Das war die Woche, die war

Selektive Wahrnehmung

Mit einer an italienische Verteidigungskünstler at their best erinnernde Abwehrleistung haben die Borussen aus Dortmund ein 1:1 bei Tabellenführer Bayer Leverkusen ergattert. Grund für Trainer Edin Terzic, sollte ich glauben. Doch dieser meckerte vor allem über das Schiedsrichtergespann inklusive VAR, der Karim Adeyemi doch einen klaren Elfmeter verweigert habe .Klar, es gab einen kleinen Kontakt im Leverkusener Strafraum und es gab auch schon Schiris, die bei solchen Szenen auf Elfer nentschieden haben, aber viel klarer war doch die Aktion gegen den Bayer-Spieler Palacios im Borussen-Strafraum, eine Szene, auf die Terzic nicht eingehen wollte. Diese Kunst der selektiven Wahrnehmung, man beklage heftigst nachteilige Pfiffe mit mehr oder weniger Tendenz zum Vorwurf der absichtlichen Benachteiligung, und ignoriere tunlichst jedwede begünstigende Szene oder kommentiere sie allenfalls mit einem knappen „da hatten wir schon Glück“. Da das praktisch jeder Trainer und auch alle Spieler beherzigen, gleicht sichs also wieder aus.

Ein echtes Ärgernis bleiben die obskuren Handelfmeter, die gegeben werden (oder auch nicht), obwohl null Torgefahr verhindert wurde. Hier fände ich eine neue Regel sehr erfreulich, zurzeit aber völlig utopisch. Warum gibt man dem Schiri-Gespann nicht die Möglichkeit, wenn er schon pfeift, dann wenigstens „nur“ (indirekten?) Freistoß zu geben. Bei der jetzigen Situation, wäre es geradezu fahrlässig von Trainern, nicht das gezielte Anschießen an die Hand des gegnerischen Verteidigers zu üben. Also wie im Hockey das Fußanschießen, wobei lang nicht so viele Strafecken zum Erfolg führen wie ein Elfmeter im Fußball.

Zur Lage der Liga: Trotz des Punkverlustes bleibt Bayer an der Spitze, und die Bayern würden bei einem Sieg im Nachholspiel gegen Union nur aufgrund des Torverhältnisses die Tabellenführung übernehmen. Ist eh hypothetisch, weil diese Partie erst im Januar 24 ausgetragen wird. Stuttgart bleibt die Überraschung, hat jetzt aber die Partien gegen Bayer und Bayern vor sich. Der Rest ist im Titelrennen erst mal abgeschlagen, und im Abstiegskampf hat der FC einen elementar wichtigen Sieg in Darmstadt gelandet.

Deutsche Erfolge im Schnee

Allerdings nicht bei den Alpinen, wo die Männer-Rennen in Beaver Creek ausfielen und die Frauen im Riesenslalom in Kanada wie erwartet keine Rolle spielten. Insgesamt konnte in dieser Saison immer noch kein Speedrennen, insgesamt waren 9 geplant. Während der kollektive Ausfall am Matterhorn erwartbar war, hatten sie auf der Birds of Prey in den USA einfach Wetterpech. Schade um diese wunderbare Abfahrt.

Geradezu brillant sind die deutschen Biathleten in die Saison gestartet. So feierte Philipp Nawrath in Östersund im Sprint seinen ersten Weltcupsieg und führt im Weltcup (Justus Strelow ist Vierter).. Und bei den Frauen überzeugen vor allem Franzi Preuß und Vanessa Voigt, die nach dem ersten Wochenende im Weltcup auf den Plätzen 1 und 3 stehen. Schon ist von einem deutschen Wunderwachs die Rede, nachdem Fluor wegen Umweltschädlichkeit verboten sind. Vor allem die Norweger sind ziemlich sauer auf ihre Skier.

Vor allem in der Breite bestechen die Skispringer, die in Lillehammer auf der Normalschanze vier und auf der Großschanze drei Springer unter die ersten Zehn brachten. Andreas Welliknger musste sich jeweils nur dem überagenden Stefan Kraft beugen, der alle vier Saison-Wettbewerbe für sich entschied.

Last but not least: Die Langlaufstaffeln belegten bei den Männern und Frauen die Plätze 3 und 2.

