Thunder in der eigenen Umlaufbahn

Blick über den Teich, NBA

 

Die jeweils dritten Spiele der 2. Play-off-Runde sind absolviert. 2 Serien sind vorentschieden, in zweien herrscht noch Spannung.

 

EASTERN CONFERENCE

 

Cleveland Cavaliers – Detroit Pistons 116:109 (1:2)

 

Die Cavs bleiben sich treu: auswärts pfui, zu Hause hui. Wetter können bei Cavs-Partien getrost einen Heimerfolg buchen. So auch am Sanstag (zu guter europäischen Sendezeit), als sie im Endspurt den Sieg sicherten und in der Serie gegen die Pistons auf 1:2 stellten. Die Stars hatten diesmal funktioniert, zunächst Donovan Mitchell, im Endspurt dann der zuvor hart kritisierte James Harden.

Dabei war Detroit das Kunststück gelungen, im 3. und 4. Viertel einen 17-Punkte-Rückstand aufzuholen. Sie gingen sogar in Führung, doch dann übernahm der bis dato fast unscheinbare Harden und erzielte 7 ganz wichtige Punkte, die die ausverkaufte Halle in ein Tollhaus verwandelten.

 

Bester der Sieger

 

Donovan Mitchell: Bisher liefen die Play-offs nicht ganz nach Wunsch für den Spielmacher. Jetzt drehte er auf und schaffte 35 Punkte. Nur jenseits der Dreierlinie schwächelt er weiterhin, 2 von 8 Würfen sind klar verbesserungswürdig.

 

Stark trotz der Niederlage

 

Cade Cunningham: Initierte die Aufholjagd, gemeinsam vor allem mit Tobias Harris und Scharfschütze Duncan Robinson. Am Ende hatte er starke 27 Punkte und je 10 Rebounds und Assists auf dem Konto.

 

X-Faktor

 

James Harden: Es gibt einen bösen Spruch über „The Beard“. Pro Saison hat er nur einen guten Play-off-Auftritt. Wenn dem so wäre, so müssten sich die Cavs Sorgen machen, denn diesen guten Auftritt legte Harden am Samstag hin. Zumindest im 4. Viertel, als Mitchell schwächer wurde. 9 seiner 19 Punkte sammelte er da, und in der knappen Schlussphase vesnkte er drei ganz schwierige und wichtige Würfe zum serien-erhaltenden Erfolg. Es ist nun an Harden, seine Kritiker zu widerlegen.

 

Zahlereien

 

73 Prozent aller Zweipunkte-Würfe der Cavaliers landeten im Ziel – ein außerordentlich hoher Wert. Zum Vergleich: bei den Pistons waren es nur 48,5 Prozent.

 

🇩🇪👓

 

Dennis Schröder: der wertvolle Helfer der Cavs. Wenn er seine Rolle so ausfüllt wie am Samstag, ist er von großem Wert. 11 Punkte legte er auf, verwandelte alle 3 Dreier-Versuche.
Ging heftig zu Boden, nachdem ihm ein (unabsichtlicher?!) Schlag von Daniss Jenkins am Hals getroffen hatte, mit dem er sich über Minuten eine Art Privatduell auf dem Parkett lieferte.

 

Ausblick

 

Eine der spannenden Serien, die ich angeköndigt hatte. Allerdings nur, wenn die Cavs auch mal ihre Serie durchbrechen. Morgen Nacht allerdings müssen sie erst mal schauen, dass sie auch die 2. Partie in heimischer Halle gewinnen.

 

Philadelphia 76ers – New York Knicks 94:108 (0:3)

 

Ein Sieg mit 14 Punkten Vorsprung, das klingt deutlicher als es klingt. Denn bis weit in 3. Veirtel stand die Partie auf Messers Schneide, als Joel Embiid mit einem Dreier sein Team auf bis zu 2 heranbrachte. Doch so sehr sich die Sixers bemühten, einen Führungswechsel sollten sie nicht schaffen, denn in den entscheidneden Momenten bewahrten die Knicks die Nerven und schlossen die Angriffe erfolgreich ab. Ein 15:2-Lauf Mitte des Schlussabschnittes beseitigte dann alle Zweifel. Am Sieg in Spielk 3 und wahrscheinlich auch am Weiterkommen.

 

Bester der Sieger

 

Jalen Brunson: Nicht perfekt (11/22 erfolgreiche Würfe), aber sehr stark (35 Punkte, 9 Assists). Immer wieder toll anzusehen, wie der nur 1,93 Meter (wir sprechen von Basketball) große Spielmacher Eins-zu-eins-Situationen löst mit Finten und Täuschungen. Wenn er auf dem Parkett steht (38 Minuten) hat er bei fast jedem Angriff seine Hände im Spiel.

