von Münchner Löwe | Juni 2, 2025 | Allgemein, basketball, Fußball, Golf, Handball, Radsport, Wochenrückschau
Giro-Entscheidung und der erste Leichtathletik-Höhepunkt des Jahres. Und die deutschen Handball- und Basketball-Ligen nähern sich dem Ende. Ach ja, das Münchner Champions-League-Finale
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Wenn zwei sich streiten, freut sich der Yates
In ganz dürren Worten: Simon Yates hat den Giro d´Italia gewonnen. Aber was für ein Drama hat sich da in der vorletzten Etappe abgespielt, die diesen Triumph des Briten erst möglich gemacht hat.
Drei Fahrer hatten vor diesem Teilstück mit dem brutalen Anstieg um Col de Finestre noch Siegchancen. Die besten naturgemäß der Mann in Rosa, Isaac Del Toro, der mit 32 Sekunden vor Richard Carapaz (Ecuador) und einer Minute auf Yates führte. Am Col di Finestre versuchte Yates sein Glück und sprang vom Duo DelToro/Carapaz weg. Der Vorsprung stieg und stieg, weil das Verfolger-Duo sich in der Verfolgungsarbeit nicht einig war. Das ist nämlich die große Kunst im Radsport, Gemeinschaften auch mit dem härtesten Konkurrenten schmieden. In diesem Fall hätte das geheißen. Beide verrichten gleich viel Führungsarbeit.
Doch gerade Carapaz dachte gar nicht daran. Vielleicht war er wirklich mit den Kräften am Ende, das bezweifle ich. Sein Standpunkt: Ob ich Zweiter oder Dritter werde, ist mit eher gleichgültig, aber für Del Toro geht es um den Sieg. Der aber wollte den Hauptkonkurrenten nicht mitziehen lassen, vielleicht auch aus Angst, er könne ga z am Ende von diesem abgehängt werden. Anders als der
So baute Yates seinen Vorsprung auf mehr als 5 Minuten auf Del Toro/Carapaz aus, die ihn zum Gesamtführenden machten. Auf der Ehrenetappe durch Rom ließ er nichts mehr anbrennen und schnappte sich also den ersten Sieg bei einer großen Länderrundfahrt.
Ausgerechnet der Col de Finestre, als er vor 7 Jahren im Rosa Trikot mehr als 40 Minuten verlor. „Wir waren vielleicht die Stärksten, aber nicht die Intelligentesten“, räumte Carapaz ein. Wahr gesprochen.
Ein Fest des Mehrkampfes
Zum wiederholten Mal traf sich ein großer Teil der Weltelite zum Meeting im beschaulichen Götzis und zum wiederholten Mal gab es vor eine Rekordkulisse von 15.000 Zuschauern Top-Leistungen. Bei den Frauen triumphierte Anna Hall mit dem Meeting-Rekord von 7023 Punkten, mit der sie sich auf Platz 2 der All-time-Bestenliste hinter der unglaublichen Jackie Joyner-Kersee (mit 7291 Punkten in einer anderen Welt) schob. Beste Bedingungen (Wetter, Konzentration nur auf Mehrkampf) halfen. Unfassbar ihre 2:01,23 im abschließenden 800-Meter-Lauf, so schnell war noch keine Frau bei einem Siebenkampf.
Bei den Männern „hielt“ die 9000-Punkte-Grenze. Sander Skotheit gewann mit dennoch erstklassigen 8909 Punkten vor dem US-Amerikaner Kyle Garland (8626). Leo Neugebauer, der eigentlich die 9000 Zähler anpeilte, musste sich mit Platz 5 und 8555 Punkten mit Platz 5 begnügen, knackte aber wie sein Landsmann Niklas Kaul (3. mit 8575) die WM-Norm. Die Atmosphäre war mega“, bilanzierte der Olympiazweite sein Götzis-Debüt.
