Das wird die Bundesliga 25/26, die wird, Teil II

Nach den Top 7 in Teil 1 wende ich mich nun dem Mittelfeld der vergangenen Saison zu. Noch viel schwieriger einzuschätzen …

 

WERDER BREMEN

 

Überblick

 

Viele Bundesligisten haben sich in der 1. Pokalrunde nicht mit Ruhm bekleckert, aber allein Werder Bremen hat sich aus dem Wettbewerb verabschiedet. Wobei Arminia Bielefeld sicher der schlimmst mögliche Kontrahent war. Doch auch abseits dieser Niederlage: Es wird eine komplizierte Saison für die Norddeutschen. Der Kader scheint auf Kante genäht, Ausfälle wie jetzt Mitchell Weiser (Kreuzbandriss), mit der Begabteste im Kader, fallen besonders ins Kontor.
Andererseits gibt das Team noch genug Klasse her, die Ösi-Kombo (seit den Bruno-Pezzey-Zeiten (großer Seufzer) ist Werder eine Adresse für die Spieler aus dem Nachbarland) um Abwehrchef Marco Friedl und Romano Schmid genügt höheren Ansprüchen.
Ein Hoffnungsträger ist auf jeden Fall der neue Trainer: Horst Steffen hat gerade zuletzt in Elversberg herausragende Arbeit geleistet, die ihn völlig zurecht auch im fortgeschrittenen Alter von 55 Jahren (schreibt ein bald 62-Jähriger …) das Bundesliga-Debüt beschert.

 

Players to Watch

 

Mio Backhaus: Der Torhüter verlor zwar den mannschaftsinterenen Zweikampf mit Michael Zetterer um die Nummer 1, doch da es diesen kurzfristig zu Eintracht Frankfurt zog, genießt er jetzt das volle Vertrauen. Ein hochbegabter Schlussmann (viele Beobachter sahen ihn eh vor Zetterer), allerdings auch erst 21 Jahre alt und ohne Bundesliga-Erfahrung; Fehler sind also einzupreisen.
Marco Friedl: Schwang sich vergangene Saison zum Führungsspieler auf. Den Wert des Abwehr-Chef wurde gerade dann sichtbar, als er verletzt pausieren musste. Besticht durch Zweikampfstärke und feine Technik.

 

Mögliche Fallstricke

 

Stürmerfrage: Wer soll die Tore schießen? Das zog sich durch die Vorbereitung inklusive des Pokalspiel. Und durch den Abgang des recht zuverlässigen Marvin Ducksch Richtung England werden die Sorgen ganz vorne nicht geringer, zumal auch Oliver Burke und Andre Silva den Verein verlassen haben. Hier scheint noch großer Handlungsbedarf bis Ende August.
Mio Backhaus (die Torhüterfrage): Wie gesagt, hochtalentiert ist der junge Schlussmann. Aber jetzt steht er gleich in der Verantwortung. Vom FC Arsenal kam der Este Karl Hein vom FC Arsenal als Ketterer-Nachfolger, der ausgeliehen nach Spanien  Spanien bei Real Valladolid Erstliga-Erfahrung sammelte.

 

Erste Spiele

 

  1. Eintracht Frankfurt (A) Sa., 15:30
  2. Bayer Leverkusen (H)
  3. Gladbach (A)
  4. SC Freiburg (H)

Ein Programm, das es in sich hat gegen gleich drei Top-5-Clubs der vergangenen Saison. Zumal am 5. Spieltag (27. September) der Wiesn-Ausflug beim FC Bayern ansteht …

 

Fazit

 

Von (mittlerweile sehr) leisen Europapokal-Hoffnungen bis befürchteten Abstiegskampf: Die Reise der Werderaner kann überall hingehen. Am Ende werden alle Beteiligten über einen gesicherten Mittelfeldplatz froh sein.

 

VFB STUTTGART

 

Überblick

 

Nach der märchenhaft anmutenden Saison 23/24 und der Vize-Meisterschaft fiel der VfB auf den Boden der Tatsachen. Nur Rang 9, doch die Spielzeit wurde gerettet durch den Pokal-Erfolg, der den Schwaben erneut das internationale Geschäft in der Europa League beschert.
Im Gegensatz zu vielen anderen Teams blieb die Kernmannschaft weitgehend zusammen, auch weil die Clubführung bis zuletzt dem Bayern-Werben um Nick Woltemade standhielt. Hier liegen allerdings Gefahr und Chance eng beieinander. Alle Leistungsträger bis auf Enzo Millot, der schon mit 23 Jahren die Geldtöpfe in Saudi-Arabien vorzieht, konnten gehalten werden. Das Team ist eingespielt, jung und entwicklungsfähig. Und an. der Seitenlinie steht mit Sebastian Hoeneß einer der besten  (jungen) Trainer der Liga.

 

Players to Watch

 

Nick Woltemade: Von Beginn an werden sich alle Blicke auf ihn richten: Wie reagiert er auf den verweigerten Wechsel zu den Bayern. Zeit fürs Beleidigtsein bleibt dem hochbegabten und vor allem auch technisch so starken Angriffsriesen (1,98 Meter) nicht, denn er will sich für weitere Einsätze in der Nationalmannschaft empfehlen, wo er im Juni erste Schritte machen durfte (und danach eine herausragende U-21-EM spielte). Eines ist klar: Die Gegner werden sich auf ihn einstellen, und wehe es läuft nicht: Dann wird der Hoffnungsträger schnell zu einem Fallstrick.
Alexander Nübel: Der Schlussmann befindet sich im virtuellen Zweikampf mit Liga-Konkurrent Oliver Baumann (1899 Hoffenheim) um den Nummer-1-Platz im Nationalteam (oder schwenkt Nagelsmann doch wieder zu Manuel Neuer?). Er hat große Fähigkeiten, streut aber immer wieder Nachlässigkeiten in sein Spiel. Diese muss er schleunigst abstellen.
Angelo Stiller:  Der Mittelfeldmann ist vielleicht der Begabteste der vielen Begabten im Kader (Undav, Führich). Ein Führungsspieler par excellence und ein Parade-Beispiel, dass die Bayern-Akademie durchaus gute Profis hervorbringt … Geht die Entwicklung so weiter, wird der Bundestrainer nicht mehr an ihm vorbeikommen.

 

Mögliche Fallstricke

 

Heimspielschwäche: Das Neckarstadion ist seit dem Umbau eines der stimmungsvollsten Arenen der Liga. Umso erstaunlicher die Niederlagenserie in der Rückrunde, als ab Januar gleich 6 Partien dahiem in Folge verloren gingen und das zum Teil auch nicht gegen die Liga-Elite (u. a. Heidenheim). Ob das 1:2 im Supercup gegen die Münchner ein schlechtes Omen ist?
Nick Woltemade: „Nough said“. Schaun wir einfach mal.

 

Erste Spiele

 

  1. 1. FC Union (H) Sa., 15:30
  2. Gladbach (A)
  3. SC Freiburg (H)
  4. St. Pauli (A)

Das kann was werden mit dem gelungenen Start. Vor allem wenn das württembergisch-badische Derby gegen den SC Freiburg gewonnen wird …

 

Fazit

 

Ich sehe sehr viel Licht und kaum Schatten. Faustpfand des VfB sind das Eingespieltsein und der Trainer. Ein erneuter Sprung in die Champions League würde mich wenig überraschen. Vorausgesetzt natürlich, es bleibt ein Woltemade-Theater aus welchen Gründen auch immer aus.

 

BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH

 

Noch so ein Traditionsverein, wo Anspruch und Wirklichkeit weit auseinanderklafen. Noh immer schwärmt man von den gloriosen Zeiten, doch diese sind jetzt fast 50 jahre her und ebenso Geschichte wie der Bökelberg. Eher zeigt die Borussia Leistungen, die fürs Leben (internationale Plätze) zu wenig, fürs Sterben (Abstieg) zu viel sind. Große Anzeichen, dass sich das positiv ändert sehe ich eher nicht, zumal mit Allasane Plea einer der schillerndsten Profis in Richtung Eindhoven entschwunden ist.