 

Stark beim Verlierer

 

Kelly Oubre: Nimmermüder Einsatz: Mit einem Dreier unmittelbar vor der Pause ließ er die Fans hoffen. Am Ende mit 22 Punkten Top-Scorer des Teams, vor den vermeintlichen Stars wie Tyrese Maxey und Joel Embiid.
Paul George: allerdings nur EIN tolles 1. Viertel, als er 15 Punkte schaffte und dabei 3 Dreier versenkte. Das erinnerte an seine besten Zeiten. Danach kam nichts mehr, nicht ein einziger Punkt und auch sonst wenig vorzeigbare Aktionen.

 

X-Faktoren

 

positiv Landry Shamet: Genau das erhofft sich der Trainer von seinem Bankspieler. Frisches Blut. In diesem Fall insgesamt 15 Punkte,

negativ: Joel Embiid. Nach einer Partie Pause wurde er wieder für spielfähig erklärt. Doch gerade in der 1. Halbzeit gab er dem Wort „rostig“ eine ganz neue Dimension. Unbeweglich, sichtlich nicht fit und ganz bestimmt nicht in Bestform. Nach der Pause wurde es besser. Mit seiner Länge und seinem Touch ist er auch ohne Bewegung ein gefährlicher Faktor.
Insgesamt kam aber zu wenig, leider auch vom von mir so geschätzten Tyrese Maxey, der weit und er seinen Möglichkeiten blieb und nur 12 Wurfversuche unternahm. Diese Zurückhaltung habe ich überhaupt nicht verstanden.

 

Ausblick

 

Die Knicks können schon fürs Conference Finale planen. Noch nie hat in der NBA ein Team einen 3:0-Vorsprung hergegeben. Wenn den Sixers etwas Hoffnung gibt: Wenigstens 2 der 3  Partien waren umkämpft.

 

WESTERN CONFERENCE

 

Los Angeles Lakers – Oklahoma City Thunder 108:131 (0:3)

 

Wer soll die Thunder stoppen. Offensichtlich nicht die Lakers, zumal nicht die Lakers ohne Lukja Doncic. Eine Halbzeit hieltensie bestens mit, führten zur Pause sogar mit 59:57. Um danach hilflos mitansehen zu müssen, wie OKC Punkt um Punkt davonzog. Fast schien es, als hätten sie die Lakers im 1. Durchgang ein bisschen mitspielen lassen, damit das Publkum seine Freude hat.
Im Ernst: der kader der Thunder ist gleichermaßen faszinierend wie angsteinflößend. Ein überragender Topstar und daneben sieben, acht Akteure, die jederzeit übernehmen können. Und dazu noch die beste Defense der Liga.

 

Bester der Sieger

 

Ajaj Mitchell: Topscorer der Partie! (vor Topstar Shai Gilgeous-Alexander). Der Leistungssprung des Spielmachers in diesem jahr, in diesen Play-offs ist atemberaubend. 24 Punkte waren es am Ende, dazu 10 Assists. Und dieser Typ ist nur der Ersatz für den verletzten Jalen Williams. Ach ja, Mitchell ist gerade mal in seinem 2. NBA-Jahr. OKC schnappte ihn 2024 an 38. Stelle. Gebraucht haben sie ihn eigentlich nicht, aber wenn ihn die anderen nicht haben wollen …

 

Stark beim Verlierer

 

Rui Hachimura hat mir sehr gut gefallen. Seine Wurfqquote von außen in diesen play-offs ist unfassbar (am Samstag: 5 von 8 Dreier). 21 Punkte waren es am Ende.

 

X-Faktoren

 

Ausgeglichenheit der Thunder: 7 Spieler punketen zweistellig: Als es im 3. Viertel noch kanpp herging, schnappte sich Isaiah Joe zweimal den Ball und warf 2 Dreier. Ich nenne ihn stellvertretend.

 

Zahlereien

 

7 Siege in 7 Partien: So gut ist seit einem Jahrzehnt kein Titelverteidiger mehr in die Play-offs gestartet.

 

🇩🇪👓

 

Isaiah Hartenstein: Die Riesenanker der Thunder. Ob Prellbock gegen LeBron James und Co., sein Wurf funktioniert (6 von 7).

 

Ausblick

 

Wenn ich den Sixers wenig Chancen gebe, den Lakers gebe ich keine. Zumindest nicht für die Serie. Vielleicht werden sie am Montag Spiel 4 gewinnen, wenn die Thunder nicht nur eine Hälfte, sondern die gesamte Partie larifari auftreten, aber dass sie jetzt viermal hintereinander siegen, das kann ich mir einfach nicht vorstellen.

