von Münchner Löwe | Feb. 2, 2026 | basketball, bundesliga, Fußball, Handball, NBA, ski alpin, Tennis
Australian Open, Handball-EM und der Hauch einer Bayern Krise. Dazu letzte Winter-Wettbewerbe vor Olympia.
Alcáraz schafft den Karriere-Grand-Slam
Nix wurde es mit dem Rekord-Triumph von Novak Djokovic. Obwohl er im Finale den ersten Satz gegen Carlos Alcáraz für sich entschid und zumindest teilweise richtig gutes Tennis spielte, der Spanier war doch in den entscheidnden Momenten zu stark und gewann in vier Durchgängen. Damit sicherte er sich nicht nur den insgesamt 7. Grand-Slam-Titel der Karriere, sondern vervollständigte auch so früh wie zuvor noch kein Profi die Sammlung. Je 2 Titel hat er nämlich zuvor in Paris, Wimbledon und Flushing Meadows errungen.
Dem Djoker lieb dagegen der 25. Triumph versagt, mit dem er alleiniger Rekordhalter geworden wäre (es bleibt bei der geteilten Führung mit Margareth Court). Dass er überhaupt das Finale mit seinen 38 Jahren erreichte, spricht für sich, war aber auch glücklichen Umständen geschuldet wie die Verletzung von Lorenzo Musetti im Viertelfinale. Aber allein, wie er sich im Halbfinale gegen Titelverteidiger jannik Sinner durchsetzte, nötigt sogar mir, dem erklärten Nole-Hater, größten Respekt ab. Eine wirklich realistische Chance gebe ich dem Serben, im Juli in Wimbledon.
Bei den Frauen triumphierte Lena Rybakina. Einerseits überraschend, weil die Kasachin bisher nur einen Wimbledontitel aufzuweisen hatte und nur als Nummer 8 ins Turnier ging. Andererseits fast naheliegend. Seit Spätherbst ist Rybakina ungeschlagen, gewann im November souverän das WTA-Finale. Leider habe ich bei meinem Melbourne-Tipp ihrer Niederlage im Vorberereitungsturnier in Brisbane gegen Karolina Muchova zu viel Bedeutung beigemessen …
Beeindruckend jedenfalls, wie sich die über 1,80 Meter große Rybakina im Finale gegen Aryna Sabalenka mit ihrem Aufschlag aus der Affäre rettete. Ein Finale, das tatsächlich über 3 Sätze ging und mehr als 2 Sunden dauerte (2:19). Eine Rarität bei diesem eher spannungsarmen Turnier; gerade die Frauen-Matches waren meist doch eine sehr einseitige und damit auch eintönige Angelegenheit (genauso übrigens wie die Männer-Matches, natürlich ausgenommen die beiden 5-Satz-Thriller im Halbfinale).
Deutscher Erfolgslauf gestoppt
Auch der Kanzler konnte nicht helfen, oder lags gar an Friedrich Merz. Jedenfalls zeigten sich die unbesiegbaren handball-Dänen bei der Heim-EM im Finale auch tatsächlich als unbesiegbar. Zwar hielten die Deutschen eine Halbzeit sehr gut mit und konnten die Partie zeitweise sogar ausgeglichen gestalten, doch letztlich hatten sie gegen Danish Dynamite doch keine Chance und verloren mit 27:34 (zu) deutlich. Immerhin eine klare Steigerung zum Olympiafinale, als vom gleichen Gegner regelrecht demontiert wurden.
Ausgerechnet der dänische Ersatztorhüter Kevin Möller sorgte für die Vorentscheidung. Noch während der 1. halbzeit ersetzte der Keeper der SG Flensburg-Handewitt den eher glücklosen Emil Nielsen, und seine Paraden ebneten den Weg. Er überstrahlte zeitweise sogar Andi Wolff im deutschen Kasten, der gerade im ersten Durchgang nicht ganz an seine vorherigen Weltkassepartien heranreichte.
Erstau licherweise blieb Mölle auch die gesamte 2. Halbzeit im Tor (außer bei einem einigen Siebenmeter). Dass er zum Mann der partie offiziell ausgezeichnet wurde, das hätte vor der partie wohl niemand prophezeit.
Das junge deutsche Team wird mit dem Finaleinzug mehr als zufrieden sein, gerade die Siege gegen Frankreich und Portugal durfte nicht jeder erwarten. Im Endspiel selbst kamen manche nicht an ihr Leistungsvermögen heran, gerade im Angriff Uncins und Knorr. Und wer weiß, wie alles gelaufen wäre, hätte nicht Abwehrchef Kiesler nach einer Würge-Attacke gegen Mthias Gisdel früh mit Rot vom Parkett gemusst.
ARD – Unterirdische Kommentatoren
Ein Wort zur Fernsehberichterstattung: Die deutschen Spiele wurden in ARD und ZDF gezeigt, und größer könnte der Qualitätsunterschied nicht sein. Im ZDF überzeugten mich Reporter martin Schneider und Experte Sven Christophersen. Voller Sachkenntnis ohnehin, mit viel Engagement, aber jederzeit fair in der Einordnung – was des Gegners Leistung betrifft ebenso wie die der Schiris. Bei der ARD dagegen überboten sich Florian Nass und Jogi Bitter an peinlichem Nationalismus, jede Entscheidung gegen Deutschland war ein Affront, jeder Fehlwurf des Gegners wurde bejubelt (ich übertreibe nur wenig). Alles war immer nur schwarz, rot, geil – absolut zum Fremdschämen. Und letztlich auch gefährlich in einer Sportart, wo die allerwenigsten so regelfirm sind, um das ewige Klammern, Halten, Stoßen, vielleicht auch Würgen richtig einordnen können. Gerade hier bräuchte es eine objektive Anleitung und nicht dumpfbackiges Pro-Deutschland-Gebrüll. Überspitzt gesagt: Mehr Nationalismus sehe ich auch bei einem AfD-Parteitag nicht (nein, ich behaupte nicht, das Nass und Bitter der AfD anhängen. Aber ihre Art der Kommentierung mögen sie bitte überprüfen!).
Die Bayern – plötzlich nervös
Kaum läuft es nicht mehr ganz so flüssig, zeigen die Münchner Fußballer Nerven. Zu besichtigen beim in der Tat aufreibenden 2:2 beim Aufsteiger Hamburger SV. Von Beginn an war viel Hekik im Spiel, Haken und Ösen auf beiden Seiten, und Schiri Harm Osmers zeigte sich in der Zweikampfbewertung in der Tat samft überfordert, allerdings auf beiden Seiten.
In der Endphase, als die Bayern verzweifelt den Siegestreffer versuchten, musste der Frust raus. Bei jedem Pfiff (oder unterlassenem Pfiff) gegen München stürmten mehrere Byyern-Profis auf den unparteiischen ein. Die Regel, dass nur noch der Kapitän protestieren darf, die gilt offenbar nicht mehr (das bedaure ich schon seit einigen Monaten). Sogar Harry Kane, der als Engländer angeblich die Fairness und die Achtung gegen den Referee mit der Muttermilch aufgesogen hat, beteiligte sich am Schiri-Bedrängen.
Nach dem Schlusspfiff ging das Schiri-Bashing erst recht los. Wlchen Bayern man die Reporter auch befragten, zunächst gab es eine Breitseite gegen den Schiri. Der aus meine Sicht bei allen brenzligen Entscheidungen richtig lag (zumindest nicht völlig falsch), sowohl beim Elfer für den HSV unterbliebenen Strafstößen für die Bayern wegen Hand (klar angeschossen) und Foul (nicht genug). Klar, es hat schon Schiris gegeben, die die beiden Strafstöße gegeben hätten und haben, aber wie lautet ein ehernes Grundrechtsgebot: Keine Gleichheit im Unrecht.
Im Laufe der zeit wunderte ich mich, warum sich die Bayern so aufführten. Sie, die doh so souverän durch die Liga cruisen. Doch jetzt sah ich nicht nur extrem unsympathische Profis (sogar der für mich sympathische Kane mutierte zum Bayern-Deppen), sondern geradezu panische Spieler und Verantwortliche. Ob da vielleicht sogar mehr dahintersteckt als 2 verlorene Pünktchen? Weil jeder spürt, dass jetzt, wo es langsam ernst wird, die wunderbare Leixhtigkeit des Seins verschwunden ist ode zumindest auf den rumpeligen Winter-Spielfeldern nicht mehr zum Tragen kommt.
Noch ist das Spekulatius. Noch ist auch de Abstand auf den Zweiten Borussia Dortmund komfortabel (6 Punkte und das uneinholbar bessere Torverhältnis). Aber jetzt noch eine Niederlage gegen das formstarke Hoffenheim und gleichzeitiger Dormund-Sieg – und plötzlich wären beide Teams in Reichweite.