Das NBA-turnier während der NBA-Saison.

Umstritten, aber doch attraktiv: So kann man das In-Season-Tournament der NBA auf einen Nenner bringen. Die gerade Ende November oft vor sich hin määndernde Saison, der Reiz des Starts in die Spielzeit ist weg und die Playoffs sind noch weit weg, hat mit den Partien, die quasi doppelt zählen, durchaus seinen Reiz bekommen. Je vier Teams aus dem Osten und Westen spielen jetzt in einer K.o.-Runde (jeweils ein Spiel) den Sieger aus. Auß0er um die Ehre geht es auch um einen Batzen Geld.

Ansetzungen (MEZ)

Di., 01:30: Pacers – Celtics

Di., 04:00: Kings – Pelicans

Mi., 01.30: Bucks – Knicks

Mi., 04:00: Lakers – Suns

Und die NBA selbst?

Im Westen führen die Timberwolves mit zwei Spielen Vorsprung auf die Thunder und Nuggets.

Im Osten liegen die Celtics voran.Auf Platz 2 sind die Magic mit dem grandiosen Franz Wagner (3 Spiele in Folge mit 30+ Punkten), die nach 9 Siegen in Folge bei den Nets verloren. Ein typisches Back to Back Spiel: Sie waren erkennbar müde.

Niners bleiben im Rennen

Das NFC-Spitzenspiel zwischen den Eagles und den 49ers ging klar an die Gäaste aus San Francisco, die gleich mit 41:13 in Philadelphia gewannen und den Rückstand auf den Conference Leader auf ein Spiel vekürzten. Brock Purdy überragte mit 4 TD Pässen bei keiner Interception. Ein echtes Statement gegen den vermeintlich härtesten NFC-Kontrahenten. Mehr zur NFL morgen in einem gesonderten Text.

Die deutschen Bundesligen

– Handball: SC Magdeburg und Berlin Füchse führen mit drei Punkten Vorsprung auf die SG Flensburg-Handewitt. THW Kiel hat schon einen Respektabstand, findet aber siene Form.

– Basketball: Reichlich überraschende Heimniederlage der Ulmer gegen Rostock. Alleiniger Tabellenführer sind die Niners Chemnitz.. Die Basketballer aus München hatten keine Lust auf eine beschwerliche Reise nach Berlin, und die Partie wurde auf deren Bitte abgesagt. Anders übrigens machten es die Volleyballer aus dem benachbarten Dachau, dass per Bus in die Hauptstadt fuhr, um sich dort die erwartete 0:3-Klatsche bei den Berlin Volleys abzuholen.

– Eishockey: Hier wechselt die Tabellenführung regelmäßig. Jetzt sind nach zwei Siegen am Wochenende wieder die Eisbären Berlin vorn, weil die Straubing Tigers am Sonntag mit 0:2 gegen Wolfsburg verloren und punktgleich mit den Fischtown Pinguins auf dem dritten Platz liegen. Die Kölner Haie erlebten ein 1:7-Debakel beim bis dato so enttäuschenden Rheinrivalen DEG. Wird für die Fans eine wenig luschtige Heimfahrt auf dem Rhein geworden sein, ertränkt mit dem einen oder anderen oder mehreren Kölsch.

Fußballer atmen auf

Eine machbare Gruppe, das ist der allgemeine Tenor, nachdem den deutschen Fußballern Schottland, Ungarn und die Schweiz für die Gruppenphase der Heim-EM zugelost wurde. Tolles Eröffnungsspiel in München gegen Schottland und zigtausenden britischen Fans. Angesichts der jetzigen Form ist das trotzdem ein durchaus kniffliges Programm, zumal die Deutschen bei den vergangenen Turnieren gerade gegen die vermeintlich sdchwächeren Gegne nicht gut aussahen, während esgegen vermeintlich starke Teams wi Spanien in Katar und Purtugal sowie Frankreich bei der EM 2021 gut lief.

Die stärksten Gruppen zumindest der Papierform nach sind die B mit England, Spanien, Kroatien und Albanien sowie die D mit Holland, Frankreich, Österreich und dem Nations-League-Sieger A, Polen, Finnland, Wales, Estland).Viel schwerer geht es kaum.

