von Münchner Löwe | Dez. 9, 2025 | Allgemein, Formel 1, Handball, Wintersport, WM, Wochenrückschau
Lando Norris Formel-1-Weltmeister, die Handballfrauen topp und Seriensiegerinnen bei den Alpinen. Übderhaupt viel Wintersport und Bälle-Kampf in allen Variationen.
Gott sei dank wars langweilig
Vorm letzten Grand Prix in Abu Dhabi war klar: Lando Norris reicht Platz 3, und was geschieht: Lando Norris fährt auf Platz 3 und beschert McLaren den ersten Fahrertitel seit Lewis Hamilton 2008. Ein Rennen ohne große Höhepunkte, dass der Noch-Weltmeister Max Verstppen souverän für sich entschied. Letztlich langweilig, aber Gott sei Dank!
Denn Spannungs-Autoren einer Netflixserie (die die Königsklasse ja so liebgeonnen haben), hätten daraus mehr gemacht. Etwa als Norris nach einem Boxenstopp auf Verstappens Red-Bull-Teamkollegen aufgefahren ist. Ganz schnöde überholen ließ sich der Japaner.
(In einer Netflix-Fiktion wäre er Norris sicher ins Auto gerammt, sodass dieser an die Boxen gemusst hätte und eine unglaubliche Aufholjagd starten müssen. Ehe er dann 2 Runden vor Schluss auf Platz 4 (wie gesagt: Er brauchte Rang 3) liegend wieder auf Tsunoda aufläuft. Kann er ihn überholen? Alles Fiktion).
Norris rettete also seinen Punktevorsprung ins Ziel und holte den ersten WM-Titel seiner Karriere. Die Diskussionen, ob das verdient ist oder nicht, sind ebenso müßig wie die Frage, ob Norris ein „attraktiver“ Weltmeister ist oder nicht viel zu langweilig. Er profitierte ja vor allem von Red Bulls Katastrophenwagen bis zur Sommerpause im August (so dass Versappens Aufjoljagd zu spät kam). Norris profitierte außerdem von dem noch immer sehr rätselhaften Formabbau seines Teakollegen Oscar Piastri, dem ab September fast gar nichts mehr glückte.
Ist Norris der schnellste Fahrer im Feld? Wahrscheinlich nicht, das ist mit ziemlicher Sicherheit der abgelöste Vestappen. Aber das genügt nicht, und um die Wahrheit die Ehre zu geben. Wären die McLarens nicht vor drei Wochen nach dem GP von Las Vegas wegen eines unzulässig abgeschliffenen Ungerbodes disqualifiziert worden, hätten wir gar keinen Showdown mehr gesehen. Alles nur Zufall?
Ich kann mit Weltmeister Norris gut Leben, auch wenn ich Piastri lieber ganz oben gesehen hätte. aber der junge Australier hat es selbst weggeworfen; warum, das wierden er, sein Berater Mark Webber und sein Team McLaren hoffentlich gut analysieren.
Handballerinnen begeistern
Fast mutete der Weg der deutschen Frauen ins Viertelfinale wie ein Spaziergang an. 6 Spiele, 6 völlig ungefährdete Siege: Der Traum von einer Medaille lebt. Es gibt im Team nicht die eine Superstarin, auf die alles angelegt hat. Die Truppe ist sehr homogen, gleichsam sgtark in Abwehr und Angriff, kaum auszurechnen. Wenn ich überhaupt jemanden herasstellen möchte, dann ist das mit Sicheheit die Torfrau Katharina Filter, Kapitänin Antje Döll und Rückraumspielerin Emily Vogel, besser bekannt noch unter ihrem Mädchennamen Bölk. aber auch viele junge Akteurinnen haben ihre Klasse gezeigt.
Heute im Viertelfinale gegen Außenseiter in der erneut ausverkauften Dortmunder Weltfalenhalle ist natürlich großer Druck. Eine Niederlage, und der ganze schöne Eindruck ist futsch. Erstmals im ZDF, das ist auch ungewohnt. Andrerseits lockt das Halbfinale, der größte Erfolg seit Jahrzehnten, und der Dortmunder Heimvorteil ist nicht nur im Fußball, sondern auch im Hanball für das eine oder andere Tor gut.
