Jarrett Stidham – der große Unbekannte

Blick über den Teich, NFL

 

Die gute Nachricht zuerst: Die beiden Conference Finals in AFC und NFC können stattfinden. Der große Wintersturm samt Eiseskälte, der einige Bundesstaaten der USA mit voller Wucht traf und weitgehend lahmlegte, hat offenbar einen Bogen um die Spielstätten Denver und Seattle gemacht. Dort wird es zwar auch recht unangenehm, aber es bleibt alles im Rahmen.

Ermittelt werden heute Abend also die beiden Super-Bowl-Kontrahenten, die in 2 Wochen in Santa Clara nahe San Francisco den diesjährigen Champion ausspielen. Ich würde sagen: Alles ist völlig offen, jedem der 4 verbliebenen Teams gebe ich heute Siegchancen. Favorit in 2 Wochen wird auf jeden Fall das NFC-Team sein.

 

So., 21:00: Denver Broncos – New England Patriots (AFC)

 

Beim mühsamen Sieg in der Divisional Round über die Buffalo Bills hat sich Broncos-Quarterback Bo Nix in einem der letzten Spielzüge so schwer am Knöchel verletzt, dass er heute fehlt (und auch in einem potenziellen Super Bowl). Das ist natürlich ein Riesennachteil, denn niemand weiß, wie gut sein Ersatz Jarrett Stidham ist, der in dieser Saison bei genau vier Snaps auf dem Feld stand und dabei nicht einen einzigen Pass warf. Der Vorteil: Auch der Gegner aus New England hat keine Ahnung, was ihn erwartet. Die Defensiv-Vorbereitung der Pats-Coaches stelle ich mir interessant vor. Etwa mit Stidhams Vorstellungen aus College-Zeiten? Es wäre auch nicht das erste Mal, wenn ein Backup plötzlich das Spiel seines Lebens abliefert (allerdings auch nicht garantiert).

Die Pats übersprangen in der Runde zuvor die Hürde Houston Texans. Nicht wegen einer überragenden Offensiv-vorstellung, sondern weil Texans Quarterback CJ Strout einen indiskutablen Tag hatte und in der 1. Halbzeit gleich fünfmal den Ball zum Gegner warf. Da schadeten die eigenen 3 Ballverluste nichts. Eines dürfte heute in der Höhe von Denver klar sein: Der hochgelobte Patriots-Quarterback Drake Maye braucht in seinem ersten Play-off-Auswärtsspiel einen weitaus besseren Tag, dass er dazu in der Lage ist, hat er in dieser Saison schon gezeigt.

Und die Broncos? Zumindest nach außen hat Stidham das volle Vertrauen der Trainer, was soll Chefcoach Seaxn payton auch sagen? Inwieweit sich dieses Vertrauen in den Spielzügen in der Offensive widerspiegelt, das ist die große Frage. Eines allerdings ist klar: Nur mit Laufspiel und guter Verteidigung wird es gegen die Patriots nicht gehen. Der Heimvorteil ist nicht zu vernachlässigen, auch nicht die Höhe Colorados. Dennoch:

🧠 Patriots (der Quarterback machts dann halt doch)
❤️ Broncos (eher notgedrungen, weil mir die extrem nevende Pats-Siegesserie mit Tom Brady noch im Magen liegt                     und längst nicht lange genug vorbei ist.

 

Mo., 00:30: Seattle Seahawks – Los Angeles Rams (NFC)

 

Nach Meinung fast aller Auguren und Experten wird der Sieger dieser Partie in 2 Wochen auch die vince-Lombardy-Trophäe in die Luft stemmen. Nur wer das sein wird, darüber gehen die Meinungen auseinander, falls sich besagte Experten überhaupt zu einem Tipp herablassen (auch was die erwartbare Qualität der Auseinandersetzung heute Nacht wird).

Die beiden Divisionsrivalen aus Seattle und LA trafen in dieser Saison schon zweimal aufeinander, zweimal war es äußerst knapp. Zuletzt im November setzten sich die Seahawks in einem gleichsam absurden wie unterhaltsamen Shootout gegen die Rams durch, was ihnen den Heimvorteil bescherte. Ob es heute erneut zu einem Offensiv-Feuerwerk kommt, wage ich eher zu bezweifeln, Play-offs machen die Trainer eher vorsichtig, und gerade die Seahawks mit ihrem Quarterback Sam Darmold werden vesuchen, ihre große Anzahl von Ballverlusten zu minimieren. Zumindest in der Theorie heißt das: lieber einen gefährlichen Pass weniger, die Defense wirds dann schon richten. Apropos Darmold: Einst sogar von den darbenden New York Jets mit Schimpf und Schande davongejagt, zeigte er letztes Jahr in Minnesota und eben jetzt in Seattle, dass er doch mehr ist als nur ein brauchbarer Quarterback. Eher einer, mit dem man 10+ Spiele/Saison gewinnt.

Ginge es allein nach dem besten Spieler auf dem Feld, wäre die Sache klar: Seahawks Wide Receiver Jaxon Smith-Njigba klaubt praktisch jeden Ball aus der Luft, der auch nur in seine Nähe kommt, egal wie irre seine Laufwege zuvor auch waren. Die Rams-Verteidigung erscheint mir auch nicht so sattelfest, als dass sie alle Passversuche von Darmold verhindern könnte. Verzichten müssen die Gastgeber allerdings auf ihren Running Back Zach Charbonnet, zuletzt durchaus ein tragendes Element in der Offensive.
Auf der anderen Seite ist Rams Spielmacher Matthew Stafford trotz seiner mittlerweile 37 Jahre immer noch einer der besten der Liga, verfügt mit Puca Nacua und Davante Adams ebensfalls über  exzellente Ballfänger – und überdies kann das Laufspiel um Kyren Williams jeden Gegner überrennen, sogar die beinharte Defense der Seahawks.