Füchse unaufhaltsam
Zum Endspiel um die Meisterschaft erkoren die Experten die Handballpartie Füchse Berlin gegen MT Melsungen. Das Duell der beiden punktgleichen Teams an der Tabellenspitze entschieden die Hauptstädter klar mit 37:29 für sich. Auch am Sonntag in Stuttgart ließen sie mit einem souveränen 35:20-Erfolg nichts anbrennen. Härtester Verfolger ist jetzt der SC Magdeburg einen Zähler und dem nicht mehr einholbar schlechteren Torverhältnis hinter Berlin. 2 Spieltage stehen noch aus, die Füchse spielen am Donnerstag gegen Gummersbach und am Sonntag bei den extrem schwächelnden Rhein-Neckar Löwen. Der erste Titel scheint also ganz nahe.
Und sonst?
- Conference League: Der FC Chelsea gewann in einer unterhaltsamen Partie das Finale in Wroclav gegen Betis Sevilla. In der 1. Halbzeit waren die Andalusier klar das bessere Team und führten auch mit 1:0, doch im 2. Durchgang hatten sie dem effizienten Spiel der Londoner nichts mehr entgegenzusetzen. Chelsea gewann 4:1 und ist das erste Team, das jetzt alle vier europäischen Pokale in der Vereinsvitrine stehen hat
- BBL: Überraschung im 1. Halbfinale: Der FC Bayern verlor die erste von maximal 5 Halbfinal-Partien zu Hause gegen Heidelberg mit 90:95. Ein gewisser Druck für die Müncher besteht also vor dem 2. Spiel am Mittwoch in Heidelberg. Mit etwas Mühe wurde dagegen ratiopharm Ulm gegen Würzburg seiner Favoritenstellung gerecht.
- Golf: Der nächste Triumph von Scottie Sheffler nach den PGA Championships. Gleich mit 4 Schlägen Vorsprung sicherte er sich das Memorial Tournament vor US-Landsmann Benjamin Griffin und dem erneut sehr starken Sepp Straka aus Österreich.
Bei den Austrian Open feierte der Deutsche Nico von Dellinghausen einen feinen Sieg, der ihm die europäische Tourkarte für 2026 sicherte, das Wichtigste für einen aufstrebenden Golfprofi.
- Verletzungspech: Die deutsche Basketball-Kapitänin Marie Gülich zog sich einen Kreuzbandriss zu und wird bei der Heim-EM fehlen. Ein schwerer Rückschlag fürs Team, zumal auch WNBA-Legionärin Satou Sabally ihre Teilnahme abgesagt hat.
von Münchner Löwe | Juni 1, 2025 | Fußball
Das Champions-League-Finale in München war so einseitig wie noch nie. 5:0 hieß es am Ende für Paris Saint Germain gegen Inter Mailand, und das Ergebnis schmeichelte den Italienern sogar noch ein wenig, da PSG enormen Chancenwucher betrieb, namentlich Khvicha Kvaratskhelia, jener ansonsten famose Georgier, der im Winter zu den Parisern wechselte.
Es war ein Fest des Fußballs, so man nicht Fan der Italiener war oder ein spannendes Spiel für das einzig Wahre hält (für beides lassen sich gute Gründe finden). Was PSG auf dem Rasen der Münchner Arena zauberte, haben auch die verwöhnten Bayern-Fans noch selten gesehen. Hier spielte wirklich ein Team: ein Team mit hochkarätigen Spielern selbstverständlich, herausheben möchte ich den grandiosen Portugiesen Vitinha. Aber alle Elf Profis auf dem Feld (inklusive der Eingewechselten also 16) hatte den Mannschaftsgedanken als erste Idee.
Exemplarisch das 1:0, eine grandiose und im höchsten Tempo vorgetragene Ballstafette über vier Stationen, die Achraf Hakimi letztlich vollenden durfte. Aber welch eine Uneigennützigkeit zeigte da Desire Doué, der selbst in sehr guter Schussposition war und doch den noch besser stehenden Marokkaner bediente. Der 19-jährige Doué ist vielleicht das aufregendste und begabteste Talent dieser an Talenten so reichen Mannschaft, und er hielt sich dann mit zwei Treffern zum 2:0 und 3:0 schadlos. Die späten Treffer von Kvaradona, wie die Napolitaner Kvaratshkelia tauften, und dem ebenfalls erst 19-jährigen Senny Mayulo führten dann zum höchsten Endspielergebnis in der Geschichte der Champions League inklusive des Vorgängers Europacup de Landesmeister.