 

Minnesota Timbewolves – San Antonio Spurs 

 

Ein katastrophaler Beginn und ein schwaches Finale: Dazwischen allerdings zeigten die Timberwolves, dass sie ein fast ebenbürtiger Gegner sind. Nicht allerdings in den ersten 6:30 Minuten: Zahlen des Grauens: 1 Punkt (durch einen Freiwurf), 0 von 10 getroffene Würfe aus dem feld, 3 Ballverluste. Immerhin stand es „nur“ 1:14, ehe Rudy Gobert per Layup die ersten Zähler aus dem Feld schaffte. Danach eine vortreffliche Aufholjagd, und noch im 1. Viertel war der Rückstand so gut wie egalisiert (22:23).
Zweieinhalb Viertel wogte die partie danach hin und her, mit Führungswecseln und Körben um Ausgleich. Am Ende erwiesen sich die Spurs als nervenstärker – und sie hatten halt den „Außeirdischen“ Victor Wembanyama in ihren Reihen (allein 7 Punkte im entscheidnen Schlussspurt),

 

Bester der Sieger

 

Victor Wembanyama: Der Vorschusslorbeer war unendlich große (er wird das nächste jahrzehnt prägen, ja verändern!). Am Freitag zeigte er sein überragendes Können. 39 Punkte erzielte er, traf 13 seiner 18 Würfe. Dazu ist der Franzose noch de beste Vewrteidiger der Liga, allein mit seiner Länge (2,21 Meter) zwingt er den Gegner zu ungewöhnlichen Würfen, die er dann trotzdem blockt (diesmal waren es 5).
Nicht zu fassen, dass er erst im 3. jahr NBA spielt und erstmals eine Play-off-Saison.

 

Stark beim Verlierer

 

Anthony Edwards: Erstmals in dieser Serie von Beginn an dabei. 32 Punkte legte er auf, dazu 14 Rebounds und 6 Assists.

 

Ausblick

 

Für mich ist das tatsächlich die knappste Serie. Viel fehlt den Wolves nicht: Sie haben jetzt einen Top-Mann (edwards) und eine sehr starke Bank (auch wenn DiVincenzo fehlt). Wenn sie es irgendwie schaffen, dass Wemby nur normal gut spielt und hicht hereausragend gut, dann sehe ich echte Chancen. Spiel 4 heute Nacht ist natürlich fast schon ein Pflichtsieg.

 

Ansetzungen

 

So., 21:30: Sixers – Knicks (0:3)
Mo., 01:30: Wolves – Spurs (1:2)

Di., 02:00: Cavs – Pistons (1:2)
Di., 04:30: Lakers – Thunder (0:3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Pacers läuft es desaströs

Blick über den Teich, NBA

 

Gut eine Woche spielen die Teams jetzt und haben  4 oder 5 Partien absolviert. Noch viel zu früh für eine teifschürfende Analyse, aber zumindest ein paar Trends vermag ich auszumachen.

 

Pacers schon im Tank-Modus?

 

Im Gegensatz zu vielen Experten habe ich den Indiana Pacers eine vernünftige Saison (samt Play-off-Aussichten) zugetraut trotz des Ausfalls von Tyrese Halburton und des Weggangs von Myles Turner. Doch ein unglaubliches Verletzungspech zum Sgtart lässt meinen Optimismus dahinschwinden. Von der vermeintlichen Starting Five fehlten zuletzt: Andrew Nembhard, Obi Toppin, Bennedict Mathurin (und TJ McConnell). Einzig Pascal Siakam und Aaron Nesmith waren zuletzt dabei, viel zu wenig. Die Folge: als einziges Team neben den indiskutablen Brooklyn Nets und New Orleans Pelicans noch sieglos.

 

Die Kings: gute Spieler, kein Team und erst recht kein Ergebnis-Team

 

„Meine“ Mannschaft: Aber eigentlich bin ich jetzt schon so weit, dass ich die Saison abschreibe. Ich sehe durchaus gute Spieler (Sabonis, Schröder, LaVine, die zum Teil auch richtig schönes Basketball zeigen. Aber leider null Winning mentality, die Puzzleteile passen nicht zusammen. dem Gegner reichen ein paar gute Minuten, um die Kings völlig auseinanderzunehmen.
1:4 lautet die Bilanz: In jeder dieser Partien hatten sie sehr gute Phasen, sogar beim Titelträger Oklahoma City Thunder. Doch am Ende fehlte auch hier die Konzentration, das Dagegenhaltenwollen, aber schlicht und ergreifend auch defensive Qualität. Wahrscheinlich werden die Kings ein paar höchst erstaunliche Siege landen, aber sehr viel mehr (weniger erstaunliche) Niederlagen. Ich kann nur noch positiv überrascht werden.