Robinson und Scheib – im Riesenslalom enteilt
2 Riesenslaloms standen am Wochenende im kanadischen Mont-Tremblant auf dem Programm, und die Siege teilten sich die beiden besten Läuferinnen in dieser Disziplin. Am Samstag triumphierte die Neuseeländerin Alice Robinson, eine Woche nachdem sie schon in Copper Mountain erfolgreich war. Am Sonntag revanchiewrte sich Julia Scheib, die tags zuvor ausgeschieden war und sichewrte sich mit einem unfassbaren zweiten Lauf den zweiten Saisonsieg (nach Sölden zum Auftakt im Oktober). Robinson bestätigte ihre Klasse mit einem dritten Platz, noch hinter der wieder aufstrebenden Sara Hector aus Schweden.
Riesenslalom ist seit Jahren die schwächste Disziplin de Deutschen. So muss Platz 12 für die junge Emma Aicher im 1. Rennen schon als Erfolg gelten (das 2. Rennen verhaute sie völlig und verpasste als 36. gar das Finale der besten 30.
Zweifacher Sieger bei den Männer-Rennen auf pistenbedingt jeweils stark verkürzten Strecken in Beaver Creek schaffte Marco Odermatt. In der Abfahrt am Donnerstag gewann er vor Ryan Cochran Siegle (USA) und AJ Sejerstedt aus Norwegen. Im Reisenslalom rettete er im 2. Durchgang seine komfortable Halbzeitführung gerade noch so ins Ziel vor dem erstaunlich auftrumpenden Italiener Alex Vinatzer (zum ersten Mal auf Weltcup-Podest) Pech (ode vielmehr Unvermögen) hatte Fabian Kratz, der nach seinen tollen Platz 6 zur Halbzeit im 2. Durchgang total verkrampfte und folgerichtig ausschied. Schade, das wäre das sichere Olympia-Ticket gewesen.
Den Sieg im 3. Rennen, den Super-G am Freitag, sicherte sich de österreichische Routinier Vincent Kriechmayr, dem allerdings die frühe Startnummer zupass kam. Die Verhältnisse wurden immer schlechter und nach 32 Fahrern brach die Jury das Rennen ab, genau dann also, damit das Ergebnis bis dato auch gewertet werden kann.
Müller ohne weiteren Titel
Den holte sich im MLS-Finale Inter Miami mit den argentinischen Weltmeistern Lionel Messi und Di Paul eben gegen Mülles Vancouver. Die Partie in Fort Lauderdale war durchaus stimmungsvoll (ein Publikum, das dem Spielgeschehen folgt, was ist das denn?), das Tempo eher überschaubar, vielleicht auch der Winterwärme geschuldet (28 Grad Celsius). Thomas Müller spielte unauffällig, trieb die Kanadier immer wieder an. Die glichen in der 2. Halbzeit eine recht frühe Führung Miamis aus und waren drauf und dran, das Spiel für sich zu entscheiden, doch dreimal innerhalb von Sekunden stand der Pfosten einer Führung im Weg.
Es war dann der immer noch geniale Messi, der mit zwei großartigen Vorlagen (eine davon im Bereich genial, das kann nur er) die Partie mt entschied. Zunächst bediente er mit einem Lochpass den alten Weggefährtgen Di Paul, kurze Zeit später gemeinsam mit Tadeo Allende, einen weiteren argentinischen Landsmann. In dieser Form wird Lionel Messi auch beim WM-Turnier im Sommer dem Titelverteidiger eine wertvolle Stütze sein.
Und sonst?
- Bundesliga: Die Bayern in der Krise, hießt es nach dem mühsamen Weiterkommen im Pokal während der Woche beim 1. FC Union. Die Krise sah dann soh aus, dass die Münchner gleich mit 5:0 beim VfB Stuttgart gewannen auch dank dreier Treffer von Harry kane, obwohl der Engländer erst zur Pause eingewechslet wurde. Schlussmann Manuel Neuer wurde geschon, und prompt blieben die Münchner zum ersten Mal seit Wochen ohne Gegentreffer.
Härtester „Verfolger“ bleibt RB Leipzig nach dem 6:0 über Eintracht Frankfurt, allerdings schon mit 8 Punkten Rückstand.
Im Tabellenkeller bäumt sich der 1. FC Heidenheim auf. Zum 2. Mal in folge gelang in der Nachspielzeit der Siegestreffer, diesmal traf Stefan Schimmer zum 2:1 gegen Freiburg.
