteren 2. Inning gelang den Rangers durch einen Homer von Ardolis Garcia und einem Sacrifice Fly vonJosh Jung der 2:3-Anschluss und im 3. Inning gar der Ausgleich durch einen Homerun vo Corey Seager.
Da war es aber mit der Punkte-Herrlichkeit der Rangers, während die Astros nachluden – und wie. Schon im 4. Inning kamen sie auf 4 Punkte, darunter durch einen 3-Run-Homer von José Abreu.Diese Führung bauten sie im 7. und 8. Inning auf 10:3 aus.
Ansetzungen heute
23:07: Rangers – Astros (2:2)
02:03: Diamondbacks – Phillies (1:2)
Ansetzung morgen
02:07: Diamondbacks – Phillies
von Münchner Löwe | Okt. 19, 2023 | Allgemein
Die Astros haben sich in der ALCS zurückgemeldet. Bei den Astros gewannen sie 8:5 bei den Rangers mit 8:5 und verkürzten die Best-of-Seven-Serie auf 1:2.Außerdem brachten sie den texanischen Rivalen die erste Niederlage im achten Postseason-Spiel bei. Die Serie mit drei Auswärtssiegen ist Sinnbild der gesamt4en Post Season mit 14:9 Siegen in der Fremde bis dato. Und außer den Phillies (6:0) ist kein einziges Postseason-Team, die zu Hause Spiele absolvierten, ohne Heimniederlage geblieben.
Rangers – Astros 5:8 (2:1)
Der Titelverteidiger schaffte den Pflichtsieg, denn bei einem 0:3 hätte es ganz finster ausgesehen. Die brillante Pitcherleistung von SP iChristian Javier legte den Grundstein. In den ersten 5 Innings ließ er gerade mal einen Hit und einen Walk zu. Als er im 6. Inning einen Two-Run-Homerun kassierte, zuvor war er saisonübergreifend 21 Innings ohne hingenommenen Run geblieben, war es schon zu spät für die Rangers beim Stand aus ihrer Sicht von 0:5.
Die Astros kamen gegen SP Max Scherzer schnell in Schwung, wobei ihnen im zweiten Inning ein Hit by Pitch und letztlich ein Wild Pitch zum 1. Punkt verhalf. Mit einem Two-Run-Single erhöhte Martin Maldonado auf 3:0, ehe im 3. Inning José Altuve und im 4. Inning Mauricio Dubon auf 5:0 nachlegten.
Bei den Rangers schaffte Josh Jung insgesamt zwei Homeruns. Er ist damit mit seinen 25 Jahren der jüngste Spieler, dem in den Play-offs ein Multi-HR-Spiel gelang. Doch zum Sieg reichte es nicht mehr, auch weil Astros-Closer Ryan Pressly auch im seinem 21. Play-off-Spiel den Sieg im 9. Inning bei nur einem Walk sicher heimbrachte.
Programm heute
23:07: Diomondbacks – Phillies (0:2)
02:03: Rangers – Astros (2:1)
Programm morgen
23:07: Rangers – Astros
02:07: Diamondbacks – Phillies
von Münchner Löwe | Okt. 9, 2023 | Allgemein, bundesliga, Fußball, MLB
Erfolgreiche Volleyballer
Nach den Basketballern haben auch die Volleyball-Männer das Ticket für Olympia gelöst. Beim Qualifikationsturnier in Brasilien überzeugten (und überraschten) sie mit Siegen über Italien und Brasiliewn, die besser eingestuft wurden. Und auch die anderen Aufgaben lösten sie souverän. Überragend war „Hammer Schorsch“ Georg Glozer, aber das ganze Team genießt höchste Anerkennung. Neben den Deutschen schaffte auch Brasilien die Quali, Italien wird es über die Weltrangliste gelingen.
