von Münchner Löwe | Juni 17, 2024 | Allgemein
Hola,
ich wurde heute operiert, eine Analfistel musste weg. So lange ich im Krankenhaus bin bis morgen oder übermorgen), gibt es hier keine längeren Beiträge, insbesondere Wochenvorschau und-Rückblick und auch nicht zur EURO. Und erst recht nicht zu Sechzig.
Bis dahin alles Gute.
Der Löwe
von Münchner Löwe | Juni 16, 2024 | Allgemein, Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
Edmonton Oilers – Florida Panthers 8:1 (1:3)
Es ist schon witzig, wie ähnlich sich die Finalserien in der NBA und NHL sind. In der Nacht zum Samstag demontierten die Dallas Mavericks die Boston Celtics und vermieden den Sweep, gestern Nacht gelang den Edmonton Oilers gegen die Florida Panthers das gleiche. Plötzlich zeigten die Kanadier, warum ihr Angriff so gefürchtet ist. Wobei erneut festzuhalten ist, dass die beiden vermeintlichen Superstars Conor McDavid und Leon Draisaitl erneut nicht die Hauptdarsteller waren. Immerhin gelang McDavid neben 3 Assists das erste Tor und Draisaitl schaffte mit 2 Assists die ersten Scorerpunkte überhaupt in der Finalserie.McDavid seinerseits brach mit seinem 32. Assist den vermeintlich unerreichbaren Rekord eines gewissen Wayne Gretzky. Ein Oiler in der Gretzky-Town Edmonton – wie passend.
Das Glück half den Oilers. So begannen die Panthers sehr stark und hatten Pech mit 2 Stangentreffern in Überzahl. Praktisch im Gegenzahl, noch im Powerplay, kassierten sie das 0:1, als Supertorwart Sergej Bobrowski sich von Brown verladen ließ und Janmark einnetzte. Die Schlüsseszene für Sky-Experte Patrick Ehelechner, der richtig mutmaßte, dass der Russe an diesem Gegentreffer zu knabbern hätte. Bobrowsky blieb weit hinter seiner Glanzform in den bisherigen Play-offs zurück. Nach dem 1:5 nach nur 25 Minuten hatte er genug und verließ entnervt das Eis, wie es im Hockey-Jargon so schön heißt. Auf de anderen Seite eine weitere Schlüsselszene, als der ziemlich kritisierte Stuart Skinner mit einem Monstersave den Ausgleich der Panthers zum 2:2 verhinderte.
Draisaitl-Watch
Der Kölner spielte diesmal in einer Reihe mit Ryan Nugent-Hopkins und Dylan Holiday, denen er jjeweils zu einem Tor assistierte. Positive Bullybilanz, viel Engagement, nur ein Tor wollte ihm nicht gelingen
Meine 🇫🇮 Finnen
Kapitän Alexander Barkov ging genauso unter wie Eero Luostarinen, Niko Mikkola und Anton Lundell, dem immerhin der Assist zum 1:2 durch Vladimir Tarasenko gelang.
Ausblick
Den Sweep vermieden, die Angriffsflaute vertrieben. Und die Oilers sind Aufholjagden gewohnt, man nehme allein ihr Comeback nach dem furchtbaren Saisonstart, der zum Trainerwechsel führte. Die Frage wird halt sein, wie die Panthers diese Niederlage verkraften; insbesondere Sergej Bobrowski wird einigen Stoff zum Nachdenken haben. Zumal er ja schlechte Erinnerungen an die Finalserie gegen die Las Vegas Knigths im vergangenen Jahr hat. Andererseits: Eigentlich ist nichts passiert, und die Panthers haben weiter alle Trümpfe in der Hand.1
von Münchner Löwe | Juni 15, 2024 | basketball, NBA
Blick über den Teich, NBA
Dallas Mavericks – Boston Celtics 122:84 (1:3)
So dürften sich das die Mavs-Fans vorgestellt haben. Eine frühe Führung, Ausbau zu einem komfortablen Vorsprung und lockers Ausspielen im Schlussabschnitt, wo dann einige Ersatzleute auftrumpfen können.