 

Players to Watch

 

Rocco Reitz: Mit seinen 23 Jahren schon die Identifikationsfigur der Borussen. Spielte eine herausragende U-21-EM und sich damit ins Schaufenster der Begehrlichkeiten. Spätestens nach der nächsten Saison dürfte sich der Hochbegabte nach einer anderen Adresse umsehen, weil die Borussia zu klein geworden ist.
Tim Kleindienst: Mit seiner Torgefährlichkeit avancierte er zum Stammspieler im Nationalteam (und das im reifen Alter von 29 Jahren), bis ihn ein Meniskusriss außer Gefecht setzte und bis Ende Oktobe außer Gefecht setzt. Seine Rückkehr wird sehnlichst erwartet, denn im Angrif gibt es weit und breit keinen gleichwertigen Ersatz. Vielleicht wächst Neuzugang Shuto Machino (Holstein Kiel) in diese Rolle.

 

Mögliche Fallstricke

 

Florian Neuhaus/Disziplin: Hier kann ich das „möglich“ schon streichen. De Mittelfeldmann beherrschte die Schlagzeile, als er alkoholgeschwängert auf die glänzende Idee kam, per Instagramm Sport-Boss Roland Virkus als „schlechtesten Manager der Welt“ bezeichnete und auch noch überstolz sein 4-Millionen-Gehalt kundtat. Was natürlich glänzend in der Clubführung ankam, die ihn mit einer saftigen 100.000-Euro-Strafe sanktionierte plus Abschiebng ins 2. Team für einen Monat. Die Unruhezeichen wurden also gesetzt, und es liegt an Cheftrainer Geraldo Seoane und eben Virkus, die Disziplin wiederherzustellen.
Graues Liga-Mittelfeld: Es droht eine Saison ohne große Spannung. Doch die einst so schillernde Borussia ist wenig geeignet für Graumäusigkeit, das Publikum im gar nicht meh so neuen borussia-Park verlangt nach mehr, nach Außergewöhnlichen. Umso schlimmer wirkt der Abgang von Plea und der Ausfall von Kleindienst.

 

Erste Spiele

 

  1. Hamburger SV (H) So., 17:30
  2. VfB Stuttgart (A)
  3. Werder Bremen (H)
  4. Bayer Leverkusen (A)

Wehe, wenn die beiden Heimspiele gegen die schlagbaren Nordclubs HSV und Werder verlorengehen. Dann brennt es überall.

 

Fazit

 

Ich fürchte, es wird bestenfalls eine Saison der Mittelmäßigkeit mit der Tendenz eher nach unten. Schade um die begeisterungsfähigen Fans. Die ihrerseits allerdings auch das Team zu besseren Leistungen als gedacht anzuspornen. Borussia Mönchengladbach – das hat immer noch den besonderen Charme.

 

VFL WOLFSBURG

 

Überblick

 

Krise bei VW bedeutet immer auch Krise beim VfL. So gesehen muss man Schlimmes befürchten in Wolfsburg, und das obwohl sie dort gerne nach Höherem streben. Aber Pokale haben zuletzt höchstens die Frauen abgeräumt.
Wieder mal versuchen es die Verantwortlichen mit einem neuen Trainer, Ralph Hasenhüttl wurde geschasst: Paul Simonis heißt jetzt der Chef an der Linie, ein hierzulande wenig bekannter Holländer, der zuletzt  die Eagles Deventer betreute und sensationell zum holländischen Pokalsieg führte.
Obwohl die VW-Millionen nicht mehr so üppig fließen (wäre angesicht Massen-Entlassungen auch nicht opportun), ist das internationale Geschäft das erklärte Ziel. Dazu hat das Team auch grundsätzlich die Klasse, allerdings fehlte es zuletzt an der nötigen Konstanz.

 

Players to Watch

 

Mohamed Amoura: Einer der Lichtblicke der vergangenen Saison, als dem Algerier immerhin 10 Saisontreffer gelangen. Grund genug für die Wölfe, den ausgeliehenen Angreifer fest zu verpflichten.
Maximilian Arnold: Immer noch der Denker und Lenker im Mittelfeld. Seine Erfahrung hilft enorm, und für ihn mit seinen 31 jahren dürfte es von Vorteil sein, dass er sich auf die Liga konzentrieren kann ohne internationale Ablenkung.

 

Mögliche Fallstricke

 

Jonas Wind: Eigentlich ist der Stürmer mit großer Torgefahr ein Hoffnungsträger, doch beim Dänen schwanken die Leistungen permanent zwischen Welt- und Kreisklasse. Äußert auch immer wieder Wechsel-Gedanken.
Pascal Wimmer: Noch so ein Zaubeer zwischen Genie und Wahnsinn, der die Trainer in denselbigen treibt. Wann wird der Ösi seine Klasse konstant auf die Straße bringen?
Das Umfeld: Wie gesagt, die VW-Krise. Die sich natürlich auch auf Stadt und Publikum auswirkt, das hauptsächlich aus VW-Mitarbeitern besteht (Klischee, ich weiß).

 

Erste Spiele

 

  1. Heidenheim (A) Sa., 15:30
  2. FSV Mainz (H)
  3. 1. FC Köln (H)
  4. Borussia Dortmund (A)

Schon richtungweisend, wie es so unschön heißt (gerne auch mitn Dehnungs-s). 2 Siege sollten herausspringen, sonst droht schon früh Ungemach.

 

Fazit

 

Noch so ein Mittelmaß-Club zwischen Baum und Borke. Hier kann ich noch nicht mal eine Tendenz erkennen. Vielleicht gibt der neue Coach, den sie „Gouda-Guardiola“ nennen, entscheidende Impulse nach vorn.

 

FC AUGSBURG

 

Überblick

 

Unglaublich, aber wahr: Die Augsburger gehen in ihr 15. Bundesligajahr ohne Unterbrechung seit dem Aufstieg 2011. Dabei schafften sie es allerdings kein einziges Mal in die internationalen Plätze. Meist waren sie im unteren Tabellendrittel anzusiedeln, doch mit dem Absstieg hatten sie trotz mancher Krise wenig zu tun.
Die abgelaufene Saison war sogar eine der erfolgreichsten im Oberhaus. Eine bemerkenswerte Serie von 9 ungeschlagenen Partgien und insgesamt 523 Partien ohne Gegentor ließ sie gar vom Europapokal träumen, ehe sie die Realität in Form von Niederlagen wieder einholte.
Jetzt will der Club wenigstens sein Graue-Maus-Image abstreifen. Mit der Verpflichtung von Sandro Wagner als neuen Chefcoach gelang ein echter Coup, der bundesweit Beachtung fand. Wagner zog die Position des veantwortlichen Chefcoaches im Stahlbad Bundesliga dem eher „gemütlichen“ Job des Assistenten für Julian Nagelsmann vor. Überdies ein Mann der (vor?)lauten Töne, wie er schon bestätigte. Damit steen die Augsburger vielleicht so sehr im Fokus wie höchstens im Aufstiegsjahr.

 

Players to Watch

 

Finn Dahmen: Die Partien ohne Gegentor spülten den Schlussmann schon ins nähere Umfeld des deutschen Nationalteams. Dazu reichte es zwar noch nicht, aber auf den 27-Jährigen ist stetsVerlass.
Alexis Claude-Maurice: Zusammen mit Elvis Rexhbecaj ie beste Offensiv-Waffe der vergangenen Saison. Sehr torgefährlich, gerne auch aus dem Nichts (8 Bulitreffer).