Unglaublicher Guirassy, unglaublicher VfB
Der unfassbare Erfolgslauf von Serhou Guirassy und seinem VfB Stuttgart hält an. Beim 3:1 gelang dem Franzosen erneut ein Hattrick. Er hält jetzt nach 7 Spielen bei 13 Toren, das hat noch nicht einmal ein Robert Lewandowski geschafft. Klar, das Auftaktprogramm war jetzt nicht das Schwerste, aber dass der VfB nach den zwei Saisonen nahe am Abgrund 6 von 7 Partien gewinnen und dabei auch noch so wunderbaren Fußball zeigen würde, muss erstaunen.
Noch schöner spielt nur Bayer Leverkusen. Wie die die Tore herausspielten gegen Köln, war eine Augenweide. 4 Neuzugänge, die dermaßen einschlagen musst du erst einmal hinbekommen. Chapeau an alle Beteiligten, insbesondere an Trainer Xabi Alonso und Sportdirektor Simon Rolfes. Der verdiente Lohn ist die Tabellenführung.
Schallmauer rückt näher
2:00:35: So lautet die neue Weltrekordzeit im Marathon, die am Sonntag der Kenianer Nelson Kiptum in Chcago aufstellte. Es war erst sein dritter Marathon überhaupt, und er galt schon nach seiner Premiere im Frühjahr als das größte Talent auf dieser Strecke. Klar, er profitiert wie alle anderen Langstreckenläufer von den Wunderschuhen (und leider gibt es um die kenianischen Läufer nicht verstummende Dopinggerüchte), aber so eine Zeit war lange völlig utopisch. Jetzt rückt sogar die 2-Stunden-Marke in Reichweite, die Kiptums Vorgänger Eliud Kipchoge unter Laborbedingungen (weshalb die Zeit nicht offiziell zählt) bereits unterboten hat. Nächstes Jahr in Berlin oder Chicago, das sind wohl die beiden schnellsten Strecken im Kalender, könnte es soweit sein.
Bei den Frauen stellte die Holländerin Sifan Hassan mit 2:13:44 Stunden einen neuen Europarekord auf und lief die zweitbeste Zeit jemals. Beide waren übrigens mit Nike-Schuhen unterwegs, nachdem Tigist Assefa aus Kenia mit Adidas-Tretern (sehr falsches Wort bei dem Federgewicht) vor zwei Wochen in Berlin in 2:11:53 den Weltrekord pulverisiert hatte.
Zverev Flop, Swiatek Top
Nach Sascha Zverevs Turniersieg vor zwei Wochen und dem Halbfinale in Peking lief es in Schanghai lange nicht so gut. Er scheiterte bereit in seinem Erstrundenmatch am aufstrebenden Russen Roman Safiullin mit 3:6, 1:6, ein Rückschlag im Race zum Masters nach Turin, aber noch hält er Platz 7, der dazu berechtigen würde. Und seine unmittelbaren Verfolger sind ebenfalls schon raus, und die anderen haben schon einen Respektabstand.
Bei den Frauen sicherte sich Iga Swiatek den Titel in Peking. Auf dem Weg dahin schlug sie unter anderem US-Open-Siegerin Coco Gauff. Vielleicht ein Duell der nächsten Jahre, oder eine Trielle dann noch mit der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka.
THW Kiel hat Probleme
Nach 7 Spielen in der Bundesliga hat der THW Kiel bereits 3 Niederlagen auf dem, Konto, das hat schon mal für eine ganze Saison gereicht. Zumindest endete am Sonntag die Pleitenserie mit einem allerdings alles andere als überzeugenden 34:33-Heimsieg über HSV Hamburg. Negativer Höhepunkt war die 31:32-Heimpleite im Pokal am Dienstag zu Hause gegen Abstiegskandidat HSG Wetzlar. Neben Verletzungspech können die Kieler den Abgang der beiden Weltklassespieler Sander Sagosan und Niklas Landin, der beste Torwart der Welt, nicht kompensieren.
Alleiniger Tabellenführer sind die Füchse Berlin, die nach 8 Spieltagen als einziges Team noch ohne Punktverlust sind. Während Meister SC Magdeburg noch Anschluss hält, hat auch Mitfavorit SG Flensburg-Handewitt schon reichlich Federn lassen.