Unterschiedlicher Trainereffekt: Der FC Augsburg mit dem alten neuen Coach Manuel Baum gewann mit 2:0 über Bayer Leverkusen, Mainz 05 (Interins-Coach Benjamin Hoffman) unterlag zu Hause Borussia Mönchengladbach mit 0:1.
- Internationale Ligen, England: Das bisher so wouveräne Arsenal kommt in der Premiewr League etwas ins Straucheeln. Die Londoner verloren am Samstag eine spektakuläre Partie bei Aston Villa mit 1:2; der Vorsprung auf Manchester City (3:0 gegen Sunderland auch ohne haaland-Treffer) beträgt nur noch 2 Punkte.
Riesenstress beim FC Liverpool, das bei Leeds United trotz 2:0- und 3:2-Führung nur 3:3 spielte: Der in der vergangenen Saison überragende Mo Salah saß 90 Minuten auf der Bank (völlig verdient wegen akuter Formschwäche) und moserte hinterher aufs übelste gegen Traine Arne Slot. Folge: Suspendierung fürs Champions-league-Spiel bei Inter, und die Zeichen stehen auf vorzeitigem Abschied.
Spanien: Stress, das hat auch de neue Real-Trainer Xabi Alonso. Nsch dem letztlich verdienten 0:2 gegen Celta Vigo gab es neben dem üblichen Miserabel-Verlieren-Könnens (2 Rote Karten, Tumulte auf der Bank) auch schwere Anschuldigungen gegen den Ex-Bayer-Meistertrainer; der angeblich seinen Kader überhaupt nicht im Griff hat. „Er hat die Kabine verloren“, wie das so hübsch heißt. Fortsetzung folgt mit Sicherheit.
Die Gunst der Stunde nutzt der FC Barcelona. Vor einem Monat nach der Niederlage im Clasico noch am Boden, haben die Katalanen jetzt in 5 pargtien insgesamt 9 Punkte gutgemacht auf Real und führen plötzlich in der Primera Division mit 4 Zählern.
- Basketball: Quo vadis, Bayern? Erneute Auswärtsniederlage in der Euroleague, diesmal bei Partizan Belgrad, obwohl dort die Fans nach dem Aus von Trainelegende Sasa Obradovic stinksauer aufs eigene Team sind und zwischenzeitlich sogar die Münchner anfeuerten.
Immerhin: In der BBL läuft es gut, denn dort verteidigten die Bayern die Tabellenführung durch einen Heimerfolg über Pokalsieger Mitteldeutscher BC.
- Wintersport: Ich beschränke mich auf die ersten Einzelrennen im Biathlon, wo bei den Frauen mein finnisch-österreichisches Herz vergnügt klopfte. In Östersund feierte Suvi Minkkinnen im Sprint ihren ersten Weltcupsieg, in der Verfolgung war Lisa Theresa Hause nach einer makellosen Schießleistung nicht zu schlagen, allerdings nur, weil die bis dato Führende Minkkinen ihren allerletzten Schuss verfehlte..
Bei den Männern dominieren die Norweger weiter trotz des Abfangs der Bö-Brüder Tarjej und Johannes Tignes. Johan Olav Bodn, vor dieser Saison aus dem EBU-Cup-Team hochgezogen, triumphierte in Einzel und Sprint. Erstaunlicherweise landete in der Verfolgung kein Norge-Läufer, sondern der Franzose Quentin Fillot-Mallet ganz oben auf dem Stockerl. Deutsche Podestplätze bei Frauen und Männern weit entfernt, zum ersten Mal seit 2019 bei einem Saisonauftakt.
von Münchner Löwe | Dez. 8, 2025 | Allgemein
Entscheidung in der Handball-WM, viel Wintersport un Europa, un d die Bälle fliegenin ganz. Europa in den Hallen un d auf den Feldern, national und international.
Für die Handball-Frauen wird es ernst
Die Pflichtaufgabe haben die Deutschinnen bei der Heim-WM souvberän gelöst und sind mit 6 Siegen in 6 Spielen ins Viertelfinale gestürmt. Dort wartet Amerika-Meister Brasilien, bei allem Respekt und aller Hochachtung eine lösbare Aufgabe. Immerhin hat es das Team geschafft, dass die Fernsehzuschauer jetzt auch öffentlich-rechtlich gucken dürfen, denn das ZDF zeigt zumindest die deutsche Partie. Wobei die Hanball-Fans mit den Übetragungen von sporteurope durchaus zufrieden sein dürften.