Frauen hoffen auf Olympia

Die deutschen Fußballerinnen gewannen in der Nations League gegen Dänemark mit 3:0 und stehen damit als Gruppensieger praktisch fest, denn ein Sieg in Wales muss drin sein. Außerdem stehen Spanien und Frankreich als Gruppensieger fest. Den vierten Halbfinalisten ermitteln Holland (gegen Belgien) und England gegen Schottland. Die vier Halbfinalisten ermitteln die beiden europäischen Olympiateilnehmer neben Gastgeber Frankreich, das trotzdem im Halbfinale dabei ist den Olympia-Spielverderber mimen kann.

Extrem pikant und eigentlich ein absolutes No go: Da Großbritannien mit einem gesamt-britischen Teama bei Olympia startet, ist Schottland sehr daran gelegen, dass England sich für Olympia qualifiziert, also erst mal Gruppensieger wird. Also müssen sie möglichst hoch verlieren, während Holland, das zurzeit die um drei Tore bessere Tordifferenz hat, auf Belgien trifft, das zumindest noch theoretische Chancen hat. Sehenden Auges und völlig unnötig hat die unfähige UEFA diese Konstellation hinausbeschworen. Auch das Thema Frankreich hat einen üblen Beigeschmack.

 

 

Hadern in Orlando

Blick über den Teich, NBA

Der Dienstag stand ganz im Zeichen des In-Tournaments, wo dieletzten Gruppenspiele ausgetragen wurden

Osten

Die Pacers standen als 4:0 Team der Gruppe A fest für die Endrunde. Hinzu kamen gestern die Bucks, die Knicks und die Celtcs. Den Magic, die spielfrei hatten, blieb nur das tatenlose Zuschauen und mussten mit ansehen, wie aus ihrer Sicht so alles schief lief, was schieflaufen konnten. So gewannen die Nets vs die Raptors und die Celtics, die in der Magic-Gruppe waren, schafften den notwendigen +22-Sieg gegen die Bulls und verdrängten die Magic um 5 Punkte. Und auch die Knicks schafften gegen die schwachen Hornets den erforderlichen +8-Punkte-ErfolgNoch sehr gewöhnungsbedürftig, wenn es in der NBA ums Korbverhältnis geht, noch dazu in einem Fremdvergleich.

Es kommt also in der 1. K.o.-Runde zu folgenden Begegnungen. Alle Zeiten MEZ

Di., 01.30: Pacers – Celtics

Mi., 01:30: Bucks – Knicks

Die beiden Sieger qualifizieren sich fürs Final-Four-Turnier in Las Vegas

Westen

Hier standen aus der Gruppe A die Lakers und praktisch auch die Suns als Wildcard-Team für die K.o.-runde fest. Hinzu kamen die Pelicans und Kings. Die Pelicans profitierten von de Niederlage der Rockets bei den Mavs. Die Kings bezwangen in einer begeisternden Partie vor einer wie in den Play-off-Runde begeisternden Kulisse die Lakers mit 124:123. Sie kurz vorher die Timberwolves gegen die Thunder gewannen, hätte ihnen sogar eine  Niederlage mit höchstens -11 zum Weiterkommen gereicht, abe für die NBA-Bilanz ist es so natürlich besser, zumal sie bisher in der Saison zweimal gegen die Warriors verloren hatten.

Lakers und Suns profitierten natürlich sehr von der Gruppeneinteilung, denn mit den Spurs, Grizzlies und TrailBlazers erwischten sie drei grausam schlechte Teams, die mit den Play-offs der NBA höchstwahrscheinlich absolut nichts zu tun haben und sich am Ende der Western-Conference-Tabelle tummeln.

Hier lautet das Schedule

Di., 04:00: Kings – Pelicans

Mi., 04:00: Lakers vs Suns

Alles übrigens bei DAZN wie auch die zwei Halbfinalbegegnungen (Freitag) sowie das Endspiel in Las Vegas (Sonntag),

Eagles und Chiefs – und sonst?