Eine völlig offene Partie also: die im Zweifel von Unwägbarkeiten wie verschossene Field Goals (und überhaupt die Special Teams) entschieden werden könnte. Außedem die große Frage: Können die wahnsinnigen Seattle-Fans, die mit ihrem Ddüsenjet-Lärm und Trampeln im eigenen Stadion schon kleine Erdbeben ausgelöst haben (wirklich gemessen!),  am Ende den kleinen, aber feinen Unterschied ausmachen?

🧠 Seahawks (ich vertraue aufs Erdbeben …)
❤️ Seahawks (Sam Darmold, der Verkannte)

 

 

Broncos und Seahawks greifen ein

Blick über den Teich, NFL

 

Nach der  Wildcard-Runde ist vor Divisional Round. Wie jedes Jahr lautet eine spannende Frage, wie die beiden topgesetzten Teams die freie Woche überstanden/genutzt haben. Einerseits der Verlust der Spielpraxis, anderseits das Pflegen von Verletzungen, der angeschlagenen Körper.
Anmerkung: Da ich auf die Wildcard-Spiele nicht eingegangen bin, werde ich die Partien bei den jetzigen Spielen ganz kurz Revue passieren lassen.

 

AFC

Denver Broncos (1) – Buffalo Bills (6)

 

Für viele das vorweggenommene Conference Finale: Die Bills konnten sich in einer wilden und bis zuletzt spannenden Partie bei den Jacksonville Jaguars durchsetzen. Ihr erster Play-off-Auswärtssieg seit 30 Jahren. Ein rugby-ähnliches Gedränge in die Endzone brachte kurz vor Schluss letztlich den entscheidenden Touchdown.
Die Broncos konnten sich ausruhen. Ihre Defense dürfte um einiges stärker sein als jene der Jaguars, dafür ist ihr Quarterback Bo Nix noch ein recht heuriger Hase, der im direkten Vergleich zum Bills-Spielmacher Josh Allen wohl den Kürzeren zieht.
Es ist etwas absurd: Die Bills sehe ich dieses Jahr (klar) schwächer als in den vergangenen Jahren, ihre Chancen, in den Super Bowl einzuziehen und diesen sogar zu gewinnen, sind dagegen so gut wie wohl noch nie seit den 90ern (Jim Kelly), weil die Super-Teams Kansas City Chiefs und Baltimore Ravens (zuletzt das Bills-Kryptonid) schon ausgeschieden sind.
Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, nicht allzu viele Punkte (bei meinem Tippglück wird es also ein Blowout mit 60+ Zählern).

🧠 Bills (auf der Mission)        🧠 Bills (mir letztlich letztlich egal)

 

(2) New England Patriots – (5) Houston Texans

 

Beide Teams mit zumindest ergebnismäßig klaren Siegen in den Wildcards: Die Patriots setzten sich 16:3 gegen die Los Angeles Chargers durch, die Texans behielten mit 30:6 bei den Pittsburgh Steeelers die Oberhand.
Aussagekraft für die morgige Partie (21:00): Null, nada, niente. Denn die Pats profitierten beim Erfolg gegen LA von einer praktisch nicht existenten Offensive Line der Chargers, die Texans trotz eigener Offensivschwächen von einer praktisch nicht existierenden Offensive der Steelers. Sowohl Pats als auch Texans brauchten dennoch einige Zeit, bis in insgesamt grausam anzuschauenden Partien ihr Sieg feststand.

Eines würde ich prophezeihen: SpielenTexans-Quarterback CJ Strout plus die Offensive noch einmal so verheerend (2 Interceptions, 3 Fumbles), dann werden die Patriots einen klaren Sieg einfangen. Deren Quarterback Drake Maye ist der kommende Star unter den jungen Spielmachern. Auch wenn er gegen die Chargers nicht überragte, er absolvierte sein Play-off-Debüt nahezu fehlerlos. Wenn auf der anderen Seite Strout die Lehren aus seiner Vorstellung in Pittsburgh zieht, dann stehen die Aktien für die Texans gar nicht schlecht. Weil auf die Verteidigung der Texaner, für mich zurzeit die beste der Liga, Verlass ist und sie Maye das Leben sehr schwer machen kann. Deswegen sehe ich tatsächlich hier große Chancen für einen (weiteren) Auswärtssieg).

🧠 Texans           ❤️ Texans (Defense wins Championships)

 

NFC

 

Drei Teams der Division West und die Chicago Bears sind hier übriggeblieben. Wers vorhersagen kann angesichts der Ausgeglichenheit, herzlichen Glückwunsch!

 

(1) Seattle Seahawks – (6) San Francisco 49ers

 

Die Niners setzten in Philadelphia das Ausrufezeichen der Wild Cards, als sie den Titelverteidiger Eagles eliminierten. Erstaunlicherweise war hierfür vor allem die Verteidigung verantwortlich, die das so gefürchtete Laufspiel der Eagles um Shaquon Barkley einigermaßen in Schach hielt. In der Offensive reichte eine durchschnittliche Leistung von Quarterback Brook Purdy und das überragende Angriffs-Taschenmesser Christian McCaffrey für den harterkämpften 23:19-Erfolg.

Vor zwei Wochen sind die Niners und Seahawks schon mal aufeinandergetroffen, in San Francisco, wo Seattle die Oberhand behielt. Aber damals entschieden Kleinigkeiten die Partie, und wenn nicht alles täuscht, werden es auch in der Nacht zu Sonntag Kleinigkeiten sein, die entscheiden.

Abzuwarten bleibt, wie sehr Quarterback Sam Darmold die Rückenverletzung behindert, wegen der er diese Woche im Training kürzertreten sollte. Die 49ers ihrerseits müssen auf jeden Fall auf ihre routinierte Offensivstation George Kittle verzichten, der sich gegen die Eagles einen Riss der Achillessehne zuzog.