Sie haben bisher großen Spaß gemacht von Törhüterin Falter, einer starken Abwehr und dem recht jungen Rückraum. Die Hürde Brasilien sollte noch zu nehmen sein. Was sich dann auftürmt (am Freitag aller Wahrscheinlichkeit nach Dänemark), ist dann ein ganz anderes Kaliber.
Die Partie am Dienstag in Dortmund wird so oder so die letzte in Deutschland sein. Das Final Four kommt am Wochenende mit den Halbfinali, Spiel um Platz 3 und Endspiel zur Austragung. Haushoher Turnierfavorit sind die Norwegerinnen, die sich bisher so überhaupt keine Blöße geben. Frankreich und Co-Gastgeber Holland müssen schon auf einen schwachen Norge-Tag hoffen.
Erst 2 Viertelfinal-Partien sind fix angesetzt, weil Frankreich und Holland erst heute die Reihenfolge ihrer Hauptrundengruppe ausspielen
Di., 18:00: Deutschland – Brasilien
Di., 20:30: Norwegen – Montenegro
Mi.., Dänemark – Frankreich/Niederlande
Mi., Ungarn – Niederlande/Frankreich
Skizirkus wieder in Europa
Kaum zu glauben: Nach insgesamt 7 Rennen in technischen Disziplinen (3 Slaloms, 4 Riesenslaloms) dürfen die Frauen tatsächlich in Speeddisziplinen ran. In St. Moritz ab Freitag 2 Abfahrten und 1 Super-G auf dem Programm. Allerdings ohne die Lokalmatadorin Lara Gut-Behrami, bei der sich der Verdacht auf Kreuzbandriss nach ihrem Sturz leider bestätigt hat. Entgegen ihrer ursprünglichen Planung wird Gut-Behrami noch eine Saison dranhängen, immerhin im Januar 2027 mit der Ski-WM in Crans Montana.
Meine Favoritin für die anspruchsvollen Rennen auf der Corvigla ist Sofia Goggia: Die Italienerin ist sicher die Schnellste im Feld, die Frage ist halt, ob sie heil und einigermaßen fehlerfrei ins Ziel kommt. Ebenfalls zu beachten die Österreicherinnen um Conni Hütter, Lauren Macuga aus den USA, die Norwegerin Kajsa Vickoff Lie.
Aus deutscher Sicht sehr spannend wird das Abschneiden von Emma Aicher sein, die in den März-Rennen gerade in Abfahrt und Super-G aufzeigte.
Ob die zurzeit Weltcup-Führende Mikaela Shiffrin an den Start geht (bestenfalls im Super-G am Sonntag), wird sich zeigen.
Die Männer bestreiten am Samstag und Sonntag Riesenslalom und Slalom in Val d’Isere in grauer Vorzeit als Kriterim des ersten Schnees bekannt. Im Riesenslalom ist Marco Odermatt das Maß aller Dinge, im Slalom der Kreis der Favoriten riesig groß.
Erste Vorentscheidungen in der Königsklasse?
Der 6. Spieltag am Dienstag und Mittwoch, und wenn ich es richtig sehe, kann zumindest der FC Arsenal mit einem weiteren Sieg in Brügge (Mi., 21:00) das Achtelfinal-Ticket fix lösen.
Trotz der Niederlage bei den Gunners hat auch der FC Bayern glänzende Aussichten auf den direkten Einzug ins Achtelfinale ohne Zwischenrunde, die sich mit edem erwarteten Heimerfolg gegen Sporting Lissabon (Di., 18:45) weiter verbvessern würden. Gleiches gilt für den BVB (vs Glimt/Mi., 21:00).
Extrem schwierig, dafür umso attraktiver wird die Aufgabe für Eintracht Frankfurt beim FC Barcelona (Di., 21:00). Sportlich kaumzu bewältigen, aber die Hessen dürfen als erstes internationale Team im umbebauten Camp Nou vorspielen. Jenem Camp Nou, das die Eintracht-Fans vor 4 Jahren bei ihrem Ritt durch Europa in ein heimstadion umfunktionierten. Die Stimmung jetzt ist allerdings eher mau.
