Panthers springen ins Finale

Blick über den Teich, NHL

FLORIDA PANTHERS* – New York Rangers 2:1 (4:2)

Die Gart(d)en-Partie in New York fällt aus i, dafür sind die Florida Panthers zum dritten Mal in ihrer Geschichte im NHL Final. Im 6. Spiel zu Hause in Sunrise standen wie immer in dieser Serie die beiden russischen Torhüter Igor Schesterkin und Sergej Bobrowski im Mittelpunkt des Geschehens. Am Ende wehrte Schesterkin 32 von 34 Schüssen ab derinsgesamt überlegenen Panthers ab, Bobrowski 23 von 24.
Doch auch der starke Schesterkin war nicht unüberwindbar. Ende des ersten Drittels musste er einen Schlagschuss von Sam Bennett passieren lassen, Vladimir Tarasenko traf Mitte des 3. Drittels nach großartiger Vorarbeit von Eetu Luostarainen und Anton Lundell. Der Anschluss von Artemi Panarin (58:20) , der erstmals in der Serie traf, kam zu spät.
Auffällig: Insgesamt gab es trotz (oder wegen?) der Bedeutung der Partie nur je eine kleine Bankstrafe

Meine 🇫🇮 Finnen
Eetu Luostarinen und Anton Lundell verbuchten die Assists zum 2:0.

Ansetzungen
Mo., 02:00: Edmonton Oilers -Dallas Stars (3:2)
Mi., 02:30: Dallas Stars – Edmonton Oilers (wenn nötig)

Oansno, Oilers

Blick über den Teich, NHL

Dallas Stars – Edmonton Oilers 1:3 (2:3)

Das Finale ist ganz nah, und doch so weit. Einen Sieg bei brauchen die Oilers nach dem harterkämpften 3:1 bei den Stars noch, um erstmals in der McDavid/Draisaitl-Ära die Western Conference zu gewinnen und damit die Endspielserie zu erreichen. Was schwer genug wird, denn gerade auswärts zeigte Dallas in den bisherigen Play-offs enorme Stärke (Bilanz:, hat ja auch schon ein Spiel in Edmonton gewonnen.
Aber jetzt haben die Oilers alle Trümpfe in der Hand. Und nicht zuletzt der von mir kritisierte Stuart Skinner hatte mit 19 Saves guten Anteil daran wie die gesamte Defense, die Dallas die richtig zur Gelung kommen ließ. Dazu klappte diesmal auch das Überzahlspiel glänzend. Zweimal traf Ryan Nugent-Hopkins im Powerplay, und das bei insgesamt nur 3 Gelegenheiten. Dazu Philip Broberg mit einem fulminanten Schlagschuss in seinem erst zweiten Play-off-Einsatz in dieser Saison.

Draisaitl-Watch
Dem Kölner gelang ein grandioser Assist zum 2:0. Er stand mit 20:48 Minuten so lange auf dem Eis wie kein anderer Oiler-Stürmer.

Meine 🇫🇮 Finnen
Statistisch nicht erfolgreich. Miro Heiskanen war satte 27:17 Minuten im Einsatz und produzierte 4 Schüsse, leistete sich aber auch 4 Strafminuten.

Ausblick
Wenn die Oilers vor allem in der Defense wieder so stark agieren und Skinner wieder so stark und vor allem fehlerlos agiert, sehe ich beste Chancen für die Oilers. Denn ihre Offensive ist immer für das eine oder andere Tor gut. Abschreiben würde ich die Stars aber noch lange nicht. Als Edmonton-Sympathisant bestelle ich auf gut Münchnerisch: Oansno, Oilers.