Simone Biles überzeugend zurück
Nachdem die Amerikanerin bei Olympia noch die Nerven weggeschmissen hat (allen Respekt, dass sie sich das eingestanden hat), kam sie in alter Stärke zur WM in Antwerpen zurück und sicherte sich insgesamt 4 Titel. Den mit der Mannschaft, im Mehrkampf sowie am Schwebebalken und am Boden. Den 5. Titel vergab sie durch einen Sturz beim von ihr kreiierten Biles 2 beim Pferdsprung und musste sich mit Silber hinter der Brasilianerin Rebeca Andrade beugen. Beim Pferdsprung gibt es übrigens eine grandiose Regel (Achtung Ironie). Steht ein Trainer zur Absicherung daneben, gibt es Punktabzug, auch wenn er nicht eingreift. Anders ist das am Stufenbarren. Man möge mir den Sinn erklären, denn Sicherheit müsste erstes Gebot sein, und wenn der Trainer nur zur Sicherheit dasteht, lecuchtet mir ein Punktabzug allein für seine Anwesenheit nicht ein.
Europäische Durststrecke.
Gerade mal zwei Siege, aber vier Niederlagen: So lautet die Bilanz der deutschen Vertreter im Europapokal in der vergangenen Woche. Baxyer un Bayer siegten in Skandinavien in Kopenhagen respektive Molde. Dagegen setzte es für Freiburg (gegen Westham) und Leipzig (gegen ManCity) Heimniederlagen. Sehr unglücklich unterlag der 1. FC Union trotz 2:0-Führung im Olympiastadion gegen Sporting Braga. Eintracht velor in Saloniki, und der BVB kam gegen den AC Mailand zu Hause nicht über ein torloses Remis hinaus und muss in der bärenstarken Gruppe (außerdem PSG und Newcastle) ums Weiterkommen bangen. Punkte gegen United in den nächsten beiden Partien mäüssen unbedingt her, um das totale Euro-Aus zu vermeiden. Der Rest hat durchaus noch intakte Chancen aufs Weiterkommen, aber berühmt waren die Vorstellungen allesamt nicht.
Starker Pogacar, Roglic zu Bora
Tadej Pogacar hat das letzte Monument des Jahres souverän für sich entschieden. Der Slowene siegte im Alleingang bei der Lombardei-Rundfahrt. Einen namhaften Neuzugang hat das Bora-hansgrohe vewrpflichtet. Pogacars Landsmann Primoz Roglic wird nächste Saison für das deutsche Team fahren.
Verstappen ohne Konkurrenz, McLaren stark
Jetzt steht es auch rechnerisch fest: Max Verstappen ist zum dritten Mal in Folge Weltmeister. Und wie es sich für einen Champion gehört, triumphierrte er bei Grand Prix von Katar. Im tags zuvor ausgetragenen Sprint musste er dagegen einen seiner seltenen Niederlagen hinnehmen, als Oscar Piastri im McLaren erstmals triumphierte. Am Sonntag legte er mit dem zweiten Platz, und zwar vor Teamkollege Lando Norris. Zurzeit sind die McLaren also zweite Kraft hinter Red Bull. Dort enttäuscht Sergio Perez ein ums andere Mal nach seinem verheißungsvollen Saisonstart mit zwei Siegen in vier Rennen. Mal sehen, wie lange sich das die Führungsebene noch anschaut.
Das wird die Woche, die wird
Endlich pausiert die Bundesliga für Länderspiele. Während Europas Länder um die EM-Qualifikation spielen, einige Teams wie Belgien und Österreich können das Ticket auch rechnerisch fixieren, begibt sich die Deutsche Mannschaft mit dem neuen Bundestrainer Julian Nagelsmann auf eine Amerika-Tour, um für sich zu werben für die WM in Nordamerika. Es stehen am Samstag und Dienstag Länderspiele gegen die USA und Mexiko an. Das gibt schönen Stressmit der Zeitumstellung vor allem, was die Rückkehr betrifft, denn nur 3 Tage nach dem Mexio-Spiel kommt es wieder zum Ligabetrieb.