Ebenso zu beachtende Partien
Di., 21:oo: Inter – Liverpool
Mi., 21:00: Bayer – Newcastle
Mi., 21:00: Real – ManCity
Und sonst?
- Bundesliga: Nominelles Topspiel des 14. Spieltags ist das Rheinderby zwischen Byer Leverkusen und dem 1. FC Köln (Sa., 18:30). Der FC Bayern empängt erst am Sonntag den FSV Mainz 05 (15:30), wellch Debüt für den neuen Trainer der Gäste, Ulf Fischer. Schon am Freitag trifft Fischers Ex-Team 1. FC Union auf RB Leipzig. Der Plastikclub aus Sachsen ist den Fans der Eisernen seit jeher ein Dorn im Auge.
- 2. Bundesliga: Der mittlerweile souveräne Tabellenführer (tatsächlich!?) Schalke 04 empfängt den 1. FC Nürnberg. Traditionalisten werden angesichts dieses Duell zweier ehemaliger Superteams (sehr, sehr ehemalig …) vor Wonne aufseufzen. Immerhin reicht es für eine Fanfreundschaft bis heute.
- Internationale Wettbewerbe: In der Europa League am Donnerstag haben der VfB Stuttgart (vs Tel Aviv) und der SC Freiburg (Salzburg) sehr machbar klingende Heimspiele. Mainz verpulvert in der Conference in Posen wichtige Kräfte (oder ist es ein Fischersches Einspielen für München).
- Internationale Ligen, England: Der Vorsprung von Arsenal schmilzt, ein Heisieg gegen den Letzten Woverhampton (Sa., 21:00) ist da Pflicht. Vor allem Verfolger Manchester City scheint sich gefangen zu haben, das Pep-Team, hat bei Crystal Palace mit Ösi-Erfolgstrainer Oliver Glasner (So., 15:00) aber eine knifflige Aufgabe.
Spanien: Mal sehen, ob der umstrittene Xavi Alonso diese Woche bei Real Madrid übersteht nach diesen Chaos-Tagen. Wenn, dann sitzt der Coach in der Partie bei Deportive Alaves (So., 21:00) auf der Bank. Das schon leicht enteilte Barca (4 Punkte Vorsprung) kann tags zuvor gegen Osasuna vorlegen.
- Basketball: Ein besonderes Auswärtsschmankerl wartet auf den FC Bayern in der Euroleague. Die Münchner müssen die beschwerliche Reise nach Dubai (zwar nicht Europa, dafür viel Geld sich reinzukaufen) antreten. Dubai hat sogar bisher einen Sieg mehr gesammelt als der FCB, de auf den drittletzten Platz der 20er-Liga abgestürzt ist.
Besser läuft es in der Bundesliga, wo man Tabellenführer ist, allerdings am Sonntag bei den baskets Oldenburg gefordert ist.
- Handball: Doppelspieltag in dr HBL: Dem mittlerweile klar führenden Tabellenführer SC Magdeburg (6 Minuspunkte) dürften auch die Hürden zu Hause MT Melsungen (Mi., 20:00) und auswärts Gummersbach (So., 18:00) keine größeren Probleme bereiten.
Interessant vielleicht das Duell um Champions-League-Plätze zwischen der SG Flensburg-Handewitt und den Füchsen Berlin (Do., 19:00).
- Wintersport: volles Programm am Wochenende unter anderem mit Biathlon in Hochfilzen, Skilanglauf in Davos und Skispringen in Klingenthal.
von Münchner Löwe | Dez. 6, 2025 | Fußball, sportpolitik, WM
Es war ja einiges Schreckliches zu erwarten am Freitag für die Auslosungs-Zeremonie in Washington. Doch was vor allem Gianni Infantino, der Chef des Fußball-Weltverbandes, veranstaltete, ging weit über die schlimmsten Befürchtungen hinaus. Zusammenfassen lässt sich die Veranstaltung mit fogenden Worten: 2 alte, durch und durch korrupte, weiße Männer vergewaltigen den Fußball, und keiner tut etwas dagegen
Gott sei Dank war ich mit meiner wunderbaren Schwester bei einem hervorragenden Vietnamesen verabredet, so dass ich gar nicht in Versuchung geriet, mir diese Katastrophe und Niedergang aller guten Sitten live anzusehen. Als ich heimkam, überflog ich die Kommentare, die ließen schon Grauenhaftes erwarten. Da ich plante, hier ein paar Zeilen zu schreiben, „musste“ ich mir natürlich selbst ein Bild machen. Ich neige nämlich nicht zu Katastrophen-Tourismus, mein Dasein als Löwen-Fan mit all den damit verbundenen Irrungen und Wirrungen reicht da völlig aus.