Blick über den Teich. NFL und NBA

Linktipp

Zuerst aber sei auf eine brillante Seite hingewiesen, die ich gerade entdeckt habe. Sie heißt Spoiler free scores und gilt für alle großen amerikanischen Profiligen (aber nicht MLS)

http://sfs.host30.reea.net/index.html

Wie der Name schon sagt kann man, ohne gespoilert zu werden, die vergangene Nacht Revue passieren lassen. So werden die You-Tube-Zusammenfassungen angeboten in mehreren Längen.  Und ein weiterer toller Service. Man kann jedes einzelne Spiel oder auch mehrere aufrufen, ohne auf andere, die man vielleicht noch sehen will, gespoilert zu werden. Klingt theoretisch, ist aber ein Quell der Freude. Es gibt weitere nette Gadgets, aber seht selbst …

NFL

Dass der Weg in der AFC nur über die Chiefs und in der NFC nur über die Eagles gehen würde, war bereits vor der Saison vielen Expertn klar. Und fast schon folgerichtig führen die Eagles mittlerweile recht deutlich ihre Conference an, und die Chiefs stehen sieggleich mit drei weiteren Teams an der Spitze. Der Sonntag hat gezeigt, dass man sie erst einmal schlagen kann, sogar wenn sie keinen tollen Tag erwischt haben. So lagen die Chiefs gegen die wahrlich nicht berühmten Raiders bereits 0:14 zurück, ehe sie sich besannen, die Partie noch drehten und letztlich ungefährdet siegen. Noch spannender machten es die Eagles in einer tollen Partie gegen die Bills. Sie brauchten eine Overtime, um sich durchzusetzen. dabei schaffte die Offense um Jalen Hurts das Kunststück, kurz vor Ende der regulären Spielzeit einen 44-Yard-Drive für ein Fieldgoal hinzulegen, das den Ausgleich brachte. In der Overtime ließen sie sich auch nicht durch einen Rückstand durch ein Fieldgoal verrückt machen und gewannen durch einen TD. Bei beiden Teams stimmt die Mischung aus Offense und Defense vielleicht am besten, wobei sich die Chiefs, auch das habe ich erwartet, viel härterer Konkurrenz erwehren müssen als die Eagles, die in der NFC eigentlich nur die Lions, 49ers und in der eigenen Division die Cowboys fürchten müssen. Würde mich wundern, wenn auch nicht allzusehr wg Unwägbarkeiten noch und noch, wenn nicht diese 4 Teams die Divisional Finals unter sich ausmachen würden. Der Rest in der NFC ist sehr unkonstant. Allein die Seahawks haben (noch) einen positiven Rekord. Da passt das furchtbare MNF zwischen den Bears und den Vikings schlechtestens ins Bild. Den Bears reichten 4 Fieldgoals zum 12:10 (es war so grausam, wie das Ergebnis klingt), auch weil der bisher so hochgelobte Vikings QB Joshua Dobbs gleich 4 Interceptions produzierte (bei zweien konnte er alledings wenig dafür, weil seine Receiver das Ei nicht nur nicht fangen konnten, sondern praktisch in die Arme der Verteidigung abprallen ließen).

In der AFC sind es dagegen 9 mit positiver Bilanz.. Wer auch immer die 4 Divisionen gewinnen sollte, der Marsch durch die Play-offs dürfte extrem hart werden. Und die hochgewetteten Bills und erst recht die Bengals müssen froh sein, wenn sie die Play-offs überhaupt erreichen (bei den, Bengals, noch dazu ohne Joe Burrow, schließe ich das praktisch aus).

Am Sonntag kommt es zum NFC-Schlager 49ers vs Eagles. Gewinnen die Eagles haben sie beste Chancen Platz 1 und ein Freilos in der 1. Play-off-Runde. Wenn nicht, wird es noch mal knapp, sogar mit dem Divisionssieg.

NBA

Mannschaft der Stunde, ich schreibe und staune, sind die Orlando Magic, die mittlerweile auf eine Siegesserie von 7 Spielen zurückblixcken dürfen, was ihnen zuletzt vor gut einer Dekade gelang. Und dabei schlugen sie Hochkräter wie die Denver Nuggets und die Boston Celtics. Lohn ist der 2. Platz in der Conference (gleichauf mit den viel höher eingeschätzten Bucks und 76ers). Der dürfte kaum zu halten sein, weil der Kader wohl nicht tief genug ist, aber einen Play-off-Platz, zumindest über die Play-Ins, sind jetzt ziemlich realistisch. Es ist ein junges Team, das Banquero anführt. Die Wagner-Brüder mischen stark mit, vor allem bei Moritz sehe nicht nur ich eine gewaltige Steigerung.

