von Münchner Löwe | Juni 14, 2025 | Fußball
Anmerkung in eigener Sache: In der Nacht zu Sonntag beginnt die Club-WM in den USA mit dem Kracher Inter Miami (mit Lionel Messi) gegen Al Ahly. Ich werde dieses Turnier hier wenn überhaupt nur marginal begleiten. Für mich ist es ein Muster ohne jeden sportlichen Wert und eine reine Geldmacherei; für die FIFA und die beteiligten Clubs, vor allem die aus Europa. Es wird hier also zumindest in der Vorrunde keine Spielberichte und Ähnliches geben und eben auch keine Vorberichterstattung, in der ich irgendwelche Chancen für die Teams einschätze (auch weil ich bei den außereuropäischen Clubs keinen echten Einblick habe. Stand heute werde ich wenig bis nichts gucken, vielleicht hier und da eine Zusammenfassung. Und natürlich wird schon interessant zu sehen, wie das klappt mit Fußball in den USA, der Zuschauer-Begeisterung, noch dazu mit Donald-Präsident (weswegen sich zum Beispiel viele Latinos gar nicht in die Stadien trauen. Mal sehen, wie sichs entwickelt, und spätestens in der K.-o.-Runde wird das Ignorieren dann schon schwer, so wie ich mich kenne, seufz.
von Münchner Löwe | Juni 13, 2025 | Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
Florida Panthers – Edmonton Oilers 4:5 OT (2:2)
Schon in nüchterne Zahlen liest es sich packend: viertes Finalspiel, drittes Mal Overtime, 2. Sieg der Oilers, erneut durch Leon Draisaitls Siegestreffer. Und doch gegen diesen nüchternden Fakten nicht annähernd die Dramatik der Partie in Fort Lauderdale wider.
3:0 führten die Panthers, weil die Oilers sich früh im ersten Drittel zwei dämliche Strafen einhandelten (auch noch fast gleichzeitig), die die Gastgeber zu zwei Powerplay-Treffern nutzten. Als Anton Lundell noch im ersten Abschnitt zum 3:0 nachlegte, schienen Spiel und Serie schon entschieden. Doch die Edmonton Oilers sind Comeback Kids, die (ähnlich wie die Indiana Pacers in der NBA) sich auch von Rückständen nicht verrückt machen lassen. Das 1:3 früh im 2. Drittel weckte die Hoffnung, auch bei den Fans im fernen Edmonton bei Public Viewing. Durch einen Doppelschlag innerhalb von 135 Sekunden glichen die Gäste noch im 2. Abschnitt aus, und als Verteidiger Jake Walman in der 54. Minute zur erstmaligen Führung für Edmonton traf, flippte die kanadische Stadt aus.
Die Entscheidung? Wäre zu profan gewesen, fand der Drehbuchschreiber und ließ Florida 19 Sekunden vor Schluss durch Sam Reinhard ausgleichen, weil die Oilers zuvor die Scheibe nicht und nicht aus dem eigenen Drittel bekamen.
Also die ersehnte (naja) Overtime, und in der traf Leon Draisaitl nach 11:18 Minuten mit abgefälschten Rückhand-Schuss erst durch die Beine eines Verteidigers, dann durch die Beine von Panthers-Goalie Sergej Bobrowski. Damit schaffte der deutsche Einmaliges: Noch nie hat ein Spieler in einer Stanley-Cup-Finalserie zwei Overtime-Treffer erzielt.
Die Goalies
Hatten nicht ihren allerbesten Tag (wir sprechen von höchstem Torwart-Niveau). Scottie Skinner wurde vom Coach Kris Knoblauch nach einem Drittel gar aus dem Kasten geholt, obwohl er an den Gegentreffern wenig zu halten hatte. Für ihn kam Calvin Pickard (ohnehin praktisch gleichwertig), der seine Sache glänzend machte und nur den Treffer ganz kurz vor Schluss hinnehmen musste. Mit einer unglaublichen Parade in der Overtime bewahrte er die Oilers vor dem K. o.