Rugby-WM ohne Australien
Nach dew Vorrunde wird es jetzt bei der Rugby-WM ernst. Am Wochenende stehen die vier Viertelfinal-Partien an. Nicht mehr dabei sind die Australier, die Fiji doch ziemlich überaschend den Vortritt lassen mussten. Und das obwohl Fiji seinerseits gegen Portugal verlor, aber wenigstens den entscheidenden Zusatzpunkt ergatterte.
Die Ansetzungen
Sa, 17:00: Wales vs Argentinien
Sa, 21:00: Irland vs Neuseeland
So, 17:00: England vs Fiji
So, 21:00: Frankreich vs Südafrika
Mit Frankreich/Südafrika und Irland/Neuseeland sind die vermeintlich besten vier Teams in einer Tableauhälfte. Schön für die anderen vier, die den zweiten Finalisten ausspielen. Im Endspiel ist dieses Team auf jeden Fall klarer Außenseiter, aber da kann immer alles passieren.
Blick über den Teich
Im Baseball werden diese Woche die Divisional Series ausgespielt, jeden Tag zumindest in der Theorie mindestens zwei Spiele (wenn alle Partien über die volle Distanz von 5 Partien gehen) Bisher sieht es für die Auswärtsteams bestens aus, obwohl (oder weil?) diese bereits die Wild-Card-Runde hinter sich haben, die allerdings alle bereits nach dem 2. Spiel entschieden war.
Traurige Geschichte, die ich jetzt erst mitbekommen habe, weil ich erst jetzt den aktuellen Podcast von just baseball gehört habe. Tim Wakefield, der fantastische Knuckleballer der Red Socks, ist im Alter von 57 Jahren an einem Hirntumor gestorben.
Während die Baseballer sich langsam dem Saisonende nähern, beginnt die NHL diese Woche ihre strapaziöse Saison, und zwar in der Nacht zu Mittwoch mit den Partien Lighting vs Predators, Penguins vs Blackhawks und Titelverteidiger Knight vs Kraken. Sky will ausgiebigst übertragen. Werde ich persönlich bis auf den Draisaitl Watch zund andere Stats umindest bis März allerdings relativ wenig beobachten. Außergewöhnliches werde ich hoffentlich mitbekommen und dann hier verbreiten.
Die NFL hat ihre 6. Runde. Es gibt erneut am Sonntag ein London-Spiel. Um 15.30 im Tottenham Stadium treffen die Titans und Ravens aufeinander. Und die NBA-Clubs bestreiten Vorbereitungsspiele.
Außerdem könnte sich die WNBA entscheiden. Die Las Vegas Aces haben die 1. Partie von maximal 5 Partien gegen New York Liberty gewonnen. Mittwochnacht steigt die 2. Partie in Las Vegas, dann kommt die Serie ab Samstag (19 Uhr) nach New York.
Tennis in Schanghai
Ab morgen steht das Achtelfinale an. Nicht mehr dabei vonn den Top Ten sind Daniil Medwedew, Stefanos Tsitsipas, Holger Rune, Sascha Zverev und Taylor Fritz.
Und sonst?
Setzt sich der Ligabetrieb in den Mannschaftssportarten fort. Nur die Volleyball-Männer dürfen sich noch erholen. Auch internationale Wettbewerbe gibt es in de EuroLeague wo der FC Bayern Basketball am Donnerstag bei Panathinaikos antreten muss und Alba Basklonia empfängt. Vergangenen Freitag trafen die beiden deutschen Teams zum Auftakt aufeinander, und die Bayern setzten sich am Ende klar durch, obwohl sie zur Pause noch klar zurückgelegen waren.
Außerdem im Snooker die Wuhan Open.
Viel Vergnügen, macht aber noch was anderes als glotzen.
von Münchner Löwe | Okt. 2, 2023 | Allgemein, bundesliga, Fußball, MLB, Tennis
Ein bisschen Zittern musste sein
Mein Höhepunkt der Woche war ganz klar der Ryder Cup, obwohl ich nur den Schlusstag intensiver verfolgt habe. Im Nachhinein kann man es leicht sagen, aber die Spannung zwischendrin war schon ganz nett. Als plötzlich die Mitte des Tableaus nur noch Rot für Amerika aufleuchtete. Dass das Ganze dann durch einen von Rickie Fowler geschenkten Putt entschieden wurde, war irgendwie nicht passend. Zumal ein 90-cm-Putt bei dieser Anspannung erst mal gemacht werden muss.