Fußball zum Verlieben, titelte ich. Und Architekt dieser rauschhaften Mannschaft ist der Asturier Luis Enrique. Er hat es mit PSG geschafft, was alle seine Vorgänger nicht geschafft haben, seitdem das Emirat Katar in Person von Nasser al-Khelaïfi den Club 2011 übenommen hat. Europas Krone zu holen. Ironischerweise eben genau zu dem Zeitpunkt, als mit Kylian Mbappé der letzte der so glorreichen Spieler den Club verlassen hatte. Sie hatten es ja mit den größten Stars versucht: Lionel Messi von Barcelona geholt, Neymar für die immer noch bestehende Rekord-Ablöse von 222 Millionen ebenfalls von Barca und eben Mbappé, der gemeinhin als bester Fußballer der Welt gilt. Nur spielten die Stars halt eher für sich als fürs Team, gerade das Verteidigen sagte ihnen ehe weniger zu. Luis Enrique sah sich das ein Jahr an, dann ließ er Superstar Mbappé ziehen.
Das hätte auch schiefgehen können. Gerade der Herbst verlief mehr als stockend, und nur mit große Mühe und dank eines 4:1 im letzten Vorrundenspiel beim VfB Stuttgart erreichten die Pariser überhaupt erst die K.o.Runde der Königsklasse. In der dann plötzlich fast alles lief. Nacheinander wurden die englischen Clubs FC Liverpool, Aston Villa und FC Arsenal eliminiert. Und vorne wurde ein Bekannter mit allerdings üblen Ruf zum Symbol des neuen PSG. Ousmane Dembélé, ein genialer Wahnsinniger. Bei Dortmund streikte er sich zum FC Barcelona weg, dort schaffte er nie den wirklichen Durchbruch. Jetzt ist er der Vorzeigeprofi, wie auch Enrique herausstellte. „Wie er als Stürmer immer und immer wieder anläuft, dafür hat er den Ballon dÒr verdient“, schwärmte der Spanier. Dembélé musste diese Art Fußball erst lernen, im Gegensatz zu Mbappé zeigte er sich lernwillig.
Und dann gab es den Moment, wo plötzlich alles so unwichtig erschien. Als die Paris-Fans ein riesiges Banner entrollten, das Luis Enrique mit seiner Tochter Xana zeigte, die im Alter von 9 Jahren nach langem Leiden an Knochenkrebs gestorben war.
https://www.stern.de/sport/fussball/champions-league–fans-gedenken-bei-finale-gestorbener-9-jaehriger-xana-35770958.html
Wie jede gute Liebesgeschichte gibt es natürlich bei meiner Hommage an PSG einen kleinen Haken (für viele ist das ein riesengroßer Balken). Es sind die Katar-Millionen, vielleicht sogar -Milliarden, die dieses Fußball-Märchen in Paris erst möglich gemacht haben. Katar, dieser Unrechtstaat, der Ausrichter der WM 2022, wo so viele Gastarbeiter beim Stadionbau zu Tode kamen, ohne dass es wirklich jemanden interessierte, zumindest nicht auf Dauer.
Es gibt nicht wenige Fußball-Fans, die aus eben diesen Grund PSG und andere Scheichclubs (Manchester Cityx etwa) per se ablehnen und nicht gucken. Dagegen ist absolut nichts einzuwenden. Wer allerdings Fußball auf allerhöchstem Niveau genießen will, wird feststellen, dass praktisch jeder Spitzenclub allein dem Gelde nachrennt. Die einen ließen sich von Gazrom bezahlen (lange Zeit Schalke), andere haben amerikanische Besitzer (die Hälfte der Premier-League-Clubs). Und auch Inter wurde zum Spielball chinesischer Investoren. Die Bayern? Sind in der Bundesliga finanziell dermaßen überlegen, dass es geradezu lachhaft ist. Und wenn ihnen die FIFA jetzt bei der Club-WM weitere Abermillionen in den Rachen zwängt, dann tut das ein Karl-Heinz Rummenigge als Petitesse ab.