Werder verliert die Nerven
Hier hat die Panik schon zur üblichen Raktion geführt: Einen Tag nach dem 1:1 zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach feuerten die Bremer Verantwortlichen den Coach. Horst Steffen, erst im Sommer vom Zweitligisten SV Elversberg gekommen, muss gehen. Zehn Spiele ohne Sieg – das hat noch nie einem Bundesliga-Coach gut getan. Obwohl nach Auffassung vieler Experten, die viel näher an Werder sind als ich, diesen Schritt für verfrüht halten. Wer den sich windenden Arnd Zeigler, der Stadionsprecher im Weserstadion, gestern bei seiner Sendung sah, weiß von was ich rede. Nur Diplomatie und Achtung vor seinem herzensclub bewahrten die Verantwortlichen vor einer Tirade, da bin ich mir sicher.
Natürlich hat Steffen, der den Noname-Club Elversberg fast in die Bundesliga geführt hätte, nicht alles richtig gemacht. Aber die Sportliche Leitung beging einen Fehle nach dem anderen, vor allem in der Kaderzusammenstellung. Die gipfelte darin, dass sie den durchaus begabten Victor Boniface verpflichtete. Jenen Angreifer, der nur Tage zuvor durch den Medizincheck beim AC mailand gefallen war. Kann man sogar eingehen, dieses Risiko, allerdings bitte mit Netz und dippelten Boden, hier also guten Backups. Diese fehlen komplett, es kam, wie es kommen musste. Boniface fehlt bis zum Ende wegen einer Knieverletzung (das die mailänder moniert hatten), die traurige Bilanz: ein Stürmertor.
Schweizer Trost am Unglücksort
Die Brand-Katastrophe in Crans Montana ist noch längst nicht verdaut (am Sonntag erlag ein Mann seinen Verletzungen), da machte der Skizirkus im Schweizer Ort Station. Alles natürlich im Zeichen des Unglücks, aber eben auch mit viel sportlichem Wert: zum einen weil in nicht einmal einer Woche die Olympischen Abfahrten anstehen, zum anderen, weil Crans Montana 2027 die alpinen Skiweltmeisteschaften ausrichtet.
Am Freitag schien sich das Unglück, das diesen Ort 2026 ereilt hat, fortzusetzen. Beim Super-G der Frauen stürzten von den ersten 6 Starterinnen drei, darunter Lindey Vonn, die an einer tückischen Strecke in den Schnee musste. Zwar konnte die Amerikanerin aus eigener Kraft ins Ziel schwingen, von dort wurde sie aber per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen – zur Beobachtung. Offenbar hat sie sich eine Knieverletzung zugezogen, nicht an ihrem künstlichen Gelenk allerdings. Ob und in welchem Fitnesszustand sie jetzt nach Cortina reist, ist völlig unklar. Schon am Sonntag steht die Abfahrt von der Tofana auf dem Olympischen Programm, kurz darauf die Kombi-Abfahrt (Dienstag) und Super-G (Donnerstag). Das Rennen wurde nach Vonns Sturz abgebrochen.
Tags darauf strahlender Sonnenschein. Und mit der Schweizerin Marjorie Blanc eine Super-G-Siegerin, die ganz in der Nähe aufgewachsen ist. Blanc, in dieser Saison noch nicht sehr auffällig, legte eine nahezu fehlerfreie Fahrt hin und siegte Sofia Goggia aus Italien und Abfahrtsweltmeisterin Breezy Johnson, die für Vonn für die USA in die Bresche sprang. Während Kira Weidle-Winkelmann auf Platz 5 überzeugte, beging Emma Aicher mal wieder einer unfassbaren Leichtsinnsfehler und schied aus.
Van Allmen überragt
Die Abfahrt am Sonntag war ebenfalls eine Schweizer Angelegenheit. Nämlich die von Weltmeister Franjo van Allmen, der die gesamte Konkurrenz förmlich deklassierte. 65 Hundertstelsekunden lag er vor dem Italiener Dominik Paris, das klingt gar nicht sooo viel. Wenn man allerdings bedenkt, dass andrerseits zwischen Paris und dem Zwölften Muzaton sogar nur 63 Hunderstel lagen, dann zeigt das die Ausnahmefahrt. In dieser Form erhebe ich van Allmen zum Favoriten für die Olympia-Abfahrt von der Stelvio diesen Samstag – und bin mit dieser Einschätzung bestimmt nicht allein.
Dennis Schröder – der 11. Verein
Das Gastspiel bei den Sacramento Kings dauerte nur gut drei Monate, jetzt ist der deutsche Welt- und Europameister ein „Cavalier“. Die Cavs aus Cleveland sicherten sich die Dienste des Deutschen, er kommt gemeinsam mit dem äußerst talentierten Keon Ellis aus Kalifornien, für ihn geht DeAndre Hunter nach Sacramento.
Für Schröder ist es die 11. Station – rekordverdächtig (der steht bei 13/ein gewisser Ish Smith, der wirklich so heißt …), aber vielleicht ein Glücksfall. Denn während die Kings das schlechteste Team der gesamten NBA sind und längst keine Chancen mehr haben auf die Play-offs (großer Seufzer des Kings-Fans), ist Cleveland eine äußerst starke Mannschaft. In der vergangenen Saison waren die Cavs im Grunddurchgang das mit Abstand beste Team in der Eastern Conference, sie scheiterten allerdings in der 2. Runde am späeren Finalisten Indiana Pacers, auch weil mit Darius Garland und Evan Mobley zwei wichtige Spieler fehlten. Gerade die Verletzungsanfälligkeit von Spielmacher Garland dürfte die Cavs dazu bewegt haben, sich den deutschen Kapitän zu angeln, der diese Position glänzend ausführt. Anführer ist Donovan Mitchell, einer der elegantesten Profis der Liga, Evan Mobley wurde 2025 zum besten Defense-Spieler gewählt
Es besteht also nicht der geringste Grund zur Häme, die ich hier und dort schon lesen musste.
von Münchner Löwe | Jan. 15, 2026 | Fußball, Handball, Tagesrückschau
Si tacuisses
Die Österreicher spielen natürlich absoluten Anti-Handball. Das möchte auch eigentlich keiner sehen.
(Der Deutsche Andreas Wolff vorm EM-Auftakt am Donnerstag gegen Austria)
Keine Frage, Andi Wolff ist ein Weltklassetorwart, er gehört zu den Top 3 der Welt, an guten Tagen ist er schier unüberwindlich. Doch offenbar ist ihm in seiner Karriere der eine oder andere Ball zu viel an den Kopf gerauscht, oder wie soll ich diese Beleiding deuten?.
Hier spricht der Torwart einer Handball-Nation über einen absoluten Außenseiter. Eben nicht respektvoll, wie ich schon in manch Verteidigungsrede lesen konnte, sondern voller Verachtung, voller deutscher Arroganz (ein Piefke im schlimmsten Sinn und eben kein Nachfolger fürs DÖF). Welcher Handballer will sich schon als „absoluten Anti-Handballer“ bschimpfen lassen.
Damit hat Wolff vorm ersten EM-Spiel am Donnerstag gegen Österreich ein völlig unnötiges Fass aufgemacht. Gerade im Handball können durchgebrannte Sicherungen (etwa ein mit voller Absicht gegen den Kopf von Wolff gefeuerter Ball) schwere Verletzungen nach sich ziehen. Man kennt sich ja gut, ein Großteil der Ösis spielt in der deutschen Bundesliga. Der von Wolff besonders kritisierte Mykola Bylyk ist sogar dessen Kieler Teamkollege, da wird sich nach der EM die Vereinsführung freuen …
Es ist für mich auch nicht der übliche Trashtalk, eben weil Deutschland in allen Belangen überlegen ist. Zumal Wolff mit seinen Deutschen in einem gefährlich engen Glashaus sitzt. Der ganze EM-Kader ist nämlich eher auf Zerstörung und harte Verteidigung (basierend auf den überragenden Torhütern Wolff und Späth) ausgelegt. Bundestrainer Alfred Gislasson nahm lieber gute und harte Verteidiger als eher filigrane Angriffsspezialisten mit (Dahmke statt Freihöfer), was im Vorfeld für gehörigen Ärger sorgte. Mal sehen, wie sich Wolff äußerst, wenn die Deutschen in der Zwischenrunde gegen Top-Favorit Dänemark den österreichischn „Anti-Handball“ zeigen.
Zu hoch hängen möchte ich das Ganze allerdings auch nicht. Vielleicht gehört dieses Klappern wirklich zum unschönen Handwerk. Aber wers Maul derartig unflätig aufmacht wie Wolff, der darf sich über entsprechende Antworten nicht wundern.