Auf europäischer Seite war Viktor Hovland unglaublich. Und der Norweger steht erst am Anfang seiner Karriere, die eigentlich keine Grenzen kennt bei all den Unwägbarkeiten, die gerade Golf mit sich bringt, siehe zum Beispiel Morikawa, als nächster Woods gefeiert, aber doch (auf hohem Niveau) stagnierend.
Insgesamt war das Niveau erstklassig mit spektakulären Schlägen. Und doch sind das alles Menschen und kene Maschinen wie zum Teil haarsträubende Fehlschläge ins Wasser oder ins Gebüsch zeigen.
Das Format ist einmalig faszinierend, und es ist meines Erachtens ein großer Vorteil, dass es nur alle zwei Jahre stattfindet.
Ende eines Missverständnisses
Gerade mal zehn Monate durfte Max Eberl bei RB als Sportdirektor wirken, dann wurde er schnöde gefeuert. Es sei alternativlos gewesen, hieß es. Am fehlenden sportlichen Erfolg kann es nicht liegen. RB wurde Pokalsieger (wofür Eberl allerdings wenig konnte), und im Sommer hat er trotz der Abgänge von absoluten Schlüsselspielern wie Nkunku und Gvardiol eine aufregende, vielleicht sogar titelreife Mannschaft gezimmert. Aber es waren wohl menschliche Diskrepanzen. Der angeblich mangelnde Fleiß und die häufige Absenz via München erscheint mir da nur ein Vorwand. Dass der Rauswurf einen Tag vor der Partie gegen Bayern bekannt gegeben wurde, ist mehr als diskutabel, zumal nach allen, was man so liest nicht die Gefahr bestand, dass der Entschluss durchgestochen wird.
Um Eberl muss man sich keine Sorgen machen. Die Frage ist nur, wie lange die Schamfrist ist, bevor er bei den Bayerbn anheuert. Den dortigen Sportdirektor Christoph Freund wird es freuen.
Verzweifllungstat um Boateng
Ich hielt es ja für einen vespäteten Aprilscherz, aber Jerome Boateng scheint tatsächlich zum FC Bayern zurückzukehren. Ein Spieler, den Olympique Lyon in der vergangenen Saison für zu schlecht für die Ligue 1 befunden hat. Ein Spieler, der im Sommer keinen Verein fand (nur deshalb ist ein Wechsel jetzt überhaupt möglich). Ein Akt der Verzweiflung, der die katastrophalen Transferfehler der Münchner im Sommer, als man ohne große Not mehrere Verteidiger hat ziehen ließ, kaschieren soll. Warum kann man eigentlich nicht auf einen aus dem so gerühmten Nachwuchsinternat zurückgreifen, das muss für die betreffenden Spieler ein Schlag ins Kontor, ich formuliere es mal vornehm, sein. Manchmal hilft doch ein Schubser ins kalte Wasser. Ein Louis van Gaal hätte mit Sicherheit einen jungen ausgegraben wie damals Thomas Müller und Holger Badstuber.
Mammutsaison ist zu Ende
Gestern war es endlich soweit. Alle 30 MLB-Teams haben ihre 162 Spiele absolviert, übrig geblieben sind zwölf, die ab morgen den Weltmeister, die Amis mögen es zurückhaltend, ausspielen. Es geht bei Null los, die bisherige Saison gibt allenfalls Anhaltspunkte, weil vor allem die Pitcher-Rotation eine ganz andere sein wird. Aber die Offensive der Braves ist schon ziemlich furchterregend. Wenn ich mich festlegen müsste: Die nächste Konfettiparade findet in Atlanta statt.