Will sagen: Natürlich betreiben die Kataris und noch mehr die Saudis Sportswashing (wahrlich nicht nur im Fußball!) Das stört mich enorm, aber die guten alten Zeiten, die auch nie wirklich gut waren, kommen nicht wieder zurück. Und eines muss ich halt den Scheichs zugestehen. Was sie machen, das machen sie konsequent.
von Münchner Löwe | Juni 1, 2025 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA und NHL
Die Indiana Pacers haben den Einzug in die Finals zu Hause klargemacht. Der Erfolg gegen die New York Knicks war nie gefährdet.
Insgesamt lässt sich über die Conference Series in NBA und NHL sagen: Wirklich spannend war nur wenige Serien. Spiel 7 ist eine aussterbende Spezies, nur 6 der insgesamt 28 Play-off-Serien gingen über die volle Instanz.
INDIANA PACERS – New York Knicks 125:108 (4:2)
Bis zur Pause konnten die Knicks in ihrem potenziellen Ausscheidungsspiel mithalten, dann wurden sie vom Tempo der Pacers überrollt und mussten die Überlegenheit des Gegners akzeptieren. Zu fehlerhaft in der Abwehr und einige Schwachpunkte waren letztlich nicht zu kompensieren.
Es war ein teilweise wildes Spiel mit erstaulichen Spilerrotationen. Nicht viel Rhythmus, sehr viel Intensität. Die Paxers fanden ein probates Mittel gegen Jalen Brunson, dem sie das Leben bei jedem Ballbesitz sehr schwer machten. Erfolgreich nahmen sie damit dem Spielmacher die Lust am Spiel, der gleich 5 Ballverluste produziert, aber nur 19 Punkte auflegte, für ihn eine bescheidene Ausbeute.
Bester Mann der Sieger
Pascal Siakam: Schon in der 1. Hälfte war der Kameruner der ruhende Pol. Gerade seine 8 Punkte zu Beginn des 3. Viertels läuteten die Vorentscheidung ein. Am Ende standen bei ihm 31 Zähler auf dem Scoreboard.
Stark beim Verlierer
OJ Amunoby: Er wehrte sich nach Kräften, schuftete in Abwehr (2, Blocks, 2 Steals) und Angriff (24 Punkte, 3 Offensiv-Rebounds) gleichemaßen.
X-Faktor
Die Unauffälligen: An Obi Toppin und Thomas Bryant liefen die Play-offs bis dato ziemlich vorbei. Jetzt streute Bryant 3 wichtige Dreier ein, und Toppin beeindruckte mit 18 Punkten und einer Worfquote von 63,6 Prozent.
Zahlereien
5 erfolgreiche Würfe nur trafen die Knicks-„Ersatz“-Spieler, davon Landry Shamet gleich 4/7 Dreier. Das alte Problem der Knicks, dass von der Bank zu wenig kommt.
Ausblick der Sieger
Allein der Finaleinzug ist ein Riesen-Erfolg für das Pacers-Team, den ihm vor den Pölay-offs wohl niemand zugetraut hätte. Auch jetzt gegen den Liga-Primus Oklahoma City Thunder gelten sie als klarer Außenseiter. Doch von vornherein abschreiben würde ich sie zu keiner Sekunde. Zumal sie mit Pascal Siakam einen Spieler in ihren Reihen haben, der aus Toronto-Zeiten 2019 weiß, wie Finalserie geht.
Und die Verlierer?
Letztlich sind bei den Knicks alle Zutaten für eine erfolgreiche Mannschaft da: ein überragender Brunson, gute Flügelspieler (Amunoby, Bridges), starke Rebounder (Towns, Robinson) und alle Schlüsselspieler sind gerade im besten Basketball-Alter. Was fehlt, ist ein bisschen Breite, mehr Variabilität, aber Coach Tom Thibedeau ist nicht für lange Line Ups bekannt. Das war eh schon erstaunlich, wer da plötzlich alles auf dem Parkett stand. Und die Aussetzer in der Defense müssen weniger werden.