Darmold gelang das einmalige Kunststück, in den vergangenen zwei Jahren mit 2 Teams (Minnesota Vikings, Seahawks) mehr als 10 Siege einzufahren, und das, obwohl er so oft wie kaum ein anderer den Ball in die gegnerischen Arme warf. Aber er hat mit Jaxon Smith-Njigba den alles überragenden Passempfänger der Liga in seinen Reihen, der in der Saison durchschnittlich Bälle für mehr als 100 Yards/Spiel fing. Das dürfte der Knackpunkt der Partie sein: Kann San Francisco auch das Angriffsspiel der Seahawks stoppen? Extramotivation ist natürlich, dass der Super Bowl in der Heimstätte der Niners ausgetragen wird.

🧠 Seahawks (der Heimvorteil wirds richten)      ❤️ Seahawks (mein Superbowl-Tipp) 

 

(2) Chicago Bears – (5) Los Angeles Rams

 

Beide Teams „überlebten“ die Wildcards mit Punkten in letzter Minute gegen die Green Bay packers (Bears) respektive die Panthers (Rams). Die Bears zeigten dabei erneut ihre Spezialität, dass sie vermeintlich nicht (mehr) zu gewinnende Partien doch noch drehen. Gegen die Packers etwa holten sie im 4. Viertel och einen 6:21-Rückstand auf.

Aufgeben ist also nicht, und diese Einstellung werden die Bears im heimischen Wrigley Field auch gegen die Rams unbdingt brauchen. Und eine gute Verteidigung, die den hochbegabten Angriff von LA mit Quarterback Matthew Stafford, Wide Reciever Puca Nacua und andere stoppt. Dann könnte auch dank der fanatischen Zuschauer was gehen, die schon so lange auf einen Erfolg warten.

Voraussetzung ist dabei, dass die Bears nicht wieder die Anfangsphase verschlafen, dass Quarterback Caleb Williams seine Fehlpässe minimiert. Dann sind auch die Rams trotz ihrer tollen Namen schlagbar, wie schon die deutlich schwächer eingestuften Carolina Panthers zeigten, die die Kalifornier an den Ran einer Niederlage brachten. Dennoch glaube ich auch hier an einen Auswärtssieg

🧠 Rams              ❤️ Bears (das hätte was im Wrigley Field)

 

Ansetzungen

 

Sa., 22:30: Broncos – Bills (AFC)
So., 02:00: Seahawks – 49ers (NFC)
So., 21:00: Patriots – Texans (AFC)
Mo., 00:30: Bears – Rams (NFC)

Die schönste Zeit für Football-Fans

Blick über den Teich, NFL

 

Nach insgesamt 18 Wochen regulärem Football mit 273 nur zum Teil unterhaltsamen Partien ist es endlich soweit. Am morgigen Samstag beginnen die Play-offs mit den sogenannten Wildcard-Spielen. Insgesamt 14 Teams sind noch dabei, die die beiden Super-Bowl-Kontrahenten für den 8. Februar in Santa Clara (San Francisco) ermitteln. Ein Spiel entscheidet, do or die, das ist das, was das Football-Herz begehrt. Alles kann entscheiden, das Wetter (gerade im Osten hat es schon so manch absurdes Schneespiel gegeben), ein dummer Fehlpass hier, ein unglücklicher Schiedsrichter-Pfiff dort. Was bisher war, zählt wenig bis nichts, zumal wegen der Divisionssieger-Regel ein besserer Rekord nicht unbedingt Heimvorteil bedeuten muss.

Jetzt also das Wildcard-Weekend mit 6 Partien. Die beiden Conference-Sieger Seattle Seahawks (NFC) und Denver Broncos (AFC) können gemütlich zusehen, wie sich die Konkurrenz beharkt, Verletzungen leider inklusive. Ich werde auf alle 6 Partien eingehen, samt Tipp und Herzenswunsch, und am Ende versuche ich mich am gesamten Play-off-Baum: durchtippen der gesamten Play-offs, was bei mir regelmäßig erschütternd schiefgeht …
Für alle, die sich das nicht antun wollen: zunächst der Spielplan des Wochenendes (MEZ).

Sa., 22:30: Carolina Panthers – LA Rams (NFC)
So., 02:00: Chicago Bears – Green Bay Packers (NFC)
So., 19:00: Jacksonville Jaguars – Buffalo Bills (AFC)
So., 22:30: Philadelphia Eagles – San Francisco 49ers (NFC)
Mo., 02:30: New England Patriots – Los Angeles Chargers (AFC)
Di., 02:30: Pittsburgh Steelers – Houston Texans (AFC)

 

AFC

Glaube ich den Experten, wird hier nur eine Art Fallobst-Gegner gesucht, der den Super Bowl spielen darf. Ganz so schlimm wirds schon nicht werden, und ein paar der Teams genügen auch höheren Ansprüchen …

 

Denver Broncos (1) Freilos

 

New England Patriots (2) – Los Angeles Chargers (6)

 

Die Patriots sind die ganz große Überraschung der Saison, der Umbruch nach der Goldenen Ära um Tom Brady hist viel schneller gegangen als erwartet. Quarterback Drake Maye hat sich in seinme 2. NFL-Jahr zu einem der besten Quarterbacks der Liga entwickelt. Dazu eine gute Defense.
Auf der anderen Seite der erfahrene Justin Herbert, vielleicht mit dem stärksten und vor allem treffsichersten Arm ausgestattet unter den verbliebenen Spielmachern. Windet sich aus kritischen Situationen heraus, wie höchstens noch Pat Mahomes von den Chiefs (dem dieses Jahr die Zauberkräfte nicht halfen …). Seit einiger Zeit spielt Herbert mit angeschlagener linker Hand (nicht der Wurfarm, aber doch beeindträchtigend). Die Chargers-Defensive überzeugt nicht immer. Temperaturen um den Gefriepunkt sind angesagt und Niederschlag, der sich aufs Spiel auswirken könnte.