 

Die Thunder-„Pferde“: 

 

Sprich: nur so hoch springen, wie es sein muss. ein gefährliches Unterfangen, denn schon zweimal musste der Titelverteidiger in die Overtime, und sogar gegen die Kings lag man noch bis ins vierte Viertel zurück. Und doch: eine makellose 5:0-Bilanz auch ohne Co-Star Jayden Williams und zuletzt Chet Holmgren, dafür mit einem alles überragenden Shai Gilgeous-Alexander.

 

Bulls – top im Osten

 

Noch ist es viel zu früh, an die glorreichen 90er mit Jordan und Pippen und Kukoc und Rodman zu erinnern, aber ich sehe ein durchaus wettbewerbsfähiges Team, gerade im schwachen Osten. 4 Siege (0 Niederlage) stehen erst mal in der Bilanz immerhin auch gegen höher eingeschätzte Teams wie die  Magic,  Pistons und  Hawks. Was das Wert ist, wissen wir nächste Woche angesichts der kommenden Aufgaben zweimal Knicks, 76ers, Bucks und Cavaliers. Extrem gut gefällt mir Josh Giddey (ders allen Kritikern zeigen will) und Matas Burzelis (top-talentiert) sowie der unverwüstliche Nikola Vucevic.

 

Wemby-Zirkus on Stage

 

Die San Antonio Spurs waren das dark horse. Extrem jung, extrem talentiert. Und bisher sehr erfolgreich (5:0). Dank des Außerirdischen Victor Wembanyama, der aufregende Zahlen auflegt (31 Punkte, 12,8 Rebounds, 4,8! Blocks). Alles natürlich noch auf kleiner Grundlage basierend. Doch die Spurs sind eben nicht nur Wemby. Im Team sind auch auregende Spieler wie Stephon Castle, Darius Vassell und Rookie Dylan Harper. Wohin das führt bleibt abzuwarten.

 

Und sonst

 

  • Überragender Markkanen: auch dank des Finnen stehen die Utah Jazz it einer 2:2-Bilanz da (die beiden Niederlagen waren zudem extrem knapp und unglücklich). Markkanens Meisterstück. Gegen die Suns legte er gleich 51 Punkte auf.
  • Wagner-Spiele: Solide, würde ich sagen, noch keine Festspiele. Mal fällt der Dreier besser, mal gar nicht. Ob man sich drauf verlassen kann? Insgesamt sind die Orlando Magic etwas harzig gestartet.
  • Triple Jokic: 4 Spiele, viermal ein Triple Double (zweistellige Werte in 3 Kategorien). Im Schnitt sind das dann nach 4 Partien. 20,3 Punkte, 14,4 Rebounds, 11,3 Assists, dazu kommen 2 Blocks/Spiel. Schöne Momentaufnahme und wahrscheinlich nicht nur die.

 

Der NBA-Cup

 

Ab heute geht es in ausgesuchten Partien um eine zweite Trophäe, die dann im Dezember in Las Vegas überreicht wird. Der Modus ist der gleiche geblieben, das heißt. Insgesamt 6 Gruppen à 5 Teams (je drei pro Conference). Die Gruppensieger steigen ins Viertelfinale auf und auch der „beste“ Gruppenzweite jeder Conference. Da könnte durchasu das Korbverhältnis entscheiden, ansonsten völlig irrelevant.
An 8 Spieltagen (die kommenden 5 Freitage, zweimal Dienstag und einmal Mitwoch) gibt es die direkten Duelle (mit einem besonderen Parkettboden, von ausgesuchter Hässlichkeit, wenn ihr mich fragt. Am 9/10. Dezember die Viertelfinale (je 1. vs 4. und 2. vs 3.) und das Final Foul in Las Vegas mit den Halbfinaeli (13. Dezember und Finale (16. Dezember). Alle Partien bis auf das Finale zählen auch für die reghuläre NBA-Saison.

Folgende Gruppen wurden nach (vermeintlicher) Stärke ermittelt aufgrund der letztjährigen Saison.

 

East, Gruppe A

Cavaliers
Pacers
Hawks
Raptors
Wizards

 

Gruppe B

Celtics
Pistons
Magic
Nets
76ers

 

Gruppe C

Knicks
Bucks
Bulls
Heat
Hornets

Gruppe B scheint sehr prickelnd, weil die als schwach eingestuften Sixers sehr gut in die Saison gekommen sind

 

WEST, Gruppe A

Thunder
Wolves
Kings
Suns
Jazz

 

Gruppe B

Lakers
Clippers
Grizzlies
Mavs
Pelicans

 

Gruppe C

Nuggets
Rockets
Warriors
TrailBlazers
Spurs

Gruppe C scheint die „Hammergruppe zu sein“, während ich jetzt schon rein nach Gefühl dem 2. der Gruppe A (Thunder/Wolves) sehr gute Chancen einräume angesichts der 3 anderen Kontrahenten. Gott sei Dank gibts auch in der NBA Überraschungen