Trainereffekt bei Real
Nur als Nachtrag des Rauswurfs von Xabi Alonso. Das stolze Real Madrid hat sich ruhmlos aus dem spanischen Pokal verabschiedet. Beim abstiegsgefährdeten Zweitligisten Albacete Balompie verloren die Königlichen durch ein Gegentor in letzter Minute mit 2:3 und zeigte eine insgesamt indiskutable Leistung. Nein, Schadenfreude lieggt mir völlig fern, ich bin nur der Chronist …
Und sonst?
- Bundesliga: Hinrundenrekord des FC Bayern: Die Münchner gewannen nach 0:1-Rückstand noch mit 3.1 beim 1. FC Köln. Sie beendeten damit die Hinrunde mit 15 Siegen, 2 Remis und 0 Niederlagen (47 von 51 möglichen Punkten). Das unfassbare Torverhältnis lautet nun 66:14; das wären hochgerechnet 132 erzielte Treffer, der bisherige Bestwert, natürlich von den Bayern aufgestellt (1973), liegt bei 101 erzielten Toren.
Ansonsten war der Mittwoch ein Fest für die Plastikclubs und somit ein Graus der Traditionalisten. Es siegten Leipzig (2:0 vs Freiburg), Hoffenheim (mit 5:1 gegen Gladbach) und Wolfsburg (2:1 vs St. Pauli). Bayer Leverkusen verpasste am Dienstag den Sieg, die Partie beim HSV fiel wegen Tauwetters aus.
- Biathlon: Dramatische Frauenstaffel zum Auftakt der Rennen in Ruhpolding. Zum abschließenden Schießen kamen fast gleichzeitig gleich 5 Schlussläuferinnen. Die Italienerin Lisa Vitozzi veließ en Schießstand zwar als Erste, wurde aber noch von der Norwegerin Maren Kirkeeide auf der Zielgeraden noch überholt, auch dank eines rüden Manövers offenbar noch haarscharf innerhalb der Regeln. Dritte wurde Schweden vor Frankreich. Das deutsche Team mit Schlussläuferin Franziska Preuß hatte bis zum letzten Schießen noch alle Chancen, doch die Weltcupsiegerin 2025 musste gar in die Strafrunde und musste sich letztlich mit Platz 6 zufriedengeben.
- Afrika-Cup: Marokko und der Senegal stehen im Finale in Rabat. Die Gastgeber gewannen im Elfmeterschießen gegen Nigeria durch, Senegal setzte sich 1:0 gegen Ägypten durch. Den entscheidenden Treffer erzielte ein alter, aber dort nicht guter Bayern-Bekannter. Sadio Mané (mittlerweile 33 und in Riad aktiv) war mit einem schönen 14-Meter-Flachschuss erfolgreich. Das Endspiel findet am Sonntag (20 Uhr) in Rabat statt.
von Münchner Löwe | Jan. 13, 2026 | basketball, Biathlon, Fußball, Handball, NBA, ski alpin, Wintersport, Wochenvorschau
Sport satt, nämlich Fußball, Handball-EM und Wintersport
Bundesligisten im Doppeleinsatz
Der kurze Zeit sehr strenge Winter ist offenbar wieder dabei, der Englischen Woche in der Fußball-Bundesliga steht nichts mehr entgegen – außer Tauwetter, siehe Hamburg. Der 17. Spieltag m Dienstag/Mittwoch – nicht zu vergessen das Topspiel zwischen Augsburg und Union am Donnerstag, komplettiert die Hinrunde, die Rückrunde startet am Wochenende. Partien, die es sich vielleicht lohnt zu gucken, sind während der Woche Stuttgart vs Frankfurt (Di., 18:30), eine Art Best of the Rest neben den Großen, HSV – Leverkusen (Di., 20:30, abgesagt wg. Tauwetters) und Köln vs Bayern (Mi., 20:30). Letztere Partie nur unter dem Gesichtspunkt, ob Rib und Rob (Ribéry und Robben) mit Oliseh und Diaz tatsächllich Zauber-Nachfolger gefunden haben und wie hoch letztlich tatsächlich die Hinrunden-Rekordtormarke (zurzeit 63) der Bundesliga-Geschichte gesetzt wird.
Am Samstag zum Topsiel des Tages müssen die Münchner dann nach Leißzig (Sa., 18:30). Mit dabei ist dann wieder aif Leipziger Seite der ivorische Star Yan Diamonde, nachdem die Elfenbeinküste im Viertelfinale des Afrika-Cups gescheitert ist.
Am Wochenende startet dann auch die 2. Bundesliga, und die Jagd auf Schalke beginnt. Der Tabellenführer handelte sich zum Jahresabschluss eine Pleite bei Eintracht Braunschweig ein, der Vorsprung auf Platz 3 (Darmstadt) beträgt immer noch 4 Punkte. Fast standesgemäß geht es für die Knappen mit einem echten Schlager los, denn sie sind am Samstagabend (20:30) im Berliner Olympiastadion bei Hertha BSC zu Gast.
Mit Knallhart-Handball zur Medaille?
Die Männer-EM beginnt am Mittwoch, und das Ziel des deutschen Teams lautet Edelmetall, vielleicht sogar Gold. Doch die Auslosung hat einen sehr harten Weg beschert. Weniger in der Vorrunde, wenn Österreich, Spanien und Serbien die Gegner sind, das klingt schon knackig genug. Aber wenn die Truppe ersten Zwei erreicht, trifft sie in der Hauptrunde höchstwahrscheinlich auf Dänemark und Frankreich, dazu vielleicht Aufstreber wie Portugal und Norwegen.
Richten soll es eine Knallhart-Abwehr und vor allem die Torhüter Andi Wolff (Europameister vor 10 Jahren) und David Späth, die weltweit zu den besten ihres Fachs zählen.
Los geht es am Donnerstag (20:30) gegen Österreich (mit vielen Bundesliga-Akteuren), es folgen die Partien gegen Serbien (Sa., 20:30) und Spanien nächsten Montag.
Klarer Titelfavorit ist Dänemark, der souveräne Olympiasieger von 2024 (auch dank einer Finalgala gegen Deutschland). Frankreich hat vielleicht einen besseren Ruf als Team, das vermag ich nicht einzuschätzen.
Winter-Klassiker, wohin man schaut
Männer-Abfahrt am samstag in Wengen, klassischer gehts nicht . das 4,2-Kilometer-Rennen mit Hundsschopf, Minschg-Kante, Österreicher-Loch und Schluss-S vor malerischer Postkarten-Kulisse (leider nicht für Dänen mehr) mit den Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau. Bei Sonnenschein gibt es nicht Schöneres für die Augen im Ski-Winter. Tags zuvor steht ein Super-G an gleicher Stelle an (stark verkürrzte Strecke), am Sonntag der Spezialslalom.
In den Speedrennen geht der Sieg jeweils nur über marco Odermatt, schon ein Wengen-Spezialist, im Slalom gibt es ein gutes Dutzend Sieganwärter.
Die Frauen lassen diesmal Cortina aus, weil dort in einem Monat die Olympia-Wettbewerbe stattfinden. Stattdessen geht es nach Tarvisio, wo Abfahrt und Super-G angesetzt sind. Chance für Lindsey Vonn, an ihrem Legendenstatus zu basteln, Chance aber auch für Emma Aicher, mit einem Platz ganz vorne Selbstvertrauen für die olympischen Tage zu tanken.
Die Biathleten machen bei der zweiten deutschen Traditionsstrecke Station. Nach Oberhof stehen die Rennen in Ruhpolding an mit Staffeln, Sprint und Verfolger. Norweger und Französinnen sind das Maß aller Dinge, SchwedInnen, etwa die Öberg-Schwestern und Samuelson haben auch schon aufgezeigt.
Dem deutschen Team fehlt noch ein Sieg in diesem Winter: Kommt es zu Durchbruch für Weltcup-Titelverteidigerin Franzi Preuß oder gar ein Debüt ganz oben auf dem Stockerl für Philipp Nawrath?
Berlin Game der NBA
Am Donnerstag ist es so weit. In der Halle am Ostbahnhof gibt es das erste reguläre Match der NBA in Deutschland, wenn die Orlando Magic auf die Memphis Grizzlies treffen. Die Magic sind das „deutsche“ Team der US-Basketball-Liga mit den Nationalspielern Franz und Moritz Wagner sowie Tristan da Silva. Ob Franz nach seine Knöchwelverletzung rechtzeitig fit wird, bleibt abzuwarten, er macht zwar den Trip mit, doch die Teamführung machte deutlich, dass er auf keinen Fall verheiuzt werden soll, dafür haben die Magic mit ihrem besten Mann noch zu viel vor in dieser Saison. Moritz jedenfalls gab am Sonntag sein Debüt nach mehr als einjähriger Pause wegen Krezbandriss, noch etwas rostig, aber voller Einsatz. Bei da Silva schwankt im zweiten NBA-Jahr die Form, gute und schwache Partien wechseln sich unregelmäßig ab, genauso die Frage, ob sein Dreier fällt oder nicht.