🧠 Patriots.      ❤️ Chargers (7) (ich bin Herbert-Fanboy)

 

Jacksonville Jaguars (3) – Buffalo Bills (6)

 

Die Bills mit ihrem überragenden Quarterback Josh Allen gelten seit zwei, drei Jahren als Super-Bowl-Teilnehmer – und sind regelmäß9g gescheigtert, die alte Bills-Krankheit (in den 90ern vier SB-Teilnahmen mit 4 Niederlagen). Jetzt, wo die Chiefs (und auch die Baltimore Ravens) nicht mehr im Rennen sind, stünde die Tür weit offen. Doch die Bills sind ein Paradebeispiel, sich sdiese offene Tür elbst zuzuschlagen. Der verpasste Divisionssieg gegen die Patriots in der AFC East führt nun dazu, dass sie zu einem Auwärtstrip in sehr ungewisse Gefilde gezwungen werden. Denn auf der anderen Seite sind die Jaguars immer noch die große Unbekannte. Trevor Lawrence findet an guten Tagen auch die winzigste Lücke für Pässe zu seinen Mitspielern, an schlechten Tagen (die zuletzt sehr selten waren) gelingt ihm wenig bis nichts. Für Allen spricht, dass er mit Ball der gefährlichste aller Quarterbacks ist, der selbst immer für einen Touchdownlauf gut ist. Doch diese Fähigkeit verleitet ihn auch oft dazu, es auch dann zu probieren, wenn es aussichtslos ist, was wiederum zu viel Raumverlust führt.
Alle Auguren sehen die Bills mehr oder weniger klar vorn. Ich schwimme gegen den Strom, deshalb:

🧠 Jaguars.         ❤️ Jaguars (keine echte Präferenz)

 

Pittsburgh Steelers (4) – Houston Texans (5)

 

Dass die Steelers überhaupt noch dabei sind, haben sie nur dem Fehlschuss des Ravens-Kickers Tyler Loop im letzten Spiel zu verdanken. Nun denn, jetzt hat Allstar-Quarterback Aaron Rodgers auf seine alten Tage (41 ist er mittlerweile) tatsächlich noch ein Play-off-Spiel vor der Brust. Und obwohl die Texans in der Saison gleich 4 Spiele mehr gewonnen haben, sehe ich Pittsburgh nicht chancenlos, wenn
– der berühmt-berüchtigte Steel-Courtain hält, also die Verteidigung die Texans-Offensive nicht ins Laufen (und Passen) kommen lässt
– die Offense Line der Steelers Rodgers so lange beschützen kann, bis er Maß genommen hat. Dann hat er Übersicht und Wurfkraft genug, um seine Mitspieler zu finden. Muss er sich dagegen bewegen, schaut es sehr schlecht um ihn aus.
Die Texans lieferten sich bis zuletzt ein Duell gegen die Jaguars um den Divisionssieg in der AFC South. Eigentlich haben sie alles, was ein gutes Team ausmacht, einen vernünftgen Quart4erback (CJ Strout), gute Receiver und eine gute Verteidigung. Deshalb

🧠 Texans        ❤️ Texans (vor allem wg meine Abneigung gegenüber Rodgers)

 

NFC

 

Grundsätzlich bot diese Conference den viel besseren Football, gerade in der AFC West mit den Seahawks, Rams und 49ers. Egal, wer letztlich den Super Bowl erreicht, das Team ist klarer Favorit gegen den AFC-Teilnehmer. Möge das Hauen und Stechen beginnen.

 

Seattle Seahawks (1) Freilos

 

Chicago Bears (2) – Green Bay Packers (7)

 

Ganz ehrlich: Die Bears hatte ich überhaupt nicht auf dem Zettel, erst recht nicht in der starken NFC North, wo ich neben den Packers auch die Detroit Lions und Minnesota Vikings höher eingeschätzt hätte (die schon im Urlaub sind). Doch die Bears sammelten Sieg um Sieg, meist sehr knapp und manches Mal auch glücklich.
Zum dritten Mal in dieser Saison treffen Bears und Packers aufeinander, beide haben je einen Sieg geschafft. Für die Bears spricht der Heimvorteil, für die Packers der bessere Quarterback, zumindest in der Theorie. An (seltenen) guten Tagen erinnerte Jordan Love nämlich an die Packers-legenden Brett Favre und Aaron Rodgers, die dieser ungewöhnlichen Franchise (Besitzer sind Bürger des Staates Wisconsin) zu Super-Bowl-Triumphen verhalfen. Davon sind die Packers weit entfernt, zumal sie als schlechtest gesetztes Team in den gesamten Play-offs auswärts antreten müssen. Aufgrund ihrer größeren Erfahrung, trotz enormen Verletzungspechs der besseren Spieler (Runningback Jacobs möchte ich hervorheben). Allerdings haben sie mit ihrer Laufverteidigung eine echte Schwachstelle, wenn das die Bears um den jungen Quarterback Caleb Williams (eine echte Wundertüte) ausnutzen, gibt es die nächste (kleine) Überraschung. Immer Spielglück ist dan halt auch Können, deshalb

🧠 Bears (ohne große Überzeugung).     ❤️ Packers (der alten Zeiten wegen)

 

Philadelphia Eagles (3) – San Francisco (6)

 