So fand Luka Doncic früh in den Flow (13 Punkte im 1. Quarter), traf Kyrie Irving (9), und weil es von Anfang an so toll lief, gelang Dereck Lively sogar ein Dreier, der erste in der gesamten Saison.
Nach ausgeglichenem Beginn war es mit der Boston-Herrlichkeit schnell vorbei, sie trafen außer Jayson Tatum nicht mal mehr einen Möbelwagen. Im 2. Viertel nahm ihr Desaster seinen Lauf, als die Mavs praktisch ohne Gegenwehr auf 50:25 davonzogen. Zur Pause stand es 61:35, und in dieser Tonart ging es munter weiter. 45 Punkte war der höchste Vorsprung, der Sieg mit +38 noch deutlich genug.
Auffällig war, dass die Mavs viel schneller spielten als bisher, dass nicht nur Doncic die Angriffe orchestrierte (er war wichtig genug). So wurde die Celtics-Defense ein ums andere Mal ziemlich hergespielt
Mann des Tages
Luka Doncic: 25 Punkte in der ersten Hälfte – und das, obwohl er keinen Dreier traf (4 Versuche) Ansosten die Wurfquote aus dem Feld überragende 10 von 14. Nicht ddas Um und Auf, und in der 2. Hälfte konnte er sich und seinen geschundenen Körper
Stark trotz der Niederlage
Fehlanzeige
x-Faktor
Dereck Lively: Dominierte gerade in der 1. Halbzeit die Bretter. 10 Rebounds, 6 davon offensiv.
🇩🇪 Deutsche Brille 👓
Maxi Kleber mit 23:12 Einsatzzeit, in denen er 5 Punkte sammelte.
Und sonst?
– Tim Hardaway kam erst in Spiel, als alles entschieden war. Trotzdem beeindruckend seine 5/7 Dreier. Auch ein Dante Exum konnte sich empfehlen.
– die Celtics trafen nur 29/80 Würfe, darunter 14/41 Dreier. Unterirdisch.
Ausblick
Spiel für Spiel, das ist die Maxime der Mavs. Sie haben gezeigt, dass auch der Celtics-Defense beizukommen ist. Allerdings dürfte Boston nicht noch mal so eine verheerende Wurfquote zusammenstümpern, gerade im heimischen TD Garden. Sie bleiben Favorit um den Titel, müssen aber diese Klatsche erst mal aus den Kleiden schütteln.
Ansetzung
Di., 02:30: Dallas Mavericks – Boston Celtics (1:3)
von Münchner Löwe | Juni 14, 2024 | Eishockey, NHL
Blick über den Teich, NHL
Edmonton Oilers – Florida Panthers 3:4 (0:3)
Die Parallelen zum NBA Final sind unvekennbar. Hier wie dort erst je zwei Heimsiege und im 3. Spiel eine Heimniederlage, die nach klarem Rückstand noch erträglich gemacht wurde durch einen veritablen, aber letztlich erfolglosen Schlussspurt. Und jetzt sowohl für die Dallas Mavericks (gegen die Boston Celtics) und die Edmonton Oilers das fast unmögliche Unterfangen, nach einem 0:3 die Trophäe doch noch zun holen. Immerhin: In der NHL hat das mal ein Team geschafft – 1955 die Toronto Maple Leafs gegen die Detroit Red Wings.
Über das gestrige Spiel möchte ich mich gar nicht länger aufhalten. Für mich war entscheidend, wie fantastisch die gesamte Verteidigung der Panthers Conor McDavid und Leon Draisaitl erneut aus dem Spiel genommen haben. Nach drei Spielen sind die bisherigen Topscorer der Play-offs beide noch ohne Tor, McDavid leistete gestern wenigstens zwei Assists. Der gesamte Angriff kommt nicht ins Rolen, auch das Powerplay versandet. Dazu vorne eine großartige Effizienz und mit Sergej Bobrowsky der zurzeit wahrscheinlich beste Keeper der Liga.