In neuen Sphären
Einen geradezu unfassbaren Weltrekord im Marathon stellte die Kenianerin Tigst Assefa in Berlin auf. Und zwar am Sonntag vergangener Woche (gehört streng genommen also nicht mehr in diese Rubrik). Die Zeit lautet 2:11:53 Stunden. Inwieweit die neuen Wunder-Karbonschuhe geholfen haben, sei dahingestellt, es ist trotzdem unglaublich. Diese Schuhe scheinen aber der Gesundheit nicht dienlich zu sein, die Zahl der Knieverletzungen ist signifikant gestiegen. Ich bin gespannt, ob der Weltverband es gegen die Branchenriesen Nike et all es wagt einzuschreiten. Umfassende Untersuchungen sind allerdings ein Muss.
Aus für Satou Sabally
Die deutsche Basketballerin scheiterte mit ihren Dallas Wings an Titelverteidiger Las Vegas Aces, und zwar mit einem 0:3-Sweep. Zumindest die letzte Niederlage in Dallas war unnötig, führte Dallas doch fünf Minuten vor Schluss mit 61:53, bevor gar nichts mehr fallen wollte (zehn (!) Fehlwürfe en suite).. Sabally selbst spielte eine durchwachsene Serie, konnte an ihre großartige Saison, für die sie als am meisten verbesserte Spielerin ausgezeichnet wurde, nicht anknüpfen.
Ihre Schwester Nyara ist dagegen noch im Titelrennen mit New York Liberty. Sie selbst spielt allerdings nur eine untergeordnete Rolle.
Turniersieg für Zverev
Die Formanstieg von Sascha Zverev hält an. In Chengdu gewann er seinen 21. ATP-Titel durch einen Finalsieg gegen den aufstrebenden Russen Roman Safiullin, dem allseits eine gute Zukunft prophezeit wird.
Premiere auf Glas
Am Freitag fand in München eine außergewöhnliche Basketball-Partie statt. Die Akteure des FCBB und MHC spielten auf Glas, wohl erstmals in Europa. Die Reaktionen waren durchweg positiv, guter Grip. Und dann gibt es unzählige virtuelle Möglichkeiten. Die NBA schickte extra Abgesandte, das wäre doch was für die Show-Liga.
Irrsinn der Woche
Es geht mal wieder um den VAR, diesmal in England. Nach einem Tor für Liverpool in der Partie bei Tottenham aberkannte der Schiedsrichter wg Abseits ein Liverpool-Tor, zu Unrecht. So weit, so schlecht. Der VAR schritt ein, und jetzt wird es kurios. Angeblich sah der VAR den Fehler, doch aufgrund eines Kommunikationsfehlers dachte der Schiedsrichter, seine Entscheidung würde bestätigt und setzte das Spiel mit Freistoß Tottenham fort. Erst jetzt wurde allen der grobe Schnitzer bewusst, doch ein zurück war nicht mehr möglich. Es blieb nach der Partie nur zähneknirschendes Entschuldigen. Dazu hätte ich noch eine Anmerkung: Wenn es wirklich eine dermaßen klar falsche Entscheidung war, die fast sofort bemerkt wurde: Warum geht der Schiedsrichter dann nicht zum Tottenham-Kapitän, erklärt die Sachlage und überlässt den Rest dem Fairnessgedanken der Spurs, die dann eben mehr oder weniger wehrlos einen Treffer zulassen. Predigen wir nicht immer Fairness, gerade in England?
Wem Football fehlt, den vertröste ich auf morgen nach dem MNF.
Das wird die Woche, die wird
Ah, endlich wieder Champions League
Der 2. Spieltag steht an mit dem Kracher Kopenhagen vs Bayern. Die Eisernen bekommen es bei ihrer Heimpremiere im ausverkauften Olympiastadion mit Sporting Braga zu tun. Am Mittwoch dann BVB vs Milan und Leipzig vs City. Der internationale Schlager der Woche ist Napoli vs Real (in der Union-Gruppe). Viel von der Meistereuphorie in Neapel, ich war live vor Ort, ist nach einem eher mauen Saisonstart und einigen Querelen nicht übriggeblieben.