Das namhafteste Duell der 1. Runde zweier Teams, die in den vergangenen jahren das Geschehen in der NFC, ja NFL prägten. Die Eagles sind Titelverteidiger, doch in der gesamten Saison konnten sie nie an die Dominanz der vergangenen Saison herankommen. Und doch haben sie zumindest dem Namen nach starke Offensiv-Waffen, die die eher schwache 49ers-Abwehr (ohne die Stars Bosa und Warner) überfordern könnten. Quarterback Jalen Hurts, Running Back Shaquon Barkley und die Wide Receiver AJ Brown und Devonta Smith. Doch dieses Quartett überzeugte im Herbst 2025 nicht immer (noch beschönigend) und nur die unterirdische NFC East ermöglichte den Eagles so viele Siege. Auf der anderen Seite sind 49ers zumindest in der Offensive wieder gut aufgestellt mit Brock Purdy, George Kittle und vor allem dem großartigen Running Back (und exzellenten Ballmfänger) Christian McCaffrey.
Ich befürchte allerdings, dass das den Kaliforniern nicht reichen wird, das letzte Heimspiel gegen die Seah<wks war ernüchternd. Wenn es allerdings zu einem Shootout kommt, dann könnten die 49ers ihre Chancen auf einen Heim-Super-Bowl wahren.

🧠 Eagles.        ❤️ 49ers

 

Carolina Panthers (4) – Los Angeles Rams (5)

 

Wohl noch nie in der Play-off-Geschichte waren ein Gastteam so großer Favorit. Satte 5 Siege mehr haben die Rams geschafft bei nur 17 Partien ist das ein unwirklicher Wert. Wenn alles normal läuft, haben die Panthers keine Chance, und nicht einmal die können sie nutzen. Warum dann überhaupt noch spielen? Es ist die NFL, und da geschehen die absurdesten Dinge, und immerhin findet das Ganze in North Carolina statt und nicht in Kalifornien.
Aber ansonsten? Die Rams haben den weitaus besseren Quarterback (hier der erfahrene Drew Stafford nach seiner statistisch besten Saison, dort der manchmal erratische Bryce Young bei seinem Play-off-Debüt), sie verfügen mit Puca Nacua und Davante Adams über das beste (gesunde) Receiving-Corps de Liga.
Die Panthers brauchen viel Wetterglück (dass der angesagte Regen auch kommt und die Rams-Würfe stoppt), ansonsten könnte noch das Special-Teams-Versagen der Rams eine Rolle spielen. Das sind reichlich dünne Hoffnungsfäden, deshalb.

🧠 Rams        ❤️ Rams (der absurde Auswärtsnachteil darf nicht bestraft werden).

 

Das Löwen-Bracket (leider kein schöner Turnier-Baum)

 

AFC

Wild Card

Denver Broncos Bye
New England Patriots – Los Angeles Chargers
Jacksonville jaguars – Buffalo Bills
Pittsburgh Steelers – Houston Texans

Divisional Play-offs

Denver Broncos – Houston Texans
New England Patriots – Jacksonville Jaguars

Conference Final

Denver Broncos – Jacksonville Jaguars (ich mags provokant)

 

NFC

 

Wild Card

Seattle Seahawks Bye
Chicago Bears – Green Bay Packers
Philadelphia Eagles– San Francisco 49ers
Carolina Panthers – Los Angeles Rams

 

Divisonal Play-offs

Seattle Seahawks – LA Rams
Chicago Bears – Philadelphia Eagles

 

Conference Final

Seahawks – Eagles

 

Super Bowl

 

Seahawks – Jaguars

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der irre Kick von Pittsburgh

Blick über den Teich, NFL

 

Die letzte Aktion der regulären Saison überhaupt war so etwas wie ein Sinnbild des eher überschaubaren Niveaus. Pittsburgh, das Sunday Night Game zwischen den heimischen Steelers und den Gästen der Baltimore Ravens. Wer gewinnt, schafft den Divisionssieg der AFC North und damit das Play-off-Ticket, wer verliert, ist raus. Do-or-die, nennen das die Amerikaner
Ein mediokrer Schlagabtausch, der doch am Ende all das ausmacht, was diese Sportart so spannend und interessant macht. 2:20 Minuten vor Schluss gehen die Ravens durch einen Touchdown in Führung, zu früh? Zu früh, denn jetzt findet Steelers-Quarterback Aaron Rodgers endlich die Antwort und mit seinen Pässen die eigenen Spieler. 55 Sekunden vor Schluss erreicht sein Zuspiel Austin zum Touchdown und 26:24.
Dann beginnt das Drama: Boswells Versuch zum Extrapunkt wird geblockt. Jetzt würde den Ravens also ein Field Goal zum Sieg reichen, und es sind noch 55 Sekunden zu spielen, also noch ausreichend Zeit. Mit zwei großartigen Pässen überbrückt Ravens-Quarterback Lamar Jackson mehr als 30 Yards. 2 Sekunden stehen auf der Spieluhr, als Tyler Loop aus 44 Yards zum Field Goal antritt. Eine Entfernung, die ein Profi-Kicker der NFL im Schlaf beherrscht. Aber auch in einem feindlich gestimmten unwirtlichen Pittsburgh Stadium, wenn alles davon abhängt? Loop läuft an, Snap und Hold, tausende Male eingeübt, scheinen zu funktionieren, Loop kickt den Ball, doch der segelt weit am rechten Pfosten Vorbei. kein Fieldgoal, kein Sieg der Ravens, keine Play-offs. Die folgenden Nächste des Tyler Loop dürften nicht sehr angenehm gewesen sein.

Der Albtraum jedes Kickers, nämlich aus machbarer Entfernung für das Saison-Aus des Teams verantwortlich zu sein. Kicker, die auf Mannschaftsphotos neben den menschlichen Kolossen wie Hänflinge scheinen, wirken immer wie die Außenseiter ihrer Mannschaft. Dabei ist ihr Fuß, ihre Schussgenauigkeit, mindestens so wichtig wie der wuchtigste Linebacker.