Jetzt haben die durchaus Chancen, beim In-Season-Tournament die Endrunde zu erreichen. Sie selbst haben es allerdings nicht in der eigenen Hand, denn sie haben ihre 4 Spiele schon absolviert. Anhand der Magic will ich den mathematischen Wahnsinn dieses Turniers während der Saison kurz beleuchten (ohne Pistole).

Die Magic kommen unter die besten 4 im Osten

– als Gruppensieger der Gruppe C, wenn Celtics gegen die Bulls gewinnen und die Nets gegen die Raptors verlieren

– als Gruppensieger, wenn die Celtics mit weniger als 22 Punkten Vorsprung gewinnen und die Nets mit weniger als 14 Punkten gewinnen. Bei einem Zweiervergleich zählt das direkte Duell, bei einem Dreiervergleich die gesamte Gruppenbilanz.

– Als Gruppenzweiter, wenn in der Gruppe A die Cavaliers gegen die Hawks mit 13 Punkten und weniger gewinnen oder verlieren und gleichzeitig

– in der B der Gruppenzweite nicht mehr als 3:1 Siege und eine Korbdifferenz von mehr als 22 hat. Gefährlich sind hier vor allem die Knicks (zurzeit 2:1 und +18 vs Hornets und die Bucks (3:0 und +39 @Heat, die ihrereseits bei 2:1 und +11 liegen.

Im Westen ist es auch spannend, aber die Suns sind mit 3:1 Siegen und +34 fast sicher bester Zweiter. Die Lakers sind fix dabei. Die Rockets müssen in der Gruppe B bei den Mavs gewinnen, um die Pelicans noch abzufangen. In der C sind die Kings mit einem Sieg gegen die Warriors sicher Erster. Wenn sie verlieren, sind die Warriors auf jeden Fall Erster, wenn die Timberwolves gegen die Thunder verlieren. Gewinnen die Timberwolves, müssten die Warriors bei den Kings mit mindestens zwölf Punkten Vorsprung bei den Kings gewinnen und gleichzeitig dürften die Wolves nicht mit mehr als 32 Punkten Vorsprung gewinnen.

Noch ein Wort zu den Clippers nach ihrem Trade von Harden, für den sie All in gegangen sind. Bisher finde ich das relativ überschaubar. Zurzeit sind sie Elfter, aber noch sind die Abstände sehr gering. Aber diese Nacht unterlagen sie den Nuggets, obwohl bei denen die Topspieler Jokic und Murray sowie auch Gordon fehlten.

Ein Desaster erlebten übrigens die Lakers beim 94:138 bei den 76ers, mit dem sie ihre vierthöchste Niederlage ihres Bestehens einstellten.

Das wird die Woche, die wird

Dortmunder Chance(n)

Die Champions-League-Vorrunde der Fußballer hält am Dienstag und Mittwoch den 5. Spieltag ab. Völlig offen ist die Dortmunder Gruppe F, in der alle Teams es noch in der eigenen Hand haben, das Achtelfinale zu erreichen. Dortmund führt die Tabelle mit 7 Punkten an, und wäre mit einem Sieg durch. Einen Sieg entweder heute oder gegen PSG in 2 Wochen) dürften sie aber auch auf jeden brauchen, um sicher weiterzukommen. Bei zwei Unentschieden bräuchte man die Hilfe von Newcastle.

FCB und RBL sind durch. Union kann höchstens noch Platz 3 und die Europa League erreichen, muss aber morgen in Braga gewinnen. Bei einem Remis, müssten die Berliner in zwei Wochen gegen REal verlieren und Braga in Neapel.

Ansonsten ist noch die Gruppe E mit dem Dreikampf Atlético, Lazio und Feyenoord zu beachten.

Am Sonntag sind die Dortmunder im Bundesliga-Schlager bei Tabellenführer Bayer Leverkusen gefordert. Nach dieser Woche sind wir (vielleicht) schlauer, wohin die Reise des BVB und Trainer terzic geht.

Todesgruppe oder Freilos?