Der Eiertanz geht weiter
So ganz langsam neigt sich die Vorrunde der Rugby-Weltmeisterschaft dem Ende entgegen. Überraschungen sind bisher ausgeblieben, dafür gab es einige extrem hohe Ergebnisse. Man erwägt ja für die nächste WM 2027 eine Aufstockung, ob das dienlich ist, wage ich zu bezweifeln, aber ich bin da nicht wirklich kompetent, um das beurteilen zu können. Die interessantesten Spiele aus meiner Sicht sind am Samstag Irland vs Schottland und am Sonntag Japan vs Argentinien.
Im Baseball wird es ernst
Nach der Monstersaison geht es jetzt erst so richtig los – erst mal mit vier Wildcard-Games (Best of 3). Die jeweils ersten beiden Partien sind bereits für heute und morgen angesetzt. Im vergangenen Jahr waren diese Serien zum Teil höchst unterhaltsam.
Zverev auf Punktejagd
Die Tenniselite Männlein und Weiblein (allerdings beileibe nicht vollzählig) trifft sich diese Woche in Peking. Die Männer spielen ab morgen das Halbfinale aus. Dabei trifft Zverev auf seinen diesjährigen Dauerkonkurrenten Daniil Medwedew. Er hat sich ja schon bis auf Platz 10 der Weltranglistevorgearbeitet und dieses Jahr keine Punkte mehr zu verteidigen. Das ATP-Finale ist also mehr als realistisch. Zurzeit liegt er im Race auf den 7. Platz. Die Frauen sind erst im Achtelfinale angelangt, auch mit einer Top-Besetzung umd Swiatek, Gauff und Sabalenka.
Gleichzeitig beginnt am Mittwoch schon das Masters in Schanghai. Dort ist bis auf Djokovic die komplette Weltelite am Start.
Volleyballer auf Paris-Mission
Bisher läuft die Olympiaqualifikation der deutschen Volleyball-Männer nach Plan. Gespielt wird in drei Achtergruppen, von denen sich jeweils die ersten Zwei direkt für Paris qualifizieren. Deutschland ist in der Italien-Gruppe. Dahinter scheint Brasilien der härteste Rivale. Auf die trifft man in der Nacht zu Mittwoch.
Und sonst?
Mittlerweile haben alle Ligen ihren Betrieb aufgenommen (bis auf die Volleyballer, versteht sich. Im Snooker stehen die English Open an, im Darts der World Grand Prix.
von Münchner Löwe | Okt. 2, 2023 | Allgemein
Blick über den Teich, MLB
Die Rangers haben den Divisionssieg tatsächlich noch vergeigt. Im entscheidenden Spiel am Sonntag gelang ihnen kein einziger Run (und auch nur vier Hits) bei den Mariners. Da nutzte das gute Pitching nichts, denn zumindest einen Run schafften die Mariners. Gleichzeitig gewannen die Astros klar gegen die Diamondbacks. Letztlich kam es so, wie zu erwarten. Die Mariners knieten sich voll rein bei ihrem Heimabschluss, den Backs war es ziemlich wurscht im Hinblick auf die Wild Card.
Die doch ziemlich drastische Folge. Anstatt sicher in den Play-offs zu sein, wo man in der 1. Runde auch noch Heimrecht hätte, müssen die Rangers in den Wild Cards auswärts bei den Rays ran in einer Best-of-Three-Serie.
Morgen finden alle vier ersten Partien der Wild Card statt.
21:00: Rays vs Rangers
22:30: Twins vs Blue Jays
01:08: Brewers vs Diamondbacks
02:08: Phillies vs Marlins
Tags darauf sind dann jeweils zur gleichen Zeit bereits die zweiten Spiele
Gestern nahm ein Großer Abschied. Miguel Cabrera beendete seine großartige Laufbahn und wurde in Detroit dementsprechend gefeiert. Seine Bilanz: 511 Homeruns, 1881 RBIs, zweimal MvP, einmal die Triple Crown. Bestmarken für einen Venezolaner, und da ist Baseball Volkssport.
Ich kann mich noch gut an seine Rookie-Saison mit den Marlin (damals noch Florida) erinnern, als er die World Series gewann. Da gab es Riesenärger bei den Yankees, wie ihnen ein solches Talent durch die Lappen gehen konnte.
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