So gewannen also die Steelers, die damit erneut in die Play-offs einzogen. Und der alten Quarterback-Legende Aaron Rodgers mindestens noch ein Play-off-Spiel bescheren daheim gegen die Houston Texans. Rodgers, zwar reichlich unbeweglich, aber immer noch mit einem guten Arm und gutem Auge; wenn er denn Zeit und Muße hat, dann findet er seine Ballempfänger.

 

Play-offs auf dem Sofa

 

Auch in der NFC South wurde der Divisionssieg erst am letzten Spietag vergeben, und es passt zu dieser sportlich furchtbaren Division, dass der Rechenschieber ranmusste. Im direkten Duell gewannen die Tampa Bay Buccaneers zwar gegen die Carolina Panthers und zogen nach Siegen mit dem Konkurrenten gleich. Jetzt hing alles von der an sich völlig bedeutungslosen Pargie Atlanta Falcons vs New Orleans ab. Gewänne Atlanta, würden die Panthers jubeln, bei Remis oder Sieg New Orleans die Bucs. Ich will es kurz und schmerzlich machen. Eine Saints-Interception kurz vor Schluss besiegelte den Sieg der Falcons und damit den Jubel der Panthers. Diese haben trotz einer insgesamt negativen Bilanz (8:9) am Samstag Heimrecht gegen die LA Rams, obwohl diese die Saison mit 13:4 Siegen beendeten. Der Modus, nach dem alle Divisionssieger auf jeden Fall einmal Heimrecht haben sollen, will es so.

 

Damit sind alle Entscheidungen der NFL gefallen, in den Play-offs werden die Karten neu gemischt. Hier erst mal nur die Ansetzungen, spätestens am Freitag folgt eine genaue Vorschau mit Tipps.
Alle Ppartien werden live bei RTL und DAZN gezeigt. Wer schreiende deutsche Reporter (und das tun sie hier wie dort ausfallend!) nicht erträgt, der kann das Ganze auch auf dem NFL Game Pass verfolgen, wo zwar nicht so laut, dafür umso mehr gequasselt wird. Alles kann der Mensch nicht haben.

 

Die Wild-Card-Spiele

Sa., 22:30: Carolina Panthers – Los Angeles Rams (NFC)
So., 02:00: Chicago Bears – Green Bay Packers (NFC)
So., 19:00: Jacksonville Jaguars – Buffalo Bills (AFC)
So., 22:30: Philadelphia Eagles – San Francisco 49ers (NFC)
Mo., 02:30: New England Patriots – Los Angeles Chargers
Do., 02:30: Pittsburgh Steelers – Houston Texans (AFC)

Freilos für die 1. Runde haben die Seattle Seahawks (NFC) und die Denver Broncos (AFC).

 

 

Echtes Endspioel um Platz 1

Blick über den Teich, NFL

 

So., 02:00:San Francisco 49ers – Seattle Seahawks (NFC West)

 

Da hatten die Spielplan-Tüftler der Liga ein goldenes Händchen. Zum Abschluss der regluären Runde kommt es in San Francisco (So., 02:00) zu einem echten Showdown, wenn die heimischen 49ers auf die Seattle Seahawks treffen. Wer gewinnt, holt sich nicht nur den Divisionssieg der NFC West, sondern auch den Number-One-Spot der Conference und damit ein Freilos für die 1. Play-off-Runde, die nächste Woche beginnt. Wer dagegen verliert, muss auf jeden Fall auswärts ran, allerdings ist zumindest die erste potenzielle Aufgabe in Tampa oder Carolina (* siehe unten) nicht unbedingt erschreckend. Allerdings könnten sich die Klingen schon in der 2. Runde erneut treffen, dann beim Sieger der Partie am Sonntagmorgen.
Wer dieses Finale vorm tatsächlichen Super Bowl 5 Wochen später an gleicher Stelle ebenfalls in San Francisco (genauer: Santa Clara) für sich entscheidet, vermag mir meine Glaskugel nicht wahrzusagen. Für die 49ers spricht der Heimvorteil und die Tatsache, dass sie ihren Kader endlich weitgehend zusamen habven. Für die Seahawks der Umsatand, dass sie sich in der Außenseiterrolle durchaus wohlfühlen. Wenn ich tippen müsste, würde ich auf die 49ers setzen.

 

Endspiele der Schwachen

 

Vorm letzten Spieltag sind die Verhältnisse ungewöhnlich klar: Nur zwei andere Partien sind noch von echtem Belang. Absurderweise geht es in den beiden mit Abstand schlechtesten Divisionen in einem direkten Duell um Platz 1 bzw. gegen das Saisonaus.

 

* Sa., 22:30 Tampa Bay Buccaneers – Carolina Panthers (NFC South)

 

In einem wahren Schneckenrennen kriechen Bucs und Panhers Richtung Divisionssieg (einer MUSS ihn schaffen). Trotz zuletzt 4 Niederlagen in Folge (!) hat Tampa tatsächlich noch Chancen auf die Play-offs, wenn sie im heimischen „Piratenschiff“ gegen die Panthers gewinnen. Vom Namen her wäre das eine klare Sache, weil der Gegner nach verheerenden Jahren bestenfalls eine Aufbausaison plante und weil die Bucs auch die klangvolleren Profis in ihren Reihen havben, angefangen bei Quarterback Baker Mayfield bis dem grandiosen Wide Receiver Mike Evans. Doch Carolina kann sich aufs Team verlassen und dass es seine Chancen sehr effizient zu nutzen weiß.