 

Mögliche Fallstricke

 

Erwartungshaltung: Wehe, den großspurigen Wagner-Tönen folgen keine entsprechende Taten. Dann könnte das Konstrukt wie ein missglücktes Souflee zusammenfallen.
Torgefahr: Der ehemalige Stürmer Wagner sucht im Kader einen Angreifer, der ihm die nötigen Tore schießt. Auf dem ersten Blick sehe ich da allerdings niemanden, auf dem zweiten eigentlich auch nicht …

 

Erste Spiele

 

  1. SC Freiburg (A) Sa., 15:30
  2. FC Bayern (H)
  3. St. Pauli (A)
  4. Mainz 05 (H)

Das Bayern-Heimspiel ist ein Bonus, beim Aufsteiger St. Pauli sollte nicht verloren werden, sonst wird es gleich ungemütlich.

 

Fazit

 

Viel Vorfreude auf die Wagner-Festspiele (sorry, musste sein). Ob es welche werden, da habe ich so meine Zweifel, aber zumindest dein gehobenes Interesse ist dem Club erst mal sicher. Am Ende wahrscheinlich eine Saison im Mittelmaß mit dem  zweistelligen Tabellenrang am Ende, ohne dass der FCA in echte Abstiegsgefahr gerät. Aber viuelleicht eine mit mehr Unterhaltungswert.

 

 

 

 

Das wird die Bundesliga 25/26, die wird, Teil I

Vorbemerkung: Geplant habe ich insgesamt 4 Teile, die ich bis spätestens nächste Woche fertiggestellt haben will. Ich nehme die Reihenfolge der vergangenen Saison.
In 3 Teilen die 18 Vereine (7,6,5), im 4. und letzten Allgemeines (Stellenwertsoswie Fernsehen, wichtigste Termine etc.). Und letztlich die getippte Abschlusstabelle – ohne Gewähr für alle Wetter.

 

BAYERN MÜNCHEN

 

Überblick

 

Sage noch einer, die sogenannte Off-Season, also die Zeit zwischen den Spielzeiten, sei langweilig. Die Münchner unterhielten uns jedenfalls mit viel Transfertheater, bei dem der Vorhang auch noch nicht unbedingt geschlossen sein muss. Zunächst das große Interesse an Florian Wirtz, der aber lieber zum FC Liverpool geht. Danach das enorme Werben um Nick Woltemade, dem der Stürmer auch erlegen wäre, der aber vom VfB Stuttgart keine Freigabe erhielt, höchstens für eine Fantasie-Summe von 80 Millionen+, die der FCB dann doch nicht berappen will. All das erfuhr die Öffentlichkeit quasi per Live-Ticker aus der Bayern-Zentrale.
So bleibt es zunächst (?) bei den Neuzugängen Jonathan Tah, Luis Diaz und Tom Bischoff. Trotzdem sind die Bayern haushoher Favorit auf die Meisterschaft. Zum einen, weil sie immer noch einen herausragenden Kader haben trotz der Abgänge unter anderem von Thomas Müller, Leroy Sané und Kingsley Coman, zum anderen weil es keinen Konkurrenten gibt, dem ich eine überragende Saison à la Bayer Leverkusen 23/24 zutraue.

 

Players to watch

 

Luis Diaz: 75 Millionen Euro überwiesen die Münchner an den FC Liverpool für den 28-jährigen Kolumbianer. Sie bekommen dafüpr einen technisch versierte Angreifer, auf mehreren Positionen einsetzbar und mit einem robusten Körper, der wenig anfällig für Verletzungen ist. Eine perfekte ERgänzug zu Michael Olese und Harry Kane in der Offensive
Alexander Pavlovic: Ein junger Spieler, dem Trainer Vincent Kompany vertraut – das ist die ganz große Ausnahme. Hochbegabt im defensiven Mittelfeld, aber jetzt schon mit einer recht langen Verletzungshistorie, die liehcte Zweifel aufkommen lkässt, ob sein Körper für Leistungssport auf diesem Niveau geeignet ist.
Leon Goretzka: Stellvertretend für alle Nationalspieler (vielleicht gar Manuel Neuer?), die sich für die WM 26 empfehlen wollen. Spielen sie bei den Bayern gut, werden sie auch nominiert. Goretzka, vergangene Saison fast schon aussortiert, hat fast durchweg abgeliefert und scheint derzeit im Mittelfeld unangefochten

 

Mögliche Fallstricke

 

Ein recht dünner Kader: Gerade in der Offensive war der Aderlass doch sehr hoch, zumal Jamal Musiala nach seinem Beinbruch mindestens bis Jahresende ausfällt. Viel darf den vorne gesetzten Kane, Olise und Diaz nicht passieren. Andererseits könnte sich Kompany aufgrund der engen Taktung der Spiel gezwungen sehen, junge und sehr begabte Spieler wie das Supertalent Lennard Karl ins kalte Wasser zu werfen. Bisher ist der Coach eher dadurch aufgefallen, dass er die jungen Akteure durch sein Nichtachten vergrault wie zuletzt Paul Wanner, der kurzfristig zur PSV Eindhoven wechselt.
Entscheidung erst im Frühjahr: Wie immer, wird sich erst im Frühjahr weisen, ob die Saison ein Erfolg oder Misserfolg wird, wenn die K.o.Spielle in der Champions League anstehen. Es gilt also, die Spannung hochzuhalten. Und für die Münchner wäre es zudem auch nett, mal im Pokal wieder in Richtung Finale in Berlin zu schielen.
Die Vereinsspitze: Wer hat denn nu das Sagen: Sportvorstand Max Eberl (im dauernden Rechtfertgungsmodus) und Christoph Freund (was macht der eigentlich?) oder doch der Alte vom Tegernsee aka Uli Hoeneß (zusammen mit Kalle Rummenigge), die sich höchst überflüssig, dafür umso unterhaltsamer ins Tagesgeschehen einmischen. Oder gar Vereins-Chef Wolfgang Hainer, Finanz-Boss Christian Dreßen. Das Wort unisono (mit einer Stimme), es wird selten im Zusammenhang mit dem FCB verwendet.
So verlangt der gebürtige Uli Hoeneß in bester Schwaben-Manier einen Sparkurs, de gerade in der Offensive arg abgespeckte Kader verlangt dagegen zumindest quantitativ Verstärkung. Zwischen den Stühlen: Eberl, der lauthals sein Leid klagte, ob es ihm etwas nützt.

 

Erste Spiele

  1. RB Leipzig (H) Fr., 20:30
  2. FC Augsburg (A)
  3. HSV (H)
  4. 1899 Hoffenheim (A)

 

Durchaus knackig mit 2 Auswärtspartien bei Gegnern, wo sich die Münchner meist ziemlich schwer taten.

 

Fazit

 

Für die Meisterschaft dürfte es reichen. Der Welpenschutz für Trainer Vincent Kompany ist aber weg; einerseits werden Titel von ihm verlangt, dazu allerdings auch attraktiver Fußball und das Heranziehen des einen oder anderen Talents.

 

BAYER LEVERKUSEN

 

Überblick

 

Kein Stein blieb nach der Saison über dem anderen: Der Meistertrainer Xabi Alonso hat sich ebenso verabschiedet (Real Madrid) wie Topstar Florian Wirtz (Liverpool) und absolute Schlüsselspieler wie Granit Xhaka (Sunderland), Jeremy Frimpong (Liverpool), Jonathan Tah (FC Bayern) und Lucas Hradecky (AS Monaco). Zwar kamen durchaus verheißungsvolle Profis wie der bundesliga-erfahrene Schlussmann Mark Flekken (Brentford), das große Mittelfeldtalent Ibrahim Maza (Hertha BSC) und Königstransfer Michael Tillmann (Eindhoven), doch die muss der neue Coach Erik ten Hag mit den verbliebenen Arrivierten um Alejandro Grimaldo, Robert Andrich und Patrik Schick erst mal zu einer Einzheit formen. All das in einem Umfeld, das nach der Meisterschaft 2024 durchaus Ansprüche hat.