Sergej Bobrowski hatte zwar auch einige fantastische Saves (etwa gegen Conor McDavid nach dessen wieder mal einzigartigen Solo), aber bei einem Treffer aus ganz spitzem Winkel (Nurse num 2:3) oder durch die Beine (Draisaitl OT) sieht ein Torwart nun mal etwas unglücklich aus, erst recht in Super-Zeitlupe.
Draisaitl Watch
Nicht nur die einzigartge Stanley-Cup-Leistung, also der Treffer zum Sieg. Zudem gab der Kölner die Assists zum 1:3 und 3:3. 25:21 Sekunden stand er auf dem Eis, immer mit voller Konzentration, was für ein toller Spieler!
Meine 🇫🇮
Panters-Kapitän Alexander Barkov assistierte zu den ersten beiden Treffern. Anton Lundell traf zum 3:0 für Florida. Auf Oilers-Seite servierte Kasperi Kapanen zum 4:3 der Oilers.
Ausblick
Dem Serientod fast entronnen, und jetzt ein Heimspiel. So schnell wechselt in dieser Serie die Gefühlslage. Jetzt hat das Pendel wieder in Richtung Oilers und Kanada ausgeschlagen, doch wer weiß, was noch alles kommt. Ob nach tiefschürfender Analyse oder Blick in die Glaskugel: Alles ist drin von Oilers in 6 bis Panthers in 7. Ich sage nur: Go, Canada, go!
Ansetzungen
So., 02:00: Oilers – Panthers (2:2)
Ernsthaft! Nur 1 Tag Pause trotz Reisestrapaze über 4000 Kilometer
Mi., 02:00: Panthers – Oilers
Sa., 02:00: Oilers – Panters (wenn notwendig)
von Münchner Löwe | Juni 12, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Indiana Pacers – Oklahoma City Thunder 116:107 (2:1)
Ganz langsam müssen sich Basketball-Fans und -Experten mit einem NBA-Sieger Indiana Pacers arrangieren. In eigener Halle gewannen sie Spiel 3 am Ende sogar recht klar und führen in der Best-of-7-Serie mit 2:1 Siegen. Noch immer würde ich OKC leicht favorisieren, aber der von vielen erwartete Durchmarsch bleibt auf jeden Fall aus. Und die Statistik spricht schon klar für die Pacers. Das Team, das in den Finals beim Stand von 1:1 die 3. Partie gewann, holte zu 80 Prozent aucz den Titel.
Dieses Mal war die Partie von Anfang an umkämpft. Die höchste Führung, die sich die favorisierten Thunder erarbeiteten, waren 9 Punkte im 2. Viertel, doch Indiana hatte immer eine Antwort parat vor allem auch dank der großartigen Bankspieler. Die Partie wogte hin und her. Zur Pause führten die Pacers mit 4, nach dem 3. Viertel die Thunder mit 5. Und wieder zeigte Indiana, dass sie im Schlussabschnitt noch eine Schippe drauflegen können, wie schon des Öfteren in den Play-off. 32:18 endete das vierte Viertel.
Bester Mann der Sieger
Tyrese Haliburton: Nachdem er in Spiel 2 lange abgetaucht war, zeogte der Spielmacher schnell Präsenz. Schon zur Pause hatte er 12 Punkte (2 ganz wichtige Dreier) und 7 Assists, am Ende waren es 22 Zähler, 11 Assists und 9 Rebounds. Vor allem aber ist er das Herz des Teams.
Stark trotz der Niederlage
Jalen Williams: Nach verhaltenem Beginn übernahm er mehr und mehr Verantwortung. 26 Punkte sammelte er, sogar 2 mehr als der sonstige Top-Scorer Shai Gilgeous-Alexander.
X-Faktoren
Ben Mathurin: Mit 27 Punkten Top-Scorer der Partie. 9 von 12 Würfen fanden das Ziel. Er war damit nur der auffälligste der insgesamt starken und effektiven Pacers-Bankspieler. Und das in seiner ersten Play-off-Saison, denn letztes Jahr fehlte er als Rookie verletzt.