Die Schleimspur des Gianni I.
Im Mittelpunkt des Grauens: Gianni Infantino und Donald Trump. 2 alte Männer. Der eine (Gianni, oder Jonny, wie ihn Donnie zu nennen pflegt). Ein skrupelloser, geldgieriger Funktionär mit mehr Dreck am Stecken als die Kläranlage einer Großstadt an einem Tag hergibt, weswegen er mittlerweile in ihm wohlgesonnenen Doha (oder ist es das wohlgesonnene Dubai?) sein Domizil aufschlägt. Der andere (Donald): Dem Rang nach Präsident der Vereinigten Staaten, aber tatsächlich: Topterrorist und Massenmörder. Und was macht Gianni? Erfand kurzfristig einen FIFA-Friedenspreis, den natürlich Donnie als Erster erhalten sollte, wenn es schon mit dem Friedensnobelpreis nicht geklappt hat (Donald Trump: ist mir nicht mehr so wichtig). Die Lobrede, die danach Gianni auf seinen guten Buddy Donnie hielt, war das Widerwärtigste, Schleimigste, Unanständigste, Armseligste, was je ein Sportfunktionär von sich gegeben hat. Und diesbezüglich ist die Messlatte angesichts der ganzen Widerwärtigkeiten der Samaranchess und Blatters und Bachs (das sind nur die Allerallerschlimmsten) selbst und auch von Infantino selbst (etwa in Katarrh vor 4 Jahre) so hoch wie der Mount Everest. Die Gianni mühelos übersprang („Du bist es, der Frieden schafft“) wie Mondo Duplantis mit dem Stab die 5 Meter. Die Lobhudelei galt wohlgemerkt einem Mann, der gerade den Befehl ausgibt, Schiffe vor Venezuela zu versenken und die Besatzung zu ermorden, der Somalia und die migrierten Somalis als „Müll“ bezeichnet, der unmittelbar vor der Zeremonie den Befehl ausgab, das liberale Europa zu zerstören. Für die Veranstaltung selbst, die nächsten Sommer stattfinden wird, prophezeite Infantino in aller BVescheidnheit: „Das wird das größte Ereignis, das die Menschheit je geschaffen hat.“ 104 Fußballspiele (satte 40 mehr als bei der letzten WM) stehen auf dem Programm. „Dass ist 104-mal der Super Bowl.“ Apropos Superball: Im Fußball-Überschwang will Trump American Football unbennen, damit „Soccer“ endlich „auch in den USA Soccer endlich Football heißen kann.
Das mit Fußball-Funktionären (und -Trainern, -Direktoren) aus aller Welt durchsetzte Auditorium in Washington brach angesichts dieses Irrsinns zwar nicht in Jubel aus, Protest hörte ich allerdings auch nicht – im Gegeteil. Hinterher befand DFB-Chef Bernd Neuendorf, dass diese Auszeichnung doch verdient sei angesichts der Trumpschen Verdienste um den Frieden in Gaza (ein Frieden, bei dem immer noch täglich Dutzende Menschen den Gewalt-Tod finden, nota bene) und ließ den Diktatfrieden in der Ukraine ebenso aus wie das Vernichten von Menschenleben in der Karibik sowie den nationalen Irrsinn, den Trump jeden Tag veranstalten lässt. Andererseits ist es halt der Funktionär Neuendorf: ein armseliger, skrupelloser, geldgieriger, egoistischer Mann, dem der Fußball selbst völlig egal ist. Er steht zwar dem mitgliederreichsten Sportverband (heißt es zumindest) der Welt vor, zieht aber nur seinen Schwanz ein, wenn er für diese Mitglieder sprechen müsste. Hat wohl Angst um die FIFA-Fantastilliarden, die er persönlich so einsackt samt bezahlten Luxus-Urlaub in Washington, der Karibik und anderen FIFA-Tagungsstätten.