Ansetzungen
So., 02:00: Florida Panthers – New York Rangers (3:2)
Mo., 02:00: Edmonton Oilers – Florida Panthers (3:2)

Ein Paar zum Verlieben

Blick über den Teich, NBA und NHL

Die Mavs im NBA-Finale, die Panthers siegreich im Madison Square Garden. Der Donnerstag war nichts für Heimteams

Minnesota Timberwolves – DALLAS MAVERICKS* 103:124 (1:4)

Mit Vielem habe ich gerechnet, aber nicht mit einem derartigen Kantersieg der Mavericks, mit dem sie den Einzug ins Finale gegen die Boston Celtics fixierten. Insgesamt 16 Punkte Abstand gab es in den ersten 4 Spielen der Serie, laut NBA waren es nie weniger, diesmal gleich 21. Wobei es die Mavericks noch gnädig machten, denn sie führten zeitweise mit 34 Zählern und zur Pause mit 29. Der Rest war dann eher Verwalten und Aufbessern der eigenen Stats. Ein brillanter Doncic legte schon im ersten Viertel 20 Punkte auf. Die Timberwolves trafen ihre Dreier nicht (2/12) die Mavs außerordentlich (9/15)

Männer des Tages
Luka Doncic und Kyrie Irving: Das kongeniale Duo sammelte jeweils 36 Punkte, obwohl es am Ende gar nicht mehr zum Einsatz kam. Jeder für sich war die ganze Serie stark, zusammen stellten sie die Wolves vor unlösbare Probleme.

Auffällig trotz der Niederlage
Karl-Anthony Towns: Hielt anfangs stark dagegen, gerade in der Abwehr, ging dann aber wie das ganze Team ziemlich unter.

x-Faktor
Dereck Lively: Er musste in Spiel 4 pausieren wegen einer Nackenverletzung. Ein Anker am defensiven Brett (3 Blocks) 16 von 16 und wieder ohne jeden Fehlwurf aus dem Feld. Die Bilanz der gesamten Serie: 16 von 16. Okay, alle aus Nahsistanz, aber die muss man trotzdem erst mal versenken.

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Maxi Kleber kam erneut zum Einsatz und traf einen von 3 Dreierversuchen. Wichtiger ist er als Entlastung in der Defense.

Und sonst
– Luka Doncic wurde zum MvP der Serie gewählt
– ernüchternde Wolves-Zahlen: Naz Reid, der beste 6. Mann der Saison, nur 5 Punkte (in der ersten Hälfte 0), Jaden McDaniel, oft ein x-Faktor nur 8 Punkte, in der ersten Hälfte 0. Rudy Gobert: Nach gutem Auftakt 7 Punkte danach offensiv gar kein Faktor mehr. Und in der Defense war der beste Abwehrmann der Saison (aber nicht nur er) heillos überfordert. -23, der schlechteste Wert des Teams.

Analyse der Serie
3:0 Siege, dieses kommode Polster reichte den Mavericks. Die Timbewolves kamen nie so ins Laufen wie zeitweise gegen die Nuggets, die 7-Spiele-Serie hat offenbar sehr viel Kraft gekostet, vor allem auch im Kopf. Ein Anthony Edwards kam trotz guter Leistungen nie an die Glanzform heran, der Dauerstress vorne und hinten setzte ihm sichtlich zu.
Die Mavs hatten natürlich das Glück und Können, am Anfang alle drei engen Partien für sich entschieden zu haben. Mit Doncic und Irving haben sie zwei Fixpunkte. Gut für sie, dass sie jetzt eine Woche Pause haben, die gerade der angeschlagene Slowene bestens brauchen kann. Gegen die Celtics sehe ich durchaus Chancen, auch wenn das Team aus Boston leicht zu favorisieren ist, vor allem wenn Kristaps Porzingis wieder dabei ist und zur alten Form zurückfindet. Was ich so lese, sieht es diesbezüglich gut aus.

Und der Verlierer?
Die Timberwolves sind auf dem aufsteigenen Ast. Letzters Jahr scheiterten sie noch an den Denver Nuggets, diese Hürde nahmen sie. Und gerade ein Anthony Edwards wird viel lernen aus der verlorenen Serie. Vielleicht auc h Trainer Chris Finch, der sich überlegen muss, wie er seinen besten Mann in der Defensive wenigstens etwas zu schonen. Spieler wie Jden McDaniels (23) und Naz Reid (24) haben auch noch viel Potenzial, vor allem, was die Konstanz der Leistungen betrifft.