 

Players to Watch

 

Michael Tillmann: Der Offensivmann aus der FC-Bayern-Akademie sah dort keine Chance mehr und versuchte sein Glück bei der PSV Eindhoven. Dort startete er durch, sodass er jetzt der größte Hoffnungsträger ist und gar als designierter Ersatzmann für Florian Wirtz gehandelt wird. Dessen Fußvbastapfen sind aller schon sehr groß, aber Tillmann hat genug Fähigkeiten zu außergewöhnlichen Leistungen.
Robert Andrich: Unverzichtbar in der Meistersaison 23/24, doch zuletzt saß er öfter als gewollt auf der Ersatzmann. Gilt als der große Sieger der Vorbereitung, als er an die starken Leistungen anknüpfte. Vielleicht der verlängerte Arm von Trainer ten Hag.
Patrik Schick: Die unangefochtene Nummer 1 im Sturm, der weiß, wo das Tor steht. Hellwach in jeder Partie bis zur letzten Sekunde.

 

Mögliche Fallstricke

 

Erik ten Hag steht von Beginn an im Fokus. Glanzlos verlief seine letzte Station bei Manchester United (was ganz sicher nicht allein die Schuld des Holländers war). Doch dass er das Trainerhandwerk beherrscht, bewies er zuvor bei Ajax Amsterdam, als er mehrere Spieler in die absolute Weltklasse führte. Ähnliches erhoffen die Bayer-Verantwortlichen, mal sehen, ob sie die notwendige Geduld aufbringen
Victor Boniface: Mittlerweile zur klaren Nummer 2 im Sturm hinter Patrik Schick degradiert, was dem Nigerianer nicht schmeckt. Sein Bekenntnis zum Verein ist eh sehr dünn, wie der fast schon sichere und dann doch gescheiterte Wechsel im verganenen Winter nach Saudi-Arabien zeigt. Andererseits könnte Boniface ein unerwarteter Jolly Joker sein, wen. er seine ganze Klasse abruft.

 

Erste Spiele

  1. 1899 Hoffenheim (H) Sa., 15.30
  2. Werder Bremen (A)
  3. Eintracht Frankfurt (H)
  4. Bor. Mönchengladbach (A)

Zwischen 4 Siegen und 4 Niederlagen ist alles drin. Ten Hag und die Bayer-Crew werden froh sein, wenn sie mindestens 2 Siege landen. Und da ist noch die unfassbare Auswärtsserie von 34 Partien (2 gesamte Saisons!) ohne Niederlage.

 

Fazit:

Ich tue mich wirklich schwer, das Team einzuschätzen. Letztlich scheint mir der Kader auf jeden Fall stark genug, dass er erneut einen sicheren Champions-League-Platz (also Top 4) erreicht. Wenn allerdings der Start verhauen wird, könnte es ungemütlich für alle Beteiligten werden.

 

EINTRACHT FRANKFURT

 

Überblick

 

Wieder haben die Hessen für astronomisches Geld einen Stürmer verkauft (Hugo Ekitiké für 90 Millionen+ zum FC Liverpool), und wieder sind alle Verantwortlichen und viele Experten recht sicher, dass das Team auch diesen Verlust auffangen darf. Irgendein Torgefährlichkeits-Gen muss im Frankfurter Trinkwasser (oder gar im Äppelwoi?) fließen, das aus normalen Stürmern Tormonster macht.
Dementsprechend zuversichtlich sind Fans und Verantwortliche am Main, dass es erneut eine tolle (noch tollere?) Saison wird. Ungeachtet aller Kritik hat Trainer Dino Toppmöller um seine(n) Superstürmer ein schlagkräftiges Team gebaut, es ist ihm dabei gelungen, Talente wie Ansgar Knauff zu bundesliga-reifen Profis zu formen.. Hilfreich natürlich, dass der stark verbesserte Abwehrchef Robin Koch bleibt.

 

Players to watch

 

Jonathan Burkhardt: Der Stürmer kam vom FSV Mainz 05 und war der treffsicherste deutsche Akteur in der abgelaufenen Saison. Also prädistiniert für einen erneuten Torrausch eines Eintracht-Angreifers. Schnell, abschlussstark, dazu mit der Aussicht auf eine WM-Teilnahme.
Mario Götze: Einer der verbliebenen Weltmeister 2014 in der Bundesliga. Enorm wichtig im Eintacht-Baukasten mit seiner Erfahrung und techischen Ausnahmestellung. Wird sicher nicht mehr der Robustikus, doch wie kaum ein anderer weiß Super-Mario, ein Spiel zu lenken und bei Bedarf auch selbst Torgefahr auszustrahlen.
Ritsu Doan: Neben Burckhardt der namhafteste Neuzugang, der beim SC Freiburg eine bärenstarke Saison spielte. Ich bin sehr gespannt, wie der Japaner mit Mario Götze harmoniert.

 

Mögliche Fallstricke

 

Erwartungshaltung: Ist am Main wie bei so vielen Traditionsclubs enorm hoch. Vorwitzige träumen schon vom Meistertitel, es wäre der erste in der Bundesliga; die erneute Qualifikation für die Champions League wird fast schon als sicher vorausgesetzt.
Torwartfrage: Toppmöller hat sich für Kaua Santos als Nummer 1 festgelegt, obwohl dieser erst im September einsatzfähig sein wird. Wodurch er ein kleines Beben auslöste. Der langjährige Stammtorwart (und Vereinsikone) Kevin Trapp suchte das Weite und spielt nun für den französischen Aufsteiger FC Paris. Für ihn kam in einer Nacht- und Nebel-Aktion Michael Zetterer, der nun gleich zwischen den Pfosten stehen wird (ironischerweise gegen seinen Ex-Club Werder Bremen). Ich kann für alle Eintrachtler (und Toppmöller!) nur wünschen, dass das alles auch gut geht.
Die Stürmer: Der Druck auf Burckhardt und Co. ist enorm hoch, denn irgendwann muss doch die Schwemme der super-erfolgreichen Angreifer doch ein Ende haben …

 

Erste Spiele 

  1. Werder Bremen (H) Sa., 15:30
  2. 1899 Hoffenheim (A)
  3. Bayer Leverkusen (A)
  4. 1. FC Union (H)

Ein heikler Heimauftakt (Torwart!) und zwei schwierige Auswärtspartien, das kann einen bösen Fehlstart geben.

 

Fazit

 

Eine Saison, die viel Spannung verspricht. Ganz teile ich die Euphorie nicht, aber zumindest für die internationalen Plätze müsste es sich ausgehen.

 

BORUSSIA DORTMUND

 

Überblick

 

Mit einem fulminanten Endspurt haben sich die Dortmunder noch die lukrative Champions-League-Qualifikation gesichert. Wie viele andere auch sinniere ich über die tatsächliche Stärke der Mannschaft, des Kaders, des Trainers. Nko Kovac hat jedefalls erst mal Ruhe, doch die erscheint mir trügerisch, doch so gut am Ende die Ergegnisse waren, spielerisch bot das Team nicht viel Prickelndes.
Nominell haben die Dortmunder ein wettbewerbsfähiges Team, zumindest in der Bundesliga, wenn ich die Bayern mal außen vor lasse. Einen herausragenden Torwart (Gregor Kobel), einen brillanten Stürmer (Serhoz Guirassy), und auch sonst viel Klasse (Julian Brandt, wirklich!). Das Problem ist, dass diese Top-Spieler ihre Topleistungen zu selten abrufen (dürfen?). Weil sie vielleicht vom Defensiv-Fanatiker Kovac nicht zeigen dürfen, was sie wirklich können?
Wir werden sehen, wohin das führt, und da spielt natürlich auch das heimische Stadion eine wesentliche Rolle. Dieses ist eine Bank und siche für den einen oder anderen Punkt zusätzlich gut. Doch wehe, man ist auf der „Süd“ unzufrieden, dann legt sich drohende Stille übers Feld, ein Fest für jeden Gegner.