Was bleibt den Oilers? Zumindest das 3. Drittel, das erste, das sie gewonnen haben in der Serie, gibt etwas Hoffnung. Und vielleicht löst das klare Ergebnis die Fesseln. Aber es ist halt auch eine Kraftfrage, und gerade McConor und Draisaitl haben enorm viel Eiszeit in den Knochen.
Draisaitl Watch
Er kämpfte, ackerte, schoss dreimal aufs Tor. Aber die Leichtigkeit, die alles so einfach für ihn zu machen schien, ist dahin. Diesmal wenigtens ohen Aussetzer
Meine 🇫🇮 Finnen
Waren wieder sehr auffällig. Alexander Barkov und Eero Luostarinen bereiteten durch tolle Puckeroberung das erste und zweite Panthers-Tor vor. Fürs 2:1 gab es auch einen Assist für Anton Lundell, und Kapitän Barkov überwand Stuart Skinner mit überlegtem Schlenzer zum 4:1, den die Sky-Crew übrigens als nicht unhaltbar erachtete. Wage ich persönlich kein Urteil drüber.
Ausblick
Die Trophäe für die Panthers steht bereit, jetzt müssen sie nur noch zugreifen. Dass sie 4 Spiele am Stück jetzt plötzlich verlieren, ist sehr unwahrscheinlich. Die Oilers müssen es Spiel für Spiel, _Drittel für Drittel, Shift für Shift angehen und nicht ans Große Ganze denken. Wird schon schiefgehen.
Ansetzung
So., 02:00: Edmonton Oilers – Florida Panthers (0:3)
Noch eine Anmerkung zur deutschen Übertragung. Sky macht in der NHL einen um Längen besseren Job als DAZN in der NBA. Damit meine ich gar nicht den Live-Kommentar, der ist Geschmackssache. Aber die Spielpausen nutzt Sky mit aufwändiger Analyse, während bei DAZN nichts dergleichen kommt, sondern der Zuschauer schauen muss, wie eer sich die Zeit vertreibt. Für mich ist das vielleicht nicht so entscheidend, weil ich die Partien jeweils relive am nächsten Morgen anschaue und vorspulen kann, aber diesen Service darf ich als Premium-Sender, der DAZN ja sein will und sich dementsprechend bezahlen lässt, schon anbieten.
von Münchner Löwe | Juni 13, 2024 | EM, Fußball, Leichtathletik
Paukenschlag durch Terzic
Dass beim BVB beim Trainerthema nicht eitel Sonnenschein ist, hat sich herumgesprochen. Je nach Lesart hat Edin Terzic Stress nicht nur mit Mats Hummels, son dern mit einem Großteil der Mannschaft. Besser gesagt hatte, denn heute zog er die Notbremse und batum vorzeitige Auflösung des Vertrags, eine Bitte, der die Vereinsführung folgte. So lautet zumindest die offizielle Version, der ich jetzt bis zum beweis des Gegenteils erst mal glaube.
Ob Terzic mit seiner Demission einer Entlassung zuvorgekommen ist, bleibt also Spekulation. Tatsache ist, dass der Trainer das Team mit beeindruckenden ins Champions-League-Finale geführt hat, Tatsache ist allerdings eine unterschnittliche Bundesliga-Saison mit Platz 5, die nur wg der erfolgreichen deutschen Jahreswertung in internationalen Wettbewerben nächste Saison wieder für die Königsklasse reicht (allerdings auch dank des fleißigen Punktesammels der Dortmunder selbst). Doch der internationale Erfolg kaschiert den nationalen Frust, auch das Heim-Aus gegen den VfB Stuttgart im Pokal hat das Befinden nicht gerade gesteigert. Ich persönlich glaube, dass sogar ein CL-Triumph die Situation nicht wesentlich verändert hätte. Vielleciht wäre Terzic die für ihn schwierige Entscheidung (Herzensclub und so) sogar leichter gefallen.