Auch die Grizzlies haben Deutschland-Bezug. Der finnische Trainer Tommy Iisalo coachte lange in der BBL und führte 2023 die Telekom Baskets Bonn in die Finalserie, in der allerdings sich Ulm als besser erwies. Seit Mai ist der Chefcoach bei Memphis und hat sich mit seinem kompromisslosen Verhalten gegen Starspieler Ja Morant zwar nicht dessen Frendschaft, wohl aber Respekt in der Liga verschafft. Amit Orlando und Memphis nicht nurfür ein Spiel nach Europa fliegen, kommt es am Samstag in London zu einer weiteren Partie zwischen diesen beiden Kontrahenten.
Und sonst?
- Internationale Ligen, England: Im Blickpunkt steht das Mancester-Stadtderby zwischen City und United (Sa., 13:30). United nach vergleichsweise ansprechendem Start in der Krise. Teammanager Roben Amorim wurde schon gefeuert, aber auch mit neuen Coach flog man im FA-Cup schon in der 1. Runde raus (mit der Folfge, das in dieser Saison nur noch Ligaspiele anstehen). City hat mit 3 zum teil überflüssigen Remis den Abstand zu Arsenal nicht verkürzen können, er beträgt immer noch 6 Punkte. Die Abhängigkeit von den Toren Erling Haalands ist frappierend.
Spanien: Real trifft auf Levante (Sa., 14:00): Das wäre nicht weiter erwähnenswert, aber die Madrilenen haben nach der Niederlage im Supercup-Endspiel in Dschidda Trainer Xabi Alonso nach einem knappen halben Jahr schon gefeuert (angeboten hätte sich: in der Wüste gelassen …). Jetzt soll es der Coach der 2. Mannschaft, Arbeloa, richten. Wie Alonso war auch Arbeloa ein großartiger Mittelfeldspieler, die beiden haben sogar bei Liverpool gemeinsam gespielt.
- Basketball: Stimmungsvoll wird es am Donnerstag im SAP Garden, wenn der FC Bayern das griechische Team Panathinaikos Athen empfängt, dessen fans mit Sicherheit für viel Radau sorgen. Die Münchner haben nur noch theoretische Chancen auf die K.-o.-Runde, Panathinaikos kämpf als 7. sogar um einen Top-6-Rang und die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale.
- Tennis: Die Australian Open werfen ihre Schatten voraus. Im Form des Qualifiationsturniers. Drei Runden gilt es zu überstehen, dann haben die Profis die 1. Runde erreicht, und allein das dortige Preisgeld sichet einen Großteil des (Reise)-Budgets fürs Jahr.
Der junge Deutsche Justin Engel ist schon in der 1. Runde gescheitert. Yannick Hanfmann hatte Glück: Da der Finne Emil Ruusovuori die Teilnahme absagte, rückte er ohne Quali-Müh(l)e ins Hauptfeld nach.
- Snooker: Das Masters in London ist nach der WM vielleicht das wichtigste Turnier im Jahr und gehört zur „Triple Crown“. Die komplette Weltelite ist folgerichtig am Start. Gespielt wird im Ally Pally, allerdings ist es sehr, sehr, sehr viel ruhiger als vor zwei Wochen bei der Darts-WM an gleicher Stelle.
- US Sport: In der NFL stehen am Wochenende 4 Partien der Divisional Round auf dem Programm. Mehr dazu in einem gesonderten Text.
von Münchner Löwe | Dez. 15, 2025 | Handball, NFL, ski alpin, WM
WM-Silber glänzt wie Gold
Zum Titel reichte es letztlich zwar nicht, dennoch dürften die deutschen Handballerinnen den Titelkampf in Stuttgart, Dortmund und Rotterdam als klaren Erfolg verbuchen. Als einziges Team überhaupt kitzelte man sogar die absolute Frauenhandball-Macht Norwegen. Erst als deren brillante Rückraumspielerin Henny Reistad das Heft des Handelns in die Hand nahm, war auch die bis dato überragende deutsche Deckung und Torhüterin Katharina Filter überfordert. Es müsste schon mit dem Teufel zu tun haben (oder einer gewissen Langweile der abstimmenden Journalisten), wenn die 26-jährige Reistad nicht auch 2025 zur besten Handballerin der Welt gewählt werden würde. Auf der anderen Seite bestätigte die 45-Jährige (!) Schlussfrau Katrine Lunde ihre Ausnahmestellung auf dieser Position, an der die deutschen Spielerinnen allzu häufig scheiterten. Handball ist in Norwegen Frauensportart Nummer 1, zumindest für all jene Mädchen, die es aus irgendeinen Grund nicht auf die Langlaufloipe. Skipiste oder Sprungschanze lockt. 5 Titel seit 2020 sammelte Norge, nur bei der WM 2023 musste man Frankreich den Votritt lassen.
Doch es besteht für die Deutschinnen wirklich kein Grund zur Traurigkeit nach einem phänomenalen Turnier erst zu Hause in Stuttgart und Dortmund, dann in Rotterdam. Mit acht zum Teil sehr klaren Erfolgen war die Truppe von Traine Matthias Gaugisch geradezu ins Finale spaziert, der 29:23-Halbfinalsieg gegen Titelverteidiger Frankriech war wahrscheinlich das beste Spiel einer deutschen Mannschaft seit dem WM-Gewinn 1993. Und sie sind noch alle sehr jung, viele haben ihre besten Jahre noch vor sich. Wie die 21-jährige Viola Leuchter (wie 2023 zur besten Jungspielerin gekürt). Wie Nieke Kühne. Allein die Kapitänin Antje Döll (37) und Emily Vogel (geb. Bölk) sind schon länger dabei, sie wurden ins Allstar-Team gewählt.
Mehr als 5 Millionen Zuschauer haben das Endspiel im Schnitt in der ARD gesehen, obwohl es erst am Freitag (nach dem erfolgreichen Halbfinale) ins Programm gerutscht war und gleichzeitig die Bayern spielten bei DAZN. Nur Böswillige werden behaupten, dass die Leute eigentlich Skispringen sehen wollten oder den Bericht aus Berlin. Das sind zum Beispiel mehr als die Basketballer bei ihrem WM-Endspiel 2023 und EM-Finale dieses Jahr.
Wäre halt schön, wenn die Truppe die Aufmerksamkeit mitnehmen könnte. Doch Frauenliga-Sport, das ist in Deutschland eine mühselige Sache, wie auch schon die Fußballerinnen nach erfolgreichen Turnieren feststellen mussten. Auch hier ist ja fast völlige Leere, wenn es um deutsche Handballerinnen geht oder Frauenhandball überhaupt. Hab künftig einen Blick drauf, Löwe!
Aicher top, Aicher ein bisschen flop
Die 23-jährige setzte das zweite große Ausrufezeichen des Wocenendes aus deutscher Sport-Sicht. Emma Aicher raste am Samstag auf der so schwierigen Corviglia-Strecke zum Sieg und ließ die am Vortag so überragende Lindsey Vonn und die Abfahrtsherrscherin der vergangenen Jahre, Sofia Goggia, hinter sich. Ein fast perfekter Lauf war ihr gelungen bei erneut strahlendem Wetter und besten Bedingungen. Da bestätigte sie all den Vorschusslorbeer und all die deutschen Ski-Hoffnungen, die sie mittlerweile fast alleine trägt neben Routinier Kira Weidle-Winkelmann und Slalom-Spezialistin Lena Dürr.
Aufgrund ihrer Vielseitigkeit (Aicher ist zurzeit die einzige im Skizirkus, die alle 4 Disziplinen mit Punkteaussichten bestreitet) gilt sie ja als Mit-Favoritin für den Gesamtweltcup. Dass sie dafür nicht haushohe Favoritin ist, bestätigte sie eindrucksvoll am Sonntag. Beim Super-G auf nahezu gleicher Strecke stürzte sie nach einem läppischen Fehler bei einer der harmloseren Passagen und schied aus (wenigstens ohne größeren Schaden zu erleiden). Diese Leixhtfertigkeiten und dämliches Ausscheiden hatte sie schon in den vergangenen Jahren gehabt, sind also nicht völlig verschwunden. Trotzdem wirklich ärgerlich, wie sie selbst befand: „Dumm einfach. Das pisst mich an.“ Den Sieg holte sich auf dem recht engen Kurs Riesenslalom-Spezialistin Alice Robinson aus Neuseeland, für die der Super-G allerdings die zweite ganz starke Disziplin werden dürfte: Sie verwies die überraschende Romaine Miradoli aus Frankreich und Goggia auf die Plätze 2 und 3.