 

Players to Watch

 

Jobe Bellingham: Der jüngere Bruder von Jude Bellingham, der vor zwei Jahren die Dortmunder begeisterte. Alle bescheinigen dem Engländer mindestens genau so viel Talent, doch er muss das auch abrufen. Am besten, indem er seinen eigenen Weg geht und die Vergleiche so gut wie es geht ignoriert.
Serhou Guirassy: In seiner ersten Saison beim BVB übererfüllte er die ohnehin riesigen Erwartungen. Mit eingebauter Torgarantie ausgestattet, und vor allem erzielt er die wichtigen Treffer zu 1:0-Führungen (wie auch jetzt beim äußerst holprigen Erfolg im Pokal bei Rot-Weiss Essen.
Nico Schlotterbeck: Avancierte zum Topspieler, zum unumstrittenen Abwehrchef, ehe ihn eine schwere Verletzung ausbremste. Das Comeback ist für Ende September geplant, und eines ist klar: Der BVB braucht Schlotterbeck möglichst schnell wieder in Top-Form.

 

Mögliche Fallstricke

 

Serhou Guirassy: Die Dortmunder sind gefährlich abhängig von ihrem Stürmer und seinen Toren. Wehe, den Mann aus Afrika (Guinea) ereilt eine Torflaute oder gar eine Verletzung. Dann könnte es schnell äußerst trübe aussehen.
Die Verletzungen: Zu Saisonbeginn fallen gleich mehrere Abwehrspieler aus, neben Schlotterbeck fehlen auch Nationalspieler (naja) Niklas Süle, Emre Can und Julian Duranville.
Der Trainer: Nico Kovac muss jetzt zeigen, dass er auch einigermaßen attraktiven Offensiv-Fußball spielen lassen kann. begabte Akteure wie Julian Brandt,  Karim Adeyemy und eben Bellingham stehen dem Trainer jedenfalls zur Verfügung. Wehe, wenn ihm nicht gelingt, die Qualität auch auf den Rasen zu bringen.

 

Erste Spiele

  1. St. Pauli (A) Sa., 18:30
  2. 1. FC Union (H)
  3. 1. FC Heidenheim (A)
  4. VfL Wolfsburg (H)

Alles machbare Teams, die zu einem guten Saisonstart und verbundener Euphorie führen können. Allerdings auch Stolperfallen, und falls diese tatsächlich zum Stolpern führen, ist gleich Druck unterm Kessel.

 

SC FREIBURG

 

Überblick

 

Julian Schuster ließ in seiner ersten Saison als verantwortlicher Trainer sogar Christian Streich (fast) vergessen und wurde völlig zurecht zum Trainer des Jahres gewählt. Womöglich noch schlauer als Streichlässt de Ex-Profi die Seinen spielen, dass nervende Streichsche Understatement ist so gar nicht seine Sache. Fast wären die Breisgauer gar in der Champions League gelandet, doch im letzten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt versagten die Nerven der Jungspunde.
Trotz des Abgangs von Doan dürfen die Freiburger erneut eine erfolgreiche Saison erwarten. Das junge Team ist jetzt erst recht hungrig und ein Jahr erfahrener im Bundesliaga-Alltag. Und die Europa League gilt als erfreuliche Zugabe und nicht als eine Belastung.

 

Players to Watch

 

Noah Atubolu: Der Schlussmann brillierte bei der U-21-EM, als er das deutsche Team mit ganz starken Leistungen bis ins Finale führte. Er hat trotz mancher Patzer eine hervorragende Erstliga-Saison hinter sich, und alle Experten erwarten eine weitere Steigerung. Die ihn vielleicht sogar ins Tor der Nationalmannschaft führen könnte, zumal hinter der klaren  Nummer 1 Marc-André ter Stegen nach dessen Verletzung und unklarer Zukunft ein dickes Fragezeichen steht (und Manuel Neuer noch! kein Thema ist). Davon darf und dürfte sich der 23-Jährige trotz seiner Jugend nicht beeindrucken lassen. Spielt er weiter so stark, wird Bundestrainer Julian Nagelsmann kurz oder lang eh nicht an ihm vorbeikommen.
Max Rosenfelder: Auch er spielte eine ganz starke U-21-EM. Ein auch technisch äußerst versierter, schneller  Abwehrmann, der eine große Zukunft hat. Zum Auftakt fehlt er zwar noch wegen der im EM-Halbfinale erlittenen Oberschenkelverletzung, aber die Heilung verläuft offenbar bestens, und er bekommt von der Trainercrew auch alle Zeit der Welt zum echten Auskurieren.
Vincenco Grifo: Der Elder Statesman im Kreis der jungen Wilden. Fantastisch immer noch die Standards des Italieners, der es in den Dunstkreis des Kaders der Squadra Azzurra geschafft hat. Auf den 32-Jährigen mit seiner Ballfertigkeit und dem immer noch großen Temperament ist immer Verlass.

 

Mögliche Fallstricke

 

Ritsu Doan: Der Abgang des gerade im Frühjahr aufblühenden Japaners tut wirklich weh und wird schwer aufzufangen sein.
Die Stürmerfrage: Auch Michael Gregoristsch hat die Badener verlassen, weil er kaine Chance mehr sah und seinen Platz im österreichischen WM(?)-Team gefährdet. Ob Neuzugang Igor Matanovic und die etablierten Niklas Höler die Lücke schließen könen, bleibt abzuwarten.
Atubolo und Rosenfelder: Das schwierige zweite Jahr, das so manches Problem bereithält, das die Köpfe auc h belasten kann.

 

Erste Spiele

  1. FC Augsburg (H) Sa., 15:30
  2. 1. FC Köln (A)
  3. VfB Stuttgart (H)
  4. Werder Bremen (A)

Verführerisch und doch heikel. Gerade das erste Auswaärtsspiel bei einem Aufsteiger, der gerade zu Saisonbeginn voller Euphorie ist.

 

Fazit

Ich sehe eine weitere gelungene Saison der Freiburger, die durchaus wieder in inbternationale Gefilde führen kann. Natürlich kein Muss angesichts der weitaus größeren Finanzkrat und Möglchkeiten der Teams dahinter (Leipzig, Stuttgart), aber das ruhige Umfeld und das stimmungsvolle Stadion werden sicher helfen.

 

FSV MAINZ 05

 

Trotz Freiburg und Heidenheim (das erneut den Klassenerhalt geschafft hat) – für mich sind die Rheinhessen die größte positive Überraschung der vergangenen Saison. Platz 6 hätte ich dem Fastabsteiger 23/24 wirkloich nicht zugetraut. Doch Trainer Bon Henriksen hat einen verschworenen Haufen geformt, der immerhin sogar einen Sieg gegen Meister Bayern München schaffte.
Allerdings ist das Vergangenheit. Stürmer Jonathan Burckhardt verließ die Mainzer, und um Nelson Weiper gibt es fürs eher ruhige Mainzer Umfeld außergewöhnliches Theater (sie auch die Fallsstricke).

 

Players to Watch

 

Nadiem Amiri: Der Offensivmann setzt offensive Glanzpunkte, zu denen kein anderer im Kader imstande ist. Er strahlt auch viel Torgefahr aus, doch seine Unbeherrschtheiten bringen ihm einige überflüssige Gelbe und sogar Gelb-Rote Karten ein, die das Team wiederum schwächen.
Paul Nebel: Das Um und Auf im Mainzer Mittelfeld. Umtriebig, torgefährlich und noch längst nicht am Zenit seiner Entwicklung, die sicher nicht bei Mainz endet.
Benecict Hollerbach: Der Angreifer kommt vom 1. FC Union und soll die Lücke im Angriff schließen, die die Abgänge von Burckhardt und Weiper hinterlassen haben.  Knüpft er an die Leistungen bei Union an (9 Treffer), werden die Mainzer viel Freude an ihm haben.