Ansetzungen NBA Finals
- Spiel: Fr., 02:30: Thunder – Pacers
- Spiel: Mo., 02:30: Thunder – Pacers
- Spiel: Do., 02:30: Pacers – Thunder
- Spiel: Sa., 02:30: Pacers – Thunder
- Spiel: Di., 02:30: Thunder – Pacers *
- Spiel: Fr., 02:30: Pacers – Thunder *
- Spiel: Mo., 02:00: Thunder – Pacers *
* falls erforderlich
von Münchner Löwe | Mai 31, 2025 | Allgemein
Mit einem Tag Verspätung, man möge es mr vezeehen. Ich war am Freitag auf einer ser schönen wie ergreifenden Trauerfeier anlässlich einer Waldbestattung eines guten Freundes.
Blick über den Teich, NBA und NHL
Wenigstens ein 6. Spiel in den Conference Finals ist uns heute Nacht vergönnt, weil die New York Knicks die Indiana Pacers bezwingen konnten. Die Edmonton Oilers hingegen fixierten den Einzug ins Stanley-Cup-Finale, wo sie ab Mittwochnacht wie im vergangenen Jahr auf die Florida Panthers treffen.
New York Knicks – Indiana Pacers 111:94 (2:3)
Eis seltsames Spiel, ein sehr seltsamer Auftritt der Pacers, di von Beginn an nicht so recht bei der Sahce waren. Angefangen bei Tyrese Haliburton, fast als wolle er mit seiner schwachen Leistung all seine Zweifler bestätigen, die nach seiner Gala im Spiel zuvor schon verstummen wollten. Die Knicks mussten gar nicht die Bäume vom Himmel spielen, um sich schon früh eine Führung zu erarbeiten. Pacers-Coac h nahm zwar eine Auszeit nach der anderen, doch am lethargischen Auftritt änderte sich wenig.
Trotzdem es zur Pause nur 56:45, angesichts der Aufholjagden in diesen Play-offs kein Vorsprung, doch nie kamen gerieten die Knicks auch nur ansatzweise in Verlegenheit.
Bester Mann der Sieger
Jalen Brunson: Von Beginn an d war der Spielmacher voll auf der Höhe (14 Punkte im 1. Viertel und dabei sehr treffsicher mit 6 von 9).Eine tolle Energie, die er immer zeigt und diesmal nicht mit so vielen dummen Fouls, die ihn oft in Probleme bringen
Stark beim Verlierer
Bennedict Mathurin: Der Lichtblick mit 23 Punkten. Der Rookie des vergangenen Jahres könnte noch seh wichtig werden für die Pacers.
Zahlereien
7 Würfe nur nahm Tyrese Haliburton, von denen 2 trafen. Am Ende standen nur 8 Punkte und auch nur 6 Assists im Boxscore des Pacers-Stars
9 Spieler bei den Knicks hatten am Ende 10+Minuten auf dem Parkett verbracht. Ungewöhnlich ist diese Anzahl für Trainer Tom Thibedeau, der am liebsten sich auf bestenfalls 7 Profis beschränkt. Sein Gegenpart Rick Carlisle setzte gar 10 Spieler 10+Minuten ein und insgesamt sage und schreibe 13.
Deutsche Brille
Ariel Hukporti durfte zum ersten Mal überhaupt bei den Play-offs ran. Mit seinem einzigen Wurf traf er einen Zweier (nicht spielentscheidnd, aber immerhin).
Ausblick
Heute Nacht also Spiel 6 in Indianapolis, und da werden wir aller Wahrscheinlich nach ein anderes Pacers-Team sehen. Ich würde sie favorisieren (erst recht für den Aufstieg ins Finale), aber chancenlos sind die Knicks absolut nicht.
Ansetzungen
So., 02:00: Pacers – Knicks (3:2)
Di., 02:00: Knicks – Pacers (falls erforderlich)
EDMONTON OILERS – Dallas Stars 6:3 (4:1)
früh stellten die Oilers die Weichen auf Sieg und führten nach 8 Minuten bereits mit 3:0. Zwar kam Dallas noch mal auf 2:3 und 3:4 heran, doch am Sieg der Kanadier gab es eigentlich nie vernünftige Zweifel. Überraschend problemlos (vor allem, wenn ich die erste Niederlage bedenke) überwand Edmonton die Conferece-Hürde Dallas und trifft jetzt (wie im Vorjahr) auf die Florida Panthers
🇩🇪 👓
Leon Draisaitl hatte zwei Assists zum 1:0 und 5:3. Wie immer für keinen (Defensiv)Zweikampf zu schade. Erstaunlicherweise ohne einen Schuss aufs Tor.