Lindsey Vonn wurde im Super-GVierte, nicht mal 4 Zehntelsekunden hinter der Siegerin. Was für ein Wochenende für die 41-Jährige! Ich schätze gerade den 2. Abfahrtsplatz am Samstag mindestens genauso hoch ein wie den Triumph einen Tag zuvor.
https://blickueberdenteich.de/lindsey-vonn-beschaemt-alle-kritiker/
wegen all des Trubels, den sie danach erdulden musste und äußerst gerne bestritt. Aber der Konzentration ist so etwas doch abträglich, und nicht einmal einer Vonn gelingt jedes Mal so ein absoluter Traumlauf im zweiten Teil. Mit der Amerikanerin ist fortan in jedem Speedrennen zu rechnen, vor allem auch in Hinblick auf Olympia, wo Abfahrt und Super-G auf einem ihrer Lieblingshänge die Tofana hinunter stattfinden.
Die Männer bestritten Riesenslalom und Slalom in Val d’Isere. Dabei siegte Loic Meillard im RTL vor den Schweizer Landsleuten Lucas Aerni und Marco Odermatt. Im Slalom wurde der Schweizer Zweiter hinter dem Norweger Timon Haugan, der angeblich trotz Bandscheibenvorfalls fuhr. Die Formkrise des Slalom-Weltmeisters nach bisher sehr enttäuschenden Ergebnissen kann also getrost zu den Akten gelegt werden.
Chiefs-Ära endet
Es war zu erwarten, für die Fans zu befürchten: Die Kansas City Chiefs werden in den NFL-Playoffs nicht dabei sein, erstmals seit 2014. Dias verletzungsgeplagte Team um Patrick Mahomes verlor zu Hause in einer bestürzend fahrigen Partie mit 16:19 gegen die Los Angeles Chargers und haben nun nicht mal mehr theoretische Chancen auf die K.o.Runde. Das Ende war sinnbildlich für die durch und durch verkorkste Saison. Superstar Patrick Mahomes erlitt bei einem schweren Tackle einen Kreuzbandriss, sein Vertreter Minshaw warf dann die spielentscheidende Interception. Aufgrund der schweren Verletzung von Mahomes und dem fortgeschrittenen Alter von Leistungsträgern wie Travis Kelce (ich schreibs noch mal zur Sicherheit: der Verlobte von Taylor Swift) schaut es auch für die kommende Saison sehr finster aus.
Vor allem die vergangenen 6 Spielzeiten waren Chiefs-geprägt, eine enorm langer Zeit in der auf Abwechslung getrimmten NFL. Fünfmal standen sie als bestes AFC-Team im Super Bowl, dreimal triumphierten sie dort. Immer angeführt von Magier Mahomes, der auch in den verworrensten Situationen Mitspieler fand: sehr oft seinen Tight End Kelce (der jetzt sogar das Karriere-Ende erwägt).
Eine spektakuläre Partie gewannen die Buffalo Bills bei den New England Patriots. Sie lagen schon mit 0:21 zurück, konnten sich aber enorm steigern und siegten nach einem am Ende wüsten Schlagabtausch (auch mit Nickligkeiten dneben dem Spielfeld) mit 35:31. Auch LA Rams (vs Detroit Lions), Houston Texans (Cleveland Browns) und Seattle Seahawks (Indianapolis Colts) erragen wertvolle Siege. Für die Colts schaffte der 45-jährige Quarterback Philip Rivers einen Touchdownpass, den einzigen der Partie. Dennoch siegten die Seahawks, weil ihr Kicker bei 6 Versuchen maekallos blieb.
Und sonst?
- Bundesliga: Den zweiten Punktverlust der Saison musste der FC Bayern ausgerechnet zu Hause gegen den Letzten Mainz hinnehmen. Beim 2:2 rettete gar ein umstrittener Elfmeter den einen Punkt des souveränen Tabellenführers und verhindete den vollen Erfolg des neutrainers Urs Fischer. Einen Trikotzupfer nutze Harry Kane zum spektakulären Fall (so viel zum Thema, dass Engländer nie Elfer schinden, ha ha!). Und der Gefoulte (ich zögere, ob ich nicht Anführungsstriche setzen soll, aber eine Schwalbe wars halt doch nicht) verwandelte eiskalt wie bisher immer bei nunmehr 17 Bundesliga-Elfmetern.
Keiner der Verfolger wusste den Patzer zu nutzen. Nicht RB Leipzig (0:1 beim 1. FC Union), nicht Borussia Dortmund (1:1 in Freiburg). Der Vorsprung auf Platz 2 beträgt also immer noch stolze 9 Zähler. Immerhin gewann Bayer Leverkusen 2:0 gegen Köln dank eines Skorpions vom Terrier: Hä??? Skorpion nennen die Fußballer, wenn der Ball von hinten mit der Hacke nach vorn geschaufelt wird. Terrier heißt der Franzose, dem dieses Kunststück gegen den 1. FC Köln gelang. Noch schöner einst Rene Higuita
https://www.youtube.com/watch?v=yCxe4r6SjH0
- 2. Bundesliga: Schon am 16. Spieltag sicherte sich Schalke 04 die „Herbstmeisterschaft“. Mit ihrem Standard-Ergebnis 1:0 gewannen die Königsblauen gegen den 1. FC Nürnberg. Das erstaunliche Torverhältnis lautet 21:8, also insgesamt nicht mal 2 Tore pro Partie. Funfact: Der Tabellenletzte Dynamo Dresden hat 23 Tore erzeilt, aber halt auch 32 hingenommen (mehr als 4 Tore pro Spiel und offenbar sehr viel unterhaltsamer als die Dauernull im besten Huub-Stevens-Sinn, der vom Himmel aus beglückt zuschaut.
- Internationaler Fußball, England: Arsenal in der Krise? Zwar gewannen die Londoner, doch gegen den abgeschlagnenen Tabellenletzten Wolverhampton Wanderers benötigten sie 2 (!) Eigentore für den 2:1-Erfolg. Die Leichtigkeit des Seins ist für die Arteta-Truppe dahin. 2 Punkte dahinter lauert Manchester City (3:0 bei Crystal Palace/2 Haaland-Treffer), es folgt das weiter erstaunliche Aston Villa (3:2 bei West Ham United).
Spanien: Mal wieder ein Liga-Sieg für Real, nämlich das mühsame 2:1 bei Alaves. Der Rückstand in der PD auf Barca (2:0 vs Osasuna) beträgt allerdings weiter 4 Punkte.
Italien: Führungswechsel in der Serie A: Inter gewann 2:1 bei CFC Genua und verdrängte die SSC Neapel (0:1 bei Udinese) von der Spitze. Dahinter lauert Lokalrivale Milan, das mit einem 2:2 zu hause gegen Sassuolo seinerseits Rang 1 verpasste.
- Wintersport: Allüberall Weltcup. Ich beschränke mich auf Biathlon in Hochfilzen, wo meinem Namensvetter Philipp Horn im Sprint als Dritter der erste deutsche Podestplatz dieser Saison gelang. Die Frauenstaffel zog am Samstag als Dritte hinter Schweden und Norwegen nach. Ein großartiger Comeback-Sieg gelang der Italienerin Lisa Vitozzi in der Verfolgung, die ein ganzes Jahr verletzt zusehen musste. Ihr Landsmann Tommasso Giacomel wurde Zweiter in der Verfolgung, nachdem er den Sprint gewonnen hat. Schwedinnen und Norweger waren in der Staffel nicht zu bezwingen.
Bei den Skispringern ist derzeit Domen Prevc eine Klasse für sich. Er gewann beiden Wettbewerbe in Klingenthal mit riesigem Abstand. FAst ein schelchtes Omen allerdings für die 4-Schanzentournee zur Jahreswende, weil die Dezember-Triumphatoren fast regelmäßig eher schlecht über die Weihnachtstage kommen. Aber derzeit gibt es am Slowenen kein Vobeikommen, gerade die Österreicher suchen noch die Form der vergangenen Saison (die alledings so unfassbar gut war auch in de Breite, dass das kaum gelingen wird). Die deutschen fahnen halten Phillipp Raimund und auch Felix Hoffmann hoch. Schauederhaft die Auftritte von Andreas Wellinger, der sich erzürnt über sich sich erst mal aus dem Weltcup nahm, um zu trainieren. Wenns hilft …
- Basketball: Der FC Bayern verliert in der Euroleague weiter, diesmal in Dubai. Dort kassieten sie 0,6 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Korb, nachdem sie zu Beginn des letzten Viertels noch mit 12 Punkten geführt hatten. Die K.o.Runde ist schon in weite Ferne gerückt.