 

Mo., 02:20: Pittsburgh Steelers – Baltimore Ravens (AFC North)

 

Die Steelers hatten schon den Divisions-Matchball, und verhühnerten ihn auf abenteuerliche Weise. Bei den bisher so katastrophalen Cleveland Browns „gelang“ ihnen eine 6:13-Niederlage (das karge Ergebnis spricht für sich), obwohl Browns Ersatz-Ersatz-Ersatz-Quarterback Sanders (ein Kapitel für sich) den Pittsburgher Verteidigern in absurd amateurhafterweise 2 Bälle in die Arme warf (ein Verteidiger mit Ehre würde diese Bälle nicht als „Interception“ in seine Statistik eintragen). Leider brachte auch die Steelers-Offense nichts zustande, ihr 41-jähriger Quarterback Aaron Rodgers spielte eher wie ein 51-jähriger und bot womöglich eine noch schwächere Leistung (unbeweglich, ungenau, langsam), so dass es nur zu zwei kümmerlichen Field Goals im 2. Viertel reichte. Ansonsten: Nichts, nothing, nada, niente. Die Ravens gewannen zwar ihre Partie gleich mit 41:24 gegen die Green Bay Packers, dies hatten fast ausschließlich ihrem Laufspiel um Ausnahme-Running-Back Derrick Henry zu verdanken, der gleich 4 Touchdowns erzielte und insgesamt 216 Yards erlief.

Beide Partien haben eines gemein: Wer verliert, ist raus aus dem Play-off-Rennen, wer gewinnt, wird mit einem Heimspiel belohnt gegen einen nominell viel stärkeren Kontrahenten. Und dieser Heimvorteil kann extrem beflügeln, wie unzählige Beispiele aus vergangenen Jahren zeigen.

 

Und sonst?

 

Enttäuschend für alle Spannungs-Liebhaber: Die Wildcard-Rennen sind sowohl in AFC und NFC schon entschieden, so klar sind die League-Verhältnisse. Mit der Folge, dass fast alle der restlichen 13 Partien höchstens noch statistischen Wert haben. Es gibt noch ein Fernduell um den Sieg (und Freilos) in der AFC. Hier haben die Denver Broncos die besten Karten, die mit einem Erfolg zu Hause gegen die LA Chargers nicht mehr von Platz 1 zu verdrängen sind. In Lauerstellung sind die New England Patriots (zu Hause gegen die Miami Dolphins).

Ansonsten dürfte der anschließende Montag für die Chefcoaches und Assistenztrainer der schon ausgeschiedenen Teams aufreibender werden als das Geschehen am Sonntag auf dem Feld. Dann ist nämlich der „Overreaction Monday“, an dem traditionsgemäß mehrere Trainer und ganze Trainerstäbe gefeuert werden. Die milliardenschweren Teambesitzer haben sehr oft nämlich einen dünneren Geduldfaden als ein hungriges Kleinkind in der Trotzphase ohne Spielzeug. Gerade in Detroit, Indianapolis, Dallas und Washington brennt die Lunte schon von beiden Seiten, berichten die Löwen-Odds**.

** dies ist KEINE Anspielung auf die Detroit Lions

 

 

 

Letzte Chance für die Ravens

Blick über den Teich

 

Für alle, die nach dem hoffentlich schön verbrachten Heiligen Abend schon genug vom Feiern haben, bringt der Blick über en Teich Verheißungsvolles: ein pickepackevolles NBA- und NFL-Programm über die echten Feiertage.
Und so sehr ich mich auch auf die Relive-Spiele nach einem hoffentlich schönen Maultaschenessen mit der Schwester und Freunden freue, wirklich relevant sind die 5 „Christmas Games“ heute ab 18 Uhr nicht. Klar, es wird ein Stelldichein toller Spieler  und toller Teams (die Superstars wie Jokic und Shai und Brunson) und solche, die noch ganz am Anfang ihrer verheißungsvollen Karriere stehen (Wembanyama und Flagg fallen mir als Erste ein). Doch für kein Team wäre eine Niederlage en Desaster, so ärgerlich sie auch sein mag vor der landesweiten Öffentlichkeit.

 

NFL

 

Ganz im Gegensatz zum Football. Hier steht ab Donnerstag bis Dienstagmorgen der vorletzte Spieltag der regulären Saison an. Einige Teams sind sicher in den Play-offs, manche stehen unmittelbar davor und brauchen nur noch einen Sieg, und manche kämpfen um die letzte Chance und benötigen 2 Siege (und ggf. dazu noch Hilfe). Die meisten Teams, so ehrlich muss ich dann auch sein, haben sich schon aus dem Play-off-Rennen auch rechnerisch verabschiedet.

 

AFC

 

Soviel vorweg. In keiner der 4 Divsionen steht der Divisionssieger fest. Ausgerechnet die Pittsburgh Steelers sind das einzige Team, das auf den Zweiten schon 2 Siege Vorsprung hat, dem in 2 Partien ein Sieg (und sogar ein eher theoretisches Remis) reicht

 

Eastern Division

 

Nachdem die New England Patriots eher wundersam auch die Hürde bei den Detroit Lions genommen haben, gehen sie mit einem Erfolg Vorsprung auf die Buffalo Bills in die letzten beiden Partien. Beide Teams müssen noch bei den New York Jets antreten (die Pats diese Woche, die Bills in der nächsten). Außerdem empfanen die Pats diese Woche die Philadelphia Eagles (das klingt zwar schwser, aber diese stehen schon als NFC-East-Sieger fest und können es ruhig angehen). Alles sprich also für die Patriots, die wie die Bills auf jeden Fall das Play-off-Ticket sicher haben (siehe Wild Card). Dolphins und Jets sind raus.

🧠 Patriots

 

North

 

Wie gesagt: Die Steelers haben 2 Siege Vorsprung auf die Baltimore Ravens, am letzten Spieltag kommt es in Pittsburgh noch zum direkten Duell. Um es darauf nicht ankommen zu lassen, müssen die Steelers deshalb unbedingt bei den Cleveland Browns punkten, was angesichts der Schwäche des Kontrahenten eine Pflichtübung sein müsste, ja wenn es nicht die besondere Rivalität gäbe. Die Ravens ihrerseits müssen auf jeden Fall ihre restlichen beiden Spiele gewinnen (am Sonntag bei den Green Bay Packers, viels Spaß dabei), um ihre theoretischen Chancen  auf den Divsionssieg zu wahren. Der Wildcard-Platz ist schon perdu. Ganz raus sind die Bengals und Browns.