Meine 🇫🇮
Auf Dallas-Seite Roope Hintz (1 Tor) und Mikko Rantanen (1 Assist). Gerade für Rantanen lief die Serie nach siner Punkteflut zuvor eher enttäuschend. Kasperi Kapanen traf für Edmonton ins leere Tor zum Endstand von 6:3.
Ausblick
Jetzt also das Rematch Oilers – Panthers um den Stanley Cup. Zum 11. Mal in der Geschichte treffen die gleichen Finalisten in zwei Saisons in Folge aufeinander.. Der Unterschied zu 2024: Diesmal haben die Oilers Heimvorteil. Allerdings zählt dieser gerade in dieser Saison wenig. Die Oilers gewannen alle 3 Play-off-Serien als „Auswärtsteam“, die Panthers zweimal.
Was für die Oilers spricht: Ihre Abwehr samt Torwart Scottie Skinner wirkte zuletzt sehr gefestigt.
Termine
1. Spiel: Do., 02:00: Oilers – Panthers
2. Spiel: Sa., 02:00: Oilers – Panthers
3. Spiel: Di., 02:00: Panthers – Oilers
4. Spiel: Fr., 02:00: Panthers – Oilers
5. Spiel: So., 02:00: Oilers – Panthers *
6. Spiel: Mi., 02:00: Panthers – Oilers *
7. Spiel: Sa., 02:00: Oilers – Panthers *
* falls erforderlich
von Münchner Löwe | Mai 29, 2025 | Allgemein, basketball, Eishockey, NBA, NHL
Blick über den Teich, NBA und NHL
Je ein Finalist in den beiden Ligen steht schon fest. Während die Thunder mit den Minnesota Timberwolves kurzen Prozess machten, benötigten die Florida Panthers bei den Carolina Hurricanes viel Stehvermögen.
OKLAHOMA CITY THUNDER – Minnesota Timberwolves (Endstand: 4:1)
Keine Spannung, nirgends. Bereits nach einem Viertel war eine Vorentscheidung für OKC (26:9) gefallen, und zur Pause waren alle Messen gesungen (75:32). In der praktisch bedeutungslosen 2. Hälfte gelang es den Timberwolves wenigstens, das Ergegnis in halbwegs erträglichen Grenzen zu halten.
Offensiv ein Offenbarungseid war die Leistung der Gäste im ersten Abschnitt. Gespenstische Zahlen: 9 Punkte, 3/20 Würfe, davon 1/9 Dreier und nur ein einziger Assist. Nur die Abwehr hielt einigermaßen dagegen, die brach dann im 2. Viertel auseinander. Das bis dato so gute Mannschaftsspiel existierte quasi nicht, und die Einzelaktionen führten selten zum Erfolg, dafür zu insgesamt 14 Ballverlusten allein in den ersten 24 Minuten.
Das lag natürlich auch an der vortrefflichen Defensive der Thunder, die offenbar ihre Lehren aus dem äußerst knapp gewonnenen vierten Spiel gezogen und auch umgesetzt haben. Und vorne hatten sie halt den Ausnahmekönner Shai Gilgeous-Alwxander. Da konnten es die Fans verkraften, dass auch bei OKC die Dreier keine Offenbarung waren (5/17).
Wie gesagt: Zur Pause war alles entschieden, große Erkenntnisse aus dem 2. Durchgang habe ich deshalb nicht gewonnen. Immerhin zeigten die Wolves Moral und „gewannen“ sogar mit 62:59.
Best3er Mann der Sieger
Shai Gilgeous-Alwxander: Am Ende waren es 34 Punkte, 8 Assists und gleich 4 Steals, die der Kanadier auflegte, obwohl er im Schlussabschnitt nur noch 3 Minuten auf dem Parkett stand.