Trump (mit besonders orangenem Antlitz, wie mir schien) nahm die Ehrehrbietung samt schrecklich-protzig-güldenem Pokal erfreut die Kenntnis („eine meiner schönsten Auszeichnungen“), lobte seinerseits Infantino und freut sich auf die 20 Milliarden Dollar („really, so much?“) Einnahmen, die das Turnier so bringen wird. Erstaunlicherweise hielt er sich relativ kurz und vor allem mit seinen berühmten Anklagen zurück gegen die Vor-Regierung und auch den Mit-WM-Gastgebern (genau, in Mexiko und Kanada finden auch Spiele statt, man konnte es fast übersehen trotz der anwesenden Regeierungs-Chefs).
Zum Schluss die Village People
Garniert wurde der zauberhafte Abend mit Gesangseinlagen von alternden Künstlern: keine Taylor Swift, Rihanna oder andere aktuelle Topstars, dafür die bei Sportereigissen offenbar unvermeidlichen Andrea Bocelli, Robbie Williams und natürlich auch Trumps Lieblinge, die Village People, zu denen er so gerne tanzt (diesmal nicht): Ja, genau die Village People, einst in den 80ern eine aufsässige Schwulen-Band (besser: Liebling der Schwulen), jetzt (fast in derselben Besetzung) die Combo eines (noch dazu besonders reaktionären und schwulenfeindlichen) Präsidenten – wer hätte dies für möglich gehalten. Und als Moderatorin ward tatsächlich die Deutsche (!) Heidi Klum erkoren: sehr blond, sehr offenherzig und neben Co.-Mod. Kevin Hart sehr riesig, oder auch: eine Frau, die bestens in Trumps Frauen-Beuteschema passt …
Ach ja, die Auslosung selbst
Nach mehr als einer Stunde (ich: viel fast forward) erbarmten sich die Kombattanten, schritten zum eigentlichen Zweck der Veranstaltung und führten die 48 Endrunden-Teilnehmer in 12 Vierer-Gruppen zusammen, Die „deutsche“ Gruppe mit Curacao, die Elfenbeinküste und Ecuador gilt in der allgemeinen Einschätzung als „leicht“ und „machbar“. Das ist sicher zutreffend, weil es schwieriger hätte kommen können (Norwegen! Italien!!), aber: Immerhin sind die Ivorer amtierender Afrika-Meister und Ecuador wurde in der südamerikanischen Qualifikation starker Zweiter hinter Argentinien, aber klar vor Brasilien, Kolumbien und Uruguay. Und das lag nicht alleinb an den Heimspielen in der 4000 Meter hoch gelegenen Hauptstadt Quito. Außerdem verbietet sich angesichts des jeweils desaströsen Vorrunden-Aus des deutschen Teams 2018 und 2022 ohnehin jeglicher Hochmut.
Ausscheiden ist dieses Mal allerdings noch schwieriger geworden, weil sogar 8 der 12 Gruppendritten die K.-o.-Runde erreichen – die nächste Farce dieser an Farce so reichen Fußball-WM, für die wir jetzt den riechtigen Vorgeschmackk bekommen haben.
von Münchner Löwe | Dez. 5, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Nach sage und schreibe 1297 (!) Partien hat LeBron James in einer NBA-Partie nicht zweistellig gepunktet. Diese Serie startete am 6. Januar 2007, also vor fast 19 Jahren.
Absurderweise ist er selbst “schuld” am Serienende. Beim Stand von 120:120 zwischen seinen Lakers und den Raptors hatte LeBron mit 8 Punkten auf der Habenseite den Ball, als nur noch Sekunden zu spielen waren. Er hätte also werfen können oder die Uhr auslaufen lassen können, damit er in den 5 Minuten der Overtime seine 2 noch notwendigen Punkte für die “double digits” macht (was ihm ziemlich sicher gelungen wäre). Weder das eine noch das andere geschieht: Vielmehr passt er den Ball zu Rui Hachimura, dessen Buzzerbeater den Sieg für die Lakers beschert. “Wir haben gewonnen”, beschied James hinterher über sein Serienende. Wohlwissend, dass dies in dieser Saison früher oder später höchstwahrscheinlich eh passiert wäre. Vor allem aber in dem Wissen, dass diese 1297 Partien zweistelliges Punkten tatsächlich ein Rekord für die Ewigkeit sein werden. 1300 Spiele wären nice gewesen, aber what shells, wie der Engländer nicht sagt.