🧠 Steelers

 

South

 

Die Jacksonville Jaguars führen mit einem Spiel (11:4) vor den Houston Texans (10:5). Höchstens Chancen auf die Wild Cards haben die so gut gestarteten Indianapolis Colts (8:7). Es gibt kein direktes Duell mehr, je eines haben Jaguars und Texans für sich entschieden.
Um den Divisionssieg zu sichern, müssen die Jaguars ihre beiden Spiele bei den Colts und gegen die Titans gewinnen. Velieren sie nur eine Partie, würden sie die Texans mit 2 Siegen bei den Los Angeles Chargers (Sa., 22:30) und gegen  die Colts überflügeln, aber auch nur dann.

🧠 Jaguars

 

West

 

Die Denver Broncos liegen ein Spiel vor den LA Chargers. Am letzten Spieltag kommt es in Denver noch zum diekten Duell (das erste in LA haben die Chargers gewonnen, fürhen also zurzeit im direkten Duell). Zuvor stehen diese Woche noch die Partien Broncos bei den Kansas City Chiefs (ohne Patrick Mahomes kaum wettbewerbsfähig/Fr., 02:15) und Chargers vs Texans (Sa., 22:30) an.
Beide Teams sind sicher in den Play-offs, sicher raus sind Chiefs und Las Vegas Raiders.

🧠 Broncos

 

Wild Card

 

2 der 3 Wildcard-Plätze sind vergeben, jeweils an den Zweiten der Divisionen East (Bills/Patriots) und West (Cargers/Broncos). Die klar besten Karten um den letzten Spot haben die Texans: 2 Siege Vorsprung auf die Colts, das muss sich ausgehen.

 

NFC

 

East

 

Die Eagles stehen als Divisionssieger fest, Cowboys, Comanders und Giants ohne Chance auf einen Wildcard-Platz

 

North

 

Die Chicago Bears führen mit 1,5 Siegen Vorsprung auf die Green Bay Packers, die ihr Remis in Dallas bei den Cowboys noch bereuen könnten. Ein Sieg bei den San Francisco 49ers, und der nie erwartete Divisionssieg wäre erreicht. Ist angesichts der Gegner allerdings keine Selbstverständlichkeit. Die Packers ihrerseits müssen beide Partien gegen die Baltimore Ravens (So., 02:00) und bei den Minnesota Vikings gewinnen. Sollte das gelingen, hätten sie  unabhängig vom Divisionssieg einen Wildcard-Spot sicher.
Die Detroit Lions haben nach ihren Niederlagen zuletzt bestenfalls noch theoretische Chancen auf eine Wild Card, die Vikings noch nicht einmal diese.

🧠 Bears

 

South

 

Unfassbar, aber die Carolina Panthers führen die Division weiter an mit einem vor auf die Tampa Bay Buccaneers. Das Restprogramm ist allerdings happig: Gegen die Seattle Seahawks, das zurzeit beste Team der gesamten Liga (So., 19:00) und dann nächste Woche zum möglichen Showdown in Jacksonville. Die wiederum sollten am Sonntag (19:00) bei den Colts mit deren Veteranen-Quarterback Philip Rivers (45) ihrer Favoritenstellung gerecht werden.
Eines ist jetzt schon klar: De Zweite dieser Division wird auf keinen fall einen Wildcard-Platz erringen.

🧠 Buccaneers

 

West

 

Was für eine Division! Die drei Teams Seattle Seahawks (12:3), San Francisco 49ers und LA Rams (je 11:4) havben das Play-off-Ticket mindestens über die Wild Card sicher. Das Fiese ist der irre Un terschied zwischen Diviskionssieg und den Plätzen 2 und 3. Wer Rang 1 schafft, dürfte alle Wahrscheinlichkeit nach auf den ersten Platz in der gesamten Conference inne haben mit Freilos in der 1. Runde und Heimrecht bis inklusive Conference Final. Die anderen beiden müssen dagegen im Wildcard-Spiel auswärts bei einem der anderen Divisionssieger antreten (gnädigerweise den beiden schlechtesten).
Gewinnen die Seahawks beide Spiele bei den Panthers (So., 19:00) und eine Woche danach bei den 49ers, ist die Sache mit dem Divisonssieg geritzt. Aber auch die 49ers haben den Divisionssieg in der eigenen Hand. Wenn sie nämlich nicht nur die Seahawks nächsten Sonntag im eigenen Stadion schlagen (dort wird übrigens auch der Super Bowl diese Saison ausgetragen), sondern auch diese Woche (Mo., 02:20) gegen die Chicago Bears.
Die Rams müssen also auf mehrere Ausrutscher hoffen, damit das mit den Divisionssieg noch klappt. Voraussetzung ist ohnehin, dass sie ihrerseits ihre Spiele bei den Atlanta Falcons (Di., 02:20) und gegen die Arizona Cardinals gewinnen, was wiederum zu erwarten ist.

🧠 San Francisco 49ers

 

Wild Card

 

Zwei Spots der 2 West-Verlierer im Triell 49ers, Seahawks und Rams sind vergeben. Bleibt das nord-interne Duell zwischen Packers und Lions, in dem die Packers besagte 1,5 Siege Vorsprung haben. Ein Sieg der Packers gegen Ravens oder bei den Vikings würde reichen, dann würden auch 2 Erfolge der Lions ebenfalls bei den Vikings und bei den Bears nichst mehr nutzen.

🧠 Packers

 

Nach diesem Spieltag werden wir erheblich schlauer sein …