Ansetzungen der Finalserie (MESZ)
Fr., 07/06, 02:30: Boston Celtics – Dallas Mavericks
Mo., 10/06, 02:00: Celtics – Mavericks
Do., 13/06, 02:30: Mavericks – Celtics
Sa., 15/06, 02:30: Mavericks – Celtics
Di., 18/06, 02:30: Celtics – Mavericks (wenn nötig)
Fr., 21/06: 02:30: Mavericks – Celtics (wenn nötig)
Mo., 24/06, 02:00: Celtics – Mavericks (wenn nötig)

New York Rangers – Florida Panthers 2:3 (2:3)

Ernüchterung im Madison Square Garden. Trotz einer 1:0-Führung mussten sich die heimischen Rangers den Panthers mit 2:3 geschlagen geben. Es war wieder mal ein Spiel der Defensivreihen und insbesondere der beiden russischen Goaies Igor Schesterkin (Rangers) und Sergej Bobrowski (Panthers), zurzeit wahrscheinlich die beiden besten Torhüter der Liga.
Chris Kreider brachte die Rangers in Unterzahl im 2. Drittel in Führung, die allerdings Gustav Forsling nach brillantem Zuspiel von Sam Bennett ausglich. Anton Lundell drehte die Partie zur Hälfte des 3. Drittels, Bennett traf ins leere, und der Anschlusstreffer von Alexis Lefreniere kam zu spät.

Meine 🇫🇮 Finnen
Anton Lundell erzielte ein Tor, für das Eetu Luostarinen den Assist gab. Panthers Kapitän Alexander Barkov stand bei beiden Gegentreffern auf dem Eis.

Ansetzungen
Sa., 02:30: Dallas Stars – Edmonton Oilers (2:2)
So., 02:00: Florida Panthers – New York Rangers (3:2)

 

Siebte Spiele in Sicht

Blick über den Teich, NHL und NBA

Hochspannung in den Conference Finals in der NHL sowohl im Osten als auch im Westen steht es 2:2. Und die Timberwolves wehren in Dallas den ersten Matchball ab. (Nachtrag zu gestern, als ich einfach nicht mehr dazu kam.

NHL

Florida Panthers – New York Rangers 3:2 OT (2:2)
Das dritte Spiel der Serie in der Verlängerung, doch diesmal hatten die Panthers das bessere Ende für sich und glichenzum 2:2 aus. Sam Reinhard traf nach 12:16 Minuten in der 1. Overtime mit dem zweiten Powerplay-Tor für Florida.

Meine 🇫🇮 Finnen
Alexander Barkov gab zwei 2 Assists in Überzahl. Niko Mikkola sah beim 2. Treffer für New York nicht besonders gut aus, als er die Scheibe nicht klären konnte.

Ausblick
2 Spiele sind jetzt noch sicher, und es würde mich nicht wundern, wenn es im Madison Square Garden auch zum Showdown eines 7. Spiels käme.

Edmonton Oilers – Dallas Stars 5:2 (2:2)
Letztlich ein klares Ergebnis, obwohl es für die Oilers furchtbar begann mit zwei Gegentreffern in den ersten 5:29 Minuten. Doch noch im ersten Drittel fand Edmonton in die Spur und konnte das Spiel ausgleichen. Im 2. Drittel waren sie dann hochüberlegen, und trafen erst in Unterzahl und dann durch Leon Draisaitl zum 4:2. Ein Schuss ins leere Dallas-Tor beseitigte letzte Zweifel am Sieg der Oilers.

Draisaitl Watch
Der Kölner erzielte einen Treffer und stand fast 20 Minuten auf dem Eis. Er ist der Buzllyspezialist der Oilers, von denen er 59 Prozent gewann.

Meine 🇫🇮 Finnen
Für die Stars traf Esa Lindell auf Zuspiel von Miro Heiskanen, die auch die erste Verteidungslinie der Stars bildeten, zusammen mit Mittelstürmer und Kapitän Roope Hintz.

Ausblick
Auch hier scheint mir alles offen. Viel wird für die Oilers von Goalie Stuart Skinner abhängen, der für mich den unsichersten Eindruck der vier vebliebenen Goalies macht. Während ein Igor Schesterkin (Rangers) stoische Ruhe ausstrahlt, wirkt das bei Skinner immer ein wenig hektisch. Wobei Jake Oettinger (Stars) gestern auch nicht den allerbesten Eindruck machte.