Am Samstag werden in der Europa League die EM-Gruppen ausgelost. Es gibt sehr schwere Konstellationen, auch weil etwa Italien nur im 4. und vermeintlich stärksten Topf ist, aber auch sehr leichte, zumal ja auch vier Gruppendritte ins Achtelfinale kommen. So kann Deutschland vemeintlich Glück haben und Albanien, Slowakei zbd Play-off C ziehen. Oder ein sogenanntes Hammerlos mit der Türkei, Holland und Italien. Aber wirklich los geht die EM mE eh est im Achtelfinale. Zu den möglichen K.o.Gegnern dann nächste Woche mehr.

Skifahrer auf Reisen.

Die Männer fliegen in die USA, wo in Beaver Creek am Wochenende zwei Abfahrten und 1 Super-G auf dem Programm stehen. Es wären die ersten Speedrennen der Saison. Bei den Frauen sind zwei Riesenslaloms im kanadischen Temblant geplant. Das wären dann schon 4 bei 3 Slaloms und keinem Speedrennen. Seltsame Planung.

Auch sonst voller Wintersport unter anderem mit Biathlon in Östersund, Langlauf in Galivare und .Skispringen in Lillehammer.

Blick über den Teich

Das Spiel in Week 13 in der NFL ist zweifellos das Duell zwischen den Eagles und den 49ers, für viele Experten und auch mich das Conference Finale (wenn denn die Lions nix dagegen haben. Mit einem Sieg wäre den Eagles Platz 1 in der NFC und ein Freilos in der 1. Play-off-Runde kaum noch zu nehmen.

In der NBA steht das In-Season-Tournament im Blickpunkt, wo heute die letzten Spiele der Gruppenphase ausgetragen werden. Ein Fall für Freunde des Rechenschiebers, im Einzelfall kann tatsachlich das Korbverhältnis entscheiden. Das Ganze ist für mich eine nette Spielerei, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

In der NHL versuchen die Oilers, weiter aufzuholen im Kampf um die Play-offs.

Und Sonst?

Die Mannschaftssportarten setzen ihre nationalen und internationalen Wettbewerbe fort. Während die Basketballer aus München und Berlin eher mau in die CL gestartet sind, schaut es für die Handballer aus Kiel und Magdeburg recht gut aus. Auch in den zweitklassigen Wettbewerben: Eurocup bzw EHF-Cup: volles Programm. DAZ und Magenta sind dabei.

Im Snooker die UK Championship mit voller Besetzung.

Und last, but not least das Finale der U-17-WM zwischen Deutschland und Frankreich am Samstag (13 Uhr, Sky Sport News)

 

 

Das war die Woche, die war

Trauriger deutscher Fußball, erfolgreiche deutsche Wintersportler und ein glückliches italienisches Tennisland. dies und einiges andere mehr geschah sportlich in dieser Woche. Der US Sport bekommt heute Abend oder morgen Vormittag einen gesonderten Beitrag, dann auch mit der Wochenvorschau.

Nagelsmann schon unter Druck

Nach der Heimpleite gegen die Türkei am vorvergangenen Samstag ging auch das zweite Prestigeduell der deutschen Fußballer verloren. Beim völlig verdienten und in der Höhe noch schmeichelhaften 0:2 gegen Österreich in Wien zeigte das Team eine in allen Belangen desaströse Leistung. Und es zeigte sich mal wieder: viele gute Einzelspieler ergeben noch kein gutes Team. Denn einen Head to Head-Vrgleich der einzelnen spieler in ihrer gegenwärtigen Vereinsform hätte sicher ein sattes Plus für Germany auf den meisten Positionen ergeben. so aber war das von Trainer Ralf Rangnick bestens eingespielte Österreich in allen Belangen überlegen. Die Deutschen standen zum Teil wie falschgeld herum, mich beschlich das Gefühl, das mancher Spieler nicht wusste, was er wann und wo und wie zu bewerkstelligen hätte. Ich hatte das Gefühl, dass manchmal der sehr viel weniger begabte Zwillingsbruder auf dem Platz stand. Und das muss sich Trainer Julian Nagelsmann ankreiden lassen. Knapp acht Monate vor Beginn der Heim-EM könnte die Stimmung im Land nicht schlechter sein, auf Fußball bezogen und auch sonst. Blöd für Nagelsmann ist, dass er jetzt 4 Monate eher zum Nichtstun verurteilt ist, was die Verbesserung seines Rufes betrifft. Arbeit wird er genug vorfinden. Zum jetzigen Zeitpunkt schwant einem allerdings Böses, was im März die Gegner Frankreich und Holland mit dem deutschen Team anstellen könnten.