Besser läuft es national: In Oldeng´burg siegten die Münchner mit 87:79 und verteidigten die Tabellenspitze vor Sensations-Aufsteiger Trier.
- Handball: Der SC Magdeburg zieht weiter einsam seine Kreise. Auch die schwere Hürde in Gummesbach nahmen die Bördestädter und gewannen mit einiger Mühe mit 32:31. Der Vorsprung auf den zweiten SG Flensburg-Handewitt beträgt 6 Minuspunkte – das ist mehr als eine Vorentscheidung.
von Münchner Löwe | Dez. 9, 2025 | Allgemein, Formel 1, Handball, Wintersport, WM, Wochenrückschau
Lando Norris Formel-1-Weltmeister, die Handballfrauen topp und Seriensiegerinnen bei den Alpinen. Übderhaupt viel Wintersport und Bälle-Kampf in allen Variationen.
Gott sei dank wars langweilig
Vorm letzten Grand Prix in Abu Dhabi war klar: Lando Norris reicht Platz 3, und was geschieht: Lando Norris fährt auf Platz 3 und beschert McLaren den ersten Fahrertitel seit Lewis Hamilton 2008. Ein Rennen ohne große Höhepunkte, dass der Noch-Weltmeister Max Verstppen souverän für sich entschied. Letztlich langweilig, aber Gott sei Dank!
Denn Spannungs-Autoren einer Netflixserie (die die Königsklasse ja so liebgeonnen haben), hätten daraus mehr gemacht. Etwa als Norris nach einem Boxenstopp auf Verstappens Red-Bull-Teamkollegen aufgefahren ist. Ganz schnöde überholen ließ sich der Japaner.
(In einer Netflix-Fiktion wäre er Norris sicher ins Auto gerammt, sodass dieser an die Boxen gemusst hätte und eine unglaubliche Aufholjagd starten müssen. Ehe er dann 2 Runden vor Schluss auf Platz 4 (wie gesagt: Er brauchte Rang 3) liegend wieder auf Tsunoda aufläuft. Kann er ihn überholen? Alles Fiktion).
Norris rettete also seinen Punktevorsprung ins Ziel und holte den ersten WM-Titel seiner Karriere. Die Diskussionen, ob das verdient ist oder nicht, sind ebenso müßig wie die Frage, ob Norris ein „attraktiver“ Weltmeister ist oder nicht viel zu langweilig. Er profitierte ja vor allem von Red Bulls Katastrophenwagen bis zur Sommerpause im August (so dass Versappens Aufjoljagd zu spät kam). Norris profitierte außerdem von dem noch immer sehr rätselhaften Formabbau seines Teakollegen Oscar Piastri, dem ab September fast gar nichts mehr glückte.
Ist Norris der schnellste Fahrer im Feld? Wahrscheinlich nicht, das ist mit ziemlicher Sicherheit der abgelöste Vestappen. Aber das genügt nicht, und um die Wahrheit die Ehre zu geben. Wären die McLarens nicht vor drei Wochen nach dem GP von Las Vegas wegen eines unzulässig abgeschliffenen Ungerbodes disqualifiziert worden, hätten wir gar keinen Showdown mehr gesehen. Alles nur Zufall?
Ich kann mit Weltmeister Norris gut Leben, auch wenn ich Piastri lieber ganz oben gesehen hätte. aber der junge Australier hat es selbst weggeworfen; warum, das wierden er, sein Berater Mark Webber und sein Team McLaren hoffentlich gut analysieren.
Handballerinnen begeistern
Fast mutete der Weg der deutschen Frauen ins Viertelfinale wie ein Spaziergang an. 6 Spiele, 6 völlig ungefährdete Siege: Der Traum von einer Medaille lebt. Es gibt im Team nicht die eine Superstarin, auf die alles angelegt hat. Die Truppe ist sehr homogen, gleichsam sgtark in Abwehr und Angriff, kaum auszurechnen. Wenn ich überhaupt jemanden herasstellen möchte, dann ist das mit Sicheheit die Torfrau Katharina Filter, Kapitänin Antje Döll und Rückraumspielerin Emily Vogel, besser bekannt noch unter ihrem Mädchennamen Bölk. aber auch viele junge Akteurinnen haben ihre Klasse gezeigt.
Heute im Viertelfinale gegen Außenseiter in der erneut ausverkauften Dortmunder Weltfalenhalle ist natürlich großer Druck. Eine Niederlage, und der ganze schöne Eindruck ist futsch. Erstmals im ZDF, das ist auch ungewohnt. Andrerseits lockt das Halbfinale, der größte Erfolg seit Jahrzehnten, und der Dortmunder Heimvorteil ist nicht nur im Fußball, sondern auch im Hanball für das eine oder andere Tor gut.
Robinson und Scheib – im Riesenslalom enteilt
2 Riesenslaloms standen am Wochenende im kanadischen Mont-Tremblant auf dem Programm, und die Siege teilten sich die beiden besten Läuferinnen in dieser Disziplin. Am Samstag triumphierte die Neuseeländerin Alice Robinson, eine Woche nachdem sie schon in Copper Mountain erfolgreich war. Am Sonntag revanchiewrte sich Julia Scheib, die tags zuvor ausgeschieden war und sichewrte sich mit einem unfassbaren zweiten Lauf den zweiten Saisonsieg (nach Sölden zum Auftakt im Oktober). Robinson bestätigte ihre Klasse mit einem dritten Platz, noch hinter der wieder aufstrebenden Sara Hector aus Schweden.
Riesenslalom ist seit Jahren die schwächste Disziplin de Deutschen. So muss Platz 12 für die junge Emma Aicher im 1. Rennen schon als Erfolg gelten (das 2. Rennen verhaute sie völlig und verpasste als 36. gar das Finale der besten 30.
Zweifacher Sieger bei den Männer-Rennen auf pistenbedingt jeweils stark verkürzten Strecken in Beaver Creek schaffte Marco Odermatt. In der Abfahrt am Donnerstag gewann er vor Ryan Cochran Siegle (USA) und AJ Sejerstedt aus Norwegen. Im Reisenslalom rettete er im 2. Durchgang seine komfortable Halbzeitführung gerade noch so ins Ziel vor dem erstaunlich auftrumpenden Italiener Alex Vinatzer (zum ersten Mal auf Weltcup-Podest) Pech (ode vielmehr Unvermögen) hatte Fabian Kratz, der nach seinen tollen Platz 6 zur Halbzeit im 2. Durchgang total verkrampfte und folgerichtig ausschied. Schade, das wäre das sichere Olympia-Ticket gewesen.
Den Sieg im 3. Rennen, den Super-G am Freitag, sicherte sich de österreichische Routinier Vincent Kriechmayr, dem allerdings die frühe Startnummer zupass kam. Die Verhältnisse wurden immer schlechter und nach 32 Fahrern brach die Jury das Rennen ab, genau dann also, damit das Ergebnis bis dato auch gewertet werden kann.
Müller ohne weiteren Titel
Den holte sich im MLS-Finale Inter Miami mit den argentinischen Weltmeistern Lionel Messi und Di Paul eben gegen Mülles Vancouver. Die Partie in Fort Lauderdale war durchaus stimmungsvoll (ein Publikum, das dem Spielgeschehen folgt, was ist das denn?), das Tempo eher überschaubar, vielleicht auch der Winterwärme geschuldet (28 Grad Celsius). Thomas Müller spielte unauffällig, trieb die Kanadier immer wieder an. Die glichen in der 2. Halbzeit eine recht frühe Führung Miamis aus und waren drauf und dran, das Spiel für sich zu entscheiden, doch dreimal innerhalb von Sekunden stand der Pfosten einer Führung im Weg.
Es war dann der immer noch geniale Messi, der mit zwei großartigen Vorlagen (eine davon im Bereich genial, das kann nur er) die Partie mt entschied. Zunächst bediente er mit einem Lochpass den alten Weggefährtgen Di Paul, kurze Zeit später gemeinsam mit Tadeo Allende, einen weiteren argentinischen Landsmann. In dieser Form wird Lionel Messi auch beim WM-Turnier im Sommer dem Titelverteidiger eine wertvolle Stütze sein.
Und sonst?
- Bundesliga: Die Bayern in der Krise, hießt es nach dem mühsamen Weiterkommen im Pokal während der Woche beim 1. FC Union. Die Krise sah dann soh aus, dass die Münchner gleich mit 5:0 beim VfB Stuttgart gewannen auch dank dreier Treffer von Harry kane, obwohl der Engländer erst zur Pause eingewechslet wurde. Schlussmann Manuel Neuer wurde geschon, und prompt blieben die Münchner zum ersten Mal seit Wochen ohne Gegentreffer.
Härtester „Verfolger“ bleibt RB Leipzig nach dem 6:0 über Eintracht Frankfurt, allerdings schon mit 8 Punkten Rückstand.