NBA

Dallas Mavericks – Minnesota Timberwolves 100:105 (3:1)
Tja, so ist das mit den Vorhersagen im Sport, oft treffen sie halt nicht zu. Wie jetzt, als die Timberwolves in der Schlussphase den Sieg sicherstellten, was ich ihnen nicht zugetraut habe, weil sie es  zuvor dreimal in der Crunchtime vegeigt haben.
Wieder war es praktisch die ganze Partie ausgeglichen mit auch nur kleinen Wellenbewegungen Auf und Ab. Wobei die Timberwolves insgesamt einen aggressiveren Eindruck machten. Sie haten auch die bessere Trefferquote, die sie allerdings durch eine haarsträubende Freiwurfbilanz (nur 64%) selbst einrissen.

Mann des Tages
Anthony Edwards: Mit etwas Bauchweh, weil er zwar mit 29 Punkten treffsicherster Wolf war, sich allerdings auch 6 zum Teil unfassbare Ballverluste leistete.

Stark trotz der Niederlage
Luka Doncic: 28 Punkte, 15 Rebounds, 10 Assists, in allen Kategorien Bester seines Teams. Jeder Angriff läuft über ihn. Allerdings war diesmal seine Trefferquote mit nur 7 von 21 Versuchen ausbaufähig, um es freundlich auszudrücken.

x-Faktor
Karl-Anthony Towns: Bisher schwache Serie, der geschätzte Dre Voigt verstieg sich bei DAZN sogar zum Begriff „unterirdisch“. Diesmal war er offensiv stets eine Gefahr, traf 9 seiner 13 Versuche, davon 3 enorm wichtige Dreier im letzten Viertel. Allerdings mal wieder früh in Foulproblemen, und er musste tatsächlich in der Endphase nach dem 6. Foul das Parkett verlassen.

🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Maxi Kleber kehrte nach langer Verletzungspause zurück. 2 Punkte und zwei verschossene Dreier sind die eher magere Bilanz,

Und sonst?
– apropos Fouls: auch die Wölfe Anthony Edwards und Rudy Gobert schwebten mit 5 in hächster Gefahr, rissen sich aber zusammen. Die Mavs hatten am Ende zwar fast genauso viele (22:23) aber sie verteilten sie „besser“.
– Jaden Hardy trumpfte auf: In 12:05 Minuten traf er drei von vier Dreier und legte 13 Punkte auf. Braucht es mehr Einsatzzeit?

Ausblick
Es geht wieder nach Minneapolis ins Target Center. Die Wolves haben Blut geleckt und müssen zu Hause erst mal geschlagen werden. Ohne einen Towns in Normalform wird es für sie allerdings schwer. Ein Fragezeichen bei den Mavs ist Kyrie Irving, der diesmal wieder arg zurückhaltend blieb.

Ansetzung heute
02:30: Minnesota Timberwolves – Dallas Mavericks (1:3)
Spiel 6 wäre in der Nacht zu Sonntag in Dallas, Spiel 7 in der Nacht zu Dienstag in Minneapolis. Und die Boston Celtics schauen als bereits sicherer Finalteilnehmer gemütlich zu und warten auf den Gegner.

Was so übrigblieb

Nadals Abschied – für immer?