Zahlereien
49:18 Bankpunkte: So lautete das klare Verhältnis der zweiten Garde. Während bei den Pacers neben Mathurin auch TJ McConnell und Odd Toppin enormen Wirbel entfachten, blieben die Thunder-Ersatzleute eher blass. Das galt auch für Alex Caruso, der en schlechtesten +/-Wert aller Beteiligten hatte und auch in der Verteidigung nicht den für ihn üblichen Zugriff fand.
5 Blocks hatte Miles Turnier, dem die DAZN-Reporter dennoch lange Zeit ein eher schwaches Spiel attestierten. Ein ganz wichtiger Dreier brachte so etwas wie eine Vorentscheidung.
0 von 6: So lautete die traurige Quote der Dreier von Chet Holmgren. Der ansonsten ein gutes Spiel hatte mit 20 Punkten und 10 Rebounds. Allein im 1. Viertel waren es 13 Zähler.
Hartenstein Watch
Mit 4 Punkten und 3 Rebounds kaum ein Faktor. Der Center erhielt aber auch nur 18 Minuten Einsatzzeit.
Ausblick
Spiel 4 in der Nacht zu Samstag ist jetzt schon ein Muss für die Thunder, und den Sieg ist ihnen auch durchaus zuzutrauen. So stimmte dieses Mal auch die Dreierquote (außer eben bei Holmgren, ohne ihn 10/16), allerdings leistete sich Shai satte 6 Ballverluste. Gerade bei den Turnovers haben sich wiederum die Pacers enorm verbessert. Nur 13 Ballverluste gegen diese aggressive Abwehr, das kann sich sehen lassen.
Fun Fact: Zum ersten Mal in den diesjährigen Play-off-Runden haben die Pacers ein Spiel 3 gewonnen. Die 4. Partie haben sie dafür immer gewonnen.
Ansetzung
Sa., 02:30: Pacers – Thunder (2:1)
Di., 02:30: Thunder – Pacers
von Münchner Löwe | Juni 10, 2025 | Formel 1, Fußball, Golf, Leichtathletik, Tennis, Wochenvorschau
US Open im Golf, Formel 1 in Montreal, die Sportwelt schaut nach Amerika. Wo ja auch noch ein Fußball-Turnier stattfindet, das mich bisher allerdings überhaupt nicht interessiert
McIlroy? Scheffler? – oder ein Dritter Mann?
Das 3. Major-Turnier der Golfer startet ab Donnerstag. Gespielt wird auf dem extrem schwierigen Platz in Oakmont Country/Pennsylvania, und wer die Organisatoren der Open kennt, weiß, dass niedrige Scores nur sehr schwer zu erreichen sein werden. Als Favorit sehe ich Scottie Scheffle, zuletzt in bestechender Form und zwei großen Siegen in den USA, darunter die PGA Championshhips.Imme zu nennen ist auch Masters-Triumphator Rory McIlroy, seitdem allerdings nicht mehr groß in Erscheinung getreten. Diese beiden bekommen es mit gut zwei Dutzend seriöser Sieganwärter zu tun – wie immer beim Golf und erst recht bei den US Open.
Auch Phil Mickelsen ist dabei, dem die Open noch in seiner reichen Siegerssammlung fehlen als einziges Major. Vielleicht zum letzten Mal, denn seine automatische Teilnahmeberechtigung läuft aus. Allerdings wird der 55-Jährige schon froh sein, wenn er den Cut schafft.
Apropos US Open. Zu miener Schande und dem größten Bedauern habe ich das Frauen-Turnier vorvegangene Woche (!)völlig verschwitzt. Nachträglich sei wenigstens die Siegerin genannt: Es gewann die Schwedin Maja Stark, die ihren ersten Major-Triumph landete und dafür immerhin 2,4 Millionen Dollar kassierte. Unter Ausschluss zumindest der deutschen Sport-Öffentlichkeit (ich habs echt nicht mitbekommen). Die sich dann aufregt, wenn die Tennis-Frauen nicht zur besten Zeit gezeigt werden und am Abend auf dem Center Court spielen dürfen. Da darf ich mir auch gerne selbst an die Nase fassen.