 

Mögliche Fallstricke

Theater um Weiper: Vor 2 Wochen noch als Hoffnungsträger gepriesen, hat ihn der Club für die Conference-Qualifikation bei Rosenborg Trondheim suspendiert. Warum bleibt eher nebulös. Vielleicht weil der hoffnungsvolle Angreifer sich weigert, den 2026 auslaufenden Vertrag jetzt schon zu verlängern. Wie das Theater endet, ist ungewiss. Vielleicht sucht Weiper sogar bis Transferschluss (31.August) noch das Weite – das wäre ein herber Verlust, den viele vor allem auch Trainer Henriksen ankreiden würden.
Conference-League-Qualifikation: Schon nächsten Donnerstag wird sich gegen Trondheim entscheiden, ob die Mainzer international mittun. Sie müssen zu Hause ein 1:2 gegen die Norweger aufholen. Machbar, aber kompliziert, weil Trondheim mitten in der Saion und entsprechend voll im Saft steht. Ein Aus (gerade mit dem Theater um Weiper) wäre ein herber Rückschlag und riesiger Dämpfer.

 

Erste Spiele

  1. 1. FC Köln (H) So., 15:30
  2. VfL Wolfsburg (A)
  3. RB Leipzig (H)
  4. FC Augsburg (A)

Auftakt gegen einen Aufsteiger und dann 3 Partien gegen Teams mehr oder weniger auf Augenhöhe. Das verbunden mit der Conference-League-Quali birgt große Chancen und noch größere Gefahren.

 

RB LEIPZIG

 

Überblick

 

Gepäppelt von den Brause-Millionen gehen die Sachsen mittlerweile in ihre 10. Erstliga-Saison. Doch sie stehen vor einer Zäsur, denn nachdem es Jahr für Jahr aufwärts gegangen war, entäuschten die Leipziger auf der ganzen Linie, versäumten erstmals seit dem Aufstieg 2016 die internationalen Plätze.
Auf dem ersten Blick spricht nicht allzu viel dafür, dass es grundlegend besser laufen wird. Der äußerst starke Benjamin Sesko hat das Team in Richtung Manchester United verlassen; trotz der Katastrophensaison (Platz 17 in der Premier League) haben die Red Devils und das Old Trafford noch einen ausgezeichneten (Lock)Ruf. Außerdem nicht mehr dabei ist auch Youssuf Poulsen (HSV), der schon zu Drittligazeiten für die Roten Bullen die Schuhe schnürte, quasi zum Club-Inventar gehört.
Doch immer noch steckt viel Klasse im Kader, mit einer zumindest in der Theorie starken Achse Gulacsi-Orban-Simons-Openda. Doch diese Herrschaften haben alle ihre Macken, Xavi Simons pflegt Starallüren („Xavi“ nennt er sich ganz bescheiden nach der Barca-Legende), Openda mimt oft den Diver, fällt bei jedem Zweikampf. An Gulacsi (35) und Willi Orban (32) nagt schon der Zahn der Zeit.
Viel Arbeit also für den neuen Trainer Ole Werner, der aus Werder-Zeiten wenigstens die Liga bestens kennt und sich auch mit dem speziellen Leipziger Fußball auseinandergesetzt hat.

 

Players to Watch

 

Xabi Simons: Hat der Holländer einen guten Tag und auch noch Lust, kann er jedes Fußball-Publikum verzaubern mit seinen Zauberkünststücken und -Bällen. Nur hat er öfter wenig Lust, und dann ist er halt recht durchschnittlich. Noch ranken sich zudem Gerüchte, er werde den Club verlassen bis zum Ende der Transferfrist (oder halt dann in der Winterpause).
Xaver Schlager: Es ist nicht allzu vermessen zu behaupten: Mit dem extrem zweikampfstarken Mittelfeldmann wäre es zumindest so viel besser gelaufen, dass ses für die internationalen Plätze gereicht hätte. Doch der Österreicher musste allzu häufig verletzt passen (was auch sein Nationalteam bitter spürte). Jetzt scheint er auf dem Damm, und natürlich ist er auch gesetzt.
Johan Bakayoke/Yan Diomande: Die beiden Neuzugänge sollen das Flügelspiel der Leipziger beleben, bisher eine eher vernachlässigte Taktik im auf Konter-Überfall angelegten Spiel. Doch Ole Werner will ohnehin mehr Ballbesitz, und um die gegnerische Abwehr auseinanderzuziehen, helfen gute Außen.

 

Mögliche Fallstricke

 

Neue Taktik: Mit dem veränderten Grundkonzept verlässt Werner ausgetretene Pfade. das birgt gerade anfangs natürlich Risiken, weil sich das Ganz einpendeln muss.
Das Umfeld: RBL ist wohl insgesamt die am wenigsten geliebt Mannschaft, die nach Meinung vieler vermeintlich/tatsächlich „echten“ Fans ein reines Kunstprodukt ist und in der Bundesliga nichts zu suchen hat. Die eigentümliche Vereinsstruktur mit insgesamt knapp 50 Mitgliedern hährt den Unmut. Und auch das Publikum zu Hause scheint wählerisch zu sein. zwar durchaus guten und erfolgreichen Fußball goutierend, doch viele der Zuschauer sind sog. Erfolgsfans, die gene auch trotz Dauerkarte dem Zentralstadion fernbleiben.

 

Erste Spiele

 

  1. FC Bayern (A) Fr., 20:30
  2. 1. FC Heidenheim (H)
  3. Mainz 05 (A)
  4. 1. FC Köln (H)

2 Heimspiele gegen Abstiegskandidaten, wo schon ein Remis enttäuschend wären. Beim Auftakt in München kann RB nur positiv überraschen.

 

Fazit

 

Auch hier viele Unwägbarkeiten. Als großer Pluspunkt könnte sich herausstellen, dass die Leipziger international nicht gefordert sind. Während die Konkurrenz während der Woche viele Kräfte verbtraucht bei Spuel und Reise, können die Leipziger konzentriert trainieren. Objektiv gehören die Leipzige auf jeden Fall zu den Anwärtern auf internationale Plätze, womöglich gar für die Champions League.

 

Die Mets bangen, die Royals hoffen wieder

Blick über den Teich, MLB

 

Ungefähr 125 Spiele haben die Teams jetzt absolviert, gut 35 stehen für sie noch an, bevor es in die Post Season geht, wo wie gehabt pro Conference nur noch sechs Mannschaften unterwegs sind. Einige Entscheidungen scheinen schon gefallen, aber der Kampf um die Play-off-Plätze und vor allem auch um die Setzung ist noch in vollem Gang.

 

AMERICAN LEAGUE

 

Eastern Division

Obwohl die New York Yankees eine Siegesserie gestartet haben (zuletzt 6:1), verteidigen die Toronto Blue Jays ihren 5-Spiele-Vorsprung auf die Bronx Bombers. Sie können sich dabei vor allem auf ihre Offensive verlassen, die verlässlich Runs produziert. Gerade in knappen Partien (21:14 bei 1-Run-Games) sind sie  effizient. Trotzdem setzen immer noch viele Experten ein Fragezeichen, ob das einzige kanadische Team bis in die Play-offs (und in ihnen) durchhält. Nach einem gewaltigen Zwischenspurt sind die Boston Red Sox wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt, allerdings immer noch in Reichweite zumindest der Yankees.
Tampa Bay Rays und Baltimore Orioles spielen nur noch um die Kosmetik.

 

Central

Der Divisionssieg scheint klar: Die Detroit Tigers haben mittlerweile 9 Spiele Vorsprung auf Rang 2. Tarik Skubal wirft weiter brillant (gestern Nacht 6.1 punktelose Innings gegen die Houston Astros), und auch die Offensive leifert ab.
Stärkster Verfolger sind nun die Kansas City Royals, die dank eines 8:2-Laufes die Cleveland Guardians überholt aben und noch im Wild-Card-Rennen sind.
Minnesota Twins und Chicago White Sox sind raus. Immerhin haben die Sox jetzt schon mehr Spiele gewonnen (45) als in de gesamten letzten Saison.