Tuchel, der Merkwürdige

Was hat der Bayern-Coach getobt, dass seine Mannschaft nach den zum Teil strapaziösen Länderspielreisen schon am freitag wieder antreten musstebeim 1. FC Köln . Und dann? Vollzieht er nicht eine einzige Auswechslung, obwohl einige ausgeruhte Spieler wie Thomas Müller auf der Bank saßen. Er sei zufrieden mit dem Auftritt gewesen und habe einen Wechsel „nicht gepürt“. Womit zumindest hier das Thema Überbelastung und Belastungssteuerung eine ganz neue Dimension bekommt. Nur ein Hirngespinst?

Die Bayern sind nach dem 1:0-Arbeitssieg weiter 2 Punkte hinter dem weiterhin stark auftretenden Bayer Leverkusen, das nach dem 3:0 nach 12 Spieltagen 11 Siege und ein Remis bilanzieren kann. Und in jedem Spiel hat der Werksclub mindestens 2 Tore geschossen.

Erstaunlich auch weiterhin der VfB, der dank zweier Tore von Denis Undav 2:1 bei Eintracht Frankfurt gewann. dabei hat der fast schon sagenumwobene Guirassy tatsächlich mal eine große Chance ausgelassen, man will es nicht glauben.

Dem BVB reichte eine starke Viertelstunde vor der Pause, um das Borussenduell gegen Gladbach nach 0:2-Rückstand zu drehen und am Ende etwas glücklich mit 4:2 zu gewinnen. Dochn die Unruhe um Trainer Edin Terzic bleibt bestehen und würde morgen bei einer Niederlage beim AC Mailand erst so richtig aufflammen.

Der 1. FC Union hat einen neuen Trainer: Es wird aber nicht die Real-Legende Raul, wie hoffnungsvolle Medien spekuliert habensondern „nur“ Nenad Bjelica, der bisher unter anderem Austria Wien, Trabzonspor und Dinamo Zagreb trainiert hat, aber noch nie in einer großen Liga. Als Spieler war er in der Bundesliga beim 1. FC Kaiserslautern tätig.

Unentschiedene Spitzenduelle

ManCity gegen Liverpool in England endete genauso 1:1 wie das Derbi Italia zwischen Juve und Inter. In der Premier League führt nunmehr der FC Arsenal vor City und Liverpool sowie dem erstaunlichen Aston Villa die Tabelle an. Das Team aus Birmingham siegte bei Tottenham mit 2:1 und hat nur 2 Punkte Rückstand auf Arsenal. Die Hotspur kassietern dagegen die 3. Niederlage in Folge. Harry Kane ist halt doch nicht so einfach zu ersetzen. Inter und Juventus haben dagegen schon einen kleinen Vorsprung auf Milan und Napoli.

In Spanien gewann Real bei Cadiz mit 3:0 und übernahm wieder die Tabellenführung. Jude Bellingham war erneut erfolgreich und hält jetzt bei 11 Ligatoren und 14 Treffern insgesamt. Das hat in den ersten 15 Pflicht-Partien für Real noch nicht mal Cristiano Ronaldo geschafft. Allerdings können die Königlichen heute vom Sensationsteam aus Girona wieder von Platz 1 verdrängt werden, wenn dieses gegen Athletic Bilbao gewinnt. DAZN ist Euer Freund.

Viel Freude im Schnee

Glänzender Saison Auftakt für die deutschen Biathleten bei den ersten Einzelrennen am Sonntag in Östersund, nachdem es in den Mixed-Staffeln tags zuvor bei keinem Podestplatz  nicht ganz nach Wunsch lief. Bei den Männern feierten Roman Rees und Justus Strelow über 20 km einen Doppelerfolg. Bei den Frauen mussten Franziska Preuß und Vanessa Voigt als 2. und 3. nur der Italienerin Lisa Vitozzi den Vortritt lassen.

Lena Dürr wurde im Slalom 4. beim Heimsieg von Mikaela Shiffrin in Kllington. Weltcupsieg Nummer 90(and counting)  für die Amerikanerin, die zweimal Laufbestzeit fuhr.