Im Tabellenkeller bäumt sich der 1. FC Heidenheim auf. Zum 2. Mal in folge gelang in der Nachspielzeit der Siegestreffer, diesmal traf Stefan Schimmer zum 2:1 gegen Freiburg.
Unterschiedlicher Trainereffekt: Der FC Augsburg mit dem alten neuen Coach Manuel Baum gewann mit 2:0 über Bayer Leverkusen, Mainz 05 (Interins-Coach Benjamin Hoffman) unterlag zu Hause Borussia Mönchengladbach mit 0:1.
- Internationale Ligen, England: Das bisher so wouveräne Arsenal kommt in der Premiewr League etwas ins Straucheeln. Die Londoner verloren am Samstag eine spektakuläre Partie bei Aston Villa mit 1:2; der Vorsprung auf Manchester City (3:0 gegen Sunderland auch ohne haaland-Treffer) beträgt nur noch 2 Punkte.
Riesenstress beim FC Liverpool, das bei Leeds United trotz 2:0- und 3:2-Führung nur 3:3 spielte: Der in der vergangenen Saison überragende Mo Salah saß 90 Minuten auf der Bank (völlig verdient wegen akuter Formschwäche) und moserte hinterher aufs übelste gegen Traine Arne Slot. Folge: Suspendierung fürs Champions-league-Spiel bei Inter, und die Zeichen stehen auf vorzeitigem Abschied.
Spanien: Stress, das hat auch de neue Real-Trainer Xabi Alonso. Nsch dem letztlich verdienten 0:2 gegen Celta Vigo gab es neben dem üblichen Miserabel-Verlieren-Könnens (2 Rote Karten, Tumulte auf der Bank) auch schwere Anschuldigungen gegen den Ex-Bayer-Meistertrainer; der angeblich seinen Kader überhaupt nicht im Griff hat. „Er hat die Kabine verloren“, wie das so hübsch heißt. Fortsetzung folgt mit Sicherheit.
Die Gunst der Stunde nutzt der FC Barcelona. Vor einem Monat nach der Niederlage im Clasico noch am Boden, haben die Katalanen jetzt in 5 pargtien insgesamt 9 Punkte gutgemacht auf Real und führen plötzlich in der Primera Division mit 4 Zählern.
- Basketball: Quo vadis, Bayern? Erneute Auswärtsniederlage in der Euroleague, diesmal bei Partizan Belgrad, obwohl dort die Fans nach dem Aus von Trainelegende Sasa Obradovic stinksauer aufs eigene Team sind und zwischenzeitlich sogar die Münchner anfeuerten.
Immerhin: In der BBL läuft es gut, denn dort verteidigten die Bayern die Tabellenführung durch einen Heimerfolg über Pokalsieger Mitteldeutscher BC.
- Wintersport: Ich beschränke mich auf die ersten Einzelrennen im Biathlon, wo bei den Frauen mein finnisch-österreichisches Herz vergnügt klopfte. In Östersund feierte Suvi Minkkinnen im Sprint ihren ersten Weltcupsieg, in der Verfolgung war Lisa Theresa Hause nach einer makellosen Schießleistung nicht zu schlagen, allerdings nur, weil die bis dato Führende Minkkinen ihren allerletzten Schuss verfehlte..
Bei den Männern dominieren die Norweger weiter trotz des Abfangs der Bö-Brüder Tarjej und Johannes Tignes. Johan Olav Bodn, vor dieser Saison aus dem EBU-Cup-Team hochgezogen, triumphierte in Einzel und Sprint. Erstaunlicherweise landete in der Verfolgung kein Norge-Läufer, sondern der Franzose Quentin Fillot-Mallet ganz oben auf dem Stockerl. Deutsche Podestplätze bei Frauen und Männern weit entfernt, zum ersten Mal seit 2019 bei einem Saisonauftakt.
von Münchner Löwe | Nov. 30, 2025 | Biathlon, bundesliga, Formel 1, Frauen-WM, Fußball, Handball, ski alpin, Wintersport, Wochenvorschau
Formel-1-Showdown in Abu Dhabi, Pokal-Viertelfinale und vielleicht heikle Beschlüsse der Innienministerkonferenz zu Fußballspielen. Dazu am Freitag die Auslosung für die Fußball-WM in Washington – ohne Iraner, dafür vielen korrupten Funktionären.
Verstappen siegt und hofft
Der letzte Grand Prix bringt die Entscheidung. 3 Fahrewr dürfen noch auf den WM-Titel hoffen. Die besten Chancen hat Lando Norris, obwohl diese am Sonntag die größte Enttäuschung hinnehmen musste. Nach der total missglückten McLaren-Taktik wurde er nur Vierter, während Titelverteidiger Max Versappen im Red Bull den nächsten Sieg einheimste vor Norris´Teamkollegen Oscar Piastri (wbenso Oper der Taktik). Norris hat alle Trümpfe in der eigenen Hand. 12 Punkte hat er gegenwärtig Vorsprung auf Verstappen, sogar 16 sind es auf Piastri. Das bedeutet:
Norris wird Weltmeister
- wenn er vor Verstappen und Piastri landet.
- wenn er gewinnt oder mindestens Dritter wird
– gewinnt Verstappen, muss er mindestens Dritter werden
– gewinnt Piastri, reicht sogar Rang 6.
Verstappen wird Weltmeister, wenn
- er gewinnt und Norris nicht unter die besten Drei kommt
- er auf Platz 2 kommt, Piastri nicht gewinnt und Norris nicht unter die besten Siegen kommt
- er mauf Platz 3 kommt, Piastri nicht gewinnt und Norris bestenfalls Achter wird.
- er auf Platz 4 kommt, Norris nicht punktet (kein Top-10-Platz) und Piastri nicht mindestens Zweiter wird.
Piastri wird Weltmeister
- wenn er gewinnt, Norris nicht unter die besten Fünf kommt.
- er Zweiter wird, Verstappen bestenfalls Vierter wird und Norris höchstens Neunter.
Pokal-Revanche in Dortmund
Schlager des Achtelfinals ist ohne Zweifel die Partie zwischen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen. Im Westfalenstadion kommt es am Dienstag zur Revanche der Bundesliga-Partie vom Samstag, das die Dortmunder mit 2:1 für sich entschieden. Anstoß ist erst um 21 Uhr, das dürfte dem vorher stattfindenden Nations-League-Finale der deutschen Frauen gegen Spanien in Madrid (siehe unten) geschuldet sein. Ich sehe das Spiel zwischen den beiden nach Bayern besten deutschen Teams (trotz RB Leipzig) völlig offen.
Die Bayern wollen im Pokal mal wieder überwintern. Ausgerechnet beim 1. FC Union müssen sie antreten. Die Berliner sind bisher die einzige nationale Mannschaft, gegen die der Meister seit Saisonbeginn Punkte gelassen hat. Die absolute Topfom scheint mir beim FCB verloren, vielleicht fordert jetzt eben doch die Club-WM und der recht kleine Kader ihren Tribut. Trotzdem sind die Münchner im Stadion An der Alten Försterei natürlich (natürlich!) klarer Favorit.
Brisante IMI-Konferenz
Die Minister tagen ab Mittwoch, und unter anderem steht ein Strauß von Maßnahmen gegen die angeblich uferlose Gewalt in Fußball-Stadien auf der Agenda. Im Gespräch sind unter anderem personalisierte Tickets und erkennungsdienstliche Maßnahmen durch KI. Was mir am übelsten aufstößt: Die Vereine respektive die DFL soll zu Stadienverboten aufgrund des bloßen Verdachts (und zudem evtl. noch als Kollektivstrafe ausgesprochen) genötigt werden. Gegen diesen rechtsstaatlichen Irrsinn wehren sich gerade die Fans (mit Schweigen in den ersten 12 Minuten/12. Mann und so). Sollte uns alle angehen, weil die Herrschaften Innenminister (beileibe nicht nur die Unionisten) den Fußball und sein Umfeld gerne als Versuchsballon für ihre Maßnahmen betrachten.
Ich finde im übrigen nicht, dass die Gewalt in den Stadien derart zugenommen hat, dass derart drastische Maßnahmen notwendig sind. Inakzeptable Aktionen wie das Abschießen von Feuerwerkskörpern in vollbesetzte Tribünen sind natürlich konsequent zu verfolgen. Leider gebären sich Fußball-Fans gerade auf den Fahrten zu Spielen für andere Bahn-Gäste schlicht indiskutabel (kein Mensch bei Sinnen steigt in einen Zug mit hunderten besoffenen, gewaltbereiten, nahezu ausschließlich Männern!). Mal sehen, wass von den dickhosigen Ankündigungen auch von SPD-Politikern übrig bleibt, dann gehe ich auch näher auf die Maßnahmen ein.