 

West

Immer noch ein spannender Zweikampf zwischen den Houston Astros und Seattle Mariners, die gerade mal 1,5 Spiele trennen. Allerdings sind beide gerade auf einem schwierigen Auswärtstrip (Detroit respektive Philadelphia). Aus den 4:6-Bilanzen können allerdings die Texas Rangers keinen Nutzen ziehen, die deutlich abgebaut haben und wie die LA Angels kaum mehr ins Play-off-Rennen eingreifen dürften. Dasselbe gilt erst recht für die Athletics (per Beschluss ohne Städtenamen in dieser Saison).

 

Conference/Wildcard

 

Die besten 2 Gruppensieger genießen in der 1. Play-off-Runde ein Freilos. Tigers und Blue Jays haben derzeit 5 bzw. 4,5 Siege Vorspung auf die Astros.
Im Wildcard-Rennen kämpfen 5 Teams um 3 freie Plätze, wobei auch die Teams dahinter (Rays, Angels) mit einem außergewöhnlichen Siegeszug noch eingreifen könnten. Die Royals haben gerade ein Momentum, allerdings halt auch noch 2,5 Siege Rückstand. Ob sich das noch ausgeht, bleibt abzuwarten.

 

NATIONAL LEAGUE

 

East

Die Philadelphia Phillies haben mittlerweile fast komfortable 5,5 Siege Vorsprung auf die New York Mets, das dürfte sich für den Divisionssieg schon ausgehen. Die Mets ihrerseits haben sich nach einer furchtbaren Bilanz Anfang August etwas gefangen (zuletzt auch 3 Siege), was im Wild-Card-Rennen auch unbedingt notwendig ist.
Für die nächste Saison planen können die Miami Marlin, Atlanta Braves und washington Nationals.

 

Central

Auch wenn die Milwaukee Brewers zuletzt zweimal verloren haben: Sie sind mit einer Bilanz von 79:47 das beste Team der gesamten MLB, und das relativ klar mit 5 Siegen Vorsprung auf Platz 2 (Tigers). Gleich mit 7 Spielen führen sie in der Division gegenüber den Chicago Cubs (die ihnen die beiden Niederlagen gestern Nacht in einem Doppelheader zufügten und sie heute und morgen noch zweimal fordern). Fast unbemerkt haben sich die Cincinnati Reds zumindest im Wild-Card-Rennen gut positioniert.

 

West

Titelverteidiger LA Dodgers und San Diego werden den Divisionssieg untereinander ausmachen (die Dodgers haben 2 Siege Vorsprung, der „Verlierer“ erreicht ziemlich siecher die Wild Cards. Einen netten Zweikampf bestreiten auch die San Francisco Giants und Arizona Diamondbacks – allerdings um den praktisch unbedeutenden 3. Platz in der Division. Abgeschlagen die Colorado Rockies, die allerdings nicht mehr ganz so katastrophal auftreten wie zu Saisonbeginn und bei jetzt 35 Siegen den Negativrekord (40) knapp vermeiden sollten.

 

Conference

Brewers und auch Phillies dürften die beiden besten Bilanzen haben, also sich das Freilos sichern. Schon etwas überraschend, wenn der Divisonssieger West in die Wild-Card-Runde müsste.

 

Wild Card

Wenn ich außergewöhnliche Aufholjagden (die immer möglich sind) ausblende, kämpfen 4 Teams um 3 freie Plätze (dazu noch die 3 Divisionssieger). Vor allem das Duell zwischen Mets und Reds dürfte bis zuletzt spannend bleiben; zurzeit trennt die beiden Teams gerade mal ein Sieg.

 

Stats

Mittlerweile hält Cal Raleigh von den Mariners bei 47 Home Runs, mit dem der Catcher immer noch die Liga anführt vor Kyle Schwarber (Phillies) und  Shohei Ohtani (Dodgers/je 44). Aaron Judge von den Yankees ist nach seiner Zwangspause wieder gut im Schlag und beförderte den Ball in den vergangenen 7 Partien dreimal über den Zaun.
Außerdem führt der Yankke-Star weiter die Wertung im Schlagdurchschnitt an. Die0.333 sind absolut herausragend, gerade weil er ja auch sehr viele Doubles oder gar Homeruns schlägt und eine diesbezügliche Statistik (OPS=On Base+Slugging) klar anführt.

Bei den (Starting) Pitchern gibt es mE vor allem zwei aussagekräftige Statistiken: Der Earned Run Average (wie viele Runs lässt ein Werfer hochgerechnet auf 9 Innings zu) und das WHIP (Walks und Hits pro geworfenes Inning). Bei Letzterem brilliert Tarik Skubal mit unfassbaren 0,8t, und der Tigers-Pitcher lässt auch nur 2,32 Runs auf 9 Innings zu. Hier ist Paul Skenes von den Pirats noch besser (0.216). Mit diesem fantastischen wert bebuct der 22-Jährige allerdings nur 7 statistische Siege, was diesen Wert zur Farce macht ohne jede Aussagekraft.

 

Kepler Watch

Weiter kämpft der Berliner mit seinem Schlagdurchscnitt (etwas verbessert auf 0.211). Mittlerweile ist er auch aus der Standard-Line-Up gefallen, kommt alo auch gegen rechtshändische Werfer nicht mehr regelmäßig zum Einsatz.

 

 

Das war die Woche, die war

Eher mauer Pokal

 

Schon am Freitag erwischte es den ersten Erstligisten, weil Werder Bremen beim letztjährigen Finalisten Arminia Bielefeld mit 0:1 verlor und die Niederlage aus dem Viertelfinale im März wiederholte. Doch das war es schon mit den ganz großen Überraschungen, die echte Fußballfans nach dem glänzenden Saisonstart der Arminia in die 2. Bundesliga (Tabellenführer nach 2 Spieltagen) nicht wirklicu überraschte. Die anderen 15 Bundesligisten, die am Wochenende im Einsatz waren (Stuttgart und Bayern hatten ihr SuperFranz-Beckenbauer-Cup-Finale/2:1 für die Bayern) entledigten sich ihrr Aufgaben mehr oder weniger souverän. Der 1. FC Köln machte es besonders spannend, als er erst in der Nachspielzeit das 0:1 bei Jahn Regensburg in ein 2:1 umwandelte.
Erwähnenswert halte ich noch das Weiterkommen von Energie Cottbus gegen Hannover 96 und die Pleite des 1. FC Nürnberg beim Regionalligisten Illertissen. Ansonsten meist Business as usual.

 

Swiatek und Alcaraz sind die Cincinnati-Kids

 

Wimbledon-Siegerin Iga Swiatek zeigte sich gut erhölolt vom Ausscheiden in Montreal und sicherte sich souverän den Masterstitel im heißen Cincinnati. Im Finale wurde sie zwar von Yasmine Paolini sehr gefordert, hatte aber in den entscheidenden Momenten einiges zuzusetzen. In dieser Form ist sie klare Favoritin für die US Open ab Montag.
Bei den Männern holte sich Carlos Alcáraz den Titel. Enttäuschend natürlich das Finale, das sein Gegner Jannik Sinner wegen deutlichen Unwohlseins schon nach 23 Minuten beim Stand von 0:5 aus seiner Sicht aufgeben musste. Auch im Semifinale profitierte er davon, dass Alexander Zverev spätestens im 2. Satz nicht mehrbei Kräften war (und eigentlich auch hätte aufgeben müssen). Die schwülheißen Temperaturen hatten ihren Tribut gefordert.
Abzuwarten bleibt jatzt, wie sich Sinner erholt. das Mixed-Doppel an der Seite von Katerina Siniakova hat er sicherheitshalber abgesagt. Schon heute wären die ersten Begegnungen gewesen. Zverev dagegen will gemeinsamt mit Belinda Bencic antreten, er scheint also gut erholt zu sein.
Ein deutsches Achtungszeichen gab Ella Seidel, die die weit höher eingeschätzten Emma Navarro und McCartney Kessler eliminierte.