Eine Klasse für sich im Riesenslalom ist derzeit Lara Gut, die am Samstag ebenfalls in Killington nach Sölden auch den zweiten Wettbewerb gewann. Die Schweizerin siegte vor der endlich wieder starken Alison Robinson und Shiffrin. Emma Aicher war als einzige Deutsche dabei – und schied aus.

Stark waren die deutschen Skispringer in Kuusano sowohl am Samstag als auch am Sonntag. Am Samstag belegten Pius Paschke, Stephan Leye und Andreas Wellinger die Platze 2 bis 4. Am Sonntag Wellinger, Leyhe und Paschke die Ränge 3 bis 5. Überragend war jeweils der Österreicher Stefan Kraft, der zweimal siegte, einmal mit etwa 10 Punkten Vorsprung auf den Zweiten und einmal sogar mit 22,6. Zu früh in Form oder einfach wirklich gut? Spätestens bei der Tournee sind wir schlauer.

Sinners Glanzstück

Für Italien war Vitozzis Triumph im hohen Norden nicht der einzige. In Südeuropa, nämlich Malaga, gewannen die Tennisspieler zum 2. Mal nach 1976 den Daviscup, damals unter anderem mit dem unvergleichlichen Adriano Panatta, Im Finale gewannen die Azzurri gestern mit 2:0 gegen Australien. Matteo Arnaldi und Jannik Sinner schafften die Punkte gegen Popyrin und De Minaur. Sein Meisterstück hatte Sinner bereits tags zuvor im Halbfinale vollbracht. Beim Stand von 0:1 (Lorenzo Musetti hatte gegen Kecmanovic verloren) gewann er gegen Novak Djokovic in 3 Sätzen und schaffte das Kunststück, dabei 3 Matchbälle in Folge abzuwehren, was laut Statistik dem serbischen Weltranglistenersten noch nie passiert ist. Quasi zum Drüberstreuen war Sinner an der Seite von Lorenzo Sonego auch im Doppel gegen den Djoker und Kecmanovic erfolgreich und ausschlaggebender Akteur. Krönender Abschluss eines tollen Tennisjahres. Bereit für einen Grand-Slam-Sieg 2024?

Humphries macht das Darts-Triple perfekt

Luke Humphries ist zurzeit der heißeste Spieler auf der Dart-Tour. Im Finale der Players Championships besiegte er im Finale Michael van Gerwen mit 11:9. Es war sein drittewr großer Turniererfolg innerhalb von gut einem Monat, nachdem er zuvor den world Grand Prix und vor einer Woche den Grand Slam of Darts für sich entschieden hat. Van Gerwen kann sich damit trösten, einen 9-Darter geworfen zu haben, seinen 10. während einer Live-Übertragung. Sehr gut schlug sich der Deutsdche Gabriel Clemens, der erst im Halbfinale von MvG gestoppt wurde.

Und sonst?

In der Handball-Bundesliga sind an der Spitze die Füchse Berlin und der SC Magdeburg im Gleichmarsch vorneweg. Der THW Kiel scheint sich ein wenig gefangen zu haben. und gewann in Stuttgart. Auch Melsungen lässt sich erst mal nicht abschütteln.

Im Basketball führen die sensationellen Niners Chemnitz gemeinsam mit Titelverteidiger ratiopharm Ulm mit 9:1 Siegen. Alba Berlin steckt in der Formkrise, verlor auch in Ludwigsburg. Und in der Ezroleague ist der Hauptstadtclub Letzter. Hier gelang Bayern München ein sehr wichtger und hauchzarter 101:100-Erfolg nach der 2. Overtime bei Villeurbanne.

Sehr erstaunlich ist die Spijtze in der DEL anzusehen. Wer mit den Straubing Tigers und den Fischtown Pinguins auf den Platzen 1 und 2 nach 22 Spieltagen gerechnet hat – herzlichen Glückwunsch. Wo Licht ist, ist auch Schatten. Nach dem 1:5 bei Red Bull München haben die Adler Mannheim ihren Trainerstab samt Sportmanager entlassen. Dallas Eakins übernimmt in Personalunion die Ämter des Cheftrainers und des Sportmanagers.