McLarens wieder die Gejagten
Die Formel 1 macht wieder in Montreal Station, mein allerliebstes Rennen im Kalender, zumal es auch noch zur besten europäischen Sendezeit läuft (Start, Sonntag 20 Uhr). Nicht nur, aber schon auch wegen der berühmten „Wall of Champions“, jener Mauer, die nach einer verzwickten Kurvenkombination lauert und die schon die absoluten Weltklassefahrer wie auch ein Michael Schumacher schon geküsst haben.
Favoriten sind natürlich wieder die McLarens, das mit Abstand beste Auto im Feld. Der junge Australier fährt in dieser Saison bisher praktisch fehlerlos und ist noch stäker einzuschätzen als Teamkollege Lando Norris. Die Konkurrenz kann eigentlich nur hoffen, dass sie sich gegenseitig ins Gehege kommen, was bisher aledings ausblieb.
Die sagenumwobene Club-WM
Startet in der Nacht zu Sonntag mit dem Knaller Inter Miami (mit Lionel Messi und nur deshalb überhaupt dabei) gegen Al Ahly. Stand heute werde ich das geldige Turnier nicht besonders verfolgen. Wenn überhaupt etwas reizvoll sein könnte, dann die Vergleiche der südamerikanischen und europäischen Teams. Aus Deutschland dabei sind Bayern München und Borussia Dortmund, die mindestens 50 Millionen Euro kassieren, wenn es nur einigermaßen läuft. Der Teufel und der Haufen, ihr wisst schon …
Und sonst?
- BBL: Am Dienstag die 4. Spiele im Halbfinale: Würzburg erzwang gerade mit einem Sieg gerade Ulm ein 5. Spiel, gerade spielt Heidelberg gegen München und muss gewinnen, um nicht auszuscheiden. Die 5. Spiel(e) finden am Freitag statt.
- Tennis: Die Rasensaison beginnt mit Männer-Turnieren in Stuttgart (Zverev, Engel, Struff), ´s Hertogenbosch (Medwedew, Humbert). Dort sind auch die Frauen am Start (Samsonowa, Alexandrowa), die erstmals seit 1974 auch wieder in London (nicht Wimbledon ist gemeint) antreten (Qinwen Zheng, Keys).
- US Sport: Die Finalserien in NBA und NHL gehen langsam in die entscheidende Phase. Florida Panthers führen 2:1 vs Edmonton, das nächste Spiel in der Nacht zu Freitag in Florida). Die Serie zwischen den Oklahoma City Thunder und Indiana Pacers steht 1:1 (Nacht zu Donnerstag in Indianapolis).
- Leichtathletik: Bislet Games in Oslo, eines der schönsten Meetings im Rahmen der Diamond League am Donnerstag. In Deutschland nur gegen Aufgeld zu sehen. Sucht lieber per VPN einen britischen (BBC4), italienischen ode sonstigen Sender.
von Münchner Löwe | Juni 9, 2025 | Fußball, Handball, Tennis, Wochenrückschau
Portugal gewinnt die Nations League, Coco Gauff in Paris, und die Füchse Berlin sind deutscher Handball-Meister.
Anmerkung: Zum Männer-Einzel https://blickueberdenteich.de/alcaraz-gewinnt-den-super-thriller/
und den NBA Finals https://blickueberdenteich.de/thunder-gleichen-aus/
gibt es gesonderte Texte
Unerwarteter Freudentaumel
Etwas überraschend, dafür umso verdienter hat sich Portugal die Nations League gesichert. In einem teilweise hochklassigen Finale setzten sich die Portugiesen im „Iberico“ gegen den großen Nachbarn Spanien nach Elfmeterschießen durch. Zweimal war Espana in Führung gegangen, zweimal glichen die Lusitanier aus. Unter den Torschützen war auch Cristiano Ronaldo, der zum 2:2 traf, kurz vor der Verlängerung allerdings wegen einer Muskel-Verletzung das Spielfeld verlassen musste.