Stark beim Verlierer
Niemand, zumindest nicht in der ersten Hälfte: Im 2. Durchgang deutete Julian Randle an, zu welchen Taten er eigentlich fährig ist (16 Punkte).
Zahlereien
0 Punkte hatte Nickell Alexander-Walker auf dem Konto bei immerhin acht Wurfversuchen.
Überhaupt enttäuschten die in Spiel 4 so starken Rollenspieler der Wolves: Jalen McDaniels 5, Donte DiVicenco 6. Ein Lichtblickk war noch Rookie Terrence Shannon mit 11 Zählern.
Ausblick der Sieger
OKC als bestes Team der Vorrunde steht standesgemäß im Finale. Egal, ob gegen die Knicks oder Pacers – sie sind dort der klare Favorit und haben auch noch das Heimrecht. Gleichemaßen stark in Abwehr und Angriff, mit vielen Möglichkeiten hier wie dort.
Und die Verlierer?
Das Erreichen des Conference Finals ist ein Erfolg de insgesamt jungen Truppe. Allerdings hat Anthony Edwards nicht den entscheidenden Schritt nach vorn gemacht im Vergleich zur vergangenen Saison. Insgesamt hat das Team Potenzial und bedarf höchstens punktueller Vestärkungen. So stellt sich die Frage, ob man mit einem doch limitierten Rudy Gobert (bei all seine Defensivstärke) wirklich titelreif ist. Auf jeden Fall arbeiten muss Cheftrainer Chris Finch an den bedenkenswerten Ballverlusten (ein Zeichen mangelnder Konzentration?), die sich die gesamten Play-offs durchgezogen haben.
Ansetzung
Fr., 02:00: Indiana Pacers – New York Knicks (3:1)
Carolina Hurricanes – FLORIDA PANTHERS 3:5 (1:4)
Es begann so gut für die Hurricanes und endete in großer Enttäuschung. Sebastian Aho brachte die Gastgeber mit zwei Treffern in Führung, doch der Titelverteidiger ließ sich nicht beirren. 3 Tore im 2. Durchgang drehten die Partie. Carollina glich zwar noch einmal aus, doch Seth Jarvis nach brillanter Vorarbeit von Alexander Barkov
https://www.nhl.com/gamecenter/car-vs-fla/2025/05/28/2024030315
stellt die Weichen auf Sieg für die Panther, den Sam Bennet mit Schuss ins leere Tor besiegelte.
Meine 🇫🇮
Sebastian Aho erzielte 2 Treffer, stand insgesamt fast 24 Minuten auf dem Eis, enorm viel für einen Stürmer. Alexander Barkov gab für die Panthers die Assists zu den letzten beiden Treffern. Anton Lundell erzielte das Tor zum 3:2 für Florida. Nur 3:37 Minuten Einsatzzeit hatte Eero Luostarinen, er musste nach einem Crosscheck noch im 1. Drittel in die Kabine. und kam nicht wieder.
Ausblick der Sieger
Zum dritten Mal in Folge stehen die Panthers im Finale, das hatten zuletzt die Nachbarn Tampa Bay Lightning geschafft (2020 bis 2022) und insgesamt erst 9 Teams. Jetzt geht es gegen die Edmonton Oilers mit Leon Draisaitl (eine Wiederhlung des Finals 2024) oder gegen die Dallas Stars. In beiden Fällen müssten sie zunächst auswärts antreten, das würde auch für ein Spiel 7 gelten.
Und die Verlierer
Zum 7. Mal in Folge erreichten die Hurricanes die Play-offs. Nie schieden sie in der 1. Runde aus, nie erreichten sie das Stanley-Cup-Finale. Irgend etwas fehlt immer. Während die Stürmer (Aho, Jarvis, Stankoven) noch einige gute Spielzeiten vor sich haben, sind die wichtigsten Verteidger langsam in die Jahre gekommen.
Ansetzung
Fr., 02:00: Dallas Stars – Edmonton Oilers
Die Oilers müssen auf verletzungsbedingt auf den bisher so starken Zack Hyman (wahrscheinlich Saisonende) und auch Conor Brown (zumindest Spiel 5) verzichten
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