 

Und sonst

 

  • Fußball: Auftaktsiege der Favoriten in England und Spanien. Der FC Liverpool siegte gegen Bornemouth mit 4:2, ManCity gar mit 4:0 in Wolverhampton.
    In der Primera Division ließ Meister FC Barcelona beim 3:0 auf Mallorca nichst anbrennen. Real empfängt heute Osasuna.
  • Motorrad: Marc Marquez weiter ungefährdet. Der spanische MotoGP-Fahrer siegte auch in Spielberg in Sprint und Hauptrennen, das 6. Doppel hintereinander.
  • Basketball: Das deutsche Team belegte beim Supercup in München den zweiten Platz. Nach einem harterkämpften Sieg gegen die Türkei war im Finale der EM-Titelfavorit Serbien um Nikola Jokic eine Klasse zu stark. Die EM in gleich 4 Austragungsländern (Finnland, Lettland, Polen, Zypern) beginnt nächste Woche.
  • Leichtathletik: Beim Diamond-League-Meeting in Chorzow schaffte Karsten Warholm die beste Leistung. Der Norweger brillierte über 400 m Hürden in 46,28 Sekunden, die drittbeste Zeit über diese Strecke und die beste in diesem Jahr. Femke Bol siegte über die gleiche Distanz in ebenfalls herausragenden 51,91 Sekunden. Stabhochspringer Armand Duplantis, der 2 Tage zuvor in Budapest noch mit 6,28 Metern einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte, musste sich diesmal mit 6,10 Metern begnügen. Für den Sieg reichte es natürlich trotzdem.

Das wird die Woche, die wird

Auftakt der Fußball-Bundesliga, Mixed bei den US Open und schon der Abschluss der US-Tour im Golf.

 

Wozu eigentlich spielen – die Bayern werden doch eh Meister!

 

Oder etwa doch nicht: Aber kein Experte, der vor der 63. Bundesliga-Saison, die am Freitag mit der Partie FC Bayern  vs RB Leipzig beginnt, nicht die Münchner als haushohen Favoriten auf die Titelverteidigung nennt. Sogar wenn die wenigsten vom Kader zu hundertprozent überzeugt sind – so fehlt auf jeden Fall nicht nur mir die Fantasie, wer es denn sonst werden könnte. Das paraktische ausgeraubte Bayer, das määndernde Borussia Dortmund oder gar wirklich Eintracht Frankfurt, obwohl sie wieder ihren besten Stürmer für horrendes Geld abgegeben haben.? Na also. Bayern wird eben Meister!

Wer dann doch noch ein bisschen mehr wissen will, den beglücke ich in den nächsten Tagen mit einer ausführlichen Vorschau aller 18 Teams samt Platzierungstipps (bitte nicht als Wettvorlage nutzen!).

 

Premiere im Mixed

 

Bisher war das gemischte Tennis-Doppel ein (überflüssiges?) Anhängsel, wie gemacht für SpezeilistInnen, die im Erfolgsfall eine gar nicht so geringe Summe abstaubten. Meist auf Nebenplätzen und gerade auch im Fernsehen kaum beachtet.
Das wollen die Organisatoren der US Open ändern und wagen ein radikales Update, das keinen Stein auf dem anderen lässt, das aber durchaus Vorfreude macht.

  1. Der Termin

    Nicht integriert in die zwei Wochen des Einzel und Doppelwettbewerbe (ab 25. August), sondern davor. Der gesamte Wettbewerb dauert nur 2 Tage, nämlich Dienstag und Mittwoch. Gespielt wird auf den ganz großen Plätzen in Flushing Meadows, also auch oim Artur-Ashe-Stadium, dem größten Tennisstadion der Welt.

  2. Die Teilnehmer

    Nicht wie sonst 32 Paare, sondern nur 16 bemühen sich um Trophäe und Preisgeld. Acht Paare sind per Einzel-Weltrangliste dabei, acht per Wild card. Mit der Folge, dass zumindest dem Namen her ein äußerst attraktives Feld zusammengekommen ist. Nahezu alle Top-Ten-SpielerInnen haben gemeldet, so bei den Frauen Iga Swiatek, Jessica Pegula und Madison Keys sowie bei den Männern Jannik Sinner, Carlos Alcáraz und Alexander Zverev.
    Ein Problem: Noch heute Nacht spielen Alcaraz, Sinner und Swiatek Finals in Cinci und müssen dann morgen schon in NY auf dem Platz stehen. Wird schon logistisch spannend und erst recht kräftemäßig

  3. Der Modus

    16 Paare, das sind also 4 K.o.Runden. Die nach besonderen Regeln gespielt werdenDie Sätze gehen nur bis 4, danach ein Tiebreak.

    – Es gilt die No-Ad-Regel, das heißt, beim Stand von 40:40 entscheidet der nächste Punkt. Hier serviert auf jeden Fall Mann gegen Mann oder Frau gegen Frau (das entscheiden die RetourniererInnen)
    – Gewinnen beide Paare einen Satz, kommt es zum Match-Tiebreak, in dem bis 10 gespielt wird (2 Punkte Vorsprung nötig). Nur im Finale würde ein notwendiger 3. Satz normal ausgespielt werden

  4. Preisgeld

    Das siegreiche Paar erhält 1 Million Dollar, das ist das fünffache der bisherigen Summe für Mixed-Sieger (200.000).

 

In der 1. Runde kommt es ab morgen schon zu attraktiven Begegnungen: So treffen Siniakova/Sinner auf die schweiz-deutsche Paarung Bencic/Zverev, wobei abzuwarten bleibt, wie fit der Hamburger ist nach dem Schwäche-Anfall in Cincinnati. Die Serben Danilovic/Djokovic fordern die Russen Andreewa/Medwedew.

Großer Zahltag der Golfprofis

 

Bereits dieses Wochenende spielen die besten 30 Golfprofis in Atlanta das letzte Fedex-Turnier 2025. In der Gesamtwertung klar führend ist Scottie Scheffler, der am Sonntag auch die BMW Championships gewann. Allerdings wird vor dem allerletzten Turnier in Atlanta ab Donnerstag wieder auf null geschaltet, das heißt, alle 30 verbliebenen Profis starten schlaggleich. Der Sieger am Sonntag erhält damit nicht nur den Sieger-Scheck des mit 40-Millionen Dollar-Turniers, sondern auch die 10 Millionen Dollar Bonus für den Gesamterfolg.

 

Und sonst?

 

  • Internationaler Fußball: Die Hinspiele der 4. und letzten Runde in der Champions-League-Qualifikation (Di./Mi.), Rückspiele in der nächsten Woche. Die Sieger sind in der Königsklasse dabei, die Verlierer sicher in der Europa League. Unter anderem kommt es zu den Partien Basel – Kopenhagen, Fenerbahce – Benfica und Bodo Glimt – Sturm Graz.
    Am Donnerstag folgt die Qualifikation um Europa und Conference League. Als erster deutscher Teilnehmer greift diese Saison Mainz 05 (bei Rosenborg Trondheim/18.00) ins internationale Geschehen ein.
  • Nationale Ligen: Der 3. Spieltag in der 2. und 3. Liga. Meine Löwen spielen bei Alemannia Aachen.
    Premier League unter anderem mit City vs Tottenham (Sa., 13.30)
    Serie A, 1. Spieltag: TV Napoli bei Sassuolo.
    Primera Division, 2. Spieltag: Barca bei Levante, Real in Oviedo
  • Tennis: Finali heute Nacht in Cincinnati: Bei den Frauen trifft Wimbledonsiegerin Iga Swatek auf Yasmine Paolini (Di., 0 Uhr), zuvor schon das Männer-Topduell zwischen Sinner und Alcáraz (Mo., 21 Uhr).
    Qualifikation für US Open in New York mit Barthel, Friedsam, Seidel sowie Hanfmann und Struff
    Frauen in Cleveland (Wang Xin, Lys) und Monterrey (Navarro, Maria)
    Männer in Winston-Salem (Tsitsipas, Griekspoor, Misolic)
  • Leichtathletik: Diamond League in Lausanne mit einem Topbesetzen Feld.