Umso ergriffener war er nach dem letzten Elfer. während die Mitspieler in einem wahren Freudenknäuel versanken, vergoss er Tränen der Freude. Auch ich hab hier ja oft bemäkelt, CR7 schade diesem Team mehr als dass er nutze. Aber zum einen hat er immer noch den genialen Torriecher, zum anderen ist er absolut unangefochtener Volksheld, der hymnisch verehrt wird auch von seinen Mitspielern. Er muss schon von sich selbst sagen, dass es nicht mehr geht, und zurzeit geht es noch sehr gut..
Jedenfalls haben die Portugiesen eine wirklich aufregende Truppe zusammen ohne echte Schwachstelle, dafür mit Mittelfeldmotor Vitinha und Nuno Mendez überragende Einzelkönner, die zumindest am Sonntag auch den spanischen Jungstar Lamine Yamal deutlich in den Schatten stellten. Der hatte einen schwachen Tag und machte einen extrem lustlosen Eindruck.
Im Halbfinale hatten die Portugiesen ebenfalls in München die Deutschen bezwungen, völlig verdient am Ende, auch weil Bundestrainer Julian Nagelsmann mit seinen Wechseln danebengriff. Wie er etwa auf die Idee kommt, dass ein Niclas Füllkrug ohne jede Spielpraxis ein Gewinn wäre. Oder der völlig formlose Serge Gnabry. Klar, einige sehr wichtige Spieler fehlten (Musiala, Rüdiger, Kleindienst), aber der 2. Anzug passt noch gar nicht. Und zumindest Stand heute würde ich das Team nicht zu den engeren WM-Favoriten zählen, zumal das Turnier in Amerika stattfindet.
Gauff triumphiert auf der roten Asche
Sicher ist Sand nicht der Lieblingsbelag der Amerikanerin. Doch nachdem sie sich irgendwie ins Finale von Roland Garros gespielt hatte mit Erfolgen unter anderem gegen Australian-Open-Siegerin Madison Keys , zeigte sie nach einem Fehlstart gegen Aryna Sabalenka eine hervorragende Leistung. Sie drang vor allem in den Kopf der Weißrussin hinein, die vor allem über ihre eigenen Fehler mehr und mehr verzweifelte. Sympathien bei mir hat sie leider eh wenige: Ihre unerträgliche (!) Schreierei auf dem Platz und ihre Egomanie auf (der entnervte Blick zu ihren Leuten) und neben dem Platz sind nur schwer erträglich. Hinterher moserte sie fast ausschließlich über ihr Spiel. Was für eine Unsportlichkeit gegenüber Gauff, der sie den Eindruck vermittelte, die Amerikanerin habe nur wegen Sabalenkas Gnaden gewonnen, was natürlich reiner Blödsinn ist.
Die immer noch erst 21-jährige Gauff hat nun nach den US Open 2023 das 2. Grand-Slam-Turnier gewonnen, ihr Tief im vergangenen Jahr ist überwunden. Attraktives Tennis spielt sie eh, wir werden sehen, wie weit sie das noch führt.
Schöne Erfolge gab es für die deutschsprachigen Juniorinnen und Junioren. Die 17-jährige Österreicherin Lilli Tagger gewann die Mädchen-Konkurrenz. Faszinierend: Sie spielt mit einer einhändigen Rückhand, eine absolute Seltenheit bei den Frauen. Die 1,85 Meter helfen ihr zudem natürlich beim Aufschlag.
Ein rein deutsches Finale gab es bei den jungen Männern: Niels McDonald gewann gegen seinen guten Freund Max Schönhaus. Mehr als ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft, zumal die ebenfalls noch ganz jungen Justin Engel und Diego Dedura am Nachwuchsturnier gar nicht teilnahmen.