Roland Garros – das ist Nadal-Terrain. 14-mal hat der Spanier die French Open dort gewonnen, nicht Spiele, sondern das Grand-Slam-Turnier. Ein Rekord für die Ewigkeit.
Jetzt ereilte ihn am Montag das Erstrunden-Aus, zum ersten Mal in seiner Karriere. Klar, er ist älter geworden und die Verletzungen sind kaum mehr alle aufzuzählen. Hüfte, Bauchmuskel, Knie, Arm, der Kuckuck weiß, was noch alles. Und dennoch: Egal in welchem Zustand Rafa dort antritt, es darf viel erwartet werden. Nun ergab das Erstrundenlos ausgerechnet einen der zurzeit heißesten Spieler der Tour: Alexander Zverev. Und obwohl Nadal wahrscheinlich das beste Tennis seit zwei Jahren auspackte, als er zum letzten Mal in Paris triumphierte, es reicht nicht. Nadal bezog beim 20. Antreten erst seine vierte Niederlage. Zweimal verlor er gegen Novak Djokovic, einmal gegen Robin Söderling 2009, immer noch völlig unerklärlich, und jetzt eben gegen Zverev. Ich wage die Behauptung, dass Nadal gegen 90 Prozent der möglichen Gegner gewonnen hätte.
Und für Zverev schließt sich der Kreis. Eben 2022 spielte er das schon epische Spiel im Halbfinale der FO gegen Nadal: Nach 3 Stunden waren noch nicht einmal 2 Sätze gespielt, als Zverev im Tiebreak schwer umknickte und sich alle Bänder im Fuß riss. Vielleicht/wahrscheinlich/sicher/ganz sicher (sucht es euch aus) hätte Zverev gegen den ermüdenden nadal gewonnen und dann auch das Finale gegen Christian Ruud. Es sollte nicht sein.
Doch es war keine Revanche, dazu haben sich die Vorzeichen zu sehr geändert. Zverev zeigte im Sieg Größe, überließ Nadal die Bühne für dessen Publikum, das viel versuchte, um „seinen“ Rafa zum sieg zu brüllen. Nadal bedankte sich, ein Hintertürchen für die French Open ließ er offen, zumindest lässt er seine Jünger hoffen. Auf jeden FAll aber wird er im Sommer bei Olympia an seinen liebsten Sportplatz zurückkommen, wobei ich über die Qualifikations-Modalitäten oder eventuelle Wildcards noch nicht schlau werde.

Verdammte Relegation

Es sah tatsächlich danach aus, als würde Fortuna Düsseldorf den Zweitliga-Fluch durchbrechen und sich gegen den Bundesliga-16. VfL Bochum durchsetzen. 3:0 im Hinspiel im Ruhrstadion – was sollte da da zu Hause passieren. Nun, es passierte ein völlig verwandelter VfL und eine zaghafte Fortuna. 1:0 stand es zur Pause, noch kein Beinbruch, aber die Neven … Ein Doppelschlag der Gäste innerhalb von zwei Minuten stellte Mitte der 2. Halbzeit den Gesamtstand wieder auf Unentschieden. Danach wagte niemand auf Teufel komm raus die Entscheidung, und so musste das Elferschießen  den 18, und letzten Bundesligisten für die Saison 24/25 ermitteln. Auch hier ging es in die Verlängerung, weil auf beiden Seiten von der ersten Fünf ein Schütze am gegnerischen Torwart scheiterte. Wobei die Bochumer Versuche deutlich sicherer wirkten als die der Fortunen. Und sie hatten zudem den Vorteil, immer vorlegen zu dürfen. Kein ABBA, sondern ABAB, wie leider üblich. So kam es, wie es kommen musste. Dem 7. Düsseldorfer SchützenTakashi Uchini versagten die Nerven, und er jagte den Ball Uli-Hoeneß-Like nicht in den Belgrader, aber in den Düsseldorfer Nachthimmel. Er brach zusammen, und war natürlich untröstlich, obwohl viele Düsseldorfer zum Trösten kamen. Brutaler kann sich Fußball nicht zeigten. Die Fortuna-Fans zeigten Größe, blieben leise trauern auf ihren Sitzen und stürmten eben nicht den Platz.

Verdammte Relegation, habe ich getitelt. Ich bin klarer Gegner dieser elendigen Regelung, und im Elferschießen erst recht. Drei Absteiger, drei Aufsteiger – so müsste es sein. Es mag ja unterhaltsam für die neutralen Zuschauer sein, sich am Glück (und vor allem Unglück!) anderer zu weiden, aber braucht es nach so einer langen Saison wirklich noch zwei zusätzliche, die eine ganze Spielzeit ad absurdum führen. Auf keinen Fall aber darf eine solche Entscheidung im Elferschießen fallen. Die Fallhöhe, mit einem einzigen Fehlschuss eine ganze Saison kaputtzumachen, ist einfach zu hoch. Viel schlimmer, als in einer K.o.Runde zu scheitern.
Den Düsseldorfern bleibt der gar nicht so kleine Trost, dass die 2. Liga von den Namen her extrem attraktiv daherkommt. Sie war ja schon in diesem Jahr höchst unterhaltsam, und jetzt kommt noch der Rheinrivale 1. FC Köln dazu.