Todesgruppe oder Spaziergang?
Die WM in Amerika wird am Freitag konkrete Konturen annehmen. Dann nämlich erfolgt in Washington die Auslosung de 12 WM-Gruppen à 4 Mannschaften, und die Teilnehmer wissen, wohin die Reise im riesigen Amerika sie führt: Kanada, Mexiko, USA West oder Ost, Süd oder Nord.
Die Deutschen sind in Top 1 gesetzt, treffen vorerst also nicht auf ultrastarke Teams wie Spanien, England, Frankreich und Argentinien (das sind zurzeit meine engsten Turnierfavoriten, liebe Brasilianer und Holländer). Dennoch könnte die Nagelsmann-Truppe etwa auf Uruguay, Elfenbeinküste und Italien treffen (heftig-herb) oder auf Iran, Neuseeland und Curacao (süß).
Ein Weiterkommen ist so oder so Pflicht, da insgesamt neben den ersten Zwei jeder Gruppe auch die acht (!) besten Gruppendritten weiterkommen. Danach folgen gleich 5 (!) K.o-Runden bis zum Titelgewinn. Der Weltmeister benötigt also erstmals 8 Spiele.
Das Sportliche ist das Eine, die politische Dimension das Andere. Und da hat die US-Regierung mit dem Ausschluss der iranischen Delegation, deren Vertreter allesamt kein Visum erhalten haben, ein deutliches Zeichen gesetzt, wohin die Reise geht: Der US-Gastgeber schafft an. Ein absolutes NoGo bei einer solchen Großveranstaltung, doch weder FIFA und ihr Trump-Speichellecker Präsident Präsident Infantino noch die Verbände haben auch nur ein Wort des Protests erhoben. Da das Ganze in Washington stattfindet, ist es durchaus wahrscheinlich, dass Top-Terrorist und Massenmörder Trump (die auf seinen Befehl gesprengten Boote mit 100 Toten und mehr vor Venezuela sind nichts anderes als Mord) sich persönlich die Ehre gibt. Niemand der Top-bezahlten Funktionäre wie DFB-Präsident Bernd Neuendorf (300.000 Euro netto plus üppiges Tagesgeld plus Unterbringung in Luxushotels plus andere Annehmlichkeiten aller Art) will es sich verscherzen. Die Gier bei gleichzeitiger Unfähigkeit kennt hier wirklich keine Grenzen.
Beaver Creek, leider abgespeckt
Die Ski-Abfahrtsstrecke „Birds of Prey“ gehört zu meinen Lieblingen. Doch akuter Schneemangel auch in den USA haben eine Änderung des Programms erforderlich gemacht. Die Männer-Abfahrt am Donnerstag fällt komplett aus, die am Freitag findet auf verkürzter und verändeter Strecke statt. Dazu ein Super-G und ein Riesenslalom am Samstag und Sonntag.
In den vergangenen Jahren waren die Schweizer in den Speed-Disziplinen eine Klasse für sich. Doch außer Marco Odermatt (trotz des Ausscheides im Riesenslalom in Copper Mountain) havben die Eidgenossen noch nicht zu ihrer Form gefunden).
Die Frauen müssen auf Speed noch verzichten. Für sie stehen im kanadischen Tremblant 2 Riesenslaloms auf dem Programm. In dieser Disziplin bisher Top: die Österreicherin Julia Scheib (1 Sieg, 1 Zweiter Platz) und die Neuseeländerin Alice Robinson (1 Sieg).
Fußball-Frauen spielen um Titel
Im Nations-League-Finale steht am Dienstag (18:30) das Rückspiel zwischen Spanien und Deutschland an. Dasa Hinspiel am Freitag in Kaiseslautern endete 0:0, wobei die Gastgeber eine bärenstarke Leistung zeigten, nur das Toreschießen vergaßen. Ich selbst havbe die Partie wegen eines Konzertbesuchs nicht gesehen, aber alle Kommentatoren bescheinigten der Truppe von Cjhristian Wück einen sehr Auftritt, der sich halt nicht in Zahlen widerspiegelte. Ob das im Madrider Metropolitano, der so stimmungsvollen Heimstätte von Atlético) wiederholen lässt, ist die große Frage. Noch einmal werden sich die spanischen Starspielerinnen innen Putellas und Bonmati wohl nict auf der Nase herumtanzen lassen.
Für die Handball-Frauen wird es ernster
Sie bestreiten die WM-Hauptrunde in Dortmund mit Partien gegen Spanien, die Färingerinnen und Montenegro. Platz 1 oder 2 müssen her in der Sechsergruppe fürs Minimalziel Viertelfinale (die 2 Siege gegen Serbien und Island werden mitgenommen). Sollte machbar sein, obwohl sich WM-Neuling Färöer bisher fantastisch schlägt mit einem sieg über Spanien.
Franziska Preus auf Mission Titelverteidigung
Nach den Biathlon-Staffeln vom Wochenende finden in Östersund die ersten Einzel-Wettbewerbe für Frauen (und Männer) statt. Auf der Agenda steht das volle Programm mit Einzel (Di., Mi.), Sprint (Fr., Sa.) und Verfolgung (beide So.). Es gilt, gut in die Saison hineinzukommen.
Gibt es wieder einen Zweikampf Preus gegen Jaquemot, der in der vergangenen Saison erst in der letzten Kurve entschieden wurde zu Gunsten der Deutschen. Welche andere Französin des trotz der internen Zwistigkeiten so unfassbar starken Teams (Simon? Braizat-Bouchet??) kann eingreifen? Machen die deutschen Talente (Grothar) weiter Boden gut?
Extrem der Aderlass bei den Norwegern, die nach dem Rücktritt die beiden Böe-Brüder Johannes-tignes und Tarjej ersetzen müssen.
Laura Dahlmeier schaut hoffentlich vom Himmel aus zu.
Und sonst?
- Bundesliga: Schlager des 13. Spieltags ist der Südgipel zwischen dem VfB Stuttgart und Meister FC Bayern. Das ist ja auch eine At Familientreffen zwischen Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß und dem sehr viel beühmteren Bayern-Onkel Uli (nominell „nur“ noch Ehrenmitglied, tatsächlich immer noch der mindestens Mit-Herrscher). Wie oben erläutert, sehe ich die Münchner nicht mehr völlig unangetastet, der VfB hat sich trotz des Abgangs von Nick Woltemade gefunden und könnte durchaus Ärger bereiten.
Nominell das Topspiel ist die Begegnung zwischen RB Leipzig und Eintracht Frankfurt (Sal., 18:30). Die Frankfurter zuletzt in der Liga zumindest ergebnismäßig wieder auf Kurs, das gilt erst recht für die Bullen, immerhin auf Platz 2 der Liga.
Im Blickpunkt steht nach 7 Jahren Pause auch das Nordderby zwischen dem HSV und Werder Bremen, wobei die Partie nicht mehr die Brisanz hat wie bei der Viererserie 2009 (Stichwort: Papierkugel).
- Internationaler Fußball, England: Gleich 2 Spieltage stehen in der Premier League an, die berühmte Entlische Woche. Spitzenreiter FC Arsenal empängt am Mittwoch den FC Brentford und hat am Samstag (13:30) eine durchaus heikle Aufgabe bei Aston Villa. Meisetr Liverpool muss gegen Sunderland (Di., 21:15) und bei Leeds United (Sa., 18:30) seine Form finden.
Spanien: Knifflige Auswärts-Aufgaben für den FC Barcelona (Betis Sevilla) und Atlético (Athletic Bilbao). Real empfängt Celta Vigo (So., 21:00).
Italien: Meister Napoli gegen Rekordmeister Juventus (So., 20:45), immer ein reizvolles Duell Süd gegen Nord. Die Alte Dame aus Turin allerdings auf Formsuche (zurzeit nur auf Platz 7).
- Basketball: Die deutschen Weltmeister bestreiten in der WM-Qualifikation nach dem Heimsieg über Israel die Pflichtaufgabe auf Zypern (Mo., 18:00).
In der Euroleague müüsen die Münchner in der extremstimmungsvollen Belgrader Halle bei Partizan unbedingt mal wieder einen sieg landen, um die Playoff-Plätze nicht fcrühzeitig aus den Augen zu verlieren.
- Handball: Der SC Magdeburg hat gegen FA Göppingen die nächste machbare Aufgabe. Die Meisgterschaft rückt jetzt schon nahe, weil die Verfolger Flensburg-Handewitt und THW Kiel überraschend Federn lassen.
- Wintersport: Das volle Programm: Skispringer (Trondheim), Langläfer und Kombinierer (WM-Ort Trondheim), Eisschnelllauf (Heerenveen). ZDF und Eurosport mit ewigen Sendestrecken (nicht nur) am Wochenende.
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