Berlin endlich Handball-Meister
Im letzten Spiel machten es die Füchse noch mal spannend. 3 Tore lagen sie kurz nach der Pause bei den Rhein-Neckar Löwen zurück, der für den Titel notwendige Punkt schien gefährdet. Doch dann rissen sich die Berliner zusammen, und angeführt von Welthandballer Mathias Gidsel siegten sie letztlich ungefährdet mit 38:33. So retteten sie einen Zähler Vorsprung gegenüber Titelverteidiger SC Magdeburg ins Ziel und holten die erste für die Hauptstadt nach der Wende (und die erste für den Westteil der Stadt überhaupt). Gidsel ist natürlich ein absoluter Glücksfall für die Füchse und die Bundesliga. Er hätte weit lukrativere Angebote in Spanien und Frankreich, zieht aber die ihn stets fordernde Bundesliga vor und genießt das für ihn recht ruhige Leben in de Hauptstadt. Und Jahr für Jahr zeigt er dann noch mit den Dänen, dass er der beste Handballer der Welt ist.
Am Ziel der Träume ist auch Bob Hanning, der vor 20 Jahren das Projekt Füchse-Handball in der Hauptstadt begann. Immer streitbar, aber oft mit erstklassigen Ideen. Die von ihm geförderte Jugendarbeit trägt Früchte und bringt viele Klassespieler heraus wie jetzt Fabian Wiede. Erinnert sei auch an den hochbegabten Paul Drux, der leider allzu früh wegen anhaltender Verletzungen seine Karriere beenden musste.
Die Füchse und Magdeburg sehen sich schon dieses Wochenende in Köln wieder, wenn die Champions League ihr Final Four austrägt. Der SCM trifft am Samstag im Halbfinale auf den FC Barcelona, Berlin auf Nantes, Handballfeste sind wahrscheinlich.
OIlers kassieren Heimpleite
Nach den ersten beiden Spielen in Edmonton steht die Finalserie zwischen den heimischen Oilers und Titelverteidiger Florida Panthers 1:1. Auch die 2. Partie ging in die Overtime, in der diesmal Florida das bessere Ende für sich hatte. Marchmant nutzte einen Konter, lief alleine auf Torwart Scottie Skinner zu und überwand diesen mit etwas Glück und viel Mühe.
Leon Draisaitl hatte für seine Oilers erneut ein Tor geschossen, nach brillanter Vorarbeit von Conor McDavid. In de Nacht zu Dienstag findet Spiel 3 in Florida statt
Und sonst?
- BBL: Die Favoriten haben nach dem jeweils dritten Halbfinalspiel die Nase vorn. Der FC Bayern führt gegen Heidelberg genauso mit 2:1 wie ratiopharm Ulm gegen Würzuburg. Die jeweils vierten Partien finden am Dienstag in Würzburg (18:30) und Heidelberg (20:00) statt.
- Motorrad: Marquez-Festspiele in Aragon. Im Sprint und Hauptrennen gewann jeweils Marc Marquez vor dem jüngeren Bruder Alexis. In der WM-Wertung führt Marc vor Alexis, der Dritte Francisco Bagnaia hat schon großen Rückstand.
- Rallye: In Sardinien war der französische Altmeister Sebastien Ogier mal wieder eine Klasse für sich. Der achtmalige Weltmeister siegte vor Odd Tanak aus Estland und dem Finnen Kalle Rovenpera.
- Schwimmen: Einen unglaublichen Weltrekord stellte die dreifache Olympiasiegerin Summer Mcintosh auf. Die Kanadierin siegte bei den nationalen WM-Ausscheidung über 400 Meter in 3:54,18 Minuten und blieb mehr als eine Sekunde unter der alten Bestleistung von Ariane Titmus.
- Leichtathletik: Einen Uraltrekord verbesserte der deutsche 1500-Meter-Läufer Robert Farken beim Diamond-League-Meeting in Rom. Er lief als Zweiter 3:30,80 und blieb 76 Hundertstel unter der Leistung von Thomas Wessinghage. Der war 3:31,56 im Jahr 1980 (!) in Koblenz gelaufen.
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