Ich mag James nicht besonders, spätestens seit der unrühmlichen Heat-Serie vs die Mavericks 2011, als er die Gegner und vor allem Dirk Nowitzki verarschte. Ich halte ihn zudem für einen Egozocker, und ob er jetzt den Lakers wirklich hilft, wage ich angesichts anbahnenden Wechseltheaters und des recht geringen Gegenwerts für sein Monstergehalt von meh als 50 Mio/Jahr für zweifelhaft. Aber dass er neben Michael Jordan, den ich übrigens auch nicht leiden konnte (mit den meisten Superstars habe ich es offenbar nicht so/Ausnahmen u. a. Mikaela und Roger), der beste Basketballer aller Zeiten ist, steht wohl außerhalb jeder Diskussion.
von Münchner Löwe | Dez. 2, 2025 | Fußball
Jetzt ging es doch ganz schnell. Nach dem blutleeren und vor allem in de 1. Halbzeit grauenhaften Auftritt zogen die Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg die übliche Reißleine, und feuerten Trainer Sandro Wagner. Der Aufbruch zu neuen Ufern, den der FCA mit dem charismatischen Coach anstrebte, ist jämmerlich gescheitert. Was bestimmt nicht nur an Wagner lag, der andererseits nie auch nur ansatzweise seiner Mannschaft ein Gesicht geben konnte.
Attraktiv sollten die Schwaben spielen, und erfolgreich. Beides war zuletzt nicht einmal mehr in Spuren zu entdecken. Kein Schwung nach vorne, dafür eine haarstäubend schwache Abwehr, die den Gegner zum Toreschießen einlud; zuletzt die Hoffenheimer bei einem nie gefährdeten 3:0 (noch gnädiges Ergebnis), das letztlich den Ausschlag für den Schritt gab, sich von Wagner zu trennen. 27 Treffer hat Augsburg kassiert, neben Heidenheim sind das die meisten in der Liga.
Von Anfang an polarisierte Wagner, stellte seine Person zu Beginn extrem in den Vordergrund, ein dankbarer Partner für die nach News gierenden Medien. Nicht alle seiner Sprüche waren dabei so missglückt wie jener nach der Niederlage gegen den FC Bayern, dass die Münchner im Prinzip keine stärkeren Speieler hätten als Augsburg. Da blieb auch keine Deutung, wie diesen Irrsinn hätten zutreffend machen können. Irrsinn blieb Irrsinn.
Vom neuen Angriffsgeist blieb auch herzlich wenig. 15 erzielte Tore, das ist ebenfalls unterdurchschnittlich.
Für Wagner spricht, dass er persönlich ins Risiko gegangen ist, als er seinen sicheren und bestimmt gut dotieten Job als Assistenztrainer der Nationalmannschaft (und die Aussischt auf die WM 2026) gegen den Schleudersitz als verantwortlicher Coach eines Bundesligisten eingetauscht hat. Er blieb, soweit ich das beurteilen kann, auch bei sich und verstellte sich nicht. Fußball-Sachverstand wird ihm niemand absprechen, er ist ein hervorragender Experte im Fernsehen. Andererseits hat er jetzt nicht beweisen können, dass er in täglicher Trainingsarbeit Spieler und Team verbessern kann. Es gibt jedoch bestimmt genug verzweifelte Fußball-Verantwortliche, die es auf einen Versuch mit ihm auf der Bank ankommen lassen werden, da habe ich wenig Zweifel.
Die Augsburger Profis werden nun zumindest bis Weihnachten von Manuel Baum angeleitet: ein alter Bekannter, der bei den Schwaben schon 2016 bis 2019 den Posten des Cheftrainers inne hatte. In den 3 durchaus komplizierten Spielen gegen Leverkusen, in Frankfurt und gegen Bremen geht es in erster Linie um Konsolidierung; ein paar Pünktchen wären hilfreich, um sich die Abstiegszone vom Leib zu halten. Es ist ja kaum zu glauben: Seit dem Aufstieg 2011 hat sich der FCA konstant in de Bundesliga gehalten, also 14 Saisons mehr oder weniger souverän den Klassenerhalt geschafft.
Ob dann aus der Interims- eine Dauerlösung Baum wird (Dauer im Sinne von Fußball-Trainer-Dauer, also vielleicht anderthalb Jahre), bleibt abzuwarten. Kandidaten, die sich aufdrängen, laufen nun auch nicht gerade in Scharen herum.
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