Übernehmen soll jetzt Nuri Sahin, bereits im Winter zusammen mit Sven Bender als eine Art Aufpasser, Berater (sucht es euch aus) geholt wurde. Ein Novize, was verantwortliche Trainerposition betrifft. Kann gutgehen, muss aber nicht. Der Kader passt, zumal Mats Hummels jetzt keinen Grund mehr hat, den Club zu verlassen.
Apropos Hummels: Wenn dessen unverhohlene und öffentlich geäußerte Kritik an Terzic der Grund dafür ist, das Julian Nagelsmann auf ihn für die EM verzichtet, dann wäre das für mich nachvollziehbar. Ansonsten für mich eine völlig unverständliche Entscheidung nach dessen bärenstarken Leistungen gerade in der Königsklasse
Europäisches Leichtathletikfest
Das war die EM, die gestern in Rom zu Ende gegangen ist, trotz des oft mauen Zuschauerzuspruchs gerade in den ersten Tagen. . Passenderweise mit einem (knapp gescheiterten) Weltrekordversuch des schwedischen Überfliegers Mondo Duplantis mit dem Stab. Ich mag die EMs in Olympia-Jahren nichtt, aber was ich gesehen habe, war zum Teil schon stark. Herausragend neben Duplantis seien exemplarisch die Dreispringer Jordan Diaz (18,19) und Pedro Pichardo (18,04) genannt. Malaika Mihambo schaffte mit 7,22 Meter ihre zweitbeste je gesprungene Weite und hlte das einzige deutsche Gold. Und für mich der größte Paukenschlag waren die 44,15, die Alexander Boom über 400 Meter auf die Bahn trommelte. Das wäre vor einer Woche noch Europarekord gewesen.
Unfassb ar dominant waren die Italiener. Erwartetes Gold gab es für Geno Tamberi im Hochsprung und 100-Meter-Olympiasieger Marcell Jacobs über 100 Meter und in der Sprintstaffel. Doch einige Newcomer nutzten den Heimvorteil (der eigentlich keiner war). 11 goldene – Respekt und kleine Zweifel aufgrund zum Teil unglaublicher Leistungssteigerungen.
Die Organisatoren haben sich paar Neuigkeiten einfallen lassen. So kamen in den 1500-Meter-Halbfinals nur je 6 Läufer weiter, unabhängig von der Zeit. Finde ich sehr gut, denn 1500 Meter sind halt ein von Taktik geprägtes Rennen. Genau anders war es in den 100-Meter-Vorläufen. Neben den jeweils 10 Gesetzten kamen die 14 zeitschnellsten ins Halbfinale, unabhängig von ihren Laufplatzierungen. Der Nachteil der unterschiedlichen Windunterstützung wurde hier in Kauf genommen.
Völlig missglückt ist mE dagegen der Versuch, die 10000 Meter mitten ins Programm zu hieven. Gerade, dass parallel Hochspringer und Speerwerferinnen antraten, die bei ihren Anläufen auch die Bahn brauchen und extrem gestört wurden durch die zersplitterten Felder, war sehr unglücklich. Ein Tamberi wäre deshalb fast an 2,29 Metern gescheitert, weil er seine Versuche nicht und nicht starten konnte. Auch die Idee, den 10000-Meter-Europameister in zwei getrennten Läufen zu küren, muss dringend überdacht werden. Höfliche Umschreibung: Lasst den Unsinn bleiben!
Was die Leistungen weltweit wert sind, wird sich in knapp zwei Monaten bei Olympia zeigen. Ich habe den Eindruck, dass die Qualität besser wurde. Das liegt aber auch daran, dass viele in Amerika oder Afrika geborene Athleten ihr Glück bei einem euopäischen Verband suchen. Die daraus resultierende Buntheit der Felder gefällt mir sehr. Alle müssen nur aufpassen, dass es nicht so wird wie im Tischtennis, wo vor allem bei den Frauen eine Armada von asiatischen Spielerinnen startet, weil sie in China oder Südkorea keine Chance sahen.
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